Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 98 (8.12.1936)
- Date
- 1936-12-08
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2654014--29975-2691528- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
8 ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 98, 8. XII. 1936 tung: daß nämlich der -Humor“ im Buch Jona nicht etwa aus irgendwelchen Geschienten dieser Erzählung erkennbar sei, sondern aus dem Verhalten Gottes gegenüber Jona und den Bewohnern von Ninive. Als Humor betrachtet Wiener jene über der Welt stehende, von den Ereignissen sich distanzierende Betrachtung, die mit Nachsicht das Gute und das Böse anschaut, ln diesem Sinne glaubt Wiener im Buche Jona Humor zu erkennen, daß Gott nicht von seinen Machtmittein Gebrauch macht, um den widerspenstigen Propheten oder die sündigen Bewohner der Stadt zur Raison zu bringen, sondern daß er mit großer Nachsicht ihnen immer wieder eine CHANUKKA (I ׳ Chance gibt. Das stärkste Beispiel hierfür ist die Belehrung Jonas durch das Werden und Vergehen des Kikajon, der ihm in drastischer Weise zum Bewußtsein bringt, warum Gott nicht dem Wunsche Jonas entspricht, Ninive zu zerstören, ln dieser Haltung sieht Wiener eine Vorwegnahme des deistisehen Gottesbegriffs der Aufklärung, der sich dadurch auszeichnet, daß Gott als möglichst wenig handelnd hingestellt wird. —nn. Die Berliner Misrachigruppe eröffnctc ihre Winterarbeit mit einem Vortragsabend der Gruppe Nord. Rabb. Dr. Harry Levy entwickelte ein Bild vom politischen Kräftespiel int Vorderen Orient und gab eine Darstellung der englischen Palästinapolitik. Rabbinatskandidat Kurt Kl a p p h o I z machte einige Angaben über die Winterarbeit des Misrachi. Auswanderer-Lehrgut Groß-Breesen. Idee und Leistung des Auswanderer-Lehrguts Groß-Breesen (in Schlesien) zeigte sein Leiter Prof. Dr. Gurt Bondy in einem vom Jüdischen Ccntral-Verein veranstalteten Vortrag auf. ln erster Reihe will das Lehrgut junge Leute für die Auswanderung nach Brasilien, wo sie landwirtschaftlich und handwerklich gesiedelt werden sollen, ausbilden und bewußt zur jüdischen Gemeinschaft erziehen. Auch als künftige Siedler sollen die jungen Leute ein hohes kulturelles Niveau beliatipten, um einen jüdischen Mittelpunkt zu bilden. Es wird Gottesdienst gehalten, regelmäßig Oncg Schabbat veranstaltet. Größter Wert wird auf die körperliche Ausbildung, ebenso wie auf die geistige Fortfildung, auf Musik u. dgl. gelegt Zur Zeit befinden sich in Groß-Breesen 70 Menschen, von denen 12 Mädchen sind; diese sollen in Hauswirtschaft, Küche, Gärtnerei und Kleintierzucht, später auch in Milchwirtschaft, ferner in Hygiene ausgebildet werden. Die weitere Ausbildung bleibt dem im Auswandcrungslande zu erwerbenden Siedlungsstammgut Vorbehalten. M. W. Von der Jüdischen Winterhilfe Die Chanukkah-Sammlung (Elntopf-Spende) der Jüdischen Winterhilfe findet am Sonntag, dem 13. Dezember 1936, statt. Die Sammlungen der Jüdischen Winterhilfe werden nur