Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 67 (21.8.1936)
- Date
- 1936-08-21
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ni 67. 21. VIII 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 17 Chassidisdhes NiguiTdi Alle R*At* Vorbehalten Nadidnick ▼erboten l*Ki ג*® DER J0MSCHEN RUNDSCHAU Das ״Nigun’dl“ unseres heutigen ״Singblattcs“ gehört zu jenen chassidischen Melodien, die weder an des Rebbeii Tisch noch beim Gebet gesungen wurden. Gesungen wurde dieses Nigun’dl überhaupt nicht, nur ganz leise hingesummt. Der ״Modschitzer Rebbc“, wenn er seinen einsamen Augenblick hatte, da er, tief in sich versunken, dastand, pflegte diese zarte Melodie ganz leise und von allem losgelöst zu summen. Man hört es diesem Nigun schon an, daß er nicht bestimmt ist, von einer groben Gemeinschaft angestimmt zu werden; Melodie und Rhythmus sind ganz eigener Art, ja man möchte fast sagen, es geht etwas Edles aus von diesem wertvollen kleinen Nigun, ein gewisses Etwas, das schwer zu definieren ist und sich nur dem ganz erschließt, der mit ״dazu gehört“. —- Mit gutturaler Färbung vorgetragen, enthüllt diese Melodie ihren stark orientalischen Charakter. C h c m j o Winawer Erteilte Zertifikate. Das Berliner Palästina- Amt teilt mit; Wir werden von der Einwanderungs-Abteilung der Exekutive der Jcwish Agency darauf aufmerksam gemacht, dali alle Visa und Zertifikate nur eine begrenzte Gültigkeitsdauer haben, und daß die Erneuerung eines abgclaufeneu Zertifikates oder Visums nur erfolgen kann, wenn die im Zeitpunkt des Erneuerung^- antrages gültigen Einwanderuiigsbcstimmungen dies zulassen. Es ist daher den Inhabern von Zertifikaten und Visen samtlieber Kategorien dringe n d a n z u r a t e n, ihre Einwanderung so sehr wie möglich zu beschleunigen. Biro-Bidschan Die ״Deutsche Allgemeine Zeitung“ veröffentlicht einen Artikel ihres Moskauer Berichterstatters Artur W. Just über: ״Birobidshan — das Land der Sowjetj u d e n\ In diesem Bericht wird über die tatsächliche Lnt- Wicklung Birobidshans u. a. folgendes gesagt: ,,Das Land hat mir einen Fehler, da(S es zu weit von jeder Xiviii-afinn entfernt lir<c, um wirkliche Anziebung-kraft für di« stadtgewohnte jüdische Bevölkerung zu besitzen. Di- Sowjetstatistik muß ahm gewaltige Purzelbäume schlagen, um hu ßirobklshan S1edlung;>ermlge nachzuweUen. So liest man I H.־is.H, Kwcise, Haß 1929 — 1000, 1930 -- 1500, 1931 •- 3000, 1932'- 9000, 1933 — 3500, 1934 — 9000 j'idPcim Siedler nach Rin!iü־Nuu gegangen und — aU־r es erwei-t d••!., daß 1933 nur 7500, 1934 -- 9500 und 1936 schließlich 15 GOO Juden anwe-end waren. I hojenigen, die offenbar schnellstens rrißaus genommen haben, nachdem sie sich das jüdische Snwjctpar.id!««» angesehen hatten, waren also kaum geringer an Zahl als die Neuankömmlinge. In der Zeit von 1928 bis 1935 hat sich dennoch die Zahl der Or *am Einwohner des Gebiets verdoppelt und l>etnigt jetzt 57 000 Menschen, r.ur ist <1 e r H a a p t t c i 1 <1 e r Einwanderer eben nicht j ü ־ d i s c h. Die jiribchen Siedler kamen zum größten Teil;un Weißmul.md und der l'kraine, aber auch aus Argentinien sind 116, aus Lettland 83, aus Litauen 101, Frankreich 88, Palatina 74, Deutschlami 65, Belgien 61 und Polen 30 Personen cingewmidert. Die Stadt seihst zahlt 12 000 Finwohner, und es ist anzitnr-hnien, daß dort de« größte Ted jüdisch ist. Ks gib! dort Sigcmüfilen. eine mechanisrhe 1 nst and'-'Ct zu ngswork st;111. ein KlrktmitaNwcrlc für 6000 Kilowatt. Ziegeleien und Kalkbrennereien. Die Aussaatfläche, di« 1928 etwa 17 000 Hektar betrug, ist bis 1935 auf 38 000 Hektar angewachsen. Der Rindviehbestand stieg von 7000 auf 13 000 Stück. Das eine nur ist sc-hmm: die OrwimtFahl der in der T,;mdwirtsrhaft tätigen Juden in der Sowjetunion ist genau so groß geblieben wie vor zehn Jahren: 200 000! In Her Krim wurden rund 25 000 Personen ange.