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Jüdische Rundschau · 1936-09-22 · Heft 76 (22.9.1936) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 76 (22.9.1936)
Date
1936-09-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 76, 22. SEPTEMBER 1936 Der Terror Die Untersuchungs-Kommission Infolge von Sabotage kam es zu der Entgleisung eines üüterzuges in der Nähe von Kfar Jinnis auf der Eisenbahnstrecke Lydda -Haifa. Von den 22 Wagen, aus denen der Zug bestand, sprangen 16 aus dem Gleis, wobei zehn umstürzten. Der arabische Zugführer wurde leicht, ein anderer arabischer Eisenbahnbcamter schwer verletzt. Fünf Minuten vor dem Unfall passierte eine Militärpatrouille die Stelle, ohne etwas Ungewöhnliches zu bemerken. Die den Zug begleitende Militäreskorte saii drei der Täter, die sich im Laufschritt von der Unfallstelle entfernten; sie gab Feuer und verwundete einen von ihnen, der von seinen Kameraden mitgenommen wurde. Der Schaden wird auf Tausende von Pfund geschätzt. Kurz darauf liehen die Behörden im Dorfe Lydda zwei Häuser niederreißen und fünf Notabein verhaften; diese wurden interniert. Das einem Juden namens Taiber gehörende größte Lager für Baumaterialien in Haifa beim Bahnhof, wurde in Brand gesteckt. Matrosen von den Kriegsschiffen halfen bei der Bekämpfung des Feuers, das jedoch erst am nächsten Morgen gelöscht werden konnte. Während des Brandes gelangten zwei Bomben, die von den Brandstiftern unter dem Holz versteckt worden waren, zur Explosion, wobei ein Matrose verwundet wurde. Ein weiterer Matrose wurde durch heruntcrfallcndcs Holz verletzt. Der entstandene Sachschaden ist enorm. Eine in jüdischem Besitz befindliche Mühle in Setnak wurde nachts in Brand gesteckt; der Schaden wird auf £P 5000 geschätzt. Nach den Aussagen der arabischen Wächter wurden sic von Terroristen, die sie mit dem Toda bedrohten, gezwungen, den Weg freizugeben. Das Dorf Scniak ist daraufhin mit einer Kollektivstrafe in Höhe von £P 300 belegt worden. 200 Fässer Teer, die für den Bau der neuen Chaussee zwischen Tel-Awiw und Nathania bestimmt waren, sind in Brand gesetzt worden. Auf der Grenze von Tel-Awiw und Jaffa explodierte eine von einem Araber geschleuderte Bombe, wobei der 24jährige jüdische Arbeiter Abraham Biedermann schwer und der 25jäl1rige Elieser Hasen Sprung leicht verwundet wurde; beide Arbeiter waren im Begriff, Waren aus einer jüdischen Fabrik in Jaffa nach Tel-Awiw zu transportieren. An der syrischen Grenze in Ober-Galiläa bei Jisr Benot kam es zu einem Zusammenstoß zwischen syrischer Polizei und acht bewaffneten syrischen Banditen, die in palästinensisches Gebiet cindringen wollten. Einer der Banditen wurde verwundet; die übrigen wandten sicii 2ur Flucht. Ein Transport von mehreren Lastwagen mit Truppen stieb auf der Chaussee vor Gaza aut zwei Sprengkörper, von denen einer explodierte. Ein Lastwagen wurde Ixjschädigt und ein englischer Soldat leicht verletzt. Im Laufe des Sonntags sind die Kolonien Ness Ziona, Ri sc hon le Zion, Che der a und Ekron sowie eine Siedlung von Juden aus Deutschland bei Haifa beschossen 1 ,worden. Die Angriffe sind überall z.urückgesdilagen worden. י Die Siedler haben nirgends Verluste erlitten. , Der Angehörige der Luftflotte, Findley, wurde in Ra ml eh durch einen Schuß aus dem Hinterhalt verwundet. In ein jüdisches Geschäft in Jerusalem wurde eine Bombe geschleudert. Ein Verkäufer wurde verletzt und ein Teil der Waren beschädigt. Die Verbindungsbrücke