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Jüdische Rundschau · 1925-10-27 · Heft 84 (27.10.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 84 (27.10.1925)
Date
1925-10-27
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 712 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84 Von allen Seiten wurde in Italien hervorgehoben, daß die Juden sich am Hilfswerk beteiligt haben, und doch war cs nur eine kleine Spende. Aber sie kam von einer jüdischen Körperschaft. Wir hätten schon seit jeher diesen Weg bcschreiten müssen. Einzelne Juden verteilen freigebig große Summen, diese gehen aber nicht auf unser Konto. Es ist also höchste Zeit, daß in Genf beim Internationalen Roten Kreuz auch der Rote Davidsschild vertreten sei, als ein Zeichen unseres Eintritts als Volk in die internationale Welt. fcspcraito vnd Zionismus Es ist wahrscheinlich nicht allgemein, bekannt, daß der 17. Esperanto-Weltkongreß, der in diesem fahre in Genf tagte, die Zionistische Organisation cingcladcn hat, einen Vertreter zu entsenden, und daß der Delegierte des Keren Hajcssod-Hauptbilros, Dr, Immanuel Olsvangcr, der Esperantist ist, dam auscr&chcu wurde, im Namen der Organisation an dem Kongreß tnlzimchmcn. Vor seiner Abreise übersetzte Dr. Olsvangcr noch die K. H.-Broschürc ״Jewish Progress in Palcstinc“, die somit die erste in Esperanto erschienene zionistische Schrift ist. An dem Kongreß nahmen über 1000 Delegierte aus rnnd 40 Ländern teil, sowie viele offizielle Vertreter ruroälselier Regierungen und de« Völkerbundes. Auf dem feiereben Eröfimmgsabend war Dr. Olsvangcr Gelegenheit gegeben worden, eine Rede über die zionistische Bewegung und das jüdische Volk zu halten, die mit großer Aufmerksamkeit und Bcifallsbczcugungen von der großen Vor- Sammlung angchört wurde; seine Worte, dal! das Gift des Antisemitismus nicht dorthin dringen könnte, wo der grüne Stern leuchtet (das Abzeichen der Esperantisten) und seine Beschreibung der glorreichen Zukunft Israels als freies Mitglied der Völkerfamilic wurden mit Beifallssturm aufgenommen. Zum Schluß umringte ihn die Menge, darunter Japaner und ein katholischer Mönch, um ihm die Hand zu drücken und ihn ihrer Sympathie mit dem Zio»l:;11111s zu versichern. Er verteilte die 500 Exemplare der zionistisehen Broschüre, die cr_bci sich hatte, ohne jedoch mit dieser geringen Zahl alle befriedigen zu können. Im Laufe des Kongresses wurde eine Reihe akademischer Vorträge in Esperanto von prominenten Esperanto-Führern gehalten. Auch hier erging an Dr. Olsvangcr die Aufforderung. eine Ansprache zu halten, worauf er eine hinreißende Rede über den Erfinder des Esperanto, ״Dr. Zamenhof als Bürger und Jude“ hielt. Auf der letzten Sitzung bildete die vom Präsidenten von Dr. Olsvangcr erbetene Rede den Schluß der Kongreßverhandlungen. Aber an Dr. Olsvangcr ergingen weiter fortwährend Aufforderungen von den verschiedensten Esperanto-Gesellschaften, die curopäisehen Länder zu besuchen und Reden über die Judenfrage zu halten; und es ist ganz außer Zweifel, daß diese Reden, die Dr. Olsvangcr bereits zum Teil gehalten hat, und zwar in Oesterreich und Ungarn, sowie die oben erwähnte Broschüre, nach welcher ständig Nachfrage