Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 88 (3.11.1936)
- Date
- 1936-11-03
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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?״it» 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 88, 3 XI. 1936 Der Biedermeiermaler Meyer Michaelson Zur Ausstellung jüdischer Familienbilder im Berliner Jüdischen Museum Von Rahel Wischnitzer-Bernstein. ־ Auf der Kunststreife durch die Häuser, wo alter Familienbesitz gehegt — Bilder der Ahnen —, gewann man die Vorstellung von einem jüdisclu-ii Gesicht, das wenig Verwandtschaft zeigt mit dem ״jüdischen Antlitz“ derer, die in neuerer Zeit um die Darstellung des jüdischen Menschen bemüht sind. Nicht zuletzt liegt der Unterschied gewiß auch im Sozialen begründet, suchte doch unsere Nachkriegsgcncration ihre Modelle in der polnischen und litauischen Kleinstadt, während es sich hier um Bildnisse der Großväter handelt, die einer gehobeneren Schicht angehörten. Dem ״Klima“ jener altväterlichen Welt suchte unsere Künstlergeneration zu entfliehen, in dem Wunsch, das Frlebnis der neu entdeckten Volksgemeinschaft zu formen. Aus der guten Stube, die Moritz Oppenheim gemalt hat, flüchtete man in die Werkstatt des geringen Mannes; in einer anderen Region ging Max Li cb e r m a!1 n den gleichen Weg. _Meute, wo jene gute Stube bedroht erscheint, gehen uns die Augen auf fur den l iebreiz der entschwundenen Zeit. I >ie Geschmacks wandhing vollzieht sich auf der ganzen Linie. Das begann mit der neuen Sachlich- Selbstbildnis keif, die unversehens abschwenkte zur biedenueierüeh verniedlichten klassizistischen Form des Davids«11׳ iilers Ingres, «las verriet sich in den nun bevorzugten ,,neuen‘• Farben, einem treiben Üliveiigrim, einem Weinrot, das man sich sogar schon aus den 80er Jahren hcranholte, — auvli Chagall huldigte ihm vor einigen Jahren im Porträt seiner Frau, — und vor allem offenbart sich der Umschwung im Schwarz, das die Impressionisten vor! ihrer Palette verbannt hatten. Edouard Manet, der ,,Spanier“ unter den franzosi^ehen Impressionisten, obwohl Pariser von Geburt, war der einzige, der dem schweren Farbton nicht entsagen wollte, de in Schwarz, — der Würze des Auges, Vor einigen Jahren schm! begann man Ausschau zu halten nach Möbeln der großviiterliehen Zeit, die Röcke und die Aertnel wurden weiter —, mm sind wir in die!;ihre 1811-1830 hineingeschliddert, es ist keine geringe Zeitspanne, beinahe erscheint uns das ganze 19. Jahrhundert als eine Erlebniseinheit. Aber noch mehr: mit der Fähigkeit, WiJerstrebendes zu vergessen, besitzen wir die Gabe, Erlebniswcrtcs in eine vergangene Zeit hineinzusehen. Und so kann uns die Gestalt eines verschöllenen Künstlers zur ,,Entdeckung“ werden, wenn ■wir uns bereit fühlen, sic auf uns selbst zu beziehen und zu deuten. Auch die Ausstellung i m Jüdischen Museum in Berlin, die Almenbilder aus jüdischem Privatbesitz, vorführt, wird den Betrachter wohl zwingen, umzulernen und manches Urteil zu revidieren. Man hat sich gewöhnt, das Biedermeier als ,,spießig“ abzuftin, es wird notwendig, daß wir uns mit jener Zeit auseinandersetzen. Es ist gesagt worden, die Biedermeierkunst sei eine namenlose Kunst. In der Tat weist sie viele!!!!signierte