Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 85 (30.10.1925)
- Date
- 1925-10-30
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜEDTSCHE RIWDSCH'ÄU Seite 715 Die Beschlüsse des A־-C. ] Der Schluß der A.-C.-Sitzung |. achten Sitzung, die Sonntag, den 25. d. Mts., i..״ abends, begann, erstattete zunächst Dr. Rotteni jeh den Bericht der Kommission betreffend die vom!rCß beschlossene Kontrollstelle. Sein Antrag auf Bevon ^rc’ ^ersonc״* die den Entwurf eines Statuts -.-reiten und der nächsten A.-C.-Sitzung vorlcgen sollen, anpenommen. In diese Kommission werden die Herren •״Rotten st r c i c h , Grünbaum und Schocken ge-! ^ann erstattet Dr. Hugo Herr mann den Bericht l K'onmiission, die sich mit den Bestimmungen betreffend i’ Einheitssc 11 ekel und die Bildung der Landes- ״׳ ׳clkoniinissioncn zu befassen hatte. Nach der Diskussion i;jc״ folgende Beschlüsse angenommen: | I Gemäß dein Beschluß des XIV. Kongresses werden!-״de Bestimmungen, betreffend den Einheitssehckcl und , rjldung der Landesschckelkommissioncn, getroffen: ip;c Schckclquittung wird in einer einheitlichen Form :יי irrausgegeben. ",f)ic Leitung des Landesschekelverbandes (Lamlesschckel- . Immission) setzt sich aus den Vertretern des Landes- : .(fbnndcs und der innerhalb des Landes bestehenden ■ Bndcsgruppcn der Sonderverbände zusammen. Die An- « ן!״] der jeder Gruppe zufalleudcn Vertreter richtet sich; nroportional nach der Anzahl der Delegierten, die die j;^treffenden Gruppen beim letzten Kongreß repräsentiert i ■;3bcn. Jede innerhalb des Landes bestehende Gruppe;ruß jedoch mindestens einen Vertreter und keine (iruppc darf'mehr als 50 ״b der gesamten Vcrtrctcr/ahl;rhr.Itcn, cs sei denn, daß durch alle bc-;c i 1 i g t c n Gruppen einstimmig ein anderer Schlüssel festgesetzt wird. Die auf den Landes־ verband entfallenden Vertreter sind auf die innerhalb des Landesverbandes anläßlich der letzten Kongreßwahlcn auf- ’dretenen Richtungen aufzutcilcn. Durch c i n s t i m m i ge n Beschluß kann die Landcsschckclkommission auch Schekel- Propaganda in ihren Wirkungskreis auf-!nehmen. Beschlüsse, die die Schckelpropaganda bc- 1 :reffen, können von der Landcsschckclkommission nur eineimmig gefaßt werden. ■ In Ländern, in denen eine Landcsschckclkommission nicht innerhalb des von der Exekutive fest gesetzten Termins zustande kommt, oder nicht irhci t s f ä h i g ist, hat die Exekutive zuerst im Einerndimcn mit dem Landesverband und den Zentralen :er Sonderverbände alle Schritte zu unternehmen, um die hedi-licndcn Hindernisse zu beseitigen mul, falls dies nicht :dingt, bat sie eine Landcsschckclkommission bzw. einen landcsschekelkommissar zu ernennen. Die Exekutive hat dafür Sorge zu tragen, daß die Ordnungsmäßigkeit der Schckclgebarung gewährleistet vird und hat in jedem Lande Organe zur Kontrolle der \hckclgcbarung einzusetzen. Pie Landcsschckclkommission hat für die einzelnen Ort• •:haften ihres Landes Schckclkommissionen analog ihrer •igenen Zusammensetzung zu bilden. In Orten, in denen ־lebt sämtliche Gruppen vertreten sind, verringert sich bmciifsprcchcnd die Anzahl der Mitglieder der Schekel* «ünimission. In Orten, in denen trotz Fühlungnahme mit. ccm Landesverband und den Sonderverbandsgruppen bis ד dem von der Landcsschekelkommission festgesetzten Termin keine arbeitsfähige Kommission zu- 'fände kommt, kann von der Landcsschekelkommission ein Kommissar eingesetzt