bc- *feilt, der zionistischen Sache die größten Dienste erweisen werden. (Ziko.) Dr. Victor Jacobson arrangierte für Montag, den 26. Oktober, den Tag der Verhandlung der Mandatskommission, eine Vorführung des vom Keren Hnjcssod hergestellten Palästina-Films, der schon in fast allen Ländern zur Aufführung Gelangt ist, beim Völkerbund. Am 22. Oktober beging Ernest Breiter, ein führender Demokrat und Volksmann im alten Oesterreich, seinen 60. Geburtstag. Vom Jahre 1020 angefangen war er Mitglied des österreichischen Reichstages. Breiter, obwohl Christ, widmete einen großen Teil seiner Energie der Wohlfahrt der jüdischen Massen in Ostgalizien. Eingesiwlt Von der Vereinigung der Zionisten-Revisionisten in Deutschland (Ortsgruppe Berlin) erhielten wir nachstehende Zuschrift: Unter Bezugnahme auf den Artikel des Herrn Dr. Marco Romano L,Jüdische Rundschau“ Nr. 83) haben wir die Ehre, folgendes fcstzustcllcn: ' Berliner Kalender Büro: Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin W 15, Mcinekestraße 10. Telephon: Bismarck 7165—70. Postscheckkonto Nr. 37830 Berlin NW 7. Kassrnvcrwaltung der B. Z. V. Dienstag, den 27. Oktober abends 8•/* Uhr im Parkrestaurant Südende (vis-a-vis dem Bahnhof) Gruppcnvcrsammlung der Bezirke Steglitz, Lankwitz, Lichterfcldc, Südcndc. Referenten: Herr Ascbbcl, Palästina. Pr. Kanowitz. Mittwoch, den 28. Oktober abends 81/» Uhr. Gruppe Siid, im Sitzungssaal der Synagoge Kottb. Ufer 48. Generalversammlung. Gruppe 0«f. Jeden Mittwoch abend« 8נ/י Uhr. Zusammensein im Wohlfahrtsamt der Jüd. Gemeinde, Mcycrbcerstr. 8, pt. Donnerstag, den 20. Oktober, abends 8ב/י Uhr, veranstaltet «Irr Hnpocl Hnzalr in den SoHrnaiilrn, Soflnislraße, eine Versammlung. Bericht der Chawerim Sprinzak und Dr. Katznclson über das Thema ״Nach der Sitzung des A.-C.“ Sekretariat des Zcirc Misrachl in Deutschland. Sprechstunden täglich von 7—10 Uhr abends im Misrachi- Zcntralbiiro, Monbijouplatz 1. a) Herr Abraham Rccanati ist seit 2 Jahren in Saloniki als Führer <l<־r lokalen Revisionisten tätig. Er wurde im April 1023 als Mitglied «1er L. K. der Weltunion der Rcvisionisten gewählt, was von der ganzen jüdischen Presse in Saloniki veröffentlicht wurde. Herr Rccanati ist bekanntlich der Spiritus rcctor des revisionistischen Wochenblattes ״Pro l s 0a el“ in Saloniki. Herr Rccanati ist ein angesehenes Mitglied des Salonikcr Misrnclii. Per erste IVschluß der Pariser Konferenz der Union des Z. R. lautet: ״Der Revisionismus ist keine Fraktion, er wirbt seine Anhänger in allen zionistischen Fraktionen, usw.“ b) Herr Dr. M c 7. a n ist in Bulgarien wohlbekannt, als ein aktives Mitglied der revisionistischen Gruppe und der Redaktion des revisionistischen Zwciwochcnblattcs ״Jewrejski Glas“. c) Herr L a g n a d o hat sofort 113ch der Pariser Konferenz etwa im Mai 1025, seine Stellungnahme in zwei öffentlichen Voträgen ״Ueber die rechtlichen Grundlagen des Revisionismus“ — in Jerusalem und Tel-Awiw — erklärt. d) Welche Erfolgsaussichtcn die aktivUtischc Bewegung bei den Sejdiardim resp. den Aschkenasim hat, das wiru die Zeit, nicht die Polemik, beweisen. 