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Jüdische Rundschau · 1936-10-30 · Heft 87 (30.10.1936) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 87 (30.10.1936)
Date
1936-10-30
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seife 2 *INDER-RUNDSCHAU Nr. 20 (״Wer da?״) Als Antwort bekommt er Schüsse zu hören, er antwortet ebenso ins Dunkel hinein und wirft sich zu Boden. In diesem Augenblick ist auch Josef schon unten angelangt, und das Maschinengewehr des Patrouillenwagens bestreicht knatternd den Berg. Die Schomrim fahnden, suchen die ganze Gegend ab. Aber ohne jeden Erfolg. Und in der Nacht geschieht nichts mehr. In einem kleinen Zrif sitzen noch einige Stunden Schoschana und Reuwen am Telephon und beruhigen die Chawerim, die von den umliegenden Kwuzoth her anfragen. ״Nein, Ejn-Charod, Ginegar, Sarid, — es ist uns nichts passiert. Alles ist ruhig!״ Die Kwuzah schläft. Nur die Schomrim machen ihre Runde, und auf dem Dach bedient Chajim den Morseapparat. die häcUsie Hindee-lhuidetkcM erscheint am Freitag, dem 13» November. Redaktionsschluß hierfür am Donnerstag, dem 5,November Wir Touristen liegen auf unseren Betten wach und überlegen: ״Das war also ein Ueberfall auf eine Kwuzah. Einer von denen, die die Chawerim als ,harmlos‘ bezeichnen.״ Und wir staunen darüber, wie mustergültig diszipliniert die ganze Gruppe sich verhalten hat. Kein Geschrei, kein Gezeter, kein Besserwissen! In der Kwuzah, wo sonst jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern, zu kritisieren und mitzubestimmen, — hörten in dieser Nacht alle auf eine Stimme, auf die des Erfahrensten. Menachem Ilatajar Öck nukAJc 292. Weshalb lassen die Araber uns nur bis zu! 7. Stufe an der Höhle Machpela? Herbert W. Schoschana und Reuwen 'A: Arabische Erzählung MONATSBILDER Die Geschichte von Abi-Ja'aqOb Jüssif Ein Reisender erzählte: Wir kamen von der Stadt Beirut und besuchten das Grab des Abi-Ja’aqüb Jüssif, von welchem man erzählt, daß er einer der Könige Marokkos war. Wir beginnen jetzt damit, für jeden jüdischen Monat ein Bild zu bringen, das zum Teil mit dem Monat in irgendeinem Zusammenhänge steht, zum Teil ein allgemeines jüdisches Thema ausdrückt. Wir bringen heute ein Bild für den Monat Cheschwan. Es war der Ort, welcher bekannt ist als Karak-Nukh in der Ebene Ei- ,Aziz. Von Abi-Ja’aqüb wird nun berichtet, daß er Strohmatten selbst flocht und sich von ihrem Erlös ernährte. Man erzählt, daß er in die Stadt Damaskus kam und dort schwer erkrankte —־ und so lag er denn elend in den Gassen. Als er genas, verließ er die Stadt, um eine Anstellung als Wachter zu suchen. Er wurde zur Wacht in den Gärten des Königs Nur-addin verpflichtet — und er versah diesen Posten ein Jahr lang. Es war die Zeit der Fruchtreife, als der König in jenen Garten kam. Der Aufseher sandte Abi- Ja’aqüb um Granatäpfel für den Sultan, und die Granatäpfel waren sauer. Da fragte ihn der Aufseher: ״Wie kommt es, daß du schon ein ganzes Jahr angestellt bist und noch nicht weißt, wo die süßen und wo die säuern Früchte wachsen ... .״ Da antwortete «er: ״Du hast mich doch angestellt zu hüten und nicht zu essen?״ Diese Antwort kam dem König zu Ohren, lind er sandte um Abi-Ja’aqüb. Und es war in der vorherigen Nacht, daß der König träumte, mit Abi- Ja’aqüb zu sitzen. So fragte er ihn: ״Bist du Abi- Ja’aqüb?״ Und er antwortete: ״Ja.״ Und sie standen auf, küßten und umarmten sich. Dann bewirtete der König ihn mit seinem Besten. Abi-Ja’aqüb blieb einige Zeit in Damaskus, und dann entfernte er sich in den Tagen der großen Kälte. _ Mikliael *) Abi-Ja’aqüb Jüssif war ein König von Marokko, welcher laut einem Gelübde allen königlichen Ehren und Vergnügungen entsagte. MMk ”5־:־'׳IS״•. Ä'SfrtiifS*׳ ■׳,y SS* Zeichnung von Hans Less (13 Jahre), Berlin, Schule Rykestraße Talmudist msm Jär'iS i - vJ»',

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