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Jüdische Rundschau · 1925-10-23 · Heft 83 (23.10.1925) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 83 (23.10.1925)
Date
1925-10-23
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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JÜEDISCHE RUNDSCHAU Seite 703 Kr. 83 Kunst und Literatur ״Oer Dybuk.“ (Jüdisches Theater in der Lichtcnbcrgcr Straße.) Die dem Jenseitige״ nahe Chassidiimvclt und die Welt ■ r unveränderlichen Hinge, Entrückte und Tote, eigennützige •)jt»scitsmc!1schc11 und ergreifendes Mcnschcnlcid wirken ge- ‘f״ci11amlcr und ineinander in dem mystisch aufgewühlten üercirli dieses Stückes. Hie alte Geschichte von der Gier .זן OoW, durch die zwei Menschenleben /u Grunde gehen, "i jer Grundgedanke. Die Lösung des Gedankens in Gefühl Lehen kennzeichnet den I>ybuk als Werk eines Dichters. \uch das jüdische Theater vermochte in seiner Wiedergabe; j(rj davon lebendig 7u machen. Und dieser Anteil gebührt;;1;;1nal nicht nur dem guten Spiel der Gäste Morewski 1Krb Asricklc), Anna Schermann (Lea) und wie immer Frieda;;liiimuthal. sondern ebensosehr dein Chonon P. Levenders .,-d dem GoUesboten von Wittelson. Frieda Blumcnthal ,1׳; I radc und vorher als alte Jüdin fühlte sich in dieser Holle, ,סך ihrem Talent mir wenig Spielraum ließ, sichtlich nicht jil/11 wohl, trot/dem sic auch hier grolle Momente hatte ״,.j mit dem in der Trauer erloschenen Blick emporrill in die ,;Its.im Kalte und ferne Welt des Unwirklichen. Eine freudige :rherrasclumg war der fromme Bote von Wittelson. |;;;t ja der Maske, schlicht im Wort, bei überzeugendem Spiel der Lkstasc war er dieser Boten gestalt des Himmels eine frdnunlich gute Verkörperung, P. Lavender leistete eiteichos für den Talmudjüngcr Chonon. Jugend, Ekstase,!irhcslcid, Kampf mit Engel und Teufel und letzte bittere vrkenntnis, all diese versebiedenen Stimmen für Gleichartiges ,]er Wurzel, fanden bei ihm wahrste Darstellung. Auch;,ui Iniluicntechnisch hat das Ensemble Fortschritte gemacht, ‘wroin Morewskys Hcgic gelangen bis auf den ersten Akt •!,סו Bühnenbilder, in Farbe und Bewegung ruhig und uirkungsvoll. Dieser erste Akt, bei Anski mit konzentrierter;!jmiming einset/.end, litt unter der illusionstöncndcn Wirkung jiurs Allzuviel von dunklem Schwarz, durch dessen relicf-;!jnulo Eigenschaften die zeitweise Realistik doppelt er-;!.־htorn muIUe. Im Heb Asriclkc aber schuf More w s k v .'j ■;!{ nur einen glaubhaften Wunderrabbi, sondern eine Symbol- ,.!alt von erheblichem Format. Dieser Rabbi verkörperte ’־״ ganze Rabbiwclt durch potenzierte Menschlichkeit, türm- 11׳-,״׳ unterschieden von der kleinen Welt der übrigen Menschen, ., dal! selbst Männer so klein werden wie Schuljungen, 111 fi-ivcm Falle Reh Sender Briuil/er von Zimmer angenehm t,!dicht ncsj3iolt. Der vom Dybuk besessenen 1 ca erstand in \ n n a Sc 11 er mann als Gast eine sehr gute Mittlerin, 'nc.iutig in der Liebe, voll gesammelter Ruhe gleich im i.