26. Oktober 1925. _ J. Klinoff. Bei dem Artikel ״Per Palästina-Arbeiterf o n d s“ in der vorigen Nummer unseres Blattes ist verschädlich der Name des Verfassers, Georg Lubinski, fortgcblicbcn. Die 0rts{jruppca Berlin. Dienstag, den 27. Okt., abends 8י/♦ Uhr, findet die konstituierende Versammlung der Bczirksgrupoen Lankwitz, Lichtcrfeldc, Steglitz, Siidcnac im Parkrestaurant Südcndc (gegenüber aem Bahnhof) statt. Referent: Herr Ascbbcl, Palästina: ״Der gegenwärtige Stand des Siedlungswcrkcs in Palästina“. Die an diesen Orten ansässigen Gesinnungsgenossen werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. Es können Interessenten eingeführt werden. Berlin. Am Sonntag, den 1. November, abends 8 Uhr, findet in der Aula der Mädchen-Mittelschule der Jüdischen Gemeinde, Kaiserstr. 20/30, ein vom Jüdischen Volksheim und Ring jüdischer Wanderbünde veranstaltcter Elternabend statt. Karte» zum Preise von 1 M. sind bei den Mitgliedern des Jüdischen Volkshcims und an der Abendkasse erhältlich. Berlin. Der Hanocl Hazair veranstaltet Donnerst;^ -־ den 29. d. Mts., abenas 8ג/ג Uhr, in den Sophiensälen, Sophie-' { straßc, eine Versammlung. Bericht der Chawerim Spring י und Dr. Katznclson über das Thema ״Nach d,f Sitzung des A.-C.“ 1 ז Essen. Am 7. Oktober er. verhandelten in Essen nanu-- der Ges. Meschck die Herren Ing. Kutzenok, Archiv;'•; Gepstein und Jacob Josefsberg aus Berlin mit den '\'1' gliedern der Kooperative ״Lew Hacmck“ — de« jenigr 1 53 ר Gruppe aus dem Ruhrgebict, die über einen Komplex v01 ״ : 1500 Dunam in Afulch verfügt — wegen Abnahme von Akti׳' ' \ der eben gegründeten Fartner-Bank. Die Verhandlung! 'Tihricu zu einem positiven Ergebnis, das dahin geht,!;-י ״ die Kooperative ״Lew Hacmck“ einen ״roßen Teil Aktir^ 'י* erwirbt. Auch unter den anderen fiodenkäufern ist 0? f ’ Interesse für die Farmerbank sehr groß, da die Farmer- ׳׳'” bank auch minderbemittelten Bodenkäufern die AnsirdUm- 5 in Ercz-Israel ermöglicht. Pie Leitung der Aktien in k|irmN > : land und Westfalen liegt in «Je!11 landen de« bevoiIui.ichti ׳ten j Vertreters der Gesellschaft Mcschek, Herrn Josefsbrrg. * 1 , Die Lesehalle der Jüdischen Gemeinde Berlin, Fasanen- 1 straße 80 (Synagogengehäude), ist im Winter .mrh & Sonnabend nach Schluß des Ahcndgotlc-.dtcustc« bk j!j 1j)‘r ן , geöffnet. An den anderen Tagen bleibt die Lesr/cit 1 ־ * .,•״ verändert, und /war: Sonntag von 10—2 Uhr mittags und 1 4—10 Uhr abends; Montag bis Donnerstag von 4—10Uhr?! abends. Im Lcscsaal befinden sich ca. 100 jüdische Zri- £ '׳׳ tungen und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen und? r aus verschiedenen Ländern. Eintritt frei. Der Lesehalle | c: ist eine Büchcrsammlung angcgliedcrt, deren Benutzung eben? -ף־׳ falls unentgeltlich ist. |/‘1 ־ );ritikaslcn der Redaktion | < ■ R.S., Berlin. Sie 1u:1<־hon uns darauf aufmerk.am, d![; i| 1 in dem Artikel ״ORT und die deutschen Juden“ bei Be- % sprechung der Stellung des Ccntralvcreins der Ansrhrü '•* '•־ entsteht, als ob hier Argumente zitiert werden, die d;- f; 1 Vertreter des Ceutralvereins auf der Versammlung des ORT! •הי! im Hotel Kaiserhof vorgebracht haben. Um Mißverstandvrn nissen vorzubeugen, bcnurkrii wir, daß in jenem Arfik!] V nur die allgemeine Ideologie des C.-V. kritisiert wird ■.!