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Jüdische Rundschau · 1936-09-30 · Heft 78-79 (30.9.1936) · page 24

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 78-79 (30.9.1936)
Date
1936-09-30
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seite 26 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 78/79 30. IX. 1936 Karl Wiener Karl Wiener studierte an der Wiener Musikakademie bei Fuchs, AUndvs/cwski, Heuberger, Schalk, wurde dann Kapell tu e i st e r in Kattowit/, Breslau. Im Kriege wurde er durch einen Kopfschuß schwer veriet/t. Trotz, rechtsseitiger Uhnntnff heß er sich als Kapellmeister und Korrepetitor nach Saarbrücken und Stettin engagieren. 1923 ging er als linkshändiger Pianist na 1:11 Berlin. Von 1924 bis 1933 war er hier musikalischer Beirat in der Berliner Funkstunde. Wiener hat viele Bieder geschrieben; bei Durchsicht der Texte fallt a,uf, da!) er —- ähnlich wie /um Beispiel der Oester reicher Mauer — viel Hölderlin vertont. I lölderlin, — das ist der Inbegriff des Geklärten, Unirdischcn, der zu heller, fast tranceliafter Ekstase gesteigerten Glückseligkeit. Auch die anderen Texte, wie die von Hölty, Oale, Eidlitz u, v. a. haben denselben Charakter. Es wird klar, was Wiener vertonen will und kann. VX'ir rühren an ein llauptcharakteristikum seiner Kuim. Die Lieder von Opus 11 sind ganz leidenschaftslos, ruhig, innerlich unbewegt, entrückt, fern. Diese Art der Ti an s/endenz, die Wiener mit sich führt, stammt aus Wien; sie ist vor allem im Schönberg-Kreisve heimisch gewesen. Heim späten Mahler fing sie an. Sie scheint ein sublimierter Ausläufer der Romantik in Oesterreich zu sein. Es lassen sich in der Entwicklung Wieners einige Perioden unterscheiden. Die erste geht etwa von Opus 1 bis 15; die zweite von Opus 15 bis 25; die dritte von Opus 23 bis 34. Mit Opus 31, dem eben vollendeten Werke Wieners, beginnt vielleicht eine neue Periode. Erste I5cr io de: Das Kammersflick für zwölf Insirumente Opus 7 ist bei aller kb iueu Besetzung; ganz svmpho-!lisch behandelt, es hat ein weiches, verschmelzendes Klang- Bild tstatt linearem, ״cs״,du״ir.ni wie bei der Schönbergsclien Kammer.-\unphonief. mit Walirun; der lonalitat. Wiener ist lyrisch, in sieh versponnen, sehe!nnerisch, nie kühn Und spirituell. Die schon erwähnten lieber sind weiter als das Kammerstuck; -ie li.abcn eine I imenhaftigkeit (keine a-kefische Lincatit.it), wie man sie -ch1!<׳ bei Mahlers Kindertotenliedi rn findet. 111 vier Pa-sa. a >!i;1 ap. 1.) für die linke Hand brieiit uß'ilcr die rein akkordi-ehe l:i!!-tcllung hervor lind eine bei Wiener seltene 1 ei l! n-,bat!; es i>t aber die des Virtuosen, der auseinem lii-trument mit V ollgriffigkeit Klan,.; und 01:1:1/ heraii-liolen will. Zweite!,er io sie: Seit den (!eigenst licken op. 15 ist bei Wiener die Neigung zu 111 Sclnuiklaitg. sliv schon in den l.ieden! aus:c/wcilVh w ar, ubere. linden. 