-ginu, dringt sic in der mystischen Besessenheit zu starker 1:M.1Itung. Ihre Augen tellerrund, projizieren wie mystische Kristalle die innere Welt nach außen. Aber in dieselben Augen kommt auch in der verklärenden Vereinigung des Endes גי» erste Leuchten. Das rein Lyrische liegt ihr ebenso wie die fast unwahrsoheinlichstarkc Konzentration. Gleichfalls Gast •:(jlowinski in der kleinen Rolle des Roh Sehimschon. ';;,11־ in kleinen Zügen wurde manches Gute geleistet. Die »iihcrcn feinen Rinke der jungen Rahbinen und ihre Be- ,!:iingen stimmten gut zu den Sagen des Eingangs. Die :!׳Jenen Pantöffelchen des Rabbi umschließen manchem v,»t!er unbekannte Kulturbercichc. J. Moschkowitz in der P ppcirollc als Baden und Lehrer war als Lehrer mehr am :!atz. Der Humor des alten Batlcn mußte in dieser Atmo- ־;־häre geistiger sein. Ruth Morold. Trampcldors Tagebücher Vor kurzem erschien im ״Jüdischen. Verlag“. (Berlin): ״ s <• p lt T ru mpeldor, T a g c b ii c h c r u 11 d Brief e. ' :־'r.sicrtc Ueherset/ung von Mirjam Wilensky. Mit 6 .:iH'igaben. Umfang 415 Seiten auf hol/fr. Papier. In Papp- 1 M. (1.50, in Ganzleinen M. 7,50. — Hie deutsche Ansist eine Ueberset/ung aus dem russischen Manuskript •־״;trr Zuhilfenahme einer in Palästina erschienenen hebräischen ,.'Wahl, die von der Allgemeinen Arbeiterorganisation Paä;1״־s veranstaltet wurde. Auch in der deutschen Ueber- “1!;::־g wurden in zahlreichen Fällen Stellen rein persönlichen ,:!rakters gestrichen, ferner Wiederholungen und den Leser ■.!׳:er interessierende Schilderungen. Im allgemeinen hält 1 1 aber die Ausgabe 011g an das Manuskript mul ist der 1'tiiselien Auswahl bei ihrer fast ausnahmslosen Weglassung " persönlich gefärbten Mitteilungen nicht gefolgt• Pie Einleitung von Mirjam Wiicnskv schließt mit den ■'ז ׳:׳ Uו 1׳ : Je mehr man sich in die Briefe und Tagebücher Trumpcl- ‘vertieft, desto klarer spricht seine Seele zu uns, in :jr großen Schlichtheit und zarten Reinheit, in ihrem starken;•Di und unüberwindlichen Glauben, ihrer unendlichen . Tc . . . ״Meine Liebe ist stärker als der Tod,“ schrieb ' “״prldor aus Gallipoli. Unweit Tcl-Chajs, des ״Lebenswölbt sich sein Todeshügel, doch er deckt nicht;יי Unsterbliche dieser wahrhaft großen und reinen Gestalt. ׳ ‘!er jüdischen Siedlung, in jedem Arbeiterheim des neuen ■sßna hängt Trumpcldors Bild; tiefer aber lebt im Herzen . Volkes die Erinnerung au ihn fort, unzerstörbar und stark 1 ' die Liebe, die aus seinem letzten Worte spricht: ״Es; ";n, für unser Land zu sterben“ — die Liebe, die mächtiger ' i's der Tod. . ärnmpcldors Leben aber ist nicht nur ein Symbol dafür,!.. i:!nan für Palästina sterben kann, sondern auch, wie man j /: unser Land leben soll. ״Ich glaube“, so schrieb er an : ',;״u Bruder Sainoscha, ״der Tag wird kommen, an dem :; y \lclleicl1t ermattet und müde von schwerer Arbeit — i; “•״,•emlen Auges in meinem Lande meine Felder überschauen j Sein Vermächtnis an die Lebenden ist in den Worten 1 *'y-r Todesstunde enthalten: ״Sagt ihnen, sic sollen bis \ I׳l/ten Augenblick um des Volkes Ehre willen aushalten.