Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 84 (20.10.1936)
- Date
- 1936-10-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 84, 20. X. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Wie «*stalle ieh 11 en Scliabbat? Für Schabbat, 24. Oktober Wocfienabschnitt ״Lech l'cha" (I. B. M. Kap. 12-18) Wir werden an Hand der Worte, die diesem Wochenabschnitt seinen Namen geben, einige Aufschlüsse uns zu verschaffen suchen über die verschiedenen Methoden der Bibclerklärung bei den alten Kommentatoren. Rasch! sieht in dein anscheinend überflüssigen Wort 1'cha“ (geh' d i r) eine besondere Absicht verborgen und erklärt deshalb: Geh dir: zu deinem Nutzen und zu deinen! Guten. Hinter dieser Methode steht die tiefe Achtung vor dem Wort der Thora, dem in jedem Falle eine große Bedeutung zugemessen wird; es ist kein Zufall, daß die Thora schreibt, geh d i r, statt des ״gell“ allein. Der Rantban (Nachmanides) hingegen weist darauf hin, daß die Wiederholung des Pronomens in Verbindung mit dem Worte ״haloeh“ durchaus möglich ist, was er durch verschiedene Beispiele belegt. Er sieht also keinen Anlaß zu einer besonderen Bemerkung. Mendelssohn übersetzt die fragliche Stelle mit ״Geh weg“ und versucht damit den Sinn beider vorhergehender Interpretationen zum Ausdruck zu bringen, wie aus dem Beur“ (dem von Mendelssohn und seinen Mitarbeitern verfaßten Kommentar) hervorgellt. ״Gell weg“ ist ja auch tatsachlich eine im Sprachgebrauch üb'iche Wendung, d e jed >c!1 so stark akzentuiert ist, daß sie auf das Vorhandensein einer besonderen Absicht schließen läßt. Buber-Rosen zweig ve suchen das 1״’cha“ wieder• Ziigehen durch die Uebersctzung: ״Geh du“. Interessant ist der Hinweis des Midrasch, daß die erste Prüfung Abrahams mit den Worten ״lech l’cha“ eingeleitet wird (Kap. 12, 1), die auch bei der letzten Prüfung Abrahams, der Aufforderung, seinen Sohn zu opfern (Kap. 22,2) wiederkehren. Der Midrasch will damit zum Ausdruck bringen, wie sehr das Leben unseres Stammvaters von diesem ״Tech l’cha“ bestimmt wird. Der Weg von der ersten Prüfung, die das Aufgeben der Heimat verlangt, bis zur letzten, di« das Opfer des Kindes fordert, wird vom Midrasch als Weg des jüdischen Menschen durch alle Zeiten gesehen. I. E. Halacha und Aggada Zu Beginn der neuer! Stoffbehandlung an unserem Oneg Schabbat werden wir gut tun, uns einmal grundlegend über dis: beiden Begriffe von Halacha und Aggada auszusprechen, zumal durch Klärung dieser Grundbegriffe das Verständnis und der Zugang zu anderen Stoffen, besonders solcher aus dem Gebiete des Rcligionsgesetzcs, wesentlich erleichtert wird. Vor allem werden wir davon auszugehen haben, daß sowohl die Halacha wie die Aggada ihren IJrsprung in der Interpretation der Heiligen Schrift hatten, und daß sie nur in ihrem Inhalte und Zweck auseinandergehen. Die Verbreitung des Tliorastudiunis war seit jeher die heiligste und vornehmste Pflicht des Juden gewesen und somit c ner der wichtigsten Bestandteile des Gottesdienstes. In älterer Zeit war die öffentliche, in den Synagogen vor dem Volke abgehaltcne Erläuterung von Bibelabschnitten und besonderen Versen die eigentliche Form der Belehrung. Wir fragen uns jetzt nach dem eigentlichen Sinn dieser in sich verschiedenen Begriffe und ihrer Abgrenzung. Vor allem geben wir auf ihre