Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 83 (16.10.1936)
- Date
- 1936-10-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Saite 16 JÜDISCHE RUN D SCH AU Nr, 83, 16 X. 1936 Die Lehrhäuser rufen beherrscht das ganze Bild. Der Hintergrund mit dem Blättermuster der Tapete beginnend, setzt sieh fort in einem hewegten Weil!-( jrnn. Der Anzug ist in einem fliehenden, hellen Biau-Grau gemalt; die hellen Farben kennzeichnen ja viele grolle Porträts von Pasternak. Emt bisher wenig hervargetretene Malerin, Käthe Schutt a 11, zeigt ein als Zeich-!Hing sehr gutes Portrat der Puppenkünstlcnn Edith Samuel. Von I!11 Blum 1:11 au sieht mau ein sehr schönes Aquarell aus Bornliolni. Hellrote Dächer, braunrote Dächer, dunkle Bäume in dunklen Smaragtlfarhen, ein Meer in einem dunklen Abcndblau, violette Hcibstfarbcn und lierbstbraunc Bäume und Hauswände von hellem Blau bis Dimkdviolctt und darüber ein schmaler Hinunel. Von bekannteren Malern zeigt Nunberg eine sehr gute Landschaft mit klaren, funkelnden Wellen. Prof. \V <> I f s f e 1 d s ״Marokkaner mit Ziege“ ist eins seiner besten Blatter; dieser Marokkaner in seinem weißblauen Gewand ist von einer funkelnden Lebendigkeit und das Fel! der kleinen Ziege ist meisterhaft gemalt. Von Michaelson, einem früher ebenfalls oft genannten Maler, sicht man ein Gemälde ,,Jahrmarktsbude‘• in Komposition und dem besonderen Zauber des wilden Clown-Theaters nebst der Romantik einer primitiven Tlieaterlcideuschaft vorzüglich gelungen. Arno א a d e I s Pastell ״Betendes Mädchen“ gibt die Versunkenheit der i eiertagsstiinniung gut wieder. Von den Plastiken verdient der zarte Mädchenkopf von Viola Böhm Beachtung. Auch von Walter Cohn interessiert der Mädclienkopf, ein ganz junges Mädchen. Bei den vielen guten Bildern war cs unmöglich, alle zu nennen; ja, auch mancher Künstler ist vielleicht nicht genannt worden. Erwähnt sei noch b rau I־' r i e <1 I ä n d c r - L e w e n s Frühlingsbild und von Julie W o 1 f 111 o r 11 das schöne Seerosen-Aquareli, das bereit.- früher gewürdigt w urde. Zum Schltil! zwei der schöii-ten Blatter: Meta Colin- Hendels ״Flamingos•‘ in zwei Farbliol/schnittcn, einem einfarbigen und einem vielfarbig-bunten. Beide vermitteln an Ausdrucks-, Bcwegungs- und Formenreichtum viel Anregung. Hanna Schlesinger (Ruth Morold) * in der Au־;Stellung befindet sich ein erwähnenswertes Aquarell von Kate Schuf tan. E> stellt drei Pferde dar: Ein graublauschwar/ein vollem Rennen, der gespannte Leib geht auf und ttieikr, ilen Ru׳ k! n entlang steht!11:111 wie den Grat eines Gebirges, Trotz des heißen Laufes ist sein Blick von einer geheiMitiisvolien Ruhe. Sehen ihm läuft ein rotbraunes Pferd. Sein Blmk druckt Vers. 1:1 nctiliei! und Leidenschaff aus, tiefe, zarte, uln rw.i'lignuk• (ie.