werden. Die Landcsschckclkommission verteilt die von der Exc- Lifive erhaltenen Schekclquittungcn an die Orts-Schekel- ►r׳rc1missioncn, die wiederum Schckelverkäufcr für den Tinzcivcrkauf bestellen. Die Versendung der Schekelquitmpen zu Beginn des Schckcljahrcs soll gleichzeitig erfolgen. In Fällen, in denen aus unvorhergesehenen 0ründen Abweichungen von diesen Grund- 'ätzen sich als notwendig erweisen, kann 'ie Exekutive mit Zustimmung des Vorjitzenden des Kongrcßgcrichtcs und des ' 0 r s i t z e n d c n des A.-C. Ausnahmen b c w i I - i g c n. Bio Exekutive wird aiifgcfordcrt, einen Entwurf der auf h'ongrcßwahlen beziehenden Bestimmungen auszufn und dem Aktionskomitee bei der nächsten Tagung "•b״en. R u f c i s c n erstattet sodann den Bericht der Kom- ה betreffend das Budget der Londoner Exekutive, fchfuß der Sitzung 2 Uhr nachts. * ',uch Montag, den 26., und Dienstag, den 27. d. M., 'ח »och Sitzungen des A.-C. abgchalten, die der Aus- זי über die Kommissionsbcrichtc gewidmet waren.;1iließlich wurde eine Reihe von Beschlüssen gefaßt, ״?eben nachfolgend zusammengefaßt alle Beschlüsse des ־ wieder: I. Neuwahl der Exekutive. A.-C. beschließt, die Amtsperiode der vom Kongreß gewählten Exekutive und des Finanz- und 1,aftsrats mit den diesem damals verliehenen Rechten 7Um XV. Kongreß zu verlängern. II. Politik. A.-C. ist der Ansicht, daß gewisse Bestimmungen ..!-'3tästincnsischcn Bürgcrschaftsgcsctzcs unbefriedigend ־ u»d fordert die Exekutive auf, mit der größten Energie l|nc Aenderung dieser Bestimmungen des Gesetzes hin- ׳r׳ien. ^1-Uanisicrung des Erzichungswcscns in Palästina. Das A.-C. ratifiziert die von Col. Kisch im Namen *ekutive und den Lehrern in Palästina getroffene Verdie in Kraft bleibt bis zum Zeitpunkt, in welchem Kongreß vorgesehene Körperschaft für das Er- ^Rswescn jn Palästina gebildet sein wird, liedS S0^ c‘nc Kommission gebildet werden aus 18 Cra* un^ zwa*• je 6 Vertretern der Zionistischen .:*«0י«, des Waad Lcumi und der Lchrcrorganisation. sollen der Kommission in offizieller Weise der זי.,^ V0n der Zionistischen Organisation in Palästina ' Pjp1 .^ulwcrkcs sowie der Leiter der Finanzabteilung 3stina-Exekutive beigezogen werden. Bei der' Be- Setzung der 18 Stellen soll der Misrachi ein Drittel und die palästinensische Arbeiterschaft zumindest ein Sechstel erhalten. Die Kommission soll einen vollständigen und detaillierten Plan der Organisierung der Erziehung»- und Kulturangclcgenhciten ausarbeiten und ihre Vorschläge der. nachsten Tagung des A.-C. zur Bestätigung vorlcgen. Das A.-C. wählt als Vertreter der Zionistischen Organisation die Herren Ussischkin, Dr. Schmarjah Lewin, Dr. Mossinson, Rabbi Uzicl und Rabbi Fischmann. Das sechste Mitglied soll im Sinne der vorhergehenden Bcschlösse von der Organisation der palästinensischen Arbeiterschaft aus den! Kreise der Mitglieder des A־.-C. gewählt werden. 3. Im Sinne des Antrages, der vom XIV. Kongreß dem A.-C. zur Behandlung überwiesen wurde, wird folgendes beschlossen: Als eine der Grundlagen der Vorbcrcitungsarbcit für Palästina ist die sprachliche Vorbereitung (Hachscharah) anzuschc». Die Zionistische Organisation soll daher hesondere Aufmerksamkeit der Verbreitung der Kenntnis der hebräischen Sprache zum Zwecke der Hachscharah zuwenden. 