Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 95 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2652691-2652779--17888-2691977- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
M 10• ־i,Ju lui- ־-;ah r~3 mssn c nr £{72zeh7s2!7m:cr OJÖ Ootämsrk 5ץז r־־־׳! ct r \ ליז \צ Ü J li\j i. _U/ [v j V!: l_ג L...J L״J L ..:cdakt10n und Verlag W 15, Mcinekestraß* 10. Erscheint :;den Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition :-oDstlicb 135 Goldxnark. Vierteljährlich 5,25 Goldiaark. •*«,öca •o der Wihrunö der ciarelcxra Linder berechnet •weTCnrer«1r’«L1.ro5=l■׳•■ j .......,.■ד J tSittznxncx 95" | Bcrlan, 4* XII, 1925 |31 »on>8mu» erstrebt für das füdlscho Volk dla Anzeigen-Verwcltuisß § Jüdische Rttnds di su G.m-b.H., Berlin W15. Meinefcestr.10 |j Telephon: Amt Bismarck 7165—70. * [j Anzed^eaprci•: 8 $c«p&lLN08p*r«fll»e»il<« 0,50 G««M. Steltugcsuch• 0.25G.-M. Anrc:j?*Md1IoQ1 Dieaata* and Freit•!! o •ah tn i 11 •d 4 Ubr. j!j VT־T^r־-rrz=^nrx=a Telephon: Bismark 7165—70. Postscl.orkkonto: Berlin Nr. 17392, Fflr 0«1t«rr»ich: Poetunarkasientn! Wien. Konto Nr. IZAtYVX FQr TacHccVtoalowakai: ßoMap&rka««ta1tat Pr«< KostO Nr- 59 410. Für Pol•• Po*I>parka*tcDamt Warichau. Konto Nr. J90703. Redaktionsechluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. 1 י״ז כפ^ו■ סי־פ״ו xxx. jahrg. Schcfifunq eines* ü?JcntJ2ch - rechtiich GOskhorlQit McimstSSto In Pc!ül:tin3. ״GanoScr?ממסזכסז,** Ewer, juro•־ jüguBg mit den Nichiziomsfea — 720 000 Dollar auf der Konferenz gezeichnet lim .Ü Bdlänmoire .hei׳, rl;.v vici׳ il'itf ־ :'nie;:. Ihr:• •; 11'■:׳ hu:;:; der, Go•' wird \ Baltimore, 1, Dezember. (J.T.A) Die Kampagne j :;k$ Aufbringung von fünf Atillioncn Dollar für die pa-, :;unsiscljcn Aufhau-Insthutioncn nahm ihren offiziellen Au* '•־״ durch eine aus allen Teilen der vereinigten Staaten chicktc Konferenz in Baltimore. Die Konferenz nahm :;cn enthusiastischen Verlauf und schloß mit der Annahme 1-er Resolution, durch welche die Priorität Pa-;;stinas in allen Fragen de's jüdischen Aufbaus proklamiert ].:de. Gleichzeitig aber wurde der von der Joint-Konfej׳sr zu Philadelphia am 12. September angenommene Be-?Muß auf Einleitung einer Kampagne zwecks Aufbringung 15 ד■■־ Millionen Dollar in drei Jahren ׳ für jüdische Aufbau-;.:de in der Alten Welt bestätigt und auf diese Weise ’:idan, daß der Beschluß in Philadelphia auf der Basis ־:er Verständigung zwischen allen jüdischen Gruppen,;.:nisten wie Nichtzionisten, zustande gekommen Ist ) Am Sonnabend, den 23. November, fand in Bal'.imorc eine jorkonferenz führender zionistischer Persönlichkeiten!:;t, der seitens der Nichtzionisten Mr. Louis Mars hall ';.;wohnte und auf welcher die ckt: I Basis der Verständigung :ה". lulicrt wurde. Die Herren Stone, Harris, Dtiblick und;icl sprachen sich in scharfer Form gegen eine Zusammen- |:c:t mit dem Joint Distribution Committee auf der Basis der : 13!and-Arbcit aus, indem sie vorbrachten, der Plan der ':rischen Kolonisation stehe auf unsicherer Grundlage und du; j, sei Pflicht der Zionisten, ihn zu bekämpfen. Hingegen ^;;en Mr. Jakob Fishmann, Ab. Goldberg, Morris Rothen- ״!' ■•rS (Vorsitzender des amerikanischen Keren Hajessod), ^'.V■;:-is Li psky (Präsident der amerikanischen Zionistischen G ־ < ל.:ani?atfon und Mitglied der Zionistischen Weifexekutive),;hi Dr. Stephen S. Wisc (Präsident des •Amerikanisch- ::r.J; riehen Kongresses) und Maurice Samuel sehr warm für die De:!