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Jüdische Rundschau · 1936-08-21 · Heft 67 (21.8.1936) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 67 (21.8.1936)
Date
1936-08-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 67,21. AUGUST 1936 Kundgebung des Jischuw getötet Zwei jüdische Krankenschwestern wurden beim Aus- ’ Steißen aus einem Autobus vor dem Reßierunßs- Spital in Jaffa von Arabern angeschossen und tödlich verwundet. Eine Schwester, Matya Finka aus Tel-Awiw, war sofort tot, während die andere, Nahama Z a d i k, nach einer Operation ihren Vedetzungen erlag. Beide waren im Regierungs-Spital angestellt. Vor dem Tcl-Awiwcr Spital versammelten sich große Menschenmengen, um an dem Begräbnis der beiden Kranken- Schwestern teil/unclimcn, Die ganze Stadt ist in tiefer Trauer. Die Stadtverwaltung hat Maßnahmen getroffen, um den ruhigen Verlauf des Begräbnisses zu gewährleisten. Der Malekabi, die Feuerwehr und der Kote Magen Dawid haben sich als Ordner zur \ ertugung gestellt. Die Stadtverwaltung hat eine Erklärung veröffentlicht mit dem Ausdruck tiefsten Beileids für die trauernden Familien; die Einwohner der Stadt werden aufgelordert, die Ruhe zu bewahren. Der Verband der Kauileute hat alle Oeschäftsunteniehmen ersucht, während des Begräbnisses zu schließen. Das Begrabnis fand bei einer Beteiligung von 50000 000 '0 Mensehen statt. An der Spitze des Zuges marschierte die Tel- Awiwer jüdische Polizei. Nach dem Begräbnis ging die ׳Menge ruhig auseinander. ■ Im amtlichen Comimmique bringt der High Com- ווו i s s i o n e r sein tiefstes Bedauern über den Mord in Jaffa zum Ausdruck; er stelle voller Abseiten vor diesem brutalen Verbrechen, dem völlig unschuldige Menschen zum Opfer gefallen seien. Er sei überzeugt, daß mit Ausnahme von einigen wenigen verbrecherischen Personen ganz Pa läs t i n a seinen A b s c h e u v o r d i e s e 11 entsetzliehen Ausschreitungen teile, die in der Ermordüng von zwei jüdischen Schwestern gipfeln, die sielt der Pflege von Kranken, ohne Rücksicht auf Ibisse und Religion, gewidmet haben. Der High Commissioner wendet sieh an die gesamte Oeffentliehkeit mit dem Aufruf, eien Behörden bei der Unterbindung von .Mord- und Gewalttaten behilflich zu sein. Die arabische Presse hatte in letzter Zeit ■vielfach gegen das jüdische Personal im Regierungs-Spital in Jaffa gehetzt. Die Regierung war erst kürzlich vom Waad Leumi gebeten worden, die Verantwortlichkeit für die Sicherheit der jüdischen Patienten und Schwestern in diesem Spital zu übernehmen, auch hatte der amtierende Bürgermeister von Tei-Awiw, Rokacli, der Regierung die Ueberführung des 'jüdischen Personals nach dem Td-Awiwer Spitai nahegelegt. Die arabische Presse veröffentlicht zu dem Mord .eine Erklärung des Jaffaer Streik-Komitees mit dem Ausdruck des B e d a u e r n s ü her den M o r tl an den beiden ׳jüdischen Krankenschwestern, ein Verbrechen, das vom Streik-Komitee scharf verurteilt wird. Es ist das erstemal, daß von offizieller arabischer Seite von einem Terrorakt abgerückt wird. 1 Der ־ Haiiassan-Schwestern-Verbaml hat in einem - Tele*!:ramm an den High Commissioner den Mord Als. ein unifliörtes Verbrechen bezeichnet. Der Verband 11 ff ferner an den Internationalen Sclnvestern-Verband in Genf, an den Britischen Schwestern-Verband in London und an den Amerikanischen Schwestern-Verband Telegramme gesandt. Bei der an der Schwester Nahama Zadik vorgenommenen Operation haben a r a h i s c 11 e Schwestern des Hospitals ihr Blut für eine BUittransfusioii angeboten. I Der (arabische) B ü r g e r 111 e i s t e r von Jaffa hat in einer Erklärung an die Presse den Mord in Jaffa, sowie überhaupt sämtliche Angriffe auf Frauen scharf verurteilt. Dör Bombenanschlag in Tel-Awiw Ueber den Bombenanschlag in Tel-Awiw wird berichtigend gemeldet, daß die Bombe aus dem Fenster eines die Herz!