ühle. Der rotfarbene Leib, der verhaltene Lauf, die ungeöffneten Augen drängen zur Erde, und wahrend daerste einen fernen Ziele /ustrebt, lauft das zweite ohne RuT.lung, ohne Weg, aus sich von der Kraft deersten mitgerissen. Von rückwärts drangt zwischen beiden ein drittes gelbes Pferd, den Kopf erhoben und mit unendlicher Zärtlichkeit an den Leib des roten Pferdes gelegt. Recha Freier Ein Palästina-Film des Bachad Am 10. Oktober führten der Mtsraeh! und die ihm angeschlo-senen Jugcml 1rg,׳t:>j-atio.ncii einen neuen Palästina-Film ״W eg in di e W i 1 k I i c 11 k e 1 t“ auf. Der Bach-Saal war von einer großen Menge überwiegend Jugendlicher überfüllt. Nach eiuun kutzeu Finlcituugsfilni. der einen Einblick in die Vorbereit ungs/eit der gesetzestreuen Chaluzim gab, hielt Rabbiner I )r. Alexander Alt marin eine Ansprache, in der er die Grundsätze der misrachistischen Jugenderziehung skizzierte. Ausgehend von dem Titel des neuen Films, fragte er: Was ist Viiklichkeit für den Bachad r und gab die Antwort, daß menschliches Leben erst dann wirkliches Leben ist, wenn es sich in jeder Beziehung nach seinen eigenen Gesetzen entfalten kann. In der Golalt war cs unser Schicksal, nur halbe Formen entwickeln zu können, weil wir stets eine Existenz auf Abbruch führten. In Paläditia hoffen ׳,vir der! Boden zu finden, auf den! eine jüdische Wirklichkeit möglich sein wird und die geschichtliche Lmiform des Judentu ms sich einmal entwickeln kann. Untrennbar vom jüdischen W eseu aber sei der iiidi-;h-rc'igiöse Ociiii's, de-seu Leistung bisher noch keine-weggewürdigt worden ist. Dieser religiöse Genius -oll in Palästina -einen -ichtluireii Ausdruck finden. Die Arbeit als pnxhikiive irdische I.eUtung hat sich bereits die Anerkennung der Weit erworben; aber Palästina muß auch der Ort der religiösen Awoduli werden. Freilich sei man heute in Pnl.i-.tiua 110.11 keine •wegam Ziele, auch nicht in religiöser Hin-ulit, sondern die rei:;g;o-e Richtung nittf! erst ge-u־. fit sein! 11׳. S > ist es die Aufgabe des Bachad, auf das rehgio-e Zu I 11111 zu 1 r/.tehen. Da- I,al;!-t 111a von heilte ist noch ui, 11t dag :1 11 / e Pak! •tina, sondein muß es erst wercb'M durch d 1 ׳■ Arbeit neuer < ic-chln hier. Per f' 11m «clb-t kann in seinem Worte noch nicht voll beurteilt urnb-n, weil äußere 1 btlstainle diese Urauffilllrung beluiitb, rteii; e> niulitc nämlich die Tonia-simg forthleifnn, -o daß ein •ehr wesentliches I'lonn 11t de- Eindrucks at1-ge-.cb.Ltet wuule. 1 h!11111 ״.׳ hat inan d!11 Eindruck, dal! der Autor Ernst M e v e r in vielen Bildern sein־ schöne Mornente de- Leb-.11• in P.d.i-titia eutgeia hat. Andererseits kann mm nuht ubor-.beii, daß der I'i!: 11 ein Amateurfilm ist, der sich in dui B.diueu tiuhciu l’ai.i -lina-l'iluie bewegt, mit den ubbibiii •s. 1!:i .,in:nahmen aiu'.iiigt, dann eine sehr flüchtige lind bin.11 Iu,Uuift״ lb־i-e il'irch die Städte unter■ nimmt, um sehiie.’l.i. h 111־ Kibbuz If ״ d ■'r־, dem Mittelpunkt der ׳׳.■ ■du t! eilen AlH'ib, zu 11 rufen. Wir sehen von Rotl,:eein•.־ I title um I in/e'bildei n, :1b er m in vermißt einen wirklich ng'-t hin --1■ nett l b'bei bliek. V! un kulturellen Leben dieses Kibbuz erfüllt!11.111 -o gut wie nichts. Die Arbeiten, die der f ilm zeigt, sind in keiner Weise für Rodges besonders charakteristisch. Gegenüber diesen binwamleii bleibt aber doch der (11׳•amteunlruck, dal! der I ilm ein interessantes und eindrucksvolles Dokument vom Wollen und Arbeiten der geset/e-treiien zionisti-chen Jugend i-t, eine Tatsache, die sich vor allem in dem stürmischen Beifall der