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Jüdische Rundschau · 1936-10-20 · Heft 84 (20.10.1936) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 84 (20.10.1936)
Date
1936-10-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 84, 20. OKTOBER 1936 Tage des Ueberganges Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 14. Oktober 1936 Dl« Spannung löst sieh Noch fallen in den Außenbezirken der Städte und rund um die Siedlungen Schüsse; noch ist aus der!,resse die traurige Chronik der Zwischenfälle und versuchten Ueberfälle nicht verschwunden; noch liegen die jüdischen Wachen und das englische Militär überall int Lande in Verteidigungs- Stellung, bereit, jeden Angriff abzuwehren. Aber schon verstärkt sich in sprunghafter Eile der Verkehr auf den Wegen; schon ist die Verbindung zwischen Jaffa und Jerusalem ,,zivil“ geworden, schon verzichten die Autobusse, die den Verkehr zwischen Tel-Awiw und der Hauptstadt besorgen, auf militärische Bedeckung, und laufen nicht nur einige Male am Tage, sondern in fast unabgerissener Kette. Die Kirchhofsstille, die arabische Städte und arabische Viertel in gemischten Städten monatelang geknebelt hielt und fast zu ihrer zweiten Natur geworden war, weicht dem bunten und leben״ digen Treiben der orientalischen Märkte. Handel, der lange Zeit stillgelegen hatte, beginnt sich von neuem zu regen, Geschäfte, die man früher in der Verborgenheit abwickeln mußte, kehren wieder in die Gewölbe der Bazare zurück. Nicht mit einem Schlage vollzieht sich dieser große Um״ schwung, der den arabischen Sektor der Wirtschaft wieder lebendig gestaltet. Die Unterbrechung hat zu lange gedauert, als daß in einigen Tagen das wieder angeknüpft werden könnte, was Gewalt unterbrochen hatte. Besonders schwierig gestaltet sich die Normalisierung der Beziehungen naturgemäß dort, wo es sich um solche z w i - sehen Juden und Arabern handelt. Nur mit Vorsicht und einem unsicheren Gefühl begibt sich der Jude in arabische Umgebung. Denn trotz dem Abblasen des Streiks hört man eben jene Schüsse, die an die Ereignisse von gestern gemahnen, und zu frisch ist die Erinnerung an die Leiden der vergangenen Monate. Und hier und dort begegnet der Jude in arabischer Umgebung auch heute noch einem Steinwurf. Aber man hört auch an manchen Stellen bereits Friedensworte, die Gewesenes gewesen sein lassen vvollcn, Begrüßungen der Hirten und vorbeiziehenden Beduinen, wie man sie im Laufe der vergangenen düsteren Monate nicht hörte. Das Land atmet langsam auf, nicht mit einem Schlage, weil cs sich erst langsam aus seiner ermüdeten Anstrengung erholt, aber doch merklich. Die Spannung löst sich von Tag zu Tag in stärkerem Maße. Haifa, das ohnedies am wenigsten von der Streikwelle erfaßt war, macht den IJebergang zum Normalen am raschesten. ln Jaffa und in Jerusalem geht cs langsamer. Das große Ereignis in der Hauptstadt ist die Ausdehnung der Sperrstunde bis neun Uhr abends, für die Jerusalemer eine bereits ganz unbekannte Freiheit. Jaffa ist zwar schon lebendig geworden, aber es dauert einige Zeit, bis der Haien, der nun fast sechs Monate stillgelegen hat, wieder in Betrieb kommt; während an der neugeschaffenen Anlegestelle von Tel-Awiw mehrere Schiffe liegen, ist die Reede von Jaffa noch verödet, und auch der Verkehr zwischen den Nachbarst.'idtcn ist ganz gering. Was sagen Militär und Terroristen? Gleich nach Beendigung des Streiks hat das Militär in Palästina auf dem