etymologische Bedeutung ein: ״Halacha“ bedeutet eigentlich (von הלך ) das ״Gehen“, ״Warn1• •1“. Im übertragenen Sinne ist es die Lehre, der man tiachgeht, die Satzung, nach der mau sich richtet, das reli-!ionagcsetzlich Feststehende. Demgegenüber bedeutet ״Aggada“ (auch ״Haggada“ von הגד), der Bericht, die ״Er* Zahlung“ und umfaßt generell die n i c!11 h a 1 a c 11 i s c 11 e Auslegung der Heiligen Schrift. Während also die Halacha der Ausdruck des normativen gesetzgeberischen Lebens ist und ihr Bereich sowohl rabhinische Verordnungen und sogenannte Umzäunungen, die Sanktion seit altersher geübter Brauche, wie die Kodifikation von Traditionen und Gesetzen, die mit der Zeit normative Geltung bekommen haben, mit den entsprechenden Interpretationen umschließt, befaßt sich die Aggada Vornehmheit mit ethischen Lehren, mit Betrachtungen, die das Leben den Menschen aufgedrängt hat und die immer neue Formen angenommen haften, mit Erzählungen geschichtlichen Inhalts, mit Legenden, Gleichrtissen und Märchen. Die Halacha hält sich immer genau an den Bibelvers und deutet dessen Sinn, indem sie von Aber Sentier konnic sich nicht mehr bezwingen. .,Rabbi!“ schluchzte er lauter. Er kam noch einen Schritt näher zum Belt, Seine schweren Stiefel brachen in die heilige Stille des Sterbens. Unter aller verachtenden Blicken hatte er mit dem Peitschenstiel an das Tor der Gnade geklopft, das sich schließen wollte. Und dann geschah das Wunder. Alle Umstehenden zitterten. Die Lider, die schon bleischwer über den Augen des labbi lagen, zuckten — spalteten sich. Ein Paar matte Augen schauten auf den schluchzenden Fuhrmann, abwesend, fremd, wie aus der großen Ferne der jenseitigen Welt. Er erkannte ihn! Aus dem sterbenden Leib schwang ein »cliwacher Ruf: ״Sen-derI“ ,,Geh zu ihm!“ zischelten die im Kreise. ״Geh zu ihm, «■ ruft dich!“ Sender tat noch einen Schritt auf das Lager Zu, seine Stiefel wuchteten auf dem Boden. ״Sssssst“ flüsterten die Stimmen. Aber Sender hört« keinen mehr. Er wußte nur, daß er hart vor einer fast schon geschlossenen Türe stand, die sich für ihn noch einmal einen Spaltbreit geöffnet hatte. Er beugt« *eine mächtige Gestalt; über das Bett des Rabbi und weinte wie «in Weib. ״Rabbi! Rabbi!“ Seine Tränen liefen. ״Ver- «ßt uns nicht!“ Die halberstorbenen Augen öffneten sich noch weiter. Es war etwas schrecklich Fremdes in dem verwunderten Blick. Sender versiegten di© Tränen. Er erschrak bei dem Blick in des Rabbi Augen. Es war kein Trost darin. Kein Segen. Leine Hoffnung. Ein Abgrund! Sender hob den Kopf, um Atem zu schöpfen, wie ein Ertrinkender. Er fühlte, wie ihn dieser /Abgrund niederzog. Rief: ״Komm, Sender! Mit mir zusammen ...“ Eine strenge Hand legte sich auf Senders Arm und führte ihn vom Bett wog. Seine Stiefel gingen fort, aller «ein« Augen blieben zurückgewandt. Er ließ sich 80 wegführen, wie ein kleines Kind, durch alle Türen, bis über *be Schwelle. Wieder war ein Gedränge und Gestoße, und die Leut« beneideten ihn, weil er den Rabbi hatte sehen dürfen. Aber Sender drängte nicht. Was sollte das alles? Sein «tzter Halt war zerbrochen, di« letzt« Hilfe aus der Welt genommen. Der Blick der sterbenden Augen verfolgte ihn. Warum hatten sic ihn so finster angesehen? ihm manche Ausführungsgesetze und Bestim• mungen entlehnt, die mit der Zeit