zwischen Jerusalem und Jericho wurde nachts von Arabern in die Luft gesprengt. Ein von Jerusalem nach dem Skopus fahrendes Autom o b,i I wurde angeschossen. Die Kugel traf das Auto, jedoch ohne die Insassen zu verletzen. Die Pumpstation in Ain Farah wurde in die Luft gesprengt. Sic wurde als Reservestation für die Wasser- Icitung von Jerusalem verwendet. Die O e 11 i n i e in Kawka Belha in Galiläa wurde beschädigt. jüdische Kaufleute, denen Sendungen mit Tomaten an Araber irrtümlich zugestellt worden waren, entdeckten in drei Kisten Bomben. Im King Georgs J u b i 1 ä u m s - W a 1 d wurden von Arabern 100 Bäume ausgerissen. Der Königsbaum, der in der Mitte des Waldes steht, wird ständig bewacht. In einem jüdischen Pardefi i!1 Beer Tuvia wurden 2Q Dunam zerstört. Die Liste der Toten Ein Bombenanschlag wurde auf ein von der sephardischen Familie T u r j e m a n bewohntes Haus in Tiberias in der Nähe eines Beduinenlagers und unweit des von arabischen Arbeitern bewohnten Vermessungslagers der Regierung verübt.. Durch die Explosion wurde der 8jährige Sohn Eliczer Turjeman sofort getötet; der Großvater, der 70jährige Ayush Turjeman, wurde schwer verwundet und mußte ins Spital geschafft werden, während beide Eltern leicht verletzt wurden. Einige zufällig in der Nähe befindliche Ghaffirim eilten sofort herbei, konnten jedoch keine Spur des Täters entdecken. Die Untersuchung des Mordfalles wurde von den Behörden mit großer Energie aufgenommen. Die Spuren führen in ein Beduinenlagcr bei Tiberias. Zu einem schweren Gefecht kam cs, als ein Detachement des York und Lancaster Regimentes, das im arabischen Dorfe Alunar bei Safed erschien, um Häuser zu demolieren, angegriffen wurde. Die Soldaten setzten sich zur Wehr und brachten den Angreifern bedeutende Verluste bei, die auf acht Tote und mehrere Verwundete geschätzt wurde. Drei Araber, die bei Petach Tikwah verwundet worden waren, sind ihren Verletzungen erlegen. Es wird gemeldet, daß in einem Dorf bei Beisan einer ausschließlich von Arabern bewohnten Gegend, eine Araberin mit ihrem Kind durch Schüsse getötet wurden. Vier bewaffnete Banditen drangen in das arabische Dorf Siir bei Hebron und forderten Lebensmittel von den Be• wohnern. Als dies verweigert wurde, gaben sic Schüsse ab wobei ein Araber getötet und einer verwundet wurde! Die Bewohner haben in den Banditen die Schuldigen mehrerer Räubereien, die vor kurzer Zeit in einer Anzahl von Häusern begangen wurden, wiedererkannt. Der Adjutant des High Commissioncr sprach bei der levvish Agency und beim Waad Leiimi vor und übermittelte dessen Glückwünsche zum Beginn des neuen Jahres. Jerusalem, 20. Sept. (JTA.) Die Einsetzung einer Kgl. Untersuchungskommission für Palästina ist durch Veröffentlichung in der ״Qfficial Gazette“ amtlich bekanntgegeben worden. Die Palästina-Regierung hat eine Bekanntmachung über die Aufgaben der Kgl. Kommission veröffentlicht. Alle diejenigen, die Bekundungen vor der Kommission zu machen wünschen, werden aufgefordert, eine kurze Angäbe über die Art ihrer Aussage vorztilegen. Es wird darauf hingewiesen, daß Bekundungen vor dem Eintreffen der Kommission in Palästina nicht entgegengenommen werden. Es würden auch von der Kommission nicht Anwälte der Parteien vernommen werden. Die Untersuchung der Kommission werden sich auf drei Punkte erstrecken: 1. Feststellung der tieferen Ursachen der Unruhen; 2. die Art, wie das Mand >.t gegenüber Juden und Arabern durchgeführt