Werke auf, und oft verdankt inan nur der Familienliebe die Ueberlieferung eines Namens.!11 den Farnilien ist manches F'reundscbaftsporträt erhalten geblieben, Bildnisse von Angehörigen, die ohne Auftrag und ohne Be- Zahlung gemait wurden. Verschollen und verstreut ist /. B. das Werk von Mick a elson, wohlbehalten überkommen aber die im Besitz der Familie verbliebenen Bildnisse aus engstem Familienkreise. V'crblaßt ist die Erinnerung an den Künstler, sogar der Vorname ist dem Gedächtnis entschwunden, aber die Bilder werden gehütet. Die im Be-itz. einer Urgroßnichfe des Malers befindlichen Bilder sind alle imdgniert, Signier! und datiert (Michaelson fecit. 18) 1) ist nur eine Kreidezeichnung, das Porträt des Phi- 1 rpp Gottschalk in* Besitz der Nachkommen. Der Vorname des Künstlers ließ sich in den Katalogen der Berliner Akademieait-stelliiiigen 1 810• ׳'S feststellen. Fs gibt da einen M. Michaelson, und im Kliiisllcrlexikon von Nagler wird Meyer Michaelson angeführt: ..Maler aus Dan/.ig־, Jude von Geburt“, 1830 lebt Michaelson in Berlin, stellt in der Akademie NaUirsludien aus, 18 ii geht er nach Düsseldorf, wo er sieh im Genrefach auebiidet, 1833 malt er einen Matrosen, einen Bettler mit Sohn, einen Geizhals. 18)1 zeichnet er den Düsseldorfer Philipp Gottschalk. Die saubere, zarte Zeichnung ist in der Ausstellung zu sehen. 183-1 ist er in der Berliner Akademie mit einem buchstabierenden Knaben vertreten, 1836 mit einem Genrebild in Ocl: Die Geldverlegenheit. 183S sehen wir Michaelson in Königsberg, dann verliert sicli die Spur. Ein Großneffe des Künstlers, der Maler Hans Michaelson in Berlin, weiß •von seinem Großvater her, Jacob Michaelson, dem Bruder des Künstlers, manches über dessen Schicksale zu erzählen. Nach 1840 ist der etwa um 1810 Geborene nach Amerika ausgewandert, seine Familie folgte ihm. Frau und Kinder kamen auf tragische Weise tun. Man weiß nicht, wie lange er in Amerika geblieben ist. Er ging nach London. Dort soll er 55jährig gestorben sein. Die Ausstellung zeigt das in Oel gemalte Porträt <tes Bruders des Künstlers, Jakob, der 4861 in Hettstedt starb. Er war der Aeitere, 1802 geboren. Das Gegenstück bildet das Bildnis der Therese Michaelson, der Gattin des Jacob. Die Frau wurde QOjährig noch )890 von Hans Michaelson, dem Enkel, gemalt. Der verhaltene Ernst des Gesichts, die schlichte Haltung, das Fehlen jedes erzählenden Beiwerks kennzeichnen die Porträts als Schöpfungen jener repräsentalionsfeindlichen, anspruchslosen bürgerlichen Kunst, die die Angieichung der Juden an die Umwelt vortrefflich spiegelt. Viel temperamentvoller in der Auffassung ist das Selbstporträt des Künstlers, das ihn mit der verwegen roten Krawatte, den Vatermördern, weißer Weste und schwarzem Rock zeigt. Der Kopf mit dem gewellten braunen Haar, dem lebhaften Auge, dem Schnurrbärtctren, dem mutwilligen Mund, dem braunen Inkarnat ist gut charakterisiert. Requisiten, wie etwa Palette oder malerischer Flut, fehlen in dem Brustbild, das nicht so sehr Künstlertum und Bohc-meallüren, wie weltmännische Art betont wissen will. Abweichend im Darstellungsstil ist das Porträt eines Talrmidgelehrten im gleichen Besitz, überlieferungsiTiäßig ein Bildnis des Vaters des Künstlers, ebenfalls von