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Neue jüdische Presse · 1903-11-06 · Heft 52 (6.11.1903) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 52 (6.11.1903)
Date
1903-11-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sette 5. Nr. 52. Frankfurter Israelitisches FamilieMatt. Wenige Minuten später schlief Gerta tief und traumlos. . Es war schon sehr hell, als sie am andern Morgen erwachte. Aber es konnte noch nicht sehr spät sein, denn Mutter Rüben, eine Frühaufsteherin, wie alle alten Leute, lag auch noch in ihrem Bett. •. Gerta zog sich geräuschlos an, um sie nicht zu stören. Und plötzlich legte sich eine unerklärliche Bangigkeit auf ihr Herz. Sie trat an das Bett der Großmutter. Ein grausam scharf gewordenes, fahles Gesicht mit -gebrochenen Augen starrte ihr entgegen. Gerta wußte, was das bedeutete. Sie hatte ja schon einmal an einem Totenbett gestanden. „Mein Vater," schrie sie gell auf und glitt bewußtlos neben dem Lager der toten Großmutter zu Boden. (Fortsetzung folgt.) Personalien. Frankfurt a. M. Der auch hier ttefflich bekannte Konzertsänger Ser ge i Klibanskh wurde — wie das „Berliner Tageblatt" meldet — unter glänzenden Bedingungen als Gesanglehrer beim Konservatorium des Westens verpflichtet. Seine bedeutendste Schülerin Miß King, eine Brasilianerin, wurde mit 20 000 Mk. jährlicher Gage an das Theater des Westens engagiert. Weilburg a. L. vr. med. Heinrich Landau, Sohn des Herrn Bezirks-Rabbiners Dr. E. Landau zu Weilburg a. L. wurde nach Vollendung seiner dienstlichen Uebungen zum Sanitätsoffizier der Reserve befördert. Mannheim. Unter großer Beteiligung wurde vorgestern eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Mannheims, Herr Samuel Neuberger, zu Grabe gettagen. Der Verblichene, der auch 9 Jahre lang dem Stadtverordneten-Kollegium angehört hatte, erfreute sich allgemeinster Wertschätzung. Berlin. Den Herren Stadtverordneten O. R e l k e und Kommerzienrat Kopetzki ist die R o t e Kreuz- Medaille III. Klaffe verliehen worden. Berlin. Herr Gustav Knoblauch, einer der bekanntesten Architekten Berlins, ist aus Anlaß seines 70. Geburtstages zum Königlichen Baurat ernannt worden. Breslau. Der ordentliche Profeffor der orientalischen Sprachen Herr Dr. - F r ä n k e l ist zum M i tgllied des Senats der h ie sig en Univ ers ität gewählt worden. Gelsdorf (Kreis Ahrweiler). Hierselbst feiern am 8. November d. I. die Jacob B o s ' s ch e n Eheleute das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Die Jubilare sind noch recht rüstig, leben aber in dürftigen Verhältnissen und verloren noch vor einigen Jahren ihren einzigen Ernährer, die Stütze ihres Alters. Meimbressen. Herr Lehrer Hammer schlag feierte dieser Tage das 25jährigc Jubiläum seines hiesigen Wirkens. ' Krotoschin. In Berlin verstarb der Fabrikbesitzer undStadtältesteAdolfKatzenellenbogen im70. Lebensjahre. Derselbe'war fast 40 Jahre Repräsentant und Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Krotoschin. Budapest. Die Ehe des Baron Hermann Königswart er mit seiner Gattin Melanie geb. von Blaskowitz wurde gerichtlich geschieden. Dieser Ehe wegen trat die Edle von Blaskowitz zum Judentum über/ dann, trat der Gatte zum Christentum über und schließlich ist jetzt die Ehe aufgelöst. Alles Taufen war also vergeblich. Luxemburg. Zum Grobherzoglichen Landesräbbiner hierselbst ist Herr'Dr. S. Fuchs, Berlin erwählt worden. Wien. Dr. Charras, Chefarzt der Wiener Rettungsgesellschaft und Leibarzt Baron von Rothschilds, ist samt seiner Familie aus dem Judentum ausgetteten. Paris. Der Chefarzt Strauß vom 6. Korps ist zum Direktor des militärischen Gesundheitsdienstes in Paris ernannt. — Kapitän M. Frank vom Geniekorps ist zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Rom. Zum Gesandtschaftsrat der italienischen Gesandtschaft in Paris ist unser Glaubensgenosse, Torre Alfina, ernannt worden, Vakanzen. Klingenberg a. M. Lehrer. Vorbeter und Schächter. Einkommen 1300—1400 Mk. Schweidnitz L Schlesien. Lehrer, Borbeter und Schächter, per 1. April 1904. Einkommen 2300 Mk. Stettin. Waisenvater für Israel. Waisenhaus per 1. April 1SW4. Meldungen bis 15. November an Gotthold Lewy, Oderstt. 