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Neue jüdische Presse · 1903-07-24 · Heft 38 (24.7.1903) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 38 (24.7.1903)
Date
1903-07-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 38. 'WmM^-'ZstÄkkfcheS' 'Famikvchlatt. Seite 5. „Wie meinst Du das?" - ' — „Ich werde ganz offen zu Dir -sprechen und jede Rücksicht, zu der man sich gewöhnlich bei dergleichen Jlngelegerlheiten verpflichtet hält/ außer Acht lassen. — Siehe, ich weiß es längst, daß Du nichts sehnlicher wünschest, als meine Schwester dereinst heinizuführen, ich glaube/auch, daß Deine Eltern gern einverstanden wären —" , (Fortsetzung folgt.) 1; jSHF" Wegen Raummangel nmß unsere Erzählllng, „Die Krönenbergs", in dieser Nummer ausfallen., Bncherschan. Zu den' allgemeinen Bemerkungen über die von Herrn Oberlehrer Weil veröfjentlichten Schrift: „Das Haus im alttestamcntlichen Erziehungsplan", die wir in der vorigen Nummer dieses Blattes gegeben, wäre noch ins Einzelne folgendes zu bemerken: Die im Jlbschnitt 16 gegebene lichtvolle Darstellung des Verhältnisses zwischen Kindern und Eltern im Sinne des Judentums, scheint uns ein wenig bei alter Treue des Bildes, an zu voller Farbengebung ju leiden. ' Das ist gewiß nicht in Abrede zü stellen, daß das oberste Prinzip des Judentums, das göttliche ist. Wenn daher dieses mit der Pslicht der Elternliebe und Ehrfurcht in Konflikt geraten, so hat das Göttliche voranzustehen; und Ivcil, wie es immer in der Begründung heißt, auch der Vater dem Gottesgesetze untersteht, so hat der Sohn, wenn er von den Eltern aufgefordcrt werden sollte, dem Gesetze Gottes, der Tugend und der Moral zuwider zu handeln, so hat der Sohnden Gehorsam zu verweigern. Ein tätiges Handeln der Kinder gegen die Eltern ist nicht vorgesehen. Auch da, wo z. B. der Vater eine Strafe durch regelmäßiges Gerichtsurteil verwirkt hat, und der Sohn der gerichtliche llrteilsvollstrecker ist, darf der Sohn, nach Ansicht der meisten „Poßkim", nicht handelnd austrcten. Ja sogar ärztliche Eingriffe zum Zwecke der Heilung hat der Sohn zu unterlassen, wenn ein anderer Arzt zu haben ist. Die voni Herrn Verfasser angeführten Ereignisse bei dem Tanz um das goldene Kalb sind schon darum als 'Norm zu verlvcrsen, lvcil es sich dort um einen Ausnahmsfall handelt, wie die Hinrichtung ohne Gerichtsurteil zeigt- Allcrdings heißt cs auch dort nicht: „ein jeder töte seinen Vater und seine Mutter," sondern: „ein jeder töte seinen Bruder und seinen Verwandten," was doch nicht dasselbe ist. Daher wäre auch die vom Verfasser angeführte Stelle aus dem Segen Moses: „Der sprach zu seinem Vater und seiner Mutter, ich kenne sic nicht", ebenfalls dahin zu erklären, daß die verwandtschaftlichen Bande durch Vater und Mutter den Brüdern und Verwandten gegenüber außer Acht gelassen wurden, aber auch da nur auf ausdrücklichen Befehl Gottes, der in außerordentlicher Lage, zu außerordentlichen Mitteln zu greifen befahl. Dies wären die Bemerkungen, die wir zu machen hätten, die aber keineswegs