4. Es wird eine aus drei Mitgliedern bestehende Kommission gewählt, die einen Plan zur Heranziehung der jüdischen Gemeinden im Galuth für die Förderung des palästinensischen Schulwcrkcs ausarbeiten soll. In diese Kommission werden gewählt die , Herren Professor Brodetsky, Dr. Alfred Klee und Dr. Israel Rabin. 5. Folgender Antrag der Kulturkommission wird der Exekutive zur Kenntnis gebracht: Das Erzichungsbudgct im LJdragc von £ S4 ODO, in dem schon die für die Erziehungsanstalten des Misrachi und der Arbeiterorganisation vorgesehenen Summen mitenthalten sind, soll voll ausgczahlt werden. Sollten wegen der Unmöglichkeit, das Budget voll zu erreichen, die Notwendigkeit von Kürzungen sich ergeben, so sind die Lehrer in bezug auf ihr Gehalt auf gleiche Weise wie die Beamten der Zionistischen Organisation zu behandeln. IV. Beteiligung des Waad Lcumi an der Palästina-Exekutive. Das Präsidium des Aktioiis-Comilcs soll gemeinsam mit der üesamtexekutive die Beratungen über die Frage der Beteiligung des Waad Lcumi an der Palästina-Eexkutive fortsetzen und, falls eine befriedigende Lösung erzielt wird, sic der nächsten Sitzung des Aktions-Comitös zur Beschlußfassung unterbreiten. V. Palästina-Budget. Das A.-C. fordert die Exekutive und die gesamte Zionistischc Organisation auf, alles auf/ubictcn, um die vollständige Deckung des durch den XIV. Kongreß beschlössenen Palästina-Budgets zu sichern und am Budget-Plan festzuhaltcn. Vf. Organisations-Budget. 1. Den Beschlüssen des Kongresses entsprechend,' wird das Londoner Budget der Exekutive im Gesamtbeträge von £ 3S 760 genehmigt. 2. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, in nächster Zeit für die Beamten aller Zentralinstanzcn und Institutionen der Zionistischen Organisation eine Gchaltsskala auszuarbeiten und in Wirksamkeit treten zu lassen und sic der nächsten Tagung des A.-C. zur Genehmigung vorzulegen. VII. Oberste Kontrollstelle. Das A.-C. wählt eine dreigliedrige Kommission, bcstehend aus den Herren Grünbaum, Schocken und Rottenstreich, zwecks Ausarbeitung des Entwurfes eines Statutes für eine ständige Kontrolünstanz, die die Aufgabe hat, samtliehe Finanz* und Wirtschaftsinstitutionen, die vom Kongreß abhängig oder mit ihm auf irgendwelche Weise verbunden sind, zu kontrollieren wie auch die finanzielle und wissenschaftliche Tätigkeit dieser Organisation zu beaufsichtigen. Die Kommission hat die Aufgabe, spätestens in 2wci Monaten der Exekutive den Entwurf des Statuts zur Begutachtung cinzuscnden und ihn der nächsten A.-C.-Sitzung zur Bestätigung zu unterbreiten. VIII. Jugendbewegung. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, der Jugendarbeit ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und inshesondere die Zusammenarbeit der europäischen und amerikanisehen Jugendbewegung in jeder Weise zu fördern. Oie Wahl Zu dem von uns gemäß dem offiziellen Bulletin veröffent* lichten Berichte über die Wahl der Leitung tragen wir noch nachstehende Mitteilungen des J. T. A. nacn: Nachdem der Vorsitzende Motzkin den Antrag verlesen hatte gab im Namen der Fraktion der radikalen* Zionisten Grün bäum die folgende Erklärung ab: Der vom Pr.ir.ideuten Motzkin vorgclcsnic Antrag auf Bestätigung des status quo enthält einen Teil des von der radikalen Eraktion gemachten Vorschlages, nämlich auf Einberufung des XV. Kongresses im nächsten Jahr H926). Wir erachten diese beschleunigte Einberufung des Kongresses für notwendig zur Beruhigung der Organisation und zur Klärung der gegenwärtigen Lage und halten deshalb auch an diesem