Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 102-103 (23.12.1936)
- Date
- 1936-12-23
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2654018--30056-2691613- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU SC HA NR. 102/103, 23. DEZ. 1936 Die Fürsorgerin erzählt Ein Vortrag über Rosenzweig Wenn man den Vortrag hörte, den Frau Dr. Bertha Badt-Strauß am letzten Montag im Kulturbund über Rosenzweig hielt, dann konnte man versöhnt sein mit diesem tragischen, aber dennoch vollendeten Schicksal. Aus ihrer persönlichen Bekanntschaft mit Rosenzweig heraus vermochte die Vortragende ein äußerst lebendiges Bild von dem Wesen und der Gedankenwelt dieses Mannes zu entwerfen und ihre roße Hörerschaft in den Bann 7u ziehen. Das Geheimnis er Wirkung Rosenzweigs glaubt Frau Badt-Strauß nicht in dem philosophischen Werk Rosenzweigs zu schert, das ja leider der Mehrzahl unter uns unbekannt geblieben ist, soitdem vielmehr in dcT Einheit von Leben und Werk, in der einzigartigen Beispielhaftigkcit, die Rosen/weig für die Gestaltung eines jüdischen Lebens gegeben hat. Eingehend schilderte die Vortragende das Elternhaus, in dem Rosenzweig ohne besonders enge Beziehungen zum Judentum aufwuchs, und besonders eindringlich wußte sie (wieder zum großen Teil aus eigener Anschauung) zu berichten, wie sich der junge Student den Weg zu Herm a nn Cohen und ru Martin Buber bahnt und instinktmäßig sehr bald fühlt, daß hier die eigentlichen gestaltenden Kräfte seines Lehens sind. Der Krieg unterbricht diese Be- Ziehung nur äußerlich, denn auch der Militärdienst hindert Rosenzweig nicht, während seiner Dienstjahre den Entwurf zum ״Stern der Erlösung“ zu schreiben und in seiner berühmten Flugschrift ״Zeit Ut’s!'־ an Hermann Cohen die Gründung der Akademie für die Wissenschaft des Judentums anzuregen. In kurzen, aber sehr prägnanten Darlegungen beleuchtete die Vortragende den Inhalt des ״Sterns der Erlösung“ und schilderte dann weiter den Weg Rosenzweigs zum jüdischen Lernen, zur Gründung des Lehrhauses in Frankfurt und zu all jenen verheißungsvollen Anfängen nach dein Kriege, die durch seine plötzlich ausbrechendc Krankheit so jählings unterbrochen wurden. Die Zeit der Krankheit wird für ihn aber dennoch keine Zeit der U11tätigkeit, sondern in Gemeinschaft mit Buber widmet er sich dem Werk der Bibelübersetzung und vermag er auch seine zahlreichen Briefe zu schreiben, die, wenn wir sie heute lesen, nur sehr selten ahnen lassen, daß sie von einem Schwerkranken verfaßt worden sind. Mit diesen Briefen hat sich Rosenzweig ein unschätzbares Denkmal erworben, sie sind sein eigentliches jüdisches Vermächtnis. Die Vortragende entwarf das Bild einer außerordentlich harmonischen Persönlichkeit, die in sich alle großen Gedanken zur Synthese zu bringen vermochte, und aus hinterlassenen Bemerkungen wissen wir, daß Rosenzweig die Absicht hatte, in einem Buch filier das jüdische Gesetz die grundsätzliche Möglichkeit eines totalen Judentums darzulegen, das die Werte aller Richtungen umfaßt. N. Darstellung des Chassidismus Nachdem Dr. Alax Nußbaum am zweiten Abend seiner Vortragsreihe in der Lehrstatte Bialik über den Chassidismus, die Rolle des Mysteriums in der jüdischen Philosophie und insbesondere im