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Jüdische Rundschau · 1936-08-11 · Heft 64 (11.8.1936) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 64 (11.8.1936)
Date
1936-08-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ת N Nr. 64 / Jahrgang 4t Preis 25 Rpf. JÜDISCHE RUNDSCHAU SchrlMeltang,Verlag a. AnnlganverwaHang: Berlin W1S, Melnekeetr.10 Fernrafi Sammet. Nummer J1 (BUmarck) 9031,-- B«usr»pms «inschiitBlich BrsUllgrld je Monnt RM 2,—, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 biw. RM 5,39. — Postscheck - Konten der Vertriebs .Abteilung; Berlin 71573 (für Groß Berlin), Berlin 17392 (für eins übrige Reich), ln füllen höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon geiahlter Ber.ugsjehührvn. — Erscheint jeden Dlen.tag and Freitag. Der Zionismus erstreb« filr das jüdische Volk die BERLIN כ״ג אב תרצ״ו DIENSTAG, 11. AUGUST 1936 Schäftung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Gttltifft AnzelgenpreUlUte Nr. 5. Die 12 gespaltene mm * Zeile 20 Rpf., für Familien * Nachrichten 15 Rpf. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmtefl Ausgaben oder an bestimmten Platzen wird keine Gewahr geleistet- Gelegenheit*- Anzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 0 — 8 ן Uhr. AnnanrneschluB für dia Dienstag - Ausgabe Montag 10 Uhr. für die Freitag -Ausgab« Mitt woeb 13 Uhr. (Für Familien - Anzeigen am Tag vor F.rscheincn 13 Uhr) Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) Rechtsgleichheit zweier Völker Anierys Vorschlag zur Lösung der Palästinafrage Die Londoner ״T i!11 e s“ von! Sonnabend, 8. August, veroffentlicht einen sehr ausführlichen Brief des ehemaligen engfischen Kolonialministers, L. S. A in e r y, der bekanntlich schon seit der Kriegs/eit mit der Palüstinafragt' gut Vertraut ist. Wie immer die Haltung des Einzelnen 711 den strittigen Palästinafragen sein mag, wir alle — so schreibt Amerv - können nur mit Beunruhigung die Aussichten auf einen endlosen Kampf rivalisierender Ansprüche um die britischen Svmpathien liintiehmen. Es müsse daher nach einem!,rinzip gesucht werden, das einen Leitfaden für die englische Politik bilden kann. England könne selbstverständlich schon aus Ehrengriinden nicht von der Erfüllung der Mandatsverflichtungen zurücktreten. Das Experiment der jüdischen i e d Dt n g war so e r f o I g rcic 11, daß man es nicht aufgeben könne. Die Juden können in Palästina nicht bloß als Eindringlinge in ein arabisches Land betrachte( werden. Was immer geschehe, Palästina ist heute, und wird immer bleiben, ein Land, das von zwei (1 e 111 e i n s c h a f t e rt!> e w o h 1t t ist, deren jede gleiche Berücksichtigung verdient. Dies gilt für die Araber ebenso wie für die Juden, Konzessionen, die nur ein Naeltgeben gegenüber Gewaltakten sind lind nicht auf einem I’ r i n z i ין beruhen, würden ltur die Hoffnungen der Araber auf Beseitigung des Mandats stärken und bei den Juden die Ueberzetigiing wecken, daß nur die Gehör finden, die möglichst viel Verwirrung schaffen. Ein solcher Zustand würde die Gegnerschaft der zwei Völker verschärfen und sie nur in dem einen Punkte vereinigen, iiämlieh in der Geringschätzung gegenüber der britischen Regierung wegen ihrer Unfähigkeit zu regieren. Auf welche m Prinzip also, fragt Amerv, kann die englische Politik beruhen? Nach meiner Meinung, so fährt er fort, ist es klar, daß es n u r d a s 1׳ r i 11 z i p d e r G i e i c hheit der R e c 11 f e sein kann, welches im W e i ß b u c h v o!1 1922?.«gestanden ist. Das geringste, das wir in Uebercinstim* mutig mit den Verpflichtungen des Mandats für die Juden tun können, ist die Anerkennung, daß der Jude ein ebenso gutes Recht hat, in Palästina zu sein wie der Araber, und der jüdischen Einwanderung kein Hindernis in den Weg zu legen, das nicht durch die allgemeine ökonomische Lage des Landes bedingt ist und mit gleicher Strenge aut arabische Einwanderung angewandt wird. Das geringste, was wir für die Ara. her tun können, ist die Anerkennung ihrer heutigen, kulturellen und wirtschaftlichen Unterlegenheit und die Schaffung solcher Garantien zu ihren Gunsten, die ihnen auf lange