-mxlelt, in der Ukraine 6800 und für BironkMian bleiben, wenn man bescheiden annimmt, Haß nur die Hälfte der hauptstädtischen Einwohner Juden sind, kaum 9000 Juden für die eigentliche Hauerliehe Siedlung. Vun einer Lösung der fudenfrage in der Sowjetunion kann also kaum gesprochen werden. Die Kultivierung des Urbodens geschieht auch in Birobidshan offensichtlich nicht durch Juden, son* tlern durch rus.dsche um! koreanische Bauern... Unter diesen Umstanden sind die Aussichten für eine Entwirfc ■ lung Birobidshans zu einem Gebiet mit vorwiegend jüdischer Bevol kerung recht schlecht. Die neue Hauptstadt selbst mag nur!! einige Reize bieten. Es Pt eine Stichbahn von de! Hauptstrecke der Amur-Balm iin Bau. Der EPenhahnkommissar Kaganowitsch ist bereits zweimal in Bhobidshr-m gewesen und hat dafür gesorgt, daß cs an. materiellen Mitteln nicht, fehlt. Aber .seihst er war in der Beurteilung der Zukunft des Gebiete« sehr zurückhaltend. Egibt ein Theater dort, ein medizinisches und metallurgisches Technikum, eine jüdische und eine russische Zeitung, eine Funkstation, eine iandw i isrhaftliche Schule und ein landwirtschaftliches Forschung*־ Institut. Die Errichtung einer Trikotagen- und einer Schuhwaicn- Fabrik wird vorbereitet. In weiterer Zukunft ist der Abbau der Fixencr?e und ihre Verwertung an Ort und Stelle in Aussicht genommen. Was aber bisher dort geschah, ist kaum mehr als ein bescheidener Anfang, und es scheint, daß weder bei der Sowjetregierung noch bei der großen Masse der jüdischen Sowjetbürger ein üh‘*r״r׳yßes Intere-sr ׳י׳ :ז י\ das Begonnen« vorwartsmtreiU״־״ “ Juden and Jüdisches im Rundfunk Freitag, 21. August: Luxemburg (1304), 12.40: Schallplatten: Meyerbeer aus .,Hugenotten“. . Hilversum H (302), 14.40: Orgelmuxik von Mendelssohn; 16.50: Offenbar!!: .,Dir schone Helena“. — Marschau (1339), 21: Mend.vobn: aus .,Sommernaehistraum“. — Kowno (1935). 21.05: Mendelssohn: Hebriden-Ouvertüre. — Strati■ bürg (349). 22.45: Mendebsohn: Ouvertüre zu .,Ruv Blas“. Sonnabend, 22. August! Warschau (1339). 16: Mahler: ״Ich ging durch einen grasgrünen Wald“. — Hilversum I (1875): Mo**• kmvski: Konzei twalzer E-Dur; Urbach: Offenbach.Potpourri. —- Paris I'T I'. (432). 20: ״Die Hugenotten", Oper von Meyerbeer. — f r on (463), 20.30: trpheus in der Unterwelt". Operette von Offenbar!-,. — Montpellier {224), 20.30: ,,Die Königin von Saba". Sonntag, 23. August! Prag (470). 9.20: U. a. Muszkmvski. —- Wien (507). 10: U. a. Ottenbach -Fanta-ie; 11,45: U. a. Goldmark. -- Normandie (269), 19.30: tulew. — Paris (432). 20.30 Uhr: ״M.1!th,-1•■, Dir. Elie Cohen. Montag, 24. August! Kascliau (259), 12.35: U. a. Offenbach. — Brünn (325). 