Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 82 (13.10.1936)
- Date
- 1936-10-13
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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u JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 82, 13. X. 1936 Strawinskys ״Geschichte vom Soldaten" in Berlin Ankündigungen Eine klein 1׳ Gruppe junger Künstler, die sich leidenschaftlieh verbunden fuhit mit der Musik, die hetite, nach 30 Jahren noch ״die neue“ heißa! muH, wird Strawinskys ״Geschichte vom Soldaten“ atifführen. Dieses schöne, seltene Ereiymis muH mit ein paar Worten cingeleitet werden. Wir werden ein Standardwerk hören, dessen Wichtigkeit sielt nicht ans seiner ausschlaggebenden Stellung (es ist 1018 geschrieben) hcrleitet, sondern aus seinem eigenen Lebensubcrseluili,■ seinem künstlerischen Formalwert. Es besteht, wie Werke seiner Epoche, nicht nur aus kämpferischer Verncinmig, die 1l.׳!m.T,s produktiv war, aus dem Willen und dem!Müssen, cs einmal ganz, anders zu machen. Da sitzt das Orchester ganz sichtbar auf einem Podium, ,nicht verborgen wie in der Oper. Es wird vermieden, eine Schein- oder Spc/ialwelt ati/mieuten — man versteckt sein schlechtes Gewissen nicht hinter Kulissen —; nichts weiter als ein Spiel soll begonnen werden, aus reinem IJebermut, nur mit einer leichten .Moral, deren Ernsthaftigkeit man lächelnd in Kauf nimmt. Gewiß gibt es da eine ״tiefere Bedeutung“, die die dargestellten schicksalhaften Wirren ausstrahlen, .sic ist aber so wenig handgreiflich, daß sie sich verflüchtigt, wenn man von ihr spricht. Auf einem anderen Podium sit/t ein Vorleser; er erzählt die Handlung, er gibt auch die Gespräche der Personell wieder, so/iinu:i־!i a's lau spre 11 uuler Souffleur; aber dann kommt einni.'il der Augenlid, f. wo er nicht mehr an sich halten kann und den Pv.s >:1en 11 •s Spiels Zureden, mit ihnen sprechen!׳)11״;. Er Int eine!ad 1.;!• peus'isch gefährliche Rolle; er ist denen 1;; c, der den Zu:.;:ba:1cr aus einer Dimension in die andere v irft, Realität und Nicht-Reaütät verwechselt, der kabbln! i“ ge wohnte Th.'.iU'rii'iisionai vernichtet, das Publikum tni gläubig macht und es d־>;h wieder zwingt, sich von 'h׳n nikkieii, puppenhaften, vaicei mul doch wirklichen GeschcluiisM׳ o erschüttern zu lassen. Ehe Rolle des Vorlesers ist die wichtigste des < iaii/en; alle, andere wächst nur über den Rahmen eines cro'111.׳c:ulen Parts durch die Kraft seiner tirdei! svniholisrhen f indr ingdicliheit, 1fr ist wie einer vor! uns: er ״re/iticit" nicht, er hat sichtbar sein! Buch vor sich auf item fisch, auch seinen Schuppen Weißwein, mit (lein er am Ende des ersten Teils dem Kap'.'!!- meister /iitmikt. Auch der hat keinen echten krack an; er trinkt den K׳-scheid zunick. Und vor den beiden spielt sich aut einer jahrnim ktsbiihne ein (iesc liehen ab, zw ischen dein guten, aber wdiuaclien Soldaten, dem bösen Teufel, der lieblichen Pi i-izc-sin. Strawinsky komponierte zu den Versen des Sehwc!/0N R a 11! 