Sicht gleichen Status im staatlichen Leben Palästinas sichern sollen. Alle Erfahrungen bezüglich des Zusammentreffens zwischen höhercntwiekeltcn und rückständigen Gemeinschaften führen zu dem Ergebnis, daß die einzige Garantie für das dauernde Interesse der rückständigen Gemeinschaft in der Reservierung eines entsprechenden Anteils am Lande seihst be- Die ״Gazeffa Polska“ und andere Organe des Regierungslagers haben von der halboffi/iellen Agentur des p o I n i s c 11 e n A u ß c n m i 11 i s t c r i u m s ״P o I s k a 11t fürmaeja Poiitisza“ einen anläßlich des bevorstehenden Jii* dischcn Weltkongresses geschriebenen Artikel übernommen, in dem auf die Bedeut u n g d e r A u s w a 11 d e r u n g f ü r d i e Lösung der wirtschaftlichen J u d e u 11 o t hingewiesen wird. In dem Artikel heißt es 11. a.t Das jüdische Problem ist in Polen, wie in einer Reifte anderer Länder mit der sozialen Struktur der jüdischen Bcvülkeruiig verknüpft; es ist also ein w i r t s c 11 a f 11 i c 11 c s 11 11 d bevölkerungspolitisches Problem, und nur in diesem Sinne kann es vernunftgemäß gelöst werden. Polen ist relativ übervölkert. Wir haben zuviel Menschen in den Dörfern, wir haben das Problem einer ungünstigen Struktur in Handel und Industrie, zuviel kleine Werkstätten. Vierzig Prozent der Juden Polens leben von Handel und Vermittlertätigkeit. Außerdem gibt es einen sehr hohen Prozentsatz. Juden in den freien Berufen. Nimmt man novit den hohen Prozentsatz von ״beruflich Passiven‘* bei den Juden hinzu, so ist es klar, daß die andauernde wirtschaftliche Krise auch die Juden in Polen treffen mußte, von denen nach Ansicht jüdischer Führer eine Million keine gesunde , wirtschaftliche Existenzbasis hat. Die Krise trifft ja vor allem jene sozialen Schichten, die einer festen wirtschaftlichen Grundlage entbehren. Als kapitalarmes Land muß Polen eine wenigstens teilweise Lösung seines Bcvölkertiiigsproblems durch Verstark u n g der Aus w andern n g suchen. Diese Notwendigkeit, die für das gesamte Bevölkerungsprobletn besteht, bezieht sich damit auch auf die Juden. , . , ,, ״ , Die jüdische «Öffentlichkeit Polens gibt sieh klar Rechen- Schaft über die Notwendigkeit einer Verstärkung der jtidisehen Auswanderung. Jüdische Verfasser berechnen, daß zwecks Lösung der Judenfrage in Polen die Zahl der jüdtschen Auswanderer jährlich 100000 erreichen muß.... Infolge der begrenzten Möglichkeit einer Auswanderung nach Palästina müssen für die Juden neue Aus wanderungsländer gesucht werden, die es in Ucbersee bestimmt gibt. (?? — A. d. Red. ״J.R.“) Die Arbeit der jüdischen Organisationen, die die polttischen und wirtschaftlichen Interessen der Juden reprasenruht. Es gibt keinen Grund, warum die Zukunft der Araber in Palästina nicht in ähnlicher Weise durch Unverkauft iichkeit (an Nichtaraber) eines Gebietes, eins für alle gegenwärtigen Bedürfnisse und bei verbesserter Bearbeitting für eine ständige Vermehrung genügen soll, garantiert werden sollte. Dann wird es Sache der Araber sein, gestützt auf die Ansbikhtiigsmögliciikeiteri, die die Palästina-Regierung dank der von der jüdischen Einwanderung kommenden hohen Einnahmen ihnen zur Verfügung stellen kann, ihre ökonomische und soziale Zukunft aufzubauen. Was die politische Sphäre betrifft, so scheint es mir, daß dasselbe P r i 11 z i p d er Gleichheit allein die in anderer Weise unübersteigliche Schwierigkeit eines Fort- Schrittes zur Selbstverwaltung beseitigen kann. Den Arabern eine Majoritätsherrsehaft in der Gesetzgebung oder in der Verwaltung zu geben, würde einfach bedeuten, die Politik zunichte zu machen, zu der wir verpflichtet sind. Eine Volks- Vertretung auf unbestimmte Zeit zu verschieben, solange die Juden in einer Minorität sind, ist eine fast unmögliche Politik. Nicht weniger ausgeschlossen ist die Vorstellung, daß, wenn die Juden jemals in einer Mehrheit sein sollten, die Araber ihnen auf Gnade lind Ungnade ausgeliefert sein sollen. G leie h heit u 11 d nicht bloß zahle n mäßige Stärke ist die Basis internationaler Beziehungen. Sie ist auch die einzige brauchbare Basis für die Beziehungen zwischen den beiden ()emcinsehaften