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Jüdische Rundschau · 1936-10-27 · Heft 86 (27.10.1936) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 86 (27.10.1936)
Date
1936-10-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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23.10.1S36 |fr.JB6 /״Jahrgang 41 3 /Ä PreS« 25 Rpf* JÜDISCHE RUNDSCHAU Ichrlftleitn&g.Varlag u, Anzelgenvarwaltangi BerllaW IS, Malnekaatr.lO Ftnumfi Satnmal -Nammer J1 (BUnaairdk) 90S1. - Bezugspreis einschließlich Bestellgeld je Monat RM 2r—, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 bsw. RM 5,39. — Postscheck - Konten der Vertriebs - Abteilung: Berlin 71573 (für Groß-Berlin), Berlin 17392 (für das übrige Reich). In Fallen höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa idhon gezahlter Bezugsgebühren. ־— Erscheint Jeden Dienstag and Freitag. BERLIN י״א נזרהשון תרצ״ז DIENSTAG, 27. OKTOBER 1936 Cfllftigt AnxelgenpreliÜste ffr. 5• Die 12 gespaltene mm Zeile 20 Rpf., für Familien. NachHchten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Ameigen in bestimmte« Ausgaben oder an bestimmten Platzen wird keine Gewähr geleistet. Gelegenheit»- Anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis hrcilng 9 — 18 Uhr. Anmhmeschluß für di« Dienstag Ausgabe McmUg 10 Uhr, für di« F reitsg - Ausgabe Mittwoch 13 Uhr. (Für Familien •Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer Hffcntlich ־ rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) Abreise: 5. November Nach einer Londoner Meldung ist die Abreise der Kgl. Untersnchangskommission für Palästina für den 5. November 1936 festgesetzt worden. Die Kommission, deren Zusammensetzung vom Kolonienminister Ormsby-Gore im Unterhaus am 29. Juli bekanntgegeben wurde, besteht bekanntlich aus folgenden Personen: Earl Peel (Vorsitzender); Sir llorace R u m b ol d (Yize-Vorsitzender); Sir Laurie llammond; Sir Maurice Carter; Sir Harold M o r r i s, K. C.; Professor Reginald Coupland. Ai“ Sekretär der Kommission wird J. M. Martin vom K oloniai-Anit fungieren. Lord Peel war in den Jahren 1922—1924 lind 1928—1929 Staatssekretär iür Indien. Er war Mitglied der englischen Round-Table-Konlcrenz und Vorsitzender der Round-Table- Konferenz für Burma. — Sir llorace Rumbold war früher u. a. englischer Botschafter In Konstantinopel und Berlin, englischer Bevollmächtigter bei der türkischen Friedenskonferenz in Lausanne (1923) und kürzlich in Genf Mitglied der Sach verstand jgcn-Kommission für Auswanderungsfragen. Er beherrscht fließend die arabische Sprache. — Sir Laurie llammond war früher Gouverneur von Assam und später Chefsckrclär bei der Regierung von Biliar und Orissa. — Sir Morris Carter ist der frühere Oberste Richter von Uganda und Tanganjika; er war Vorsitzender der Landkommission iri Südrhodcsia. — Sir Harold Morris ist Vorsitzender des Reichslohnausschusses der Eisenbahnen und Vorsitzender des Industrie-Gerichtes; er gilt als besonderer Sachverständiger für Schiedsgerichte. — Prof. Reginald Coupland ist Professor der Kolonialgeschichte an der Universität Das Emigrationsproblem im Internationalen Arbeitsamt Von unserem Genier Berichterstatter y. Genf, 23. Oktober In verschiedenen jüdischen Zeitungen sind Informationen und Berichte veröffentlicht worden, die glauben machen können, daß gewisse Erklärungen der polnischen Delegierten auf der letzten Völkerbundsversammlung, sowie die von dieser Versammlung auf polnischen Antrag angenommene Entschließung in Emigrationsfragen zu der Einberufung einer ״Internationalen Iimigrationskonlerenz“ geführt haben. In der jüdischen Presse wurde überdies vielfach noch hinzugefügt, daß diese am 16. November d. J. in Genf zusammentretende, angebliche Konferenz insbesondere das Problem der jüdischen Emigration zum Gegenstand ihrer Verhandlungen haben wird. Diese Darstellung entbehrt jeder ernsten Grundlage und ist vollkommen irreführend. Am 16. November d. J. tritt in Genf die ״Commission permanente des Migration»“ (Ständiger Ausschuß für Wan* derungsfrugen) des Internationalen Arbeitsamtes zu einer gewöhnlichen Tagung zusammen. Der Verwaltungsrat des Arbeitsamtes, der aus je zwölf Vertretern der Regierungen, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer besteht, hat eine gew