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Jüdische Rundschau · 1925-12-30 · Heft 102-103 (30.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 102-103 (30.12.1925)
Date
1925-12-30
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 848 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102/103 Wühlarbeit Das offizielle Organ der amerikanischen Zionisten ״T h c New Palestinc“ beschäftigt sich in seiner Nr. 22 mit einer angeblichen Kontroverse zwischen dem Londoner Zentralorgan ״New Judaea“ und der ״Jüdischen Rundschau“. Wie unseren Lesern vielleicht erinnerlich, haben wir seinerzeit in einer kurzen Notiz die taktlose Bemerkung von ״New Judaea“ zurückgcwicscn, daß Herr Blumcnfeld, als er mit TschiUchcrin sprach, keine Autorisation der deutschen Zionisten hatte. Wir fragten damals, welche Tatsachen den Schreiber von ״N. J.“ zu einer solchen Feststellung bercchtigen. Im übrigen gingen wir aut die. Sache nicht ein, da sic uns zu einer Prcsscpolemik ungeeignet erschien. Nun kommt ״New Palestinc“ aut diese Affäre zu sprechen, und nach einigen absprcchcndcn Bemerkungen über das Interview mit Tschitschcrin, aus denen hervorgeht, daß der Schreiber offenbar absolut nicht verstanden hat, was mit Tschitschcrin gesprochen wurde und worum cs sich eigentlich dabei handelte, behauptet das Blatt folgendes- ״. . . Der Mitarbeiter von ,New Judaea‘ fragte Herrn Blumcnfeld: Wuctics Recht hatten Sic, Herrn Tschitschcrin die zionistischen Sympathien für das Krimprojekt anzubictcn? Ist cs nicht Sache der Exekutive, solche Verhandlungen zu führen? Eifriger Beschützer der zionistischen Disziplin, warum haben Sie nicht die Disziplin der Organisation gewahrt? Die erleuchtende Antwort der Jud. Rimdsch au‘, des Organes der deutschen Zionisten, ist, daß ,New Judaea* gemaßregeU werden soll, daß es seine eigenen Worte zurückzunclimcn gezwungen werden, daß cs eingestellt werden soll. Wir brauchen ,New Judaea: nicht zu verteidigen, cs kann sich selbst wehren. Aber die prahlerische und arrogante Haltung unserer Freunde in Berlin trägt nicht zum Kredit des zionistischen Journalismus bei . . •“ Wir begreifen, daß für unsere amerikanischen Freunde, die mitten im Kampf stehen und aut denen die Hauptverantwortung für die Palästina-Fonds liegt, die Frage der russisehen Kolonisation eine besonders heikle und empfindliche ist, die sic leicht in Aufregung versetzt, so daß sic nicht immer wissen, was sie reden. Aber dieses Stück geht zu weit. Denn sowohl die Frage wie die Antwort, die das Blatt zitiert, sind frei erfunden. Weder hat ״New Judaea“ so gefragt (cs bezweifelte vielmehr die Legitimation Blumenfckls seitens der deutschen Zionisten) noch hat die ״Jiid. Rundschau“ so geantwortet. Wir sind weit entfernt davon, vor einer Kritik zurückzuschrcckcn und gestehen auch Gesinnungsgenossen anderer Länder ohne weiteres das Recht zu, an der Tätigkeit der deutschen Zionisten und an den Aeußerungen der ״Jiid. Rundschau“ Kritik zu üben, mit der wir uns sachlich auseinandersetzen können. Der Geist aber, der sich in der zitierten Notiz offenbart, ist nicht mehr der Geist sachlicher Auseinandersetzung, sondern eine auch vor offenkundigen journalistischen Unanständigkeiten nicht zurückschrechcndc