Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-08-14 · Heft 65 (14.8.1936) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 65 (14.8.1936)
Date
1936-08-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653984--29311-2690834
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 65. U. VIII. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Sir Flinders Fetrie zur Bodenfrage In den englischen Zeitungen werden die Zuschriften, die ach a;T die Palästina-Frage beziehen, weiter fortgesetzt. Eine besondere Erwähnung verdient ein Brief des hochangesehenen Archäologen Sir Flinders Petri e, der durch seine Ausgrabungen in Aegypten und neuerdings auch in Südpalästina einer größeren (!)Öffentlichkeit in der ganzen Welt bekannt ist. Sir Flinders, der sich gegenwärtig in Jerusalem aufhält, hat sich schon kürzlich in der ״Palcstine Post“ zur Palästina-Frage geäußert (vgl. ״J. R.“ Nr. 59). Nunmehr gibt er in der ״Times“ seine Anschauungen über das Boden- Problem wieder. Er schickt voraus, daß er ein großer reund des arabischen Volkes ist. Ich habe, so schreibt er, mit ägyptischen Arabern über 40 Jahre und mit palästinensisdhcn Arabern 10 Jahre lang gearbeitet. Mein Herz gehört den Arabern, mein Kopf aber bewundert den von Juden geschaffenen Fortschritt der Zivilisation, der auch für die Araber Palästinas wesentlich ist. Der Hauptpunkt der gegenwärtigen Frage ist die Verwendung des Bodens. Der Boden ist heute meist durch den Mißbrauch, den die Araber mit ihm getrieben haben, vergeudet. Pas Land wird durch die Regengüsse, die den besten Boden ins Meer schwemmen, immer mehr verschlechtert und gibt nur schlechte Ernten. Wenn man den einzelnen Bauern kleine Darlehen gäbe, so könnten sie den Boden so verbessern, daß er fünf- oder zehnmal so viel ergibt. Die Araber haben aber dazu keine Initiative. Wenn das l.and durch eine richtige Verwaltung kontrolliert wird, könnte es drei- oder viermal so viel Bevölkerung aufnehmen wie heute. Der Araber braucht heute dreißig Acre zur Er- Jiährung seiner Familie, der Jude nur fünf, Die jüdische Art der Fütterung der Kühe ergibt siebenmal so viel Milch wie die arabische. Ich schlage daher vor, so schließt Sir Flinders, daß die Araber systematisch ausgebildet werden und mau ihnen schrittweise und durch Unterstützung aus einem Ent- Wicklungsfonds hilft. Der Fonds ist durch Besteuerung aller großen Boden verkaufe zu schaffen. Die Juden stehen positiv zu einem solchen Vorschläge, die Araber aber zeigen nur gekränkten Stolz. . In einer anderen Zeitschrift an die ״Times“ wird von einem Einsender betont, daß die Untersuchungs-Kommission sich nicht mit der Vergangenheit befassen sollte, denn die allgemeinen Ursachen der Unruhen seien genügend bekannt, sondern sollte lediglich einen modus vivendi für die nächsten zwanzig Jahre finden, dem die Gemäßigten auf beiden Seiten zustimmen können. Der Schreiber glaubt, daß keine Lösung, die nicht den Arabern mehr Sicherheit durch Einschränkung des Bodenverkaufes in gewissen Gebieten und den Juden größere Möglichkeiten für die Entwicklung anderer Gebiete gibt, beide Seiten befriedigen wird. Auch Sir Arnold Wilson meldet sich wieder zum Wort mit seinem antijüdischen Standpunkt Von anderen Schreibern wird gegen ihn Stellung genommen. Die ״Rassco“• Arbeit in Herzlia Wir erhalten folgenden Bericht: Die Sicdlungsarbeiten der ״Rural and Suburban Settlement Company (Rassco)“ in Herzlia sind der Vollendung ein gutes Stück näher gerückt. Die Verkehrsschwierigkeiten, die sich aus den