an den vorher angekündigten Sonntagen durch geführt. Jeder Sammler ist mit einem roten Lichtbildausweis versehen, die Sammler der Pfundspende mit einem grünen, während die Sammler der Büclisensaminlung einen weißen Ausweis besitzen. Der Tee-Nachmittag ist vom 13. Dezember auf den 24. Januar 1937 verlegt worden. Die Verausgabungen der Seelischen Winterhilfe ״Freude im Winter“ beginnen am 10. Dezember mit einem Konzert in der Synagoge Fasanenstraße. Für die Pfundspende fehlt es besonders in Charlottenbürg noch an Sammlerinnen. Meldungen erbeten an Frau Riesenfeld, Charlottenbnrg, Mommsenstr. 4. Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 93446- Einstellung von Nutzen sein. So ist anzuraten, das Klavier als Begleitinstrument vorerst auszuschalten und den Chor zum A-cappelia-Singen heranzuziehen, um so die Voraussetzungen eines für anspruchsvollere Aufführungen geeigneten Klangkörpers zu schaffen. Beiträge zw dieser Veranstaltung steuerte Cilly Zu kmann-Bi zony mit Volks- Hedem aus aller Herren Länder zum großen Teil in der Sprache des Landes, ein Gebiet, das ihrer musikalisch feinhuldigen Veranlagung und ihrem persönlichen Naturell entgcgt'ii/tikommeii scheint. h!!u־rlnlb dieser intimen Kleinkunst liegen Möglichkeiten für sie, die aus/mverten sind und in citier freieren, ״duMcren Darstellung liebenswürdige Eindrücke zu vermitteln vermögen. Störend die unzureichende Klavierbegleitung \ on Hanna 1; 11 g c 1. Effektvoll der ,,Pro• Ing“ aus dem ״Bajazzo" in der Wiedergabe durch Julius I'aissaclimnisrh. Linen besonderen Hinweis verdienen die l'raueiichöre von Fritz L i s s a u e r, volkstümlich nachempfundene I.ieiikompositionen, darunter der in Erfindung und Stimmung besonders geglückte ״Mondreigen“. — rg. Neue jüdische Lyrik, lieber die Kennzeichen und geisti« gen Ziele neuer jüdischer Lyrik äußerte sielt Dr. Max ir e y h a n im Verein Sur jüdische Geschichte und Literatur niit einer lleMinimtlicit, die ihm trotz der Fragwürdigkeit jeder Schau in die Zukunft einer Entwicklung durch die 1111vtrkennhare Umkehr von Werlel, Woifskchl, Sturmann und Ludwig Strauß aus der Weit sinnlicher Erscheinungen zu besinnlichen und zur Hingabe an Gott sowie an Erzväterland gestattet M'hicn. Der jüdische Dichter träumte nicht mehr, er- und bekenne die Wirklichkeit, umfange in seinen Selinsucht-iicdcrri nicht mehr die Weit als Braut, sondern jauchze dem Ewigen und Zion auf dem Weg einer neuen Gläubigkeit entgegen und wandte sich zum Propheten einer kraftvollen, stets lauteren Lebensgc innung. Freyhan sprach snit der Unheilmgtheit eines Dichters, fand aber in aller Hymnik auch abwägende Worte für die Schwebe des iüdisehen Lyrikers zwischen Erde und Aether und für die Schwere seines Schicksals. Edith Herrnstadt -Octtingen bewährte sich als vorbildliche Dienerin jüdischer Lyrik und zwang in Versen von Gertrud Chod/iesner und Ilse Biumenthal-WeiB die Hörer ganz in ihren Bann. -g- Saul und David. Im Jüdischen Lehrhaus meißelte