“ | %() Merrmann, Eine werdende Welt. Ucisccindrückc aus j ׳'■׳,׳istina. Verlag Dr. Josef Flcsch, Prag. 171 S. 4, p!rsc3 Buch dem jüdischen Leserkreise anzcigcn und נ , :'Ue״ zu können, ist eine große Freude. Es unter-; . ■Ja sich einerseits völlig von der saloppen, oberflächlich- 1 i :?J'l5>f*schcn Art, mit der durch keine Sachkenntnis getrübte i 1■'*1”•1־-Bcrichtcrstatter uns meistens aufzuwarten pflegen. < 1. =,'rc^cits hält cs sich frei von allzu gclchrsamcn Auscinl ' 1^Bungen und iiüchtcrncm Zahlenkram. Fesselnd von ן ff-Mvn bls zur letzten Seite, führt das Büchlein durch die U,; ׳uyfaltigkeitcn des palästinensischen Lebens: Landschaft ן .;?‘den, Städte und Siedlungen, Menschen und ihre Proble- 1 י־־ all die Schwere und all das Glück des neuen; }׳ersteht cs eindrucksvoll zu gestalten, und der müßte ' Vv..,'n scin> den die plastischen Schilderungen nicht bc- . und erwärmten. Wer aber selbst die Reise gemacht i ני1•'.'״;!־ aus eigener Anschauung die Dinge kennt, der erlebt ה0' {.:׳ neuem die Märchenstimmung jener Tage. Er fühlt; ^ckversetzt in das ״Judenschiff“, das ihn von Triest ..!,AIcx,1־ndria bringt; er hört die hebräischen und jiddischen .,־!^r sicht die Jungen, die Ilora tanzen und die Alten ד fj(Vck am Sabbath ihre Gcbcfc verrichten. Er reproduziert ־V!seine Ankunft in Kantara mit Zöllen und Revisionen, den Indlcndampfcr durch den Suczkanal gleiten und er mit erwartungsvollem Beklommcnscin «eil Zug, der;׳ die Wüste 111 das Land führt. Was alles das Land ו J;.;t0ncJercm und Merkwürdigem bietet, die Atmosphäre '■:,i S0nCndl‘c*,cr Klarheit, den tiefblauen, strahlenden Himmel, ח° und den Farbcnglaflz, die Gegensätze der Landschaft und die Gegensätze der Bewohner — das alles lebt wieder in uns auf. Wir sehen die schmucken Gestalten der Araber mit ihren Kefijes und Abajes dahcrrcitcn, die. verschleierten Frauen ihre Tonkrüge auf dem Kopfe tragen, die Kamele und Esel, auf denen sic ihre Erzeugnisse in die Stadt bringen. Vor uns stehen die Nöte der Emck-Sicdlungcn, ihr heroischer Kampf um Weiiercxisieii/. und ihr unerschütterlicher Wille, sich und die Richtigkeit ihrer Ideen zu beweisen, Darm sind wir plötzlich in Tel-Awiw. Wohl vertraut ist uns die sonderbare und aufreizende Stimmung, die das Leben und Treiben dieser Stadt in dem Besucher auslöst, der bisher in Palästina nur an Städte mit schwerfällig-orientalischem Einschlag gewohnt ist. Wenn das Auto in der Herzlstraßc hält, die Augen von hebräischen Rcklamctafdn, Bogenlampen und ganz und gar europäischer Geschäftigkeit geblendet werden, glaubt man — ganz, wie der Autor — in ein Tollhaus geraten zu sein, und cs fällt schwer, den neuen Eindruck zu verarbeiten und diese Stadt und ihren Rhythmus zu verstehen. Dann