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Jüdische Rundschau · 1936-11-13 · Heft 91 (13.11.1936) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 91 (13.11.1936)
Date
1936-11-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 91,13. NOVEMBER 1936 ,!'׳ .! ' M E f t 1 wer hat gewonnen? Die Universität im neuen Jahr r׳ ׳! Eins Analyse der ״Times“ Die Londoner ״T i m e s“ vom i€. November bringt gleich zwei große Artikel über Palästina, und zwar einen redak- (ionellen Leitartikel, den wir an anderer Stelle zitieren, und dazu einen ausführlichen Aufsatz ihres Spezialkorrespondenteu jn Jerusalem, in dem versucht wird, eine Bilanz der Lage in Palästina atn Vorabend der Ankunft der Kgl. Kommission zu ziehen. Zunächst behandelt der Verfasser die Wirtschaftsfragen. Die Regierungseinnahmen, so führt er aus, haben sieh bemerkenswert gut gehalten lind die Regierung befähigt, die großen zusätzlichen Ausgaben ohne größere Rückgriffe auf die Reserven zu bestreiten. Es habe ferner keine bedeutenden wirfschädlichen Zusammenbrüche weder auf arabischer, noch auf jüdischer Seite gegeben. Es herrsche auf beiden Seiten Optimismus trotz der beträchtlichen Anforderungen, die an ihre Reserven gestellt worden sind. In diesem Zusammenhang bemerkt der Verfasser, daß die Arabur — wenn sie Streikunterstützungen auch vom Ausland erhalten haben mögen — sicherlich das Geld hauptsächlich in Palästina aufgebracht haben; die Summe müsse sich auf Hunderttausende von Pfunden belaufen, von denen die meisten von den ■׳ulern erpreßt worden sind. Ebenso hatten die Juden bot .fliehe Ausgaben für Sicherheits- und Hilfsmaßnahmen, meist unproduktiver Art. Oetrennte Wirtschaftskörper Die Tatsache, daß beide Gemeinschaften den Streik zu überstellen vermochten, führt der Verfasser erstens darauf zurück, daß der Streik sich nicht während einer Periode ereignete, da die Haupterträgnisse des Landes aufgespeichert werden. Die Araber haben den größten Teil ihrer Grapefruit- und Melonenernte verloren, aber die zwei Ernten, die für das Land am wichtigsten sind, die Zitrus- und Olivenernte, werden eingebracht werden. Zweitens seien die Juden und Araber in großem Maße voneinander wirtschafti i c f! u n a b 11 ä 11 g i g, u 1!d jeder Teil bat seine eigeneu Widerstandskräfte. Die Araber sind Selbstversorgern! und können mit sehr wenig leben. Die Juden sind gewöhnt, ihre Hilfsquellen zugunsten des Nationalheims «in/usetzen. Sie haben große Summen gesammelt und können sich ferner auf die Hilfe der gesamten Wcltjudenheit verlassen. Eine Aktion zur Sammlung von 300 030 Pfund in alle« jüdischen Gemeinden der Welt zur Deckung der direkt oder indirekt durch den Streik verursachten Ausgaben wird jetzt unternommen; dies zeigt, was der Streik die judeuheit gekostet hat. Der Verfasser betont, daß auf beiden Seiten Vortrauen zu einer schnellen E r 11 o 1 u 11 g von den Folgen des Streiks bestünde. Zwei mildernde Faktoren machen sich schon jetzt bemerkbar. Der eine ist, daß infolge der spanischen Unruhen sowie auch der Qualität der Palästina- '«jaitjje die Orangen diesmal «irren sehr hohen Preis erzielen raden; der andere ist die Tatsache, daß die Soldaten in Palästina viel Geld ausgeben, was besonders wichtig ist, weil dies Geld unter die gesamte Bevölkerung kommt. Taktik der Araber Der Streik habe