Dr. Max Nußbaum zwei Profile: Saul und David. In Saul verkörpert sich der einfache Gedanke, daß die Stämme in der Stunde der Gefaiir sich unter Führung eines Marines einigen müssen und daß eirt Volk ohne solche einigende Kraft nicht leben kann. Seine Hauptaufgabe erblickt er daher in der Besiegung der Philister und daneben in der Uehcrwindung der Amalekiter. I:r ist durch und durch Tatmen sc 11. Aber hinter ihm stellt Satnuel als geistige Kraft, mit dem er sich zerwirft, indem er auf die Worte des Propheten nicht hören will. Er ist eine sensible Natur, unsicher um! voller Mißtrauen, und weiß nie, ob er nicht die ihm durch seine Natur gezogenen Grenzen überschreite. Es zeigt sich in ihm ein Bruch zwischen dem einfachen Bauern und dem Helden. Seine Zerwürfnisse bereiten ihm ein unglückliches finde. Er scheitert nicht nur an dem Mißtrauen gegenüber seiner Umgebung■, sondern vor allem an der Aufgabe, ein Reich aus dem Nichts zu schaffen. Im Gegen-,1tz zu S:m! ist Da vi<| ein Mensch mit Edelsinn und diplomatischem Geschick. Er erweckt den N a t 1 o n a 1 s i n n des jüdischen Volkes und schafft einen Volks Staat und cm unabhängige•; Königtum und in Jerusalem ein Kultur- 7 11 n t r 11111. Da\ iii hat dem j iuiisch-nationalen Gedanken den Zug ins Ethische gegeben. I Dazu war er fähig, weil sich in ihm praktisches 1 al ent mit musischer Begabung paarte. M, W. Die großen Spanier, in seiner Vortragsserie: ״Die Meister der Malerei•‘ sprach Dr. Max Ushorn!111 Kufturbund über die grollen spa 11 mclicu Maier: Velasquez, El (ireco und Goya. Ir charakn-t'Ni eile au> dem Volkscharakt er der Spanier (he woentlii Iwten Zuge der spanischen Malerei. Die Vorliebe ilir die Martyrergeschiciite, die dustere Freude an der Grausamkeit umi das (laballero-ldeal in der Folge der steifen Hofctikit!,-. All diese Zuge finden wir bei Ei (ireco wie bei Goya und Veia.-ipiez. Der aus Griechenland kommende Grcco übertrieb die spanischen Charakterzüge, weil er sich vollkommen in die Wesensart seiner netten spanischen Umweit vertiefte. Er machte dadurch den Spaniern ihr Wesen klar. Er traf die herrschende düstere Stimmung, gemischt aus religiöser Hingabe und Unduldsamkeit, sehr gut. ln den Lichtbildern sahen wir die Hauptwerke, die charakteristisch bewegten Linien der ekstatischen Körper, die an die Gotik erinnernden Gewänder, die färben in hellen Streifen, das merkwürdige gelb-grüne Licht. — Velasquez’ Ruhm ist nie verblaßt. Er hatte von Anfang an Erfolge; denn seine Art ist unkompliziert, es gibt bei ihm keine Probleme. Er bevor/ugte im Gegensatz, zu der damals einflußreichen italicnisehen Malerei die kühlen f ärben: ein blasses Grün, ein helles Blau, ein kühles Rot, die hellen silbernen Töne. Velasquez liebte das Licht, er malte noch das Licht zwischen den Dingen. Viele seiner Gemälde empfinden wir noch heute oder heute wieder als modern, seine Musiker am Tisch, eine Trinkszene oder den lachenden Straßenjungen. Vicie seiner Porträts