in einem Lande wie Palästina. Mit anderen Worten, jede künftige Verfasstnigsentwicklung sollte basiert sein auf Gleichheit der Vertretung oder w e n i g s t e 11 s der St i m m berechtig ung z w i - s c 11 c n J 11 d e n und Araber 11, so daß keine der beiden Cicmeiiiscliafien hoffen kann, eine Gesetzgebung durclmiselzen, die direkt darauf abzielt, die andere zu verletzen. Und diese Gleichheit .sollte beiden Gemeinschaften für alle Zeiten garantiert werden, ungeachtet irgendwelcher Veränderttngen in ihrer Znhieustärke. Auf diese Weise allein können wir hoffen, die Befürchtungen beider Seiten — die der Juden gegen eine sofortige Einführung einer Volks- Vertretung, die der Araber bezüglich der späteren Zukunft — zu beseitigen, Amerv schließt seinen Brief mit folgender Zusammenfassung: Gleichberechtigung, dauernd garantiert unter der britischen Krone bildet ein brauchbares P r i rt z i p, auf das wir eine dauernde Politik attfbaucn können, die ebenso mit unseren Verpflichtungen vereinbar ist, wie sie — zunächst unannehmbar den Extremisten in beiden Lagern — sich auf lange Sicht df״ vernünftigen Menschen auf beiden Seiten, die um die Wohlfahrt und den Frieden des gemeinsamen Landes besorgt sind, empfehlen muß. Die Schaffung ein« gemeinsatneu palästinensischen Patriotismus ist das Ziel, das wir immer vor uns habe!! sollen. Er kann nur aufgebaut werden auf der Grundlage der Gleichberechtigung. fieren, 1111111 darauf gerichtet sein, auch andere Auswanderungs- Länder ausfindig zu machen. Der Weg zu neuen Gebieten muß der jüdischen Emigration hauptsächlich durch diejenigen Länder eröffnet werden, die an einer teilweise״ Lösung der Judtnfragc interessiert sind und deren Rolle in der Weltpolitik es ihnen ermöglicht, das ganze Problem einer praktischen Behandlung zuz.uführen. Ausschreitungen in Polen Die Angriffe auf Juden in verschiedenen Orten Polens (lauern an. Im Kurort Cieclioc/ynck wurde der zur Kur weilende greise Rabbiner von Zdunska-Wolja, Issaehar Beer, bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen und am Auge gefährlich verletzt. Die Täter wurden festgestellt und nach Aufnahme des polizeilichen Protokolls freigelassen. In einem Dorf bei Zielechow wurde der jüdische Einwohner Jacob Lilipower, als er das Maariw-Gebct sprach, durch mehrere Rcvoherschusse, die durch das offene Lenster abgefeuert worden waren, schwer verwundet. Am folgenden Morgen ist er im Krankenhaus in Eukow seinen Verletzungen erlegen. Von den Tätern fehlt jede Spur. Zu jiidenfeiiidlichen Ausschreitungen ist cs anläßlieh des Markttages in dem Städtchen Dlugoszodlo gekommen. Nach anfänglich ruhigem Verlaut des Markte;) erschien ein giitgeklciileter Mann, tun den sich die Bauern sofort s,1111meiten. Nachdem er sich provozierend erweise an einen der jüdischen Händler mit der Frage gewandt hatte, warum er auf einen ״christlichen Markt“ gekommen sei, reizte er die Bauern zu Gewalttätigkeiten gegen die jüdischcn Markthäiidlcr auf. Die Hilfsaktion für die Opfer von Przytyk lind Minsk-M a/o wieck ist abgeschlossen worden. Für die Geschädigten in l'rzvtyk wurden 55 000, für die von Minsk- Mazosvieek 30 000 Zloty aufgebracht. Die Gelder wurden zu konstruktiven Maßnahmen verwendet. Das Warschauer Appellationsgericht hat soeben ein erstittsfan/licltcs Urteil, durch das Angehörige eines nationaldemokratischen J 11 g e n d v e r e i n s ״Zur Miß h a 11 d I u n g v o n J u d e 11“ zu Gefängnisstrafen von einem bis zwei Jahre verurteilt wurden, bestätigt und darüber hinaus einem Privatkläger, den! 69jährigen Viehhändler Feiwel Malar, der ein Opfer der Bande geworden war, die ihm von der' ersten Instanz verweigerte Entschädigung von 200 Zloty zugesprochen, Das Palästina - Problem Vor der Entscheidung Von Siegfried Moses Mit dieser persönlichen Aculirrung des V orsit zendert der Zionistischen Vereinigung jür Deutschland wird die in der ,,Jüdischen Rundschau" bisher gejührte Diskussion über die von der Zionistischen < )rganisut ion einzuluiltendcn politischen Unic zusammengvj aßt und zunächst abgeschlossen, wobei wir uns bewußt siml, daß der Streit der Meinungen in der Bewegung