Chassidismus behandelt und die Persönlichkeit des Baal Sehern zu umreißen begonnen hatte, deutete er am dritten Abend die chassidische Lebens- Philosophie. Nußbaum schälte die Begriffe heraus, die die Fundamente des Chassidismus geworden sind, zuerst den Gattesbegriff, im Gegensatz zum Gott etwa der Kabbala, den man einen aristokratischen Gott nennen kann, war der Gott des Chassidismus ein Volksgott. Er wohnte nickt oben, sondern mitten in der Welt und unter den Menscheu. Er wohnte dem Guten iniie sowohl wie dem Sehlechten, und sprach ans jeder Handlung des Alltags. Die jüdische Welt hat gegen diesen ״Pantheismus“ Sturm gelaufen. Das Böse als ein Motiv für etwas Gutes zu erklären, war der jüdischen Tradition bisher fremd. Max Brod |1at diese Formel des Chassidismus in seinem ״Retibeni“ zur Problemstellung gemacht: Man kann Gott mit dem guten und dem bösen Trieb dienen. Der zweite Begriff der chassidisehen Philosophie ist der des Menschen. Der Mensch stimmt Gott durch alle Taten, die er tut, um. Nicht wie er sie tut, sondern daß er sie tut, und zwar in einer Beziehung zu Gott. Durch diese Beziehung würde die Welt zusammeugchnltcn. Das dritte Element ist das der Freude. Das oberste Gebot des CJiassidismus war: Du darfst nicht traurig sein, denn der Mensch ist nicht Knecht, sondern Kind Gottes. Gott müsse man in der Freude erleben (und das iu der Welt der Tragik und der schwersten seelischen und wirtschaftlichen Bedrückung). Zvisehen Gott und den Menschen stellt der Dienst (Awodah). Der innere Gottes-Dienst als Moral, ethische Normen, die alle Handlungen kontrollieren und ihre Krönung in der ״Demut des Herzens־“ finden —- und ein äußerer Gottesdienst, der die Einswerdung zwischen Mensch und Gott im Gebet (der Speise der Engel) erstehen läßt. Das (lebet mußte aber seelischen und nicht materialistischen Dingen gewidmet sein Und das war — revolutionierend. Ir! dieser Welt entsteht die Notwendigkeit der Figur des Zaddik. Irgendwo muß der Kontakt zwischen Gott und Mensch ein dauernder sein. Irgendwo muß die Einswerdung im Gottesdienst kontinuierlich sein und diese Aufgabe nämlich, die Welt zusammenzulialten, fällt dem Zaddik zu. — An diesen drei Abenden ist in knappster Formulierung und in strenger Gliederung das geschlossene Weltbild des Chassidismus entrollt worden, und zwar mit einer Kraft der Diktion, die auch die schwer zugängliehen Seiten dieser Bewegung populär zu machen wußte. Von der Jüdischen Winterhilfe Die nächste Haussammlung der Jüdischen Winterhilfe findet am Sonntag, dem 27. Dezember statt. Die Winterhilfe richtet nochmals die Bitte an alle diejenigen Betriebe, deren Angeslclltenbciträge noch nicht gesammelt an sic abgeführt werden, dies unter Angabe der vollständigen Anschrift der betreffenden Gcfolgschaflsmitglicder mit dem Vermerk ״Für Angestellte der Firma....“ unverzßglich nachznholen. Die Abteilung Angestelltcnspende steht ZU Auskünften und Informationen zur Verfügung (Dl 6711, Apparat 76). Für die Pfnndspende fehlt es, besonders Im Norden und In Friedenau, noch an Sammlerinnen. Meldungen erbeten an Frau Sommerfeld, Berlin NW 21, Perleberger Str. 3, und Frau Rcinacht, Berlin-Friedenau,. MaJnauer Str. 2. — Für die Abteilung Haussammlung werden weitere Sammler benötigt; Meldungen an Abteilung Haussammlung der Jüdischen Winterhilfe, Rosenstr. 