erregen gerade heute wieder unsere Bewunderung, wie er den König Philipp IV. malt, in edler Vornehmheit, stehend, einen Brief in der Hand. — Goya ist in Haltung und Phantasic so typisch spanisch, wie man es vorher Grcco zum Vorwurf gemacht hatte. Der hohe, schmale Hut, die Anmut und Grandezza der Haltung, die Eleganz der Zeichnung und die grandiose Phantasie der Capriehios — ־ all das ist Goya. Dr. Osborn ergänzte die Sprache der Lichtbilder durch ein Lebensbild von der Krattfiille des jungen Künstlers aus Bauernblut, von dem mehr als eine Vision an die Sprache Daumicrs gemahnt, der ihn als Vorbild verehrte. R, M. Ueber das Buch Jona als ein Beispiel biblischen Humors sprach im Kulturbund Rabb. Dr. Max wiener am 5. Dczcmber; er vertrat eine sehr eigenwillige und interessante Deu¬;jedes aÜDISCHE HAUS □ÖDISC+HE WlNT-CRHIL-FE־ DEKADISCHEN GEMEINDE✓^ 2u Berlin q~aaL fSSl POsT5CHEC<-K־/W*f“Q Zionistische Veranstaltungen Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina- Zentrale Chanukkah-Vcranstaltung für alle Gruppen am 14. Dezember, 20.30 Uhr, Kielst- »traße; Frau Jettka Lcvy-Stcin spricht Über; ״Jüdische Frauen ln alter Wett“. —■ ('.rappe Nord und Os!; Am 12. Dezember, 20.30 l'hr, Heim. Roscnt lutler Str. 44, Chanukkah-Fekr. Ansprache; Frl. Regina Jonas. (L’nko>!enbei!rag inklusive Teegedeck: RM. 0.60.) Zu allen Veranaaltunpen Gäste willkommen. Jn der ChanukRah- Woche füllt der Wizo-Narimiiiiag aus. Hebräische Seminare der BZV. Jeden Sonnabend, 17.30 Uhr, Karst* Straße 54. Profile der modernen hebräischen Literatur (Mendele, Bialik, Frischmann, Tscht-rnichow.ski, Schneur, Sehlonsky, Rachel u. a.). Dr. S. Kaleko. — Um einem größeren Krens das Verständnis der Bibel zu erleichtern, wird im Bihclscmiuar von Dr. Borodianski (jeden Sonnabend, 19 Uhr) cm historischer Abschnitt gelesen, und zwar Samuel II. — Jeden Sonnabend, 19.30 Uhr, Kantstr. 54, Etymologie der hebräi* sehen Sprache, Dr. M. Broscr. Neuer hebräischer Anfängerkurs der BZV. Am 9. Dezember beginnt um 20.30 Uhr im Heim, Kantstr. 54, ein hebräischer Kursus für Anfänger ohne Vorkenntni.-se, der zweimal wöchentlich stattfindet. Lehrer; Dr. KeUrnann. Anmeldung: Kulturabteilung der BZV., Meinekestraße 10 (J 1 9031). Lehrstätte Ch. N. Bialik der BZV. Der 3. Abend des Kurses von l>r. Max Nu&baum .,Der U11n»i<lisnius״ findet, erst am 17. Dezember, 20.30 l'hr, Joachimsthaler Str. 13, statt. Thema: ,,Die Philosophie des (.'ha—Minnas, Idee und Bewährung“. — ,.Die Araber in Talüstina, Politik und Wirtschaft.‘* 2. Abend, 14. Dezember, 20.30 Uhr, Heim Kantstr. 54. L. Leibmann: ,.Die Geschichte der Araber in Palästina**. — ,.Die Frau in der jüdischen Literatur.“ 3. Abend, 14. Dezember, Mcinekc>tr. 10, 20-30 Uhr, Dr. Ch. Bororiituski: ,,Frauengenalten in der Literatur der Gegenwart“. — Am 16. Dezembrr, 20.30 l’hr. L״genh;u1.% KleLNtr. 