Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 87 (30.10.1936)
- Date
- 1936-10-30
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 87, 30. OKTOBER 1936 Palästina und die Olympiade in Tokio Ein Interview mit Josef Jekutieli, dem Sekretärdes palästinensischen Olympia-Komitees Sport in Palästina Von unserem Berichterstatter Tel-Avviw, 15. Oktober Der Sportklub ״Makkabi-Athid“ feierte sein zweijähriges Bestehen, ln dieser kurzen Zeit ist aus einer kleinen Gruppe, die damals den Makkabi Tel-Awiw verließ, ein dem Makkabi fast gleichwertiger Verein geworden. Wenn die damalige Neugründung des Atliid, in einer Zeit der Sammlung aller Kräfte, anfangs auf starken Widerstand im palästinensischen Makkabikreis stieß, so zeigte sich doch bald, daß sie für die Belebung des hiesigen Sporlbotriebes ein großes Aktivum war. Bald konnte der Atliid in fast allen in den anderen Vereinen vertretenen Sportarten Mannschaften aufstellen, so daß die Zahl der konkurrierenden Mannschaften wuchs und damit das Interesse am Sport. Eigenartig ist die personelle Zusammen* setzung des Atliid. Auf der einen Seite sehr viele aus dem deutschen Sprachgebiet stammende Mitglieder, auf der anderen eine unverhältnismäßig große Zahl Jcminiten und sephardische Juden. Die Zusammenarbeit dieser auf sehr verschiedenen Kulturstufen stehenden Gruppen scheint sich aber durchaus harmonisch zu gestalten. Das Jubiläum wurde mit einigen sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen festlich begangen. Es gab Reit- Vorführungen mit Sprüngen und Lanzenstechen, einen Staffellauf der verschiedenen Abteilungen durch die Straßen Tel- Awiws, ein Handballspiel, das der Atliid gegen Arnal mit 1:4 verlor, ein Fußballspiel, daß er gegen Belhar mit 3:2 gewann, und schließlich vor etwa 600 Zuschauern ein internes Leichtatiitctikfest. Die Leistungen in der Leichtathletik stauden in Anbetracht der sehr schlechten Ptatzverhältnisse auf recht mäßiger Sfufe. Schlomoh Maranz mit Kaspi und Rabinowitsch einer der Veteranen der palästinensischen Leichtathlctik, war nicht weniger als viermal siegreich. Er gewann die 100 ,Meter in 12 Sek., die 200 Meter in 24,5 Sek., den Hochspruug mit 1,45 Meier und den Weitsprung mit 5,75 Meter. In einem 3000-Meter-Lauf gelang es dem kleinen Jemeniten Metiache, mit Frankl in totem Rennen einzukammen. Der erste Teil der diesjährigen palästinensischen Schwimm eist erschaffen wurde im jarkon kurz vor seiner Mündung ins Meer ausgetragen. Meister über 1500 eter Crawl wurde wie erwartet das ehemalige Mitglied der Hakoah Wien Vago, jetzt Makkabi Haifa, in 23 Min. 55 Sek. vor Knganowitsch (Makkabi Tel-Awiw). Das 100-Meter-Rückcn- Schwimmen gewann überraschend Goddard (Makkabi Tel-Aiw) in 1,28 Min. vor Vago. Die 4 mal 200-Meter-Staffd sicherte sich der Makkabi Haifa in 2 Min. 39,5 Sek. vor der Mannschaft des Makkabi Tel-Awiw. Bei den Jugendlichen schwamm der erst 13 Jahre alte Rosen berg (Makkabi Tel-Awiw) die 100 Meter in 1,26 Min. Der auch erst 13jährige Lorr (Makkabi Tel-Awiw) schwamm 50 Meter Crawl in 36 Sekunden. Der zweite Teil der Meisterschaften wird eine Woche später im Haifaer Schwimmstadion ausgetraeen. Lasar Dünner. Die Makkabi-Pokalspiele In Fußball und Handball In Breslau standen sich je zwei kombinierte Mannschäften Mitteldeutschlands und Schlesiens gegenüber, um die ersten Rundenspiele zugunsten der Jüdischen Winterhilfe ahzuwickeln. Trotz Wetterschwierigkeiten bekamen die Zuschauer zwei faire, harmonische Spiele zu sehen, die von Anfang an die in beiden Sparten gute Kombination der mitteldeutschen Makkabi-Mannschaften Siege der Gäste erwarten ließen. 