dem Verdienste dieser ernsten Arbeit Abbruch tun. Wir wünschen der Schrift die weiteste Verbreitung. Insbesondere dürften diejenigen, die über die jüdische Erziehung Vorträge zu halten berufen sind, darin eine reiche 'Ausbeute an Anregungen finden. In der hoffentlich bald nötig werdenden zweiten Auflage mögen die von uns angeregten Gesichtspunkte Berücksichtigung finden. & Neu eingegaugeue Bücher. Die Neueren Entdeckungen und die Bibel von Rev.John Urquhart. Erster Band: Bon der Schöpfung bis zu Abraham. Zweiter Band: Bon 'Abraham dis zum Auszug aus Egypten. Dritter Band: Vom Auszug aus Egypten bis zur Philisterzeit. .Vierter Band: Von der Philisterzeit bis zur babylonischen Gefangenschaft. Vom Verfasser autorisierte Uebersetzung von E. Spliedt. Jeder Band ca. 330 Seiten. Preis pro Band Mk. 4.—, elegant gebunden Mk. 5.—. Verlag Max Kielmann. Stuttgart. Kontra Delitzsch. Zweites Heft, von Dr. S. Meyer, Distriktsrabbiner in Regensburg. 48 Seiten. Frankfurt a. M-, I. Kauffmann. Personalien. Dem Kaufmann Theodor Oxhinsky und dem Vorsitzenden vom Verwaltungsrat des großen jüdischen Krankenhauses in Breslau, Eöuaxd Sachs, die sich bcide 'unr den Neubau besondere Verdienste erworben haben, ist der Kronenorden IV. Klaffe verliehen worden. Der kürzlich zum Präsidenten des dänischen Landtages gewählte Hermann Trier ist Bürgermeister von Kopenhagen; erst vor einigen Monaten hat Herr Rabbiner Dr. Goitein ihn in zweiter Ehe getraut; - ■ ' ' ' Dr. Hartwig Hirsch selb in London, ein Bruder des Herrn Provinzialrabbiner Dr. Hirsch feld in Gießen, ist zum Lector für semitische.Epigraphik am Umversity College ernannt worden. ' Vakanzen. Königsberg. Gemeinde Adaß Israel. Vorbeter und Lehrer. Gehalt Mk. 2500.— Eppelsheim (Hegen). Vorbeter für die hohen Feiertage. Mk. 50 bis Mk. 60 und freie Station. Letzte Nachrichten. Wildungen, 21. Juli. Der hier zur Kur weilende Baron v. Rothschild ans Paris ist, wie die „Korbacher Zeitung" mitteilt, gestorben. Die Leiche wurde nach dort überführt. Altona. Oberrabbincr Dr. Lerner von der hies. Jsraelitengemeinde hat jetzt entschieden, daß die Beisetzung von Aschenurnen auf dem jüdischen Begräbnisplatz durchaus unzulässig, sei. Eydtkuhncn. In der russichen Kreisstadt Schauten nid 72Häuser, darunter die Synagogen, abgebrannt. New Nork, 9. Juli. In der hiesigen Z i o n i st e n b e. wegung hat sich eine Spaltung gebildet, die die Einzelvereine in zwei numerisch ziemlich gleiche Lager geschieden hat. Im amerikanischen Zionismus hatte bisher das Reform-Element die Führung. Die Orthodoxen haben sich nun in einer letzten Sonntag abgehaltenen Bersanimlung von Dr. Gottheit und seiner Anhängerschaft getrennt und werden ihre eigenen Wege gehen. Die Versammlung, in welcher dieser Beschluß gefaßt wurde, war von etwa fünftausend Personen besucht. Familiennachrichten. Geburten. Ein Sohn, Herrn Dr. F. Blumeilfeld. Caffel. Ein Sohn, Herrn Dr. I. Roos, Frankfurt a. Ai., Schöne Aussicht 5. Eine Tochter, Herrn Gustav Plaut, Frankfurt a. M., Schleidenstraße 26.' Eine Tochter, Herrn