Wege über die ausländischen Prcssevertreter sein Programm für die nächste Zeit bekanntgegeben. Der Stab teilte seine Absicht mit, in allernächster Zeit einen großen Teil der Patrouillen und Abschreckungsmannscliaften in Lager und Baracken zurückzuzielici! und eine mehr abwartende Haltung einzunchmcn. Daß die Bedeckung bei einem Teil der Verkehrsmittel bereits aufgegeben worden ist, bemerkten wir schon. Zwar geben die Truppen ausdrücklieh an, daß mit dem Moment, wo neue Terrorakte vorkommen, mit aller Schärfe durchgegriffen werden wird, aber es ist offensichtlich, daß man hier auch den arabischen Bewaffneten eine Chance geben will, ihre kriegerische Haitung aufzugcbcu und sich in den Städten und Dörfern zu zerstreuen. Bei der Stärke und Verteilung der Truppen muß es für diese ein leichtes sein, jetzt die Terroristenbanden auszuheben und zu vernichten. Denn das Militär liegt nicht nur in großen Lagern konzentriert, sondern ist auch überall in einzelnen Detachements über alle Dörfer und Siedlungen verstreut. Der Sinn der abwartenden Haltung des Truppenstabes ist also der, einfach durch die Zahl und Verteilung des Militärs alle Terroraktionen abzuschrccken, also sozusagen den Sieg ohne Kampf zu erringen. Es erhebt sich bei dieser Taktik des Militärs die Frage, wie die Entwaffnung des Landes vor sich gehen soll. Es ist gut möglich, daß die Mitglieder der Terroristenbanden angesichts der arabischen Führung und der gewaltigen englischen Uebcrmacht auseinandergehen werden. Werden sie aber nicht gründlich entwaffnet, wird das Land nicht von jenen Massen an Gewehren und Munition, die im Laufe des letzten halben Jahres hineingeschmuggelt worden sind, gesäubert, so ist ein Aufflammen des Terrorismus bei nächster Gelegenheit nur zu wahrscheinlieh. Die Regierung wird auf diese entscheidende Frage der Entwaffnung des Landes ihre Antwort zu geben haben. Niemand weiß heute im Lande, wie sich die Terroristen und die extrem eingestellten Elemente, die sie stützen, zum Abbruch des Slreiks stellen. An diesem und jenem Orte sind bei Wiederaufnahme der Arbeit Flugz. ettcl verteilt worden, die gegen die Politik des Obersten Arabischen Rates Stellung nehmen. Aber cs ist nicht klar, ob weite oder einflußreiche Kreise hinter dieser Opposition stehen. Daß die arabische Bevölkerung im allgemeinen mit einem wahren Seufzer der Erleichterung wieder an die Arbeit gegangen ist, steht jedoch außer allem Zweifel. Umstellung auf den rein politisch-wirtschaftlichen Kampf Vielleicht wäre es der großen Masse der Bevölkerung beute am liebsten, wenn man den ganzen Wirrwarr der polifischen Fragen, in dem wir heute verknäult sind, ignorieren und sich ganz dem Werke der Reparatur der entstandenen Schäden und der normalen wirtschaftlichen Arbeit hingeben könnte. Aber es bleibt eine Tatsache, daß diese politi- 8chen Fragen vorhanden sind, daß sie in irgendeiner Zwischenfall in Tel-Awiw Schüsse auf Araber Jerusalem, 17. Oktober (Palcor) Auf eine Taxe mit arabischen Passagieren wurden heute morgen im nördlichen Teil von Tel-Awiw von zwei Radfahrern Schlisse abgegeben, wobei ein Araber leicht und einer so schwer verletzt wurde, daß man an seinem Aufkommen zweifelt. Es wird angenommen, daß es sich bei den Tätern um Provokateure handelt. Erklärung des Stadtrates von Tel-Awiw Die Tel-Awlwer Stadtverwaltung hat solort, trotz des Schabbat, folgende Bekanntmachung erlassen: ״Verbrecherische Hände haben heule in böser, gegen den Jischuw gerichteter Absicht eine gemeine Tat begangen und auf arabische Passanten in den Straßen von Tel- Awiw geschossen. Die Tel-Awiwer Stadtverwaltung verurteilt in ihrem eigenen Namen und im Namen der gesamten Bevölkerung der Stadt dieses feige, von Provokateuren verübte Verbrechen und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es den Behörden gelingen möge, die Verbrecher ausfindig zu machen, und daß alle die, die Zeugen des Ueberfalls gewesen sind, die Polizei verständigen werden.