aber der Sabbath, der die Straßen entvölkert und all das Treiben für einen Tag fort/aubert. Und der Sahhath-Abend am ״Jam“ mit seinem fröhlichen Treiben, seinen Liedern. Von all dem und noch vielem, vielem anderen erzählt uns das Buch. Von den Fraucnfrageii des Landes und von dm prachtvollen Kindergesichtem, vom Wohnen und vom Kochen, von der Sprache und von der Geselligkeit. Eine herzerfreuende Lektüre, die niemand sich entgehen lassen sollte. Gerhard Ho leih ei in. Sinai und Garizim. Von dem nachgelassenen Werke M. J. bin Gorions über den Hcxatcuch ist soeben die fünfte Lieferung erschienen. Sie trägt den Namen: ״Vom Auszug aus Aegypten bis zum Sinai b und“ und hat folgenden Inhalt: Mizrajim — Mnra —׳ Wüste Sin — Moiialsreclmuiig und Monatslieiligur.g (eine Monographie über den Neumond) — Weihe und Auslösung der Erstgeburt, Passahmul Mazzotgebol — Manna. Prospekte versendet der Morgenland-Verlag, Berlin-Friedenau, Laubachcr Straße 16. Im Verlag von Rudolf Messe (Berlin) erschien soeben ein Buch von Felix P i n 11 c r: Das neue Palästina, Volkswirt;»ehaftli:he Studien. (Preis kart. 2,50 Rm.) — Das Buch ist eine erweiterte Wiedergabe der im ״Bcrl. Tagebl.“ erschienenen Leitartikel, die wir liier jeweils angezeigt haben. Wir werden auf das Buch noch znriiekkommen. Zioshlisclier Gruppenverband OberschlcslcB Am Sonntag, den 23. d. Mts., nachm. 2 Uhr, pünktlich, findet in den Räumen der Mamreh-Logc in Beuthen O./S., Schießhausstr. <), ein Gnippcnverbaudstag statt. Die oberschlesischen Gesinnungsgenossen werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. DeiegifrteBtsg des denlschca Misnclii Die Zionistische Föderation ״Misraehi“ 11at für Sonntag, den 1., und Montag, den 2. November, einen Dolegierten tag des deutschen Misraehi nach Berlin cinbc- Mifen. Die Tagung findet im großen Saal des Vcrwaltungsgebäudes der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, statt mul ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Tagesordnung: Sonn״ tag, vorm. 9 Uhr: 1. Wald des Präsidiums; 2. Tatigkeitsbericht (Dr. Aron B a rt h - Berlin); 3. Referat: ״Organisation und Propaganda“ (Oberregierüngsrat Hans Goslar- Berlin); 4. Referat: ״Hachscharah“ (Dr. mcd. Hermann Wöllstein- Berlin). Nachmittags: Generaldebatte. Montag, vorm. 10׳ Uhr: 1. Referat: ״Ortsgruppenarbeit“ (Dr. Rudolf M ö 11 c r-Hamburg), anschließend hieran Referat: .,Frauenarbeit“ (Frau Dr. Mathilde M ö fl c r-1 Iamburg); 2. Referat ״Jugendarbeit“ (sind. jur. Samuel Chononow i t s c h - Berlin); nachmittags: 1. Generaldebatte, 2. Neuwählen des Misrachi-Zcntralbiiros und des Zentralkomitees. Miltciiungea des Berliner Paläsliaaaintes 1. Auf den Dampfern ״Hclouan“ und ״Vienna“, die jeden Freitag ab Triest bis Alexandrien fahren, wird nur noch eine beschränkte Anzahl Zwischcndcckkartcn ausgestellt. Der ermäßigte Preis für Chaluzim beträgt £ 3.11.