wird; 3. Feststellung, ob bei riehtiger Auffassung des Mandats Juden und Araber berechtigte Zwei Araber zum Tode verurteilt ln Ausübung der Ausnahmegesetze verurteilte das Jerusalemer Kriminalgericht zwei Araber, Abdul Nasri und Mohammed Hamdan, aus einem Dorfe bei Nablus zum Tode wegen eines Uebcrfalls auf einen Transport auf der Chaussee zwischen Tel-Awiw und Haifa am 7. August, wobei ein englischer Soldat verwundet wurde. Die Täter wurden damals sofort nach dem Ueberfall von den Truppen gefangen genommen. Einer der Angeklagten legte ein Ges t ä n d n i s ab, wobei er erklärte, er hätte die Absicht gehabt, Juden zu töten. _ Maßnahmen der Regierung Generalleutnant Dill besichtigte Jaffa. Er begab sich sodann nach Tel-Awiw׳ und machte von dort aus eine Tour durch die Siedlungen im Scharon. Ein 30 000 Tonnen großes englisches Kriegsschiff traf mit 1200 Matrosen in Flaifa ein, wälirend zwei Kreuzer den Hafen verließen. In einem arabischen Schneiderladcn in einer jüdischen Straße in Haifa wurden sechs Bomben, •ein Revolver und Munition entdeckt. Vier Araber w׳urden wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet, während zwei unter dem Verdacht der Brand- Stiftung und einer wegen Einschüchterung festgenommen wurden. Fauzi Bey rekrutiert 1 Jerusalem,!5. September. (JTA.) Der oberste Führer der arabischen Rebellen, der Syrier Fauzi Bey ei Kauk a d y i, hat in den arabischen Städten und Dörfern mit einer regelrechten Rekrutierung arabischer Jugendlicher für seine Banden begonnen. In den letzten Tagen begaben sich mehr als 200 jugendliche Araber aus Jaffa in die Berge, um sich Fauzi Beys Kaders anzusctiließen. In der hebräischen Tageszeitung ״Haboker" schildert ein Jude aus Damaskus die Persönlichkeit Fauzi Beys, den er von früher her kennt. Fauzi Bey, so erzählt er, ist kein Araber, er stammt aus der Türkei. Im Weltkriege war er Offizier der türkischen Armee und war bei seinen Kollegen als der ״Mann mit Ambitionen" sehr wenig belicht. Er sprach bei jeder Gelegenheit von seinen ״Heldentaten". Später tat er Dienst in der türkischen Gendarmerie. Als im jalire 1023 der syrische A^ufstand ausbrach, eilte er dahin und stellte sich an die Spitze einer kleinen Bande Terroristen, die in den Obstgärten um Damaskus operierte und von dort aus Vorbeireisende überfiel und ausraubte. Als die Franzosen damals für drei Tage Damaskus räumten und der ״Sultan e! Altrasch“ in die Stadt einzog, besetzte Fauzi Bey mit seiner Bande das Stadtviertel Sidon. Seine erste Tat war, die in der Eisenbahnstation Kadam stehenden Waggons auszurauben. 70 Armenier, Greise, Frauen und Kinder, wurden auf Befehl Fauzi Beys niedergemacht. Er wurde deswegen von el Atrasch aus Damaskus verbannt. Er bildete dann eine Räuberbande und operierte ״auf eigene Rechnung“ in der Gegend von Horns. Drei Monate später konnte der französische General Gamet in auch diese Gegend säubern. Fauzi Bey fl ächtete aus Syrien nach dem Ft e d s c h .1 s und beteiligte sich an einem Aufstand gegen Ihn Saud. Er wurde gefangen genommen und von ihn Saud zum Tode verurteilt, aber auf eine Intervention syrischer Araber hin begnadigt. Ein Jahr später wurde er militärischer Instruktor im Irak. Vor dort kam er jetzt nach Palästina, um den Aufstand zu leiten. Quartiere für die Truppen ״Europapreß" meldet aus London; ״Da die in den palästinensischen Städten zur Verfügung stehenden Quartiere für die demnächst aus England eintreffenden Truppen nicht ausreichen, werden jetzt schon von den Militärbehörden alle denkbaren Gebäude und Häuser, die für ein Quartier geeignet erscheinen, bcreitgcstellt. Unter anderen sind das Krankenhaus auf dem Oelberg, das ehemalige Hotel ״König David“ und das ehemalige Hotel ״Fast“ für die Unterbringung der Stäbe und Offiziere beschlagnahmt worden.