1 )ie Stimmen werden seib-t.imligsT. ohne sich völlig zu eu1:1uzi[tiercu. nie bleiben immer auf dat.1an.'c bezogen. Wnmcis Mildheit und blasse Zartheit vwleiigint -ich nicht in den Blase: stücken op. 20, aber sie wird du: ,11 die kaminermu-ikalisilie V'ivheit und Gedrängtheit der blocke aulgefri-clit, I )ie Sti 111 men sind sehr selbständig, 1.1-t 11 o: ,.׳r■1 ן! י ho 11 geführt; ihre Melodik kommt immer irgendwie um; Akkonli-.luii her 1 )er (lattungseharakter, der zu aphori-ti'-ciier Kurze drängt. neiitrali-imt die sielt schon im St reicht! na rt vtt 0 13 . ין hmnerkltar maeheiidc Ziellosigkeit vier Melodik und das Kehlen der formale 11 Gedrängtheit. Dieses Schu cltemlc, unwirklich Wolke nh.tfte, 1 nlniateriali-ierte, das Wiener in Liedern zuerst ausprugt, muß den lang- Samen Sätzen gerade zugute kommen. 111 den Geigenstiickcn op. 15, im Streichquartett op. 17, in der Streiehersuite op. 25, dann in der Symphonie op. 27 steilen getragene Mittelsätze, meist im uumetriseli eil 3 .,-Takt oder ganz, taktlos, in denen ruhige (an keine Tonalität gebundene) Linien in einer verhauchenden Klangluft dahiiisclnveiien. Das Schwankende der Wienerschen Melodik wird hier fruchtbar, das ■Schwächliche wird zur Absicht, die lose Beziehung der harmonischen Funktionen zum Sinnbild des Wesenlosen, Zärtlich-Vergellenden. Dritte Periode: Sie beginnt etwa mit der Streichersuite op. 25. Wiener wird durch das musikantische Kornponieren seiner Zciigenossen .stark angeregt, durch ihre Liebe zur konzertanten F rische des musikalischen Spätbarock. Seine Melodik wird gefestigt, von spätbarocker Melodik gestärkt. Ihre Beziehung rinn Akkordi-chen schwindet. Einige Worte zu Wieners Koiistruktivi1.it: Sie ist in allen 'Werken vorbanden (vor allem ab Kanon); er selber Lie/eiclmct sie als einen Wesen-bc-t:111 ,!teil seiner Musik, -- aber sie bleibt zurückhaltend, d. 11. mehr auf sieh selbst beschränkt, als daß sie das Ganze ״eigene. in der Symphonie op. 27, die mehr konzertanten s:ni1:;:dc,1.״!,!•. werden die Prinzipien dieser dritten Periode lieg!tigt. Bei aller starken Lebendigkeit, die Wien; r seit op. 23 hat, bleiben die alten Eigenschäften, eine I 110:11! ן,׳־!״י■ -elb-taudiger, aber nicht kräftiger Stimmen, die dm eh, manche -oli-ti-cll heu!>: tretenden Stirninen sogar /u Bewegter Akkordmasse oder eben Masse' lierunicrgedmckt worden. Eins der Stilprin/ipicn Wieners ist die formale Wellenbewegung, das Hin und i ler, Auf und Ab der Akkorde und der Melodik. Seit der Streiehersuite hat sich dawieder stärkt r hervorgv kehrt. Bei aller Potvphonie eigt'. .ui -ich wohl neue, tinsinnliclie /Akkorde, aber sic nehmen nie tX'iuric an, weil die Stirn!nett sozusagen immer I)11rchgang-1 Itarakter haben; sic• gleitet! weiter, ohne anzustoßen. Hane almiich ist es bei der Passacaglia für großes ()rche-ter op. 30 und in < )rgci-fuckeii op. 33, die den Höhepunkt ike-er Deriodc vLirstelleii. Eine vierte Perl o d e scheint mir mit op. 31, dein Scherzo internale für großes Orchester, dein kürzlich vollendeten Werk, 7!t beginnen. Wiener kehrt das hervor, was immer war