־.Bändigung mit dem Joint Distribution Committee, sowie ::;cr eine dauernde Zusammenarbeit mit der Mar-?,׳ ״״HI-Gruppc auf der Basis der erweiterten :-rish Agcacy ein. Mr. Emanuel Newman brachte sclr.c j 7ti']{ . •dfel zum Ausdruck, ob die Bildung der erweiterten Jewish /־mey wünschenswert wäre, solange die Nichtrionistcn ihre :'.«,fcn Absichten noch nicht durch entsprechende Taten er-,; hsen haben. — Die Vorberatungen dauerten den ganzen j; und die Nacht hindurch, bis 3 Uhr morgens. ן Die Hauptkonferenz wurde am Sonntag, den 20. No- (״.!"*her, durch Mr. Emanucl Newman eröffnet. Es hatten sich •;;!״ •h:hr aLs . j 1500 Delegierte aus allen Teilen Amerikas gefunden. Die erste Ansprache hielt Dr. Stephen S. isc, der über das Ergebnis der Vorkonferenz berichtete t fcststellic, cs sei ein für beide Teile ehren- -Her Friede zustande gekommen, der die Vorzugsstellung ■ riMinas besiegelt. Laut der Vereinbarung hört Palästina i, eia Streitgegenstand zu sein. Hierauf betrat aLs Repräsentant der Nichtzionisten Mr. Louis Marshall *4 ri Tribüne. Er führte aus, das Joint Distribution Committee ';•$1 ' seine Ansichten und Pläne nicht geändert Schon die ׳»«* . rideip. ׳,n':renz hat sich entschieden für die Ar- ן :it in Palästina ausgesprochen und hat cs allen Juden * ז י Vereinigten Staaten, Zionisten wie Nichtzionisten, zur n*,j. kht gemacht, die Arbeit in Palästina materiell zu unter- . üen. Der Redner beschuldigte Dr. Wisc, daß er durch 4i•; ':hcrlci in der Ocffcntlichkcit gemachte Andeutungen zu i,“׳■. ]״“■•cratäiidnisRcn Anlaß gab, so daß die Gefahr eines Bruches יןנ| : k'n;npromißrcsolutron der Philadelphia-Konferenz in die Nähe gerückt war. Das Joint Distribution Comittcc hat Immer die Palästina-Arbeit gestützt und für diese Zwecke viel Geld ansgegebeu. Louis Marshall schloß mit der Bemerkung, cs sei Pflicht der Zionisten Amerikas, auch den 15 Millionen Dollar-Drive des Joint zu unterstützen, denn sonst würden beide Aktionen leiden müssen. Marshall erwähnte seine Freundschaft mit Dr. Weizmann; zu dieser Freundschaft sei er nur durch seine Freundschaft zur zionistischen Arbeit gekommen. Dr. Stephen S. Wisc erwiderte, niemand habe je an die Absichten Marshalla gciwcifclt, «allein nicht alle Führer des Joint denken und handeln wie Marshall. Nunmehr «aber wolle auch er der Hoffnung Raum geben, daß die Worte Marshalls nicht allein von den hier Anwesenden, sondern auch von seinen Anhängern außerhalb dieses Saales beherzigt werden würden. In der Abendsitzung ergriff der Präsident der Zionistischen Wcltcxckutive, N a h u ra S o k 0 1 o w, das Wert, um die Lage Palästinas zu schildern. Dabei kritisierte er den Plan der russischen Kolonisation. Auf der Konferenz selbst wurden auf den beschlos••enen 5 Millionen Dollar-Fonds bereits 720 000 Dollar gezeichnet, davon zeichneten Mr. Morrison ICK) 000 Dollar, Benjamin Winter 50 000 Dollar. Es wmrden