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Neue jüdische Presse · 1904-01-22 · Heft 3 (22.1.1904) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 3 (22.1.1904)
Date
1904-01-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 3. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite L. Familieuuachrichteu. sich sowohl sein Werk als auch seine Fähigkeiten bewegen: Seite 101. ’ . Verfall. Organisch wie das Lebende gestaltet, Ist auch in ihrem Wese» die Natur. Gesetz, das überall in Gleichheit waltet, Läßt ahnen der Entwicklung weise Spur. Nicht überhastet tritt sie ihre Wege, Sie wandelt mit Bedacht durch Raum und Zeit, Im stillen Wirken ist sie ewig rege. Und Zauber liegt in ihrer Stetigkeit. So rötet erst ein Streif den' Himmelsbogen, Bevor die Sonne aus dem Osten bricht. Und nur wenn der bestimmte Kreis durchzogen. Erstrahlt vom Horizont ihr volles Licht. Sie leuchtet bann in vollen, heißen Gluten, So lang' sie steht da oben im Zenith, Wenn später Wendlüste sie umfluten. Zieht sie verdunkelt in das Nachtgebiet. Den Werdegang macht auch ein Völterleben, Wenn das Geschick ins Dasein es beruft. Es muß durch die Entwicklungs-Phasen schweben Don Wiege angefangen bis zur Gruft. Denn gleiches Los ist allem hier auf Erde» Dom Ürbeginn, wo es im Keim entsteht. Bis es vollendet Wachsen, Sein und Werden Und zu Atomen wiederum verweht. Der Name Juda steht im Mittagsglanze, Wenn Salomo auch ruht in dunkler Gruft, Unangetastet ist des Reiches Ganze, Die Brüderstämme trennt noch keine Kluft, Des großen, weisen Königs Angedenken Es findet in dem Volke Widerhall, Sein Geist scheint die Geschicke noch zu lenken Und bildet um es 'einen Schutzeswall. Auf seinem Throne sitzt der Königserbe Don Vaters Nimbus leuchtend hell umwebt. Wohl ist der Geist Rehäbeams noch herbe, Da er im Dorurteil des Prinzen lebt. Doch wirkt, nicht störend schon sein schroff'Gebühren, Es ehrt das Volt in ihm des Vaters Sohn. Bei klugem 'Sinn vermeidet es Gefahren, Die sonst gewöhnlich sind des Hochmuts Lohn. Denn lauernd wie die Tigerkatz in Sätzen Das äsend, ahnungslose Tier umschleicht. Um ihren Blutdurst an dem Raub zu letzen, - Wenn sie das aufgehetzte Tier erreicht; So späht Jerobeam mit schlauen Blicken Nach Blößen in des jungen Herrschers Macht, Um ihn sodann mit Fesseln zu umstricken Die er zu besten Untergang erdacht. u. s. w. * * . * Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest für das Schuljahr 1902/031 Vorangeht: Aus dem Wörterbuche Tanchum Jeruschalmis. Nebst einem Anhänge über den sprachlichen Charakter des Maimunischen Mischne-Thora. Von Prof. Dr. Wilhelm Bacher, Budapest 1903. Wilhelm Bacher veröffentlicht Proben aus dem hebräisch-arabischen Wörterbuch des bisher nur in gelehrten Kreisen bekannten Tanchum Jeruschalmi. Und zwar ist dieses Lexikon gedacht als Speziallexikon zu Makmunis Mischne Thora; doch entspricht es diesem Zwecke nur unvollkommen, wie Bacher nachweist. In der anschließenden Abhandlung über Maimunis Sprache im Mischne Thora kommt Bacher zum Resultat, daß Maimum seinem Vorsatz treu geblieben ist, sein Werk in der Sprache der Mischna abzufassen. Ueber die Arbeit läßt sich nur sagen, daß sie sich würdig an Bachers frühere Arbeiten anschließt. fc. H. U Prag. Viertesjahrsschrift für Bibelkunbe, talmudische und patristische Studien unter Mitwirkung von zahlreichen namhaften jüdischen und christlichen Gelehrten, hcrausgegeben von Dr. M. Altschüler. Berlin NW. 7. Verlag von S. Cälvary u. Co. 1. Jahrgang. Heft 1. Juni 190 3. Inhalt: Hubert Grimme (Freiburg i. Schl.): Gedanken über hebr. Metrik. — Aug. Wünsche (Dresden): Der dem Mineralreich entlehnte Bilderschmuck in d°n poetischen Büchern des alten Testaments. — S. Krauß (Budapest): Eine