11 / eine ganz einfache!Musik -- ja, eine schcnih.ir sjmple, eine lustige Ihnrahniung des Jahrmarktstuekcs, einzig und allein mr sieben Spieler. Das bedeutet der Inhcgriff der Konzi-ntriertheit, aber sie ist mit leichtester I laml geboten, wenn sie auch innerlich <1 as Kompliziertest(' ist, was er gibt. (Hier ist einer der großen Gegensätze zu Sehöuberg, der den fühlbaren Kornpliziertlieiten luieligclit.) Strawmskv zeigt sich als der Meister des gedrängten Ausdrucks, der ״letzten" musikalischen Formulierung. Dabei bleibt ihm genug Platz, ober die Stränge zu schlagen: er macht sozusagen Gassen zu Alleen, Alleen zu (lassen, er veredelt, mit grollt er Ernsthaftigkeit, die sich selber komisch findet, die Trivialität, indem er Operetten- und Eisbabnrnitsikeu bewußt nach gestalt et. Und alles tut er mit einer genießerischen Einfachheit, einer Einmaligkeit, wie sie sich nur in Volkskunst und in Werken großer Persönlichkeiten findet. Dies Werk wird Anfang November in Berlin zu sehen sein. Die musikalische Leitung hat Wolfgang Fracnkel; Regie: Nikolai Eliaschoff; Bühnenbild: Heinz Condeil; andere Mitwirkende: ti. a. Ilse V'o r - d e m b e r g c, M c i e r o w i t z, L i s c h i t z (Kardan), G r a f f. Am gleiche״ Abend wird ein btück von Cocteau, einem der Freunde Strawinskys, mit Lilli Kann aufgeführt werden. Dr. Hans Nathan Zwei Konzerte. Das 1 )amen-Kfomifee der Jüdischen Oemriiule beginnt die Reibe seiner künstlerischen Veranstaltungen wieder aufziniehmen. Dr: Kurt Singer leitete das erste Kon/ut mit einigen klärenden Worten ein. Erwin Jospes Jmii'.che S.ingerknaheii sangen Haydn und einige Satze judi-clu-i Musik, darunter eine gute Bearbeitung einer Horra von! Vlru-t hka. wie immer rein und exakt. Großen Beifall holte sjcl! cm kleiner Junge, der seinen reizenden, klaren K״!״ratursnpra״ zeigen durfte. In Mirjam Zunscr lernten wir eine neue junge (ieigerin kennen. Man kann nicht viel!1,1111 zwei Stucken von Kreisler und de I aila, die sonst Zu:;alun sind, sagen. Sie musiziert jedenfalls mit Elan; oft weil) sie eine schlanke, milde Kantdene zu entwickeln. Sie h.t! viele Vorbedingungen für eine schone Ent- Wicklung. I ).us macht ihr strenge Arbeit zur Pflicht, ein Auslauten ihrer f 11 tu ick111 ngsstadien. Zunächst sollte sie auf eine lockern׳;!״ mul eine entspannte Bewegung ihres rechten Armes achten.’ I he l’odiiimerfalirung ergibt sich dann von selbst l'aul.i I 1 n 11 11c r ״ - S;1 i n m o!1 sang zwei merkwürdig intcrc"vunle, dostojcwskiliafte Lieder von Mussorgsky. Das Wiegeul! 1 a! war eine wunderbare Leistung, die von den Hörern nicht annähernd gewürdigt wurde. Es folgte Wilhelm (i!111 111 נ n 11 mit einer Arie;ins ״Nero“ von Rubinstein. Godfricd Zc : I;1 11 d er spielte Händel, Bloch, Ravel mit Frauen-Arbeit»gemelngcl1aft für Palästina. Gruppen Nord und Ost: Am 1a. Oktober. 20.30 E'lir, Heim, Ro-entlialer Str. 44, l)r. Martha \V enhrimer: ,,Muttergc-talten der Bibel“. — Gruppen I.ieliterfekle und Nord west: Am 15. Oktober. 20.30 Uhr, bei Frau Singer, MV, I.c.sbngstr. 50. Dr. Alfred Sulinger: ״Das Araberprölilem“. ('.äste willkommen. — IV. 5 Büro befindet sieh Miinekestr. 10 und ist Montag bis Freeug von 9.-15 Uhr geutlnei. Außerhalb d;׳־״ r Zeit Besuche und Tclcphonatmtfe zwecklos. Hebräische Kurse der BZV. Eeiinng: Dr. Vf. Broser. Jeden Diens. tag und Donnerstag. 19 tdir, ״D.cs|!roche:1cs Hebräisch•' (mit Bitdem) nach psvrhotechni-cher Meihode, für Anfänger, au1! ׳ ohne jede \ orkcnntni-.se, HZA .-I leim, Kants!!54 .׳, Für Fortgeseluittone jeden Dienstag und Donnei'itag. Kantstr. 54, 20.30 Ulir ((lebültr: 3.50 KM. monatlich). Im Fottge-rhnUenen Kurs ..Tägliches Ilebritisch“. Dienstag und Donnerstag. 