1111 Handballspiel entschieden Czopek und Oesterreicher den Sie״ über Schlesien mit einem Resultat 10:2 (1:2). Das Fußballspiel endete mit einem Resultat 2:1 (2:1) für Mitteldeutschland. Die schlesischen Mannschaften, bei denen sich im Handball Krebs und Rosenstein und im Fußball S. S c 11 ü f t a 11 und Friedländer (sämtlich Breslau) auszcichiieien, schlugen sich ehrenvoll. In den weiteren Vorrundenspielen werden sich am 8. November in Kassel im Fußball und Handball Norddeutschland und Südwestdcutscliland und in Danzig Berlin und Ostdeutschland gegenüberstellen. Besonders ernst nimmt der Bezirk Südwestdeutsclilaml seine Vorbereitungen. Zur Bestimmung der südwestdeutschen Auswahlmannschaf■ teil fanden am letzten Sonntag in Frankfurt a. M. Repräsentativkämpfe auf beiden Gebieten statt. Die Fußballelf des Wahlbezirks, die sich in der Haupt- Sache aus Spielern des Bar Kochba Frankfurt rekrutierte, errang unter' der vorzüglichen Leitung von Edwin Löwenstein gegen die Auswahlmannschaft des Rhein-Ncckar-Bczirks einen 5:2 (2:1)-Sieg. Die Süddeutschen hatten zu Beginn etwas mehr vom Spiel, ohne ihre kleine Ueberlegcnhcit aber in Toren ausdrücken zu können. Dann wendete sich das Blatt; der viel zielsicherer arbeitende Sturm der Mainleute führte herrlich« Kombinationszüge mit abschließenden Torschüssen vor, und besonders waren es Mittelläufer Herrsch, aber auch der neue jugendliche Mittelstürmer May, die neben dein ausezeichneten Torhüter Jeckel aus dem Mannschaftsgebilde ervorstachen. Die Fußballmannschaft für das Spiel gegen Norddeutschland stellt wie folgt: Jeckel (BK. Frankfurt); öirgusky (BK. Frankfurt), Kaufmann (JjB. (Hanau); D. Zwickler (BK. Mannheim), W, Herrsch (BK. Frankfurt), W. Grünebaum (BK. Frankfurt); Ernst Meyer (BK. Frankfurt), Gutmann (BK. Frankfurt), B. Grünfeld, L. Grünfeld (beide Hakoah Stuttgart), F. Zwickler (BK. Mannheim). im Handball trat die Elf des Bar Kochba Frankfurt gegen eine süddeutsche Auswahlmannschaft an und hatte es hier nicht schwer, mit 8:2 (3:1) zu gewinnen. Immerhin wirkte sich liier die gewohnte Zusammenarbeit einheitlicher aus als hei den Gegnern, deren einzelne Mannschaftsglieder noch nicht aufeinander eingespielt waren. Vor dem Tore waren die Frankfurter aber trotzdem nicht immer entschlossen genug. Bei der Rhein-Neckar-Mannschaft spielten die einzeliieu Stürmer zu eigennützig und verhinderten damit jeden Erfolg. Ihr bester Mann war der Darmstädter Stein als Mittelläufer. Die H a n d b a 11111 a n!1 s c h a f t des südwestdeutschen Kreises wird in Kassel in folgender Zusammenstellung antreten: Mann (BK. Mannheim); Schließer, Flörsheim (beide BK, Frankfurt); Strauß, Wellwarth, Vollweiler (BK. Frank- Jurt); Stein (BK. Darmstadt), Schwarz, Speyer. Katz (BK. Frankfurt). Der Posten des Linksaußen ist noch nicht endgültig besetzt. Der palästinensische Sport und insbesondere der palästinensisehe Makkabi ist wohl niemandem so zu Dank verpflichtet wie Josef Jekutieli, der -— in Palästina geboren ■— es mit Weitblick verstanden hat, im Rahmen des Möglichen dem palästinensischen Sport zu seiner heutigen Bedeutung zu verhelfen. Von ihm stammt der Gedanke der Makkabi ah, den er zum ersten Male auf dem Makkabisportfest in Mährisclr-Ostrau 1929 einem größeren Forum unterbreitete. Seiner Initiative sind die Motorrad-Propagandafahrten des palästinensischen Makkabi quer durch Eiuropa, die Entsendüng eines Teams zu den Frauen-Wettspielen nach London und zu den West Asiatie Garnes nach New Delhi zu verdanken. Schließlich ist es ihm nach schwieriger Vorarbeit gehingen, daß Palästina in den olympischen Verband aufgenommen wurde. ״Glauben Sie, daß es gelingen wird, eine palästinensische Mannschaft zu der Olympiade nach Tokio zu entsenden?