ihm gemalt. Die sinnende Haltung mit dem aufgestützten Kopf, im barocken Lehnsessel, die überdeutlich gekennzeichneten Requisite der Gelehrsamkeit: der Talmudfotiant, ein angefangenes hebräisches Schriftstück, Gänsekiel, Tintenfaß, die unruhige Bewegtheit der Linienführung deuten auf romanlisch-historisierende Bestrebungen hin, über die uns die bekanntgewordenen Arbeiten Michaeisons keinen Auf- Schluß geben. Wir möchten annehmen, daß das in Oel gemalte Porträt des Talmudgdehrten, das, wie das Selbstporträt auch, in der Ausstellung: gezeigt wird, 1838 entstanden ist, in der Königsberger Zeit, als Michaelson den ermländischen Bischof Andreas Stanislaus von Hatten malte. Das von E. Brachvogel in der Zeitschrift für Geschichte der Altertumskunde Ermlands 1919 reproduzierte Porträt zeigt den Bischof im Lehn- Stuhl sitzend, den rechten Ellbogen auf einem Tisch aufgestützt, den Kopf zu dein aufgestützten Arm geneigt. Das große Repräsentationsgernälde wird nicht ohne Anregungen aus der Umgebung des geistlichen Herrn gemalt worden sein. Sicherlich kannte Michaelson die Bildnisse der ermländisehen Bischöfe i!1 Frauenburg (bis ins 15. Jahrhundert ziiriickgehend), die im Bischofshaus aufbewahrt wurden. Hier ist wohl der Ursprung jener historischen Darstcllungsweisc zu suchen, die auch sein Bild des Talrmidgelehrten charakterisiert. Möglicherweise ist das Bild mit dem ״Bildnis eines Gelehrten“ identisch, das 1838 in der Berliner Akademie ausgestellt wurde. Die Bildnisse der Königsbcrger Zeit sind es wohl, die den Ruf Michaelsoris als Porträlisten begründeten, IS40 heißt es bei Naglet, daß er ״Köpfe mit vieler Wahrheit male“. Das Bischofsporträt, das fm Wohnhaus des Bischofs in Frauenhurg hing, wurde viel nachgebildet, in Oel und in der Lithographie. Das wenige, das uns von Michaelson erhalten ist, verrät den Ernst eines ehrlichen künstlerischen Strebens, Lehrjahre in geregelten Bahnen, gelegentliche, nicht geringe Erfolge, und doch wohl keine wirtschaftliche Basis, vielleicht auch Enttäuschungen persönlicher Art, — Auswanderung. Das ist die Geschichte eines Biedermeierlebens. Ob sich dann draufk-n in der Welt sein Leben glücklicher gestaltet hatte — wir wissen es nicht. Die Familie vermutet es. Hier stehen wir vorläufig vor einem Geheimnis. Talmudforscher Foto•: Wi1cUtvi»k :4*1•*. Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Frauen־Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Am 7. November, 20 Uhr, im Heim, WiitcuhG 3 ,t, K!mU111u£ I’iopa^nmhuiumiU«►. T11<,,>׳!>uu<l. Yoitr.irr ]3,111׳ JuGka Ucvv.Ntein: ,.Ute .Yotworvlfekeit. zioni-iisrher Frauen :11־ brj!‘־. Nur für ״rladrne G;Ufe. — *Gruppen Nord und (Kt: DF Kruppe trifft Gc!1 jeden DienMnjr, 20 Uhr, im BXV.-IIcini, Ko-rmha!er S׳r. 44. 7um Tee. ArbeiKgcmci n^eliaft über zionF!‘!-( he Gouhjrhte. Leitung: Trau Fillv Klarer. Erstmalig am 10. November (m<h? am 3.) G;utc willkommen. Hebräische Kurse der BZV. Anf.'i nger’airse: Am 5. November* 20 Uhr, K״ndi:n1(s Ihm-a. Kien-lm! ^cr 19, I.titung: G. I ).i'.viT ׳wirz. Am 3. November, 21 Uhr, R.w;nihn'1cr Sir. 44, Leitung: M. blaufehl. In närhucr 7 eh beginnen weitere Anhingerkurm im 1 leim. Kant יי! r. 54, und in Steglitz, sowie in Neukölln unter Leitung vor» I)t. Stern. Anmrudtüig und AuskutUf: Kultur abteilung der JH/CY., Mrinekmtr. 