- Straße passierenden P e r s o 11 e!1 z 11 g e s aut die Straße geschleudert wurde, wobei 2t) Personen Verletzungen erlitten. Eine große jüdische Menschenmengi׳, die sich auf der Chaussee von Tei-Awiw nach Jalta angcsaninielt hatte, wurde von englischer Polizei auschiaiHicrgeincben, wobei zwei Juden v e r 11 a f t e t wurden. Bei der allgeineiueii Verwirrung erlitt ein Araber VerU't/ungeti; ein anderer Araber wurde an der Grenze von Tel-Awiw verwundet. Auch ein jüdischer Polizist, der Araber in Schutz nahm, wurde verletzt. Der nächste Eisenbahn/ng, der durch Tel-Awiw passierte, wurde von einer empörten jüdischen Menschenmenge mit Stei- II e 11 b o 111 h a r d i e r t. Der Gouverneur für den Südbezirk hat der Tel-Awiwer Stadtverwaltung im Namen der Regierung eine B e i I e i d s k 11 11 d g e b ti 11 g für die Opfer des Bombenanscliiages übermittelt. Die J e w i s 11 A g e 11 c v hat sieii an die palästinensische Regierung gewandt mit der I■'orderting, alle Schritte zu unternehmen, um die;111 den Ausschreitungen in Tel-Awiw Schuldigen ausfindig zu machen; außerdem soll die Regierung eine Zusicherung geben, daß derartige Ausschreitungen sich in Zukunft nicht wiederholen werden. Falls eine solche Zusicherung nicht gegeben werden kann, verlangt die Jewisli Agency die Unterbrechung des Zugverkehrs von Jaffa. Die Tel-Awiwer Stadtverwaltung hat einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen, der eine scharfe Verurteilung der Ausschreitungen enthält. Es wird ferner protestiert gegen die mangelnde Sicherheit und gefordert, (laß die Regierung angemessene Schut/maßiialimeii treffe. Der Appell schließt mit einem Aufruf;111 die Bürger Tel-Awiws, von Gewalttaten Abstand zu nehmen und in dieser schweren Stunde D i s z i p i i 11 1111 d W ü r d e zti bewahren. Auf Anordnung der Behörden wurde der Zugverkehr zwischen Jaffa und Tel-Awiw bis auf weiteres eingestellt. Ausnahmezustand Auf Anordnung des Gouverneurs für den Südbezirk ist über Jaffa von Mittwoch S Uhr früh bis Donnerstag 5 Uhr morgens der Ausnahmezustand verhängt worden, wobei nur drei Tagesstunden für den Verkehr freigegoben . wurden. Ebenso wurde auf Anordnung des (iouverncurs für den N'ordbez.irk der Ausnahmezustand von fi.'ifl Uhr abends bis 4 Uhr moigens für den Umkreis von 200 111 bei den Hochspannungsdriihten der Palestine Eiectiie Corporation im Jesrcel-Tal verkündet. Die arabische Tageszeitung ״El Li wart“, das Organ des Großiuufti, ist bis zum 2b August verboten worden. Die Z.;•״mg ״Meraat ei S11 a r k" ist für drei Wochen eingestellt worden. Tagung der Assefath Haniwcharim Jerusalem, 1S. August. (Pak'or.) Die für den 17. Aug. emberufene außerordentliche Sitzung der A s s e f a t 11 Han iiw c 11 a r i in (Jüdische Ddegiertenversanimiung) fand nachmittags in der Vorhalle des Gebäudes der Jewisii Agency in Jerusalem statt. Auf eine Gedenkfeier fiir die Gefallenen folgte das hl Molo Racliamim. Ben Z w i eröffnctc sodann die Sitzung im Namen des Waad Leumi; er befaßte sich mit dein Problem der Sicherheit und der Regierungspolitik, die nicht verhindern konnte, daß die Unruhen immer