32. Trebnitz ». Schl. Cantor, Schächter und Religionslehrer per 1. Januar 1904. Gehalt 1200 Mk. und 300 Mk. Nebeneinkommen. Meldungen an den Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Züllichau. Cantor, Schächter und Rel ig io ns l ch rer per 1. Dezember. Gehalt 1200Mk., sowie 2—300 Mk. Nebeneinkommen. Offerten verheirateter Bewerber an den Vorsteher Herrn Moritz Cohn. Grabow i. Pr. Cantor, Schächter, Balkare undReligionslehrerper 1. Januar 1904. Gehalt 1000 Mk., sotvie 200 Mk. Nebeneinkommen und ireie Wohnung. Meldungen an den Vorstand. Gleidingen- Borbeter und Schauchet, welcher Religionsunterricht erteilen kann, per sofort. Gehalt 1000 Mk. und Nebeneinnahmen. Angebote zu richten an Herrn S. Heinemann. Briefkasten. B. In Wien fanden 1900 im ganzen 607, und 1902 569 Austtitte aus dem Judenttim statt. Familiennachrichten. Aufgeboteue. Betty Stern, Windecken, mit Hermann Traub Frankfurt. Amalie Cahn, Giershofen, mit Nathan Sttauß, Selters. Verlobte. Rosa Jchenhäuser, Frankfurt, mit Zadock Bonnist, Amsterdam. Eheschließungen. Zerline Hackenbroch, Frankfurt, mit vr. med. Jakob Feuchtwanger, Jena. Sterbefalle. Jsaac Erdmann, Fürth, 70 I. Abraham Kuhn Witwe, geb. Zimmern, Mannheim, 81 I. _ Barmizwohs (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Alfred Grünstein, Sohn des Kaufmanns Moritz Grün st ein, Ostendsttaße 23, in der SynagogederJsraelitischenReligionsgesellschaft, Schützensttaße. Bern» Mekor-Chajim. Sonntag, den 8. November, abends 6 Uhr, im Vereinslokale Schützensttaße 14: Eröffnung der allwöchentlich Sonntag Abend 6 Uhr stattfindenden Vorträge des Herrn Oberlehrer A. Wehl über „Josua". Montefiore, Verein zur Pflege der ideale» Interesse» jüdischer junger Leute. Mittwoch, den 11. November, abends 9 Uhr, Theobaldsttaße 5. Vorttag des Herrn Oberlehrer S. Rothschild. Worms: „Gabriel Rießer". Berichtignus zum Luach 5664. Herr I. Sulzbach, Frankfurt a. M. bittet uns um Aufnahme folgender Richtigstellung: In der Baromizwoh-Tabelle des von mir herausgegebenen Israel. Kalenders für das Jahr 5664 ist versehentlich für die vom 6. März bis 11. April 1891 geborenen Knaben Wajikro als Baromizwoh-Sedre bezeichnet, es muß dies jedoch wie folgt abgeändert werden. Geburtstag 1891: 6.-9. März Wajikro 10.—14. „ Trumoh 15.—21. „ Tezaweh 22.-28. „ Kisiso 29. März bis 4. iilpril Wajakhel Pekudei 5.—11. iilpril Wajikro. Woche»-Kalender. (Zeitangaben nach dem Luach). Samstag, den 7. November, Wochenabschnitt Hkajoiro. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M„ 5 Uhr 40 Minuten. Cassel 5 Uhr 30 Minuten. Berlin 5 Uhr 12 Minuten. israelitischer Mädchenklub Fabrgasse 140. Jeden Abend von 7^—10 Uhr geöffnet. "M Kaiser Friedrich Quelle -Offenbacli a. M. —— Vornehmstes Tafelwasser. Wilhelm Glücklich Gegr. Schillerstrasse 4,1. Gegr. 1879. Frankfurt a. 31. 1879. Immobilien, Hypotheken» Abonnements und Inserate für das „frankfurter Israelit, familienttatt“ nehmen die hiesigen Bachhandlangen: A. Rothschild, BSrnestrasse 91. A. J. Hofmann, lUerheillgenstrasse 81 zu Originalpreisen entgegen; daselbst ist auch stets die neueste Nummer za 10 Pfg. das Exemplar zu kaufen. Die Beilage „Schule und Haus" fällt dieses Mat ausnahmsweise aus. Nr. 2 der „Jüdischen Jugend* erscheint mit der nächstwöchentlichen Nummer unserer Zeitung. Hans Vierfnss Zeit 50, »eben der Hauptpost —— billigste und reellste Bezugsquelle für ' XJhren und Goldwaren eigene Werkstatt• OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Pension Plato. Priv. Mittags- und Aliendtiseli gut und billig. Auch möbl. Zimmer mit Toller Pension. Gelegenheit zu englischer Conversation. Plato, Zeil 2311. (Sohn v. Rabb. Dr. Plato, Cöln.) oooocxx)ooooooocx>oooooooo jtfeu eröffnet! 3feu eröffnet! Hierdurch eriauve ich mir, emem geehrten Publikum anzuzeigen, daß ich in Frankfurt a. 9R-, Vilbelerstraße 27 eine weitere Verkaufsstelle in Kaffee, Thee, «hocol.rde, «iscuit und Zuckerwaren errichtet habe und bitte die geehrten Bewohn« von Frankfurt a M und Umgegend, sich durch einen Versuch von der Güte der Ware zu überzeugen Prmzch des Geschäfts: «leiuer Nutzen Lei möglichst großem Umschlag. Alle Kenner und Liebhaber einer guten Taffe Kaffee bitte ich einen Versuch zu machen und sich von der Güte und dem Wohlgeschmack meiner Kaffee's zu überzeugen. Nur in Folge sehr günsttger Einkäufe ist es mir möglich, derartige gute und billige Kaffee's zu verkaufen. . Man achte genau auf die Firma Kaffee-, Thee- und Chocoladen-Geschäft Johann A. Kaiser. Verkaufsstellen: Frankfurt a. M., Bilbelerstraße 27 (neu eröffnet). Oederweg 43, Neue Zeit 14. Ecke Heiligkreuzgaffe. Heidelberg, Hauptstt. 62. Worms, Kämmerei Ittatze 32. Hatzloch, Langgaffe 94.

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