Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 2 (1933)
- Issue
- 4 = April/Mai (Fragment) (5.1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Monatsausgabe Nr. 4, April/Mai 1933 unrecht tut, und wir bedauern, daß man die positive Mitwirkung der Juden in dieser Sache für überflüssig gehalten hat. Wir bezweifeln auch, daß das Juden* Problem /tir Deutschland wirklich die immense Bedeutung hat, die ihm heute im Inland und im Ausland beigemessen wird. Aber wir wissen (und haben es seit Jahrzehnten gesagt), daß es ein Judenproblem gibt und daß es gelöst werden muß. Wie kann es gelöst werden? Nicht ohne Beachtung seiner jüdischen Seite. Wir sind wie Irrende im Dunkeln, die auf den Morgen warten. Wächter, wie weit in der Nacht....? Das Licht, auf das wir warten, wird nicht ohne unser Zutun aufgehen. Die letzten Wochen haben uns tiefgehende, aufwühlende Erlebnisse gebracht, die das deutsche Judentum zur Aktivität aufrütteln müssen. Noch immer findet man da und dort Personen und Gremien, an denen anscheinend die Zeit spurlos vorbeigegangen ist. Man denkt dort noch immer in Kategorien von vorgestern, streitet sich über bürokratische und nebensächliche Dinge, auch Prestige-Momente von Vereinen und persönliche Eitelkeiten sind noch nicht hinweggefegt. Aber wir hoffen, daß sich unterirdisch doch eine Wandlung vollzieht. Die naive Hoffnung der Selbstvergnügten, es werde nach kurzer Zeit wieder alles beim alten sein, ist jetzt wohl kaum mehr anzutreffen. Aber seiten ist auch die wahre Erkenntnis dessen, was geschehen ist. Geschehen ist nämlich folgendes: Das Problem, mit dem die Juden hundert Jahre lang spielten, die Frage des persönliehen Jude-Seins, existiert nicht mehr. Es ist entschieden; bis ins dritte Geschlecht In niemandes Belieben steht es mehr, für sich persönlich die Frage zu beantworten, ob er Jude sein will oder nicht. Das biologische Jude-Sein ist klargestellt, und damit auch der Titel ״Jude“. Aber Judentum war niemals nur eine natur geschiehtliehe Tatsache, sondern es war und ist ein kulturelles und geistiges Phänomen, es ist vor allem eine geschichtlicheGröße. Unsere Aufgabe ist es nun, dieser unserer von außen erfolgten Abstempelung als Juden einen Sinn und einen Inhalt zu geben. Wenn wir nicht nach außen wirken können, wenn man , uns nicht hören will, dann müssen wir umso mehr nach innen wirken. Im Inneren haben wir genug aufzubauen. Es ist eine Arbeit von unabsehbaren Dimensionen. Denn die Juden, die sich gezwungenermaßen zur Gemeinschaft zurückfinden, sind eine Herde atomisierter Einzelindividuen; in der Mehrzahl Menschen, die ihrem geistigen Habitus nach in die vergangene Epoche gehören, also stark individualistisch sind und das Judentum niemals als Realität erlebt haben. Aber״ das Schicksal hat uns wieder zusammengeführt. Welch eine Aufgabe, aus diesen Trümmern wieder eine verantwörtliche Gemeinschaft aufzubauen! Denn was uns als Juden in der vergangenen Epoche am meisten geschädigt hat und was auch die Gegnerschaft gegen uns ungehindert groß werden ließ, war der Mangel an Verantwortung und jüdisch-bewußter Führerschaft Da die meisten (assimilatorischen) Juden die jüdische Gemeinschaft negierten oder ihr höchstens ein schattenhaftes Dasein zubilligten, gab es keine Autorität, die nach außen und nach innen für die Reinheit des jüdischen Namens einstehen