“ Verabschiedung von Palästina-Truppen durch den Herzog von York. Der Herzog von York nahm ain 18. September eine Abschiedsparade des zweiten Bataillons der Scots-Guards ab, das nach Palästina abgegangen ist. Bei dieser Gelegenheit hielt der Herzog eine Rede, in der er daran erinnerte, daß das Batailiori unter ähnlichen Umständen vor einigen Jahren nach China entsandt worden sei. Die Erfahrung, die es dort gewonnen habe, werde ihm jetzt zugute kommen. ״Ihr geht“, so sagte der Herzog nach dem Bericht der ״Times“ u. a., ״nach Palästina unter mehr oder weniger aktiven Dienstbedingungen. Die Situation dort ist sehr sehwierig und eure Pflicht wird es sein, Gesetz und Ordnung aufrecht zu erhalten — eine Aufgabe, die schwere Vcrant- Wörtlichkeit mit sich bringt und den grollten Takt von Offizieren und Mannschaften erfordert.... Ich bedauere, daß ihr von euren Familien und Freunden getrennt werdet, aber ich hoffe, euer Aufenthalt in Palästina wird kurz sein, und in eurer Abwesenheit werden wif für sie Sorge tragen." Ursache zu Beschwerden über die Art der Durchführung des Mandats haben. Nuri Paschas Meinung Nuri Pas cli a ist während seines Aufenthalts in Istanbul nach der palästinensischen Angelegenheit gefragt worden. Die Erklärung, die er lt. ״Europapreß‘‘ abgab, lautet: ״Ich habe meinen Plan beiden Parteien und dem Oberkommissar auseinandergesetzt. Wenn er angenommen wird, werde ich ihn veröffentlichen, aber ich muß sagen, daß kein einziger Araber jemals hinnchmen wird, daß Palästina in seiner Gesamtheit zu einem Jüdischen Nationalheim gemacht werde. Was die Verstärkung der militärischen Garnisonen in Palästina betrifft, so hin ich überzeugt, daß England nicht plant, irgendeine der in den Streik verwickelten Parteien zu Boden zu schlagen. Die Stärkung erfolgt nur als wirkliche Friedensmaßnahme, durch die Lebensee! Inste bis zur Herbeiführung einer zufriedenstellenden Regelung verhütet werden sollen." Schwere Erkrankung Dizengoffs Tel-Awiw, 21. September. (Palcor.) Bürgermeister Dizenffoff ist an einer schweren Lungenentzündung erkrankt. Sein Zustand wird von den Aerztcn als ernst bezeichnet. Am Sonnabend wurde am Krankenlager Dizengoffs von den Professoren M a reu s, fl a I b e r s t a d t und /, 11 ״ d e k ein Konsilium abgehalten. Die genaue l ,ntersuclitmg des Patienten hat ergehen, daß gleichzeitig mit der Lunge״cn1/ündtmg Herzschwäche eingetreten ist. Am Nachmittag fiel die Temperatur etwas, stieg jedoch wieder in den Abendstunden. Lieber das Befinden Dizengoffs wurde am Montag ein Bulletin allsgegeben, in dem erklärt wird, es sei keine Versclilcchtcrung seines Zustandes eingetreten. Die Ent/ündimg der linken Lunge ist noch nicht /uruckgegangen . die große physische Widerstandsfähigkeit des Patienten beredttige aber zu der Hoffnung, daß er die Krankheit überstellen wird. High Commissioncr Sir Arthur Waurhope hat im Hause des Bürgermeisters einen Besuch abgestattet. Optimismus Herbert Samuels London, 15. September. (JTA.) Sir Herbert Samuel gab in einer Ansprache, die er in der Generalversammlung der Pa lest ine Electric Corporation hielt, seinem Vertrauen auf Wiederherstellung