Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 2 (1904)
- Issue
- Heft 1 (8.1.1904)
- Date
- 1904-01-08
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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njirrurmir ' .»Etzä ]cuic Hr8elkK^eAmu^eM"°nn7"Gragen im Lüden'Jerusalems, ein, um de» Uüifüiig die Tiefe der alten Mauer fcslzustellen. Mit den Mitteln hatte der englische Palästiiiavcreiii gearbeitet. Tiefe südwestliche Mauer des (alogischen Tempels steckt 70 Fuß tief im Schutt. hat die Stcinmctzzcichcu noch gefunden, die phönizischcn Bauleute dort angebracht haben. Es ßnoch heute für ein technisches Rätsel, wie damals ungeheuren Massen so regelrecht haben eingesetzt den tonne». Es ist festgestellt worden, das; die ' Stadtmauer viel wcirer südlich hrruinlies, als i. früher annahm. So ist für. die Lage der Igsgärten ein größerer Spielraum gegeben, Noch ztiger ist die Entdeckung der Siloainschrift. Pro- Guthe hat diese Inschrift, durch einen chemischen getz lesbar gemacht und entziffert. Mit dieser gnde, die zur Zeit des Propheten Jesaia in äischer Sprache geschrieben worden ist, haben in sechs feilen den Beweis dafür, daß im |en die sprachliche Uebcrlieferung aus Jesaias als eine sehr gute zu bezeichnen ist. Tie licssung des Ostjordanlandes hat gezeigt, daß in nächster Nähe von .Kulturländern sich in ^kannten Gegenden befinden kann. Die früheren |eh vom Ostjordanland sind ganz unzuverlässig. Kaiser hat 25 000 JL zu dieser Arbeit gebet. Wir verfügen jetzt über genaue mcteoroloäe Beobachtungen, über eine gründliche Kcnnt- 1 der alten Bauarten sowie einzelner Tierspezies sKulturpflanzen. Größere Grabungen werden in "bene Jesrcel vorgcnommcn, wo wichtige Ruincnbcgraben liegen. Nach einer hicroklyphischen »ndc von 1500 vor u. g. 5. zog Pharao nach den, ist daun ins Gebirge gekommen (Karmel) in einen Hohlweg jenseits dessen die Stadt jjcbun (Mcgiddoi belegen gewesen sei. Diese urk. Straße ist aufgcfundcn worden; dort bietet HHügcl einen weiten Ucbcrblick über die Ebene ^cel. Man mußte dort eine Fcstungsanlagc eren; das Ergebnis war überraschend: man war nicht ganz einen Meter tief gedrungen, als aus eine altisraclitische Schicht stieß: sie erwies bei näherer Erforschung als ein Kastell aus der Salomos. Tnrch den Einsall des Pharao scha unter Rehabcam (zirka 975 v. u. g. .z.) pics Kastell zerstört worden, das sehr bald von Btt bedeckt wurde. Ein Heiligtum wurde gern, in den, drei große Urnen standen mit benrcstcn. Da in alten Heiligtümern niemals Yen beigesetzt wurden, so handelt cs sich hier um Opferung der erstgeborenen Kinder. In der Tiefe i 5,50 Meter kommt man in der Gegend dort Ats aus die vorisraelitische.. Periode, 1400 vor j. 3.; aber bis zu 20 und 25 Meter Tiefe liegen Muiiicnstädtc begraben. Der Schutt wird abgctn und sorgsam gesiebt, weil sich oft Ton- ' P-nuch Münzen dort vorsinden. YM«H l d c r Juden auf bei Erbe wird ppn: Hamann in Basel auf insgesamt ^HKMillionen angegeben. Davon kommen ^Hsrittcl — gegen ‘8 Millionen — aus Eu- Juden, 4*,'» Millionen, wohnen dann folgt Oesterreich-Ungarn mit;%a§ Deutsche Reich mit 568 000, Ruinäuien HA-Mrotzbritannien mit 200000, die Türlei r^AMLHolKmd hat 97 000, Frankreich 77 000, jÖ||90, Bulgarien 31000, die Schweiz 12 500, chcnland 5800, Serbien -1700, Dänemark 4000, teil: rund eine Ptillion, wozu —■ für Amerika — noch 5000 in Kanada, 3000 auf den Antillen und 12 000 in Südamerika kommen. In Asien steht das türkische Gebiet mit 150000 Juden an der Spitze, dann folgt das asiatische Rußland mit 40 000, Persien mit 30 000, Indien und China mit 19 000, Turkestan und Afghanistan mit 14 000 Juden. Ter Norden Afrikas .ist sehr stark von Juden bewohnt, 100000 wohnen in Marokko, 58000 in Tripolis, 50600 in Tunis, fast ebenso viel in Algier und der Sahara, wozu im Süden des Erdteils noch 12 000 in Transvaal und 1500 in Kapland kommen. Australien zählt 17 000 Juden: Im Laufe des 19.