Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 55 (27.11.1903)
- Date
- 1903-11-27
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 55. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 11- Rede referierte. 'Rainer weist an der Hand einer eingegangenen Enquete nach, daß die Zukunft wohl der. meinen Mitglieder der genannten Beamtenkategorle) eine sehr'traurige' sei, da ihnen von Rechtswegen keinerlei Ruhegehalt für die Jnaktivität, ihren Hinterbliebenen keine Pension nach dem Ableben des Ernährers zustehe. Rabbiner Dr. Koppstein weist auf die ^geringe Präsentationsfähigkeit der meisten jüdischen Gemeinden hin, deren Mitglieder zur Aufbringung der Kultusstcuern das Doppelte bis Dreifache der Einkommensteuer zu zahlen haben, während die Großgemi-inden (Berlin. Frankfurt usw.) nur einen winzigen Teil davon beizusteuern hätten. Er stellt anheim,' Mittel und' Wege zu suchen, um die kleinen Gemeinden durch Steuerzuschüsse von dön Großgemeinden zu entlasten. Nach längerer Diskussion referiert Herr Mosental-Beuthen über die Lesebuchfrage und stellt als Resolution die Notwendigkeit eines konfessionellen Lesebuches für jüdische Schüler. Der Resolution-stimmt die Versammlung unter Widerspruch von Walter-Königshütte zu. In den Vorstand werden hierauf Bernyard-Tarnowitz, Abraham- Königshütte und Eisenberg-Beuthen gewählt. Die ^nächste Generalversammlung findet während der Pfingstferien 1804' in -Oppeln statt. Freienwalde a. Odxr. Ter seit nahezu vierzig Jahren im Amte des Lehrers und Kantors der hixsigen Shnagogengemeinde tätige Herr Leopold Cohn, der sich weit und breit großen Ansehens erfreut, und feine Gattin begingen am Sonntag, 22. Nov., das Fest der goldenen Hochzeit. Das Ehepaar erfreut sich noch guter Mistigkeit. Hannov e r. Das Provinzial-Schulkollegium hat die . Entlassungsprüfung für das jüdische Seminar auf den 24. Februar bis 1. März festgesetzt. Unterrichtswesender Pest er Israel. Kultusgemeinde. Der Schulinspektor der; Pester israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Bernhard Munkäcsi, veröffentlicht soeben den Ausweis über das Unterrichtswesen der Pester israel. Kultusgemeinde im Schuljahr 1903/4. Wir entnehmen dem Buche die folgenven Daten: Die Kultusgemeinde hat 60, ordentliche und 50 außerordentliche, zusammen 110 Professoren, Lehrer und Lehrerinnen. Sie sorgt für den Religionsunterricht von '14,697. Knaben und 11,437 Mädchen, zusammen 26,134 Kinder. Ihre Religionslehrer erteilen insgesamt. 4295 Stunden Unterricht. Die Ueberwachung des Religionsunterrichts besorgt das leitende Komitee, an dessen Spitze Dozent Dr. Max Schächter steht:und dem der Schulinspektor, die Präsidenten und Vizepräsidenten der Bezirksschulstühle und der Sch.rijtsührer der Unterrichtsseition angehören. •p-‘- Bücherschau. | ■ y ^K a e lala oderdie Salomonen." Epos, »nach orientalischen Sagen versaßt von Armand Riedel. KE.' Pierson's Verlag, Dresdens Preis Mk. 6.—. Wir kennen Armand Riedel schon durch seine an . I poetischen und gedanklichen Schönheiten reiche Gedichtsammlung: „Weltminne." Mit dem vorliegenden '-.Werke hat er sich'zum erstenmale in der epischen -Dichtung versucht und zwar auf einem bisher ziemlich brachgelegenen Gebiete; er hat nämlich eine Reihe von orientalischen Sagen zu einer ununterbrochenen Er- - zählung . verschmolzen. Besonders hervorzuheben ist . die . äußerst geschickte Zusammenfassung der verschieden- K sten Sagen zu -einem durchaus einheitlichen Ganzen. - wie' die an mittelhochdeutsche Vorbilder sich anlehnende Sprache und die Frische und Farbenfreudigkeit der -...Erzählungen. . ._ Briefkasten. --I. H. i« SB. Berichte stets angenehm. - M. Bl. Niederbronn. Gewünschte Adresse finden wir nicht im Adreßbuch. - B. M. Geldspenden und Jahresbeiträge für den Verein zur Wahrung >der Interessen des gesetztteuen Judentums in Baden sind zu richten an Herrn Sämuel'Jeselsohn in Neckarbischofsheim. W- Der von jungen Leuten der Israelitischen Religionsgesellschaft gegründete Gesangverein hat mit dem Synagogenchor nichts gemein; der Verein ist rein geselliger Natur. Ueber den Namen des Vereines wird erst in einer noch einzuberufenden Mitgliederversammlung Beschluß gefaßt werden. M. Der Unterricht im hiesigen Hebräischen Sprachverein geschieht nach der Berlitz-Methode. Als Lehrbücher werden Tfilloh und Chumesch benutzt. Aus dem Geschiiftsleben. Tipp-Topp. Die Firma P. Henning in Frankfurt a. M., Taunusstraße 30, hat den Vertrieb eines Vervielfältigungs-Apparates „Tipp-Topp" übernommen, welcher alles, was man bis jetzt in Vervielfältigungs-Apparaten kannte, übertrifft. Vor allem fällt die seitherige umständliche und kostspielige Handhabung der älteren Systeme vollständig weg; jedes Konzeptpapier kann für die