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Jüdische Rundschau · 1936-08-04 · Heft 62 (4.8.1936) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 62 (4.8.1936)
Date
1936-08-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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£ 3.1936 Nr. 62 / Jahrgang 41 Preis 25 Rpi. JÜDISCHE RUNDSCHAU SAriftleHm1gtVerI*g n. Anttlganverwaltaiigt Berlin Wl 5, Meinekeatr.10 Fenirvf• Bammel -Nnnmer J1 (Bismarck) 9031. — Bcjsug»pr«i* einschlicßlidi B«*teI1geld j« Monat RM 2,—, je Vierteljahr RM 5,75, bei Abholung RM 1,88 brw. RM 5,39• — Postscheck - Konten der Vertriebs - Abteilung: Berlin 71573 (für Groß - Berlin). Berlin 17392 (für das übrige Reich). In Fällen höherer Gewalt besteht keif» Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gezahlter Bezugs gebühren״ — Eiracheint jeden Dienstag■ and Freitag. BERLIN כז״ז אב תרצ״ו DIENSTAG, 4. AUGUST 1936 Gttltigt AnxelgenpreitUate Nr. 5• Die 12 gcspaUen« mm - Zeile 20 Rpf., für Familien - Nnchrichtpn 15 Rpf. Kür die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen wird keine Gewähr geleistet Gciegenheits* ametgen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9 —18 Uhr. Annahmeschluß für di« Dienstag Ausgabe Montag 10 Uhr, für die Freitag - Ausgab« Mittwoch 13 Uhr. (Für Familien-Anzeigen am Tag vor Erscheinen 13 Uhr) Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer dflentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) ״Noch nicht entschieden“ W ochenschau Politische Unruhen — Schatten über Palästina — Ob Einwanderung■ zeitweilig suspendiert wird Die Frage, ob während •der Arbeiten der Kgl, Kommission die jüdische Einwanderung nach Palästina vorübergehend eingestellt werden wird, war vor dem Eintritt der Parlamentsfericn nochmals Oegenstand einer Erörterung im Unterhaus. In der Sitzung vom 30. Juli fragte der Abgeordnete Sir Nicholas Orattan-Doyle, ob der Kolonienminister eine Zusicherung dahin geben könne, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina während der Untersuchungen und der Abfassung des Berichtes der Kgl. Kommission nicht beschränkt werden würde. Der Minister verwies den Abgeordneten auf seine Antwort vom 22. Juli. Auf diese Antwort hatte sich der Minister bereits am 29. Juli in der Unterhaussitzung berufen, in der er die Zusammensetzung der Kgl. Kommission hekanntgegeben hatte, ln dieser Antwort vom 22. Juli hatte der Minister erklärt, die Entscheidung der Regierung werde rechtzeitig nach wesentlichen Gesichtspunkten getroffen werden und es könne keine Rede davon sein, daß die Regierung sich durch Gewalttaten oder Einschüchterungsvcrsuchc beeinflussen lassen weide. Der Abgeordnete Sir Nicholas Grattan-Doyle fragte daraufhin den Minister, ob er nicht darauf aufmerksam geworden sei, daß diese Antworten in dem Punkt, um den es sich gerade handle, ganz unbestimmt seien. ״Darf ich — so sagte der Abgeordnete — auf eine endgültige Erklärung bestehen, um die schwere Besorgnis zu mildern, die ln der ganzen Judenheit besteht?“ Kolonienminister Ormsby-Gore antwortete: ״Meine Erwiderung machte deutlich, daß ich keine Antwort geb e n wollte. Die Angelegenheit ist noch nicht entschieden worden.“ « Die englischen Zeitungen widmen der Ein- Setzung der Palästina-Kommission ausführliche Leitartikel, Ftn allgemeinen wird betont, daß die Zusammen- Setzung der Kommission wohl ausgewogen und zu billigen sei. Die ״Times“ weist besonders auf die Ernennung von Sir Harold Morris hin, der durch seine Arbeit als Präsident des Gewerbegerichts, dem er zehn Jahre lang angehört, Sachverständiger für Versöhnungsaktionen sei, was in Palästina heute sehr am Platze wäre. Bei der Untersuchung der arabischen Agitation würden interessante Einzelheiten an die Oeffervttichkcit kommen. Die Errichtung der Kommission sollte die Araber Palästinas beruhigen, die befürchten, daß ihre Beschwerden nicht beachtet werden würden. ״Daily Telegraph“ billigt ebenfalls die Zusammensetzung der Kommission und rät den Arabern, die Gelegenheit zu benutzen, um den Unruhen ein Ende zu machen. Im übrigen wird ebenso wie in der ״Morning Post“ die u n p a