17.40: Vortrag ״Gedenken an Karl Kraus". DRITTES KAPITEL / DIE AUSHEBUNG ...5 nun Pandre an die Reihe kam bei der Aushebung, fühlte er; wer immer auch loskommen mochte — er würde diesmal dienen müssen. Seine Papiere waren nicht ausgestellt, der Kreisrabbiner, dieser Schuft, war so starrsinnig wie ,je, und die russischen Kasernen verlangten nach großen starken Kerlen, wie er war. Nun würde es keine Dienstmädchen zu zwicken geben, keine Späße vor der Stadt mit Bauernmädchen in bunten Kopftüchern, die in den Sommorabendcn auf ihn warteten, keine Besuche mehr bei der Dame vom Schloß. Vier Jahre würde er zu lernen haben, was er ohnehin besser konnte nls ein ganzes Regiment Soldaten - Reiten. Springen. Laufen und lauter solche Sachen. Aber wie sollte er seinen alten kranken Vater verlassen, mitsamt dem Fleischerladen, ohne eine Seele, die nach ihm gesehen hätte? Was würde übrig «ein, wenn er nach dem Militärdienst wiederkam? Der Laden vermoddert und voll Spinnweb, und seines Vaters Grab Noah Pandre,s Herz verzagte bei dem Gedanken. Er versuchte alles mögliche, um sich wieder aufzumuntern. Aber es hall nichts. Er wollte nicht Soldat werden. Es kam so weit, daß er nichts mehr mit Simche Tureru zu tun haben wollte. Wenn Simche kam, um ihn zu einem Schnaps aufzufordern, etieß Pandre ihn weg: ״Geh weg“, sagte er. ״Wenn ich erst Soldat bin, wirst du der erste sein, der meinem Vater die Kunden wegnimmt. Mach, daß du weiterkommst.“ Simche, um zu beweisen, daß Pandre ihn ungerecht verdächtigte, gab ihm allerlei Ratschläge, wie er loskommen könnte. Aber!,andres gesunder Instinkt wehrte sich gegen die Kniffe. Sein Vater, der alte Pandre, der hinterm Ofen saß, gab ihm andere Ratschläge. ״Eies Psalmen, Noah! Lies die Psalmen! So fing Noah an, Psalmaa zu lesen. Noah, der künftige Rekrut, setzte sich jeden Morgen bei Morgengrauen hin und las Psalmen, die Worte vor sich hinmurmelnd, die er in seinen Schlächterladen ging. Aber es half nichts. Er war ängstlich und hilflos. Er sah die Kasernentore offen, di ihn verschlingen würden, und roch schon das treuen•® Essen, und eine große Peitsche knallte ihm um die Ohren. Er wurde in die Kaserne gejagt: ״Hinein mit dir, du Lump, hinein mit dir!" Alles, was er je Böses getan hatte, erhob sich vor seinen Augen — Saufen mit Simche Tureru, die Besuche bei der Dame, ungenaues Gewicht im Schlächterladen, die Knochen, die er armen Kunden für Fleisch mitgewogen hatte — schmutzige Redensarten — Dirnen - Und plötzlich fiel ihm ein, wie er eines Tage« im Schlachthaus eine rostige Spitze im Darm eine# geschlachteten Ochsen gesehen und sie schnell herausgezogen hatte, ehe der Schächter es bemerkte. Reb Eli«, der Schocket, war schrecklich genau; wenn er die kleinste Kleinigkeit sah, schon war das Tier nicht koscher für ihn. Pandre wurde ganz kalt bei dem Gedanken. Und die Psalmentexte, die er gelesen hatte, fingen an, vor seinen Augen zu tanzen. F.s half nichts mehr, Psalmen zu lesen. Das war, als äße man Mazze mit Speck zu Passah. F.r sah keinen Ausweg mehr. Er würde Soldat werden und seinen Vater und den Fleischerladen zugrunde richten müssen. Auf dem Markt sagten sie, es würde nicht mehr lange dauern. Morgen oder übermorgen würde der General mit den Militärärzten aus Mohilew kommen. Alle# wurde schwarz, vor!’andres Augen. Aus! Er mußt« sein Los auf sich nehmen. Am nächsten Morgen in der Frühe fühlte Noah, daß er es nicht länger aushaiten konnte. So schlich er sich, mit »einen breiten Schultern, und nach rohem Fleisch riechend, in das Haus des alten heiligen chassidischen