Gehässigkeit. Wir werden die geeigneten Schritte zur Klarstellung dieser Angelegenheit unternehmen. Wir können aber nicht umhin, unserem Ersi.rjncu und unserem Bedauern Ausdruck zu geben, daß ein Organ, für das ein Mitglied der Exekutive zumindest mitverantwortlich ist, sich aut dieses Niveau begibt. Wir sehen, daß hier verhetzende Kräfte am Werk sind, die offenbar immer mehr an Boden gewinnen. Das jiddische Organ der amerikanischen Zionisten, das ״Jüdische Volk“, leistet sich schon seit längerer Zeit wiederholt pöbelhafte Angriffe gegen den deutschen Zionismus und gegen hervorragendo deutsche und russische Gesinnungsgenossen. In der letzten Nummer veröffentlicht dieses Blatt einen Artikel, der die auf ihre ״Privatintercsscn“ (?) bedachten deutschen Zionisten dafür verantwortlich macht, daß der Sitz der Exekutive in London und nicht in Jerusalem ist, obwohl doch hekannt ist, daß die Z.V.f.D. die Verlegung der Exekutive nach Palästina in ihr Kongreßprogramm aufgenoramen hat und jedenfalls die Mehrheit der deutschen Zionisten dafür war, und daß die Durchführung dieses Planes an ganz anderen Faktoren derzeit gescheitert ist. Dies alles ist also bewußte Entstellung der Tatsachen und nur verstandlieh aus dem Wunsch gewisser Elemente, die deutschen Zionisten zu diskreditieren. Ob eine solche Zcrsctziuigsarbcit unserer Sache förderlich Ist, werden vielleicht auch verantwörtliche amerikanische Zionisten bezweifeln. Ziosistlsdie Parleinachrichlen Am 3. Januar findet in Krakau die 6. Konferenz der zionistischen Landesorganisation für Wcstgalizicn und Polnisch-Schlcsicn statt. Angekündigt sind Referate von Dr. Thon, Dr. Hcrschdörfcr, Dr. Schwarzbart und Dr. Hilfstein*. Die für den 25. bis 27. Dezember cinberufenc Konferenz der ostgalizischcn Zionisten ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. (Ziko.) Innerhalb des zionistischen Verbandes für Norweger dessen Komitee in Oslo seinen Sitz hat, sind Ncuwahle vorgenommen worden, die folgendes Ergebnis hatten: Voi sitzender: Direktor Elias F c i n b c r g, Schriftführer- ״Harr M. H. Koritzinsky, K.-H.-Referent: Direktor l B r a u d c. Die Zionistische Föderation in Chile hat am 11 und 12. Oktober eine Jahrcskonicrcnz in Santiago abgchalten an welcher sich ungefähr 200 Delegierte beteiligten. Unter ’den Beschlüssen der Konferenz ist derjenige auf Gründung von hebräischen Schulen im Lande hervorzuheben Es wurde ein neuer Vorstand gewählt mit Herrn M. Baitiansky als Vorsitzenden, Nachum Trump er *als Referenten für den K.H. und David Schattan als Refcrenten für den K. K. L. In Montreal soll am 10. Januar die 20. Konferenz der Zionisten Kanadas stattfinden und zugleich auch die K.'H.-Kampagnc inauguriert werden. Die Hadassah in Toronto konnte an einem Tage 15 000 Doll, für verschiedene Palästina-Fonds auf bringen. Der Organisator der kanadischen zionistischen Arbeit, Herr Gaiserman, hat nunmehr seine zweimonatige Tournee durch Westkanada beendet. Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Meinckcstr. 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheck« konto Nr. 37S30 Berlin NW 7. Kasscnvcrwaltung der B. Z. V. ביום הרביעי- 30 דצמבר- . בשעה 8 כערב (כדיוק) תהיה באולם של שלטון הקהלה העבריה- ר$זעךשמר8ססע 2/4, אספה ביח הועד העברי שבה ירציא הסופר מר י. טברסקי מארץ ישראי עי דבר הזרמים החדשים בספרותנו העברית. אה!