־—, Triest bis Jaffa, unter Bemii/ung des Anschlusses Alexandrien—Jaffa, Dienstags ab Alexandrien. Zwischcndcckkarten für £ 3.12.— nur bis Alexandrien werden nicht m ehr ausgegeben, sondern nur noch üir die ganze Strecke. Uebcrgnng in Alexandrien auf eine höhere Klasse bei der Anschlußlinic ist nicht möglich. 2. Der direkte Dienst Triest—Jaffa, der bisher 14-tägig Donnerstag ab Triest verkehrte, geht in Zukunft wöchentlieh regelmäßig Donnerstags. Die Preise betragen: HL allgemeine Klasse £ 5.--.— II. Klasse £ 15.—.— 1. Klasse £ 22.—.— Die Dampfer (.ihren direkt, ohne Zwischenhafen zu herühren, bis Jaffa, Haifa oder bis Haifa, Jaifä. Ls verkehren die Dampfer ״Gianicolo“, ,,Carniolia“ und ,,Trento”, Fahrtdatier 6 Tage. Berlin. (M i s r a e h i - G r u p n e.) Am Sonntag, den 25. Oktober, abends S Uhr, sprechen in den Sonhicusälcn, Sophienstr. 17/1$, Balmhof Börse, die Herren Raw Mcir Berlin, New York—Jerusalem, und Prof. Hermann Pick, Jerusalem, über ״Der Misraehi nach dem 11. Zionistenkongreß“. V/ochcnproßramin des Jüdischen Ruderclubs ״Ivria“. Sonntag, den 23. Okt.: 10'/:• Uhr: Waldlauf, ürunewald, Hochschulsportplatz. Für die Teilnehmer der B. Z. V.-Ver- Sammlung, die 10'A Uhr im Blüthncrsanl stnttfindcL und in der Sokolow spricht, wird Dispens erteilt. N.-I־.-Arbcit! Dienstag, den 27. Okt.: Heimabend bei Dr. Max Steinhardt, Chaussecstr. SS. Lichtbildcrvortrag! Donnerstag, den 29. Okt.: Kastenrudern bei Saud. 9—11 Uhr abends Bahnhof Tiergarten. Sonntag, den 1. Nov.: Näheres wird Donnerstag noch bekanntgegebeu. Dienstag, den 3. Nov.: Heimabend bei Herbert Hirsch, Michaclkirclistr. 28. Bis zu diesem Tage hat jeder eleu ihm übergebenen K. F. mitzubringen. Sportvortrag von Dr. Martin Abraham, auschließend Besprechung. HcüFäisene leurensteii fier Jüdiscdsn Gen« zu Benin. בית בדרש לעברית של ההלת היהודים בברלין• Wir beobilchllacn, linde Oktober bei!•enOgender Beteiligung zwei Anfängerklazsen — morgens und abends — Im Westen zu eröffnen. Interessenten wollen steh umgehend schriftlich bet uns melden (Adresse: N. Derggrün. W 15, Mcinckcstrabc 6). Sprechzeit bis auf weiteres: Dienstag und Donnerstag 9 Uhr abcr.ds tn der Mehr. Lehranstalt, Grobe Hamburger Strafte 27. ■rgrrrrsfrrr~rrדי. ׳.׳•יה־..״ :■.י-.'-:־־־.uv■.-• Zlcdstisdifs In Berlin Die Berliner Zionistische Vereinigung voranslaltct anläßlich der Aklionskomiteesitzung am Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 11 י/י Uhr, im Biüthncrsaal, Lützowstr. 76, ein zionistisches Meeting, auf dem die Herren Nahuin Sokolow, Schmarja Levin, Kurt Blumenfeld sprechen werden. Karten zum Preise von 1 M. bis 3 M. im Vorverkauf erhältlich: im Bfiro der B. Z. V.. Meinckcstr. 10, Fernsprecher: Bismarck710570׳; in den Bucl!h:ndl11ngen: Ewer, Kncscncckstr. 51/55 und Flensburger Straße 30; Oslertag, Klciststr. 20; Kodein, Dahlmannstr. S, Or, Levetzowatr. 25; Gonzer, Oranienburger Straße 26; Rosenberg, Greundierstr. 