weiter um sich griffen. Schertok über die Lage Mosche Schertok, der Leiter des politischen Departements der Jcvtsh Agenev, unterstrich, daß die Regierung wohl den M ilien habe, die Unruhen zu unterdrücken, jedoch von der Voraussetzung ausgelie, daß die Feindseligkeit der Araber gegen die Juden durch politische Konzessionen hesänftigt werden müsse. ״Unsere Politik", führte der Redner weiter aus, ״wird weiterhin in der fundamentalen eng- I i s c 11 - j ii d i s c 11 c 11 Interess c 11 g e 111 c i 11 s c h a f t wur- /ein. Eine englische Politik aber, die sieii gegen unseren zahlenmäßigen Stärkezuwachs richtet, müssen wir mit aller Macht bekämpfen. Nur wenn wir in Palästina zahlenmäßig stark sind, können wir hoffen, ein starker Verbündeter für England zu weiden,‘‘ Schertok wies auf die aus der gegenwaldigen Lage resultierenden Errungenschaften hin: 1. 2SO0 jüdische Bewaffnete; 2. 45110 neue Arbeitsplätze für jüdische Arbeiter in Plantagen, wo früher Araber beschäftigt wurden, sowie in Industriebetrieben und hei öffentlichen Arbeiten; 3. die mögliche Entwicklung des Tel-Awiwer Hafens; 4. die beschleunigte Inangriffnahme der Arbeiten für den Bau von drei wichtigen Chausseen. ״Schon vor den gegenwärtigen Unruhen“, fuhr der Redner fort, ״hat die Regierung den Gedanken gefaßt, daß eine Beschränkung unserer Entwicklungsmöglieh k eit en notwendig sei. Wir können die Royal Commir.sion nicht anders betrachten als einen Versuch, eine solche Politik zu sanktionieren. Wir werden daher vor die Royal Commission treten wie vor eine Kampffront und unsere Rechte verteidigen. Die Regierung kann uns jedoch ein Erscheinen vor der Roval Commission sehr erschweren, wenn die Andeutungen einer möglichen Suspendieru n_g der Einwanderung zur Wirklichkeit werden. Die Jewish Agency widersetzt sich ganz, energisch einer Suspendierung der Einwanderung als Köder für die Araber zur Beendigung der Unruhen. Die Jewish Agency wird die Suspendierung während der Arbeit der Royal Commission als eine Belohnung lür Terror, als Entweihung des Andenkens Ormsby-Gore an die Beamten ״Einwanderungseinstellung wird nach Unruhen-Beendigung erwogen“ Jerusalem, 19. August. (JTA.) Die Antwort des Kolonienministeriums auf die ihm von den höheren arabischen Beamten der Palästinaverwaltung vor einiger Zeit unterbreitete Denkschrift ist in Jerusalem eingetroffen. In dem Antwortschreiben wird versichert, daß nach Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung in Palästina die M ö g - iichkeit einer Einstellung der jüdischen Einwanderung durch die Regierung erwogen werden wird, Weiter erklärt das Kolonienministerium in bezug auf die Befürchtungen der Araber vor jüdischer Vorherrschaft in Palästina, daß die Regierung die Vormacht- Stellung einer einzelnen Gemeinschaft nicht zulassen werde. Arabische Konferenz verboten Wie amtlich mitgeteilt wird, hat sich die Regierung angesichts der im ganzen Lande herrschenden Spannung veranlaßt gesehen, die Genehmigung zur Abhaltung der Konferenz der arabischen Streikkomitees am 20. August z u r ü c k z 11 z i e 11 e n. Dieser Konferenz sollten bekanntlich die Vorschläge des Obersten Arabischen Rates vorgelegt worden, wie in dem Aufruf (s. ״J. R.1׳ N'r. (15) angekimdigt worden war. Die Konferenz sollte über die ׳Frage des Streikabbruchs und über die Aktion des Emir Abdullah informiert werden. Die Regierung befürchtet offenbar, daß die Konferenz nicht zur Mäßigung, sondern zu einer Aufpeitschung der Gemüter benutzt