isse Anzahl von ständigen beratenden Ausschüssen für das Studium von Speziulfragen. Der Ausschuß für Wanderungsfrugen besteht aus vier Vertretern der Regierungsgruppe (ein Franzose, ein Argentinier, ein Pole und ein Japaner), vier Vertretern der Arbeitgeber (ein Franzose, ein Belgier, ein Italiener und *in Inder) und vier Vertretern der Arbeitnehmer (ein Franzose, ein Kanadier, ein Engländer und ein Pole). Die letzte Tagung des Ausschusses für Wandernngsfrugen hat: im Jahre 1934 stattgefunden. Zur Debatte stand damals ein groß aufgezogener Plan des italicnischen Jtegierungsdclegierlcn im Arbeitsamt, ,Senator de Michelis, über eine internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiete der kolonisatorischen Expansion als Mittel zur Lösung der Weltwirtschaftskrise. Der interessante Mcinungsaustauseh, der im Schoße des Wanderungsausschusses über diese Frage stattgefunden hat, blieb jedoch rein theoretisch und führte zu keinen weiteren konkreten Schritten, ln den darauffolgenden zwei Jahren hat Italien, bekanntlich, einen ganz eigenen und selbständigen Weg — den Feldzug gegen Abessinien — zur ״Lösung“ des italienischen Kolonisations- Problems beschrittcn. Eine Anfang 1936 in Santiago de Chile abgehaltene regionale Arbcitskonterenz forderte in einer ihrer Entschließungen das Arbeitsamt auf, dem Migrationsproblem seine weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Der kurz nachher, im Februar 1936, in Genf tagende Vcrwaltungsrat des Arbeitsamtes beschloß daraufhin, zwei Beamte des Arbeitsamtes zu einer Studienreise nach den südamerikanisclicn Staaten zu entsenden. Gleichzeitig beschloß er, den ständigen Ausschuß für• Wanderungsfragen zu einer Tagung für den 16. November 1936 cinzubcrufcn. Die im Juni d, J. abgehaltene internationale Arbeitskonferenz hat in einer Entschließung diese Initiative des Verwaltungsrates begrüßt und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß ״die Arbeiten des Wanderung«- nussdnisscs möglichst bald zu Folgerungen führen mögen, die der Arbeitskonferenz unterbreitet werden könnten“. Eine ähnliche ״Hoffnung“ wurde in der auf polnischen Antrag in der letzten Völkerbundsversammlung angenommenen Ent- Schließung zum Ausdruck gebracht. Diese letztere Entschließung siebt außerdem noch vor, daß das Emigrationsproblem Oxford und war Mitglied der Kgl. Kommission für den Höheren Verwaltungsdienst in Indien im Jahre 1923. Mit der Untersuchungskommission werden auch einige Beamte und Stenographen aus England nach Palästina kommen. Von den Beamten der Palästina-Regierung werden für die Arbeiten der Kommission diejenigen ausgesucht •werden, die sämtliche offiziellen Landessprachen Palästinas beherrschen und als Dolmetscher Vcrwendune finden können. Die arabische Haltung Die arabische Tageszeitung ״Adifaa“ meldet, daß gleichzeitig mit den Beratungen der Königlichen Kommission eine Konferenz von Vertretern der arabischen Herrscher in Jerusalem zusammentreten wird, um parallel mit den Erhebungen der Königlichen Kommission eine eigene Untersuchung vorzunelmi cn. Innerhalb des Obersten Arabischen Komitees sind scharfe Differenzen in bezug auf die Stellungnähme zur Untersuchungskommission ausgebrochen. Die Anbänger des Mufti bestellen darauf, daß die Araber nur ihre politischen Forderungen Vorbringen sollen, wie die Nichtigkeitserklärung der Balfotir-Dcklaration und die Abschaffung des Mandats. Die Anhänger von Naschaschibi treten dafür ein, daß alle Beschwerden <ler Araber vorgebracht werden. auf die Tagesordnung der nächstjährigen Völkerbunds- Versammlung, im September 1937, eingetragen werden soll. Zusammenfassend mag daher gesagt werden: Der am 16. November d. J. zusanunenlretende Ausschuß ist ein beschcidencs, bisher kaum bekanntes und nur rein theoretisch debattierendes Beratungsorgan des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes. An seinen Beratungen nehmen, außer Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, nur Vertreter von vier Regierungen teil, wobei noch zu bemerken ist, daß die Teilnahme des japanischen Regicrungs- Vertreters unsicher und <lie des Vertreters der italienischen Arbeitgeber ausgeschlossen ist. Gegenstand der Beratungen dieses Ausschusses wird das allgemeine Problem der ״Internationalen kolonisatorischen Wanderungen“ sein. Als Material über die Frage wird de!