3S, und an den Theaterkassen von Bote £ Bock und Wertheim. Sinc.13! Thora-Ball der B. Z. V. und des K.K. I. Die Berliner Zionistische Vereinigung und der Jüdische Nationalfonds hatten am 11. Oktober einen Simchat '11ן >r.:- Ball veranstaltet. Schon die Wahl der Räume — der Ball fand im Hotel Esplanade statt — ließ erwarten, daß das Fest eine stark(‘ Anziehungskraft nusübcu würde. In der lat waren die Räume schon gegen 9 Uhr überfüllt, so daß sieh dem Beschauer ein außerordentlich lebhaftes und buntes Bild bot. Bemerkenswert ist, daß außer den Berliner Zionisten sehr viele Nichtzionistcu zu dem Feste gekommen waren. Die Balleitimg hat es verstanden, soweit es im Rahmen eines Gesellschaftsbaues möglich ist, den Ball in glücklicher Weise anszugcstaltcn. Es sei nur erwähnt, daß es gelungen war, die bekannte Tanzkapelle Eric Borchard zu gewinnen, daß eine chancenrcichc Tombola slattfand und cinc.Damer.spcndc von J. F. Schwar/Iose Söhne.zur Verteilung kam. Man muß sagen, daß die Veranstalter der Zionistenhällc cs in letzter Zeit immer mehr verstanden haben, dieselben zu einem gesellscliaftlichen Ereignis zu gestalten. H. Freie Jüdische Volkshochschule Berlin Das Ilerbsttriscmcstcr der Freien Jüdischen Volkshochseliulc beginnt ain 8. November und umfaßt folgende Kurse: Chefredakteur Georg Bernhard: Die Juden i!1 der deutschen Politik und Wirtschaft. Dr. Co 11 n - W i e n c 1: Die Kunst der Juden in der Diaspora (mit Lichtbildern). Studienrat Ii n m m c r s t c i!1: Ncuhcbräischcr Unterricht. Dr. Itclsoliu: Religionspliilosopliie. Prediger Dr. Lehmann: Die Gestalten unserer großen l'roplietcn. Dr. T h e i 1 h a b c r: Hygiene der Juden (mit Lichtbildern). Dr. B. Weil: Die jüdische^ internationale. Dr. Alfred Wiener: Die rciiginsen Strömungen im Judentum seit Mendelssohn. 1־rau S. W r ס n s k y , Rabbiner Dr. II tu i 1 Cohn, R. Hirsch fcld: Fragen _ jüdischer Kiiulcrerzielumg. Rabbiner Dr. Bacck, Prof. El bogen, Dr. Torczyncr, Prof. Gut mann: Das jüdische Gesetz. — Karten (pro Kursus 1 M.) und Vor- 1 c s u n g $ v c r z c i c h 11 i s s c sind kostenlos erhältlich in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen Kaufhaus des Westens, Hermann Tietz und im Sekretariat bei Goldmann, Yorkstr. 88, Liitzow 4721. Die Berliner Psychoanalytische Vereinigung veranstaltet im 4. Quartal 1025 neben ihren Fach- und Ausbildung«• kursen zum besten ihres Stipendienfomls folgende öffentlich ר Vorträge: 1. Dr. Ernst Simmel: Psychoanalyse und Er- Ziehung; 28. Okt. und 4. Nov. 2. Dr. Karen Hör na v: Typische Eraucnschicksalc im Lichte der Psychoanalyse; 11. und 17. Nov. 3. Dr. Hanns Sachs: Psychoanalyse und Kunst; 21. Nov. und 2. Dez. 4. Dr. Carl Müller- Brajmscliweig: Psychoanalyse und Philosophie; S. und 16. Dez. Eintrittskarten zu M. 1,— und 2,— tür den Abeml in der Buchhandlung Edmund• Meyer, Potsdamer Str. 28, und an der Abendkasse des ״Harmonium-Saales“, Steglitzer Straße 35. Berlin. Das Jüdische V o 1 k s b i 1 d!111 g s - und U n t e r!1 a 11 u 11 