Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 70 (1.9.1936)
- Date
- 1936-09-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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?״ifs 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 70, 1. IX. 1936 Ankündigungen Frauen-Arheitigemcinschaft für Palästina. Jeden Donnerstag, 16.30 Uhr, im Wizo-Heim, Wittenbergplatz 3 a, Treffpunkt der westlichen Gruppen. Teenachniittage, Vorträge. Am 3. September Dr. Kaliko! ״Inhalt und Grenzen der Kulturausstellung Jcmej Bialik“. Gäste willkommen. Urner Türo bchmlet sich Meinekestr. 10 und ist Montag bis Freitag von 9--15 Uhr geöffnet. Außerhalb dkser Zeit UcMielie imd Tele;ihonn;!rufe zwecklos. Neue hebräische Kurse der BZV. Am 1. September, 20.30 Uhr, beginnt ein Anfänge! kur-ni־-. im Heim, Ro-sonthaJcr Str. 44, unter J.cining von Dr. Wieder. — In dem ]'ortgeo-lirittenenkursus Mit!- wach 20.30 Uhr, Ro>enthah'r St r. 44. können noch Teilnehmer aufgenommen wetden. — In!Tn beiden Kur-en für Anfänger im Westen können noch 'l'eilnehm.cr aufgeno'nmen werd׳n: Montag und Mittworb, 21 Uhr. Mrinekr^ir. 10. L< it־׳r: Dr. Horodiauski: Donnerstag, 20 Uhr, Kantor. 54. Urin•;: Dr. Kaleko. Auskunft: Kulturabteilung der BZV., Meinekeür. 10 (| 1 9031. Apparat 79). Der BZV.-Kindergarten J.innowifzhrückc, Brüekonsfr. 9. nimmt ab 1. S11'5׳tem!)1׳r noeh Kinder tur den Hort und den Kindergarten auf. l.)er K iudeigmicn i-t von 9-•-13 Uhr und von 15 -17 l.'hr geölfnet. Der Uoit ist von 15 - ■17 Uhr geöffnet. Anmeldungen: Brückenstralle 9 oder tch phoni-eh!hu der Kindergärtnerin ((' 9 3813). Jüdisches Lehrhaus. (Sekret,!rin! : .Mailnirfjer Str. 5. Tel. B 4 5587.) Zur Zeit!;m!en einige cngiU. im und spam-oiie Sprai'hkiusc: Auskunft iru StkrcUadal: Momn״ bis 1'reitag von 10 -•13 Uhr und 16—18 Uhr. -—־ Otto Tioilel: ,.Bau und I.iben der IBI:»1 und Tiere“ (MikroskopKche Ucii1u\gen), lrt/t׳.-r Abend: 8. Sept.. 20.30 Uhr, Marburger StraD' 5, III. dtio Tobte]: ,.\NbuvUuung•.■!! in die Natur‘‘, letzte Wandeiung: \b׳!ten -K 1 äneu \b 1 de.at;g, am 13. September; Treff* pinikt : BahreUeig WÜrn, 9.07 Uh־. -!>o^ \V!nU r>emester U’ginnt Mitte Ohlobe!; tler I. o! > 5 p:. 1 n!■•!!.! \ ■ >;!־ ׳׳! ei ז : ng. Hebräische Lehranstalt. IbiU-Mi.it d r!.«::<:! An!ä ngeikla-sc und, im Kur-uiur Mi-.n■■;! u׳<'19!<;׳ T ׳!!■-־: c!.!!׳. ',!■!,V Il.!:n'n1r; r Str. 27: M(־!n1ag und Mi־!u■׳-!! \<>n 2 22 i 'in. Nb;u.iut!1ah1nvu in särnlii U1:־ KGfl, ]],!:;׳:.!'־ ■m 1-27 ..’י m.d K ion-t ־׳rk r. 58 rr.ogli; >D.:;־bi br A:o:d;!!׳!. ,! ,־.ף Au!.!;::ז■ -י k G •■■־n an N. Bvrggtun, (':nid-!