weitergehen wird. (Red.) Wenn die öffentliche Meinung Englands erwartet hatte, daß die Einsetzung der Königlichen Kommission eine Beendigung der U 11 r u he n in Palästina bewirken würde, so hat sieh diese Erwartung nicht erfüllt. Bangen ller/etis hören wir jeden Tag von neuen Ucberfiillcn, und wenn wir einen lag glauben aufatmen zu dürfen, bringt der folgende Tag neue Schreckensnachriehten. Etwas anders liegt es auf dem Gebiete der Politik. Hier ist ■ obgleich der Kampf der Meinungen in Zeitungsartikeln, Memoranden ttsw. weitergebt etwas wie eine Atempause eingvtivten־. während cs in den sclnveren Monaten, die hinter uns liegen, zeitweise so aussah, als würde die politische Entscheidung jäh und plötzlieh erfolgen, hat es jetzt den An-cliem, daß zum mindesten bis zum Beginn der Arbeit der Königlichen Kommission alle politischen Entscheidungen offen bleibe n. Das ist von großer Bedeutung für die Rolle, die der zionistischen Bewegung und ihren maßgeblichen Repräsentanten den leitenden Körperschaften der Zionistischen Weltorganisation und der Jewisli Agency — zufällt. Wir werden der politischen Entscheidung nicht erst in einem Zeitpunkt gtgeniiberstehen, in dem unsere Stellungnahme sich nur in ״Kundgebungen“ - Kundgebungen der Zustimmung oder des [,rötestes ־ ausdrücken kann. Wir werden vielmehr noch einmal klar und eindeutig mit dem politischen Problem in einem Augenblick konfrontiert, in dem wir versuchen können, auf die Entscheidung Einfluß zu nehmen. Das bedeutet eine Verantwortung größten Ausmaßes, der wir, der unsere leitenden Körperschaften sich bewußt sein müssen. I. Können wir wirklich auf die politische Entscheidüng einen Einfluß niisitben? Es ist richtig, daß die Aufstellung eines politischen Programms außemrdentlieh schwierig ist. Betrachten wir die einzelnen Programmpunkte, die sich bei einer I )11 rclttk■•nkung des Problems ergeben, jeden für sich, so empfinden wir einen ungeheuren Kontrast zwischen der Wucht der Geschehnisse, dem Elan der uns entgegeiisteheiiden Kräfte, wie er sich in maßlosen Forderungen und Handlungen äußert, und der Ueber/eiigimgsknift und Eindringlichkeit der Vorschläge, die wir dem entgcgcnstellcn können. Allein das Bild ändert sich, wenn wir die Programmpunkte nicht als Fiitzelvorschläge ansehen, sondern als die Ausdrucksformen und Konsequenzen eines politischen Systems. Und wenn in den letzten Wochen drei Zionisten, die aus Deutschland stammen und seit einigen Jahren in Palästina leben drei Menschen, die in Deutschland mit unserer zionistischen Arbeit besonders eng verknüpft waren - sielt in der ״Jüdischen Pttttdschau“ zu der Frage des politischen Programms geäußert haben, so hat diese Diskussion, wie mir scheint, vor allen Dingen den Eindruck!unterlassen, daß sich tatsächlich bei intensiver, liebevoller und doch sachlicher Vertiefung in den politischen Fragenkreis ein Bündel programmatischer Forderungen ergibt, die sich zu einem politischen Gesamfprogramtn gestalten lassen. Denn in den positiven sachlichen Vorschlägen schließen auch die Diskussiotisäußerungen, die itt der idcologischen Grundlegung und in der prinzipiellen Begründüng einander widersprechen, sich nicht aus, sondern ergänzen sich im Gegenteil in gewissem Sinne. Wenn Erich Cohn es mit Recht als unsere Aufgabe darstellt, ״den Arabern klarzttmachen, daß wir nicht darauf verzichten, uns in Palästina unser National Home zu schaffen, daß wir dieses Ziel mit der uns eigenen Zähigkeit verfolgen werden, daß wir aber gemeinsam mit ihnen an der Erschließung des Landes arbeiten wollen, ohne ihr Lebensrecht und ihre I.ebcnsmöglichkeit zu schmälern“; wenn Moritz Bileski den besonders wichtigen Versuch unternimmt, den Gedanken der staatspolitischen Paritat in ganz bestimmten Formen des politischen Lebens zu konkretisieren; so ist damit sachlich durchaus vereinbar die zentrale Forderung, die Richard Lichtheim an England gerichtet wissen will: die Forderung nach einer ״Garantie ungestörter Arbeit in Palästina in den Die polnische Judenfrage Für verstärkte Auswanderung — Eine offiziöse Stellungnahme

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