alte Erklärung zu Sacharia 12, 10. — W. Soltan (Zabern i. E.): Zum 1. Kapitel des Evangelium des Lukas. — I. R. S. Mead (London): Einige Bemerkungen über die Gnostiker. — Aug. Wünsche (Dresden): Der Prophet Hosea in der haggadischen Auslegung des Jalkut Schimeoni. — B. Jakob (Göttingen) : „Im Namen Gottes". Eine sprachliche und religionsgeschichtliche Untersuchung über Schein und Oeoma im alten und neuen Testament. I. — Bibliographische Notizen. Heft 2. Oktober 1903. W. Soltan (Zabern i. E.): Protomathäus oder zur Entstehungsgeschichte des 1. Evangeliums. — B. Jacob (Göttingen): „Im Namen Gottes." II. — Aug. Wünsche (Dresden): Der Auferstehungkglaube und seine Beweiserbringung im Neuen Testamente, im Talmud und bei den vor- und nachnicäischen Kirchenlehrern. — Aug. Wünsche (Dresden): Der Prophet Joea in der agadischen Deutung des Jalkut Schimeoni. — Aug. Wünsche (Dresden): Der Prophet Micha in der agadischen Deutung des Jalkut Schimeoni I. — Milzcllen: SB. Sol'an: Die Herkunft der Reden in den Apostelgeschichten. B. Stade (Gießen): Der Mythus vom Paradies und andere. I—XII. — Rezensionen. Kunst. In Schneiders Kunstsalon. Roßmarkt 23. erregt die Sonderausstellung von Pros Karl Haider, schliersee. das Interesse des hiesigen kunstlievenden Publikums in sich steigerndem Maße; sie nimmt in der Reihe derartiger Veranstaltungen eine hervorragende Stelle ein, denn es werden damit Werke eines echt deutschen Meisters vorgeführt, der mit Leibl. Böcklin, Thoma. Trübner u. a. vor etwa 25 Jahren jene große Kunstbewegung einleitete, deren Bedeutung der Allgemeinheit erst viel später klar geworden ist. Haider gehört zu den ersten unter den Malern, welche im Gegensatz zu den nach Italien pilgernden Künstlern die deutsche Landschaft für ihre Darstellungen wählten. Gleich den Werken von Hans Thoma. Böcklin. Trübner u. a. werden sie künftighin zu den Perlen der deutschen Malerei aus dem Ende des 19 Jahrhunderts gerechnet werden. Haider hat seine Werke von Jugend auf mit unvergleichlicher Sorgsanikeit und Gewissenhaftigkeit ausgeführt und hat infolgedessen nur eine verhältnißmäßig geringe Anzahl Gemälde vollendet, die fast alle in Privatbesitz.übergegangen sind. Der Collection wurde noch eine Abendlandschaft des Künstlers eingereiht. Biel Bewunderung findet auch das Original-Gemälde »Beethoven" von L. Ballestrieri. dessen Nachbildungen durch Photographie und eine vorzügliche Radirung von G. Garen eine enorme Verbreitung erhalten haben. Es ist eins der bekanütesten, populärsten Kunstwerke unserer Zeit geworden. Unbestreitbar ist die Komposition von einem Stimmungsgehalt und Reiz, der nicht ohne einen tiefen Eindruck auf die Masse der Beschauer bleiben kann. Ferner wurden in die Ausstellung noch 2 Aquarelle von Hans Völker, Wiesbaden, ausgenommen. Vakanzen. Wetter-Goßfclden-Oberasphe. Religionslehrer und Schächter per sofort. Einkommen 1050 Jk Meldungen an das israelitische Vorsteheramt in Marburg. S'chornsheim (Rheinhe),en). Religionslchrer, Vorbeter und Schocket per gleich oder 1. März. Gehalt 700 Jk, sowie co. 25J Jk Nebenernkommen und freie Wohnung. Meldungen möglichst verheirateter Bewerber an den Vorsteher Herrn Jacob Löwenstein zu richten. Goch. Cantor u. Schachet. Gehalt 1000 Jk und 3—400 Jk Nebeneinkommen. Meldungen unrerheirateter, musikalisch gebildeter Bewerber dem Synagogenvorsteher Herrn Jacob Hertz einzureichen. Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den 24 crt., nachmittags 3 Uhr, im Vereinslokale Schützenstraße 14:29. ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Berichterstattung. Wahlen. Eventl. Anträge der Mitglieder. Sonntag, den 24. crt., abends 6 Uhr. Bortrag des Herrn Julius Hirsch über .Jesajas." Morttefiore, Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute. Mittwoch, den 27. Januar, abends 9 Uhr im Vereinslokale Theobaldstr. 