Teil unseres Antrages fest. Darauf erklärte Dr. W c i z m a n n: Ich bin soweit mit Herrn Grünbaum einverstanden, als ich anerkenne, daß vielleicht schon in der nächsten Zeit sich Umstände ergeben werden, die die beschleunigte Einberufung des Kongresses notwendig machen werden. Jetzt handelt es sich aber vor י־ז <־> י־ לן■ f»י? ר'ריזב''׳ ■wpa iuaW«iUj L-iwLwwüiifl«* SmiM KbUfl Der Unterricht ln der änfönsorkEasso für Erwachsene beginnt Sonnabend, den 31. Oklobcr V,3 Uhr abends ln der Lehranstalt. Grobe Hamburger 5trabe 27 (SUdibahnhof Börte). In der ersten Unterrichtsstunde werden auch Neuanmeldungen entgegengenommen. allem darum die Arbeit für die Sicherung des Budgets, die. Ar beit in- und außerhalb Palästinas, mit aller Energie aufzunchmen, eine Arbeit, von der ich weiß, daß sic Herrn Grünbaum und seinen Freunden ebenso ain Herzen liegt wie uns allen. Ich bitte daher, die Situation nicht durch die Festsetzung des Kongresses auf nächsten Sommer zu erschweren und bitte Herrn Grünbaum, seinen Antrag jetzt z u r ü c k z u z i c h e n. Grünbaum: Auf Grund der Erklärung des Präsidenten Weizmann habe ich namens meiner Fraktion zu erklären: So schwer es uns fällt, den Antrag auf Einberufung des Kongresses im nächsten Jahr jetzt nicht zur Abstimmung zu stellen, sind wir doch bereit, um die augenblickliche Situation nicht zu erschweren, unseren Antrag bis zur nächsten Sitzung des Aktions-Comites z u r ü c k z u s t c 11 c n. Da je* doch die beschleunigte Einberufung des Kongresses jetzt noch nicht beschlossen w!rd׳ so können wir nicht für die Bestätigung der alten Exekutive stimmen, und werden uns der Alwtirmmmg enthalten. liier folgten die von uns bereits wicdcrgegcbcncn Erklärungen. Eine Erklärnsg von Vrieslsnds Sodann gibt Herr van Vricsiand, der Treasurer der Palästina-Exekutive, vor der Wahl folgende Erklärung ab: ״Ich erkläre, daß ich nur bereit bin, in die Palästina* Exekutive cin/utrden, wenn der status quo wirklich und nicht nur dem Namen nach aufrecht erhalten bleibt, d. li., wem! entweder Dr. Ruppin zur Arbeit zurückkehrt oder Dr. Ha Ipern bereit ist, im Finanz* und Wirtschafts* rat mit Stimme in Palästina das Ressort für städtische Kolonisation zu übernehmen und Kompetenzen nicht geändert werden, während das Stimmrecht der anderen Mit* glieder des Finanz- und Wirtschaftsrats ungeändert bleibt, wie vom XIII. Kongreß bestimmt, mit Zusatz einer Stimme für Herrn Kaplansky für Landwirtschaft. Ich bestehe auf diesem Standpunkt, weil im Falle der Fortdauer des st.itus quo die Verantwortung für die Zukunft auf denselben Menschen liegen muß, die für die Vergangenheit verantwörtlich waren.״ Ueber die Abstimmung der Mitglieder der Eth-Liwnoth-Gruppe erfahren wir, daß diese Gruppe ihren Mitgliedern freie Hand gelassen hat. Die Gruppe hält an ihrer grundsätzlich negativen Stellung zu einer Koalitionsleitung fest. Dr. M. Hindes und Dr. Rosenblatt (Lodz) haben aber die Verlängerung der Amtsperiode der alten Exekutive als eine notwendige Organisationsinaßnahmc betrachtet, da keine andere Lcitungskombination zustande kommen konnte, und haben daher für die Resolution gestimmt. Herr Leon Le vite dagegen hat sich der Stimme enthalten, um seiner grunusätzliehen Stellung zu einer Koalitionslcitung Ausdruck zu geben. Herr B. Locker (Poale Zion) erklärte dem J.T. A- Vertreter, seine Fraktion habe für die Verlängerung der Amtsdauer der bisherigen Exekutive