“ Das Arabische Oberste Komitee trat zusammen und erließ einen Protest gegen den Ueberfall in Tel-Awiw; gleichzeitig werden die Araber autgefordert, die Ruhe zu bewahren und auf die Regierung zu vertrauen, die die Schuldigen ausfindig machen wird. Das Komitee hat ferner beim High Commissioner protestiert und auch beim Kolonien-Ministerium und bei der britischen Presse auf telegraphischem Wege Protest eingelegt. Am selben Abend erschienen Erklärungen des W a a d Lcumi und der Histadruth, in denen der Ueberfall aufs schärfste verurteilt und als Provokation gegen den Jischuw bezeichnet wird, der sich während der Dauer der Unruhen verteidigt hat, ohne Blutschuld auf sich zu nehmen. Die hebräische Presse vom Sonntag verurteilt einstimmig den Ueberfall auf die arabischen Passanten in Tel- Awiw und erklärt, daß, falls die Täter Juden waren, diese durch ihre empörende Tat einen Schlag gegen das Herz des Jischuw, gegen seine Ehre und sein Werk geführt haben. Verhaftungen Untersuchungen in Tel-Awiw und Umgebung im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf Araber im Norden der Stadt, haben zur Festnahme von 7 jungen Revisionisten (Brith Trumpeldor) in Tel-Awiw und 8 in Petach Tikwah geführt. Der Ueberfall hat beträchtliche Erregung in Jaffa hervorgerufen, wo eine Anzahl von Läden zum Protest geschlossen wurde und eine Abordnung beim Gouverneur Vorsprach. Nach einer JTA.-Meldung vom Sonntag wurden bisher etwa 80 Personen aus Tel-Awiw und Umgebung verhaftet. Es handele sich hauptsächlich uni Elemente, die im Verdacht stehen, Beziehungen zu kommunistischen Drahtziehern der arabischen Terrorkampagne zu unterhalten. Die Hälfte der Verhafteten wurde nach der ersten Vernehmung freigclassen. Der ״Brith Trumpeldor“ hat (laut JTA) einen Protest dagegen veröffentlicht, daß nach dem Attentat in Tel-Awiw Durchsuchungen in den Klubs des Betars in Tel-Awiw, Petach Tikwah und Ncss Ziona durchgefiihrt wurden und Masscnvcrhaftungen vorgenommen worden sind, * Unmittelbar nach dem Abbruch des arabischen Streiks, von dem man eine baldige völlige Beruhigung des Landes erholfte, ist, wie aus der vorstehenden Meldung; ersichtlich, durch eine gänzlich rätselhafte Wahnsinnstat wieder ein Element der Unruhe erzeugt worden. Es war für die Juden ein Grund berechtigten Stolzes, daß während der ganzen schweren sechs Monate von jüdischer Seite fast keine Bluttaten begangen worden sind. Trotzdem viele jüdische Opfer fielen, haben die Juden iu allgemein bewunderter Disziplin jeden Racheakt vermieden. Fs ist daher völlig uri glaubft af t, daß in einem Moment, in dem nach allgemeiner Meinung das Ende der Unruhen endlich gekommen ist, von jiidischer Seite eine solche Wahnsinnstat vollbracht worden sein soll. Die Stadt Tel-Awiw ist beute eine große St,׳ult geworden, in der es unmöglich ist, alle Elemente der Bevölkerung zu kontrollieren. Fs ist aber eine Ehrensache für die Stadt und für den ganzen