Araber- Unruhen ergeben, haben die Vorbereitungen für den Aufbau bisher nicht in Mitleidenschaft gezogen. So konnte mit dem Bau einer drei Kilometer langen Straße begonnen werden, die den Kern des neuen Siedlungsgeländes mit dem Zentrum des bestehenden Siedlungspunktes Herzlia Gimmel verhjndet. Da die Gesellschaft über die 690 Dunam Boden, die für die neue Mittelst,־imlsrtedlung vorgesehen sind, mmmehr in vollem Umfang verfügt, konnte jetzt der endgültige Parzcllicrungsplan fertiggestellt werden; die Herausgabe des ausführlichen Prospektes, der den Interessenten alle Einzelhfiten mitteilen wird, und damit der Beginn des Verkaufs der Siedlerstellen ist in Kürze zu erwarten. Wie bekannt, sollen 40 Vollwirtschaften von je 10—12 Dunam für den Anbau von Futtermitteln, Gemüse und Obst sowie für Hühner- und Viehwirtschaft geschaffen werden, ferner 29 Hilfswirtschäften von je 2 2׳!> Dunain für solche Siedler, die Nebeneinkünfte aus anderweitiger Arbeit oder aus Kapitalerträgen haben und endlich eine Anzahl reiner Wohnparzcllen und Siedlerstellen für Handwerker. Die Wohnhäuser aller Siedler — jedes selbstverständlich im eigenen Garten — werden in einer Gruppe auf einem 30 m hohen Hügel, 1 kn1 vom Meere entfernt, zusammen־ liegen. Von diesen! Wo 1111 Zentrum aus, das reichlich von Grünflächen durchsetzt und von einer Straße umschlossen sein wird, werden sich strahlenförmig die landwirtschaftlichen Nutzparzellcn nach allen Seiten hin ausbreiten. Man will damit allen Siedlern gleichmäßig die Vorteile der gcschlossenen Wohnsiedlung an dem klimatisch günstigsten Punkt zukommen lassen und doch dem einzelnen einen weiten Weg zu seiner landwirtschaftlichen Arbeitsstätte ersparen. Die Kosten für die größte Siedlimgseinheit, also die landwirtschaftliche Vollsiedlung von 10 12 Dunam, werden einsdiließlieh alles lebenden und toten Inventars, eines Zwei-Zimmer- Hauses, der Stallungen sowie des Beitrags für die Kooperativen auf zirka CP 1650 veranschlagt. Außerdem aber wird die ״Rassco“, den Erfahrungen mancher anderer Mittel- Standssiedler Rechnung tragend, die Sicherstellung eines Reservekapitals von zirka £P 100 fordern, das Eigentum des Siedlers bleibt und den Lebensunterhalt in der ersten Zeit der Einordnung gewährleisten soll. Neue Jugendzertifikate Die Regierung hat der Jewish Agency 100 Zertiflkate für die Jugcndalijah aus Deutschland zugestellt. Die Jugend Zertifikate waren bisher, wie die Zertifikate für Studenten, in einem besonderen Schedule vorgesehen, für das die Jewish Agency eine Anzahl von 450 beantragt hatte; diesem Anträge ist jedoch seitens der Regierung nicht stattgegeben worden. (Paicor.) Die Außenhandelsbeziehungen zwischen Rumänien und Palästina haben sich im Jahre 1935 und auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres sehr vergrößert. Rumänien führte 1935 für 408 Millionen Lei (1934 315 Millionen Lei) nach Palästina aus, während es nur für 56 bzw. 38 Millionen Lei einführte. Es ergab sich also ein Aktivsaldo zugunsten Rumäniens von 352 bzw. 277 Millionen Lei. In den ersten vier Monaten des Jahres 1936 beträgt der Ausfuhrüberschuß 64 Millionen Lei. Es wurden für 103 Millionen Lei Waren aus- und für 39 Millionen Lei Waren eingeführt. Von der Woche Die Tel-Awiwer Mole, die eine Länge von 120 Metern erreicht hat, ist fcrtiggestcllt worden. Der Waad Lcumi hat gemeinsam mit der Tel-Awiwer Gemeinde die Flüchtlingsfürsorge übernommen. Damit ist der erste Schritt zur Lösung dieses Problems getan. Der am 1. August in Haifa verwundete 