Rabbi. Er fand ihn da in seinen Gebetschal gehüllt und mit den Gebetsriemen, im langen Aipakkarock mit bunter, türkischen Stickereien. Er hielt einen Gänsekiel in der zarten blassen Hand und schrieb mit perlenfeiner Rabbinerschrift in ein gebundenes Konvolut aus altmodisch bläulichem Papier, das mit Kalbsdärmen zusammengeheftet war wie die Thorarollen. Er arbeitete an seinem Traktat, er schrieb mit äußerster Frömmigkeit, mit völliger Hingabe. Er sah aus wie der Prophet Elias, als er den sündigen Juden (.«setze schrieb, um sie zu besseren Menschen zu machen. Pandres Gutenmorgen blieb ihm in der Kehl« stecken bei diesem Anblick, im Morgengrauen, in dem bläulichen Licht, das gerade durch die Fenster brach. Er stammelte nur: ״Rabbi!“ und stockte. Der heilig« Rabbi legte »einen Gänsekiel nieder, mit seltsamer Ruhe, und schaute mit gütigen oftenen Augen seinen frühen Besucher an, der aussah, wie er da stand, als wäre er aus Schlächterblut gemacht, ein Drittel Jude und zwei Drittel Goj. Es schien, als bemerkte er sofort di« Traurigkeit, die in Pandres grauen Augen saß, und er sprach ihn sanft an: ״Was fehlt dir, mein Sohn?“ ״Ich ... ich..stammelte Noah, wie ein Junge, der bei eine!! Unart erwischt worden iet. Schach Bearbeitet von I. Miese* Aus der Sdbadiwelt In der Zeit vom 17. Juli bis zum 1. Augfttst fand zu Zandvoort (Holland) ein sehr stark besetztes, internationales Turnier statt. Den ersten Preis errang mit 8 Vs Zählern (aus 11 Partien) in glänzender Weise Reuben Fine. Zweiter Preisträger wurde mit 7V» Zählern der jetzige Weltmeister Ettwe. Den dritten und vierten Preis teilten mit 61,4 Zählern Peres und Tartakower. Der fünfte und sechste Preis fiel gemeinschaftlkh an Bogoljuboff und Maroczy, die je 6 Zähler hatten. Dann folgten: Grüitfeld, Landau, Spielmann W״, Doesburgh 4, Becker 3, Prins lu,. — Von den zwölf Teilnehmern sind sieben jüdischer Abstammung, nämlich Fine, Landau, Prins, Spielmann, Tartakower. Aus dem internationalen Turnier zu Podebrad (5. bis 25. Juli) ging Flohr vor A lech in als erster Sieger hervor. Die nachstehende Partie wurde im Turnier zu Zandvoort am 30. Juli gespielt. Daniengambit Landau Bogoljuboff Weiß Schwarz 1. d2—■d4 d7--dS 2. c2—c4 e7—r6 3. S hl—r3 r7-״rfi 4. S gl 13 S gS-- 16 5. L cl-׳-g5 S 18־—d7 6. <2־—f3 D H 8— a 5 7. c4* da S 1&xä־> 8. I)dlk? I. ’S- 1.4 9. T al—cl «6—e5 Eine gute FoO-etzung. 10, L fl—c4 .... Dies gilt iür die i>e׳־r F.rsvde ran״. 10. S H7—1.6 n. U r4y ds s 1■« <Hs 12. S 13 «5 1. r3 — rS 13. 92—93 E b4x<3־ Damit spielt Schwarz m seinem Unglork auf Figurcrgfovim Hur! n späteres» f7-׳ffi. D׳c rieh׳ ■ge. 7t!m A!n״׳If;<.h führende Sp1c!e!:!c 13•’. S do ׳ c3,‘ 1!. D1.3 XM. P 95Xb4. 15. a3vh4, S c3 —d5 und Schwarz gewinnt den Hauern zurück, liri.r! e.» .Ich: (7~t"6, und auf 16• S 05 HS folgt Le6—f5. 14. b2Xc3 S .13—hfi 15. Db3—dl! Das:■ .13 Jrtrt durfte f? •4 nicht סין• schehen wegen 18. I, jj5'<f8, gTXf«; 17. D dl—bsf, und wohin der schwarze König aurh riehen mag. e» erfolgt ein Sprin■ ge■-, h.i. ii noi.o J) 115V.15. 16. O—O! f7— 6׳ Dies gerade wollte Landau pro- Vezieren. Schwarz haue hier rochieren müssen. 17. גז dl—h5f! .... Wie der weitere Verlauf des Spiel* zeigt, ist diese schone und wtuh .(■׳ech trete Opferkomh ת!,! ::.ן: ן durchaus stichhaltig. 17. K cR-.d8 Falls 17. g7 gB, «n 1s. S eSXgS. I. efl.!7, 19 I. ׳׳. 5״«, L!7Xg*. 