jischuw, mit aller Macht darauf hiuzuwirken, daß die Täter, die die Schüsse am vorigen Sonnabend abgefeuert haben, gefunden werden. Welcne Bedeutung der Stadtrat von Tel-Awiw dieser Sache beilegt, gehl daraus hervor, daß er a m S c 11 a b bat z t: s a m m e 11 t r a t und sofort einen Protest und eine Proklamation erließ, in der diese Tat verurteilt wird. Ein solcher Bruch ׳der Sckibbatruhe ist nur dann zulässig, wenn grolle Gefahr droht. Unwillkürlich erinnert man sieh an eine Erzählung, die anläßlich des Todes des Bürgermeisters Dizengoff veröffentlicht wurde: Als während des Weltkrieges die türkischen Behörden auf den Besitz der Tel-Awiwcr Geldscheine Todesstrafe setzten, erlaubte das Rabbinat, daß Dizengoff am Schabbat von Pct.idi-Tikwah nach Jaffa fuhr, um bei den türkischen Behörden zu Interverlieren. Es liegt nahe, daß jetzt der Versuch gemacht werden wird, die Juden zu beschuldigen, daß sie neue Unruhen erzeugen wollen. So widersinnig eine solche Behauptung wäre, so ist zunächst darauf 11 inzuweisen, daß die zuständige jüdische Behörde, nämlich der Stadt rat von Tel-Awiw, sich sofort namens der gesamten Bevölkerung von dieser Tat distanzierte und seinen Abscheu ausdrückte — ein Vorgang, der bei den zahlreichen grauenvollen Mordtaten, die Araber in den letzten sechs Monaten an Juden begangen haben, kein einziges Mal von einer arabischen verantwortlichen Instanz gehört wurde. (Nur beider Ermordung der Krankenschwestern in Jaffa kam nach einigem Druck ein schwächliches Abrücken.) Es kann kein Zweifel bestehen, daß die ganze jüdische Bevölkerung Palästinas und darüber hinaus die Juden der ganzen Welt vollständig mit den Worten des Tel-Awiwer S t a d t r a t e s ü her e ins I im men. Und darum ist auch zu hoffen, daß dieser bedauerliche Zwischcnfall keine weiteren Folgen haben wird. Das Oberste Arabische Komitee hat an die Araber die Aufforderung gerichtet, sich ruhig zu verhalten. So kann es den Bcmüliutigen der verantwortlichen Instanzen beider Völker gelingcn, eine neuerliche Verschärfung der Konflikte und ein Umsichgreifen von Racheakten auf beiden Seiten —. was ein Unglück für das Land wäre — zu verhüten. Form gelöst werden müssen und daß sich Palästina, wo die Schüsse gerade am Verhallen sind, auf die neue Form des Kampfes einstellcn muß. In Sitzungen der lokalen Streikkornitecs, die die Bewegung des letzten halben Jahres getragen haben, haben sich diese zu Boykottkomitees umgcwandclt mit der Losung, keine wirtschaftlichen Re- Ziehungen mit den Juden aufzunchnien. Damit soll der anormale Zustand des letzten Halbjahres auf wirtschaftlichem Gebiete verlängert werden. Unter den Juden, die mit vorbildlicher Ruhe während des Streiks ihre ökonomischen Positionen gehalten und ausgebaut haben, beginnt zur Zeit eine grundlegende Diskussion über die Möglichkeit und Wiinschbarkeit des Abschlusses der jüdischen und arabischen Wirtschaftssektoren voneinander. Diese Diskussion, die schon in den vergangenen Monaten hie und da geführt wurde, aber noch niemals konzentriert durchgekämpft worden ist, ist sowohl vom ökonomischen als auch vom politischen Standpunkt von großer Wichtigkeit. Die Presse beginnt sich in grundlegenden Artikeln mit diesem Problem zu beschäftigen. In der nächsten Zeit ist eine Tagung der Arbeiterorganisation vorgesehen, bei der diese Frage auf der Tagesordnung steht, im Rahmen dieser Diskussion tauchen so komplizierte Dinge auf wie hundertprozentige jüdische Arbeit, Austausch von Produkten zwischen den beiden Sektoren, Zusammenarbeit an Wirtschaftliehen Unternehmungen. Oie Frage der Wiederbcnutzung des Jaffaer Hafens steht zur Debatte' und ist im Moment von dem Komitee zur Entwicklung des Tel-Awiwer Hafens mit der Losung ״Wir kehren nicht nach Jaffa zurück!