« Ausschuß der Bericht der zwei Beamten des Arbeitsamtes (des Franzosen F'. Maurette und des Argentiniers Dr. E. Sicwcrs) über ihre Studienreise nach den südamcrikaniseberi Ländern, eine vom Arbeitsamt ausgearbeitete allgemein-theoretische Abhandlung über das Problem der kolonisatorischen Wanderungen und eine Anzahl von Monographien sein, die in den letzten Jahren in der vom Arbeitsamt herausgegebenen ״Revue internationale du Travail“ erschienen sind. Auf dieses interessante wissenschafllicho Material, das vielfach auch die Errungenschaften der jüdischen Kolonisationsarbcit in Palästina bespricht und die Methoden der Jcwish Agency for Palestine, der Jcwish Colonisation Association und der Hicem als Muster hinstellt, werden wir noch zurückkommen. Hier wollten wir nur feststellen, daß es sich am 16. November um keine ״Internationale Emigrationskonfercnz“, sonder« um die Tagung eines ständigen Beratungsorgans des Verwaltungsratcs handelt, daß weiter diese Tagung schon im Februar d. J,, also ganz unabhängig vom polnischen ״Vorstoß“ auf der letzten Völkcrbundsvcrssimmlung, einberufen worden ist und daß Gegenstand ihrer Verhandlungen keineswegs das jüdische Emigrationsproblem, sondern das allgemeine Problem der kolonisatorischen Wanderungen ist. Es ist allerdings wahrscheinlich, daß das polnische Regierimgsmitglied dieses Ausschusses dort in irgendeiner konkreteren Form auf die Ausführungen der polnischen Delegierten in der Völkerbundsversammlung zurückkommen wird. Sollte der Ausschuß fiir Wnnderungsfragen schon in seiner November-Tagung zu endgültigen Folgerungen gelangen, so wird er einen Bericht an den Vcrwaltungsrat verfassen.. Der Vcrwaltungsrat wird seinerseits diesen Bericht nach durchgeführter Debatte der Internationalen Arbeiiskonferenz im Juni 1937 unterbreiten. Die Arbeitskonferenz — immer in der Annahme, daß Einstimmigkeit, herrscht — wird ihre eventuellen Entschließungen in dieser Frage nn die Yersammlung des Völkerbundes weiterleiten. Erst wenn die Vernimmlung des Völkerbundes, im September 1937, das ganze Problem behandelt und sich in einem positiven Sinne ausgesprochen hat, könnte sie die Einberufung einer wirklichen internationalen Emigrationskonferenz — etwa für das Jahr 1937 — beschließen. Wie wir sehen, arbeitet die Genfer Maschinerie recht langsam, und es ist daher noch etwas vorzeitig, von einer internationalen Emigrationskonferenz zu sprechen. Am 26. Oktober wird auf Einladung des Oborkommissars für Flüchtlinge, Sir Neill Malcolm, in Paris eine Beratung der französischen privaten Plüchtlingsorganisntionen mit dem Oberkommissar stattfinden. Gegenstand der Beratung ist die Festlegung der Richtlinien der Zusammenarbeit zwischen dem Oberkommissar und den französischen Flüchtlmgsorgnnisationen, gemäß den Beschlüssen der Völkerbundsversammlung. Rivalen im Mittelmeer Palästina und der anglo ־ italienisclie Gegensatz — Italiens Araberfreundlichkeit und seine Ein- Stellung zum Zionismus — Entwicklungstendenzen Von Kurt K o r n i c k c r, Rom Der anglo-italienischc Gegensatz, im Mittclmeer, der vor* übergehend gemildert schien und von!lern man bereits hoffen konnte, daß er im Zuge einer groß angelegten diplo* malischen Aktion einer ruhigeren, friedfertigeren Lösung Platz machen würde, ist in den letzten Wochen erneut aufgeflammt. Italien mißtraut den englischen Versicherungen, daß die Verstärkung der britischen Flotte im Mittclmeer und die zahlreichen Hafen- und Befestigungsanlage״, die in Aegypten und Palästina, auf Cvpern und Malta in heselilemiigtcm Tempo und mit riesigem Kostenaufwand geschaffen werden, mir defensiven Charakter hüben und lediglich einer besseren Sicherung des Seeweges durch Gibraltar und den Siie/kanal nach Indien dienen sollen. Insbesondere lüften der angloägyptische Vertrag vom 2b. August d. J. uml die Beschlüsse der Konferenz von Montreux mit der darauf folgenden britisch-türkischen Annäherung sowie die Heise des englisclicn Königs nach Jugoslawien, Griechenland und der Türkei den Argwohn der Italiener erregt, und es ist bezeichnend, daß ein so vorsichtig abwägender Mann wie der Admiral Dacci in der letzten Nummer der Zeitschrift ,,II Meditcrranco“ offen von einer ״Liiikrcisung