gestimmt, erstens um eine ruhige Arbeit für das nächste Jahr möglich zu machen, was unbedingt für die Aufbringung des Budgets notwendig ist; zweitens weil dabei auch für die Arbeiterschaft die Positionen in der Vcrwaltungs- und Kolonisationsarbcit gewahrt werden, die im Interesse der Arbeiterschaft besonders wichtig sind. Selbstverständlich ist dadurch unsere politische Stellung in keiner Weise geändert. Die Zionistische Exekutive Das Zionistische ׳ Aktionskomitee hat in seiner Berliner Konferenz, wie berichtet, am Sonntag beschlossen, die Amtszeit der auf dem XIII. (Karlsbader) Kongreß (6. bis 18. August IQ23) gewählten Exekutive bis zum XV. Kongreß zu ver- 15 n ge rn. Diese Leitung war •vom Kongreß in folgender Weise zusammengesetzt worden: Dr. Chaim Weizmann, Nahum S o k o l o w׳, Josef Cowen, Dr. Max Solowcitschik, Louis Lipsky als Londoner Exekutive; Kolonei F. H. Kisch, Prof. H. Pick, Dr. Arthur Ruppin, S. A. van Vricsiand und J. Sprinzak als palästinensische Exckutive. Ferner gehörten als Vertreter des Finanz- und Wirtschaftsratcs die Herren Doktor Bertold F c i w c l, Dr. Georg Hai per n und Isaak Naiditsch der Exekutive an. Dr. Solowcitschik trat im Dezember 1923 von seinem Amt zurück. Dr. Arthur Ruppin hat, wie erinnerlich, aut dem letzten Kongreß erklärt, aus privaten Gründen eine Neuwahl nicht mehr annchinen zu können. Es ist abzuwarten, ob er diese Erklärung angesichts der neuen Sachlage aufrechtcrhält. Im Juli 1924 hat das A.-C. beschlossen, daß der Finanz- und Wirtschaftsrat nach Palästina überführt werden soll. Damals ging zunächst Herr Kaplansky, der die Geschäfte des F. W, R. in London geführt hatte, nach Palästina und übernahm das landwirtschaftliche Kolonisationsdcpartcment, wobei bestimmt wurde, daß er in den Fragen seines Ressorts Sitz, und Stimme in der Exekutive hat. Dieses Arrangement bleibt nach dem Beschluß des A.-C. auch weiterhin aufrecht. Prozess Ruppl■ (jegen Doar Itejom vertagt Jerusalem, 2S. Oktober. (J. T. A.) Am 26. Oktober begann vor dem Jerusalemer Gericht die Verhandlung über die Klage Dr. Arthur Ruppins gegen den verantwortlichen Redakteur der Jerus3lemcr hebräischen Tageszeitung ״Ooar Hayom״. Vorerst wurde die Frage diskutiert, ob Herr lttamar Ben-Avi, der erklärt, die Verantwortung iur die iin Doar Ilajom gegen Dr. Ruppin veröffentlichten Artikel zu übernehmen, zur Zeit des Erscheinens der Artikel wirklich als verantwortlich für die Zeitung zeichnete. Nach einer längeren Auseinandersetzung zwischen den beiderseifigen Rechtsvertretern beschloß das Gericht, die weitere Verhandlung bis zum 12. November zu vertagen Eine Abordnesg des roten Mojen David raeh Gert Berlin. (I. T. A.) Die Mitglieder des Palästina-Rates und des Galuth-Rates des ״Mögen David Ed am“ (Roter Davidschild) hielten in Berlin eine Beratung ab und beschlossen, den Abgeordneten des lettischen Sejm, Rabbiner Nurok, und den Dichter Saul T s c h c r r. i e 11 o w s k y , der bekanntlich Arzt ist, nach Genf zu entsenden mit der Aufgabe, die Verhandlungen mit dem Präsidium des Internationalen Roten Kreuzes wegen Eingliederung des Roten Mögen David als der jüdischen Sektion des Internationalen Roten Kreuzes 7.u führen. Anläßlich des 150jährigen Bestehens der Stadt Philadelphia in Amerika wird dort im Monat Mai 1025 eine Ausstellung veranstaltet. Auf Initiative der Zionisten Amerikas wird auch ein Palästina-Pavillon eingerichtet werden.