־י בן יקרא המשורר הצעיר שלננר־מוהר פרקים מן השירה הדרמטית שלו "אמגע ותמר׳/ אחרי ההרצאות שיחות רעים ובעות. כי יודעי וחובבי העברית מתבקשים יבוא ולהשהתף באספהנו. הזמנות מיוחדות אינן נשלחות Mittwoch, den 30. Dezember, S Uhr abends, findet im Sitzungssaal des II. Verwaltungsgebäudes der jüdisehen Gemeinde, Rosenstr.‘ 2/4, eine Versammlung des Betwaad-Iwri statt, in der Herr Schriftsteller J. Twerski aus Palästina über die Strömungen in der neuhebräischen Literatur sprechen wird. Anschließend Rc/.itationen jung-hcbräischer Dichtungen. Gäste herzlich willkommen. Besondere Einladungen ergehen nicht. Gruppe Ost Jeden Mittwoch abends 8>/ג Uhr Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Mcycrbcerstr. 8, pt. Misrachi-Gruppc Berlin: Jeden Sonnabend bei Herrn Rabh. Harry Levy, Elbcrfeldcr Straße 21. 7ג/י8 -כ/ז Uhr: Hiob Schiur. 8101/3—ג/י Uhr: Die ngaclischen E.klämngru zu Borrschith. Sekretariat des Zcirc Misrachi. Sprechstunden täglich von 8—10 Uhr abends im Misrachi* Zcntralbüro, Monbijouplatz 1. Jeden Freitag, abends 8 Uhr, im Misrachi-Zentralbüro, Monbijouplatz 1. Jüdischer Gcschichtskursus. Leiter: stud. phil. FJeschcr. Ehrung des Staatsrates Jacob Teitel. Aus Anlaß des 75. Geburtstages des Präsidenten des Verbandes der russisehen Juden in Deutschland, Wirklichen Staatsrates Dr. Jacob Teitel, fand am 19. Dezember abends im großen Fcstsaal des Logenhaiises, KIciststr. 10. ein Festbaukcl statt, welchem mehr als 400 Gäste, unter ihnen führende Persönlichkeiten des russischen und des deutschen Judentums, beiwohnten. Den Vorsitz führte der jüdische Historiker Prof. S. Dnhno w, der auch die erste Festrede hielt. Nachdem I lerr Dr. Wischnitzer die Rede Duhnows aus dem Russischen ins Deutsche übertragen hatte, wurden zunächst zahlreiche aus Paris, London, Wien und anderen Orten cingclnufcnc Adressen der russisch-jüdischen Organisationen, ebenso Begrüßungen des Hilfsverrjis der deutschen Juden, der Ica und der Alliance Israclitc verlesen, woraufhin Herr Dr. Paul Nathan den Jubilar im Namen des Hilfsvercins der Deutschen Juden, dessen russischer Mitarbeiter Herr Dr. Teitel noch in früheren Jahrzehnten war, begrüßte. Es sprachen noch im Namen deutsch-jüdischer Hiifskrcisc die Herren Rabbiner Dr. Weiße, Rabbiner Dr. Hildesheimer, worauf Herr I>r. Rernhard K a 11 n , europäischer Direktor des American Jewish Joint Distribution Committee, im Namen seiner amerikanischen Freunde den Jubilar begrüßte. Herr Alfred Berger dankte im Namen des Arbeiterfürsorgeamtes dem Jubilar für seine Mitarbeit lind daß er ein Bindeglied war in der I lilfstätigkeit z.wischcn russischen und deutschen Juden. Herr Dr. Joseph Kahn dankte sodann im Namen des Verbandes russischer Juden den Repräsentanten der deutschen Judenschaft für ihre Teilnahme am russisch-jüdischen Hilfswerk und erhob das Glas auf das Wohl der Berliner Gäste. Es sprachen dann ,der Vorsitzende des russisch-akademischen Verbandes Prof. Ale.xcjcw, der Vorsitzende des Vereins der russischen Rechtsanwälte Gcrsclmn, Prof. Eichenwald, immens des Verbandes ״ORT“ Prof. Frankfurt, namens der Gesellschaft ״OSE“ Dr- Tsclilenow. Der hebräische Dichter Dr. Saul