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Jüdische Rundschau · 1925-12-11 · Heft 97-98 (11.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 97-98 (11.12.1925)
Date
1925-12-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Einzclmzmmcr 0,<0 Goldmszk \־*3 z~1 r־״;e ץ־ל ui-j/ L-3 jl: r1־־ n Redaktion und Verlag W 15, Mcinckcslraße 10. Erscheint j;edeo Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition {;״oDatlich 1.85 Goldmark, Vierteljährlich 5.25 Goldmark. ■ (l)l>i0<)*«t>oaaM1«at« Warden ■o der 'X'ähruntf der einzelnen LBnder berechnet Kummer 97/98 Berlin, 11. XIL 1925 Anzeigen -V cnvaltung Jüdische Rundschau G.m.b.lL, Berlin W15, Melnekcstr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Ai1xel£«apreIei8jj*tp»JLN0npw»:UexeU« 0,50 ü«-M. St€ll*n£e»aehe 0.25G.-M. AnieiCcnachlaOi D'eo.tatf und t* r 11 * ö nachmittag 4 Uhr. Telephon: Bismark 7165 — 70. Postscl e:kkonto: Berlin Nr. 17392. Hir Oe.torreich Cottinarkaa.cnami Wien. Konto Nr. 106 030.!,Of Tacliechotlowakni: i’01t1par!t«»-1en*1al Traf. Konto Ni. V)<50. tür Holen Poataparkaa.en^mt Warachau. Konto Nr. t'MICÄ. RedaktionsschluQ Sonntad und Mittwoch nachmittag. כ״ד כפלו* הייס״י XXX. Jaarp. •21 Zionismus erstrebt für das 'Odische Volle die Schaffung einer eigentlich rocfstlich gesicherten Kolm statt© in Palästina. ״QaseSa» Programm.*' ר י חי ז/\ז;Vom Völkerbundsrai angenommen — Die zionistischen Forderungen anerkannt — i Die arabischen Petitionen abgewiesen ■ (Eigener Drahtbericht der ,,Jüdischen Rundschau"‘.) h■ .] G c n f, 9. Dezember, 10 Uhr abends. Der Völkcrbundsrat £- i נ: heute den Bericht der Permanenten Mandatsko in-;״■ Mission über das Palästina-Mandat cntgcgcngenommcn. p־ |:.c Mandatskommission hat sich bekanntlich in ihrer Sitzung ■;-de Oktober mit dem Palästina-Mandat beschäftigt. Der ];!’rieht ist im allgemeinen dem zionistischen Standpunkt •י; •;ünstig. Zunächst stellt er fest, daß eine Beruhigung - :.;;d eine Verminderung der politischen Agitation im Lande a ' :jetreten ׳ ist. Es sei aber, so wird betont, eine Not- י■ Undigkeit, daß alle Elemente der Bevölkerung Verständnis;.::,für haben, daß die Prinzipien des Mandates die 1er - | einzig mögliche Grundlage ra jir eine gedeihliche ökonomische und politische Entwicklung :1• |;s Landes sind. Mit Genugtuung vermerkt der Bericht, :s*;:5 sich im letzten Berichtsjahr die jüdische und arabische Bevölkerung vermehrt hat und daß die Arbeitslosigkeit bis auf — ’ r. Mindestmaß zurückgegangen ist. Die Kommission ist — ,:er Ansicht, daß die Reglementierung der jüdischen Ein- :!iderung eine Absorption der cingewänderten rbeitskräfte garantiert. Das Versprechen der Man- 1;wrmacht, in nächster Zeit die Bestimmungen des Artikel 6 rs Mandates zu erfüllen, d. h. die Erwerbung von Staats-;׳ad unbebauten Ländereien durch die zianisti.chen bstitutionen zu erleichtern, wird begrüßt und die Erwartung;־gesprochen, daß der Bödenkataster bald fcrtiggcstcllt wer- — j::n wird. (Das Fehlen eines Katasters war der Grund,!