<־ ':;•־U: g 5, K!1 c i’.rn'n 11־!1 1־ Der Absch'edsrjbcnd von LJ e Duhlun n:!H Ausfall n, da du Tänzeiin ge! Tu:! w.i:. ( 1;;.I 1:«'׳s nk ,1־i״a \*> 11 h־:, d■7 '״/ u u< t. g r: x>; n un n, wo -nin 1,. u u : wutd׳ Briefe an die Redaktion Auswanderung nach Brasilien Sao Paulo, 6. August 1936 In Deutschland gibt es in allen gröberen Städten jüdische lks ratungsstcllen. die sich mit der notwendig gewordenen UmdcK hing der Juden in Deutschland Befassen. Kincs der wichtigsten Probleme in diesem Zusammenhang ist die Beratung der Auswände: er. IN unterliegt keinem Zweifel, Baß in dieser Ilindrht die meiTen jüdiArhen Bernlungsstellen ausreichend oüentiort sind und. soweit es möglich ist, Anfragen präzise beantworten. Trotzdem wenden sieh viele mit Fragen an Verl rauen deute, die sich in dem Kinwanderungsland befinden, das aiifzusuchen sie beabsichtigen. Das Kt. ganz begreitüch. wenn man betlenkt, daß die Auskunft aus der ,.neuen Heimat“ eine direkte ist, wahrend eine in DcnUchland bei einer jüdischer. Beratung*- stelle cingchohc eine indirekte zu sein scheint. Fs wäre nirhts dagegen ein- 7u\vtmden, daß jemand, der Ixü• spielswcKe nach Brasilien auswandern will, sieh aus Brnsilien ein« Auskunft oder einen Rat holt, den er einem in Stuttgart oder Berlin erteilten den Vorzug gibt, wenn nicht aus dem Ausland häufig falsche und unzuverlässige Auskünfte erteilt werden würden von Leu.« ten, die• die Notlage ihrer Mit* mem,rhen ausnutzen und sieh aus der heutigen Sittnüion ein (iewerlx‘ machten. Wir haben in letzter Zeit auf Zirkularen und in Annoncen Beratungsangebäte gesehen in Einwanderung«- und Wiilo-haft-dragen, und es sind um Finzelfälle solcher Beratungcui bekannt geworden, aus denen schlagend zweie! lei hervorgeht: 1. daß der Betreffende in solchen Fragen ein kompletter Ignorant war, der siel! oft nur wenige Worben im neuen Land befand und es nicht genugend kannte, und 2. daß er ein sehr türhtigrr Uecchüffonann war, tler sRb seine unznreiehenden Auskünfte recht gut bezahlen ließ. Somit muß, speziell was Brasilicn anlangt, nach den bisher gemachten Erfahrungen gesagt werden, daß ein Teil dieser Personen ni־׳ht einwandfrei und die Auskünfte unzuverlässig sind. Die jüdischen Beratung-?.l!•llcn in 1 )eutsrhland sind jederzeit in der Lage, ihre Schwesterstellen in Brasilien anzugelxn, die jede Auskunft, gern erteilen. Dr. Lorch Moses Gasler Ludwigshafen, d. 27. 8. 36 An die Redaktion der ,,]üdKehen Rundschau“ Sehr geehrte Redaktion’ Als ich gerade jetzt vor zwei Jahren meinen Sommcrurlaub in England verbrachte, war ich einige Tage bei dem Chacham finster in seiner Somrnerwohnung in Selling in der Grafschuft Kcnt, ganz nahe der Süclosfkti'-fe, zu Gast. Unvergeßlieh werden mir immer diese Tage in dem überaus gastlichen Hause des Chacham bleiben. Er sprach mit mir üb-cr seine Folklorcarlieiten. Auch von seiner zionistischen Tätigkeit in den früheren Jahren, von den Kongrossen in Basel, von seinen vielen Aussprachen mit llcrzl war die Rede. So sehr lebendig und anregend wußte er zu erzählen, und zwar nicht, nur von Bcge!>cnhcitcn der letzten Jahre, sondern auch von lange zurückliegenden Dingen wie von seiner Studienzeit in Breslau am iüd!