־, die ja genugsam bekannt ist. Es soll dort heißen: Di?’;; Herren begrüßten die Aktion des ORT als eine erlösend? 4' ■ ■ Tat. Dies ist verständlich, wenn man bedenkt, daß sich V ‘ ihnen hier eine Sache bietet, die dem deutschen Judenhin tf׳ Gelegenheit gebe, an einer jüdischen Sache mit/uwirkrr,, ח r:.l die nicht so gefährlich sei wie Palästina. Auch der foL?1 ־h; gende Satz ״Führende Männer des C.-V. klagten darüber..* j usw. bezieht sich nicht auf eine Rede in der betreffendes $ Versammlung, sondern auf die bei anderen Anlässen wieder- | :e1 : holt ausgesprochene Anschauung. | ---- $ C ' 6""*—־־’S •,k!; רך-;—— ־ 1 I ©eSO nc3GC3S00CDQEI j \ oder bol vorspfltotor Lioforung g i eüßer l v/ollen sich unsere Bezieher stets zunächst 3 י an den BrleflrSs0!’ oder noch besser nn |i י die zuetändijjo CcstcM-Pastanstait weni! den. Erut wonn Nachlioforuna und Aufklä- |; rung nicht in angomossoner Frist orfolgon, J : wendo man sich untor Angabe dor borrits 1 unternommenen Schritte nn don Vorlag der IS! JOd. Rundschau, Borlin W15, Mclnekeetr. 10. || Bel Angabe von an ,an* genügt nicht die Angabe der ncurn Adrewe, «ondrni wir bitten dringend, auch die alte Adresse jedesmal mit7.11t״iira. Expedition dor Jüdischen Rundschau, W 15, Mclncltcth10 .־ £ Di• (BOcklioh• Gebart •in•• j? gMundon Uädohen« ■•lc«n •a Aron C41rtr7 and Fron Luise, gab. Piek $ Köln ». 7X Llag&iia Meybachatr. 166 Neue Glogauor Str. 1 ר GecS&oison cnc?S>l• Siiacser in. gutom It au««, NUlie Kuri<lrat*cdanwn—Babnhoi GharlotUnbarg, mit Telefon, oloktr. Liebt Warmweesonrersor^ang u. Zontralhoisang an beeeoren Flemx oder Jangoa Ehepaar rum 1. November zu vermiet en. Angeb. antor C.947 an die Jüd. Randeohea, Berlin W16, Meinekeatr. 10. Jüdisdics Landheim E.V. Kinder •Erholungsheim WolJratshausen b. Münoben im Iaat-tal am Faß• der Alpen. Streng ritneTL Unterricht Ärztlich bovonders emplohlea für Herbst- und Winterkuren. Für Gemeinden, Logen tuur. •nUpreebender Preisnachlaß. Dirigiarender Amt: Gebelmrat Dr. Oppextbeimor. Anfragen an B. Löwin, Münoben. KaaBngecetr. 84. In der Gegend dee Llntzan«•« (Nene KantetraBe KaUerdamm) wird am 1. November «In EscbrSlscEicr Klsadersarten •röffnet 1—3 Kinder können nooh aufgesornmon werden. Aneknnft bei Dr. Silbenürom, Telopiioa Weetend 32000 ln der Nfthe dee Wltt«nb«r0plntz wird demnach«* Mn hebr&ischer Kindergarten orüfinot Einige Kinder können nooh *□!genommen werden. Auakunfu bei Dr. Silbcntroa• TeL Weetend 3300 JalÜiiSii!!; Itll SAMSON! SCHULE 1 in Wolfcnbüttcl j Sloolllch anerkannte J Re&hchnle mit Schßlcrhelm («Cßrflndet 1786) Kleine Klauen. BKnclle Verpflegung. כשר Vnier Aufsicht dee Rabb. v, fldass ilsreeä Ve#.e1 - Fabriüafe beim Kadewe Passaecy Sgr. 11 a Eingang Aogebargor Straß* Telopbon: Stainplatn IS 801 Nor boflto Qualitäten ,Wurst u. AufaehniU, tafelfertig. Plolsrliwaren und fleflflgel, Gins«-An«»chl«chtemi. HauplseschSRa KaRtsfrsßo 118. Telef.i S&olnplals 1537 MOE2IT2S VOOEi <?רי unvtrhiadliaho Pralsaastellung für vttri b.«1 Anzeigen in der Jüd. Rundschau. R3SS3 lE02i 1 fce&aresrSsi «3םב PcSGsfiSaa B.ch»Uin, Dlüthoor u. a. «r*toMark*m5*br»aoht,«tan- 4ig am Lagar. G«b• n«n« Zahlnngs«rloloht«rang. erteilt hebräischen Unterricht. 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