und sich nie v! 1 leugnen ließ; so bekennt er sich wieder zum Akkor־;li-chen, --- wenn auch nicht: im tonalen Sinne. Immer hörte man schon seine Vorliebe für Quarten heraus; seine Partitur wird jetzt mit ihnen durchsetzt. Die Vielen lebendigen Stimmen dienen hier ganz offen — wie sie es früher in geringerem Maße und versteckt taten —■ der Bewegung lind zudem noch der Farbe, fast wie in Straußsehen Partituren. Wiener schreibt große, geschlossene Klangflächen hin, die er in der Art von Fanfaren rhythmisch zusammenfaßt. Fr kann plötzlich vital sein, mit Schärfen im Klang und dissonanten Blednvirkvnigeii. in jeder Weise versucht er dem Titel des Werkes gerecht zu werden, der ja seine ganze Wandlung vorn Milden, Gebrechlichen zum Ausgeprägten, Turbulenten, Gefährlichen dokumentiert. Die Anregungen, die er von seiner Beschäftigung mit der Orgel (op. 33) empfing, läßt er nicht fallen; er übernimmt diese typischen (bachisehen) flüssigen Orgelfigtt>ren in sein op. 31, lmd es ist ein eigenartiger Zufall, daß es Brahms bei seinem op. 34 genau so getan hat. Auf diesem neuen Boden, den Wiener sich jetzt erobert hat, zeigt er Kraft, Intensität, Wagemut. Die Richtung seiner Entwicklung von dieser neuen akkordisclien Einstellung aus, die ohne Gefahr noch mehrstimmige und rhythmische Auflockerung zulassen würde, ist schwer voratiszusagen; er scheint bei dem ,,Infernalischen“ nicht bleiben zu wollen: im Augenblick arbeitet er an einem Scherzo c e I e s t e. Dr. Hans Nathan Briefe an die Redaktion Arbeit für die Nationalbibliothek London, den 27. September 1930 Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 77 Ihres Blattes herivhiele Krnst Hoff!וו a n n über die Bedürfnisse der war}*.- senden Xn tinnalhiMiothck und die bc-D[]( Wr en Sei! wieri^'k eit היי, die delt <Lr Besebai Unis* an- Halie! nd volLiiindigor Spezial* ln er atur entgegcn-dellcn. fm Anschluß an die Au-füh־ runden des Herrn Hoffmann liiite ieh 11< *!liehst um Krlauhni-. einen Hinweis zu geben, der vielVirht rxT'ignet׳ sein mag. den drr Lniversiiatybibliot;,ek und der mit >hr verbundenen lü-ntutr־ ־zu dienen. Ks wäre duiehaus denkbar, daß -ieh zwlseiicn der Nationalbibliothck UEH1 dem Institut für;׳ei a Zu -a mmeiuu beit, in (*eni, f 1as ,-!eil ntich mit bih!i׳.׳fhekari- -rlien I'rn <׳rn bp*,rhä n i^t, allmidi Hrh eine Zusammenarbeit hemtclien Höbe, die Bedti! fni-sen der Jcrus.dem-B!biiotfiek (und gegebenenfalls der Kulturarbeit im Lande) Nutzen b!in״t. Am einem konkreten Beispiel 1r.r׳DC die-er (Jedanke criiunert worden, l’nter den Veiöticntliduingen der englischen R/gien11'£, die alle IHagen »los till ntliehen, wirtschaftlichen und wis- -niM1־ 11׳ ft lieben Leben■־, in Kngl.md betreffen und im 11• M. Stntionarv Office erscheinen, dii üen die Neuerst heiimugcn des M ini -ferinfus für Landxvii t-flnft und!