Herstellung des Originals verwandt werden. Der „Tipp- Topp" soll keinen Llpparat ersetzen, mit dem man größere Auflagen, also 200—1000 Abzüge und mehr anfertigt, sondern er ist dort unersetzlich, wo jederzeit schnell und ohne Umstände mit wenig Kosten 10, 20, 50—150 Wzüge benöttgt werden, bei denen das Original ebenfalls erhalten bleibt. Die jeweilig zu erreichenden Abzüge sind 100 bis '150 Abzüge mit Tipp-Topp-Tinten — schwarz, blau, violett, grün oder rot —; 50 Wzüge von Schreibmaschinenschrift mit hektographischem Farbband, 20 Abzüge von Kopierstift, 20 Abzüge von Kopiertinte, 20 Wzüge von Schreibmaschinen-Schrist mit kopierendem Farbband. Die Schrift selbst wird nie verlaufen und die Wzüge rollen sich nicht; ein Beschmutzen der Finger oder der Kleidung ist ausgeschlossen, dabei ist das Verfahren ein billiges, indem 100 Abzüge höchstem- 5 Pfg. kosten. Ein fernerer nicht zu unterschätzender Vorzug ist, daß die Masse keinem Witterungseinfluß unterliegt und selbst bei längerem Nichtgebraüch sich weder zersetzt oder schlecht wird. Die Handhabung ist so einfach, daß jede ungeübte Person, welche den Apparat zum ersten Male in die Hand bekommt, sofort tadellose Abzüge Herstellen kann; zumal der Apparat stets sofort wieder gebrauchsfertig ist für neue Wzüge. Der Anschaffungspreis ist ein billiger zu nennen, indem die Brief- und Mengröße — Druckfläche 24 nial 36 Zentimeter — 24 und das Doppelformat — Druckfläche 36 mal 48 Zentimeter — 40 Jk kostet. Durch den billigen Preis und seine vorzüglichen Eigenschaften wird sich der Apparat überall leicht einführen, da er fast von allen Ständen und Bernsen verwandt werden kann; so z. B. können die Restaurants und Hotels ihre Speisekarten, die seither, was Schärfe und Sauberkeit anbelangt, sehr zu wünschen übrig ließen, daraus leicht und schnell Herstellen, Architekten und Bauunternehmer ihre Kostenanschläge, Zeichnungen, Berechnungen usw. Aus allem geht hervor, daß dem Wparat eine große Zukunft bevorsteht und wollen wir deshalb nicht unterlassen, unsere Leser mit demselben bekannt zu machen. Moutefiore, Verein zur Pflege der ideale» Interessen jüdischer junger Leute. Mittwoch, den 2 Dez. Vorttag des Heim Rabbiner 0 r. K o t t e k - Homburg über: „Die Hochschulen in Palästina und Babylon." Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den 29 November, abends 6 Uhr, Schützensttaße 14. Borttag des Herrn Julius Hirsch über „Jesaias". Gäste willkommen. (Vorttag über Josua findet nicht statt.) Zionistische Bereinigung. Sonntag, den 29. Nov., nachmittags 5 Uhr, in der Ostendhalle: Besprechung über die Chanukafeier. Hebräischer Sprachverein. Sonntag, den 29. Nov., vormittags 9—10 Uhr, Hermesweg 25/27: Erste Unterrichtsstunde. Annahme neuer Teilnehmer (auch Damen). Familieuuachrichteu. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) Geburten. Ein Sohn, Herrn vr. meü. Würzburger, Rappenau. Eine Tochter, Herrn D. Mayer, Mannheim, Werdersttaße 33. Sterbefalle. Salomon Kaufmann, 63 I., Mannheim. Caroline Levi geb. Bärmann, 711., Frankfurt a. M., Börnesttaße 25. Babelte Löwensberg, 92 I., Rieder-Ingelheim. Julie Jäger geb. Dann, 87 I., Frankfurt a. M., Lindenstraße 31. Paula Plaut, 211., Frankfurt a. M., Rückertstr. 15. Barmizmohs (Ohne redakttonelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gesl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Samson Hirsch, Sohn der Frau Dr. Raphael Hirsch Wwe., Hanauerlandsttaße 43. in der Gemeinde- Synagoge der Jsr. Religionsgesellschaft, Schützensttaße. Jsak Goldberg, Sohn des Bankier S Goldberg, Zögling des Knabenpensionats Klibansky, Körnersttaße 14, in der Westend-Synagoge, Unterlindau 23. Woche»-Kalender. (Zeitangaben nach dem L u a ch.) Samstag, den 23. Novbr., Wochenabschnitt Wajeize. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M„ 5 Uhr 15 Minuten, Cassel 5 Uhr 06 Minuten, Berlin 4 Uhr 47 Minuten. Israelitischer Mädchenklub Fahrgaase M6. IM" Jeden Abend von 7Vs—10 Uhr geöffnet. *9» Wilhelm Glücklich Gegr. SehiUerstrasse 4, l. Gegr. 1879. Frankfurt a. M. 1879. Immobilien, Hypotheken. Abonnements und Inserate für das „frankfurter Israelit. Jamilienbtatt“ nehmen die hiesigen Buchhandlungen: A. Rothschild, Börnestrasse 98, A. J. Hofmann, Allerheillgenstrasse 87 zu Originalpreisen entgegen; daselbst ist auch stets die neueste Nummer za 10 Pfg. das Exemplar zu kaufen. Thekla Friedmann Baruch Steinlauf Verlobte. Aschenbansen v. d. Rh. Frankfurt a. II., Langestr. 31 im November 1903. und mitnur prima Glas in allen Preislagen. Bei Verordnung der Gläser die gewissenhafteste Augenuntersuchung kostenlos. ' Zeil 50, neben der Hauptpost billigste und reellste Bezugsquelle für Uhren und. 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