Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 91 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4■ *INDER-RUNDSCHAU Nr. 21 Aus Degartiah 18. Elul 5696 .... Die Frage, was jetzt in Erez Israel geschieht, kann Ich nur mit Trauer beantworten. Es ist sehr schlimm. Die Araber machen Ueberfälle, schießen, werfen Bomben, — aiun schon 5 Monate lang. Sogar aut Kinderhäuser und Schulen werfen sie Bomben. Jeden Tag bekommen wir die Zeitung, und sie ist ganz voll mit breiten schwarten Rändern, und diese schwarzen Ränder sind das schlimme Zeichen, daß wieder unschuldige Juden getötet wurden, die von ihrer Arbeit heimkehren oder die bei der Arbeit sind, und mitten drin werden sie überfallen und getötet. Schon fast 70 Tote gibt es. Auch die Felder rauchen, das goldfarbige Getreide, Orangenplantagen und Weinberge. Alles das geschieht in den Nächten, wo alle ihren bitteren Schlaf schlafen, und nur die Wächter gehen umher wie Schatten und bewachen uns. An unsere Kwuzah kamen sie noch nicht heran, aber in unserer Umgebung wurde das Biut unserer Brüder vergossen, die aus der Erde uns zurufen: ״Rettet, rettet unser Land! Seid mutig und stark.!“ * Man hört leise Gebete voll vom Leide der Juden, von Weinen und Klagen. Da sind wir schon: bei der Klagemauer, Greise sitzen neben ihr, schaukeln sich hin und her, beten und küssen diese einzige Mauer, die ihnen geblieben ist — ihren einzigen Trost. Greisinnen weinen und schütten ihr ganzes Herz vor dieser Mauer aus. Und sie steht schweigend, stumm und sie tröstet die Unglücklichen nicht, die Niedergebeugten. Einst war diese Mauer eine der Mauern des Heiligtums, aber als Titus mit seinem Heer nach Erez Israel eindrang, zerstörte er Jerusalem und auch das Heiligtum. Und von ihm blieb nur diese eine Mauer übrig, die stand und nicht fiel. Das Heiligtum war der geistige Mittelpunkt des jüdisehen Volkes. Die Juden weihten immer ihr Herz, ihre Seele und alle ihre schönen, feinen Sachen für das Heiligtum. Und auch jetzt, wo nur die eine Mauer steht, auch jetzt sind die Juden an sie gebunden, ganz fest — wie ein Kind an seine Mutter. * Durch Zufall kam es so, daß ich im Hühnerstall arbeite. Zuerst gefiel mir dieses Fachr gar nicht, und ich dachte nicht daran, in ihm zu arbeiten. Und jetzt in den Ferien arbeite ich d0Tt und ich bin ganz begeistert. Meine erste Arbeit gefiel mir auch nicht: neben dem Stall Unkraut hacken. Aber dann ließ ich das und ging, den Hühnern Futter geben. Als ich zuerst die Tür öffnete, flatterten die Hühner in alle Ecken und machten ein furchtbares Geschrei. Aber allmählich gewöhnten sich die Hühner an mich. Wenn ich reinkomme, so fliehen sie schon nicht mehr vor mir, im Gegenteil, sie kommen zu mir und picken das Futter aus meinem Eimer. Das Futter verteilen macht viel Spaß. Wenn ich nur eintrete, umgeben mich gleich alle Hühner und springen auf mich zu. Und ich verteile ihnen das Futter aus meinem Eimer, und sie stürzen sich drauf, picken und picken und fressen sich satt. Riwka Ripnis, Deganiah (12 Jahre) Bald Ist Chauukkah! Habt Ihr euch schon überlegt, was ihr euch wünschen sollt? Ein schönes Buch wird darunter gewiß nicht fehlen, daher denkt an: I^ancl der Jagend llas Buch der Kinder-Bundichau das die schönsten Beitrage aus den ersten zwei Jahrgängen der *Kmder-Rundschau“ enthält und darüber hinaus vieles, was in diesem Buch zum ersten Male erscheint Land der Jugend ist das Jugendbuch, an dem viele jüdische Jungen und Mädchen selbst mitgearbeitet haben. Es enthält 112 Seiten u. 79 Textabbildungen u. kostet ־«■־m■־ €h £2 Bf in Halbleinenband mit schönem buntem Titelbild JöfcJOL Es ist zu beziehen bei eurem Buchhändler oder direkt beim Verlag der Jüdischen Rundschau Berlin W 15, leinekestraie IO gegen Voreinsendung des Betrages zuzüglich RM 0.30 Porto auf das Postscheckkonto der Verlags-Abteil ung Berlin 71567 _ - 1-x n—n r—׳✓ ר—v_1—31—L ■Gä-MiOOC! Hebräisches Buchstabenrätsel Aus nachstehenden Buehsiaben sollen fünf hebräische Worte gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach ־unten gelesen den Namen einer Stadt in Erez Israel ergeben, -א-א-ב-ב-־ב-ב-ד־-ה-ה-ו-ח-י-י ל-מ-נ־-ן-ן-ר-ש-ת-ת. 1. Begräbnisstätte von Maimonides; 2. Siedlung in Erez Israel; 3. Liebe; 4. Siedlung; 5. Kinderdorf in Erez Israel. Arthur Stein, Nördlingen (16 Jahre) x Auflösung des hebr. Qu ad rat״Rätsels aus der Kinder-Rundschau Nr. 18 בן שמן ו מ ש ן ב ם ■» ש 3 א ת 1 ש ב ב ה מ ח ל מ ן 1 ר ה א Arabische Geschichten Die Geschichte von Abd-el’aziz Abd-ePaziz bin Marwän war der Herrscher von Aegypten. Eines Tages ritt er in den Straßen, als er hörte, wie eine Frau ihren Sohn rief: ״Abd-eFaziz!“ Als der Fürst diesen Ruf hörte, gab er ihr 10 000 Silberstücke zur Er- Ziehung ihres Sohnes, welcher seinen Namen trug. Dies wurde in den Städten Aegyptens bekannt, und jeder, welchem -ein Sohn in jenem Jahre geboren wurde, nannte ihn Abd־el׳az1z. Das Gegenteil hiervon: Es ging Taasch, der oberste Torhüter des Fürsten, an dem Bazar der Geldwechsler vorüber, als er hörte, wie ein Mann seinen Sohn rief: ״Taasch!״ Da jagte er alle Wechsler hinweg und beschlagnahmte ihre Gelder. Sehet den Unterschied zwischen dem Freien, aus dem Stamme Quraisch (dem Stamm Mohammeds) und dem Knecht, welcher mit Geld gekauft wird. Ein Mann sagte zu Eukiides, dem Weisen: ״Ich werde nicht ruhen, bis daß ich deine Seele zerstört haben werde.״ Eukiides entgegnete: ״Und ich werde nicht ruhen, bis daß ich nicht den Haß aus deinem Herzen entfernt haben werde!״ * Es sang der Dichter Ibrahim Mughannige vor Harun al־Raschid, und dieser sagte ihm: ״Du singst schön, möge dir Gott das Leben verschönern!“ Da antwortete Ibrahim: ״Oh, Herr der Gläubigen, möge Gott mir durch dich das Leben! verschönern!“ Harun al־Raschid gab ihm 100000 Silberstücke. * Man fragte einen der Sultane: ״Warum schließt du nicht die Tore deines Palastes, und warum stellst du keine Hüter hin?״ Da antwortete er: ״Wie sollte ich mein Volk hüten können, wenn ich es nötig hätte, mich hüten zu lassen?...״ Mikhael Studie. H! ßritfotcksel HL?; Mit 12- bis 13jährigem Mädel. Hella Tieder (121/2 Jahre), Berlin SW 68, Friedrichstr. 247. — Mit 9- bis lQjährigem Mädel. Erste Anschrift mit Bild. Betty Tieder (91/2 Jahre), Berlin SW 68י Friedrichstr. 247. — Mit lljührigem Mädchen in Deutsch, Englisch oder Hebräisch. Suse Rogalin, Haifa, Iladar-IIakarmel, Yechiel- Straße 18. ..die SfU awkkrdd-i 292. Die Höhle Machpela gilt den Arabern als ein hohes mohan»« medanisches Heiligtum und ist daher für Ungläubige nicht zugängig. Der Zutritt ist daher nur bis za einer bestimmten Stelle für Nichtmohammedaner gestattet.