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Neue jüdische Presse · 1904-02-12 · Heft 6 (12.2.1904) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 6 (12.2.1904)
Date
1904-02-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Bi Nr. 6. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 5. tempels. Haben wir kein Gesamtheiligtum mehr, daß der Pflege und 'der Hingebung aller bedarf? Sollte unsere Zeit nur zerstören und niedcrreißen können und im Ausrichten und Bauen so. klein und so armselig dastehen? Möchte sie uns doch durchdrkngen die Schekellehre und wir den Groll und den Haß, die da trennen und alles Gute unmöglich machen, fahren lassen. Mochten wir uns doch daraus besinnen, baß nur in der Vereinigung und Verbrüderung aller Gut- und Treugesinnten bas Heil und der Segen ruht. Verbrüdern, vereinigen müßten sich alle diejenigen, die es noch treu mit Gott und seinem Gesetze meinen, müßten vereint Psianzstätten gründen, die der Erkenntnis und der Erfüllung unser heiligen Thora geweiht, und wir müßten alle wirken, keiner dürfte sich 'der Schlaffheit und Lauheit hingeben, ein jeder seinen halben Schekel, lind was der Reiche mehr gibt — es ist nicht mehr, es ist doch nur ein halbes, ein unvollendetes; und nur in dem Gesamtwirken der Gesamtheit gewinnt der Einzelne Wert und Bedeutung. Aber auch der Arme gebe nicht weniger, auch die geringste Gabe, gegeben mit der Absicht initzuwirken zum hohen Zwecke, sie ist nicht verloren, sie ist doppelt hoch anzurechnen in unsrer Zeit, die so wenig gibt und so viel nimmt. Wer im jüdischen Kreise gezählt werden will, der hat zu leisten. Und keiner glaube genug daran zu tun, auf seine Familie, sein Haus, höchstens seine Genieinde zu blicken. Das große Pflichtband der Verantwortung umschließt ganz Israel. Und der Leichtsinn und die Pflichtvergessenheit unseres Nachbars und unserer Nachbargemeinde klagen auch uns an, wo< uns nur irgendwie die Möglichkeit gegeben, unseren Einfluß geltend zu machen. ... Was ist's, was das zarte Pflanzengrün hervorlockt? Zur Hälfte der befruchtende Regen, zur Hälfte der milde Sonnenstrahl. Was knüpft so unauflöslich die Bande treuer Freundschaft? Was läßt so innig zwei Menschen sich lieben? Daß sic beide, jeder als Hälfte, harmonisch sich zum Ganzen vereinigen. — Diese Wahrheit wollen wir ablauschen dem Natur- und Menschenkreise, damit wir uns alle als „Halbe" fühlen, niemand im vermessenen Dünkel glaube, ein Ganzes leisten zu können/ niemand aber auch sich enthalte, sein, wenn noch so winziges Schcrflein zu legen auf den Altar seines Volkes. Kein Wirten, und wäre es das höchste, ist vollendet. keines aber auch und wäre es das geringste, ist verloren-dies ist der erste jüdische Frühlingsgedanke. — s— Brieflasten. Abonnent Ltthnia. Ab Krakau 7» früh, an Oderberg IO02, ab Oderberg 12» über Breslau, Kohlfurt, Falkenberg, Halle, an Frankfurt 6 Uhr vormittags. Ab Oderberg werden Sie jedenfalls einen direkten zwischen Oderberg und Frankfurt verkehrenden Wagen benutzen können. Die Reise koster ungefähr III. Klasse Retourbillet Mk. 65.—. lll. Klasse Schnellzug einfach Mk 50.—. . . Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den 14. Februar, abends 6 Uhr, im Bereinslokale Schützenstraße 14: Vortrag des Herrn Dr. I. Bondi, Mainz, über: »Der Phantast von Smyrna". _ Moutefiore/Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute. Mittwoch, den 17. Februar, abends S Uhr. im Vereinslokale Theobaldstr. 5 l Suppenanstalt): Rezitation des Herrn I. B. Levy. Hier: Enoch Arden von Tennyson. Hebräischer Sprachverein. Unterrichtsstunden für Herren und für Damen in der Aula der Israelitischen Religionsschule. Hermesweg 25/27: Sonntag Vormittag von 9—10 Uhr, Montag Abend von 9—10 Uhr. - — Zs werden noch Mitglieder angenommen. — Familiennachrichterr. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) Geburten. Ein Sohn. Herrn I. Katz, Frankfurt a. M, Röderbergweg 71. Verlobte. Adele Gombrich, Eberbach a. Neckar, mit Siegfried Lazarus, Langen i. Hessen. Käthe Blumenthal, Bochum, mit Albert Löb, Wornrs. Jda Reiling, Bensheim, mit Moses Kaufmann, Mannheim. - . Katinka Katzenstein, Jesberg. lBez. Cassel), mit Gerson Weiler, Neustadt (M.-W.-Bahn). Sterbefälle. Baruch Ettlinger, verh., Frankfurt a. M., Röderbergweg 26. Jouas Schiff, Handelsmann, verh., 45 I., Frankfurt a. M.. Gartenstraße 229. Samuel Neu, verh., 54 I., Frankfurt a. M., Merianstraße 34. Emma Meier, unverh., Lehrerin, Frankfurt a. M. Barmizwohs Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten umgesl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Samstag, den 13. Februar, Barmizwoh des Siegmund Pinkowitz, Sohn des Herrn M. Pinkowitz. Mainstraße 20. in der Synagoge, Königswartersttaße. Wochen-Kalender. (Zeitangaben nach dem L u a ch.) Samstag, den 13: Februar, Wochenabschnitt Mischpotim. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M.. 6 Uhr 30 Minuten, Sttaßburg 6 Uhr 30 Minuten, Berlin 5 Uhr 56 Minuten. Das »Frankfurter Israelitische Familienblatt" kostet in Frankfurt a. M. Mk. I.— einschließlich Bringerlohn, auswärts Mk. 1.02 einschließlich Bestellgeld (bei Abholung von der Post 12 Pfg. weniger). Auch im Auslände nehmen sämtliche Postanstalten Abonnements entgegen. Bezug durch Stteifband Mk. 1.50 vierteljährlich (Ausland Mk 2.—). Freunde unseres Blattes können demselben ohne pekuniäre Opfer nützen, indem sie bei Einkäufen die in unserem Blatte inserierenden Firmen berücksichtigen und sich dabei stets auf das Frankfurter Israel. Familienblatt berufen. - 6. Wagner, Dentist, Rechneigrabenstr. 4. Sprechstunden von 9—12 und 2-6 Uhr. Zshnplompen In Gold, Porzellan, Silber u. Emaille, sowie Zahn« krönen n. 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