Italiens im zentralcn und östlichen Mittelmeer'‘ spricht und;111 einer ganzen Reilie von Beispielen dar/nlegen versucht, wie weit dieser Einkrcisungspro/el) in militärischer und politischer Hinsicht bereits fortgeschritten ist. Das Wettrüsten Englands und Italiens im Mittclmeer, das mit der Gründling des italienischen Kolonialreiches in Abessinien eingesetzt hat, ist heute eines der wichtigsten Probleme der gesamteuropäischen Politik. Es ist eine neue Gefahrenzone von erheblichen Ausmaßen entstanden und ein Konfliktstoff, der nicht nur die nächstbeteiligten Großmächte, sondern sämtliche Anrainer des Mittelmeeres und darunter auch Palästina und das Aufbauwerk des Zionismus angeht. England sowohl wie Italien werben heule um die Gunst der Araber, und es ist deshalb wie auch aus vielen anderen Gründen notwendig, daß man sich in Frcz Israel und in der übrigen jüdischen Welt klar darüber wird, welche Gefahren der anglo-italienischc Konflikt im Mittclmeer heraufbeschwört und wie leicht das Judentum, das im Mittelmeer beheimatet ist und in nahezu allen wichtigen Hafenstädten mit bedeutenden, zum Teil blühenden Siedlungen vertreten ist, in diesen Kontrast hiirriiige/ogen werden kann, an dem es in keiner Weise weder direkt noch indirekt interessiert ist. Und es bedarf keiner allzu grollen Phantasie, um sich vorzustellen, daß das außerordentlich schädlich und geradezu verhängnisvoll sowohl für das Judentum in den Mittelmeerlanden! als ftir das Aufbauwerk des Zionismus in Palästina wäre. Die ersten Auswirkungen der neuen Situation im!Mittelmeer und der hier ständig wachsenden politischen Hochspannung können wir bereits heute feststellen. Abgesehen von den jüngsten Vorgängen in Palästina ist es zu judenfeindlichen Ausschreitungen in Serien und Tunis gekommen, ln Spanien bereitet sich eine neue Situation vor. Und in Italien beginnet! die antisemitischen Aoußmuigcn der Presse einen beängstigenden l ünfaiig an/unebmen. I's ist kein Zweifel: Italien umwirbt die Araber und bekämpft der! Zionis* nuis, in dem es einen Bundesgenossen Englands und seiner Hcgemoniepläne im 1<״! irben Mittelmeer erblickt. Besonders nach der Besetzung Abessiniens und der Gründung des italienischen Kolonialreiches gibt sich Italien die erdenklichste Mühe, unter eien Muselmanen Propaganda zu machen und sich geradezu zum Freund und Protektor der panarabischen Bewegung auf/uspieiei!'). In einer der letzten Nummern der Zeitschrift ,,II Mediterranen“ konnte man folgende aufschlußreiche Sätze lesen: ״Während in der ostarabischen Welt, von Palästina bis Transjordanien, die Revolte tobt und die Araber verzweifelt um ihre Rechte kämpfen müssen gegen die immer weiter um sich greifende jüdische Invasion und gegen die repressive britische Militäraktlon, erfreuen sich die Araber Libyens der liebevollsten Behandlung von seiten der italienischen Regierung, die die Traditionen und die Kultur des Islam respektiert und Ruhe und Ordnung garantiert.“ In der letzten Nummer der ״Azion e Coloniale“ ist ein Artikel erschienen, der die bezeichnende Ucbcrschrift trägt: ״Italien und der Islam. Die Dankbarkeit der Muselmanen Abessiniens.“ find auch sonst geschieht manches, was die Araherfreimdliclikeit Italiens erkennen läßt und den! jungen faschistischen Italien die SympatHen des jungen, aufstrebenden arabischen Nationalismus verschaffen soll. Ein Beispiel für viele: A11 der italienischen Luftfahrtakademic werden schon heute und in wachsendem *) In diesen! Zusammenhang wäre auch auf den Mailänder ״Kongreß zum Studium der Außenpolitik“ zu verweisen, über den wir in der vorigen Nummer berichtet liabcu. Eine Tel- Awivver hebräische Zeitung will erfahren haben, daß Verbandluncen zwischen dem Jerusalemer Mutti und einer hohen katholischen Persönlichkeit in Jerusalem und gewissen italienisehen Kreisen stattfanden, mit dem Ziele, «laß die Referate über. Palästina aut dieser Tagung in proarabischem, antizionistiscliem Geist gehalten werden, was ja and! der Fall war. Als Gegenleistung soll der Mufti versprochen haben, sieh zu bemühen, den Preis für die heiligen Stätten am Zionsberge herabzusetzen (?). Diese Darstellung soll ans arabischer Quelle stammen. — Anm. d. Red. ״Jüd. Rundschau“.

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