“ —- ist die erste Frage, die wir an Jekutieli stellen. — ״Ich bin sogar überzeugt davon, daß eine sehr starke Mannschaft die weite Reise nach Tokio antreten wird. 1940 sind es gerade 2100 Jahre, daß Juda Makkabi starb. Wir wollen sein Andenken durch unsere erstmalige Beteiligung an den modernen olympischen Spielen ehren.“ ״In welchen Sportarten, glauben Sie, wird Palästina die Spiele beschicken können?“ ״Das ist natürlich heute sehr schwer zu sagen, doch glaube ich, daß wir einige gute Schwimmer melden können, die in dem Haifaer Schwimmstadion eine ausgczcichliefe Trainingsstätte haben. Für die Erzielung guter oder gar hervorragender Leistungen im Sport ist neben der körperliehen Veranlagung eine geeignete Trainingsstätte die erste Voraussetzung. Das wird auch der Grund sein, weshalb wir wahrscheinlich keine Leichtathleten entsenden werden, es sei denn, es würde in nächster Zeit irgendwo im Lande eine gute Aschen- und Sprungbahn gebaut werden. Die heutigen Laut- und Sprungbahnen sind jedenfalls so schlecht, daß sie keine Trainingsstätte für künftige Olympiateilnehmer sein können. Wahrscheinlich werden wir eine Fußballmannschaft nach Tokio schicken, die vorher durch regen Spielverkehr mit guten ausländischen Mannschaften ihren letzten Schliff bekommen wird. Jetzt beiindet sich gerade die 1. Mannschaft des Makkabi Tel-Awiw auf einer Tournee in Amerika. In New York siegte sie vor 45 000 Zuschauern gegen ״All Stars“ mit 6 : 1 und in Philadelphia vor 25 000 Zuschauern gegen ״Pennsylvania State“ mit 1:0. Das sind schon die ersten Schritte auf dem Wege zum internationalen Ruhm. Große Hoffnungen! setzen wir auf unsere Boxer, von denen gerade die Jungsten technisch außerordentlich gut geschult sind, Für sie wie für alle Olympiakandidaten gilt das gleiche: regelmäßiges Training und viele internationale Kämpfe.“ ״Sind schon irgendwelche Vereinbarungen mit auswärtigen Mannschaften zwecks Austragung von Wettkämpfen getroffen worden?“ ״Bis jetzt haben wir noch kein festes Programm. Sicher ist mir, daß wir eine Mannschaft zu den zweiten West-Asiatischen Spielen entsenden werden, die im Frühjahr 193S in Kabul statt finden. Dann schweben Verhandlungen mit ägyptischen Schwimmern und Leichtathleten. Für die nächste Zeit wird sich unser internationaler Sportverkehr aus finanziellen Gründen in erster Linie auf die Nachbarländer Syrien und Aegypten beschranken. Doch iniiswn wir jetzt erst die politische Entwicklung in Palästina abwarten. Trotz der Unruhen habe ich versucht, einen Start des japanischen Olynipia-Sclnvimmtenins in Haifa zustande zu bringen. Leider ist das nicht gelungen, da die Japaner, wie sie in einem sein freundschaftlichen Brief mitteiIten, nach den vielen Kämpfen in Europa von Maiscille direkt in ihre Heimat fahren wollten. Auf jeden Fall haben wir schon eine Verbindung mit dem Land der nächsten Olympiade geknüpft.“ _ ״Wie glauben Sie die Koste״ der verschiedenen inter« nationalen Kampfe zu finanzieren ■“׳ ״Wir sind gerade dabei, zu diesem Zwecke einen Fonds zu gründen, der zu Ehren Dizengoffs den Namen Keren Mcir tragen soll. Dizcngoff war wohl der einzige jüdische Führer, der die Bedeutung des Sports für die Palästina-Propaganda erkannt und auch immer wieder alle derartigen Bestrebt!