20. DhS—cSt nchs• 21. LlÖXhR. Stellung nach dem 16. Zuge von Schwarz U. L *5—h4 g7-C5 19. > e5—gfi! '1 hR- -g8 2a D!13/97 p/v:j4:׳ 21. 13־—c4! .... Dieser starke und in der \ otaush.acci.mmg g.i!׳ mäht nahdiegn.de 711g bildet .׳len Kernpunkt H-r ganzen K'omh׳nat:on. 21. T gWgS Ntvw.irz hat nicht' Rr**ere>. Ein I-Vhlcr wäre I, <5רwegen TrlXc4 nebst D h?>;gBf. Auch 21. S t»6Xc4 ״fuhrt wegen 22, Db7,ah7. T aß—r8. 23. Tel —al nebst T al;<»7 usw. zu einer Vei tu ,).Stellung für Schwarz• ■—• Im übligen drohte 115—4!:׳, womit Weiß die offenen Turmlinien bekommt. 22. h?vgfi ר! לא ״־3* ת 23. d4—•ds Lffif7 24. D e»—hs K d8—r7 25. ds—dflf! De7Xd6 26. c4—f 5 n r!6—0 5 27. c f ׳' ■!'! aTv-h6 38. TW dt hfi--SS 29. D hS— H7 I) th—i)5 .(־'3 (> h7— <13 T a8-4* -־? In klarer Ye rlint Mr llung macht »»■*1־z rin g rnbc% Versehen. 31. Dd3!18 m 1 י?. f T f Ir gante iinri durch weg sehr 1 י r* v:pn V Pt- 11r kDmייי׳ f׳!r den Son ה! d^fpit-iN He!!,tritt, der luv <!!!״:׳״> ׳־.n-tc P1:1״' de» Turniers geoutet worden isl. Der Rabbi schnüffelte mit »einer zarten Nase, deren dünne Nüstern waren wie durchscheinend rötliches Wachs. ״Du bist ein Schlächter?“ Noah Pandre beugte seinen riesigen Kopf wie ein Och», ״Ist dein Fleisch koscher?" fragte der R.ihhi, und sah ihn mit seinen alten, durchdringenden Augen an. Da schien es Noah, al» wüßte der Rabbi schon alles längst, ehe er ein Wort gesagt hatte. Und plötzlich begann er zu keuchen wie ein Ochse, der zur Schlachtbank gezerrt, wird, und würgte unverständliche Laute heraus. Die Worte überstürzten sieh, ohne Sinn und Verstand, aber der Rabbi hörte mit großer Geduld zu, die Augen hnlbgeschlosscn, und Schüttelte den Kopf mit den Gebetsriemen dran. Das machte Noah mir noch elender. »Sein Schläohterherz wurde weich, Schaum trat ihm vor den Mund, und seine Augen waren blutunterlaufen, al» er anfing, dam Rabbi von der Stshlspitz.« zu erzählen, die er im Darmeingang des Ochsen gefunden hatte. Elin, der Schächter, hatte es nicht bemerkt, und das Vieh war als koscher bezeichnet worden. F.r kam zur Aushebung. Der Fleischerladen blich verlassen. Der alte Vater. Und er hatte ein Anrecht auf die Enthebung. Aber es wurde nichts daraus. Der Kreisrabbiner — Das Register ... Oh, Rabbi, Rabbi! Der chassidische Rabbi saß eine kleine Weile da, bleich, mit geschlossenen Augen, wie ein Toter. Eine Mumie des Propheten Elias. Dann öffneten •ich auf einmal die toten Augen und ein bleiches Lächeln erglänzte hinter dem grauer» »Schnurrbart, der in den Strom des grauen Bartes mündete wie zwei Nebenflüsse. ״Wie, hast du gesagt, steckte d«r Nagel im Darm? Wo war die Spitze, oben oder unten?“ ,,Oben, Rabbi!“ ״Lind wie ti«f steckte s>« im Darm?“ ״Fast gar nicht, Rabbi. Sie hat ihn kaum berührt! Rabbi,“ Die Augen des Rabbi öffneten •ich ganz. ״Dann war es koscher. Hab keine Angst.“ ״Rabbi!“ •chrie Noah hingerissen — ״Dann werde ich'.«• ich werde.. .״ Aber der Rabbi unterbrach ihn sanft. ״Geh, mein Sohn! Gott wird dir helfen!“ Noah Pandre war überglücklich. Sein eiserner Körper bebte. Nie in seinem ganzen Leben hatte er ein solch kindlich•• Glück in allen Gliedern gefühlt. F.r mußt« sich am Tische festhalten, um nicht zu fallen. Hätte er sich nicht geschämt, er hätte den heiligen Mann in seine beiden Arme genommen und an •ich gedrückt, wie die Thorarollen, und hätte ihn ftbee und über geküßt. (Fortsetzung folgt)