זג von der Mandatarmacht stets als Hindernis einer Zuteilung i i on Staatsländereien geltend gemacht wurde. — A. d. R.) Die!;־!ommission hofft, daß der günstige Stand der Finanzen der! Regierung erlauben wird, eine.größere Subvention für | as jüdische S c h u 1 w e r k zu bewilligen. Der Bericht ן wähnt ferner die bedeutenden Dienste, die das medizinische י iilfswcrkder Hadassah dem Lande erwiesen hat, das a j ״■'h iif. -professioneller, sozialer und politischer Beziehung von J; :Deutung ist. — i Von den Petitionen des arabischen Kongresses i Mirdc die erste vollständig unberücksichtigt ge- I :asscn,'wcil sic das Mandatssystem ablchnt. Die Behänd- '];ng der zweiten Petition wurde vertagt. . Der Brief der ' '״itionalcn Partei aus Tulkerem wird glciclifalls unberücksichtigt;׳ ':dassen, weil seine Forderungen mit den Grundlagen des : , ".andates unvereinbar sind. \; Die Kommission ersucht die Mandatarmacht, die palästii 1'insischcn Behörden zu beauftragen, daß sic die Klagen der orthodoxen aschkcnasischcn Gemeinde lv| ־ -:merksam prüfen und die Wünsche der Aschkenasim nach! 1‘öglichkclt berücksichtigen. Da das Mandat anscheinend l־;cht die Anerkennung einer einzigen jüdischen Gemeinde zu t-, , :dem scheint, so hofft die Kommission, daß eine günstige, ד;: ■le Gruppen befriedigende Regelung dieser Fragen möglich j: ,'•'in wird. j: i Schließlich stellt der Bericht der Mandatskommission;״’־st, daß \ das zionistische Memorandum;■de nützliche Informationen enthält. Von den seitens der;]onisten formulierten drei Forderungen ist die erste im hin ne der zionistischen Wünsche erledigt. Die ‘׳*”־eite Forderung bezüglich der Zuweisung von Staats- .׳;■bdcrcicn tud die dritte, betreffend die staatliche Subven- Gierung des jüdischen Schulwcrkcs sind im oben bczcidi-! den Sinne günstig aufgenommen worden, i; Der Völkerbundrat nahm den Bericht der Mandatsi •0minission ohne Diskussion einstimmig an. *! i Aus dem vorstehenden telegraphischen Berichte entnehmen | :;;r mit Befriedigung, daß die Mandatskommission diesmal das;; ‘,istina-Problcm mit mehr Verständnis behandelt hat als vor j;''ßcm Jahre. Dafür mögen die geänderten Verhältnisse im r!'dien Osten, insbesondere die unbefriedigende Lage in den |;•rdcrn Mandatsgebieten, maßgebend gewesen sein, auch ist I , c inzwischen hcrgestellte frnnzösisch-englLchc Verständigung, i c die inneren Reibungsflächen der Mächte verringert, von! -Deutung. Die Mandatskommission hat diesmal auch von dem! :°nistischcn Memorandum, das die Arbeit des j '2ten Jahres schildert, und den vorjährigen, vier Jahre um- | Wenden Bericht bcischlicßt, offiziell Kenntnis genommen.; 'גי zionistische Memorandum wurde bekanntlich. mit einem; .^Icitschrcibcn der Zionistischen Exekutive überreicht, dessen ן Cxt wir liier am 20. Oktober vollinhaltlich abgcdruckt haben. | Schreiben enthielt drei Forderungen, von denen sich zwei | *! ein ungenügendes Entgegenkommen der palästinensischen j. ׳:׳crung beziehen, nämlich in der Frage des Anteils der! A'1 an dem Schulbudget der Regierung, und bei der i -kilung von Staatsländercicn im Sinne des Art. 6 :]■s Mandates. Diese beiden Forderungen wurden von der •ndatskomm;ssion als berechtigt anerkannt Der *•" Punkt ist der Wunsch nach einer Klärung des völk c r-;chtl:chcn Status der Jewish Agency. Die "׳ish Agency vertritt das für den Aufbau der nationalen