24jährige Joseph Kaleb ist seinen Verletzungen erlegen. Ein schwerer Unfall ereignete sich, als ein Güterzug mit einer auf dein Gelcis stehenden Lokomotive bei Rasclain zusammenstieß. Zwei Bahnarbeiter wurden getötet und mchrerc verletzt. Die Exekutive der Landarbeitergewerkschaft (Merkas Chaklai) hat dem Einwanderungsdepartment vorgeschlagen, die in den nächsten Wochen zu erwartenden über 1900 neuen Einwanderer auf verschiedene landwirtschaftliche Siedlungen zu verteilen. Amtlich wird bekanntgegeben,, daß Ende April 1936 in Palästina Münzen und Noten im Gesamtbetrag von 6 211 135 Pfund im Umlauf waren. Im Jahre 1935 beförderten die Imperial Airways 156 Fluggäste nach Palästina und 104 von dort nach Europa Die ägyptischer! Misr Airvvorks beförderten insgesamt 1269 Fluggäste. Lieber den Flugverkehr nach, und über Cypcrn wird bekannt, daß 1935 insgesamt 22 Flugzeuge ankamen, mit denen 51 Fluggäste eintrafen und 54 abreisten. Von ihnen kamen 14 aus Palästina. Demnächst erscheint: Dr. Michael Traub DIB JÜDISCHE AUSWANDERUNG AUS DEUTSCHLAND Jüdische Wanderungen vor und nach dem Kriege / Die jüdische Auswanderung aus Deutsddand seit 1933 Wanderungsplan für die Zukunft / Jiid. Wanderungspolitik Außerpalästinensische Siedlungsvcrsudie Preis Zu beziehen durch den Buchhandel (vfl D f oder direkt gegen Voreinsendung des UU Kpr. Betrages zuzüglich Porto vom Verlag der JÜDISCHEN RUNDSCHAU Berlin W J5׳ Meinekestraße 10 / Ruf J 1 9031 Postscheckkonto der Verlagsabteilung Berlin 71576 Die Direktoren der General Mortgage Bank of Palestine haben beschlossen, für das Jahr 1936 zum 1. September eine Zwischcndividcndc in I lohe von 3 <>״ auf alle ausgegebenen Aktien der Gesellschaft zu zahlen. Dies ist das erstemal, daß die Bank eine Zwischendividende nicht allein auf die Vorzugsaktien, sondern auch auf die ordentlichen Aktien auszahlt. Die S a 1 z p r o d u k t i o n ist in den letzten fünf Jahren dauernd gestiegen. In Atlit und Dschebal Usdom am Toten Meer wurden 1931: 7,593.700 kg, 1932 : 8,015.800 kg, 1933; 8,101.400 kg, 1934; 9,389.010 kg und 1935; 10,375.700 kg Salz gewonnen. Der Icttländische Konsul in Jerusalem, der gegenwärtig in Riga weilt, teilte mit, daß Palästina in Lettland im Jahre 1935 für 60 000 Pfund Waren gekauft hat, während Lettland aus Palästina nur für 9000 Pfund bezog. In Palästina bestehe besonderes Interesse für Icttländische Butter. Der Konsul will eine iettiändisch-paSästinensische Handelskammer ins Leben rufen. Die Einnahmen des Keren Hajessod in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 3696 haben den Betrag von 230 495 Pfund erreicht gegenüber 201 763 Pfund in der gleichen Periode des vorigen Jahres. Felix-Warburg-Stipendium. Die Hebräische Universität Jerusalem teilt mit: Aus einem Fonds, den die Kinder des Herrn Felix Warbtirg auf den Namen ihres Vaters errichtet haben, wird alljährlich ein Stipendium für eine Forsdumgsarbeit auf dem Gebiete der öffentlichen G e s u!! d 11 e i t s - pflege zur Verfügung gestellt. Die Zinsen betragen in diesem Jahr £P 120. Das Stipendium ist für einen jungen Wissenschaftler bestimmt, der seine ganze Arbeitskraft dieser Wissenschaft will inet. Die Arbeit soll ein Problem der Volksgesundheit, das von besonderer Bedeutung für Palästina ist, behandeln und muß in der Abteilung für Hygiene und Bakteriologie der Hebräischen Universität fcrtiggestcllt werden. Anmeldungen mit Lebenslauf, Referenzen und " Angabe des zu bearbeitenden Themas usw. müssen bis zum 15. 9. 