notwendig geworden sind und verschafft ihnen gesetzliche Geltung. Die Aggada aber verläßt oft den schlichten Vers, weitet ihn nach allen Richtungen hin aus und lustwandelt im Reiche der Phantasie und der Dichtung. Daher war sie auch beim Volke beliebter als die strenge Halacha und häufig wissen ta'mudisdie Stelle» von der großen Anziehungskraft aggadischer Vorträge aut die Menge zu berichten. Man ziehe vielleicht die sehr charakte* ristische Erzählung in Sota •10 a von R. Abahu und R. Chi ja heran, die gemeinsam an einem (Arte ihre Vorträge abhielten. Das Volk strömte in Massen herbei, um den hervorragenden Aggadisten R. Abahu zu h&ren, während R. Cliija Keinen Anklans fand. Man vergegenwärtige sich in diesem Zusammenhänge, daß Halacha und Aggada nicht nur zu den zwei hauptsächlichsten Einteilungsprinzipien für den gesamten Stoff des Talmuds und Midrasch geworden sind, sondern daß sie die eigentliche Hauptlinie in der geistigen Entwicklung des Judentums bis auf den heutigen Tag bezeichnen. Der Begriff des Ha aclii teil und Aggadistcn, des Rationalisten (Veniunf menschen) und Irrationalsten (emotionalen Menschen) hat noch heute seine volle Geltung, und die jüdische Geschichte weiß vieles von den Auseinander- Setzungen dieser beiden Richtungen zu berichten. Mm denke dabei nur an die Erscheinungen des m ttela terlichen Rationalismus und an die als Gegenwirkung entstehende Kabbala, an die Ausartungen des Rabbinismus und die Bewegung des Chassidismus des 18. Jahrhunderts usw., und sofort werden wir jener Kräfte gewahr, die zuweilen auf dem Urgrund der Volksseele ihrem Dornröschenschlaf verfielen, bis sie einst zu neuem und starken Leben erwacht sind. Es wäre sehr wilitig, neben diesen Betrachtungen d'e Stellungnahme Bialiks in seinem bedeutenden Essay ״Halacha und Aggada“ (deutsch enthalten in dem wichtigen Sammelband ״Essays“, Jüd. Verla״) heranzuziehen. Der ״Kinnus“ (Sammlung), den er mit soviel Hingabe gefördert hat, setzt voraus, daß wir uns neben der Aggada und der Poesie auch der Halacha zuwenden, in der soviele Ausdrucks formen des feststehenden und in Formen gegossenen Lebens vorhanden sind. Erst dann kann, nach Bialik, die Neuerwerbung und Gestaltung der hebräischen Sprache eine vjlis and ge ue'11. An Literatur wäre u. a. zu erwähnen: Maiinonidcs, Einleiiutig mm Mischna-Kommentar und zu seiner Mischna Thora, Bialik-Rawnitzki, Sefer ha-Aggada Bd. 1, besonders die Vorrede und Enc. Judaica Bd, 1 (Aggada) und Bd. 7 (Halacha). J. M. Postschlüsse nach liebersee Vom 20. Oktober bis 27. Oktober (Abkürzungen: PA. ־= Postamt; BPA. — Bahnpostanit; F111. «= Flughafen) Palästina. Schiff! 20. 10. Frankfurt a. M. (BPA. 19) 19 Uhr; 21. 10. München (BPA. 1) 9 Uhr; 23. 10. Hamburg (PA. 1) 19 Uhr; 27. 10. München (PA. 1) 9 Uhr. — Bahn: 22. 10.; 24. 10.; 26. 10. München (BPA. 1) 9 Uhr (Leitvermerk ״via Belgrad-Aleppo“). — Luft: 20. 10.; 22. 10.; 23. 10.; 24. 10. München (BPA. 1) 18 Uhr; 21. 10.; 24. 10.; 26. 10. Berlin (PA. C 2) 6 Uhr; 22. 10.; 25. 10. Berlin (PA. C 2)!0 Uhr. Vereinigte Staaten von Nordamerika. Schiff: 20. 10. Hambürg (PA. 1) 17 Uhr; 21. 10. Berlin (PA C 2) 8 Uhr zu ״Manhattan“ 22. 10. Le Havre. — 22. 10. Berlin (PA. C 2) 8 Uhr; 22. 10. Hamburg (PA. 1) 8 Uhr zu ״Deutschland“ 23. 10. Cherbourg. — 26. 10. Hamburg (PA. 1) 19 Uhr; 27. 