Heimstätte organisierte Judentum, ist also nicht die Vertretung eines Teiles der Bevölkerung Palästinas und hat daher nicht das Recht, Petitionen an den Völkerbund zu richten, da ein solches Recht lediglich ״Teilen der Bevölkerung“ des Mandatslandes zuerkannt wird. Aber auch der direkte Verkehr mit dem Sekretariat des Völkerbundes kommt nicht in Frage, da dieser nur Mitgliedern des Völkerbundes offcnstcht. Infolge dieser .Unklarheit wurde im vorigen Jahre das Mcnioran• dum der Jewish Agency nicht offiziell zur Kenntnis genommen. Die Zionistische Exekutive hat daher diesmal ihr Memorandum durch Vermittlung der Mandatarmacht überreicht, zugleich aber die Bitte gestellt, die Mandatskommission möge die Formalitäten des Verfahrens für die Zukunft fcstlcgcn, da hier ein exzeptioneller Fall vorlicgt, der keine Parallele bei anderen Mandaten hat. In der oben veröffentlichten Depesche w׳ird nun gemeldet, daß dieser Punkt ״im Sinne der zionistischen Wünsche“ erledigt ist. Dieser Teil der Meldung ist noch unklar und wir müssen den vollen Text des Berichtes abwarten, um zu beurteilen, in welcher Weise die Sache geregelt wurde. Auch die leidige Frage der aschkcnasischcn Gemeinde wird hoffentlich bald von der Tagesordnung verschwinden. Nach unserer Meinung־ hätte diese Sache längst in dem Sinne erledigt sein sollen, daß man die Organisierung des palästinensischen Judentums auf rein weltlicher Grundlage durchführt und für rein religiöse Fragen weitgehende Autonomie gibt. . Leider hat die palästinensische Regierung in dem ersten Entwurf religiöse und weltliche Fragen durcheinander gemischt, und wir wissen auch, daß dies den Wünschen eines großen Teiles des Jischuw entspricht. Der Zionismus als solcher hat an religiöser Zwangs- Organisation kein Interesse, wofern eine weltliche Organisation vorhanden ist. Dort allerdings, wo man uns in die Fesseln eines religiösen Verbandes zwängt, müssen wir für Einheitlichkeit cintrctcn, da wir nicht die Existenz zweier jüdischer Völker anerkennen können. Das palästinensische Judentum leidet außerordentlich unter dem Mangel einer Or* ganisation, die cs befähigen würde, seine Angelegenheiten wirksam und verantwortlich in die Hand zu nehmen. . Wir hoffen, daß nunmehr von allen Beteiligten die erforderlichen Schritte unternommen werden, lim diesem Ucbelstand ein Ende zu machen. Der Völkerbundrat hat auch bereits die Mossulfragc behandelt und zunächst formell entschieden, daß das Gutachten des Haager Gerichtshofs anerkannt wird. Dies besagt lediglich, daß der Rat sich zur endgültigen Entscheidung der Sache für kompetent erklärt. Inzwischen werden die Bemülumgcn um eine Verständigung fortgesetzt. Charakter!■ stisch ist eine Aeußerung des ״Temps“, der zur Mossulfrage folgendes schreibt: ״Die Situation ist voll von Gefahr. England wünscht offenkundig nicht, sich auf einen Krieg im Orient chzulnsscn, aber cs wäre ein Irrtum, zu glauben, daß, wenn cs dazu gezwungen wird, es nicht eine starke Stellung gegenüber der Türkei haben wird. Der Friede im Nahen Osten ist verbunden mit der Mossulfragc und Genf muß vor allem für die Aufrechterhaltung des Friedens arbeiten.