T s c h c r n i c h o w s k i hielt eine hebräische Ansprache an den Jubilar und begrüßte ihn im Namen des ״Mögen Dovid Edom“, der jüdischen Abicilung des Internationalen Roten Kreuzes, deren Mitbegründer der Jubilar ist. Zum Schluß sprach Herr Benziou Fett im Namen des Verbandes der Ostjuden. Der Veranstaltung wohnte auch Herr Legationsrat Prof. Dr. Sobernheim beu Der Jubilar dankte in ergriffener Rede, in der er in schlichten Worten die einzelnen Stationen seines Lebens skizzierte. Bekanntlich ist der berüchtigte Leipziger Antisemit Theodor Fritsch vor etwa Jahresfrist zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er eine Reihe widersinniger Behauptungen gegen Herrn Max M. War bürg, Chef des Hamburger Bankhauses Warburg, erhoben hat. Ueber die von Fritsch eingelegte Berufung soll am 15. Januar 1926 vor dem Landgericht Hamburg verhandelt werden. Einer Mitteilung des ״Isr. Faniilicnblatts“ zufolge hat die Stadtverordnetenversammlung zu Halbcrstaat mit 22 Stimmen (Bürgcrblcck) gegen 13 Stimmen (Zentrum, Sozialdemokraten und Kommunisten) die Rück taufe der Rathenaustraße in ״Königstralic“ beschlossen. Am Freitag, den 18. Dezember, nachmittags, wurde auf dem Friedhof zu Cosel Frau Rabbiner Eva Bacck zur letzten Ruhe gebracht. Die Heimgegangene, die int 86. Lebensjahre stand, war die Mutter des Rabbiners der Berliner Jüdischen Gemeinde Dr. Leo Bacck. Wir sprechen ihm unser Heileid ans. Die Agudah in Amerikt New York. 11. Dezember. (J.T.A.) Im Broadway Central Hotel zu New York versammelten sich die Mitglieder der Aguda Jisrocl zur Begrüßung des Gastes aus Europa, des Leiters der Palästina-Wcltzcntralc der Agudas Jisrocl, Dr. S. Ehr.7-.ann, Frankfurt a. M. Herr Dr. Ehrmaim sprach über die Palästina-Tätigkeit der Agudah. In eine!־ Sitzung der Leitung der amerikanischen Agudah wurde eine Vergrößerung des Büros vorgenommen. Rabbi Garfinkcl ist weiterhin Leiter des Büros, Kabbi Kahanc leitet das Palästina-Amt und Mr. Bettclhelm das Pressewesen. In einer.Sitzung des Organisationsausschusses wurde beschlossen, eine Umorganislerung nach Distrikten vorzunchmcn. Ferner wurde heschlossen, die ״Polcstlne Land and Building Company als Filiale von ״HabajU״ ln Jerusalem r4 gründen. Letzte Naöxrichten DlsengoU zcrückgelrete■ Tcl-Awiw, 23. Dezember. (Telegraphisch.) Der Bürgermeister von Tcl-Awiw, Herr Disengoff^ ist nach einer stürmischen Sitzung des Stadtrates zurückgctrctcn, nachdem mit IS gegen 10 Stimmen der Antrag der Arbeiter- Parteien angenommen wurde, das Untcrrichtsbudgct der Stadt aus öffentlichen Mitteln zu bestreiten. Obwohl Dkengolf prinzipiell mit diesem Anträge einverstanden war, sprach er sich aus finanziellen Gründen gegen ihn aus und zog nach Annahme des Antrages die Konsequenzen aus seines Stellungnahme. ׳ י Vorträge Kart Blanenleld Der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Dcufsch Lind, Herr Kurt Blumcnfeld, unternahm in den lebten Wochen eine große Vortragsreisc, die ihn durch München Hannover, Köln, Aachen, Frankfurt a \ן' Mannheim, Nürnberg und Leipzig führte. An allen diesen Plätzen sprach Herr Blumcnfeld in öffentlichen stark besuchten Versammlungen. Ucbcrall fanden auL'׳crde!!J i interne zionistische und Kcrcn-Hajcssod-Vcranstaitungea stslj : In Hannover und Frankfurt a. M. nahm Hc־׳r I Blumcnfeld an Gru p pc n verbandst ה gungen der VVr! bände Nordwcstdcutschland und Hessen teil, die von l reichen Gruppen dieser Bezirke beschickt waren. Jn Har. i nover sprach Herr Blumcnfeld auch in der Loge über <י^ \ Thema: ״Der neue jüdische Mensch“. ־ Die Tätigkeit von Herrn Blumcnfeld, deren Hauptzwcct( ‘ cs war, die gedankliche Auseinandersetzung mit den rieht. ►׳ zionistischen Kreisen auf prinzipiellem Niveau wieder anzi:. י regen, hat in den Ortsgruppen eine starke belebende Wirkung I ausgeübt. Die öffentlichen Versammlungen haben auch ׳ ן*:!ה die große öcffcntliehkcit starken Eindruck gemacht. Tagung des Engeren und des Grollen Rates des Preußischen Landesverbandes Am Sonnabend, den 19. Dezember, abends, hielt der Engere Rat des Preußischer. Landesverbandes jüdischer Gemeinden eine Tagung in Berlin ab, der am darauffolgenden Sonntag eine Tagung, des Großen Rates folgte. Den Vorsitz, in beiden Tagungen führte Herr Kammcrgcrichunt Leo W o! f f, Berlin. Das geschäftsführende Ratsmitglird Herr Dr. Ismar Freund, hielt ein eingehendes Referat Wr die Arbeit des Verbandes seit dessen Bestehen und wiirdi •1r die große prinzipielle Bedeutung der Bewilligung der Stau., heiliilfrn durch dm Preußischen Landtag, durch welch.• <],r. jüdische Religionsgemeinschaft als den christlichen Kirch«־!: gleichgestellt anerkannt worden ist. An dieses Referat srhlol! sich eine eingehende Aussprache zum Teil grundsätzlicher Natur. Hierbei wurde auch allseitig dem Wunsche auf eine möglichst weitgehende Information der O e f f c n t. 11 c h k e i t Ausdruck gegeben, die von den Leistungen Verbandes zu wenig wisse. Einen breiteren Raum nahmen die Erörterungen über die Bewilligung der Staatsbcilülfc׳! und die Aussichten für die I>urchfühn1ng der Bcschlii^ ein. Herr Kammergerichtsrat Wolff sprach unter dem H־׳:. fall der Versammlung Herrn Dr. Freund den besondere;! Dank für seine erfolgreichen Bemühungen in der Angtieg!;י. heit der Staatsberhilfen aus. Es wurden sodann Richtlinie! für die Bewilligung der Subventionen an die überbürdet!־•! Vcrbandsgemeinderi besprochen. I>'e Staatsbeiliilfen werde!: zu einem Teil durch die Landesverbände, zum anderen Teil durch die Regierung auf Vorschlag der Verbände den Oe• meinden zugefiilirt werden. Es wurde sodann die Angelegenheit der notwendige« Ersatzwahlen besprochen. Die Ersatzwahl für Herrn S o n d 11 c i in c r (Frankfurt a. M.), der sein Mandat nieder, legte, wurde vertagt. Betreffend das Mandat des Herrn Justizrat M akower (Berlin) wurde dessen Wieder w n h! in den Engeren Rat beschlossen für den Fall seiner Wiederwähl durch die Jüdische Gemeinde Berlin. Laut einem durch Herrn Dr. Vogelsteiu (Breslau) angebrachten Antrag des schlesischen Provinzialverbandc* wurden die zu IiC'Mv;;. den Unterausschüsse mit der Ausarbeitung eines Normal• Lehrplanes für den jüdischen R c I i g io n su n t er• rieht an den höheren jüdischen Lehranstalten betraj‘ Einen breiten Raum in den Beratungen nahm die Frage der Bildung der von der Verfassung vorgcschricbcucn A-j»• Schüsse ein. Herr Dr. Klee trat in längeren Ausführung dafür ein, daß der liberale und der konservative Unterricht- Ausschuß nach gleichen Bestimmungen gewählt werde!: sollen. Nachdem noch die Herren Geheimrat Goldfeld, Justizrat Lilicnthal und Justizrat Holz (Königsberg) für <1.1' gleiche Prinzip cintratcn, wurde nach längerer Debatte dem• selben zugestimmt. 