nicht die Hoffnung mancher Leute erfüllt, den beiden Gemeinschaften zu beweisen, daß jede von der anderen abhängt. Jede Seite scheint zu glauben, daß sie die Probe erfolgreich bestanden hat und ist dadurch mehr ihrer Kraft bewußt geworden als je. Die Araber betrachten es als einen Triumph, daß sie fast sechs Monate einig und unbesiegt zusarnnicngestandcn haben und den Kampf nur auf Rat ihrer Freunde aufgegeben haben. Von Anfang bis zu Ende haben sie von ihrer Bewegung stets als dem ,,Streik“ und nicht von einem ״Aufstand“ gesprochen, um so das passive Element ihres Widerstandes gegen die Regierung zu betonen. Sie glauben jetzt, daß ein Wirt- Schaftsboykott eine wirkungsvollere Waffe gegen die Juden sein wird als Terror. Die arabischen Geschäftsleute planen, Geschäfte in denjenigen Zweigen zu eröffnen, in denen gegenwärtig die Juden vorherrschend sind, und es wird ohne Zweifel auf die arabische Oeffentlichkeit ein Druck ausgeübt werden, ihren Bedarf in diesen Geschäften zu decken. Die beiden vornehmsten Cafes in Jerusalem z. B., die von Juden, Arabern und Europäern besucht werden, sind in jüdischeu Händen. Mari hat jetzt Verhandlungen mit Cafebesitzern in Kairo zur llröffnung eines Cafes in Jcrusalem und eines in Jaffa begonnen. Ein arabischer Kolonial- Warenhändler hatte seit dem Streik Gebäcke, die von einer jüdischen Firma in Tel-Awiw hergestellt sind, auf Lager. Eine Gruppe von jungen Leuten verlangte von ihm, daß er in Zukunft seine Ware von einer Firma in Damaskus beziehen müsse. Die jüdischen Gebäcke wurden ihm weggenommen und unter die Armen verteilt. Diese Art der Uebervvachting wird von der arabischen ״N a ti o n a 1 g a r d c“ durchgeführt, einer Körperschaft, die zu Beginn des Streiks organisiert wurde und deren Mitglieder die Streikkomitees in den meisten Städten und Dörfern versorgten. Der Korrespondent ist der Meinung, daß diese Taktik die Araber nicht weit bringen werde. Haltung der Juden Die J u d e 11 sind stolz darauf, daß ihre Wirtschaft, die natürlich künstlicher als die der Araber ist, gestärkt aus diesen Ereignissen hervorgegaitgen ist und daß die Juden Schulter an Schulter gestanden haben. Die Städter kauften die Produkte der jüdischen Kolonien, selbst wenn sie es kaum erschwingen konnten, nur damit die Kolonien leben konnten, *he Bauern kauften die Produkte der jüdischen Fabriken unter Selbstaufopferung, mir damit die Fabriken durchhalten können. Und schließlich wurde der Streik itn Hafen von Jaffa mit dem Bau der Mole in Tel-Awiw beantwortet. Was die Verteidigung der jüdischen Kolonien bc- Grifft, so stellt der Verfasser fest, daß es den Arabern mir meinem Fall gelungen ist, eine Siedlung anzugreifen, worauf s'e aber von den Siedlern wieder zurück-geschlagen wurden. Die Tatsache, daß 3000 Juden in die Hilfspolizei eingereiht wurden, gab der jüdischen Gemeinschaft frisches Vertrauen. Das Netzwerk der Verbindungen zwischen den jüdischen Geh!eten wurde durch neue Wege verbessert, die die Regierung ®it dem doppelten Zweck der erhöhten Sicherheit und der Von Professor Dr, Hugo Bergmann Wir veröffentlichen nachstehend die Ansprache, die der :uni zweiten Male■ gewählte Rehtor anläßlich der Eröffnung des Studienjahres der Hebräischen Universität Jerusalem am l, November gehalten hat. (Jeher die Feier hohen wir bereits in Nr. 89 