20.30 El», Kant-.tr. 54. können noch 'loilnehmer auigcnomnien werden. — in nüchsrer Zeit beginnen neue Antängeikurse irr Steglitz, im Hansavieitri tmd im Heim, Rosentlialer Str. 44. Nähet(- Au-ktinfte: Kulturakteilung der BZV., Meineke-tr. 10 (Bi-m;trrk 9031. Apparat 79). Hebräische Seminare der BZV. Bibclsermiiar Dr. Oh. Borodianski fl.ektüre von I’.-aiine!!). Jeden Sonnairend 19 Uhr, Kantstr. 54. Rechtsfragen der Bibel '(Ducllenlekurre). Dr. S. Mast'•■ Joden Dienstag 20.45 Uhr. Kaut.tr. 54. Beginn 20. Oktnber. Mis; hna-Seininar I)r. S. Mast. (Juellettleku'ire unter Zuziehung der (lemarali mit Krklänrng in dotit.sehcr Sprache. Jeden Montag 20 Uhr, Kantstr. 54. Beginn 19, ()kiober. i.thvniologie d:׳r heleirhohen Sprache Dr. M. Bio-cr. Jeden Sonnabend, Kantstr. 54, 19.30 Uhr für Anfänger, 20.30 Uhr iiir Kot tgc-eluit teile. Beginn 17. Okt her. Hebräischer Vortragsabend mit Lichtbildern. Am 17. Oktober, 20.30 Uhr, Karrt-ti. 54, Dr. t '11. Boiodian-ki, Kmek ('hule. Kuhnrahteihuig. Fotogruppc T'munah. Am 13. Uktoher, 20.30 Ehr, Heim, Kant- -nahe 54, Disput zwischen Girr Ksr-Iien und f )r. Roman M'tschniak über: Künstleri-etres Sehen und plrotographiv.'hei Erkennen. Besprerhung rnirgrbrnc'mer Bilder. Ae /t.-ge ellschatt für Palästina. Die nächste Veranstaltung findet am 22. Uktoher im l.ogcnii.urs. Klebt ׳tu 10, statt, Näheres wird in der na!!ecu Nummer der ,.Jüdi-rhen Rundschau“ bekanntgege!>en. I ch kiiehe aut Palästina-Herden. In I’alästini gibt es keine Gas-, Hob׳ und Kohle;,'ireuing. Um den IJau-fmts״n rite UrnsHulung zu c״ k i h cm. sind prakü-sdie Koehiihungen auf vcr-ehk'denen Systemen!.׳!ege,einet worden, Vorträge üIkic nroderne ..Ihnahiuugslehrc und!k.uksnhe“ im'er he.-ondeier Bciiieksiehtigung der paI istinen-heben \ ei ha h nis-e. mir kilwri.-e jrrakt isehen Uebunoen, ergänzen den Unterrieh! der ..1 .chrkih'he au! Palä-Iina-I!erden“. Der Dnkodenbcitrag hon.!gl Sri!׳ die ..l.ehiküehe auf Palästina-Herden“ (sechs Stunden) R M. 3.—iiir die .. Brnaln ring-leh.re und Diätküche“ (zehn Stunden) KM. 10.—. Anmrklrrngen bei der Kitr-Ieiterin Henriette .Albaeh, in der Ilau-frauen-Nprcchsmnde. Montag 16—18 Uhr, Trautenaustr. 8, t i.u tenlcms, links, 1 'Treppe (H 7 2528). Hebräische Lehranstalt. 1 :.׳■ :i in '.;:״..׳. in den!«•stehenden Klassen am 13. Oktober. Neuaufnahmen in der Spie! h-runde. Eröffnung neuer An!anycrkia-ccn;tm 26. resp. au! 27. Oktober. Jüdisches Lehrhaus IS!.•!־., :.;•: W 50. Marbutger Str. 5. B 4 5587). Beginn des Wintersemesters am 22.* Oktober, 20.30 Uhr, Bruderedelstem Ton, leider nur mit zu mliigen Zeitmaßen. Dr. Fritz B e h r e n d war ein guter, sorgfältiger Begleiter. — Lilli hl Ire ich veranstaltete ״Eine Stunde Schubert“ —• an einem Klavier, das reparaturbedürftig war. Ihr Bemühen war vergeblich. Man konnje ergänzen, wenn man gewillt war, es zu tun. Sie sollte vermeiden, den Hörer vor zwei Wirklichkeiten zu stellen. Zumal wir wissen, daß sie Technik besitzt und bestimmte sch,gierige Probleme leichter löst als manche bekannteren Leute, daß sie ein gutes klangliches Gefühl hat und zu schattieren weiß. Dr. H. N. Werfel und Mombert. Im Kulturbund widmete Dr. E 1 o e s s e r zwei großen jüdischen Lyrikern einen eigeneu Vortragsabend: Werfel und Momhert. Von Jehuda ben Halevy und Gabirol bis zu Heinrich