10. Berlin (PÄ. C 2) 8 Uhr zu ״Queen Mary“ 28. 10. Cherbourg. — Luft: Fahrten des Luftschiffs ״Flindenburg“ und Nachbringeflüge von Köln zum Dampfer finden bis auf weiteres nicht statt. Südamerika. Schiff! 22. 10. Berlin (PA. C 2) 20 Uhr; 23. 10. Frankfurt a. M. (BPA. 19) 8 Uhr zu ..Highland Brigade“ 24. 10. Boulogne. -- 27. 10. Berlin (PA. C 2) 19 Uhr; 28. 10, München (BPA. 1) 9 Uhr zu ״Conte Biancamano“ 29. 10. Genua. - Luft: 2t. 10. Berlin (PA. C 2) tl Uhr; 21. 10. Frankfurt a. M. (BPA. 19 oder Flh.) 18 Uhr Luftschiff ״llindenburg“ (Lcitvermerk: ״Mit Luftschiff nach Südamerika“). — 24. 10. Berlin (PA. C 2) 9 Uhr; 24. 10. Frankfurt a. M. (BPA. 19 oder FII1.) 13 Uhr Air France. Südafrika. Schiff: 21. 10. Köln (BPA. 10) 21 Uhr zu ״Stirlinjr Castle“ 23. 10. Southampton nach Kapstadt, Johannesbürg und Pretoria. — 22, 10. Hamburg (PA. 1) 19 Uhr; 22. 10. Köln (BPA. 10} 21 Uhr zu ״Wangani“ 24. 10. Southampton über Walfischbai und Liiderilz bucht nach Kapstadt usw. — Luft: 20. 10,; 23. 10. Berlin (PA. C 2) 22 Uhr und München (BPA. 1) 24 Uhr. Er batte gerufen wie aus dem Grube. Sender! Sen-der ... und dann nichts mehr. Auf der Gasse wartet« Chftje Sarah. Ihre verschwort!- menen Augen lachten listig au» einem Netz von Fültehen, und »ie sang ihr Lied: Für Oliven und für Oel — Hier, nu, hier! Wollte nicht und hali's gesehn — Sender und den Rabbi, beide, Gott 6011 uns bewahren! Kein Schabbes, keine Feste — Hin, nu, hin! FÜNFZEHNTES KAPITEL / IM FREMDEN HALFTER Mit dem Tode des Rabbi war der Schatten auf Senders Hause dichter geworden. Sander sah, sein Glück war aus. Das große Licht, das ihm immer mit Trost und Fülle geleuchtet hatte, war ausgelHscht. Die Quelle des Segens war versiegt. Die Lippen, die ihn immer gesegnet hatten, deckten die Erd«. Das Totenlaken umhüllte den benedeiten Leib, die gütigen Augen, die edle Iland, die Noah Panclre zu ihm gebracht hatte, daß er mit «einen jungen, frischen Kräften die Stütze seines Alters »ein sollte. Nun saß Mendel, des Rabbi Sohn und Erbe, auf seinem Platz, Aber Sender hatte kein Vertrauen in ihn. Sender erinnert« sich zu gut, wie oft der neue Rabbi sich hinten an seinen Wagen angehängt, hatte und seinen Pferden Haare aus dem Schwanz gerissen. Ihm schien, als wäre das erst gestern gewesen. Wie oft hatte er Ihn erwischt! Und nun sollte dieser selbe Mendel, den er versohlt hatte, der Rabbi sein und auf •ein«» Vater» Stuhle sitzen! Mendel hatte keine Würde. Er hatte nicht die hohe Gestalt und noble Haltung sein«» Vaters, nicht seinen langen Bart, die ruhigen Augen, di« schmalen Hände. Nichts von allem. Mend«l war ein kleiner, krummer Kerl mit einem großen Kopf, und in seinen unruhigen Augen wohnt© kein« Sicherheit. Und wenn er »eines Vaters Zobelhut auf setzte, »ah er aus wie ein Nag«! unterm Dach. Mondei merkte das selber. Und er mochte den alten Chassidim nicht ins Gesicht sehen. Inzwischen schmachtet« Noah Pandre im Gefängnis, und bia zu* Verhandlung war es noch weit. Beide Parteien, dor Stadlhauplmann und Pandr•• Anwalt, suchten Immer noch Zeugen, Die Anklage tat alles, um Noahs Charakterbild zu schwärzen. Alle Sünden seiner unruhigen Jugendjahre wurden Briefe an die Redaktion Das ״geistige Zentrum” Buchau a. d, F, 12. Oktober Redaktion der ״Jüd. Rundschau“ In der ,.Jüdischen Rundschau“ veröffentlicht Herr i S. K..11 2ne! int, einen Artikel zur ״Arnhcrti agc'׳, worin e» hei.