hierauf zahlreiche aus Europa und Palistina cingclautcnc Bcgrüßungstclcgramme verlesen. ♦ Früher wurde gemeldet: New-York, 29. November (J.T.A.) Zwischen dem Joint Distribution Committee und der amerikanischen Zionistischen O r g a n i s ,1 - tion s:m! in den letzten Tagen Verhandlungen in dem Sinne geführt worden, daß die Simmdaktion beider Organisationen nicht durch'Zwiespältigkeit im amerikanischcai Judentum gefährdet werden soll. Die Besprechungen hatten einen vollen Erfolg. Die Verhandlungen - wurden zwischen Louis «Marsh all und David A. Brown «auf Seiten des Joint und Louis Lipskv und N c w m an «1x1 f Seiten' der Ziohisien gefüh t. -Schon vorherhatten Louis Marshall und Dr. Stephen S. Wisc eine grundlegende Besprcchung gehabt. Der heute crö.fnctcn Palästina-Konferenz in. Baltimore wo h n t Louis Marshall persönlieh bei. b:3!iks Botsehs.i Bialik sandte der Konferenz von Baltimore eine Botschaft, in der cs heißt: ״Der amerikanischen Judenheit ist durch die־ begeiferten Bemühungen cncrgi-chcr und hingcbcmlcr no:L.-.ti..ch׳.׳r Führer die Ehre und d.־v<s Vorrecht zuteil geworden, in historischer und vcrantwortungsrcichsier Stunde ho den Sammlungen für die Befreiung unserer nationalen Heimstätte in der vordersten Reihe zu stehen. Mögen die Juden Amerikas nicht wanken und auf diese Ehre und dieses Vorrerht nicht verzichten. Mögen sic iin Gegenteil durch verdoppelte Anstrengung und vervielfachte Resultate zeigen, daß sie die Söhne eines hartnackigen Volkes sind, und daß die Nachkommen Jerohenms, die das Volk von dem historischen Wege abbringen und in unsichere Experimente hineinzicher, wolLn, sieh vergehlich mühen. Mögen sie beweisen, daß es nur einen Weg fiir unser Volk gibt — den Weg nach Zion. Der Gott Zions sei mit Euch bei Eurem Werke, segne die Armee Eurer Mitarbeiter und nehme das Werk Eurer Hände gnädig an.“ Auch Rabbi Kuk übermittelte seine besten Wünsche für das Gelingen der Konferenz in einer Botschaft. Die lortlerungcn der Syrer : Ber Korrespondent der ״V o s c i s c h c n Zeitung“ 7■׳ft aus Kairo Aeußerungen Jouvcncls aus denen ^orgeht, daß die von uns in der vorigen Nummer ge- ::ntcn Nachrichten über die Verhandlungen zu Lehen Franil5, | und Syrern in der Schweiz richtig sind. Ehe von der ',׳־eizer Dep.-Ag. erwähnte ״private französische Persönlichwar demnach Jouvencl selber. Er hat in Genf mit ,;r Schc’rib A r s 1 a n und Prinz L u t f a 11 a gesprochen. Das '^orandum, das von den Syrern in der Schweiz dem Ober- Emissär übergeben wurde, enthielt, Wfc bereits kurz von ' gemeldet, folgende Punkte: ■ L Sämtliche Länder unter französischem Mandat sollen;,ר einheitlichen Staat bilden, wobei über die Ung des Libanongcbictcs ein Plebiszit der dortigen Gerung zu entscheiden hätte. 2. Eine provisorische '.‘Honalregicrung ist cinzusctzcn, welche das Ver- 1•n des Volkes genießt und den Auftrag erhält, Wahlen zu r konstituierend«! Nationalversammlung durchzuführen. Lesern konstituierenden Parlament steht die Entschci- T über die Regicrungsforra bei Sicherung der rn:n und inneren Souveränität zu. '4. Das Mandat!d aufgehoben. Die künftigen Beziehungen zu Frank-;־,־, ־״erden aut der Grundlage der Souveränität durch zeit- 'i. Begrenzung der französischen Eiirflußnahmc gesichert Riumung Syricns soll alsbald nach Ernennung Provisorischen . Regierung durchgeführt werden. 