“ Auch andere französische Blätter erörtern bereits die Chancen eines eventuellen Krieges. Hoffen wir, daß die Gefahr abgewendet und der Nahe Orient nicht in unabsehbare Wirren gestürzt wird. Kämpfe bri Melullali Jerusalem, 0. Dezember. (J.T.A.) In der Nacht von Montag, den 7. Dezember, auf Dienstag, den 8. Dezember, überschritt ein Trupp bewaffneter Drusen die Palästinagretuc in der Nähe der jüdischen Kolonie Metiillah. Britische Gendarmerie .stellte sich den Drusen entgegen und forderte sic zum Nicdcrlegcn der Waffen auf. Die * Drusen weigerten sich, die Waffen niederzuiegen und sich zu er* geben. Die britischen Gendarmen cröffnctcn daraufhin das Feuer auf die Drusen, diese erwiderten das Feuer. Es gab auf beiden Seiten Verwundete. ״Ikdussah“ uad die syrisches FIBrbtlingc Jerusalem, 6. Dezember. (J.T. A.) Die ״Hndnssah“, die das Gesundheitswesen der Zionistischen Organisation in Palästina verwaltet, hat ihr Personal dahin instruiert, daß allen aus Syrien nach Palästina herüberkommenden Kriegsflüchtlingcn, ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses, medizfnischc Hilfe zuteil werden soll. — Der Druscn-Sultau Seid AI Atrasch hat proklamiert, daß der Aufstand in Syrien ein heiliger Krieg sei. Indessen wird gemeldet, daß die Franzosen im Libanon einen großen Erfolg davongetragen und die Stadt 11־ asbla ■zurückerobert haben. Die heutige Ausgabe ist anläßlich des Chanukkah-Fosics ©in© Doppel- N u m m c r. Di© nächst© Nuznmor der ״Jiid. Randcckac“ erscheint Freitag, am 18. d• M. Di© Dienstag-Ataegab© fällt aäs. feer KaUonslIsmas Eine Chanukkah-Bctrachtung Von Robert Wcltsch. Als mit dem Einsetzen der modernen nationalen Bewegung das Makkabäerfest seine Wiedergeburt feierte, bedeutete dies eine große Revolution des jüdischen Denkens. Der jüdische Mensch strebte aus der Unwürdigkeit des Goluslcbcns zu eigener aktiver Gestaltung seines Schicksals, zu neuer Menschen- und Volkcswürde, und Symbol dieses Vorgangs war der legendäre Kampf der Wenigen, die sich einst um das Banner Makkabis geschart und den Kampf gegen die fremde, überlegene Zivilisation für die Reinheit der jüdischen Idee gekämpft haben. Der Verzicht auf Bequemlichkeiten des Skiavendaseins, sogar auf die durch Sclbstcntäußcrung erkaufte moderne Lebcuskultur, der fanatische Einsatz von Leben und Person für die Wahrheit, dies waren die vorbildlichen Tugenden der Makkabäer, an denen ein spätes, entartetes Geschlecht seine Selbstachtung wieder aufrichten konnte. Das Bewußtsein, daß wir nicht schlechthin so sein wollen wie andere Völker, nichts sklavisch nachahmen, sondern alles mit wachem Geiste prüfen, daß wir nicht uns dem Druck der allgemeinen Tatsachcnwclt beugen und der Trägheit nachgeben, sondern die Freiheit unseres Gewissens und unsere sittliche Entscheidungskraft bcwahren müssen, war der Grundpfeiler des modernen jüdischen Nationalismus. Doch seit dieser ursprünglichen seelischen Revolution sind Jahrzehnte dahingegangen, das Makkabäerfest wurde eine ständige Einrichtung, verlor immer mehr an Inhalt und erlag den Gesetzen der Gewohnheit. Die seelische Spannung unserer nationalen Bewegung hat nachgelassen — wer wollte es leugnen? Umsomehr gewinnen unsere Feste den Sinn, Marksteine der