L. P. Groß. Bärenstraße 6. Eine Tochter,' Herrn Fritz Merzbach, Frankfurt a. M.. Friedrichstraße 37. Ein Sohn, Herrn Oberlehrer Dr. Levy, Frankfurt a. Ai., Stallbnrgstraße 49. Verlobte. Frieda Bergenthal, Neustadta. Saale, mitHerrmann Winter, Düsseldorf. Aufgebotene. Bertha Oppenheimer, Frankfurt a. M., mit Julius Kahn, Frankfurt a. M. Bertha Götter, Grombach, mit Abraham Hirschniann, Frankfurt a. M. Anna Strauß, Dieburg, mit Moritz Strauß, Frankfurt a. M. Sterbesälle. - Wolf Cahn, Hofheim i. Taunus. - - -Eduard Bär, Sensal, 56 I., Frankfurt a. M-, Stiftstraße 30. _ Barunzwohs. — Ohne unsere Verantwortung und nur bei Einsendung seitens der Eltern veröffentlichen wir kostenfrei für die Einsender unter dieser Rubrik Barmizwohs.— Nächsten Samstag (Wochenabschnitt Matans umasoi) wird Barmizwoh: Josef, Sohn des Herrn Lehrer Silbermann, Karbach i. Uf. in der Synagoge zu Karbach. _ Wochen-Kalender. Sabbath-Anfang: 7 Uhr 45 Minuten. Sabbath-Ausgang: 9 Uhr 10 Minuten. Kaiser Friedrich Quelle —— Offenbach a. M.- Vornehmstes Tafelwasser. NORDERNEY, Hotel Falk. Ref. Herr Landrabbiner Dr. Löb, Emden. 111. Prosp. gratis. Wilhelm Glücklich Gegr. Schillerstrasse 4,1. Gegr. 1879. Frankfurt a. 31- 1879. Immobilien, Hypotheken. ßad Xarrburg, Pension?av&hatts, einziges Hotel am Platze. Mit Genehmigung Sr. Ehrw. Landrabb. Dr. Riilf, unter Aufsicht Sr. Ehrw. Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt. I. Ranges. 46 Salons, schönste Lage. Pension von Mk.6.50anincl.Wohnung. Besitzer: Max liecht. —— Illustrierter Prospekt gratis. — Was bietet König i. O.? König, ein Ort von über 2000 Einwohnern, liegt im Herzen des Odcnwaldes. Seine gesunde, staubfreie Höhenlage, seine würzige Waldluft und sein reines O.uellwaffer gewähren dem, von der Berufsarbeit und den Großstadtaufregungen erschlafften Körper die beste und natürlichste Kräftigung. Doch nicht nur der Körper, auch der abgespannte, nervös gewordene Geist wird wieder frisch und elastisch. 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L Kultusgemeinden zur Besetzung offener Posten, kostenlos zur Verfügung, und bittet im Bedarfssalle sich an dieselbe zu wenden. Indische Handelsangeftellte, Kultusbeamte sowie manuelle Arbeiter, die Posten suchen, wenden sich an die Stellenvermittlungs-Abteilung des Verbandes der jüd. Hanselsangestellten und Arbeiter. Brün» (Oesterreich), Zeile 25. Abonnements und Inserate für das „frankfurter Israelit, farailienbtatt“ nehmen die hiesigen Buchhandlungen: A. Rothschild, Birnestrasse SS, A. J. Hofmann, Allerheillgenstrasse 87 za Originalpreisen entgegen; daselbst ist auch stets die neueste Nummer za IO Pfg. das Exemplar zu kaufen. Für den Inseratenteil übernehmen wir nur die Pretzgesetzliche Verantwortung. Alle flTuuxelen und jßij öutcrlcti JsJ von den einfachsten bis zu O den feinsten. ooooooooooooooooooo PAUL Juwelier 2 Goethestrasse 2. Silberne ete. ete. oiolololoio o o o 0 0 0:0 0 0:0 o o'o 0:0:0 0:0 0:0 Verkauf nach Gericht. Enorme’ Auswahl. OOOO

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