״- gen unterstützt hat. Wir hoffen, dal) für den Fonds von allen Makkabivcrcinon der Welt gesammelt wird. Es muß nur noch ein Modus gefunden werden, damit er nicht in direkte Konkurrenz zum Ozar I famakka bi tritt.“ Lasar Dünner Was bringt der Sonntag? Berlin lm Berliner Spielbetrieb stehen sich am kommenden Sonntag auf dem Sportplatz im Grunewald die ersten Mannschatten von Bar Kochba-Hakoah und JSK. gegenüber. Das Handballspiel, welches um 13.20 Uhr beginnt, ist von entscheidender Bedeutung für die diesjährige Meisterschaft, da JSK. seine Mannschaft gegen das vorige Jahr bedeutend verstärken konnte. Auch das Fußballspiel, welches um 14.30 Uhr beginnt, verspricht einen spannender! Spielverlauf. Weitere Spiele: Auf dem Sportplatz am Schäfersee: Platz I: 9 Uhr: JSG. V gegen JSK. IV; 10 Uhr: JSG. A. H. gegen Hagibor A. II.; 12.20 Uhr: JSG. IV gegen Hagibor III; 14 L'hr: JSG. III gegen Hagibor II; 15.40 Uhr: JSG. II. Schüler gegen Hagibor I. Schüler. Platz II: 9 Uhr: JSG. III. Jugend gegen Hakoah IV. Jugend; 10.30 Uhr: JSG. II. Jugend gcgi-n Hakoah I. Jugend; 12 Uhr: JSG. I. Jugend ■׳egen Hakoah II. Jugend; 13.30 Uhr: JSK. II. Schüler gegen 'jgibor III. Schüler; 14.35 Uhr: JSG. III. Schüler gegen Hakoah iV. Schüler; 15.40 Uhr: JSG. I, Schüler gegen Hakoah 11. Schüler. Berliner Mitteldeutsche Bezirksliga Außer diesen Spielen im Handball und Fußball JSK. egen Bar Kochba-Hakoah stehen sich in Leipzig Bar ״chha Leipzig I und Bar Kochba-Hakoah II gleichfalls im Handball und Fußball gegenüber. Mannheim Fußball: 11 Uhr: Bar Kochba Mannheim II gegen Hakoah Stuttgart U. 12.45 Uhr: Bar Kochba Mannheim Jugend, gegen Hakoah Stuttgart, Jugend. 14.45 Uhr: Bar Kochba Mannheim I gegen Hakoah Stuttgart I. Handball: 14 Uhr: Bar Kochba Mannheim Damen gegen Hakoah Stuttgart, Damen. Fußball in Berlin Der JSK. spielte am letzten Sonntag gegen die I b-Mannschaft von Bar Kochba-Hakoah und konnte mit 2:1 einen knappen Sieg erringen. Allerdings muß man berücksichtigen, daß die Mannschaft von Bar Kochba-Hakoah nicht in ihrer vollen Stärke antreten konnte, da einige Spieler in Hamburg weilten. Das Resultat entspricht dem ungefähren Spielverlauf. Am gleichen Tage spielte eine Mannschaft des neugegriindeten Makkabivereins aus Rostock gegen die Alte-Herren- Mannschaft von Bar Kochba-Hakoah und wurde von dieser mit 2:1 knapp geschlagen. Den Rostockern sah nran es an, daß sie seit langer Zeit keine Möglichkeit mehr zum Spielen hatten. Bei den weiteren Spielen, die dieser Klub austragen wird, wird sich die Spielstärke bald heben. Weitere Resultate: ״über II. Jugend gegen Hakoah 1. Jugend 1:4; ],״Ri,.1 )״. Ju- ■ad ״egen Hakoah III. Jugend 0:9; JSK. Jugend gegen Hakoah . Jugend 3:8; Hagibor II. Schüler gegen Hakoah IV. Schüler j; JSK. I. Schüler gegen Hakoah III. Schüler 11:0; JSK. t. Schüler gegen Hakoah IV. Schüler 2:11; JSK. TI. Schüler ״cn Hakoah III. Schüler 0:6. Berlin-Mitteldeutsche Bezirksliga Bar Kochba Leipzig weilte mit der I. Mannschaft bei Kar Kochba Dresden und konnte dort einen knappen 2:1-Sicg erringen. Auch die 2. Mannschaft war mit 5:3 über die 2. Mannschaft von Dresden siegreich. Jubiläumsboxkampfabend des JBC. Makkabi Köln Anläßlich seines zehnjährigen Bestehens veranstaltete der J. B. C. Makkabi Köln am 25. Oktober einen Boxkampfabend gegen den Boxing-Club, Esch-AIzettc (Luxemburg). Es gab keinen Kampf, der die Zuschauer nicht befriedigte, und selten wurde von allen Teilnehmern so erbittert und heftig um den Sieg gestritten. Die Kölner zeigten sich in bester Form und konnten für ihre Mannschaft gegen die Luxemburger den Ge« samt sieg davontragen. Nachstehend die Ergebnisse: Irn Fliegengewicht kämpften Large (Esch) und der alte Routinier Schindler (Köln) ziemlich ausgeglichen, vor alter! Dingen zeigte dieser Kampf in technischer Hinsicht viele Feinheiten. Der Punktsieg von Large war etwas schmeichelhaft für den Luxemburger. 