10. ,,Galuthzcntrcn — Schicksal und Gesicht”; 4. Abend, Dr. Joachim. .Prinz: ״Prag“, — I)cr Kur.su> ,,Die Grundlagen der englischen Weltmacht‘־ (Dr. Schloß. lx־rg) ist wegen Erkrankung des Dozenten auf Januar verlegt worden. Der neue Termin wird rvx'h bckanntgcgc}>en. — Wegen Erkrankung von Dr. Luhm.'ki wird der neue Termin des 4- Abends ״Bilanz der jüdischen Gegenwart — Strukturelle Krise und wirtschaftlicher Niedergang*‘ nochmals nüigetcilt. Misrachi. Chanukkahfcst am 15. Dezember, 20.30 Uhr, Musiker- Fe-udilc, K;!׳-er-\Viihc־lm-Str. 31. Ansprache: Frau Jettka I,cvv- Stein. Geainge: Kantor Situier, Thcateiainfiilirtmg: ,,Ojlcm Habbc“, von Schulcru Alejchmn; Regie: WitteDolm. Palästlna-Musterküche. Um den Hausfrauen die Umstellung auf die palästinensische Wirtschaftsführung und die dort gebräuchlichen Petroleum- und Benzinkocher zu erleichtern, sind folgende Einrichtungen Zur Erleichterung für unsere Anzeigen - Kunden unterhalten wir jetzt folgende Annahme-Stellen tür Familien-Nachrichtan und sonstige Qelegenheitsanzeigen zu den Originalpreisen u. Bedingungen unserer Anzeigen-Preisliste Nr. 5: 1. Mein ekestraße 10 in unserem Verlagshauss 2. Schützen Straße 52 unweit Jerusalemer Strafte 3. Neue Friedrichstr. 59 Buchhandlung M. Poppelauer Weitere Stellen werden In Kürze bekanntgegeben werden JÜDISCHE RUNDSCHAU Anzeigen-Verwaltung Mitteilung für die Mitglieder der BZV. Von dieser Woche ab ergehen zu Veranstaltungen der BZV. keine besonderen Einladungen mehr. Alle Veranstaltunen sind in dem Monatsprogramm der BZV. veröffentlicht, as bereits an alle Mitglieder versandt wurde. Wir bitten unsere Mitglieder, aus diesem Monatsprogramm die Versammlungert und Chanukkah-Fcicrn ihrer Gruppen entnehmen zu wollen. Berliner Zionistische Vereinigung. Der Hauptvorstand. geschaffen worden: 1. Praktische Kochübungen auf verschiedenen Systemen, 3 mal 2 Stunden. 2. Vorträge über moderne Ernährung*• lehre und Dlätkiiche mit besonderer Berücksichtigung der palästinensischen Verhältnisse, 4 mal 21׳> Stunden. 3. llausfrauen-lieratiings- Sprechstunde Montag von 16—18 Uhr. Anmeldung: II 7 2528, Wilmersdorf, Trautcnaustr. 8, Gartenhaus I, bei Frau llenr. AIbach. Voranzeigen Jüdisches Lchrhaus (Marburger Str. 5, III, B 4 5587). Die Vortrage der Donnerstag- und Montag-Reihen der ersten Semestcrhälfte sind beendet. Sie werden wieder aufgcnonmien am 7. Januar, mit dem Vortrag von Adolf Scliovcr über: ״London“. — l)ie Sprachkurse werden bis zum 23. Dezember durchgeführt und beginnen wieder nach dein 1. Januar. lieber die laufenden Arbeitsgemeinschaften, die planmäßig weitergeführt werden, erteilt, das Sekretariat (10—13 Uhr, 16—18 l’hr) Auskunft. Arbeitsgemeinschaft Trebel: ,,Wanderungen in der Natur“, am 15. Dezember. Arbcitsgcnicinschatt, Marburger Straße 5. Am 20. Dezember, Wanderung Dahlem—RiemeDor- See—Wiese—Saubucht—Wannsee; Treffpunkt: 9 Uhr vor U-Bahn(«{ Dahlem-Dorf. ״Sinai-Lehrgänge“ der Agudas Jisroel. Am 16. Dezember, Hildesheimer: ,,Aus der Methodologie des Talmud“’. 21 Uhr, Siegmunds• hof. Meyer: ״Die Woehen-idra“. 