Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 2 (1904)
- Issue
- Heft 7 (19.2.1904)
- Date
- 1904-02-19
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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April 1897 in Brüssel mit dem schmerzvollen Bewußtsein verschieden, die Seinen mittellos und unversorgt, im beklagenswertesten Elend zurücklaffen zu müssen. Der „Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina", dessen Waisenanstalt länger als zchn Jahre unter der Aufsicht des Verklärten gestanden, hat ihm - seit Niederlegung seiner Stelle bis an sein Lebensende eine Pension gegeben, besitzt aber nicht das Recht, nach seinem Tode der Familie eine weitere Unterstützung aus den ihm anvertrauten und schr knappen Mitteln zu gewähren. An uns ist es daher, durch ein gemeinsames Liebeswerk der verlassenen Familie des vielverdlenten Mannes zu Hilfe zu kommen. Wer jemals den Werken des Verewigten eine Stunde der Erhebung verdankt, aus seiner Quelle Begeisterung für unsere Lehre geschöpft hat, der möge mit seinem Scherflein nicht zürückhalten und in seinem Kreise für die Verbreitung unseres Aufrufs wirken. Vor allen: aber ergeht an die Rabbiner und Vorsteher aller Gemeinden die Bitte, daß sie die Förderung dieses Hllsswerkes als eine Ehrenpflicht gegen den trefflichen Anwalt unserer Sache betrachten mögen, dem das jüdische Haus und unsere Jugend mit das Beste verdanken, was in unseren Tagen zur Stärkung und Erhebung des jüdischen Bewußtseins hervorgebracht worden ist. Die entfließenden Gelder sollen zur Erhalmng der Hinterbliebenen Wilhelm Herzbergs und zum Schutze seiner Familie vor der sie bedrohenden Not von uns verwendet und verwaltet werden. Alle Unterzeichneten, sowie die Geschäftsstelle des Frankfurter Israel. Familienblattes, sind zur Annahme von Beiträgen bereit, über die öffentlich Bericht erstattet werden wird. Die Kassenführung hat Herr Henry Seligman in Frankfurt a. M. übemommen." Es gingen zirka Mk. 7000 ein. Da die Zinsen dieser Summe nicht genügten, der Familie Herzberg eine einigermaßen nennenswerte Subvention zu geben', so mußte das Kapital, angegriffen werden, und nun ist auch dieses aufgebraucht. Die UnterzeichnetetrVvknden sich daher nochmals an alle Glaubensgenossen mit der dringenden Bitten der verlassenen Familie des verdienten Mannes zu Hilfe zu kommen. Frankfurt a. M-, im Februar' 1904. Emauuel Baumgartcn, Wie«. Oberrabbiner Dr. A. Bloch, Brüssel, Alfred Geiger, Frankfurt a. M. Oberrabbiner Du Güdcmanu, Wien. Hermann Gumpertz, Hamburg. Rabbiner Dr. Enttmann, Breslau. Charles 2. Hallgartcn, Frankfurt a. 3JL Rabbiner Dr. Horovitz, Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. S. Berlin. Sanitätsrat Dr. S. Nenmann, Berlin. Bez.-Rabb.Dr.Salvcudi. Dürkheim a. d.H. tenry Srligmaa, Frankfurt a. M. abbiner Dr. Ungerleidcr, Berlin. Großrabbiner Zadoc Kahn, Paris. . . Neu aufgenommen! —-w^ Cocosmatten von 40 Pfg.' an. Cocosläufer per Mtr. v. Mk. 1.35 an. Indiäteppiche. Chinamatten. 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