konnte. Heute stehen wir vor der einzigartigen Chance, aus dem Judentum eine solche Gemeinschaft zu machen und damit auch den Grundstein zu legen zu einem besseren und innerlich wahreren Zusammenleben mit unseren nichtjüdischen Mitbürgern. Die Frage, die ein Menschenalter lang die jüdische Diskussion nach innen beherrscht hat, ist von der Bildfläche verschwunden. Niemand kann, ohne sich lächerlich zu machen, die Existenz eines Judenproblems leugnen. Daher scheint es uns, daß auch die Gesichtspunkte der früheren jüdischen Parteigruppierung hinfällig geworden sind. Wir beobachten in der jüngeren Generation, unserer ״Frontgeneration“, eine wachsende Erkenntnis dieses Sachverhaltes. Es scheint uns wünschenswert, daß diese jüngere Generation auch im Judentum stärker an der Führung beteiligt wird. Es wird ein Prüfstein für das deutsche Judentum sein, ob sich in der ungeheueren Erschütterung dieser Tage neue Führer finden. Theodor Herzl ist einmal durch ein die Seele ergreifendes jüdisches Erlebnis aus seinem bisherigen Leben, dem Leben eines europäischen Literaten, herausgerissen worden und hat sich von da an mit der ganzen Glut seines edlen Herzens der Judensache gewidmet. Ganz fern stand er jüdischen Dingen, als er in Paris während des Dreyfus-Prozesses ״A bas les juifs!“ rufen hörte, aber — der Ruf saß. Gibt es im heutigen Deutschland jüdische Mensehen, die dieses umstürzende Erlebnis haben, die sich umstellen, die mit der ganzen Leidenschalt in den Kampf eintreten zur Verteidigung des jüdischen Lebensrechtes und der jüdischen Ehre? Gibt es die unzähligen selbstlosen hingebungsvollen Mitarbeiter, die wir brauchen, um ein neues deutsches Judentum ökonomisch, sozial, sittlich und geistig aufzubauen? Dieser Aufbau ist die brennende Sehnsucht, der die zionistische Bewegung seit fünf Jahrzehnten gilt. Nach der Katastrophe des russischen Judentums in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand die Renaissance der hebräischen und jiddischen Literatur, schrieb Pinsker seine Broschüre ״Autoemanzipation“, begann der Auszug׳ der jüdischen Jungmann־ schaft zum Aufbau jüdischen Lebens im Lande der Väter unter der Devise des Prophetenspruches ״Haus Jakobs, kommt, wir wollen gehen!“ (״Bilu“). Das Judentum ist durch Schicksalsschläge nie gebrochen, stets nur zu sich selbst zurückgeführt worden. Die deutsehen Juden sind vom Judentum weiter weg als die russischen Juden vor fünfzig Jahren waren; aber um so stärker kann die schöpferische Macht ihrer Umkehr sein. Eine Weltanschauung ist zusammengebrochen; wir wollen ihr nicht nachjammern, sondern an die Zukunft denken. ״Wie ich über ihnen gewacht habe, auszurotten und zu zerstören, niederzureißen und zu verderben und mit Unheil zu verfolgen, So will ich über ihnen wachen zu bauen und zu pflanzen — Spruch des Herrn.“ (Jcr. 31, 27.) Zu bauen und zu pflanzen...! Aber an uns ist es, Hand anzulegen. (״Jüdische Rundschau“ vom 28. April 1933.) Der Tag der Arbeit Die großartige Feier des 1. Mai als Tag der deutsehen Arbeit hat nicht nur in Deutschland alle Bevölkerungskreise mitgerissen, sondern sicherlich auch in der übrigen Welt ihren Eindruck nicht verfehlt. Es wurde dargetan, daß das neue Deutschland sich im Zeichen friedlicher Arbeit vereinigt und das Vaterland aufbauen will. Die Ehrung der Arbeit ist eine Losung von größter idealer