-.ch-theologischen Seminar. Besonders interessierte mich, von seiner Predigttätigkeit zti hören. F.r deutete mir an, wie er oft hei seinen Reden zu extempoderen und zu improvisieren genötigt war, weil ihn kurz vor Beginn des Gottesdienstes einer der Vorsteher seiner sephardisehen Gemeinde ersuchte, über ein bestimmtes Thema zu sprechen oder auf ein aktuelles Vorkommnis einzugehen, daß ihn aber ein derartiges Ersuchen nie in Verlegenheit gebracht habe• An jedem Morgen kam in dem I.andhause in Selling ein Stoß von Briefen aus allen Weltteilen und Ländern an, die sich der leider seit einer Reihe von Jahren Erblindete sofort vorlescn ließ. Eine weihevolle Stimmung bemäehtigie sich der Tischgesellschnft, wenn der ehrwürdige Chacham nach sephardi schem Ritus das Tischgebet nach der Mahlzeit rezitierte. ■— Möchten ihm, dem man die 80 Jahre nicht ansieht, der sich kürjxtr* licli und geistig ganz wunder* bar frisch erhalten, der das schwere Geschick, den Verlust des Augenlichtes, mit heroischem Gleichmut, mit wahrer Gottergebenheit trägt, noeh viele Jahre in Gesundheit und Rüstigkeil beschieden sein. Hochachtungsvoll Rabbiner Dr. Ernst Stcckelmachcr Der Gottesdienst der hohen Festtage. 'G r-m•.! .d־ u:׳g .un 5. St-pn-mlx-r. Org.n.i-' Akmo.n im V-. u ז; .tg .-,־.d T.-r Sv:;.!־.. :>.'־u -!! hl*»*. kreier Fit.n ln. Für den Chor zum Gottesdienst der BZV. im Ii־uSm1-;i1! weiden ׳ז!! v h il•»:«■:! fi :.׳>:e I Ba ■■1 ■׳׳.׳ g--U'11t. ׳ im׳.■ Meldungen riBen :1 an B/.V.. M in U׳1 . ו1- ■׳: (/.immer 19). Der Kurt Singersche Chor {■:־eher B-rüium An 7! ־<!,< u ן wird im WinUr 7 1 ׳<•:!׳ u ms־ Am <);,.1;:־ hm de׳, Jm! 1->'i mn Ruhm i-׳indes Bn!u; ii.!:■!׳.]- ,.Um׳) \ . '׳.; •.;u zur Au!!uh: u!!g Bringen. Smnm-!ס 1!.:!סי• I > יnn :! s!׳.ä!!׳׳,־■׳:,. öm n:j d;־׳׳-T Aunnfsnmg fnlrue-wieTt sind, v.t'idui gU-u n. ■i־i: u.׳s>-! r 'd!riMihh!>־-׳: dnn I hi igenfen ( K< ׳!nr n.e .57 .!׳ ,:•>!!!;!־ j 71־ m׳:!׳. n ׳>dn 7'i ז e;-ien Vu>\k• am 8. Septemhrr, 20 Uj:1, m d-־n Br ei! k1> זי ׳ ■ ^::a 1, 1. ud! n׳htr ft-t r. 72, Berlin W 35, zu Inen!!!(■;!. Quartiere gesucht. Zu den am C. September in Berlin stattfindenden Makk 1bi-Mf.Au־r-׳'ha!ien we!d!. n omr viele auswärtige Teilnehmer erwartet. Der MakkaM wäre dankliar, wenn ihm aus zionistischen Kreisen nuartirrc zur Verfügung gestellt würden. Meldungen werden an das Büro des Bar Kochba-Hnkoah, Berlin W 15. Meinckestr. 10, erbeten. FamUicnnachrichten. Iran ]•die Schidkowski, Rahnsdorf, Seesiraße 30, Begeht am 1. September den 80. Geburtstag. Letzte Postschlüsse nach llebersee vom 1. bis 8. September (Abkürzungen: BFA. — Bahnpostamt) Palästina: Bahnpost: 1. September München BPA. 9 Uhr. Frankfurt am Main BPA. 19 Uhr. 2. September München BPA. 1 9.30 Uhr. 3., 5., 6 , 7. September München BPA. 1 9 Uhr. 8. September Frankfurt am Main BPA. 19 19 Uhr. — Luftpost: Ab Halle-Leipzig Mittwoch und Sonnabend 8.15 Uhr, ab Brindisi Montag und Freitag 6 Uhr. Vereinigte Staaten von Nordamerika: 2. September ״Queen Mary“ ab Cherbourg; 5. September ,,Europa“ ab Bremerhaven. Argentinien: 5. September ״Aslurias“ ab Cherbourg. Brasilien: 3. September ״Cap Arcona“ ab Hamburg. 