r - teiische Zusammensetzung der Kommission her- Torgehobcn. In einem Leitartikel warnt der ״M anchester Guardian“ die englische Regierung vor einer zeitwei- Iigen Einstellung der jüdischen Einwande• rurtg nach Palästina. Das Blatt meint, daß ein solcher Ent- Schluß die Schlußfolgerungen der, Kgl. Kommission vorwegnehme und den Arabern den Eindruck vermitteln würde, wenn die britische Regierung auch nicht überredet, sie doch immerhin gezwungen werden könnte. Was auch immer die Kommission feststellen möge, so sagt das Blatt, das letzte Ziel muß die aus sich heraus zustande gekommene und frei beschlossene Aussöhnung der beiden Völker sein; es muß eine Beilegung des Konfliktes erfolgen, die beiden Teilen die Furcht nimmt, eine von den! anderen beherrschte Minderheit zu sein, und die dem Nationalheim die Möglichkeit gibt, sich ari der Seite einer aufbHihendcn arabischen Gemeinschaft zu entwickeln. Dieses sollte nicht jenseits der Macht von britischer und jüdischer staatsmänirischer Kunst liegen. Der Leiter der Informationsabteilung des politischen Departernents der Exekutive der Jewish Agency, Rcv. M. L. Perl zweig, äußerte sich dahin, daß eine Einwandeningseinstellung während der Untersuchungen der Kommission bedeuten würde, daß man das Urteil zuerst fällen, nachher aber das Gericht cinsctzcn würde. Nach zionistischer Ansicht müßte es ein Gebot der elementarsten •Gerechtigkeit sein, daß die Kommission die Lage untersucht, während die Einwanderung in normaler Weise vor sich geht. * Der Eindruck in Palästina Den Eindruck, den die Ankündigung der Untersuchung«- Kommission in Palästina hervorgerufen hat. schildert der Korrespondent der Londoner ״Times“ wie folgt: ״Die durch ein Comimmique der Regierung erfolgte An- Kündigung verursacht bei den Juden Besorgnisse und bei den Arabern Depression. Die Juden fiirchten, daß von ihnen neue Opfer verlangt werden, angefangen mit der vorübergehenden Einstellung der Einwanderung. Die ,,Palestine Post“ sagt, daß die Königliche Kommission eine Konzession an die Araber sei und den arabischen Bcfürchtuntungen große Publizität geben werde; sie sei auch eine Kon- Zession an die überaus gefährlichen Methoden, die die Araber angewandt haben, um ihre Befürchtungen zur Kenntnis der Welt zu bringen. Die jüdischen Führer fühlen sich erleichtert, daß die vorläufige E i n s t e 11 u n g d e r E in- Wanderung nicht, wie befürchtet, zugleich mit der Ernennung der Kommission angekündigt wird, aber sic interpretieren die sorgsam abgewogene Erklärung des Kolonienministers vom 22. Juli als ein Vorzeichen eines solchen Schrittes. Dennoch erwarten die Juden die Ankunft der Kommission ohne Vorurteil und mit völligem Vertrauen in ihre persönliche Zusammensetzung. Ueber die Wirkung der Ernennung auf die Araber sagt die ״Times“, daß es unmöglich sei, darüber von den arabischen Führern bisher eine maßgebende Acußcrung zu erhalten. Es sei unwahrscheinlich, daß das Conmuinique der Regierung den Streik und die Gewaltakte sofort zu einem Ende bringen werde, da die Hauptkon- Zession der Regierung, nämlich die Einstellung der Einwanderung, nicht darin enthalten ist. Die Zeitung berichtet dann weiter, daß das scharfe Vorgehen gegen die arabischen Freischärler in den letzten Tagen ein gewisses Nachlassen der Angriffe zur Folge hatte. Der Streik sei zwar et w a s gemindert, indem nämlich arabische Gemüse- und Obsthändlcr jetzt in Ruhe gelassen werden, wenn sie ihre Waren feilbieten, und auch einige arabische Fahrzeuge könne man schon sehen, aber im ganzen großen sei der Streik doch noch ungebrochen. ״Die Araber können zufrieden sein“ Rückhaltloser als die englische Tagespresse äußert sich die konservative Zeitschrift ״Spectator“. Während die ״Times“ und der ״Manchester Guardian“ die ״Unparteilichkeit“ der Kommission in den Vordergrund gestellt haben, macht der ״Spectator“ kein Hehl daraus, daß ganz besonders die Araber Anlaß haben, mit der Kommission zufrieden zu sein. Nach den üblichen Höflichkeiten an die Adresse der Kommission und ihrer einzelnen Mitglieder und nach der Feststellung, daß ״die Kommission von Anfang an allgemeines Vertrauen genießen sollte“, schreibt der ״Spectator“ ganz offen: ״Insbesondere sollten die Araber in Anbetracht dessen, daß alle Komrttissionsmitglieder .völlig frei sind von jüdischen Verbindungen oder Einflüssen, erkennen, daß ihrer Sache vollste Gerechtigkeit widerfahren wird, und einsehen, daß cs durchaus in ihrem Interesse liegt, den Arbeitsbeginn der Kommission so schnell wie möglich durch Wieder- Herstellung vor! Frieden und Ordnung herbeizuführen, die herrschen müssen, bevor die Kommission nach Palästina abreisen kann.