6. Das /Jbkommen muß beim Völkerbund hinterlegt werden. Das Memorandum schlagt vor, ln Fricde.nsvcrhnndläugen mit den Führern der «Nationalversammlung in Syrien einzutreten. Kene ErklSrca* Ai&frjs London, 2. Dezember. (J.T.A.) Auf eine Anfrage des Unterhausmitgiieds Licut. Commander J. M. Kenworthy in der letzten Sitzung des Unterhauses, ob angesichts der Gefahr des Ucbcrgrcifcns der syrischen Unruhen für Ver- Stärkung von Heer und Gendarmerie in Palästina gesorgt worden Ist, erwiderte der Kolonicnmlnister, Mr. Amery, es seien solche auch nicht nötig. Colonel Wedgwood fragte: Ist der Kolonicnminisler mit dem Stand unserer Angelegenheit in Palästina angesichts der schlimmen Wendung in der Gesinnung der Moslim zufrieden? Mr. Amery erwiderte: ״Ja Sir. Laut der mir 6citcns Lord Plumcrs zuteil gewordenen Information besteht keinerlei Grund zu Befurchtun-gen.“ Schwere liiinipfc aa der tolssiisa•Grenze Jerusalem, 20. November. (J.T.A.) Die Kämpfe in Süd-Syrien, an der Nordgrenze Palästinas, haben in den letzten Tagen einen sehr großen Umfang und erhöhte Intensität angenommen. An der ganzen Front vom Hermon bis Litani wird gekämpft. Manche Dörfer wechseln täglich, ja stündlich, den Besitzer. Eine Ent- Scheidung läßt sich noch nicht voraussehen. Ber zweite FrMensseMaS Die Nachrichten aus Baltimore sind noch zu dürfrig, um ein volles Bild der Verhandlungen und ihrer Rcsultäte zu geben. Nach der vorliegenden «Meldung jedoch ist noch vor der Konferenz eine neuerliche Einigung zwischen Joint und Zionisten zustandegekommen. Wenn sich diese A^Idung beseitigt, dann ist dies nur die fol 1׳:- richtige Fortsetzung von Philadelphia. Schon in Phiiadelphia ist cs gelungen, eine Einheitsfront des gesamten «amerikanischen Judentums herzustcilcn, mit einer starken Betonung der Bedeutung des Palästina-Aufbaus. Wenn später durch allerlei Vorkommnisse, die wir an dieser Stelle bereits ausführlich besprochen haben, die Einigkeifc wieder erschüttert erschien, so war cs doch offenbar, daß für «alle, die keine Nebenzwecke verfolgen, sondern wirklich der jüdischen Sache dienen wollen, die Aufrechtcrhnltung der Einheitsfront geradezu eine Lebensnot- Wendigkeit war. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, daß die Männer, die noch vor einem Jahr feierlich in die dem Aufbau der nationalen Heimstätte in Palästina dienende Jewish Agency cinzutretcn bereit waren, unmöglich jetzt eine Stellung cinnchmen können, die vielleicht nicht programmatisch, aber doch praktisch eine Bekämpfung des Palästina-Aufbaus darstcllt. In allen solchen Fällen ist die Gefahr groß, daß, wenn einmal «Meinungsverschiedenheiten über einzelne Punkte entstanden sind, man sich immer weiter auseinander redet. Diesmal scheint jedoch das Verantwortungsgefühl der jüdischen Führer gesiegt zu haben. Wenn wir uns den Arbeitsplan betrachten, den der Joint vcrö.'fcnt’icht hat, so erkennen wir, daß zu einer Gegnerschaft kein Anlaß vorhanden ist. Die Parole eine־׳ ,.KoMnisition in der Krim“, die eine Konkurrenz gegenüber der jüdischen Heimstätte in Palästina dars'c'Ln s־>llte, ist ׳. '’gültig begraben. Denn nach dem Budget des Joint sollen nur l!