ä, Ilerzl habe eine jüdische Mainrität in Palä-.fina ungesUclrt und nicht nur tin ״geistige2 ־cntruin“. IN füllt aibn 1 bli־d1 schwer, noch daran zu ״!.uihen, da 11 nur Mißver.-tandm-. mliegt, wenn man immer iviulrr da־ ,.geistige Zentrum" Arhad ll'iarim —- ob sein N.arnc r 1.1 iסוi dabei genannt wind oder nicht, ist glc:־׳hgultig, denn der Begriff ־lammt von ihm — als etwas möglichst Kleines, gc> «dezu Winzige־ hinzu-ti'licti und zu di •kreditieren behebt. Schon vor 24 Jahren habe ich einmal im dtmalig׳׳r> zioni-ti-chen 2entraloigan .,Die Welt“ nnshibdrh das \V es en des Arh;11 H:mm- ,schon Zit.niduils klarzu!r״en vorsucht (vgl. jetzt mein fh.irh ״Im Zeichen der Wird* S. Bl H.) U!!׳l einen 1׳ . - n׳jA ״AI Tara;׳.■!),ifh I)!, r,1:1;i:!r angeführt. in den! an .׳i u Md h davon <11־ Rede ist, daß vir in Ercz l--r.!el di*־ M a j uritat an-rtreUen rrvi^en (a.;1.0. S. 87). Heute möchte ich «inmal auf die ״Briefe‘* Achad H3מms Hinweisen, in denen sieh wiederholt Arhad Hanm mit aller Schade gegen die ,,Lüge‘־, wie er!׳Rweden sagt, wendet, da iS er nur .,rin t. arvzfM'.dentes ]eru-nlcm‘־ (je! u.wl1aki1i!וו srhd maabh) aufbauen wnle {Tg״rruh Ach.nl Hanm. Bd, Ul S.' 159, an Khren])u׳i-)ז ־ YüFcrbiei hir an Deutlichkeit und F indoutigkeil ist ein anderer Briet (ebenda, S. 129). wo es heißt: ״Eres Israel wird nur dann dahin gelangen, unser geistiges Zent tum zu «ein, wenn die luden die Mehrheit (im Original gesperrt!) der F.inwohner darin «ein wcdm und der grüßte Teil seines Bodens in. ihrem Be.dtze sich befinden wird“. Am 26. Tebefh ist der 10. Tode dag Achad Haams. Vielleicht bereitet man heute schon ״Gedenkfeiern** vor. Wie wäre a-, wenn statt dessen wenigsten» unsere S<־־h ח Rsroller und zum! Ischen Theoretiker an *(־mein 1°, T:vle-?ig ,1 n f i n - gen. A e י: ח d 1 Uam r i c h!. i g z!1 1 - <• n? 11■״ ho ifuog.voll A h r :1!3;י rn Fehl * 5 i n g £ r Kreistapunff in Thüringen. Am 4. Oktober fand in Gotha die Kreistagung der Thüringer Zionisten statt. Alfred Jescrsky, Gotha, begrüßte die zahlreich erschienenen Gesinnungsgenossen. Heinz G a b b e, Ilmenau, eröffnete die Tagung; R.-A. Dr. Alfred B .1 c k h a 11II, Eisenach, fülirte dcri Vorsitz. Dr. Hans Cape!!, Berlin, erstattete ein Referat über ״Die /iuiiistoche Situation und die arabische Frage". Walter Tempel, Berlin, berichtete über die wirtsclialtliche Situation ries jDclm\v. Anschließend sprach Dr. Norbert M n u c 11 i 11, Leipzig, über die Arbeit der Jugendbiinde, Kurt Gold!11 a 11 n, Leipzig, über die Arbeit und die Entwicklung des 1 lech,:11 1u in den letzten Jahren. Es folgten die Berichte der Ori-.!*nippen und Ausführungen von Siegfried R i 11 b e r g, f “ipzig, über die praktische Ortsgruppenarbeit. Die bisherige Leitung der Bezirksgruppe Thüringen — Heinz Gabbe, Ilmenau, und Siegfried Rittberg, Leipzig — wurde wieder bestätigt. Der erweiterte Vorstand des Bezirks besteht aus den Gesinnungsgenossen Dr. Alfred Backhauß, Eisenach, Alfred Jcsersky, Gotha, Dr. E. Kaufmanu, Erfurt, und Frau Irene Sachs, Meiningen. Palästina-Landkarte. Das Palästina-Amt Berlin (W 15, Mcinekestr. 