5(Suppenanstalt): Vortrag. Gäste willkommen. Verein zur Pflege jüdischer Lebensaufchauuug (Rachalath Zwi). Der Bereinsabend findet in nächster Woche ausnahmsweise am Dienstag, den 26 crt. (nicht Mittwoch) statt. Tagesordnung: Fortsetzung des IV Lehrganges, Verfassung und Verwaltung des jüdischen Staates (Leitung: Herr Professor Dr. Sulzbach); 3. Propheten und Prophetie, Referent Herr Max Neuberger. Vorlesungen für Damen: Sonntag, den 24. Januar, abends 6 Uhr. in der Realschule am Tiergarten: Der Sabbath im Hause ll, Herr Rabbinatsassegor G. Posen. Briefkasten. Zin. F. Wir müssen selbstverständlich Ihren Namen wissen, doch bleibt 'derselbe gerade so selbstverständlich Redaktionsgeheimnis. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) . Geburten. Ein Sohn. Herrn Th. Emsheimer, Frankfurt a. M-. Altkönigstraße 10 a. Ein Sohn. Herrn David Löwenthal, Frankfurt a. M.. Wittelsbalderallee 1. Ein Sohn. Herrn Siegfried Nassauer, Frankfurt a M.. westl. Fürstenbergstr. Ein Sohn. Herrn Ferdinand Weil. Mannheim. Eine Tochter, Herrn Albert Strauß, Mannheim. Eine Tochter, Herrn Albert Eppstein, Stuttgart. Eine Tochter, Herrn S. Hamburger, München. Verlobte. Hermine Wolff, Neustadt a. d. H., mit Benny Krämer. Kreuznach. Thekla Marx, Fürth i. B-, mit Max Einstein. München. Frieda Nassau, Essen, mit Alex Grünberg, Köln. Emma Wolf, Frankfurt a. M., mit Max G. Adler, Frankfurt a. M. Eheschließungen. Jakob Rosenthal, Frankfurt a. M.. mit Clara Jakob. Oberbieber. AlbertWallach. Berlin, mit Thekla Mayer, Ulni a. Dl Sterbefälle. Emanuel Wolfsheimer, 67 I., Frankfurt a. M. Seligmann Wohlfarth. 50 I.. Frankfurt a. M.. Adolf Heymann. 52 I.. Frankfurt a. M. Dr. Max Hanau, 35 I., Frankfurt a. M. eakob Wolf, 75 I.. Frankfurt a. M. eanette Rolfchild, Friedberg. Sara Seidenberger, 90 I., Mannheim. Hirsch Levi, 53 I.. Mannheim. Max Liebmann. 55 I., Mannheim. Frau I. H. Ettlinger, 74 I., Breiten. Eva Hirsch. 75 I. Mainz. Leffmann Auerbach. 81 I., Köln. Frau Franziska Dahlheim, Frankfurt a. M. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Julius Meyer, Sohn des Herrn Emanuel Meyer. Palmstraße 9, Fritz Schwarzschild. Sohn des Herrn Siegmund Schwarzschild, Mauerweg 30, in der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft, Schützenstraße. Woche»-Kalender. (Zeitangaben nach dem Luach.) Samstag, den 23. Januar., Wochenabschnitt La«. Snbbath-Ausgang in Frankfurt a. M., 5 Uhr' 50 Minuten. Sttaßburg 5 Uhr 55 Minuten, Cassel 5 Uhr 39 Minuten, Berlin 5 Uhr 20 Minuten. Das .Frankfutter Israelitische Familienblatt" kostet in Frankfurt a. M. Mk. 1.— einschließlich Bttnger. lohn, auswärts Mk. 1.02 einschließlich Bestellgeld (bei Abholung von der Post 12 Pfg. weniger). Auch im Auslande nehmen sämtliche Postanstatteu Abonnements entgegen. Bezug durch Stteifband Mk. 150 vietteljährlich (Ausland Mk 2.—). Unsere Postabonnenten wollen sich — falls sie die Zeitung einmal nicht oder unpünktlich erhalten — gefl. sofort bei ihrem Briefttäger oder direkt bei der Post beschweren, da die Post für pünktliche Aushändigung unserer Zeitung Sorge zu ttagen hat. Für die Frankfurter und für die Streifband- Abonnenten sind etwaige Beschwerden gefl. sofort au die Geschäftsstelle des .Frankfurter Israelitischen Familienblattes" in Frankfurt a. M. zu richten. Israelitischer Mädchenklub Fabrcaaa« MO. WM" Jeden Abend Ton llh —lOUhr geöffnet. Vom 1. Februar ab bi finden fich unsere Geschäftsräume Ecke Klapperfelästraße u. DeiÜg&teujgaf« (gegenüber der ileuen Iert>. Redaktion und Geschäftsstelle des . Frankfurter Israel. Familienblattes.

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