Heine tmd heute wieder in Werfel und Momhert ist die große Linie der ״Gesangstradition“ nicht abgebrochen, ebenso wie_ sie im Volke selbst weitergeführt ist, im jiddischen Volkslied oder im neuen hebräischen Liede. Zur deutschen Tradition jüdischer Lieddichtung nannte Dr. Eloesser ergänzend Walter H e y m a n n s und Hugo Zuckermanns Kriegslieder. Wolfskehl und Rudolf Borchard haben sich, wie Dr. Eloesser meint, noch nicht zu dieser großen Reihe erhoben, in der Werfel und Momhert ihren Platz behaupten. Werfels Dichtung betrachtete Dr. Eloesser hauptsächlich von seinen prophetischen Anfangen her. Werfel war vor dem Krieg in den gesicherten Zeiten, als man ein unruhiges Europa nicht für Wirklichkeit hielt, der Unzeitgemäße. Mit Leidenschaft wollte er aufriitteln, gegen die Trägheit des Herzens wandte er sich, als das Wesentliche erkannte er den Weg zurück, die Erinnerung an das Göttliche. Im Salon Cassircr war es, wo Werfe! selbst seine damaligen expressionistisch wilden Visionen und proph«־tischen Warnungen in ein sich gesichert glaubendes Bürgertum schleuderte. Den großen Sänger Werfel, den Meister der Strophen: ״Lächeln, Atmen, Schreiten“ und seine Vielfältigkeit in der Variation, setzte Dr. Eloesser voraus. -— Die Dar- Stellung der Dichtungen Momberts gelang Dr. Eloesser vollständiger. Alfred Momhert als Sänger des kosmischen Welt- Vereinsbaus. Kurfürstenstr. 115-116, unter Mitwirkung des Lehrhaus- Instuinenial-Kreises. Es sprechen M. Warschauer und Max Osbom über Juden in Weltstädten. I: Jerusalem. Der Jüdische Kulturbund Berlin bringt im November ein Werk in dcutscher Sprache zur Erstaufführung, das vor einigen Monaten vom- Theater .,Oke!•' in Tel-Awiw 11cbräi-ch kreiert wurikr: ״Schabbathai /.VI׳', von Nathan Bi-tritzki, in der Eehersetzung von Dr. Broser. Kulturelle Veranstaltungen bei Weil, EasaitenMr. 5. Am 20. Oktober Konz«״: Eritz Vogel (Klavier). Ilami-jürgcn und Helmut; ■Spittel (Violine). Am 22. Oktober liest Hilde Marx aus eigenen Werken; t'.oilt. icä Xeeiumler und Leo Tatibmaim spielen Be'eval und Beethoven. Eine neue Schabbat-Liturgie. Am 24. Oktolx-r. 20.30 Uly, findet in der Netten Synagoge, Oranienburger Str. 30, unter dem Pro- K'ktorai der Jüdischen Gemeinde die europäische IIrauffiihrtmg der Ereita״ - Abend-Liturgie von Jacob Weinberg. New York, statt. Ausfühlende: Großer gemischter Chor. Solisten: I’aula Salornon-Lmd- Irerg (Alt), Julius Peissachowitscli (Bariton). •An der Orgel: Erwin Jo>[re. M11-it.y!-׳ isc Ueiuing: Chernjo Winawer. Eiiik'ttende Worte: Elie-scr Ehrenreieli. Karlen bei den Kastellanen der Synagogen sowie in der Rcoenstralie und Oranienburger Straße. Jüdische Chorvercinigung. Als nächstes Konzert wird der ״Elias“ von Mendelssohn zur Auifiilmmg gebracht. Die Proben beginnen für Herren am 14. Oktober. 20 l-'hr. Sy». Prinzregentcnstraiie, für Damen am 15. Oktober, 20 Ehr, Svn. Pt inzregentenstraßc. Stimmbegnbt« Damen und Herren, die bei diesem Konzert mitwirken wollen, wollen sieli entweder vor den Pioben selbst, oder t>ei dem Dirigenten, Leo Kopf, Landliausstr. 