würde. Arabische Pflanzer fordern Streik-Abbruch Jerusalem, 17. August. (JTA.) Die arabischen Pflanzer und 7. i t r 11 s e x p o 1־ t e u r c haben m einer in Jaffa abgelialtenen Versammlung den Beschluß gefaßt, das Oberste arabische Komitee in einer Denkschrift darauf aufmerksam zu machen, daß die Arbeit in den Pflanzungen jetzt aufgenommen worden muß, wenn der Ertrag der nächsten Saison nicht in Erage gestellt werden soll. Solite der Streik nicht binnen drei Tagen abgebrochen werden, so müsse das Oberste arabische Komitee für alle den Pflanzungen erwachsenen Schäden haftbar gemacht werden. Von den Gerichten Itn Zusammenhang mit dem Bombenattentat vom 11. August auf einen Autobus mit jüdischen Arbeitern hei Kirjath Avodah ist ein Araber verhaftet worden. Es handelt sieh um einen der aktivsten Kommunisten in Jaffa. Die vier Araber, die am 3. Juni in einer Plantage in Nach lat 11 J c 1111 d a auf zwei Juden schossen und sie verwmideten, hatten sich vor Richter Copland zu verantworten. Drei der Angeklagten wurden freigesprochen; der vierte wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Fünf Araber sind wegen Einschüchterung, drei Araber und ein Jude wegen unbefugten Waffenbesitzes verhaftet worden. An drei Orten wurden Waffen beschlagnahmt, und zwar in Gaza, bei EscJud und bei Jaffa. der jüdischen Opfer und als Treubruchi den Juden gegenüber betrachten, die ihre beispiellose Selbstbehcrs c h 11 n g nur bewahren konnten, weil sie überzeugt waren, daß ihr Recht auf Einwanderung nicht angetastet würde.“ Die Redner in der darauffolgenden Debatte waren: Baratt (l)cgania), Dr. Waschitz (Revisionist), Zuchowitzky (Allg. Zionist), Rabbi Ostrowski־ (Misrarlii), L.cihowitz (linke Poale Zion), M. Grolimann (Judenstaats-Partci), Almaleii, Rabbi M. Berlin, Cliaim Solomon (Mitglied der Jerusalemer Stadtverwaltung), Herl Repetur, Dov llos, Eliashar und Heit man, Her! K a t z. n e ' s o 11 schloß die Debatte mit einer Anspräche, in welcher er den Jischuw a!!(forderte, stark zu sein und sidi an/uschicken, den das Nationallleim verwüstenden Unruhen ein Ende zu bereiten. Die Sitzung schloß früh um 5 Uhr, nachdem eine von Ben Zwi eingebt achte Resolution angenommen worden war. Die Resolution Die Resolution umfaßt 14 Artikel. Sie beginnt mit einem Ueberblick über den Verlauf der Unruhen und bringt dann die Enttäuschung ries Jischuw׳ zum Ausdruck über die Haltung der Regierung und das Verhalten eines Teiles der Beamtenschaft gegenüber den Morden und anderen von Arabern begangenen Verbrechen. Oie Geuchmignnji der Regierung für Verstärkung der jüdischen Po- ID ei wird gewürdigt, dabei aber wird gefo'i'crt. daß sämtliche Juden bewaffnet und die wegen Seihstwehrakten Verurteilten freigeUssen werden. Der Jischuw werde nicht auf Entschädigung für seine Opfer verzichten; er w i d c r s c t z e sich einer Suspcnd 1 e r 11 n g der Einwanderung und sei überzeugt, daß auch die Juden in der ganzen Welt auf ihrem Rechte hestehen werden. Nur das schnelle Wachstum eines wohlgerüsteten Jischuw werde den Feinden beweisen, wie buchtlos ihre Angriffe sind. Es wurde noch aut die für jüdische Allzeit neu gewonnenen Positionen und insbesondere auf den Bau des Tel-Awiwer Hafens hingewiesen. Zum Schluß ergeht der Aufruf an die .luden in der ganzen Welt, nicht in ihrem Glauben zu wanken und alle ihre Kräfte für das Wiederaufbauwerk ein/,usctz.cn. Es wurde beschlossen, eine Delegation zum High Commissioner zu entsenden, um die Besorgnis des Jischuw auszudrücken und die Wiederherste!