Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 67 (21.8.1936)
- Date
- 1936-08-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 67 /׳ Jahrgang: 41 Preis 25 Rpl JÜDISCHE RDNDSCHAD 8chrlftleitnng,Verlag a. Anr.clgeoverwaltun^: BerlioW 15, Metnekeitr.lO Fernruf t Semmel •Nummer J 1 (Bismarck) 9031. — Bezugspreis einschließlich Bestellgeld je Monat RM 2t—, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 bxw. RM 5,39. —־ Postscheck - Konten der Vertriebs . Abteilung: Berlin 71573 (für Groß - Berlin), Berlin 17392 (für das übrige Reich), in Fallen höherer f»rw׳alt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder h!־statt ung etwa schon gezahlter Bezugsgebühren. — Erscheint jeden Dienstag and Freitag. Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich ■ rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. (Baseler Programm) BERLIN ג׳ אלול תרצ״ו FREITAG, 21. AUGUST 1936 Gültig» Anzelgenprelsliste Nr. 5. Die 12 gespaltene mm 2eile 20 Rpf., fiif Familien - Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von An/rigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen wird keine Gewahr geleistet. Grlrgcnbritsanzeigen nur gegen Voraviszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder n r Montag bis Freitag 9—18 Uhr. AnnahtnesrMuß für die Dienstag - Ausgabe Montag 10 Uhr, für die F re i t ה g - Ausgabe bM i 11 w o c h 13 Uhr. (Für Familien - Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Neuordnung der Reichsvertretung: — ein Neubeginn Nach vier Monaten Ein scharfer Appell der ״Times“ an England Vier Monate sind seit Ausbruch der Unruhen in Palästina verstriche«. Die im Laufe dieser Zeit immer wieder aufgetauditeu Hoffnungen auf ein Lmle dieses ,morinalen Zustandes haben!»drohen. Auch die Ernennung der Kgl. Untersuchungs-Kommission durch die englische Regierung ist wirkungslos geblieben. Die Vorgänge der let/ten Woche haben durch die A b s c 11 e 11 1 i c h k e i t und G raus a m k c i t der verübten Gewaltakte eine ungeheure Erregung hervorgerufeii, und diesmal scheinen sogar Anzeichen dafür vorhanden zu sein, daß die Entrüstung nicht nur ehe Juden, sondern auch weite n i c h t j ii d i s c 11 e Kreise, vor allem in England, ergriffen hat, nachdem eine zeiilang die englische öffentliche Meinung, die zu Beginn der Unruhen lebhaft protestiert hatte, sich den arabischen Forderungen geneigt gezeigt halte. Die Araber waren offenbar schlechte Taktiker, als sie auf die Ernennung der Kgl. Kommission so intransigent reagierten, trotzdem manche arabische Führer, vor allein Emir Abdullall und anscheinend auch die arabischen Könige von Irak und Saudia, ihnen rieten, nunmehr den Weg für die Arbeit der Kommission frei/ugeben und Verhandlungen ein/uleiten. Die englische öffentliche Meinung ist recht verstimmt, daß die Ernennung der Koinmissiou, die unwillkürlich als ein Entgegenkommen an die arabischen Rebellen atifgefalR wurde, keinen Widerhall gefunden hat. Die j ii d i s c 11 e W e 11 hat mit vv a c h s c 11 d c in B e - fremden die Entwicklung der Dinge beobachtet, und mau kann wohl sagen, dal! das Entsetzen über die letzten U11taten allgemein ist. Niemand kann verstehen, wieso es der englischen Macht bei einen! Trnppenaufgebot von 13 000Mann nicht gelingt, das kleine Land zu pa/ifizieren, warum immer wichtige Punkte und Kommunikationen unbewacht bleiben und Sabotageakten ausgesetzt sind, wieso so große militärische Aktionen gegen den Herd der Unruhen völlig erfolglos bleihen Ovie z. B. jene Aktion gegen das Bergland von Nablus, bei der man auch nicht einen einzigen arabischen Freischärler fand, was nur damit zu erklären ist, daß der streng geheim gehaltene Plan zu diesem Vorgehen doch auf irgendeine Weise den Arabern verraten wurde). Die jüdische Weit hat sich in diesen schm er^erfüllten Monaten bemüht, für die Schwierigkeiten Englands, für die komplizierte Aufgabe der Palästina-Regierung, auch für die Selten vor einer unbnrmherzigen, mit Vernichtung vieler Menschenleben verbundenen militärischen Operation Verständnis zu haben. Allmählich aber fragt man sich, wie diese Sache weiter gelten soll. Der Jischuw bat itn richtigen Augenblick eine überaus eindrucksvolle Kundgebung durch seine Delegierten-Versamirilung, Assefath Haniwcharim, erassen. Die Judenheit der Galuth stimmt dieser Kundgebung zu und unterstützt die darin ausgesprochenen Forderungen. Die Judenheit erwartet von England, daß es nunmehr Mittel und Wege finde, den (111 ruhe 11 ein Ende zu mache 11 und zu zeigen, daß die englische Macht sich nicht derartigen Gewaltakten beugt. Es wäre unverständlich, wenn England wirklich sein!