kurz berichtet. — Red. Das Jahr 1035 36 war für die Universität in mehreren Rücksichten ein Jahr des Anfanges. Es war das erste Jahr der vollen akademischen Selbstverwaltung. Diese Neuordnung hat viele Fragen der Abgrenzung der Komneten/eii zwischen den akademischen und nichtakademischen Behörden der Universität aufgeworfen und nicht wenig Arbeit wurde im Laufe des Jahres darauf verwendet, Gesetze und Bestimmungen auszuarbeiten, von denen ein Teil bereits in unserem akadcmischen Leben eingefiihrt wurde, während ein anderer Teil noch der endgültigen Bearbeitung und Bestätigung harrt. Die Fakultäten Dieses Jahr war auch das erste Jahr, in welchem die Universität den Titel Al. Sc. an «die Studenten der Natur- Wissenschaften verliehen hat. EiTr die nafiirwissciis c h a f 11 i c h e F a k 11 11 ii t, die damit zum ersten Male ihre Studenten nach vollendeten Prüfungen entließ, war dieses Jahr auch ein Jahr des Anfangs Denn bisher hatten wir nur das biologische Institut, aber mit Beginn des Schuljahres konnte Dr. Chain! W c i z m a 11 n die volle Fakultät für Mathematik und Naturwisscnschaftcn für eröffnet erklären, deren erster Dekan er ist. Ich will liier nicht auf das Detail vier Arbeit eingchen, die an dieser Fakultät während des Jahres geleistet worden ist, und will mich mit der Anführung der wichtigsten Tatsachen begnügen: die Begninduug der Abteilung für p h v - s i k a I i s c h c C h c in i e, die Equipierung der Abteilung für experimentelle Physik, die Begtündung einer nnabhangigen Abteilung für Mcteoroi o g i e, die Schritte, die unternonimen worden sind, um die Chemie zum Hauptfach zu machen, die allerdings durch unser« Möglichkeiten an Raum und Geld beschränkt waren. Viel Arbeit hat die neue Fakultät daran gewendet, ein Unterrichtsprograinm aus/uarheiten. Dieses neue Programm ist in seinen Grundzögen genehmigt und wird die bisher allzu schwere Arbeitslast, welche den Studenten der Natur-f Wissenschaften a-uferlegt war, erleichtern. Wichtige Fortschritte machte die Vorbereitung der Medizinischcn Fakultät. Zwar sind wir noch sehr weit davon entfernt, eine medizinische Fakultät eröffnen zu können, «nd wir müssen auf diesem Gebiete mit Vorsicht zu Werke gehen. Aber die Vorbcrcitungsarbeiten, die unter der Leitung von Dr. Magnes geleistet wurden und an denen sich die Hadassah als Partnerin beteiligt hat, sind so weit gediehen, daß wir hoffen können, in den nächsten Wochen die medizinische Präfakultnl zu eröffnen, d. h. diejenige Körperseliaft der Universität, welche «ce Vorbereitung für di« Fakultät selbst in Angriff nchii.cn kann. Bei dieser Gclegenhcit erwähne ich auch, daß das Krcbsforschungsinstitut während des abgelaufei.er Jahres seine Arbeit begonnen hat. Auch die O c i s t c s w i s s e n s c I1; , 11 i c h e F a k u I - tat hat manchen Neubeginn gesellen. Die Universität hat in diesem Jahre zum erstenmal den Titel eines Pii. I). (philosophiae doctor) verliehen, und zwar einem Angehörigen der geisteswissenschaftlichen Fakultät. Zum erstenmal wurden in diesem Jahr Vorlesungen über palästinensische Arc 11 ii o i o g i e abgehalten und zwei neue II a u p t f ä eher wurden eingefiihrt: Hebräische Sprache und Jüdische Philosopliie und Mystik. Dies war auch «las erste Jahr, wo wir mit dem Unterricht in der Pädagogik begonnen haben; die pädagogische