־'ssclierei fiir unsce A!b;׳it. in Lalii-tina von besonderer \V iclii igkeit sein. Nun ist. cs sielier schwer mögfith, von den einzelnen Ministerien (ira t i-exempla■ e oder wcsentlich ׳m! n>t )£<2>:׳ Bezugd׳edinnarren zu e! haben- Hingegen e ss< 11 ei nt es durchaus denkbar, da u un-ere Nationalbibli >li!ck Verständnis fände, wenn sic mit. dem Institut für geistige '£ U* s.onnicna beit in (’•enf in Kontukt sieht. Mit vorzüglicher Hochachtung L m a n u e 1 Weiner Familien - Nachrichten Herr Bernhard Rosen Bund (früher Berlin), TeJ-Awiw, Hayarkon* Straße 140, begeht am 25. September den 70. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 3. Oktober (17. TWrhn): Benlliaui ('oim, Sohn von Rabb. L>r. Kmil Bernhnd Cohn. Berlin. Westfälische Str. 59. — Joachim S f e r ת g! a IS, Sohn von Dr. Josef Stfmglah, CharloUenburg, Dahlnwnnstraße 8. Geschäfts - Jubiläum Am 1. Oktol־>cr feiert die Firma S. J arosrh Nachf. in Bitterfeld das 50jährige (JcAchäitsjubiläum. Inhaber ist seit 15 Jahren Herr Wolf W o 1 f 1. Am 3. Oktober feiert das Kaufhaus Faul Slotowski, Treuenbrietzen, <l,1s 25ji1hrige G<?><'hiittsjubilätm1. Das Manukiktmovaren- und KD;;fi׳k!io1}C);3u־; Spier Pi Co., Oalcar (N ivdc! rlnin), konnte das 50jährige Belchen begehen. l)er Mitinhnhor. And!ג 1 .׳ a a e, begeht in diesen Tagen seinen 82. Geburtstag. KALENDARIUM Oktober 1936 — 4t. Woche Tlidirl 5697 3. Woche 30. Mitfwodi ערב סכות 14. 1. t, T»g Leubhüttenf. Donnerstag יום א׳ דסכות 15. X X Tag Laubhütfenf. Freitag יום ב׳ דסכות 16. 3 Samslag שבת חוה״נל וקהלת) 17. 4. Sonntag ב׳ דחול המועד 18. 5. Montag ׳ג דחול המועד 19. 6. Dienstag ד׳ דחול המועד 20. Scbnbbot-AmgncS Berlin 6Brrftau 6״; Frankfurt n. M. 6,s. MQndien 6 Hebräisch lernen bei der Jugend-Alijah Aus Tel-Awivv wird uns geschrieben: l>er ״Dawar“ bringt mehrere Berichte aus den verschiedenen Punkten des Landes über die Eingliederung der Jugcnd-Alija 11. Folgeiides ist dem Berichte aus üwaih entnommen: Die Erlernung des 14 e b r ä i s c 11 e n war natürlich die 1 lauptsorge in diesem ersten Jahre. In der ersten Hälfte des Jahres galt es den Wortschatz zu bereichern und das Ohr an den Klang der Sprache zu gewöhnen. Die wirklichen Schwierigkeiten aber waren ganz anderer Art und wurden erst deutlich, als diese erste Stufe der Spraclikeuntnis glücklich erreicht war, und diese tieferen Schwierigkeiten dauern auch noch jetzt im zweiten Lehrjahr fort. L)as Hauptproblem ist der Lese- und LeriistGff und das Erwecken von Verständnis für die hebräische Literatur. Hier zeigt sich die innere Heimatlosigkeit dieser Menschen, die große Entfremdung und die tragische Wurzel- Icsigkeit dieser Jugend. Außer der gewöhnlichen Reaktion, die wir bei jedem neuen Einwanderer finden, der sich neuen Bedingungen und Sitten anpassen soll, stoßen wir hier auf eine Jugend, die völlig unvorbereitet und völlig verständnislos der Erscheinung unserer Literatur gegenübersteht. Ihr literarischer Geschmack und ihre ,ästhetische Genußfähigkeit sind an derjenigen Literatur gebildet, die bis heute ihre Lektüre darstellt. Als sie begannen hebräisch zu lesen, erwarteten sie augenscheinlich all dies in hebräischer Ausgabe