*festige aufs Spiel setzen wollte, denn dann wäre ein ständiges weiteres Nadigeben unvermeidlich, und nicht mir das Mandat, sondern auch a 11 d e r e wesentliche englische Interessen wären dann in Frage gestellt. Wir köunen nicht glauben, daß in der heutigen politischen Weltkrise England tatsächlich ein solches Risiko auf sielt nehmen will. In dieser Beziehung ist der Leitartikel der ״Times“ vom!9. 8. charakteristisch, der zum ersten Male unmißverständlich ansspricht, daß England eine Fortdauer der jetzigen Verhältnisse in Palästina nicht dulden könne. Dagegen muß die soeben gemeldete Antwort Ornisby-fiores auf das Memorandum der unbotmäßigen arabischen Beamten, falls diese Nachricht sich bestätigt, den stärksten Protest hervorrufen. Diese Antwort würde bedeute״, daß England entgegen all seinen Verwaltungsgrundsiitzen eine politische Opposition der Beamten wohlwollend hin nimmt. Von den Juden Deutschlands ist eine grobe Zahl in den letzten drei Jahren nach liier eingewandert und hat wesentliche wirtschaftliche und kulturelle Beiträge zum z\ufbau des Landes geleistet. Diese Juden kamen ins Land im Vertrauen auf England, auf den Wortlaut des Mandates und auf die eindeutige und klare internationale Verpflichtung. Die Auswanderung von J u d e 11 a 11s Deutschland (e b c n s o w i e a 11 s a 11 d e r e!1 L ä n d e r 11) ist a 1t c 11 in Zukunft eine u 11 a b w e 11 d bare Not vv endigkeit. Die Juden Deutschlands sind daher berechtigt, auch ihrerseits die Forderung zu erheben, daß nunmehr, da alle bishertgen Versuche nichts genutzt haben, mit der leider notwendig gewordenen Strenge und Entschiedenheit die Ordnung wicderlicrgestellt wird. Wir verkennen dabei nicht, daß die politischen und wirtschaftlich e 11 P r o b I e nt e des Landes einer Klärung bedürfen, daß die arabisci1-!1alionale Bewegung ein Faktor von Bedeutung ist und daß es datauf ankommt, eine grundsätzliche Formel und eine praktische P o I i t i k zu finden, die die geeignete Basis für die nächste Zukunft Palästinas bilden können. Die Juden werden gewiß bereit sein, hierzu ihre Beiträge zu leisten. Wir nehmen an, daß das Zionistische Aktions-Com i t e, das nächste Woche in Zürich Zusammentritt, sich auch hierzu äußern wird. Aber um solche Gedanken, die auf ein Wohlergehen Palästinas und auf eine künftige harmonische Zusammenarbeit seiner Völker abziden, fruchtbar zu machen, bedarf es zunächst einer Atmosphäre der Ruhe und der Verliatidlungsbereitschaft. Die bisherige schwankende Hait tt 11 g Englands hat das Uebel nur vermehrt. Ein eindeutiges und energisches Auftreten würde sicherlich den Boden für einen Neuheginn vorhemten. Erst wenn diese klaren Verhältnisse geschaffen sind, kann unter die Vergangenheit mit ihren schweren und beklagenswerten Opfern ein Strich gezogen werden. Auf jeden Krieg, auch auf einen Bürgerkrieg, muß ein Frieden folgen, der die psychologischen Voraus- Setzungen für das weitere Leben schafft. Vielleicht ist der Leitartikel der ״Times“ ein Zeichen dafür, daß wir jetzt in ein neues Stadium eintreten. * Der Artikel der ״Times“ Die Londoner ״Times“ vom 19. d. M. widmet ihren ersten Leitartikel .,Gewalttaten in Palästina“ den Ereignissen der letzten Tage. Es zeige sich, so schreibt das Blatt, daß die arabische Bewegung• völlig der Kontrolle der a r a b i s c h c n Führer entglitt c n ist. Die Zeitung charakterisiert einige der letzten Untaten und meint, diese seien als die Antwort zu werten, die die Extremisten nach kurzer und irreführender Ruhe auf die Ernennung der Königliehen Kommission für Palästina erteilten. Diese Richtung glaube durch verstärkte Angriffe auf die Armee, die Polizei, die Juden und