10 ([ 1 9(531). Lehrstätte Ch. N. fiialik der BZV. I>;1s Arbeit ־;Jahr 1936-1037 beginnt am 11. November mit dem enten Vortrag von Dr. Joarhirn Prinz in seiner Vor trngsreih-e .,G.dtithzcuIren — Schicksal und (»e- Nieh!‘־ (mit Ei-hthiMn n). Der zweite Kursus ,,Bilanz der jüdischen Gogenuat;“ (! )nzent on: Dr. Franz: Mc->’eTt L)r. Michael 1 raub, Kubh. Dt. Max Wiener, Boris FEcnstadt) beginnt am 16. November, 20.30 Uhr. im Hrim, Kant ■fr. 54. Der Vorverkauf Lat bereits begonnen• Au.-kunl!: Kultufübteilung der BZV., ]VIeinekesir. 10 (J 1 9031» Aj'jparat 79), Misracht. Arn 5. November, 20.30 Uhr, Musikerfestsä Je, Kaiser״ Wilhclm-Str. 31, Vortrag jettka Lcvy-Stein: ״Religiöses Leben in Amcrik a“. Lehrküche au! Palästina-Herden. In Palästina gibt es keine Gas-, Holz- und Kohle: nmuig. tim den Hausfrauen die Umstellung zu erleichtern, sind praktische Kochübungen auf verschiedenen Systemen eingerichtet worden« Vorträge über moderne ״Ernährungslehre und Diätküche“ unter besonderer Berücksichtigung der palästinensischen Verhältnisse, mit teilweise praktischen Hebungen, ergänzen den Unterrieht der ״I.ehrküehe auf Palästina-Herden‘•. Der Unkostenbeitrag beträgt für die ..Lchtküchc auf Palästina-Herden“ (sechs Stunden) RM. 3.—־, für die ״Krnührungdehre und Diätküche“ (zehn Stunden) RM. 10.—. Anmeldungen bei der Kursleiterin. Henriette Albarh, und in der llaudrauen-Sprcchsbmde. Montag 16—18 Uhr, Trautenaustr. 8, Gartenhaus links, 1 Treppe (II 7 2528). Phetogruppe T'munah. Am 10. November. 20.30 Uhr, Heim, Kantsfraßc 54, II erbert Sonnenfeld: «Von Berlin nach Jerusalem —יי Bilder einer RcFc“. Theaterabend im Bezirk Zentrum-Nord. Am 17. November, 2D.30 Uhr, veranstaltet die K!(־inkun-,tg! tippe des Bezirks Zentrum ■Nord Un’cr der Re־u!e von M. WittcHohn in den Mudkcr-Fest-älcn, Kaiser- Wilhclm-Str. 31, einen Theaterabend, an dem das Drama ״Gott, Mensch und Teuk־‘[־ von J. Gordon zur Aufführung gelangt. Voranzeigen Jüdisches Lehrhau«. I)1»nr1er«tnj..Reihe: ״Juden in Weltstädten“ a*n 5. November. 20.30 Ehr, Hiüdcrvfreindiaus Dr. Horodianski sprießt (an Stelle von Dr. ,MHiael Traub) über: Warschau. — Arbcitsf:etm־msrh;)ftc■«: Am 3. Xtnomlx’r: Sternberg, Jüdische Philosophen (Fasanonsrrafic'; B;nsel1ek-l-1!Ödländer, K Inder jisycliologic (Mnrburger Sir. 5, III); Kbenberg, I'elnitigen in freier Rede (Fasanen- Straße); Jospc. Singkreis (FasanemtraÜe). Am 4. November: Swaison.-ky-David.sidin, Einführung in die jüdischen Gebete (Prinzrcgeritcnftraße); Trc-ilel, Vorbesprechung für ,,Wanderungen“ (Marburger Straße 5, 111); Eppstein, Arhacl Hatim (Marburgrr Str, 5, III); Margoiius, Ethik und Religion (Fa־־ancnstraße); Kuhn, Wirtschaft»- Psychologie I (Marburg« Straße); I’tih-crmachcr, Das jüdische Antlilz in der bildenden Kunst (Marburger Straße); Weltmann, Jiidisehe ('■es( alter» der Weltliteratur (Fasanenstraße); John •Jacobsolm, Schabbat um! Fcstcsfcier im jüdischen Haus (Fasanenstraße); Schildberger• Wetthtirn, I nst ru men( a!gemein schalt (l.