1111 Bantamgewicht konnte Barterer (Köln) vermöge seiner besseren Schlagkraft einen begeistert auf genommenen Punktsieg über Znccarolli (Esch) erringen. Nach längerer Pause kämpfte im Federgewicht wieder einmal Herrn. Reif gegen den Luxemburger Meister Kavser und siegte über diesen nach Punkten, da er nach zwei aiisgcglicheneu Runden, in welchen reichlich unsauber von beider; Seiten geboxt wurde, die letzte für sich gestalten konnte. Im Leichtgewichtskampf kletterten Wollschcid (Esch) und Fritz Reif (Köln) durch die Seile. Es war ein harter Kampf, der immer wieder das Publikum zu Beifallsstürme hinriß. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde ging der Kölner in der zweiten Runde klar in Fühlung. In der dritten Runde hatte der Luxemburger etwas mehr vom Kampf, doch reichte es nicht zum Sieg, und das vom Kampfgericht gegebene Unentschieden entsprach ganz und gar den! Verlauf. In •den Rahmcnkampfen machten Waag (Essen) und Wozniak (Köln) unentschieden. Im Bantamgewicht siegte Cohen (Köln) über Heyimim 11 (Essen) nach!,unkten, irn Federgewicht Hauser (Essen) über Kummer (Köln), und im Weltergewicht gab es zwischen Waag i (Esse״) und Klirrger (Köln) ebenfalls ein Unentschieden, Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich auch der Großherzoglich Luxemburgische Konsul mit vielen Landsleuten, die von dem Vorstandsmitglied M. Oiohjcchmidt begrüßt wurden. Tischtennis in Berlin. Nachdem der Meitleschluß für das Eröffnungs-Tisclitcnnis-Tunrier des Bar Kochba-Hakoah am 7. und 8. November abgelaufen ist, läßt sich jetzt ein kurzer Ucberblick über die ringegangenen Meldungen geben, ln der Spitzenklasse werden sämtliche Berliner Spitzenspieler egenein,ander kommen. Von Hagibor sind es Schntzow, achler und Scherek, von Bar Kochba-Hakoah Brainos una Sprung. Gerade in dieser Klasse wird man Kämpfe von seltener Schönheit bewundern können. Die erste Herren- Klasse wird gleichfalls viele interessante Begegnungen bringen. Wer in dieser Klasse den Sieg davonfragen wird, ist wegen der großen Anzahl der Meldungen schwer zu beurteilen. Unter den letzten vier werden sich alter Voraussicht nach Langsam, Hermelin, Salinger und Sclriochauer befinden. Die Anfänger-Klasse ist außerordentlich stark gemeldet und auch dort sind, wenigstens in den letzten Runden, schöne Kämpfe zu erwarten. Da diese Klasse den ״Unbekannten“ gewidmet ist, lassen sich hier keine Voraussagungen geben. In der Daincn-Klasse wird cs zwischen Frau Wittner, Frl, Hcidemann (beide Tennis-Klub Bar Kochba) und Frl. Goldfärb (Bar Kochba-Hakoah) zur Entscheidung kommen, bet der wohl Frau Wittner den Sieg davontragen wird. Die Doppei-Konkurrenz ist wohl selten so gut und interessant beschickt worden, wie bei diesem Turnier. Hier stehen sich Schatzow-Brainos, Sprung-Langsam, Salingcr-Hermeiin und Schlochauer-Schrimnier gegenüber. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte die Endrunde von Schatzow-Brainos und Sprung- Langsam bestritten werden. Die Kämpfe beginnen am 7. November, 17 Uhr, in der Halle Halensee, Nedlitzer Straße Ecke Kronprinzendamnr; sie werden am 8. November, vorm. 9 Uhr, fortgesetzt, und nachmittags nehmen die Schlußkämpfe ihren Anfang. JETZT SCHMUCK KAUFEN! Juwel•!! Robert Bucho O Co. neben Cafe Berlin« 9n der Gedächtniskirche