“ Die Diskussion über das Palästinaproblcm wird in dieser Nummer des ״Spectator“ fortgesetzt und zum Abschluß gebracht. Von den für Einsendungen bestimmten fünf Seiten sind volle 2V2 von Zuschriften ausgefüllt, die sich aut die heftige arabisch-jüdische Kontroverse beziehen, welche vor einigen Wochen mit einer antizionistischen Attacke J. M. N. Jeffries (dessen Briefe an die ״Times“ wir auch mehrfach zitiert haben) und ihrer Abwehr durch Mrs. Blanche E. Dugdale, die Nichte Balfours, eröffnet worden ist. Der erste der in dieser Nummer veröffentlichten fünf Briefe stammt von dem ehemaligen Kolonialsekretär für Sierra Leone, C. E. Cookson, der zwar den proarabischen Standpunkt von Jeffries teilt, aber sich im übrigen weniger mit dem arabisch-jüdischen Problem direkt als vielmehr mit Angriffen gegen das Kolonicnminisferium, die Kolonialpohtik und die ״Drahtzieher in dem und um das Coioflial Office“ befaßt. Ein zweiter Brief ist vom Sekretär des Jerusalemer Obersten Arabischen Komite es, J. S. Gab 11, der der Zeitschrift ״mit besonderer Freude das unlängst von dem Arabischen Obersten Komitee in Palästina für Ihre freundliche Einstellung zu der arabischen Sache in Palästina angenommene Votum des Dankes und der Anerkennung“ übermittelt, was die Redaktion zu folgender Bemerkung veranlaßt: ״Die Politik des ,Spedator‘ war es und ist es, beiden Parteien in dem Streit um Palästina in fairer Weise Gehör zu schenken... Wir können die An- Wendung von Gewalt, sei es durch Araber oder durch Juden, weder verteidigen noch bemänteln.“ Im Anschluß daran wird eine Zuschrift von Israel Cohen im Namen der Zionistischen Organisation Großbritanniens abgedruckt, worin durch eine Keilie von Ziffern bewiesen wird, welche materiellen Vorteile der Zionismus den Arabern gebracht hat. Mrs. Dugdale wendet sich nochmals gegen die Behauptungen Jeffries’, insbesondere die, daß die Weißbücher des Colonial Office ״nicht an die Araber, sondern an die Juden gerichtet“, seien. Sie fordert Jeffries auf, das Weißbuch von 1922 mit dem Wortlaut des Palästinamandats zu vergleichen. Er werde finden, daß das Weißbuch das Gebiet des Jüdischen Nationalheims auf Palästina westlich des Jordan einschränkt, während in dem Mandat eine solche Einschränkung nicht enthalten ist. Die letzte Zuschrift stammt von einem gewissen William B1 u m b e r g. Dieser hatte früher an gewissen Seiten der zionistischen Politik Kritik geübt. Jetzt erklärt er, daß die Zionisten auf seinen Vorschlag ei 11 ge gangen und einen Verzicht auf den im Oktober fälligen Arbeiterschcdule an ge boten hätten. (? — Uns ist davon nichts bekannt, die Erklärungen der Exekutive sagen das Gegenteil. — Red. ״J. R.“) Nach dieser Geste der Verständigungs- Bereitschaft solle die Mandatarinadit mit Entschlossenheit das Mandat durchführen, in dem das Versprechen der Errichtung eines Nationalheims für die Juden unzweideutig festgelegt ist. Sollte England diesen unzweideutigen Verpflichtungen• zuwiderhandeln, so würde dies zu einer ernsten Bewegung der Judenheit und der öffentlichen Meinung der Welt zugunsten der Ucbertragung des Mandats an eine andere Großmacht führen. Die Redaktion des ״Spectator“ erklärt dann die allgemeine Aussprache über Palästina für beendet. (Siehe auch Seite 2) Die Kommission Durch geraume Zeit schon ist die politische Welt in großer Unruhe, und alle Aufmerksamkeit der verantwortliehen Staatsmänner ist darauf gerichtet, zu verhüten, daR der Brand, der da oder dort aufflammt, die ganze Erde ergreife. Bei dem Zustand elektrischer Geladenheit, in dem sich Europa heute befindet, ist die Gefahr