ützo «־Straße). Am & November: Synagogale Mudk (Vorbesprechung, Marburg# Straße}, Am 7. November: Goldmann, Araber und Juden, 18.30 Uhr (Marburgcr Straße). — Sprachkurse, Kaufmännische und technische Kurse Profile der modernen hebräischen Literatur. Das hebräische Seminar unter Leitung von Dr. S. Kalcko: ״Profile der modernen hebräischen Literatur“ beginnt am 7. November, 18.30 Uhr, im Heim, Kant. Straße 54. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Oemelnde. Neue Anfänger, klassen: Gr. Hamburger Str. 27. Montag und Mittwoch, 20.30 Iris 22 Uhr; Lehrer: Wolf Neier, IClopstockstr. 58, Dienstag und Donnerstag. 20.30 bis 22 Uhr: Lehrer: Dr. Moses Goldmann, — Kurse für. Weit fortgesellt ittene: Dienstag 20.30 bis 22 Uhr und Sonnabend, 18.30 bis 20 Uhr, Klopstock.straße 58, Jirmcjahu und Mclachim, Agnon und Ssichot; Lehrer: \V0!i Werlra. Dienstag und Donnerstag, 18.45 bis 20.15 Uhr, IClopstockstr. 58. Acliad llaam, Mendde Mochcr Sforim und Zeitschriücnleklürc; Lehrer: Meier Mohr. Montag und Mittwoch, 20.30 bis 22 Uhr, Große Hamburger Str. 27, Mischna und Bibelkointnenlare; Lehrer: David Josef Hornstein. In allen Stufen mündliche und schriftliche Uebungen. Sprechzeit: Gr. Ham. langer Str., Montag und Mittwoch, 17.30 bis 18.30 Uhr; Klopstock- Straße, Dienstag und Donnerstag, 17.30 bis 18.30 Ultr. Hauskonzert bei Wachsmann, Wilmersdorf, Iirandenburgische Str. 18, am 8. November, 20.15 Uhr. Mitwirkendc: Wladyslaw Waghalter, Joiantha Waghaltcr, AHr. Schiednger, Leo Rostal, Else Wachsmarm, Ruth Waghalter, Walther liirschberg. Programm: J. S. Bach, J. Chr. Bach, Beethoven, Haydn. Jüdisches Museum. Die Ausstellung ״Unsere Ahnen“ wird auch vom Frankfurter Rothschild-Museum beschickt, das das Bildnis der (lutic Rothschild, der Mutter der 5 Frankfurter, sendet. Die Aus- Stellung wird am 9. November eröffnet. Die Jüdische Toynbee-Hallc lür Volksbildung und Unterhaltung der Berliner Bne Briss-Logen, Gipsstr. 12 a, hat am 17. Oktober ihre Wintcrarbeit ausgenommen und ist damit in das 33. Jahr ihres Bestehens eingetreten. Veranstaltungen jeweils Mittwoch und Sonnabend 20 Uhr. Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe veranstaltet der Synagogen- Verband Berlin, Gruppe I.cveuow, am 15. November, 19.30 Uhr, in der Synagoge Levetzowstratic ein SvnagogcnkonzerL Ansprache: Rabli. Dr. Nubbaum. ■Solisten: Susanne I.oewcnstein, Hermann Schey. An der Musikschule Holländer werden Anfang November Kurse über allgemeine Mikrophonkunde beginnen. Karl Wiener, der zwölf Jahre lang musikalischer Beirat des Berliner Senders war, wird die Grundbegriffe ries Musiziercns vor dem Mikrophon der jüdischen Jugend vermitteln. Vereine Frauenverein der Berliner Bnei-ßriss- Am 12. November, 17 Uhr, Sitzung im Xogenhaus, KIciststraße. Vortrag Ilse Golancr-Zicgellaub. Deklamatorische Vortiägc. — Risch (Reichsverband israelU. Schwerhöriger), W 15, Luduigkirchstr. 11a. Anfang November Anfängerkursus fiir Ablcsen und Hebräisch. Meldungen Mittwochs, ab 16 Uhr. — Am 21. November, 20 Uhr, im Winterheim, Vortrag von Dr. Salomanski. Kleine Nachrichten Arbeitsnachweis der Jüdischen Cemeinde. Abteilung fiir Itaufm. Personal, llauspcrsonal und Angehörige der freien Berufe, Berlin SW 19, I.indenstr. 48-50 (A 7 5396). Gesucht: Steilen fiir kauimännisches Personal aller Art und fiir männliehe Hatisgehilfon und Üiencr-Ehepaare. Dringend benötigt Stellen fiir Schwerkriegsbeschädigte und blinde Stenotypistinnen. — Abteilung fiir gewerbl. Personal, C 2, Roscnstr. 