2—4 (151 6711 Apparat 50). PMUchtckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 934 46 Die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin ist noch jung — nach den Erfahrungen, die sie gesammelt, nach der Zahl auch der besonderen Fälle, die sie behandelt hat, könnte sie schon sehr alt sein. Der Aufgabenkreis der Fürsorgerinnen und Fürsorger, die den einzelnen Bczirksstcllcn zugeteilt sind, wächst ständig, und Tag um Tag gewinnen diese Sendboten der Wohlfahrt neue Einblicke in das Dasein derer, die im Schatten leben. Elcndsromanc, die schon beinahe Dutzendromane geworden sind, tun sich vor ihnen auf, und nur ihrem entschlossenen Eingreifen ist cs zu danken, wenn nicht bisweilen jäh ein Schiußkapitel voll herbster Tragik diese Romane beendet. Ein paar solcher kleinen Romane, die mir von der Für* sorgerin eines der westlichen Bezirke!ungeteilt wurden, seien hier wiedergegeben: Im dritten Stock auf dem Hof liegt eine Wohnung, bestehend aus einem winzigen Ziinmcrclien, in dem man sich kaum unulrchcn kann, und einer Küche, die nicht viel inehr Raum bietet. Wunderschön für einen einzelnen Menschen, aber fast untragbar für eine Vielheit. Hier hausen ein Friseurgeliilfe, der seit drei Jahren ״stempeln geht“, seine Frau und die drei der Ehe entsprungenen Kinder im Alter von einem, drei und vier Jahren. Die Not ist groß — die Kinder weinen vor Hunger. Denn seit zwei Tagen haben sie nichts als eine Wassersuppe zu essen bekommen. Vor einer Woche hat die Mutter ihren Wintermantel, der Vater seinen einzien Anzug versetzt — von dem geringen Erlös hat man rot, Kartatfeln, Kohlen für den Herd gekauft, der mehr zum Wärmen als zum Kochen dienen muß. Wenn jetzt selbst ein gütiger Zufall es fügte, daß der Mann Arbeit bekäme, er könnte sie nicht einmal annehmen, denn er hat ja nichts, um seine Blöße zu bedecken. Aber die Fürsorgerin greift ein. Sie fährt sofort zur Zentrale der Jüdischen Winterhilfe, ist eine Stunde später mit Geld zurück, und mm kann eingeheizt, cingekauft, der Hunger gestillt werden. Und, was mehr ist: für den ganzen Winter sollen die Armen der Sorge enthoben sein — sie werden gekleidet werden, und man wird ihnen allmonatlich einen Geldbetrag, Kohlen und Lebensmittel zur Verfügung stellen.... Ein zweiter, ein sehr typischer Fall, aut den die Bezirksstellc von dritter Seite aufmerksam gemacht wird. Denn hier handelt es sich uni sogenannte verschämte Arme, die sich selbst aufzugeben meinen, wenn sie die öffentliche Wohl- Veranstaltungen Konzert zugunsten der Jüdischen Winterhilfe und der Jacob-Teitel-Küche. Mit nachdrückliche 111 Ernst scheint sich Edvard Moritz der Pflege seines Kammerorchesters hinzugeben. Sein Spiel gewinnt an Gestrafftheit, das Ringen um den musikalischen Ausdruck wird deutlicher, rückt in den Gesichtskreis des Hörers. Dieses Ergebnis hinterließ das von der Jüdischen Gemeinde zugunsten der Jüdischen Winterhilfe und der Jacob-Teitel-Küche angeregte Konzert in der mit Geschmack dosierten Verteilung der Stückauswahl, die aut eine Reihe bereits schon früher gebotener Werke zurückgriff. Das Badische Brandenburgische Konzert Nr. 3, im zweiten Teil zu aufgewecktem