10) bringt soeben die schon aus der letzten Aufläge der ״Ali ja 11“ bekannte große Landkarte von Palästina auch einzeln in den Handel. — Die Karte, die nach dem Stand von 1936 neu bearbeitet worden ist, wirkt in ihrer fünf farbigen Ausführung besonders plastisch und anschaulich. — Die Uebcrsichtlichkelt wird noch dadurch erhöht, daß die jüdischen Siedlungen besonders hervorgehoben sind und auch die zuletzt entstandenen Siedlungspunkte bereits Aufnähme gefunden haben, so z. B. ״Schatta“, wo die An- Siedlung der Menschen aus der Kwuzath Chugim (das alte Ejn Charod) zur Zeit in Angriff genommen wird oder die Filiale der Palc'tine Potash Company am Südende des Toten Meeres. Die Karte ist postfertig verpackt, zum Preise von 75 Pfg. (zuzüglich 5 Pfg. Porto) erhältlich. ״Haehscharah“, Schauspiel in 8 Bildern von Willy Buschhoff, ist für das Kulturburuithcater Rhein-Ruhr zur Aufführung angenommen worden. Die Fotos der Bilder aus einer Sukkah ״Auszug aus Aegypten*‘ in der letzten ״Kindcr-Kundschau“ stammten von dein Fotografen D/ubas, Berlin. jetzt gegen ihn oui’gefiihrt, er wurde als Trunkenbold und Skandafmac-her geschildert : man erinnerte, wie er das halbnackte Liebespaar durch die Stadl getragen und dem Kreisrabbiner aut die Türsrhnveüe gelegt hatte, man klagte ihn an, er hätte immer Unruhe gestiftet und Streit gesucht. Man machte den wilden Mann der Stadl aus ihm. Sender sagte M׳>ri nicht, wie schlimm die Sache für ihren Mann aussuh. Sie war nun im achten Monat und sollte es sich nicht zu Herzen nehmen. So erzählte er ihr Märchen. Morgen, übermorgen würde die Gerechtigkeit heraufschwimmen wie Oel auf dem Wasser, und Pandre käme heim. Die Mutter hütete jeden ihrer Schritte, ließ sie nicht ei na Minute allein. Sic hatte •Angst, die guten Freunde könnten ihr sagen, wie die Sach« wirklich stand. Und dazu standen die Pferde im Stall und fraßen ihnen die Haare vom Kopfe! Manchmal wurde das eine oder das andere vor den Wagen gespannt, um ein paar Passagiere zutn Dampfer zu bringen oder Neuankömmlinge zum Markt. Es *war noch ein Glück, daß Peßach vorbei war und man nicht mehr alle drei Pferde vor den Schlitten zu spannen brauchte, dreißig Meilen nach 01-schn und wieder zurückfahren und die armen Frauen volle vierundzwanzig Stunden allein im Ilause lassen, Und wer sollte helfen? Die Leute im Ort hatten jeder sein Teil beigetragen, um!’andres /Advokaten zu bezahlen, und hatten sich dabei beruhigt. Die Fuhrleute standen Im Gildchaus herum, schlugen mit den Peitschenstielen auf den Tisch und schimpften und fluchten, und dann fuhr einer nach dem anderen weg mit seinem Wagen voll Passagiere und hatte den Kopf voll mit »einen eigenen Angelegenheiten, und Sender blieb allein. Sender wollte sich erniedrigen und *eine Fuhrmannswürde vergessend ins Schlachtervioriel gehen, zn Noahs früherem Genossen, zu Simehe Turcru. Aber seit der Rabbi gestorben war, ging alles schief, wn« Sender anrührtc. Gerade an dom Tage, wo er hingehen wollte, um Simcha Tureru nuf/.usuchen, war die Polizei gekommen und hatte Simehe verhaftet. Auch wegen des Brandes, hieß es. Zwei Bauern hätten beschworen, daß sie Simelte nach Mitternacht vor dem Stall des Millionärs hätten stehen sehen, knapp bevor das Feuer nusgebrochen war. Sie hätten geglaubt, er wolle sich eine Pfeife nnstecken. Sobald sie gekommen wlren, hatte Simehe sein Streichholz »«*geblasen und sich versteckt. Sie wollten das aufs Kruzifix schwören. (Fortsetzung folgt.)