g s 11 c i m (Toynbcehallc) der Berliner Logen U. O. B. B., Gipsstrafic 12a, eröffnet am Mittwoch, den '24. Oktober, das Wintersemester. Es wird durch einen Vortrag des I Icrrn Direktor Gersou B a c h über ״W irtschaftliehe Tages frag cn“ cingcleitct. Der Vortrag beginnt um S Uhr. Das Heim wird um 7׳י> Uhr geöffnet. Wiesbaden. Am II. Oktober sprach im überfüllten Saale, in einer gemeinsamen von der Ortsgruppe und dem Misraehi veranstalteten öffentlichen Versammlung, Herr Profc־»«or Pick aus Jerusalem über die gegenwärtige Lage Palästinas. Seine höchst interessanten Ausführungen fanden den stürmischstcn Beifall der überaus zahlreich Erschienenen. Nicdcrlassunßsmüglichkcit. Wir sind in der Lage, einem Orthopäden eine gute ■ Niodcrlns«ung«mögli׳;hkeit in einer Mittelstadt in Ohcrsehlesien, in der sich noch kein Orthopiide befindet, nachzuweisen. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Meinckestr. 10. Für einen R a d i o t!׳ c 11 11 1 k c r Unit Praxi-■ in Montage von Apparaten) sind Arbeitsniöglichkcitcn in Palästina gegeben. Meldungen an das Palästina-Amt, Berlin, Mcinekc- Straße 10. K. J. V. Wir können Niedcrlassungsinögliehkeiuu für einen Augenarzt und einen praktischen Arzt im Industriegebiet nnchwcison. Meldungen an das K. J. V., Berlin W 35, Kurfürsteustr. 150, K. J. V. Die jüdische Volkshochschule vu'.oistultet auf unsere Anregung einen Vorlesungszyklus über ״Das Jüdische Gesetz“. Es finden folgende Vorlesungen statt: 9. November, Rabbiner Dr. Bacck: Der moderne Mensel: in seinen Bc- 7k11־ungen zuin Gesetz. 16. November, Prof. Llbogen: Gebet und Gesetz. 30. November, Dr. To re zy n c r:* Die Entstehung des Gesetzes in der biblischen Zeit. 1 Dezember, Prof. Gut mann: Die Idee des Gesetzes in der jüdischen Philosophie des Mittelalters. -- Die Vorträge finde:: :;n Sitzungssaal der Z. V. f. D.. Meinckestr. 10, pünktlich um SV2 Uhr statt. Karten zum Preise von M. 0,50 סזון Abend sind im Büro des K. J. V., Kurfürsteustr. 150, Telc׳V>n Kurfürst 1095, erhältlich. Sport Der Exfedergewichtsnu'istcr Fritz Rolauf sucht jucibcht junge Leute im Alter von IS bis 21 Jahren mit einem Mindestgewicht von 160 Pfund zur kostenlosen Ausbildung im Rahmen des Trainings des J.B. G. Hakoah. Schriftliche Meldungen sind au die Geschäftsstelle des J. B. C. Hakr-aT Hörwitz, Berlin NW23, Flotowstr. 12, Tel. K'gst. zu richten. Mitglieder werden Montag und Mittwoch von 8 -10 Uhr Zclulcnickerstr. 17 aufgeuommeii. Synagoge ״Der Fricdenstcmpel“, Bcr!i;1-1 ialensre, M.ukgraf-Älhreeht-Str. 11/12. Freitag, abends:!. Gottesdienst י ^l>r (Wochcntagssvnagogc), 2. Gottesdienst ö! '.׳ Uhr (Uauptsyuagogc, Predigt): Sonnabend, vormittags 1Ö Uhr ׳'S hrifterklärung und Einsegnung). jiigeudgottcsdienst:! '•! Uhr (Woenentagssyuagoge). Mincha: "'5,' \ ’ Uhr, Auv׳ gang: 5.37 Uhr. Wochentagsgottesdienst: täglich morgen* 7'/2 Uhr, abends 4*/ג Uhr.

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