Musizieren gesteigert, das aber auch im retardierenden Ausholen zur Sclilußkadenz nicht um einen Grad an innerer Erregtheit naclilassen darf; die ״Kleine Nachtmusik“ von Mozart, sprühend voll spielerischer Regsamkeit im letzten Satz. Die Vorliebe Moritz’ für Tschaikowsky, dem er mit Hingabe in der Wiedergabe seiner Serenade für Streichorchester zugetan ist, für die betont sinnliehe Cicfiihlssprache dieses Musikers aufgeschlossen, die oft zu Unrecht der Vorwurf einer westlichem Salongeschmack huldigenden Sentimentalität trifft, läßt auch seine niusikalische Haltung in den Eigenkompositionen, den aufgetiihrten Moritzschcn Liedern begreifen, darunter das zart hingehauchtc ״Chinesische Lied“. Dieses Gefühl wurde verstärkt in der Mittlung durch Elsa Koch-Stab ins ky, einer versierten Sängerin mit den seltenen Vorzügen einer untadelig!eichten Tongebung und einwandfreien Tcxtbchandlung. Vorfraglich stößt sie über eine gegebene Routine im Bezirke mit starker Eigenenipfindting vor. Gustav Sabel am Klavier, begleitend, rundete diese Leistung, sich ihr unterordnend und sic doch tragend, zu einem eindrucksvollen Gesamtbild. Nicht durchwegs einheitlich, doch eindringlich im Auskosten des Tschaikowskysclien russischen Naturells geriet Koch-Stabinsky die bekannte Briefszene der Tatjana aus ״Eugen Onegiu“. Das mit Beifall aufgenoinmene Konzert — die Sängerin geizte nicht mit Zugaben — fand in einer, die hochherzigen Aufgaben der Jüdischen Winterhilfe und der Jacob-Teitel-Küche würdigenden Ansprache des Magistratsrats i. R. Max Gossels sein sinngebendes Motto. — rg. Die Dichter des alten Rußland, im Kulturbund sprach Dr. E10 «ss er in seiner Vortragsreihe: ״Die Dichter des alten Rußland" über Gogol und Turgenjew. Gogol, der Realist, wird mit seinem nach Osten gewandten Gesicht ein Verkünder der Schönheit der Steppe und der Weite des Landes. Asien oder Europa ist für die Russen die Frage, ebenso wie sie es immer und heute besonders für Juden war. Die Deutung heißt nach Eloesser: Asien und Europa. —- T u r g c n i e w ist die andere Korn ponente der russischen Natur: der Westler; nicht wie Gogol eine problematische Natur, sondern ein Weltmann. Er wurde zuerst mit dem ״Tagebuch eines Jägers“ bekannt. Auch er schildert Menschen; aber nicht das Krankhafte wie Gogol, sondern das Liebenswürdige. 111 seinem Hauptwerk ״Väter und Söhne“ und in der Fortsetzung ״Neuland“ zeigt er sich als Mensch des Liebergangs, der zwischen zwei Zeiten stellt. R. M. Der Prophet Jirmijahu. Ein eindrucksvolles Lebensbild des Propheten Jirmijahu und seiner Zeit entwart Rabbiner Dr. Freier bei einem Vortragsabend in der Synagoge Ryke- Straße. Nach einer Darlegung der geschichtlichen Zusammenhänge charakterisierte der Redner den Propheten als ein ״Martyrium der Liebe zu seinem Volke“. Mitten im größten Chaos findet Jeremia Worte der Hoffnung und der Zuversicht; er verkündet die Rückkehr des Volkes in sein Land, das ewig das seine bleibt und daß das Volk in diesem Lande wieder 'Häuser bauen und Weinberge pflanzen wird. S. G. Sterbefall. Im Alter von 78 Jahren starb in Berlin, wo er zuletzt wohnte, Justizrat Heilberg aus Breslau, Jahrelang war er Stadtverordnetenvorstcher in Breslau. Ferner war er bis 1033 Vorsitzender