Zuschauer kundgab. N, Beginn der Winterarbeit Nach der Sommerpause und der PTsfcs/eit werden die jiklischeu Institutionen wieder mit verstärkter Intensität an die Gesamtheit herantreten und zur Mitarbeit aufferdern. Uns liegen jetzt die Programme der!.ehr statte Bialik der Berliner Zionistischen V c r e i 11 i g ״ ״ g und des J ft d i sc 11 c n 1. e 11 r h a u s es vor — zwei Institutionen, die einander harmonisch ergänzen. Man ist wieder überrascht von der Fülle des Gebotenen; und wenn man auch an Einzel-• beiten manches aussetze״ mag, so bleibt doch schon die Willensanstrengung an sich, zu neuen jüdischen Erkenntnissen vorzustoßen, imposant. Die Lehr Stätte Bialikhat eine Anzahl interessanter Vortragsreihen in Aussicht geuomrncn, die eine Fülle geschichtlichen und aktuellen Materials verarbeiten. So beispielsweise eine Reihe über Galuth- Zentren in geschichtlicher und soziologischer Beleuchtung; Alexandria, Cordoba, Amsterdam, Prag, Wilna sind Stationen des jüdischen Weges durch die Geschichte, an denen man anhalten muß, um sich lnnzuschatien. In einer anderen Vortragsreihe wird versucht werden, eine Bilanz der jüdischen Gegenwart zu zielten, die allgemeinen Tendenzen dieser Zeit zu erfassen, die kulturelle, rechtliche und religiöse Lage darzustellen. Wieder eine andere Reihe wird durch die Schilderung der Geschichte gewisser nationaler Bewegungen (wie die der Griechen, Tschechen und Polen) das Verständnis für die jüdische Nationalbewegung vertiefen oder vielleicht überhaupt erst möglich machen. Auch die Theorie des Zionismus soll nicht zu kurz kommen; ״Zionismus als Weltanschauung“ heißt das Thema einer Reihe, die viele unter uns mit den Grundlagen nationaljftdischcn Denkens vertraut machen wird. Ein Zyklus ״Zionistische Köpfe“ wird die Verbindung mit den großen Gestalten des Zionismus hersteilen. Ein anderer Zyklus hat sich zum Ziel gesetzt, Begriff und Geschichte des Territorialismus ztt untersuchen, eine Aufgabe, die ja gerade heute sehr aktuell ist. Selbstverständlich ist Palästina besonders benicksuhtigt; vor allem soll einmal das Werden der Siedlungen, Städte und Kolonisationsgebiete aufgezeigt werden, und im Zitsattummhang damit sollen die Instrumente der Kolonisation (Banken mul Institutionen) dem Verständnis nähergebracht werden. In diese Reihe gehört auch der Pfau, ein ״Fazit der jüdischen Selbsthilfe'‘ zu ziehen um! die großen jüdischen Institutionen (/. B. die Ica) zti schildern. Ferner interessiert das Thema ״Einigralion als Wcliprobleisi“, in dem zu brennenden Fragen unseres Lehens Stellung genommen wird. Wir erwähnen nur kurz, daß auch noch literarische und kunsthistorisehe Arbeitsgemeinschaften in Aussicht genommen sind sowie ferner Arbeitsgemeinschaften in hebräischer Sprache. Besonderen Zuspruch dürfte ein Literarisches Gericht über Sabbatai Zcwi finden, bei dem hervorragende Kenner der Materie ״fungieren“ werden. Fine Arbeitsgemeinschaft über Auerbachs Geschichlswerk wird einen großen Hörerkreis anziehen. Das Programm des Jüdischen L e h r h n 11 s e s ist diesmal i!1 zwei Donnerstags-Vortragsreihen aufgeteilt. Einmal soll in einer Reihe ״Juden in Weltstädten“ gezeigt werden, wie heute