Sclbstprüfung zu sein. Sind wir unserer Idee treu, oder rührt der Prozeß der Erschlaffung und Mcchnnisicrung an ihr Wesen? Seien wir ehrlich gegen uns selbst. Unser Nationalismus muß Selbstkritik sein und nicht Selbstvergötterung. Ucbcrall um uns her sehen wir, welche Verheerungen der Nationalismus anrichtet, wenn er nicht als sittliche Macht auftritt, sondern als verkleideter Egoismus, der zu seiner eigenen Steigerung des Rauschs der Selbstgcrcchtigkcit bedarf. Der moderne Nationalismus der meisten Völker gipfelt im Selbstlob, besteht darin, daß sic in eigentümlicher Blindheit nur Gutes von sich selbst hören wollen und Schlechtes; von ihren Feinden. Die Wahrheit kommt dabei recht schlecht weg. Ein jüdischer Nationalismus jedoch ist undenkbar ohne das Ideal der Wahrheit, die wie ein verzehrendes Feuer sich, wenn es sein muß, auch gegen das eigene Volk richtet. Die großen Nationalhcldcn des Judentums, von den Propheten bis zu den kleineren Geistern unserer Zeit, sind d i c Menschen, die dem Volke seinen Spiegel vorgehalten haben. Es lag ein tiefer Sinn darin, wenn Gorelik kürzlich davon sprach, wir müßten in Palästina Otto Weiningcr ein Denkmal setzen. Nationalismus heißt Höherentwicklung der Natiou, dies ist aber undenkbar, wenn nicht die eigenen Fehler erkannt und gebrandmarkt, ja gehaßt werden, wenn nicht immer wieder der angenehme Schlaf des Vergessens gestört wird durch die ewig mahnende Stimme des Gewissens. Dies wissen wir Zionisten, deren Bewegung das Gewissen des Judentums genannt wurde und überhaupt entstanden ist aus der Unzufriedenheit mit dem Bestehenden, die genährt wurde von dem heiiigen Zorn über die Niedrigkeit des eigenen Volkes. Vielen unserer Gegner mag es seltsam erscheinen, daß gerade wir Zionisten auch unsere nationale Bewegung selbst am schärfsten kritisieren; wir scheuen nicht die Oeffentlichkcit und scheuen auch nicht die gespil/tcn Ohren unserer Gegner, denn wir wissen, daß gerade in der Selbstkritik unsere größte Stärke liegt. An diesem Makkabäerfest soll in Jerusalem ein eigentümlichcs Fest gefeiert werden. Die Fahne der jüdischen Legion, die im Kriege im Verbände der englischen Truppen gekämpft hat, soll in Jerusalem in der großen. Synagoge aufgestellt werden, zur Erinnerung an die Einnahme Jerusalems durch Lord Allenbv, die gerade vor acht Jahren am Chamikkahfcstc staitfanri. Wenn die ehemaligen Mitglieder der Legion das Bedürfnis empfinden, ihre Fahne in der Synagoge unterzubringen (obwohl die meisten dieser Kämpfer unseres Wissens keineswegs religiös sind), so ist das eine Angelegenheit, über die sich als Geschmackssache streiten läßt. Wir würden uns kaum damit beschäftigen. Aber wie wir hören, ist cs beabsichtigt, diese Ueberführung nicht, wie sich’s gebührte, in aller Stille, sondern mit großem militärischen IRjmp, mit Demonstrationsumzügen in Jerusalcm usw. vor sich gehen zu lassen. Eine solche Veranstaltung zeugt unseres Erachtens von politischer Kurzsichtigkcit, da sic den Eindruck erweckt, als ob sich die Juden als militärische Herren des Landes fühlten, die bei jeder Gelegenheit militärische Paraden abhaltcn — r: : 1;l

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