5. September ״M. Pnscoal“ ab Bremerhaven. — Luftpost: Ab Berlin Mittwoch 23.35, ab Frankfurt am Main Mittwoch 20 Uhr, Donnerstag 5 Uhr. Zeppelin am 9. September ob Frankfurt am Main. Südafrika: 4. September ״Windsor C" ab Southampton. — Luftpost: ab Brindisi Donnerstag und Sonntag 6 Uhr. Juden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, I. September: Luxemburg (1304), 12.40: Rubinstcin: 1 ächtei tatäz der Bräute. —■ KuhmdBorg (1263), 15,30: Mendelssohn: Ouvertüre zu ״Die Heimkehr aus de! Fremde־‘. ■— Paris (1648), 16: V. a. Oficnbach. —• Ile de France (219), 18.40: Marie Dubas. —־ Stockholm (1389), 19.50: Mo-zkowski: Sorenata. —- Ilerömiinster (540). 19.50: Mendelssohn und 1 lerne, musikalischditcrarUche Stunde. — Paris PTT (431), 20.30: Milhnud: Carneval. — Briissfl (flämisch. 322), 21: Offenbach: Ouvertüre zu ״Orpheus“• — Toulouse (329), 21.10: Offenbar!! a. I lotfnianns Frzahhingen“. Mittwoch, 2. September: Strnßburg (349). 12: Mo>zkowski: Menuett. — Kalundhorg (1263), 16: Ofi'enbach: Ouvertüre zu ״Orpheus",— Paste Pari-ien (312): I laydn-Sonato, ptNpidt von Ilorowitz. -יי• He de France (219), 22.15: Werke von Offenbar!!. Donnerstag, 3. September: Lyon da Dona (463), 14.30: U. a. Meyer* beer. -״-י Wien (506), 16.05: KchaMpiattcn: LT. a. Mahler: Ich bin der Welt «ahhandeu gekommen (Charles.Cahier). — Buda|x?st I ((550), 17: Mendelssohn: Spinnlied. — Budapest I (550), 22: U. a, Korngold. Freitag, 4. September! Wien (506), 7.25: Schallplatten: Offenbach: Lieblichste aller Frauen. — Paris (1648), 11.45: Jüdische Sendang. — Tour Eiffcl (206), 20: U. a. Rubinstem: Trio Nr. 3. Höhepunkt der jüdischen Sportsaison 6. September, Grünewald-Sportplatz. Vorkämpfe: 10 Uhr. Hauptkämpfe 15 Uhr. Am Start: Die besten Leichtathleten des Deutschen und Tschechoslowakischen Makkabikrcises Ansprache: Rabbiner Dr. Joachim Prinz Eintrittspreise an der Kasse: Sitzplatz Ziel RM 3.—, Sitzplatz Mitte RM 2.50, Sitzplatz Start RM 2.—, Stehplatz RM 1.— im Vorverkauf: 75.— ״ ״ ,1.50 ״ ״ ״ ,—.2 ״ ״ ״ ,2.50 ״ ״ ״ (Gegen Mas Hamakkabi-Ausweis Stehplatz RM —.50) Abschlußfeier und Pr eis Verteilung: 20,30 Uhr, Brfiderverelnsbaaa, Kurfürstenstr. 115/116 Im künstlerisAen Teil n. a.: Max Ehrl!«* und Else Dublon Eintrittspreis RM 1.— Vorverkaufsstellen: Reisebüro Palestine & Orient Lloyd, Meinekestraße 2, Bar Kochba-Büro, Meinekestraße 10, Iwria-Bank. Direksenstraße 26/7 STELLENMARKT Den Angeboten auf Ziffer-Anzeigen sind unter keinen Umständen Original-Zeugnisse oder sonstige wichtige Unterlagen beizufügen. Die eingesandfen Zeugnis-Abschriften, Bilder usw.. sind auf der Rückseite deutlich mit Hamen und genauer Anschrift zu versehen. Zuiierl. 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