der Anwaltskammer Breslau sowie Vizepräsident und Ehrenmitglied des Deutschen Anwaltsvcreins. Die schlesische Anwaltschaft ehrte ihn in! Januar 1928 zu seinem 70. Geburtstage durch Herausgabe einer Festschrift, an der hervorragende Rechtswissenschaft!er mitarbeiteten. Schon vor dem Kriege ist Justizrat Heilberg Ehrendoktor der Universität Breslau geworden. tätigkeit in Anspruch nehmen. Ein älteres Ehepaar, das noch vor vier Jahren eine Achtziinmcrwohming innchatte. Damals ging es ihnen noch gut, denn der Mann war der Inhaber einer Holz.handelsfirtna, und die beiden Söhne, von denen der eine Rechtsanwalt, der andere Ingenieur war, hatten ebenfalls ihr Auskommen. Und heute? Als die Fürsorgerin in der kleinen Wohnung gegen Miltag eintrifft, findet sie die Frau noch im Bett. Es ist nicht leicht, sie zum Reden zu bewegen —• ein Rest von Stolz verschließt ihr die Lippen dieser Fremden gegenüber. Aber endlich spricht sie doch. Sagt, daß sie noch im Belt liege, um den Hunger zu besiegen. Ihr Gatte erhält nur eine ganz geringe WoiilfalirtsuntersUitzung: zusammen mit dem Gold, das ein Untermieter für sein Zimmer zahlt, wird von ihr die Wohnungsmiete bestritten, denn die Hauptsache ist, ein Dach über dem Kopf zu haben, Zehn Mark bleiben dann noch monatlich für alle Bedürfnisse — es reicht zu nicht mehr, als daß man sich einen Tag um den andern Hering und Kartoffeln gönnt. Und die Söhne? Sie sind mit ihren Familien ins Ausland gegangen, sie hofften, genug verdienen zu können, um die Eltern bald nachlommen zu Lasse״. Aber die Blutenträume sind nicht gereift: Der Anwalt, der selbst zwei Kinder hat, ist heute als Hafenarbeiter in New York tätig und erwirbt kaum das Nötige zum Leben, und ähnlich geht es dem Ittgcnictir, der In Südafrika dem Glück nachjagf.... Ein Leerzimmer und die nötigen Möbel besorgt die Jüdische Winterhilfe einem I leiscliergesellcn, der nur sehr wenig verdient. Er ist verheiratet, hat ein sechs Wochen altes Kind, und dieses Ba.hv schreit, wie es das Vorrecht seiner Art ist. Aber weil cs schreit, wird den Litern das möblierte Zimmerchm gekündigt, und weil es nun einmal auf der Welt ist, will niemand das Ehepaar aufnehmen, Die Jüdische Winterhilfe erlauft Rat.... liier möchte ich übrigens noch von einem wundervollen Beispiel werktätiger Nächstenliebe berichten, das verdient, festgeltalten zu werden: Auf einer Be/irksstellc ist ein etwa 30jältriger Herr, der selbst LrwcrbslosciumU-i'Stiitziing bezieht, ehrenamtlich als Mitarbeiter bcscliaftigt. Er hat sich für diesen Dienst angeboren, und wie er ihn auf fallt, bewies er u. a. dadurch, daß er acht Tage lang die Marken, die er unentgeltlich für den -Mittags-*is-ch in einer Mitteistandsküche erhalten hatte, einer armen alten t rau zur Verfügung stellte. Richard Wilde Vom Kulturbund Im Januar gelar..:! d.w S, Iiati-picl des jüdisch-amerikanische* Arztes und Diiditers sl 1 ׳ , K! n g s 1 r v: ״Menschen in Weiß“ rar Aufführung. Zuletzt ie.i iee. es der Kulturbund Hamburg in der Inszenierung von Dr. II.■ Ikj'.b.iiim heran-, der da- Werk auch in Berlin in Szene .setzen' u;■■!. Die Bühiienl >i!!ler entwirft Hans Sondheimer. In den 11 au 1■ן r Fiitz Wüten, Hans Karl Rosenberg, Alfred Berliner, Alfred I : :. ■ :;-tein, Siegmund Nunbcig, Gerda Klein, Ruth Manheimer, Lilly K mir. Mahlers ״Lied vor! der Krdc" wird in einer Somfcrveranstal« hing unter Leitung von i! ms Wilhelm Steinberg Anfang Februar zur Aufführung ge kr wn. Die Kapellmeister Ru■! 