jene Araber, die zur Mäßigung rieten, sowie durch Drohungen gegen britische Beamte die Mandatsregierting z u Zugeständnissen zwingen zu können, die praktisch einer Verletzung der M a n d a 1 s b e s jt i 111 ־ mutigen gleichkämen. Sie behaupteten, kein Vertrauen zur Uiitersuchungskommission zu Italien, sie seien gegen jede vveitcre jüdische Einwanderung und gegen den jüdischer! Gleichberechtiguiigsanspruch, und sie seien durch das Versagen d e r amtlichen Stellen in der LJ 111 e r d r ii c k u 11 g der Unruhen in iiiretn Vorgehen ermutigt worden. Der Artikel beschäftigt sich dann mit den sachlichen Sch w i er i g k e i t e n, gegen die arabischen Bauden vorzugehen. Sie lägen 11. a. auch in dem Versagen der Mandatsverwaltung in der Vergangenheit. Es w.äre nicht schwer gewesen, das Land nach dem Kriege oder seihst nach dem Aufruhr von 1930 zu entwaffnen. Die Strafen für unerlaubten Besitz von Waffen oder Sprengstoffen seien viel zu milde gewesen, um den berufsmäßigen Schmuggel abzuschrecken. Selbst jetzt liege noch kein Beweis dafür vor, daß man gegen diejenigen, die mit der Waffe in der Hand gefangen würden, die strengen Strafen anwende, die vor einiger Zeit angedroht worden seien. Andererseits lägen hinreichende Beweise für das Bestehen eines Bruches zwischen der Mandatsvenval■ t u tt g und der palästinensischen Rechtspflege vor, die natürlich von den Arabern ausgemit/t würden. Die größte Schwierigkeit für die Truppen ergebe sich jedoch dadurch, daß noch nicht das S t a n d r e c 111 verk ii n (I e I worden sei. Die ständigen Ausschreitungen der Araber stellten die Geduld der jüdischen Bevölkerung auf eine schwere Probe. Am Montag sei auf einen Zug, aus dem eine Bombe auf eine Straße bei Tel-Awiw geworfen worden sei, geschossen wurden, was verschiedene Opfer gekostet habe. Mail könne aiuiehmen, daß es sich dabei um die erste jüd i s e 11 e V e r g e 1111 11 g s m a II 1! a h in e gehandelt habe. Man erwarte jedoch, daß die zionistischen Leiter auch weiter ihre Leute, die unter Provokation große Selbstdisziplin und Seihstkontrolle gezeigt hätten, zur Zurückhaltung veranlassen körnttcn. Außerdem werde d i e j ii d i s c 11 e B e Völker 11 n g durch (! c r ii c h t e he u 11 r u h i g־ t, d a ß e i ח e vor ii hergehend e E i n w a n d er 11 ngs sperre g e p I a n t s e i. Nach allem, was sich in den vier Monaten ereignet habe, seien diese Befürchtungen v e r st ii 11 d I i c 11. Es sei jedoch unvorstellbar, daß die britische Regierung eine solche Politik beabsichtige, nachdem sie vor aller Welt erklärt habe, daß die Kommission nicht nach Palästina gehen werde, bevor die Ordnung wiederhergestellt sei, und daß man nicht der Gewalt nachgeben werde. Falls die Kommission feststellen sollte, daß die jüdische Einwanderung über die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit Palästinas hiiiausgegangei! sei, und entsprechende Vorschläge machen würde, müsse man sich mit ihnen auscinandersctzeu. Aber eine vorläufige Aufhebung der Einwanderung in der vagen Hoffnung, die arabischen Unzufriedenen zu besänftigen oder eine neue Basis für die künftigen Eiuwanderungsbestimmungen zu finden, sei weder mutig noch logisch. Ein System zu ändern, bevor die eigentliche Untersuchung beginne,' würde die Möglichkeit einer unabhängigen Prüfung beseitigen. Ein solches Vorg c h e n w ü r d e d a s V e r t r a u tn der Juden, nicht nur in P a I ä s t i 11 a, in di e G erechtigkeit und den guten Willen der M a 11 d atsregicrung e r s c h ii ו - t e r n. Es würde außerdem nicht nur n e u c Forderung e n der Araber hervorrufen und zu neuen Ausschrcitungen anrei/.on, sondern würde Palästina mich lehren, daß sich die A 11 w c n d!1 n g von G e vv a I t 10 h n e. Und diese Lehre würde von härteren und gefährlicheren Elementen als den palästinensis hen Schutzen nt Herzen genommen werden. Furchtsamkeit sei bestimmt keine politische Tugend. Von Siegfried Moses Die Nachricht, daß in diesen Tagen die Vcrliandlttngen um die Umbildung des Prasidialausschusses der Reichsvertretung, die Verstärkung ihrer Geschäftsführung und die Schaffung eines neuen Gremiums im Rahmen der Organisation der