Abteilung bedarf freilich noch des weiteren Aushaus. Der Lehrkörper der geisteswissenschaftlichen Fakultät vermehrte sich tun den Dozenten für Neuere jüdische Geschichte, Herrn B. Diinaburg. Während ich so von äußeren Erfolgen berichte, darf ich die Mißerfolge nicht verschweigen. Fs ist uns nicht gehingen, einen Professor für theoretische Physik zu finden. Unsere Verhandlungen in dieser Richtung scheiterten, weil wir nicht imstande waren, mit den hohen Gehältern zu konkurrieren, die anderswo gezahlt werden. Auel! die Errichtung der psychologische n Lehrkanzel scheiterte an Geldgründen. Für den Lehrstuhl der Grundlagen der P ii d - agogik gelang es uns nicht, einen Kandidaten zu finden, der die hohen Anforderungen, die wir für dieses Fach stellen, befriedigen wurde. Die Eröffnung der Landwirtschaftliehen Abteilung, auf die wir mit Ungeduld warfen, konnte ebenfalls nicht verwirklicht werden, aber es ist uns gelungen, die Mittel für die erste Lehrkanzel der künftigen Abteilung zu erhalten. Wirkung nach außen Dieser Tätigkeitsbericht wäre nicht vollständig, wenn ich nicht der Leistung vier Universität nach außen hin gc- Bekämpfung der Arbeitslosigkeit baut. So sind die Juden Palästinas der Ansicht, daß sie im Fall eines neuen arahisehen Aufstandes besser gerüstet sein werden als zuvor. Inzwischen haben sie nicht im geringsten ihr Ziel der Ent- Wicklung und des Ausbaues ihrer Positionen in Palästina prämiert, um möglichst vielen Juden Platz, schaffen zu können. Zwischen diesen! ״Jn“ der Juden mul dem ״Nein“ der Araber, so meint der Autor, gibt es keine Aussicht einer Verständigung. Das ist das Problem, vor dem die Königliche Kommission steht. Ihre Aufgabe wird es sein, das Bild, so wie es jede der beiden Seiten sieht, so zu verändern zu versuchen, bis die beiden Ansichten Zusammenkommen; und der britischen Regierung liegt es ob. die Veränderungen durcluuführen, wenn sie es kann. denken würde. Die einzige Universität des jüdischen Volkes darf ihre Tätigkeit nicht auf den Lehrbetrieb nach innen bin beschränken. Ihre Arbeit muß weit in die Ferne wirken. Eine solche Wirkung in die Ferne können wir in den hebräischen Aufnahmeprüfungen erblicken, die wir für unsere künftigen Schüler in der Diaspora eingerichtet habet! und die ihren Einfluß auf das Lehrprogramm der dortigen jüdisclien Schulen nicht verfehlt haben. Hierher gehört auch das Zusammenwirken der Universität mit unseren höheren Schulen in Palästina in bezug auf eine Ausgestaltung des Lehrprogramms entsprechend den Forderungen der Universität. Hierher gehört ferner die aktive Teilnahme der Mitglieder unseres Lehrkörpers an den wissenschaftlichen Vercini» gungen im Lande, von denen nicht wenige ihre Kongresse während des Jahres in unseren Räumen abgehalfeu haben. Hierher gehören die Vorträge unserer Lehrer in öffentlichen Zyklen, weiche die Freunde der Universität veranstaltet haben, י: Eröffnungsfeier der Hebräischen Universität auf dem Shopus. Rektor Prof. Hcrgmann hält den Eräjjnnngsvorlrag. Links neben dem Rektor; der Vorsitzende der Exekutive der Universität, Sahrtan Schocken; hinter dem Redner im weißen /Innig (teilweise verdeckt) der Präsident der Universität, Dr. Magnes Foto; lubraw linivenity im Radio und in verschiedenen Bildungsvcrciiien des Landes. In den Peßacliferien unternahmen