von Frieden und Fortschritt in Palästina Ausdruck. Sir Herbert erklärte, die schweren Unruhen hätten zwar in weitesten Kreisen Besorgnis hervorgerufen, die Wirtschaftliehe Struktur des Landes jedoch nicht ernstlich berührt. Was unsere Gesellschaft betrifft, fuhr Sir Herbert fort, so ist die Nachfrage nach elektrischem Strom zwar etwas schwächer geworden, hat aber keineswegs aufgehört. Die Statistik des Stromverbrauchs in den Monaten Mai, Juni und Juli 1936 zeigt sogar, daß die Einnahmen im Vergleich zu demselben Zeitraum des vergangenen Jahres tun 12 '0, von 129 000 auf 145 000 Pfund, gestiegen sind. Ich bin überzeugt, daß die Ordnung wicderliergestcllt und der friedlieh c F ort sch ritt w i e 11 e r a 11 f g e 11 0 in m e n werden wird. In dieser Ueherzengimg nimmt die Leitung der Gesellschaft auch die im voiig!־!! jalire angekündigten Er- Weiterungen und einen darüber hinausgehenden Ausbau in Angriff. 1!1 Haifa wird jetzt eine weitere f 2 (XX)-Kilowatt• Turbinerianlage mit entsprechendem Zubehör fertiggestellt. Rückgang der Regierungseinnahmen London, 20. September .(JTA.) Wie ״Daily Telegraph" aus Jerusalem meldet, betrug der Uehcrschuß det Palästinaregierung am I. April 0 207 800 Pfund. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, daß in naher Zukunft drastische Einschränkungen im Budget der Palästina״ rcgicrung notwendig sein werden, da die Unruhen zu ejnei wesentlichen Verminderung der Einnahmen und einer Steigerung der Ausgaben geführt haben. Zu den Ausgaben sind auch die Vergütungen zu rechnen, die Palästina für -die Verstärkung der Streitkrafte an England zu zahlen hat. Von der Woche In der ersten Hälfte des Monats September belief sich die jüdische Einwanderung auf insgesamt 3250 Personen. Wie die ״Berliner Morgen-Zeitung" vom 15. September aus Jerusalem meldet, entbehrt die (auch von uns wiedergegebene) Meldung der ״United Preß“ über Aufforderung an italienische und deutsche Staatsangehörige seitens der zuständigen Generalkonsulate, ihre Abreise vorzubereiten, jeder Grundlage. Das Verbot der radikalen arabischen Zeitung ״J a m i a a 1 I s I a m i a“ ist um 11 Tage verlängert worden. Zu dem im Norden von Tel-Awiw 7M errichtenden neuen jüdischen Arbeiterviertel, dem größten seit dem Beginn der Unruhen in Angriff genommenen Unternehmen, ist der Grundstein für das erste Haus gelegt worden. 111 dem neuen Viertel sollen 144 Familien untergebracht werden. Die Baukosten betragen 110 000 Pfund. Der Jüdische Nationalfonds hat in der Nähe von Chedera einer landwirtschaftlichen Genossenschaft ein Gebiet von 350 Dunam zur Bewirtschaftung übergehen. Es werden jetzt dort über 200 Häuser errichtet. Die neue Siedlung wird nach Dr. Chaim Arlosoroff den Namen Newechajim tragen. Die ersten 33 Häuser sind bereits gebaut und der Bau von weiteren 40 Häusern wird jetzt in Angriff genommen. Jedes Haus erhält ein Grundstück zur Anlage eines Gemüsegarfens für eigenen Verbrauch, und Verkauf. Die Leitung der Palestine Electric Corpora* tion hat beschlossen, auf ihre Aktien für das Jahr 1935 eine Dividende von 7׳1,י ‘Vo aus/usehütten. Der Stromver* brauch ist von 34 380 000 Kilowatt i. J. 1934 auf 50 3(12 193 Kilowatt i. J. 1935 gestiegen. Den Hauptteil der Stromabnehmer stellen Industrie und Hausbesitz; ihr Verbrauch betrug 22 195 628 Kilowatt (i. J. 19)4 12 457000 Kilowatt). Palästina hat ein Verbot für die Waffcnausfuhi nach Spanien erlassen.

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