- lung normaler Bedingungen zu fordern. Ferner wurde beschlossen, in einer Adresse an das englische Volk und an die Araber eine Darstellung der Situation zu geben. Weitere Todesopfer Ein Angriff auf R ג 111 ג t Hakovesh wurde verübt, wobei die auf dem Wachtturm Ausschau hallende Haya F r e 11 d t ö d i i c 11 v e r w 11!1 d e t wurde. Hei Ramleli wurde ein jüdisches Auto aus dem Hinterhalt beschossen. Der 23jä!1rige Chauffeur Hans Grünwald, dessen Eltern in Hamburg leben, w ar auf der Stelle tot. Der führerlos gewordene Wagen stieß hierdurch mit einem Militärkraftwageii /iisammen und stur/te um. Hierbei wurden drei jüdische Iiw.-isseu, David Soclnszeevski schwer und Eiijahu Niluc und Joshua Halperin leicht verwundet. Sie wurden ins I! adassah-Krankeiihaus gebracht. In 1 f lailassah-Krankenliaus in Jerusalem ist der am IS. ,August bei einem Angriff auf Kirjatli Ana will! schwer verwandele Gtrshon M o s c 11 i i o w seinen Verletzungen er-! eg 0 11. Auf das Ahvaii-Viertel in I 1 11 e r i .1 s wurden von den Hügeln aus Schüsse ahgefeuert. I )er Amgnfi wurde mit Hilfe von T'r11i׳׳|H11׳verstärku11ge11 und i lug/eiigcn zuruckgeM lilagcn, wobei zwei Araber getötet wurden. Ein zweiter Angriff;1111 das Ahvah-Viertel wurde ebcnlalls erfolgreich abgtwehrt; verletzt wurde niemand. itn B r e n 11 e r ־ V 1 e r t c I 1 t! Tel- A w 1 w wurde ein Bombenanschlag veniht, der jedoch keine ernstlichen ioigen hatte, ))er Täter wurde von einem eng Iwchen Soldaten l rscli 0 sse 11, als er der Aufforderung zu halten nicht nachkam. Noch einer Meldung im amtlichen Coimminique ist ein Araber, der Schüsse auf eine Polizei-Patrouille in 11 e i s a 11 abgegeben hatte, von der transjordanischen Gren/wacht ers c 11 0 s s e 11 worden. Lin a r a bischer () b * t v e r L ä 11 f e r wurde auf dem Wege von Hebron nach ienwaUiu 111 der Nahe von Betitlehem überfallen und tödlich verwundet, fn der Nähe von Jaffa schleuderte ein Araber eine Bombe auf einen jüdischen Autobus. Verletzt wurde niemand. Der Täter wurde von dem der. Autobus eskortierenden Polizuteil c r s c 11 o s s e n. bei dem Gefeeht hei Dschenin wurde eine Araberin mit ihrem Kind tödlich getroffen, als sie in die Nähe des Kampfplatzes gerieten. Am Strand hei Bait W e g a n im Süden von Jaffa wurde ein Araber er d o lebt a u f g e f u 11 d u n. An der Küste hei Jaffa wurde ei« Araber von einer Kugel tödlich getroffen. Einige Passanten, die die Schüsse hörten, sahen, wie ein Boot mit Arabern gerade davonsegeite. Der Kommission entgegen Die arabische Tageszeitung ״Felestin" meidet, daß die Kgl. Kommission für Palästina gleich nach ihrer Ernenining ihre Arbeiten a 111 g c ti o 11! m c 11 habe. Die Kommission richtet telegraphische Anfragen über alle Gegenstände, die für sie Interesse haben, an die Palästina-Regierung. Alle Regierungsdepartenients seien mit der Vorbereitung angeforderten Materials beschäftigt. Wie Paicor erfährt, hat die Regierung ihren Sachverständigen für ßodenbewässerungs frage n, Mr. 1). G. Harris, beauftragt, alles politische, technische und adtninistrative Material zur Vorlage vor der Royal Comrnission zu sammeln. Harris kam im Janre 1935 nach Palästina, nachdem er vorher in Indien einen wichtigen Regierungsposten bekleidet hatte. Im Hinblick auf die Lage in Palästina hat die Regierung beschlossen, die bisher an Rcgierungsbeamtc erteilten U r - lau bs Bewilligungen z u r u c k z 11 ziehen.

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