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Neue jüdische Presse · 1903-08-07 · Heft 40 (7.8.1903) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 40 (7.8.1903)
Date
1903-08-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6. resultieren, nicht überzeugen läßt." Mit der Vernunft ist's so eine eigene Sache, da muß sich Herr B. schon züfrieden geben, wenn wir uns nach einer anderen als der des Herr Brichten. — Aber die Thora, was will man mehr! Abraham, ja Israel haben das Land bekommen ohne Gesetz — also sind wir ein Volk wie die anderen Völler. .... Wir wollen das „Resultieren" den werten Lesern überlaffen und hier nur einige der diesbezüglichen Stellen anführen: .Gott aber hatte gesprochen.Abraham soll ja auch zu einem großen und mächtigen Volle werden, und durch dieses alle Völler der Erde gesegnet werden, denn ich habe ja nur deßhalb mein Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, daß sie den Weg Gottes hüten, Pflicht, Milde und Recht zu üben, damit Gott über Abraham bringe, was er über ihn ausgesprochen." (1. B. M., Kap. 18. 4. 17 und 19.) ..Also sage dem Hause Jakobs und verkünde den Söhnen Israels, Ihr habt gesehen, was ich an Mizrajim getan, während ich Euch auf Adlerslügcl hob und zu mir brachte. Und nun, wenn ihr auf meine Stimme ernstlich hören und meinen Bund hüten wollt, so müßt ihr mehr als alle Völker mit ausschließlich angehören, denn mein ist die ganze Erde. Ihr aber sollt mir ein Reich von Priestern und ein heilig Volk sein.' lieber die Wortklauberei des Herrn Bmit den 613 Geboten, die der Einzelne allein nicht erfüllen kann, auch nur ein Wort der Entgegnung zu verlieren, ist meines Erachtens nach überflüssig. Und nun nach so viel Bitterem auch etwas Honig — cs ist ja Sabbath Nachm» — für Herrn B. Hierin hat ex vollkommen Recht, daß er ängstlich bemüht war, sein eigentliches Ziel in seinem Artikel zu verbergen, er hat wirklich nur .angedcutet", wie sich Herr B. naiv ausdrückt. Aber gerade weil die Sache so ernst ist und weil die Wunde so tief, an der unser Voll blutet, wollten ivir doch nicht versäumen, die Gedanken auszudrücken, die uns überkamen als wir von nationalem Judentum sprechen hörten. Gewiß ist auch Schreiber dieser Zeilen voll und ganz dafür, jeden Weg einzuschlagen, der ohne Gefährdung geistiger Interessen geeignet ist, das unsägliche Elend zu lindem, unter dem unsere Brüder, insbesondere im Osten schmachten.Selbstredend muß unseren Brüdern geholfen werden, aber nicht durch eine alles nivellierende Bewegung, die uns mehr schädigen würde, als ein äußerer Feind es vermag. Das ist es eben, worauf Herr B. hindeutct, daß nichts übrig bliebe zur Rettung des Judentums außer dem Zionismus, daß es aber noch andere Mittel gebe, daß vor allem nötig sei, den geistigen Notstand zu heben, das klarzulegen, war der Zweck meines .Eingesandt". X. Y. Personalien. Die seit einem Jahre unbesetzt gewesene Lehrcrstelle in Langendiebach wird in Kürze durch Herrn Lehrer Gans, bisher in Wächtersbach, wieder besetzt werden. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Herrn Religionslehrer Jacob Silber st ein in Golnow <Kreis Naugard) ist der Kronenorden IV. Klaffe verliehen worden. Fräulein Grete Schüler aus Fürth, die vor einigen Wochen in München das medizinische Staatsexamen absolvierte, wurde nach bestandenem Rigorosum zum Doktor der Medizin promoviert. Dr. M a x N o r d a n in Paris hat das Kommandeurkreuz des griechischen Erlöserordens erhalten. Herr Rabbiner und Scminardirektor Dr. Plato in Köln begeht am 7. August sein 50 jähriges Doktorjubiläum. Herr Lehrer a. D. M. Rosenwald in Iserlohn verschied im 80 Lebensjahre. Herr Emanuel Carlebach in Stuttgart, ein energisches, streng religiöses Mitglied des Vorstandes der israel. Gemeinde, verschied im 66. Lebensjahre; der Verstorbene war ein Bmder des Lübecker Rabbiners. Kantor Schüler, Kultusbeamter der israelitischen Gemeinde zu Züllichau, hat zum 1. Dczeniber eine Stellung als Waisenhausinspektor bei dem jüdischen Waisenhaus in Jnowrazlaw angenommen. Die Rechtsanwälte Abraham in Nixdorf, Markus in Guben, Berger in Königshütte, Glogowsky in Rawitsch, Jakobsohn in Posen und V o ß in Ostrowo erhielten den Titel Justizrat. Vakanzen. Mew e (W.-Preußen). Vorbcter, Lehrer, Schächter und Mohel per sofort. Einkommen Alk. 1800. Züllichau (Brandenburg). Borbeter. Lehrer und Schächter per 1. Dezember. Einkommen Mk. 1500. Geseke (Westfalen). Elementarlehrer und Borbeter per sofort. Gehalt Mk. 1200, Neücneinkommen Mk. 200 bis Mk. 300. Dransfeld (Hannover), Elementarlehrer,Vorbeter und Schächter per 1. Oktober Grundgehalt Mk. >100, Alterszulagen Mk. 140. Nebeneinkonimen, freie Wohnung und Garten. Horn i. Lippe. Elementarlchrer und Vorüetcr per 1. Oktober. Gehalt Mk. 1000. Bölkersleier (Bayern). Religionslehrer, Borbcter und Schächter. Einkommen ca. Mk. 1200. Familienuachrichten. Geburten. Ein Sohn, Herrn Mayer, Frankfurt a. M.» Rödcrbcrgweg 36. Ein Sohn, Herrn Ludwig Dreyfuß, Mannheim. Eine Tochter, Herrn Isidor Wolfshcinicr, Frankfurt a. M., Fricdberger Landstraße. Eine Tochter, Herrn Ignaz Fricdmann, 'Frankfurt a. M., Bergerstraße 21. Verlobte. Frieda Maienthau, Nürnberg, mit Siegftied Hirsch, Nürnberg. Rosa Kohn, Nürnberg, 'mit Julius Rosenbusch, Stuttgart. Marie Oppenheim, Frankfurt, mit Dr. phil. Julius Höxter, Frankfurt. Nr. 40. Aufgebotene. S. Oppenheimer, Mannheini, mit Mathilde Stern, Frankfurt a. M. Eheschließungen. Rich. Drehdel, Frankfurt a. M., niit Lilli Kaufmann, Frankfurt a. M. Seligmann Dessau, Frankfurt a. M., mit Rebecka Japhet, Frankfurt a. M. Stervefälle. Ferdinand Maier, Frankfurt a. M., 37 Jahre alt. Jcttchen Heß, Niedereschbach, 63 Jahre alt. Maier Strauß, Karlsruhe, 82 Jahre alt. Julius Eisenberg, Frankfurt, Windeckstt. 11. Barmizwohs. — Ohne unsere Verantwortung und nur bei Einsendung seitens der Eltern veröffentlichen wir kostenstei für die Einsender unter dieser Rubrik Barmizwohs. — Nächsten Samstag (Wochenabschnitt Pinchas) wird Barmizwoh: Leo, Sohn des Herrn L. Plaut, Pfingstiveidsttaße 12, in der Synagoge der Israel. Religionsgesellschaft, Schützensttaße. Wochen-Kalender. Sabbath-Anfang: 7 Uhr 20 Minuten. Sabbath-Ausgang: 8 Uhr 45 Minuten. Kaiser Friedrich Quelle -Offenbach a. M. - Vornehmstes Tafelwasser. NORDERNEY, Hotel Falk. Ref. Herr Landrabbiner Dr. Löb, Emden. 111. Prosp. gratis. Wilhelm Glücklich Gegr. Schiüerstrasse 4,1• 1879. Frankfurt a. 91. Immobilien, Hypotheken. ßad Xarzburg,?ension?ar6&aas, einziges Hotel am Platze. Mit Genehmigung Sr. Ehnv. Landrabb. Dr. Rülf, unter Aufsicht Sr. Ehrw. Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt. I. Ranges. 46 Salons, schönste Lage. Pension von Mk. 6.50 an incl. Wohnung. 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