- Jahrhundert sollen mehr als 200000 Inden zum Christentuni iibergetretcn sein. Vakanzen. O d e n h e i m i. Baden. Reliaionsschulstelle, verbunden mit Vorbeter- und Schächterdienst per bald. Fixum 7—800 Mk., Nebeneinnahmen 3—400 Mk. Meldungen zu richten an Herrn vr. Doctor, Bruchsal. G l o g a u. Erster Kantor und Neligionslehrer per 15. März. Gehalt 3000 Mk. und nicht unerhebliche Nebeneinnahmen. Meldungen seminaristisch gebildeter Bewerber bis zuni 20. Januar deni Vorstand der Synagogen-Gcmcinde einzureichen. Kempen i. Posen. Akademisch gebildeter Lehrer, welcher im Stande sein muß, als Leiter einer Religions- Schule vorzustchcn und an den höheren Schulen Religionsunterricht zu erteilen, per 1. Juli evtl. 1. April. Gehalt nach Ucbereinkunft. Meldungen ' bis zum 15. Februar an den israelitischen Korporationsvorsteher zu richten. , Magdeburg. Schächter mit einem Jahresgchalt von 1500 Mk. Bewerbungsschreiben an den Vorstand der Synagogen-Gcmeindc. Ans dem Geschäftsleben. Kunst. In Schneiders'Kunstsalon ist neu ausgestellt ein Hauptwerk von Fritz Aug. von Kaulbach, das Bildnis der spanischen Tänzerin. „Guerrcro". Für den Monat Januar ist eine Kollektivausstellung von Professor Carl Haider, Schliersee in Vorbereitung, die den Künstler in seinem ganzen Schaffen repräsentieren wird. ippig MÄd/Fränkfurt.^ Frieda Bernstein, München mit Sigm. Sundheimer. München. Eheschließungen. Frieda Eschwege, Fulda mit David Ansbachcr, Homburg v. d. H. Sterbefälle. Sallh Strauß, 30 I., Frankfurt, Friedbergcr Landstraße 38. Jeanette Ledermanu geb. Buseck, Wwe., 79 I., Frankfurt, Königswarterstr. 26. Franziska Baer geb. Zunz, 57 I., Frankfurt, Cronbergerstr. 25. Jakob Lion, led., 67 I, Bankdirektor, Frankfurt, Guiollettplatz 43. Simon Schwelm, verh., 75 I., Buchhändler, Frankfurt, Gaußstraße 33. Lisette Netter geb. Rosenthal, 79 I., Mannheini. Sofie Kapp geb. Marum, 41 I., Frankfurt, Finkenhosstraße 31. Montefiore, Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute. Mittwoch, den 13. Januar,- abends 9 llhr int Vereinslokale Theobaldstr. 5 (Suppenanstalt): Vortrag des Herrn M. A. Löb, Hier über „Jüdische Statistik." Familiennachrichten. . (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) Geburten. Eine Tochter, Herrn Wolfgang Kahn, Mannljeim. Verlobte. Jenny Strauß, Langen mit Josef Kamnitzer, Fechenheim. Jenny Grüncbaum, Dreieichcnhain mit Sigmund Iren, Langen. Cäcitie Asscnhcim, Offenbach mit Simon May, Darmstadt. Clara Leby, Mannheini mit Bernhard Klein. Bruchsal. Stefanie Dreyfuß, Gernsbach mit Otto Jsay, Trier. Wochen-Kalender. (Zeitangaben nach dem L u a ch.) Sanistag, den 9. Januar., Wochenabschnitt Schmaus. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M., 5 Uhr 30 Minuten, Cassel 5 Uhr 20 Minuten, Berlin 5 Uhr 01 Minuten. Das »Frankfurter Israelitische Familienblatt" kostet in Frankfurt a. M. Mk. 1.— einschließlich Bringerlohn, auswärts Mk. 1.02 einschließlich Bestellgeld (bei Abholung von der Post 12 Pfg. weniger). Auch im Auslande nehiuen sämtliche Postanstalten Abonnements entgegen. Israelitischer Mädchenklub Fahrgagse 146. M- Jeden Abend Ton 7 Vs—10 Uhr geöffnet. 7W ' Wir bringen hierdurch unseren Freunden zur Kenntnis, dass die Trauung unserer Tochter Sara mit Herrn Emanuel Landau Sonntag, den 10. Januar in der Gemeinde-Synagoge der Israel. Religions-Gesellschaft um 1 TJhr stattfindet. Empfang: im Hörsaal. Julius Hirsch und Frau. [in jeder Preislage nur gediegene Qualitäten empfiehlt iLrwfiermann metscl)5^^ Nach. 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