wir den Versuch einer Kooperation mit den landwirtschaftlichen Siedlungen iin Lande durch Vermittlung der Kulturabteihmg der Ihstadruth. Etwa zehn unserer Lehrer haben mehrere Tage in landwirtschaffliehen Siedlungen verbracht und dort Vorfrage abgehalten. Wir hoffen, diesen Versuch in den nächsten Ferien fort zuführen. Ich bcnüf/c diese Gelegenheit, um der Oeffentlichkeit von einem Plan Mitteilung zu machen, dessen Urheber Dr. R 11 p p i 11 ist, und mit dein sich die akademischen Behörden während dieses Jahres beschäftigt haben. Dr. Ruppin bcantragte, einjährige Kurse für Studenten oder absolvierte Studenten des Auslandes ein/ui!ihren, die ihren Teilnehmern Gelegenheit bieten sollen, ihr Wissen in bc/ug auf das Judentum und Pai.istjnn zu bereichern und gleichzeitig das indische!..eben, das in Palästina im V erden begriffen ist, aus der Nähe kenneii/iiici neu. Die Absolventen solcher Kurse würden die Botschaft des werdenden Palästina in die Diaspora tragen, 11 ie Juden dort mit Palästina und 11 er Universität verbinden. Dieses Programm muß natürlich durchgeführt werden, ohne den regulären vierjährigen Lehrbetrieb zu stören. Das Programm ist im wesentlichen vom Senat gebilligt worden, wir werden to in diesem Jahr in seinen Details ausarbeiteii müssen, um die .Möglichkeit zu schaffen, cs während des nächsten Jahres zu realisieren. Die ZOricher Beschlösse Wir wenden uns nunmehr unseren Hoffnungen für «las nächste Jahr zu. Die Sitzung der UnivcrsitatsieitUng, «he Ende August in Zürich tagte, hat den Rahmen für die nächste Entwicklung ahgcsleckt. Die wichtigsten Beschlüsse dieser Tagung seien hier angeführt, soweit sieakademischer Natur sind: Zunächst die Ernennung der Herren Raw A י s a f, G u I;1 k und Y e 11 i 11 zu Professoren 11ml des I )r. i laus Lewy zum Dozenten. Zu erwähnen ist ferner die Berufung eines bekannten Gelehrten als Professor für Ha- I a c 11 a, deren Verwirklichung aber noch v1!״ finan/iellen Erwägungen abhängt, ln den Geisteswissenschaften sind vier neue Hauptfächer beschlossen worden: semitische Philologie, Archäologie, arabische Sprache und Literatur, jiidjsche Geschichte und Soziologie. Die Kreierung dieser vier neuen Hauptfächer wird den Studenten der Geistesw issenschäften neue Möglichkeiten in der Wahl ihres Faches gehen. Das Komitee zur Ehrung des Andenkens von Sir Moses Montefiore in London ist im Begriffe, einen Lehrstuhl für englische Literatur und englische Institutionen zu schaffen. Der Lehrstuhl wird mit einem Lektorat für Englisch verbunden sein. Für den schon erwähnten Lehrstuhl für Grundlagen der Pädagogik erhielten die Universitätsbehörden die Vollmacht, ihn im Laufe des Jahres zu besetzen. An die Studenten Jetzt wende ich mich an euch, junge Studenten, die ihr heute zum erstenmal unter uns weilt. Unsere Universität ist nicht groß und nicht reich und kann euch nicht die Möglichkeiten bieten, die ihr an einem anderen Ort gcfunden hättet. Aher ihr werdet hier die warme und nahe Atmosphäre r w i s c h e n L ehr« r u nd Sc 11 ii - ler vorfinden, die für die Entwicklung der Fähigkeiten des Studenten so wichtig ist. Ihr gehört einer Anstalt an, die aus einer großen idealistischen nationalen Bcwegung hervorgcwaclisen ist, und der Geist des Aufbaus r 1׳ I i י t I I I

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