Juden in bestimmten Großstädten leben; in einer zweiten Reihe soll das wichtige Problem der Autorität itn Judentum erörtert werden, zu dem von verschiedenen Standpunkten her sich berufene Männer ־itilleni sollen. Diesen beiden Vortragsreihen, die nicht nur interessant sind, sondern außerordentlich wesentliche Beiträge 7,11 unserer Erkenntnis liefern können, gesellen sich die Montagsvorlesungen, in denen Gestalten der Bibel wie im vorigen Semester behandelt werden, und der von der jüdischen Wissenschaft schon lange er- Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Fraucn-Arbeitsgemeinichaft für Palästina. fimppen Nord und Ost: Am 20. Oktober, 20.30 V'hr, im Heim, Ro-mn'hulcr Sir. 44, Arbrits- £emen1.s<'haft über Adolf Hohm: ..Diu 7.ion!«t Kche liu\v׳;guno־‘. Lei- Frau Lilly Olam'r. — Am 22. Okmhcr, 16.30 l'lir, im Wiw- I Irint, Wi!!uiilu'i ״[!D!/, 3;1. ']Vvna ״111111:1,1׳, V1Mtr;1T I lunny (in!m.inn: .. A!^!iiihmh.iI i1׳׳! uni dcu /!׳>ni mus'־. <i:«-!t: wiiiknmjnun. Hebräische Kurse der BZV. Li-iu״.״: |)r. AL l!mmr. Juden DiYnsirt^׳ und l)ouuri.si;ij4, 19 Flir. 1׳ ןיי,1>״ n, lu■ ד ts ) Ir!u ,'1 i -! 1!*' (mit Dildciit) nach p-vt׳Iid!u< Imw■her Mvdmdu. für Anfan^m. rmch ohne itde Yoikenmnhw;, BXV.-l I pin;, KaniOr. 54. I ־' ü r Fo; t ^,-:rlirilteiir H den Dieiei.i;^ und T)onn('1 st:!:'. K;!n!-!r. 51. 20.30 I'hr {F.ubiihr: 3.50 KM. monadi ־h). Im l־‘o!!;.0-1׳ In inpPH-n ■Kurs ..'’l'-i^li«'!!*.י‘*־■ I Jo- I>iiii't׳‘ 11׳, I')!011-!;!״, u!1d I)rmner■20.30זי l'lir, Kan'-tr. 54. k<־nnrn sh! 1! 1Y!!!!('! 1 d!u!' auf(;t-1,()׳n1nen v.i'rdun. Ko-cnt!!:1l('!■ S!r. 44: Aiikinar;ku1-,! )p■ n■זיa20.30 ״ Th!. r.tö'inu: [)!-. Wied( r. ln •den niiHMtn!)(‘jriiint ei1׳ n־-t!vr Kir ■; hi! AnY!: nhnu Vorkenn'nisso. J .tiuino■: M. Klaiifeld. In dm Fm i ׳.׳״--! L, 1,1 ei,tii Kuro'it Mbtwrx'U 20.30 1 |!r kumivn rm! h 'ih!!du}!mer 1M11m׳!iG.i)!11t!1 weiden. ln näohmm׳ /ui! 11<ו01י1ן!'״י nv. iiorc Anf.imjvUu׳-r in Stoglitz und im Il sni-,1vii'ftfd. AninoMun״ und Au:~kuh!t: Kuh mal >!cj!unj4 der BZW, Mvinvlr-.tr, 10 (J 1 9ü3l). ' 4 Hebräische Seminare der BZV. UibeKominnr Pr. ("lu BorodiansVi (l.cklüfe ton ]'mhiicuj. judt'i; .Sa,HD;:,hci)tI 19 IThr, K3nl«fr. 54. Rta. iit ״,[! a^rti der ]iih־•:-! ' ((()ur!h׳:!luk! ün■). Dr. S. Mau'־. Jeden Diens* 20,45 ri״. K.MiUlr. 54. B,a:hm 20. M!:sal1 na■ Srm!n,1r 141. S. Maah (<)!1e't!u:1!« kbire unter ZuzieD'injr der Duinarah mit 1־0־ klaiuiig iu d 1 u 1 ׳■■ Iifr Spiaehe. Juden NT<׳nt,״t^ 20 tThr, Kantor. 54. Beginn 19. Ok!Gh(;r. Id h\mol<)?;iu d.־r I><:■!>; ü:lim Sjjr.idie Pr. NI. Big-ei׳. Jeden Sonnabend, Kamoi. 54, 19,30 Diir für Anfänger, 20.30 t'hr für Fo! {j»c-c!11 i; teuc*. Beginn 17. Oklcjlier. Hebräischer Vortragsabend mit Lichtbildern. Am 17. Oktober, 20.30 l'lir, Kanmtr. 54• lü. *1». Benodi.iudd. Idiit k ('hule. Kult11rabtHh1n£. BZV., Gruppe Sfadtpark. Per Arbeitskreis <Ut Orupj>e Stadtpark beginnt .-.eine Tuii^keit am 20. ( )klnlkt, 20.30 Uhr, im Cafe sehnte Versuch einer jüdischen Kulturgeschichte, in der die verschiedenen Kulturkreise in ihrer Berührung mit dem jüdischen Leben durchgearbeitet werden müssen. Die Zahl der Arbeitsgemeinschaften des 1 chrhau&cs ist diesmal wesentlieh vermindert worden; es sind sehr viele Oebietc yertreten, so daß jeder etwas für sich findet.