wiederzufinden und dachte!! nur an sprachliche Schwierigkeiten, nicht aber an neuartige Inhalte. Die erste Begegnung mit der klassisehen hebräischer! Literatur enttäuschte sie, sie schien ihnen uninteressant und geschmacklos. Die Fremdheit gegenüber der jüdischen Problematik, die Verschiedenheit der Lebensform, die Furcht, die diese Lebensform einflößt, als ob jemand sie auch ihnen aufzwingen wollte — das alles trug nicht dazu bei, ihnen diese Literatur nahezubringeit. Die Legenden von Portz und ähnliches verletzten bei der ersten Begegnung den literarischen Geschmack. Diese Reaktion zeigte sofort das Problem in seiner ganzen Schärfe auf: Wie führt man sie 7t! den Quellen unserer antiken, neuen und neuesten Kultur, wie durchbricht man die Scheidewand zwischen ihnen und dem jüdischen Volke, wie gewinnt man ihre Herzen für die Erlebnisse des jüdischen Menschen in den letzten Generationell? Diese Frage ist letzthin die Grundfrage der ganzen Jtigcnd-Alijah, sie erstreckt sich nicht nur auf das Gebiet des Lernens, sondern auch auf die Formung der Gestalt des jiidisehen Arbeiters, des Zionisten, der im jüdischen Leben wurzeln und für die Aendc-rung dieses Lebens kämpfen muß. Die Bibel fand bei den jungen Menschen mehr Anklang. Viele waren freilich voreingenommen, weil sie die Geschichten der Bibel schon aus dem Religionsunterricht kannten, aber der bessere Teil der Schülerschaft ward ergriffen von dem menschliehen Ewigkeitswerte dieses Epos und von seiner Einfachheit. Schwieriger stand es um die jüdische Geschichte. Das Ziel war, die jüdische Geschichte im Zusammenhänge der allgemeinen weltgeschichtlichen Ereignisse verständlich zu machen und die innere Entwicklung der jüdischen Geschichte zu erklären. Aber man konnte damit gar nicht beginnen, solange die Herzen nicht bereit waren, die Dinge freiwillig und aus innerem Bedürfnis in sieh auizunehmen. Mißtrauen und Furcht vor der ״Assimilation" an das Jüdische’, vor Aufgabe des Europäertuins begleiteten alle Unterweisungen über das kulturelle Leben der Juden. Erst in den letzten Monaten des ersten Jahres konnte die jüdische Geschichte in den Lehrplan aufgenommen werden. In aller Kürze In litauischen Regierungskreisen wird die Schaffung einer staatlich anerkannten Gesamtvertretung der 1 i t a u - is chen Judcnheit erörtert. Ueber den der Regierung vorliegenden Plan wird mitgeteilt, daß eine einheitliche Vertrctungskörperschaft der aus freien Wahlen hervorgegangenen Ausschüsse der jüdischen Gemeinden als Gesamtvertretung der litauischen Judcnheit anerkannt werden würde. Die ״Butjadinger Zeitung“, Nordenham, meldet aus Jever: Bei den Rihder-Schauen der Friesischen Milchviehzüchter- Vereinigung Jeverland, in deren Haupthc/irk Jeverland, wurden mehrere Züchter von dem Wettbewerb bei der Rinderschau ausgeschlossen, weil sic ihre Geschäfte immer noch, mit Juden tätigen. Beim Brücker Altsoldateiifreffen war auch der Bund jiidischer Frontsoldaten Oesterreichs mit einer Ehrcrikompagnie und der