groß. Aus der Furcht vor den Folgen, die für alle Beteiligten schlimmer sein müßten als alles anseheinend noch so schwere Ucbel, das sie sonst in Kauf nehmen müssen, sind so manche politische Akte /u verstehen, die sonst },ist unbegreiflich wären. Das galt im letzten Jahre hauptsachlich von der Politik Englands. Das letzte hedrohliche Fanal Europas, der s p a n i s c 11 e B ü r g e r - krieg, dessen Auswirkungen ebenso wie hei Abessinien durch die mögliche Intervention anderer Mächte umibersehbar wären, berührt wieder in einer ganz besonderen Weise das Interesse Englands, weil Spanien geographisch dem Eingang /um Mittelmeer vorgelagert ist, jenes Meeres, das als Verbindungsweg zu den asiatischen Be- Sitzungen Englands eine so überragende Bedeutung hat. Spanien hat im Mittelalter in einer eigentümlichen, heute nicht immer völlig gewürdigten Weise eine Verbindung zwischen Orient und Okzident hergestellt, wobei die Juden eine große Rolle spielten. Meute liegt der Ort, wo Orient und Ok/ident aufeinnnderprallen, auf der an* deren Seite des Mittelmeeres, und wieder sind die Juden wichtige Akteure auf diesem Schauplatz. Die Politik zur Sicherung der Verbindungswege, die soeben zu dem Militärabkommen mit Aegypten geführt hat, ist richtunggebend für England, aber sie wird mit großer Behutsamkeit geführt, nachdem das englische Prestige durch den Ausgang des abessinischen Krieges einen schweren Stoß erlitten hat. Ob durch die Einbeziehung Italiens, das soeben ebenso wie Deutschland die Einladurig zur sogenannten Locarno-Konferenz an* genommen hat, in die europäische Politik diese Gegensätze, die durch die spanischen Vorgänge neuerdings aufgewühlt werden können, gemildert oder beseitigt sind, und ob England dann wieder mit mein־ Sicherheitsgefühl auftreten wird, läßt sich nicht Vorhersagen. Als Juden haben wir der! innigen Wunsch, daß es gelingen möge, eine europäische Einigung herbeizuführen und in einer Atmosphäre der Entspan* nurig die noch immer beträchtlichen Probleme der Nachkriegszeit durch Zusammenarbeit der Völker einer Lösung zu/ufiihren. Zu diesen Problemen ge• hört auch die Juden frage, zumindest soweit sie ein Watidertingsproblem ist. Solange konstruktive Maßnalimen zu ihrer Behebung nicht unternommen werden, muß mau vor allem eines verlangen: Verständnis. Die Juden sind, wie so oft gesagt wurde, ein Sondcrfall der Gcschichte, die Non-ConformN'ton der Weltgeschichte, und daher ist die Jmlcnfrage ohne Kenntnis ihrer histo״ rischen V o r a u s s e f z 1111 g e n und ihrer Entwicklung aus einer ganzen Reihe von objektiven und psychologischen Faktoren nicht zu verstehen. Wir Juden müssen verlangen, daß man aus Fairneß diese Faktoren berücksichtigt, auch wenn es mehr Denken erfordert als üblicherweise vom Durchschniffshtirgcr erwartet wird. In aufgeregten Zeiten ist man besonders wenig bereit, diese Besonderheit als Gegebenheit liinzunelimen, und dann haben die Affekte das Wort, gegen die Argumente machtlos sind. Bei jeder endgültigen Regelung׳ der Verhältnisse in Europa wird es sich aber zeigen, daß auf eine verständnisvolle Behandlung der Judenfrage nicht verzichtet werden kann. (Von besonderem Interesse ist die uns bei Schluß des Blattes zugehende Nachriebt, daß Polen unter Berufung auf seine Juden« frage Kolonien fordert, um einen Abfluß für die im Lande überzählige Bevölkerung zu haben. Das zeigt zugleich, daß Polen sich für seine Juden verantwort* lieh fühlt und eine internationale Behandlung der Frage an strebt.) ♦ Inzwischen haben wir Juden unsere Sorgen und müssen versuchen, einen Ausweg aus den uns umgebenden Schwierigkeiten mit eigenen Kräften zu finden. Das forciert mehr als gewöhnlich ein Volk zu bieten vermag. Als ob an der Notlage in Europa noch nicht genug wäre, ist jetzt Palästina, das vielen in den letzten drei Jahren als ein Lichtpunkt auf dem schwarzen Hintergrund der Judennot erschien, gleichfalls in einen Zustand schwerer Bedrängnis versetzt. Zwar geht die jiidische Arbeit weiter und die seelische Haltung der palästinensischen Juden ist unerschüttert. In mancher Rieh-

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