20.30 Uhr, Pariser Sir. 4. Am 17. Dezember, Galcwski: ,,Grundbegriffe des talnmdischen Rechts“. 20.30 Uhr, Pcstalozzistr. 14-15. Am 20, Dezember, Jacob Poren (Frankfurt am Main): ״Gegenwartsfragen unserer Chaluzim“. 20.30 Uhr, Artillcriestr. 31. Wiederholung der Freitagabend-Liturgie von Weinberg. Die Kiinstlerhilfe und der Verein Friedens!empol veranstalten am 20. Dezember, 20.15 Uhr, im F'ricdenstempel die 2. Aufführung der ,,Freitagabcnd-Liturgie", von Jacob Weinberg. Miwirkendc der Winawer- Chor, Paula Lindberg (All), Julius Pcissachowitsch (Bariton) und Erwin J os[ re (Orgel); /Ursprache:!'dieser Lhrenrcicli. Karten in allen ZahUtellen des Kulturbundes, Künstlerhilfe. Kantstr. 159, Gartenhaus I, in den Synagogen: Frieclenstempel, Fa-ancnstraße, Oranienhurger Straße; bei Ködern, DahlnuuuiMj8 .־; l'hiio, Pariser Str. 44, und Woltf, Prager Platz 4. Jüdische Sludcntenhilfc. Am 10. Dezember, 20 Uhr, Neue Synagoge, Cbanukkah-Gotlcsdicnst für alle Studierenden; cs amtiert Dr, Max Wiener. Jüdisches Museum. Die Ausstellung ״Unsere Ahnen“ ist am 9. und 15. Dezember auch von 19 bis 22 Uhr geöffnet. Frau Frida Ledermann wird um 8.30 Uhr Führungen abhalten. Die Private Modenzeicheitschulc Feige-Straßburger gibt bekannt, daß sich ab 1. Januar 1937 ihre Schulräume Kuriürstendamui 40-41 befinden. Vereine Synagogen-Verband Berlin, Gruppe KaiserstralJc. Am 15. Dezember, 20 Uhr, Gemeindeahend in der Syn. KaKeist raßc; ״Geineindoaufgaben und Farochialgcdankc“ (Dir. Georg Kareski), ״Synagoge Kaiserstraße Kind und Jetzt“ (Saily Struck). — Reichsverband isr, Schwerhöriger ״Risch“. Am 12. Dezember, 19 Uhr, im Winterheim Düsseldorfer Str. 75, spricht Rabb. Dr, Weiße über ״Tempelweihe“, Kleine Nachrichten Jüdischer Arbeitsnachweis, Abt. f kaufm. Personal, Ilaiispcrsonal und freie Beitrie, SW 10, Lindenstr. 48-50 (A 7 5390). Wir suchen Stellen für kaufmännisches Personal. Tüchtige qualifizierte Kräfte aus den verschiedensten Branchen sine! vorgemerkt, ebenso: 1.obrer für Unterrieht aller Art, insbesondere für Sprach- und Nachhilfe-Unterricht W ir suchen Stellen für männliche Ilausgchilfeti und Diener-Ehepaare. Dringend benötigt werden Stellen für Schwerkriegsbeschädigte und blinde Stenotypistinnea — Abt. für gewerbliches Personal, C 2, Rosenstr, 2-4 (D 1 6711). Wir suchen Stellen für Facharbeiter aller Art, Transportarbeiter, ungelernte Arbeiter. Für grolie Ii .!ushahsarbeiten; Teppichklopfen, Bohnern. Fenstcrputzcn, stehen jederzeit Arbeitskräfte zur Verfügung. — F'Ur ein neues zionistisches Heim werden dringend einige Tische gesucht. Spender wollen sich bitte melden bei der BZV., W 15, Mcmckcstr. 10 (J 1 9031 Apparat 79). Familien-Nachrichten Herr Moritz Happ, Lippehner Str. 21, begeht am 15. Dezember den 75, Geburtstag. Herr Moriiz Käst an und Frau Dora, geb. Wolff, NW 40, TI»- masiusstr. 14, begehen am 13, Dezemlver die goldene Hochzeit. Herr I!ermann S a 1 o m o n, Barbarossaslr. 32 a. begeht am 13. Dezember den 75. Geburtstag. Ankündigungen