■ Lehre, Palästina, Geschichte, Philosophie, Soziologie sowie Literatur und Musik. Daneben laufen noch zahlreiche Fach- und Werkkurse. Besonders erwähnenswert ist die wissenschaftliche Arbeitsgeniein* schaff, in der Franz Oppenheimer den ersten Vortrag über• iiommen hat. Nur noch kurze Zeit, und das Semester wird beginnen. Wir alle hoffen, daß unsere Menschen sich nicht von der Schwere der Zeit niederdrikken lassen und resignieren, sondern daß sie den Willen aufbringen, zur Neufortmmg der Genieinschaf) durch ihre Mitarbeit bei/utragen: gerade aus einer gelernten' Gemeinschaft wird eine gelebte Gemeinschaft erwachsen. L>r, N'. Die Sprachenschule der JQdischen Gemeinde Wir wiesen bereits vor kurzem auf die projektierte Gründüng einer Sprachenschule der Jüdischen Gemeinde hin, die der Handelsschule der Gemeinde angegliedert werden soll. Da noch nicht überall volle Klarheit über die Absichten dieses Planes besteht, seien nochmals die GruiKMige erläutert. Die Spracheiisclnik■ soll sich von den vielen bestehenden Sprachkursen dadurch tmterscliekleii, daß sie im Laufe eines Jahres durch intensive Arbeit eine möglichst vollkommene Kenntnis des Englische n u ud des S p a 11 i s c h e n vermitteln soll. Es werden täglich je zwei Stunden Englisch und Spanisch sowie eine Stunde in Stenographie, Eanileskunde usw. erteilt. Diese Art der Spraclinneiguiing ist vor allem für junge Mensehen zwischen 17 und 25 Jahren gedacht, die zum Zwecke ihrer Auswanderung bereit sind, sieh ein Jahr hindurch auf das Sprachstudium m konzentrieren, um siel! dadurch die wesentlichste Voraussetzung für den Aufbau einer Existenz in einem fremden Lande zu schaffen. Notwendig für die Beteiiigung am Unterricht ist eine gewisse Orimdkemttnis des Englischen. i! Der Unterricht soll Anfang November attfgenommen wer• den; falls Bedarf bestellt, wird zu Ostern 19!7 ein Parallelkttrs eingerichtet werden. Meldungen werden erbeten an die Private Handelsschule der Jiiil. Gemeinde, Charlottenburg, Joachimsthaler Sir. 13. _ Die JOdlsch• Winterhilfe bittet um Meldung von Damen und Herren, die sich ehrenamtlich für die Sammhingen zur Verfügung stellen wollen. Schriftliche Meldungen an die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde, C2, Rosenslr. 2-4, erbeten. — Die nächste Haussammlung der Jüdischen Winterhilfe findet am Sonntag, dem 25. Oktober 1936, statt. — Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe Berlin 93 446. — Die Jüdische Winterhilfe benötigt dringend Schreibtische, Tische, Stühle, Bänke usw. sowie einen Geldschrank. — Angebote werden an die Jirdische Winterhilfe, Rosenstr, 2-4 (D 1 5711, Apparat 19), erbeten. Persönliches. Unser Gesinnungsgenosse, Herr Samuel Pul• 1 i k, Berlin W 30, Motzstr. 