Durchschlagskraft; die Arbeit als Pflicht und Freude statt als Last zu empfinden, vermag nur der Mensch, der nicht lediglich seine persönliche Lage abwägt, sondern sich bewußt ist, Glied eines höheren Ganzen zu sein, dem er dient. Auch die Bevölkerungsgruppe, für die unsere Zeitung spricht, ehrt die Arbeit und bekennt sich 2u ihr. Zwar hat man die Juden jahrhundertelang von den Feldern und Werkstätten der Arbeit verstoßen und sie, wenn sic nicht verhungern wollten, in eigens fiir sie geschaffene Berufe eingezwängt, aber stets wenn die Mauer sich öffnete, strömten sofort Juden nach den Plätzen, wo sie ihre Sehnsucht nach Arbeit befriedigen konnten. Das moderne jüdische Problem besteht zu einem g־uten Teil darin, Juden (und vor allem dem jüdischen Nachwuchs) den We£ zur Arbeit freizumachen; denn es ist ungerecht, ihnen diesen Weg zu versperren und sie dann als ״arbeitsscheu״ zu bezeichnen. Wir Juden dürfen uns auch an diesem Festtag keiner Täuschung darüber hingeben, daß, wenn man von ״deutscher Arbeit״ spricht, damit auch gesagt sein soll, daß Juden ausgeschaltet sind. Denn das Wort ״deutsche Arbeit״ und ״deutsehe Waren״ erklang uns nicht nur am 1. Mai, sondern auch am 1. April, und man muß uns zugute halten, daß wir in unseren Gedanken den einen Tag nicht ganz von dem anderen trennen können. Diesmal freilich war erfreulicherweise nicht die antijüdische Propaganda mit dem nationalen Festtag verknüpft. Die Merksprüche, die am 1. Mai den Straßenschmuck bildeten, klangen anders als die des 1. April, Neben dem edlen und großen Leitspruch ״Gemeinnutz geht vor Eigennutz״ konnte man diesmal z. B. lesen: ״Es wird in Zukunft nur einen Adel geben: den Adel der Arbeit.“ Nur Adel der Arbeit, nur Wertung der Leistung also, ohne Ansehen der Person — so müßte man diesen Satz verstehen. Also nicht Adel der Abstammung? Ein Recht, das sich auf den Adel der Arbeit beruft, ist schwer in Einklang zu bringen mit einer Prüfung nach Eltern und Großeltern. Wenn wir dies aussprechen, so bedeutet das nicht, daß wir die Bedeutung der Abstammung verkleinern wollen. Aber wenn Arbeit adelt, dann adelt die Arbeit jeden, welcher Alstammung er auch sei. Wir als Juden wollen unsere Abstammung nicht verbergen; wir sind stolz auf sie und bekennen uns zu ihr. Wir wissen auch, daß sie uns Pflichten besonderer Art auf erlegt und daß sie auf manchen Gebieten unsere volle Wirkungsmögiiehkeit einschränkt. Aber wir ersehnen einen Zustand, wo in voller Anerkennung der Verschiedenheit der Herkunft und de6 Blutes Menschen in gemeinsamer Arbeit und gegenseitigem Respekt sich die Hände reichen können. In diesem Sinne und nur in diesem, nicht unter Selbsttäuschung und Verleugnung geschichtlicher Gegebenheiten, wünsehen wir unsere Eingliederung in einen neuen mächtigen Staat der deutschen Arbeit. Dies sei uns erlaubt, als unsere Betrachtung zum 1. Mai auszusprechen, (״Jüdische Rundschau6‘ vom 3. Mal 1933.) Die Monatsausgabe der ״Jadlsdien Rundschau" ist eine Zusammenstellung von Artikeln und Nachrichten, die \lm Laufe «leg Monats in der zweimal wöchentlich erscheinenden Normalausgabe der ״Jadischen Rundschau" erschienen sind. Zur leichteren Orientierung der Leier der Monatsausgäbe haben wir bei jedem Artikel das Datum seines ursprünglichen Erscheinens htnrugefügl. Angesichts der «schnellen Entwichlung der Ereignisse bitten