Bundesfahne angetreten. Außerdem waren zahlreiche Funktionäre des B. I. F. unter Führung von Oberleutnant Stiassnv erschienen. Bundeskanzler I>r. Kurt von Schuschnigg zeichnete den Kommandanten der Ehrenkoinpagnic des B. J. Fn Leutnant Heinrich Beron, durch eine Ansprache aus. In Bukarest ist der langjährige Vorsitzende der Organisation Allgemeiner Zionisten und des Kulturausschusses der Bukarestcr Jüdischen Gemeinde, L>r. S. B a r u c h - Pitesti, gestorben. ln Genua fand am F.rew Roseh Haschanah die feierliche Amtseinführung des neuen Olwrrabbiners Dr. Pacifici statt. Die jiddischen Truppen in Paris haben die neue Saison nicht mit neuen oder originellen Stücken begönnen. M. Koralewa ist im Theatre Mutualite der Star der Operette ״Die Gassen-Singeriii“, Isa Kr ein er spielt im Theatre Petit Journal die Operette ״Der Amerikaner Litwak“, außerdem gibt es noch ein Volksstück ״Rußland — Amerika“. Alle diese Stücke haben seltsamerweise eins gemein: ihre Verfasser und Komponisten bleiben anonym. Das niveauvollste Theater Piat begann in dieser Saison noch nicht zu spielen. 2. Bunte Schüssel in Kretschmers Restaurant, Niederwallstr. 25 / A 6 1665 Sonnabend, 3. Oktober, 20 Uhr unter Mitwirkung von: Cläre Amstein Else Horwitz Janl Ballan Henny Löwenstein Rolf Kainz Alexander Modi! Karten zu P.M 1,15 in kl. Steuer im Restaurant erhältlict! Ihr Cafehaus und Restaurant 18t CafeWittelsbach.BayerischerPlatz 2 «JKv Prinzeß -Cafe, Kurfürstendamm 21 4 Inhaber: Oscar Aberbach FESTDICHTUNGEN aktuell v«fnät individuell L Sandak, Bln.-Charlottbg. 4 Waitzstraße 20 TtU Bleibtreu 2318 Konditorei Adler Wittenbergplatz Orig. Karlsbader Kaffee Orig. Wiener Kuchen Warme Köche, Utbvr 100 Inu. au.länd.Zdtungin [| Icltt vergessen — oft vegetarisch und Fische essen nur Im Vegetarischen und Flach-Restaurant am Zoo Eingang Kantstraß•• Eck• Jocetilmsthafer Straß•, hoehptr. &ueii’8 כשר Kurfürstend&mm 22, Nähe Zo Ausrichtung von Festlichkeiten. / J 1 Bi.m. 224S Ansicht Kasdir.-Komm. Jiidigcbe Gemeiml. Berlin N«u1»Hllchtr Damen-. nerren-Friswr Salon Hinrichs Rrstkiasaiee Bedienung A.d.SpandasjarBrück•• * 91 494* Frohe Stunden IM SCHLÜTER-KRUG Bl ER-BAR Berlin-Charlotfenburg, Schlüferstr. 67 zwischen Kant* und Pestaiozzistraße JOHN HEYNEMANN, GesrftafHteitung Zivile Preise, Barfnusik,gemuH»cherAufentbelt, Stimmung HOLLAND am Kurfürstendamm 61 Einganq Icibn ׳*׳t's » r a B 4 DIE TANZBAR 1 KINO-SPIELPLAN VON FREITAG B IS M O NT AG BIO Hadceadier Markt 2 3 Ave Maria mit Benjamino Qlgll IMPERIAL Starher als Paragraphen Rosenthaler Sfcr« 40/41 am Hackesclicn Markt mit Paul Hartmann müRGHEHBRunnEn- JUcbtspiel* Am Friedrtchsheio 29 Beginn 5, 1, י Uhr Sonntaga ab 3 Uhr Schatrernacii mit Pou! Hörbiger, Trude MarUn Ju״f־odl. haben Zutritt. Ab Freitag : 98198 S9Mr«tSPtfl Jean Harlow, Clark Gable, JVfvrnaJvo^^^ln^d^ Besuchen I dl• hier an• Meinenden Kino.! PariierStr.2» 2' J 2 Olira 5567. M.d. j.Handw.-V Lief. <L Krukeak. 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