41 (I! 6 2C68). melden. Klpalt iingt• Alexander Kipnis gibt vor Antiitt seiner Tätigkeit in der Staats0|>er Wien einen Liederabend am 31. Oktober im Bach- Saal. Das Programm enthält Lieder von Barli, Brahms, Grieg, Euchs, Roakin, Moritz sowie jürlisrhe und ru-stsche Volkslieder. Boxmeisterschaften des Maccabi. Am 14. und 15. Oktober, finden in den Mn-iker.l'e-tsä'e״. Kaiser-Wilhelm Str. 31, die Boxmeisterschäften des Maccabi statt. Die Kämpfe beginnen an beiden Tagen um 20 Uhr. Bei der am 15. Oktnber an die Wettkämpfe sich anschlieücndc Siegerfeier wird 11er Präsident des Maklabi Dr. Elans Fncdeirtlial die Preisverteilting und Siegerehrung vornehmen. Quartiere gesucht. Der Makkahi hält am 17. und 18. Oktober in Berlin seine Kreistagung ab. Sehr viele Makkabrin aus dem Reich werden zu dic.-cr Gelegenheit nach Berlin kommen, die Quartier benötige». Der •Makkahi bittet Fieunde, die in der Lage ■sind, einen Quartiergast aufznnehmcn, dies seinem Büro, Berlin W 15, Mcincke- Straße 10 (Bismarck J 1 9031), niitzuteilen. Familien-Nachrichten Herr Arnold Danzig er, Berlin-Ciiarlottenburg, Saarez^tr. 21, be- {»eht am 15. Oktober den 89. Geburtstag. Herr Joachim K b e n > t e i 11, Berlin. Altersheim Graßo Hamburger Straße, begeht am 19. Oktober den 95. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 31. Oktober (15. Mnrdieschwan): 11,ms Otto Hamburger, Sohn von David llomburgcr, Berlin W 15, Bayerische Straße 33, bildes, in der Konzeption an Hölderlin erinnernd, erscheint als Rhapsode im Sinne der griechischen Klassiker; die moderne Note ist auch bei ihm wie bei Werfe! ein sozial-ethisches Verantwortungsgefiihl. Die Natur braucht den Menschen zur Vollendung der Schöpfung’.— dies ist auch bei ihm ,der״ Sinn mancher Dichtung, deren ,Wurzel und Ausgang 'abörj“ die Natur ist, vor allem Geschehen auch vor dem Menschen selbst. Deshalb ist Momhert als Dichter des Sternenhimmels, als Sänger der Musik der Sphären ein Dichter, der so schafft, wie es sonst der Musik« in seinen Werken kann, die reiner Oefiihlsausdruck sind und sein dürfen. Momhert ist in seinem Werk ein Einsamer. R. M. Eine hebräische Vortragsreihe über Perez begann Im Chttg Iwri in der Kantstraße Dr. Borodianski. Der erste Vortrag stellte Pcrez als den Erzähler der Aggadot dar. in der Analyse einiger Erzählungen zeigte Borodianski Perez den Erzähler und zugleich Dichter, Schöpfer der Aggada. Perez schöpft den Stoff der Aggada aus der Seele des Volkes, aber er beschränkt sich nicht allein auf die Wiedergäbe des Vorgefundenen, wie es BerditschewsRi tut, sondern foritn ihn, dichtet. Nebst dem Volkstümlichen ist für Perez das Realistische und Universalistische charakteristisch. In seinen Aggadot spiegelt sich das Leben des Volkes nicht nur in allen Ländern, sondern auch in allen Epochen. Erst in der letzten Periode seines Schaffens kommt Perez zur Aggada, aber ihre Elemente sind in allen seinen Dichtungen zu verspüren in den realistischen und chassidischen Erzähhingen, ebenso wie in den Dramen. Ueberall findet man bei ihm die Mischung von Realistischem und Erhabenem. F. R. Berichtigung, In dem Bericht über den Rezitations-Abend von Edith Herrnstadt-Oeltingen (Nr. 80/81) muß es richtig heißen: Elsa Dora Wollt (nicht Dora Else Holm). Ferner mul) es heißen: ״Jungfrau von L ti d o rn i r“ (statt Windomir). — Frau Ilse ' B 1 u m e n 111 a I - W e i ß weist daraut hin, daß sie in der Besprechung versehentlich nur als Frau Ilse Weiß erwähnt wurde. AN-UND VERKAUF Wir kaufen antike MftMl. aata Kaplan. Bilder. 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