Reichsvertretung zum Abschluß gelangt sind, wird gewiß allenthalben mit Genugtuung begrüßt werden. Allzu lange haben diese Verhandlungen gewährt. Die Dauer der Erörterungen, die durch die■ zionistische Fordertiug nach einer Verstärkung des zionistischen Lin- Busses ausgelöst wurden, stand in einem schwer ertragbaren Mißverhältnis zu der jüdischen Situation; sie hätte rasche Entschlüsse über Vorschläge erfordert, die gradlinig und zwingend einen Weg zeigten, die Leistlingsfähigkeit der zentralen Instanz der Juden in Deutschland gerade auf den heute wichtigsten Gebieten zu steigern und zu sichern. Die Reichsvertretung ist itn Jahre 1933 entstanden; sie ist zugleich die oberste und die jüngste Instanz für die jüdische (iemcinsehaftsarheit in Deutschland. Zeitpunkt und Art ihrer Gründung haben ihr von vornherein ein Gepräge gegeben, das günstige Perspektiven für eine sachliche und fordernde Arbeit croffncte. Denn diejenigen, die die Schaffung der zentralen Instanz betrieben und durchfi'ilirten, und diejenigen, die die Arbeit in ihr übernahmen, kamen zum größten Teil nicht aus den überalterten Gremien der jüdischen Körperschaften in .Deutschland, wenn sie auch in enger Fühlung mit allen Instanzen und Kreisen der judenheit in Deutschland standen. Und so gelang cs in diesen drei Jahren, in der Reichsvertretung ein Organ aufznbaucti, das Autorität innerhalb der Judenheit Deutschlands, Verständnis für die neuen und vielfach so schmerzlichen Erkenntnisse, die diese Jahre uns brachten, und Bereitschaft und Fähigkeit zu aktivem Tun in den durch ättOere Verhältnisse gegebenen Grenzen in sich vereinigt. Um so selbstverständlicher hätte es sein müssen und sein sollen, daß dieses zentrale Organ eine organische Fortbildung durch angemessene Verstärkung des zionistisehen Einflusses erfahrt, nachdem die ganze Ent- Wicklung unablässig j״ diese Richtung drängt: seit 1933 hatte sich das Verhältnis der Juden Deutschlands zum Paliistina-Prohtem und zur Auswatulcmrigsfrage überhaupt, zum jüdischen Schulwesen und zu den Fragen der Berufsausbildung und der Berufswahl grundlegend verändert; und gleichzeitig hatten die Zionisten gezeigt, daß sie nicht nur die zionistischen Gesichtspunkte geltend zu machen und in der Arbeit zu realisieren verstanden, sondern auch für die Bedürfnisse der dem Zionismus mehr oder weniger fernstehenden Kreise grundsätzlich und praktisch eintrafen. Wenn es gleichwohl so langer Verhandlungen und Erörterungen hedurfte, bis die von uns geforderte Umbildung vor sich ging, so beruht das im wesentlichen darauf, daß jene 1933 tiberramiteti Kräfte sich hemmend einschaltcn kannten, als wir — verantwortungsbewußt ׳• die Neuordnung nicht durch einen Akt nach den! Muster der Gründung, sondern eben durch eine von der Zustimmung aller in Frage kommenden Instanzen getragene neue Entwichlungsstufe beirieben. Die Verständigung ist dadurch erzielt worden, daß den Gemeindeierhänden und Gemeinden eine verfassiingsmiißige Verankerung ihrer Teilnahme au der Arbeit der Reichsvertretung eingeräumt wurde. Da die Reichs- Vertretung auf eine verständnisvolle Mitarbeit dieser Instanzen angewiesen ist und sie auch schon bis jetzt stets erstrebt und größtenteils erwirkt hat, darf man hoffen, daß auch die Schaffung des ״Rats bei cier Reichsvertretung“ sich im Rahmen der Neuordnung bewähren wird. Von den Mitgliedern des Rats wird ein Drifte! nicht von den Landesverbänden und Gemeinden entsandt, sondern unmittelbar berufen; dieser Teil der Ratsmitglieder besteht zur Hälfte aus Zionisten, zur Hälfte aus Nichtzionisten. In den Gemeindeverbänden, die den größeren Teil der Ratsmitglieder stellen, hat sich die Erkenntnis, daß den Zionisten die Möglichkeit zu gleichberechtigter Mitarbeit itt allen jüdischen Instanzen gebührt, zum Teil schon durchgesetz.t, zttnt Teil wird sie sieh gerade nach der bei der Reichsvertretung erfolgten Neuordnung noch durchsetzen müssen und durchsetzen. Die Exekutive der Reichsvertretung verbleibt dem Präsidialausschuß, der weiterhin unter dem Präsidium von Dr. Leo Bacck s'cht, dessen Wahl zum Präsidenten der Reichsvertretung sich als glücklich erwiesen hat.