87, feierte ain 7. Oktober seinen 60. Geburtstag. Wir wünschen Herrn Pullik, der einer der ältesten Zionisten Borlins ist, noch viele Jahrzehnte tatkräftigen Schattens. Witlchbarb. Teitun״: Rabl). Pr. Alfred J<wpe. Thema des ersten Abend-: Volksbcwußtstin und zioni-ii-elie llollnung in der G.iluih. LehrkOch« au! Palästina-Herden. In Palästina gibt cs keine Gas-, II״!?.. und Kohlelenerimg. Um den Hausfrauen die Umstellung zu crleii-htern. sind praktische Ko-.liiibungen auf verschiedenen Systemen eingerichtet woiden. Vorträge über moderne .,Ernährungslehre und Diätküche“ unter besonderer Berücksichtigung der palästinensischen Yeiliiilmi—c. mit teilweise praktischen Pcbungrn, ergänzen den Unterri llt der ״f.ehikiielie auf l’aläslina-1 Ierd׳-n". Der U״kosten!■eitrgg iHirägt für die ..l.ehrkiieltc auf Palästina-Herden“ (sechs Stunden) KM. 3״.—, fiir die ..Urtiiiln imgdchre und Diätküche“ (zehn Stunden) KM. 10.--. Anmeldungen bei der Kurdciterin,!lemiette Albach, und in der Hausfrauen־ Sprechstunde. Monlnff 16 18 Uhr. trautenaiistr. 8, finttcnhaiis, links, 1 Treppe (II 7 2 528g Voranzeigen Hebräische Lehranstalt der Jüd. Gemeinde. Kniffimn״ neuer Anfängerklaren ntn 20. 1<“27 ,<ןי. OkJober, 20,3Ü \ in. Aulfialnncn in die Klii-s -un fi'ir Fd• ־,^יsidu*« lenu. 1 Tntrrriuh1 ^zcis in dem Kursus iür Mi-.r!u,;1 und I׳.i!>ulkn!1>mc17tu1T: Munin״ und Mit t m ()20.30 ,11'׳ bis 22 Ihr, (iroßc I liimlmrgtu Sir. 27 (Luhnr; 11. [. linrnsuini. Die Vorlehre der JüdUclien Gemeinde. Die \'01U־I1rc Kt als lüuuke zw i-rhrn Srhulc und lUutif t inu lümivhtnu״ Hir Ju;01׳,׳t1!!,fhL־. die aut uinc T.rhr-0edle svnrton oder die mnngel« <10r orfordcrliuliuu Keile einer in*1 utli! lien Au>neUh1n^!#1:1101)011, Ihre A*1fu[alwy iH'üoht dann, dun 5rI1n!enda«?-en011 J״^rf>dI»H1en einen I 'eberg.ing zum Ik־n1fdd>eii d.t-liüuli zu veischaffen, 11aß .'ie ihnen in einer päda״*ü׳Kch geliilir• len lüniirliimi״ die Alr^Iiuhkcii zu planvoller uml in!cn~ivur manueller um! ^Kd^er Arbeit bielcü. Die Voilelne ״!iedert siel! in drei Klassen mir iolücnden Adiuiisgebicit'ii: 1. \ mK hiukla«'(,* Holz: Alle n in der Ibtlzv.eiküatt, \Vc1künf(k»mdc, Weikzen^kunde und WerkzeiiidiahunR, Ne.nii lehre und d'e. Imik, Bei uKknnde. Zeiulmen, Du'iit a11־. \vi1U־c!1altliulies und leHini'rdios Redinen. Jndenhini'-kuntlo, Sport. 2. \ orlidiro kl׳ä-H) Metnli; Adteii in <lrr Memlhvetk^iaU (Hleeli. MeiaM. TnsialU-!i«>1;). Wctkünffkunde. lVerkxn!״kunde 1111(1 W<* kzotiüH dhin״. Naturleine und Terl.mk. nemKkunde, Zuiuhnen, Ptniisuh. m i ־׳-זliaft!!dies und lerhnUrhes Rrrlmm, Judcntum^knndo. Sport. 3. Vorlelircklasse Ameigen-Preisliste Nr. 5 auf Anfordem Attila HArblgsr Jug^ndlidifhnb«־n Zutritt Beginn 5. 7, 4 Uhr Sonnlij?* *H 3 Uhr Pianos Radio KurfOrstendamm 205 z JIBIsm. 3716 Nfll S fl ■Mi Jfl ■Ui Afl H VP Ww M mm PI Ihr Cafehaus and Restaurant Ist Prin2aß-Cof6, Kurfürstendamm 214 Inhaber: Oscar Aberbach BIO Hackeachor Markt 2 3 IMPERIAL Di« Botschaft an Barcia Roionthaier Str. 40 41 am Harkfttriian Markt Seine Sekretärin WallRce Barry Clark Gabi• MAX RIE6BI P«rl.«rSlr-M/S9 J 3 Oliv* 5567 M.4. l.H.»dw..V. Ub£ ä. KtuIhIi. Fachmännischen Rat rlurth Ollwaor Med. Breaerie Apotheker F ז i 11 Beier M. ri.j. G. Oliva« Hatz 2, Femspredh« j 2 6300 Persianermäntel nach Maß praiuwcri. mm Koppel D׳JwtidSüSüm' Naparaturan — umerewtungen »Uell S mittag• und mm K u r f S ritrtid a*nm 22, Nahe 7.00 Ausrichtung von FoatlicNkBiUiiv. / Jt Bkm. 2245 Bridgezirkel NBrnbPrgfr PI. 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