2-1 (f) 1 6711). Gesucht Stellen für Facharbeiter aller Art, Transportarbeiter, ungelernte ArWiter. Fiir grolre Haushaltsarbeiten: Tt-ppich klopfen, Bohnern, Fenster putzen, stehen jederzeit Arbeitskräfte zur Verfügung. — Für ein neues zionistisches Heim, das in Kürze eröffnet, werden soll, werden dringend gebucht: Tische. Stühle und Gardciolrcnsfäixler. Spender wollen sich melden bei der BZV., Berlin W 15. MeineUcstr. 10 (J 1 9031, Apparat 79). —» Agudas Jlsroel. Am 12. November, 20.45 Uhr, Siegmundshof 11, Dr. Maximilian Landau: ״Samson Raphael Hirsch und unsere Zeit“. Familien -Nachrichten Frau Paulint Ü e,n s ch er,. Köthen (Anhalt), zur Zeit bei Bach, Berlin W 15. Konsianzer .Str. 7, begeht am 7. November den 77. Geburtstag. Frau Marie L isser, Altersheim, Schönhauser Allee 22, begeht am 10. Noveunber den 80. Geburtstag. Bar Mizwah -Termine Am 7. Novernba22) ׳. Marcheschwan): liardy Sclitzky (Tallinn. Estland), Sohn von J. Selitzky, Berlin-Wilmersdorf, Pfalzburgcx Straße 26 b. Geschäfts-Jubiläum Das Kaufhaus D. Al per n (״Kaela‘), Berlin W 62, Ncttelbedc. Straße 24 und Goltzstr. 28, begeht am 3. November das 30jährige Geschäftsjubiläum. Postschlüsse nach Uehersee (Abkürzungen: PA. =־ Postamt; BPA. Bahnposfamt; Flh. Flughafen) Vom 3. November bis 10. November Palästina. Schiff; 3. November Frankfurt/M. (BPA. 19) 19 Uhr; 4. November München (BPA. 1) 9 Uhr; 10. November München (BPA. 1) 9 Uhr; 10. November Frankfurt/M. (BPA. IQ) 19 LJhr. — Bahn: 5. November; 7. November; 9. November München (BPA. 1) 9 Uhr (Leitverinerk ״via Belgrad—Aleppo“). — Luft: 3. November; 5. November; 6. November; 7. November; 10. November München (BPA. 1) 18 Uhr; 4. November; 7. November Berlin (PA. €2) 6 LJlir; 5. November; 8. November Berlin (PA. C2) 10 Uhr. Vereinigte Staaten von Nordamerika. Schiff: 3. November Hamburg; (PA. I) 17 Uhr; 4. November Berlin (PA. C 2) S Uhr za ״Washington“ 5. November Le Havre. — 5. November Hamburg (PA. 1) 8 Uhr; 5. November Berlin (PA. C2) 8 Uhr zu ״Hamburg“ 6. November Cherbourg. — 9. November Hamburg (PA. 1) 19 Uhr; 40. November Berlin (PA. C2) 8 Uhr zu ״Queen Mary“ 11. November Cherbourg. — Luft: Fahrten des Luftschiffes ״Hindertbürg“ und Nachbringcflügc von Köln zum Dampfer finden bis auf weiteres nicht statt. Südamerika. Schiff: 5. November Berlin (PA. C2) 20 Uhr; 6. November Frankfurt/M. (BPA. 19) 8 Uhr zu ״Highland Patriot“ 7. November Boulogne. — 11. November Berlin (PA. C2) 18 Uhr; 11. November Frankfurt M, (BPA. 19) 19 Uhr iu ״Neptunia“ 13. November Neapel. — Luft: 4. November Berlin (PA. €2) 11 Uhr; 4. November Frankfurt/M. (BPA. 19 oder F'h.) 18 Uhr mit Luftschiff ״Hindenburg“ (Leitvermerk ״Mit Luftschiff nach Südamerika“). — 7. November Berlin (PA, C2) 9 Uhr; 7. November Frankfurt/M. (BPA. 19 oder Flh.) 13 Uhr Air France. Südafrika. Schiff: 3. November Hamburg (PA. 1) 19 Uhr; 4. November Frankfurt/M. (BPA. 19) 19 Uhr zu ״Guilio Cesare“ 6. November Marseille. — 11. November Köln (BPA. 10) 21 Uhr zu ״Edinbourg Castle“ 13. November Southampton nach Kapstadt, Johannesburg und Pretoria. — Luft: 3. November; 6. November; 10. November Berlin (PA. C2J 22 Uhr und München (BPA. ,1) 24 Uhr.