wir unsere Leser, dieses Datum genau zu beachten, da hieraus ersichtlich ist. welche Stellung die ״Jüdische Rundschau" Im jeweiligen Zeitpunkt eingenommen hat; dies dürfte interessieren, auch wenn die In den betreffenden Artikeln besprochenen Ereignisse bereits vorüber sind und der Inhalt der Artikel daher teilweise aberholt ist- Die Verdrängung aus der Wirtschaft Wir erhalten ständig von Lesern und Freunden aus ganz Deutschland Dokumente aller Art, aus denen hervorgeht, daß die wirtschaftliche Situation jüdischerGcschäftsleute sich auf allen Gebieten des Wirtschafts־ lebens in rapidem Maße verschlechtert. In verschiedenen Orten werdet! Flugzettel des ,,Kampfbundes des gewerblichen Mittelstandes“ verteilt, die dazu auffordern, nicht bei Juden, sondern nur bei Deutschen zu kaufen. Oft werden diepe Flugzettel, wie uns z. B. aus Krefeld berichtet wird, vor jüdischen Geschäften verteilt, so daß niemand die jüdischen Geschäfte zu betreten wagt. Beamten, Angestellten und Arbeitern kommunaler Betriebe ist in vielen Orten verboten, bei Juden zu kaufen oder jüdische Profession alisten zu beschäftigen. An manchen Orten mußte von den Angestellten eine derartige Versicherung schriftlich abgegeben werden. Wieder anderwärts wird jüdischen Händlern die Ausübung ihres Gewerbes dadurch unmöglich gemacht, daß man ihnen mitteilt,,,sie mögen mit Rücksicht auf die politische Lage und die sich daraus ergebenden Folgen für die öffentliche Sicherheit auf die Ausübung ihres Gewerbes freiwillig verzichten“. So z. B. hat in Kottbus der Magistrat eine gedruckte Mitteilung dieser Art versandt, worin den jüdischen Marktfiranten ״dringend abgeraten“ wird, den vom 23. bis 26. April in Koitbus stattfindenden Frühjahrs-Jahrmarkt zu besuchen, ,,da eine Garantie dafür nicht übernommen werden kann, daß in jüdischen Geschäften ein Verkauf vom Publikum unbehindert stattfinden kann“. Die in den Kölner Ausstellungshallen cröffnete Musterschau wurde unter der Devise ,,Kauft deutsche Waren“ veranstaltet, was aber in diesem Falle nicht nur bedeuten soll, daß man im wirtschafts-politischen Interesse ausländische Importwaren durch Inlandsware ersetzt, sondern es ist mit dieser Parole, wie offen zugegeben wird, eine Ausschaltung der ji'idisehen Geschäfte gemeint. Der ״Kölner Kurier“ vom 13. April stellt fest, daß die Formulierung ״Kauft nicht bei Juden“ zwar von niemandem klar ausgesprochen wurde, aber deutlich erkennbar sei. Dieses Blatt bezeichnet im übrigen die Ausschaltung der jüdischen Geschäfte für unzweckmäßig und kommt zu dem Schluß, daß ״die Kölner Woche 1933 unter einem politischen und nicht unter einem wirtschaftlichen Aspekt״ stattfinde. Die Oeffentlichkeit hat sich bisher hauptsächlich mit der Lage der Juden in den freien Berufen (Aerzte, Anwälte) beschäftigt, es muß aber betont werden, daß auch in anderen Berufen, wo eine gesetzliche Einschränkung nicht vorliegt, durch administrative Verfügungen und durch tatsächliche Behinderungen die Juden von der Erwerbsmöglichkeit ausgeschlossen sind. In diesem Zusammenhang kann nur andeutungsweise auf die schwere Lage jüdischer An gestellt er hingewiesen werden, die — zum Teil sogar fristlos — wegen ihres Judentums entlassen wurden. Es erhebt sich die Frage, was aus all diesen plötzlich depossedierten Menschen werden soll. Wenn das jetzt übliche Verfahren, bestehen