7a\t Regelung der Frage der Bildung von Rabbiner• bezirken wurde eine Kommission eingesetzt. Eine größere Anzahl Suhvciitionsgcsuchc, insbesondere auf Ausbildung von Lehrern, Erteilung, von Stipendien an Seminaristen. Unter• Stützung von Seminaren usw., wurde, dem Subvention*:!!!'• schuß überwiesen. Behandelt wurde ein Antrag der Gemeinde Breslau (Antragsteller Geheimrat Goldfeld) betreffend die Er• richtuug einer Kantorcnschule. Von der Kaschruth-Kommission der Berliner Jüdischen Gemeinde lagen verschiedene Antrage vor. Die Wahl des Herrn Dr. Ismar Freund zum gcschäftsführenden Mitglied des Engeren Rates wurde einstimmig bestätigt. Erörtert wurde ein Antrag des schlesischen Distriktsverbandes (Geheimart Goldfeld) betreffend die doppelte Beitragslcistung der cinzelucn Gemeinden an die Provinzial־ verbände und an den Landesverband. Es wurde grundsitz• lieh anerkannt, daß neben dem Landesverband Beiträge der Gemeinden an die Proviuzialycrbände nicht zu leisten sind, daß aber die Provinzialvcrbandc als Organe des Landesverbandes unentbehrlich sind. Eingesandt Wir erhalt!:!! folgende Zuschrift: Hamburg, den 25. Dezember 1925. Die Aufstellung der Statistik in ״Europas Beiträge für den Keren Kajemeth“ in Nr. 100/101, S. S35 der ״J. R.“ gibt nicht die richtigen Vcrglcichswerte, da hierzu die beiden Posten ״Einzclspcndcn und Diverses“ und ״Keren Hajessod“ bei der Berechnung des Prozentsatzes der einzelnen Erdteile außer Betracht bleiben müsse:!, um so mehr, als jene sehr verschieden in den in Betracht gezogenen Jahren sind. Unter dieser cinzuführcndcn Berichtigung ergeben sich folgende Werte: 5CS5 56S * 5683 Europa . 61,2 53,9 39,5 e.״ Asien 3,8 5,9 11,7 «b Afrika 7,2 3,6 »ף 4,9 Amerika 26,4 33,1 0־ ,* 41,4 Australien 1,4 3,5 ״.״2,5 100,0 100,0 100,0 Das Bild bleibt wohl dasselbe, doch drückt sich das Steigen des europäischen Anteiles 39,5:53,9:61/2 und das Fallen des amerikanischen 41,4 : 33,1 : 26,4 ״,b viel rcgcl• mäßiger und den Verhältnissen entsprechender aus. Dipl.-Ing. Oskar Berger, Hamburg. Die sozialen Formen der jüdischen Wanderbewegung. Ueber dieses Thema spricht Gen. Dr. M. Traub, >onn• abend, den 2. Januar 1926, abends, in einer Versammlung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Poalc-Zion Im Arbeiterheim, Linienstr, 159, III. .Gäste willkommen« •זא 501 D 101; t י jOjah., dienst; Vorn' *uff . Gerne vcrsai •״U; 7ctr.be ן piensl widfflt, *׳ar 1 (jhr I Gram tcr . KonV! £cwä; tere Thor;' Uhr Konv•; begri:; aus C, nitzkj. Kurst' zu hl Aus dt׳ ilidisC (Mon1 j/jQ > Hasel, Agad Tschi Sitzui Anrnt; zeit hebrt; schrji J Dg, ־,; Rüde dort.' heim*; beric1 die bring1 2 gerne, d e u! heim«■ Ein«' I Kam!, Gern, 3 U i, groß: liehe! d ist nach! Bcrli; typls-f rirme' für 1 und ׳ für י' Fick! Dam<} Betri, t mit ,י werk’" Klein' Ge*j Anza‘ Logii. ln d“ Rhr&j Sabb tu (' dernj wer' \n:!:‘ל Tclcj. in dj ח!ז£ י,' .41 kav|, aber! 3. Ia < Peei( 31-, , &che| uysr; Kört. Jux e drei t Die ( Vou! Dath Kün! Kurii

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