1936 an den Leiter der Abteilung für Hygiene und Bakteriologie der Hebräischen Universität eingereicht werden. Für Verwendung von Wachthunden. Man schreibt uns: Der ״Dawar״ veröffentlichte folgendes Eingesandt: In normalen Zeiten hat man sich bei uns wenig um eine systematische Verbesserung des Waelitdicnstcs gekümmert, und so ist auch ein wichtiger Helfer des Wächters, der H u n d, bei uns fast ganz, ungenutzt. Die Gefahr, unvorbereitet angegriffen zu werden, ist für den Wächter viel geringer, wenn ihm der Hund zur Seite sieht. Der Hund sieht viermal so weit wie der Wächter und hört sechsmal so weit. Er kann seinen Herrn warnen, er kann einen Angreifer sogar in Schach halten. Man muß natürlich eine besonders gute Hunderasse wählen, aber das würde sich durch Ersparnisse im Wachtdienst bald bezahlt machen. Man sollte sich in Palästina mit der Hundezucht befassen und die Versorgung mit Wachthunden gut organisieren. fukUtc ncuk ScUsw* Woran unterscheidet man jetzt eine Jüdin von einer Araberin? Die Jüdin trägt den Abatiacli (die große, grüne Wassermelone) mühsam in ihrer Einholetasche oder unter dem Arm nach Hause, die Araberin trägt ihn mühelos auf dem Kopf. Ueberall liegen jetzt die grünen Kugeln, wie Kür* bisse groß, zu Bergen aufgeschichtet vor und in den Läden, für einen Piaster (== )2 Pfennig) kauft man eine Frucht, Mit einem starken e.-.ser muß man die Kugel aufschneidcn, sie incinzeineScheiben .gen und kann וזייי’־ das im Innern sitzende rote Fruchtfleisch genießen, nachdem man die zahlreichen dunklen Kerne entfernt hat. Die Frucht ist sehr wasserig und ist daher in וןןיךיד'׳ warmen Klima sehr erfrischend. Ftwas teurer und nicht so häufig ist die kleine gelbe Zuckerinelonc. Ihr gelbes Fruchtfleisch wird gern gegessen, nachdem man cs aut Fis gekühlt hat. Was aber noch sonst dazu zu sagen ist, sollen die I 1!•■׳Sfn>• tu in dem neuen Kochbuch der Wizo ״Wie kocht mail in Ercz Israel“ nachlesen. Gleichzeitig mit der Melone sind An Stella trinkt man bausajt) an 1 (Orangensaft) [mnvim (Trau- Üpnstein, Tel -Awiw! ule W e 1 n t r a 11 b e u auf dem Markt erschienen. Wein tiberall, in Hülle und Fidle, grüner und blauer, Muskat und anderer, Trauben von biblischer Größe. Das Fmek hat die ersten I afeltraubcn auf den Markt gebracht, der ״Ba/u", die Traebeiiernte, ist ntxh überall im Gange, 1 hinderte von Arbeitern sind aus den Städten in die Kolonien gegangen. Su.11 ron Jaakow, die Weinbau-Kolonie, fuhrt, /um ersten Male seit ihrem Bestehen,, die Traubencmte mit!ein jüdischer Arbeit durch. Die Städter erhalten von ihren I reiintleu aus den Lilick-Koloiiien die frisch geernteten Fruchte. Der reiche Segen dieses Jahres muß im wesentlichen vom InLuidsinaikt konsumiert werden, .soweit! die Trauben nicht in die Weinkelter gelten; denn die Herstellung von Traubemiuirniektde wird zwar in den .Siedlungen für den eigenen Bedarf, alter sonst noch nicht fabrikmäßig betrieben. Maßgebende Tel-Awiwer Aer/te halten uns in einem Aufruf darüber bei eint, daß gerade der Genuß von Weintraubcti außerordentlich gesUiKlheiisfördenid ist, und so geilt inan um so lieber an die nationale Pflichterfüllung und verzehrt die Weintrauben oder trinkt den ״Miz. Anawim“, den frischen Traubensaft mit Genuß und in eiern Bewußtsein, national zu handeln. Dir Iw Pfund zahlt man in diesem Jahre etwa 2 Piaster ( 23 Pfennig), die Ware ist teurer als im vorigen Jahre. Noch eine dritte Frucht ist augenblicklich saisongemäß: der Mais, hier Tyras genannt. Die Händler stehen auf der Straße mit großen Kesseln, in denen •sie Wasser durch eine Ofenröhre erwärmen, und so verkaufen sie den Mais brühwarm an die Liebhaber. Daneben gibt es noch einheimische und importierte Pflaumen, nicht in sehr großen Quantitäten und Verhältnis* mäßig teuer, wenig importierte Kirschen, kleine einheimische Birnen und Aepfel. Importierte amerikanische Aepfel gibt es das ganze Jahr, sehr teuer, ein mittelgroßer Apfel kostet 1 Piaster. Dies Obst ist aber ein Ersatz in der Zeit, in der es sonst keine einheimischen Fruchte gibt, nämlich nach dem Auf hören von Grapefruit und ()rangen im April Mai bis zum Erscheinen der Melonen und Trauben im Juli. Fs gibt z,war nach den Orangen noch Aprikosen, genannt Miseh-Misch, und eine Art Mispeln, genannt INkedinje — eine Frucht wie eine kleine Birne, säuerlich mit Kir.-chgcschiuack und zwei großen Kernen im Innern — aber beide nur kurze Zeit und nicht immer in großen Quantitäten. Dr. Albert B a e r, Haifa Kunst in Haifa Die ״Tewat Noach“ setzt mit großer Rührigkeit ihre Arbeit fort. Zwischen dem eisten und zweiten Programm entstand eine kurze Pause, aber inzwischen war der Rahmen des Kleinkabaretts schon durch eine Vorstellung in dein großen ״Orah"-Kino und eine spatere in der Makkabihalle gesprengt worden, und im gleichen Momenl, in dem ״Matate“ einen Besuch in I lait',1 ankuinligt, stellen (iast-pklpläne für Tel-Awiw vor dem AK-ehluß. I biabhangig davon geht der regelmäßige Spielplan in den intimen Raumeil der Kleinkunstbühne weiter, und;וווו I. August ging da.- zweite- Programm der Neugrunduiig erstmalig über die Bretter. Das Darstellerkollektiv ist mit einer Ausnahme das alte geblieben; das neue Mitglied ist die in Haifa bekannte Tanz- und fivmnastiklehrerin T r a 11 tu a n 11, die zwei verhältnismäßig kurze Auftritte hat, die ein endgültiges Urteil über ihre Begabung als Solotänzerin nicht ,׳t1la--cn. Von den aus dem ersten Programni bekannten Kräften begrüßt man wieder Frau Hirt Ir. Frau Wein schall spielt sieh in Brechts ״Anna Cash“ freier als sonst lind sollte diese gelockerte Darstellungsart weiter bevorzugen. Hans Belial, Leiter und Regisseur des Unternehmens, schleudert selbst wieder kräftig seine Pointen ins Parkett — zum großen Teil stammen auch die Texte, die von Schlonsky, Alfermann und BenSchcffcr übersetzt sind, von ihm B e r I i 11 s ki bevorzugt nach wie vor mit Recht das grotesk-parodistisclie Fach, und Berger bleibt der nicht süßlich wirkende, gern gesellene Liebnaher mit guten Ansätzen zum Komischen (״Beim Zahnarzt“). Dr. Alsbergs Kompositionen gehen ins Ohr und bleiben teilweise länger!!äugen; Baß’ Dekorationen erreichen auf einfachste Weise die notwendigen Effekte. Auf musikalischem Gebiet ist sommerliche Flaute, doch fanden zwei weitere Schallplattenkonzerte in Haifa statt, denen demnächst erstmalig eins in Kirjath-Bialik folgt, während im neuen Teltscli-I laus auf dem Karmel ein Kammermusikabend und ein Vokalkonzert sfaftfanden, Alfred Markus (Schluß des Palästina-Teils) INTERNATIONALE SAIOIEL- UND ÜBERSEE- VERKEHRS-« MBH HKliO JACOB ANFRAGEN: (FROHER IN FIRMA JACOB & VALENTIN) Frachtagentur der London & North Eastern Raliway für den Schnellverkehr BERLIN NW 40 / HEIDESTRASSE 73 Hoek van Holland - Harwich. — Ablieferung binnen 20 Stunden ab Berlin (nah• Lehrter Bahnhof)! F«m1pred>er: Sammei-Nummer c 5 4718 Umzüge nad> England ohn• Umladung in Fährbootwagen ✓ Expedition von Reisegepäck im täglichen Ladungsdienst / Umzüge nadi dem Ausland und Obersee in liftvans

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.