bleiben sollte, dann ist mit einer beispiellosen materiellen Notlage der jüdischen Bevölkerung zu rechnen, die selbst durch eine gigantische Hillsaktion nicht zu bezwingen wäre. (״Jüdische Rundschau“ vom 25. April 1933.) Palästina gegen antideutschen Boykott T e I - A w i w, 9. April. (J. T. A.) Die Handelskam■ mer von Tel-Awiw und Jaffa hat einstimmig folgende Resolution gefaßt: Die Handelskammer von Tel-Awiw und Jaffa spricht sich entschieden gegen jede Form von Wirtschaftskrieg aus. ln seiner gegenwärtigen unsicheren Lage benötigt Deutschland Frieden und Stärkung seiner internationalen Beziehungen; jede Aktiön, die diese Beziehungen ungünstig beeinflussen könnte, sollte vermieden werden. Deshalb legt die Handelskammer Wert darauf, daß die friedlichen Beziehungen mit Deutschland auf dem Gebiete von Handel und Industrie aufrechterhalten werden; sie betont nachdrücklich, daß weder sie noch irgendeine andere verantwortliche Institution in Pa- Iästina einem Boykott deutscher Waren ihre Unterstützung geliehen oder irgendeine gegen diese Waren gerichtete Boykottbewegung gutgeheißen haben. Die Handelskammer nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, daß der offizielle Boykott gegen Juden in Deutschland nicht fortgesetzt wurde und bringt die Hoffnung zum Ausdruck, daß er nicht erneuert werden wird. Sollte der offizielle Boykott neuerdings erklärt werden, oder sollten die deutschen Juden tatsächlich unter einen, wenn־ auch nicht offiziellen, Boykott gestellt werden, so wird die Handelskamraer die Lage nochmals überprüfen und ihre Entscnließungen veröffentlichen. Die Handelskammer wurde seitens des Industriclienverbandes, der Vereinigung des Einzelhandels und des Verbandes des Kommissionshandels ermächtigt, zu erklären, daß diese Körperschaften sich der vorliegenden Resolution anschließen. _ Jüdische Studenten bei Mussolini Rom, 21. April. (J. T. A.) Durch die Initiative des jaschistischen Studentenverbandes in Bologna wurde eine Reise der an der dortigen Universität inskribierten ausländischen Studenten nach Rom veranstaltet. Die ausländischen Studenten der Universität Bologna sind zum größten Teil Juden aus Rumänien, Ungarn, Polen und anderen Ländern. Nach ihrem Eintreffen in Rom marschierten die jüdischen Studenten in geschlossenem Zuge unter Vorantragung einer blau-weißen Fahne durch die Haupt- Straßen der Stadt. Aut dem Grabe des Unbekannten Soldaten legten sie einen Kranz nieder. Sie wurden von Mussolini empfangen, der sich mit ihnen angelegentlich über studentische und allgemein jüdische Fragen unterhielt. Vor ihrem Abschied vom italienischen Ministerpräsidenten sangen die jüdischen Studenten die Hatikwah. (Das faschistische Italien gewährt bekanntlich ausländischen jüdischen Studenten besondere Vergünstigungen an seinen Universitäten, schon im Interesse italienischer Kulturpropaganda. Auch viele paläs tinensische Juden studieren in Italien und werden dort mit besonderer Freundlichkeit aufgenonniien. — Red.) Die schwedische Presse veröffentlicht einen Aufru, gegen den Antisemitismus, der von über fünfzig hervorragenden schwedischen Persönlichkeiten, darunter besonders von zahlreichen protestantischen Geistlichen, »interzeichnet ist. Unter den Unterzeichnern befinden sich der Pastor Primarius Nils Widncr sowie die Witwe des Erz- 1 bischofs Nathan Soederblom.