/2 Millionen Dollar für lar.<iwiv(scha'tlichc Kolonisation in Rußland aus״c״cben werden. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß dieser Betrag zwar sehr ansehnlich ist, um eine bedeutende Hilfe bei der' Berufsumschichtung eines Teiles der russischen Juden zu leisten, jedoch keineswegs auch nur in geringem Maße die Lösung der Judenfrage in Rußlmd, oder wie das Schlagwort bei uns geprägt wurde, ״die Umsiedlung der russischen Juden“, bewirken zu können. Hilfeleistung׳ beim Uebergang zur Landwirtschaft ist eine Sache, die' wir Zionisten, getreu unserer ganzen Auffassung von der Normalisierung unserer Volksstruktur, begrüßen müssen. Es war gewissenlos, daraus unter Hintansetzung jeder Proportion eine Kampfparo'e zu machen. Das Budget des Joint sieht auch Gelder für Pa- Iris tina vor. Es ist etwas befremdlich, daß diese Gelder in erster Reihe in Aktien der Palcstinc Economic Corporation angelegt werden sollen. Diese Gesellschaft war doch als rein geschäftliche Unternehmung gedacht, und cs ist nicht alltäglich, wenn für ein Geschäftsunternehmen Gelder verwandt werden, die man durch den Appell an den Wohltntigkcitssinn der Massen erhalten hat. Diese Tatsache wi־׳ft ein interessantes Licht auf die von manchen zionistischen Kreisen im Gegensatz nun Keren Hnjessod-Gedanken immer wieder cmpfoh’cnc Methode der geschäftlichen Finanzierung des Palästinn-Aufbaucs durch Privatkapital. •Es zeigt sich nämlich, daß «auch die geschäftlichen Unternehmungen in derselben Weise Kapital werben, wie der Kcrcr. Hajessod, nämlich durch Spenden. Offenbar wissen die geschäftskundigen Amerikaner, daß die Juden denjeni״cn Teil ihres Geldes, den sic geschäftlich verwerten wollen, anderswo nnlcgcn als in Palästina. Geschäftlich bietet Palästina ihnen keinen Anreiz, wohl aber ist cs eine ideelle Macht, die sic zum Geben für Volkszweckc veranlaßt. Das Uehcrcinlcommen zwischen Joint und Palästina- Kampagne ist u. Eh so zu. verstehen, daß die beiden Aktionen zusammcngelcgt werden, vielleicht nach dem Prinzip einer regionalen Einteilung, für die das riesengroße amerikanische Reich genügend «Möglichkeiten bietet. Für beide Aktionen ist nebeneinander Platz, wenn sic den selbstmörderischen Bruderkampf aufgeben. Wir nehmet! an, daß die leitenden Personen der Joint-Kam• pagne sieb auch für den Keren Hajessod zur Verfügung stellen’ werden. Der nächste Schritt sollte die bcschlcunigte Durchführung des Kongrcßbcschlusscs betreffend Erweiterung der Jewish Agency sein. Nach formeller Konstituierung der neuen Agency־ wird cs unmöglich sein, daß Palästina ״für eine andere Zeit“ zurückgestcllt wird. Vier Monate sind seit dem Kongreß vergangen und wir hoffen, daß wir bald Resultate in dieser Sache, an der jetzt Sokolow und später Weizmann in Amerika arbeiten werden, sehen werden. Die Angc’cgcr.hcit, die solange die zionistischen Gemüter beschäftigt hat, und die gerade in der letzten Zeit wieder ihre Notwendigkeit erwiesen hat, sollte schleunigst zu Ende geführt werden.