1: Schwarz und Wilhelm Altmann beginnen mit der Y.u :«.tci'iinf; der ihr März angc.wtzttm Oper* ״Die lustigen Weiber s ei Wind זסי" (Mu.-ik.tlisdic Leitung! Hans Wilhelm Steinberg, In.-zrt.ierung: Kurt Singer). Wie bereits mi• ■ ׳ '■ ha* sieh das M-iycr-Mahr•Trio neu konstiUiiert (Professor Ms ■ M Wkidllm■ Waghslter, Len Rostat). Am 14. Januar wird c■!!',. S.u! zu Gehör bringen: Beethovens Klavier-Trio D-Dur ״ ' " ,־;״ i 'ertn-'i; I!;ms Gal: Variationen über eine Wiener Ileuiiefn M oy. 9; Brahms: Klaviertiio C-Dut op. 87, Itn Februar wird 51- S m ten :■1 an-:altung Handels OratorianM ״Israel in Aegvptctr‘;■1 K tri Sb gm>■1׳:m Chor zusammen mit dem CI;׳׳r de-' Jiidik K;:.,!..de- 1::der 200 Sänger.) aufgeführt werden. Leitung: Ku:t ׳ ׳. /־־. Vom ״S׳m1:r,c1!;.1 : - - " ädo;en 27. Dezember eine Sonde*• vor<1<-!!11׳ig Statt, Atu OL i >, midier 1>1 Ir,et der Kulturbund eine einmalige' Wieder!:(.!;:■.: ׳.׳ ■: M ■0 er- ..de f׳r hiebe־' in der Regie) von l'iitz Wi-ten mit I.; .:; •:■■'!;. K:1!h Manheimer, Lotte Oppen* heimer, Waler Heiz, K 100.1 ׳■■׳. ‘.!:::« Friedman, Lilly Kann, Sieg• mund Ximberg, Eine Sumlervera!-. ־’ ׳:■.; um Id.:11 T Roscns Revue: ״VorbaBg auf!“ findet am 3t. I'» ■ ■-:'. 19 15 Ehr. im Schumann•Saal statt״ In: l.uei.ir wird die k .e..■־ e.:1:!!!1■;! ״-.) ■•־tm Saal) mit einet^ m uer» l’r.׳gtamm et.-i!1■ i Zur An:■ ihnitig gelingt das mu-ikalischfl Eue.-pirl: ״hs-ig m:J < . , < i■; Merk.,;; au> Wien, Musik von Siegfried Geyer und 1’. 0 1!.״.k, Mu-ik von Robert Katsche*. I* den IIa!!ytrrklen: ('anrii . -;1.1, M.;v Ehrlich, Bert Baer, Inszeniat rung: Mas Ehrlich. Bevorstehender Wechsel in der Miltlerenschule. Dr. Frang Ollen dorf, der hi-hcrige Leiter des ״Beth Sefer Lanoae llaolch“ (Mittlereiissiuilc der Jüdischen Jugendhilfe), der bereits im April eine Berufung an das Technikum nach Haifa erhielt, diese jedoch abgelehnt hatte, weil er die noch in! AuFbm befindliche Schule nicht im damaligen Stadium im Stich lassen wollte, hat sich nunmehr ent« schlossen, dieser Berufung Folge zu leisten. Er wird jedocÜ sein Amt in Haifa nicht vor der Ernennung eines Nach» folgere in Berlin antreten. Dr. Ollendorf wurde als Dozenf für Elektrotechnik berufen und soll zugleich die Einrichtung eines elektrotechnischen Laboratoriums am Technikum vor» nehmen. Familien-Nachrichten Herr Jacob Rock, Lankwitz, Zietoivätr. 34, begeht am 3*. DczaM» her den 7a Geburtstag, 1 Herr Martin Ilorow icz und Frau Goldine, geh. FrMmamn, Kaiser Allee 215, begehen um 31. Dezember die silberne Hochzeit. Herr Leo Kat». Berlin W 30, Schwäbische Straße 17, beging Mg 21. Dezember den 75. (h huri-tag. Bar Mizwah-Termine Am SB. Dezember (12■ Teweth)! Gerd Gold st eia (Prostejov(! Mähten, Brechergastse 18). Sohn von A. Coftield, W 15, Kcmstanacf Straße 59. —■ Kurt II sase, Sohn von Adolf Hasse, Weißenbaigeg Straße 76. — Ernst W i e r u s z o w s k i, Sohn von Salo Wiera« szowski, Wilmersdorf, ikhrmtedter Str. 24. — Manfred Wolfen» stein, Sohn von Kurt Wollenstem, Stegütx, Diippclstr. 41.