“ bcantvvortet worden. Diese wirtschaftlichen Fragen sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtkomplex der Probleme, die sich in den Tagen des Liebergangs eröffnen. Palästina bereitet sich noch vor Weihnachten, vielleicht schon nach einigen Wochen auf den Empfang der Königlichen Untersuchungsk 0 m m i s s i o n vor. Vor diesem Forum wird die ganze Fülle der Fragen, die mit der jüdisch-arabischen Politik und Wirt- Schaft Zusammenhänge in vollem Umfange aufgcrollt werden. Oberrichter McDonnell demissioniert Palcor erfährt, daß der Oberrichfer Palästinas, Sir Michael McDonnell, demissioniert hat und pensioniert worden ist. Antijüdischer Terror im Irak Bagdad, 18. Oktoher. (JTA.) In Bagdad ist in der Nähe einer Moschee der 50jährige David Jeliuda Azir von einer durch Agitatoren aufgehetzten Menge getötet Worden. In Basra wurde der 30jährige George Challf erstochen. Die Juden des Irak haben einen Proteststreik gegen den Terror verkündet, der von Agitatoren hervorgerufen worden isl. die zu Solidaritätskundgebungen mit den Arabern Palästinas auffordern. An der Beisetzung der beiden Opfer haben über 20 000 Juden teilgenommen. Unwahre Gerüchte über die Schedule ln Verbindung mit Gerüchten, die in bezug auf die bevorstehende Labour-Scheduie in der Presse verbreitet worden sind, hat Palcor seitens der Exekutive der Jewish Agency die Ermäclitigung zu der Erklärung erhalten, daß diese' Gerüchte ohne Grundlage sind. Die Behauptung, daß die Rcgicrung der Jcwish Agency 8000 Arbeiter/, ertifikate unter der Bedingung angelwten hat, daß sie alle vor Ende November verteilt sind, wird von Herrn Schcrtok mit aller Bestimmtheit als absurd und als reine Erfindung abgetan. (Wir haben bereits in der vorigen Nummer auf die Unwahrsch ein lieh keit der fraglichen Meldung hingewiesen. Red.) Die Rückkehr der Ruhe Der Sonderkorrespondent der ״Times“ schreibt am 15. Oktober, daß er mit dem Auto 200 Meilen nordwärts durch Samaria und Galibia gefahren sei und liberal I wieder normale Verhältnisse angetroffen habe. Die Bauern arbeiten au, den Feldern; und i» Städten, wie Nahlus, Dschenin und Nazareth sind die Läden und Märkte wieder geöffnet und es herrsche Zufriedenheit. Er habe keine Anzeichen von Verbitterung der Einwohner gegen die Soldaten gefunden, die cs jetzt gut haben und in freundschaftlicher Rivalität mit den Arabern Fußbali spielen. In Tiberias richteten sich Juden und Araber wieder auf normale Zusammenarbeit und Geschäfts- Verbindungen ein. Der Berichterstatter schreibt, daß diese friedliche Atmosphäre bereits eine Woche in den Landgebieten bestanden habe, so daß, wenn das Arabische Komitee nicht den Aufruf der arabischen fürsten akzeptiert hätte, der Streik in sich zusammengcbrochen wäre. Die Zahl der Orte, deren Stimmung für die Soldaten freundlich ist, wird als ständig wachsend angegeben. Fin Ort in der Ebene Jesreel beklagte sich über die englischen Truppen, daß sic oft mit den Juden, niemals aber mit den Arabern Fußball spielten. Diesem Ocbclstand, bemerkt der Autor, wurde schnell abgciiolfea. f 1 /•r■ I \ \

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