Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1936)
- Date
- 1936-07-24
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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Seite 4 KINDER-RUNDSCHAU Nr. 13 ״Nur ein kleiner Baum.. Die Herzl-Straße in Haifa ist eine moderne Geschäftsstraße. Geschäftsand Wohnhäuser nebeneinander. Restaurants, Radiogeschäfte, Zeitungsstände. Nichts fehlt Du könntest fast denken, in einer europäischen Stadt zu sein, wenn nicht die kleinen Bäumchen da wären. Die kleinen Bäumchen erinnern dich daran, daß du in Palästina bist, in einem Lande des Aufbaus. Die ganze Herzl-Straße entlang sind Bäume gepflanzt. In regelmäßigen Abständen von etwa 15 Metern sind sie in den Boden gesetzt. Die B ä u m c h e n sind erst einen halben Meter hoch, so jung sind sie. Wenn man gegen die Bäumchen pustet, biegen sie sich. Ohne Schutz würden sie alle längst zertrampelt und vernichtet sein, denn besonders abends herrscht auf der Herzl-Straße ein sehr reges Leben. Ganz Haifa geht dort spazieren. Am Tage ist es ein Hasten und Treiben — die Juden Haifas könnten noch so vorsichtig und behutsam sein, in einem Tage wären all die schönen Bäume kaputt. Darum hat man um jeden Baum ein eisernes Schutzgitter gebaut. Ein kleines Bäumchen mit einem großen Schutzgitter — es ist ein rührendes Bild. Es ist auch ein Sinnbild unseres Aufbaus. Der Baum ist vielleicht zwei Mark wert, das Gitter aber kostet zwanzig. Das macht aber nichts, denn wir müssen in Palästina Bäume haben, koste es, was es wolle. Der Anblick von Bäumen erfrischt den Städter. Wir brauchen auch den Schatten, den große Bäume spenden. Mit dicken Eisengittern schützt Haifa seine Bäume, die in zehn bis zwanzig Jahren, wie als Dank, ihren Schatten spenden werden. (Fortsetzung folgt) Auch ln d«n Ferien ist das schönste Budi für jeden jüdischen jungen and jedes jüdische Mädchen LAND DER .IKiKM) Das Duell der Hinder-Bnndschau Es enthält aus allen Gebieten, die euch Freude machen, die schönsten Beitrage und ist besonders reich illustriert. Preis nur RM 2.85 Zu beziehen bei eurem Buchhändler oder direkt beim Verla; der Jüdischen Rundschau, Berlin W15, Meinekestr. 10 Jugendbünde in Spanien Liebe Kinder-Rundschau! Ich las in der Kinder-Rundschau vom 12. Juni, daß es in Spanien keine jüdischen Jugendbünde gebe. Das stimmt nicht. Wir haben schon seit drei Monaten eine zionistische Jugendgruppe, und zwar den ״Haschomer“ (hat aber nichts mit dem ״Haschomer“ in Deutschland zu tun). Wir sind vier Gruppen von 11 bis 16 Jahren. Im ganzen sind wir vielleicht 60 0/0 Juden aus Deutschland, die anderen 40 0/0 spanische Juden. «Jeden Sonntag gehen wir auf Fahrt, lernen dort neue Lieder und Hebräisch. Bei den Sichoth besprechen wir gerade das zionistische Leben von Anfang an. Ich habe noch vergessen zu sagen, daß es hier in Barcelona vielleicht schon 3000 bis 4000 Juden gibt. Schalom! Golda Oiztrach, Barcelona (12% J ) die Iß® owdrfoütici 289. Es gibt in London auch jüdische Schulen, die Zahl ist uns jedoch nicht bekannt. 290. Auch aus den Städten ־sind in Palästina Freiwillige aufs Land auf Wache gegangen. 291. Genaues wissen wir über jüdische Schulen und Jugendbünde in Biasilien leider nicht, ein jüdisches Leben in Brasilien ist erst jetzt im Entstehen. Wir raten dir, dich an die Zeitung ״Mitteilungsblatt der Sociedada Israelita Paulista“, Sao Paulo, Rua 11 de Agosto, 66, zu wenden, die dir vielleicht Auskunft geben kann. ■T^OilOöQ ז ש ר נ ל ש ל ג V Auflösung dos hebräischen magischen Quadrats aus dar Kinder-Rundschau Nr. 18 tAVKJt¥L El fyrizfotcksel •k J* » י .*•יי Mit gleichaltriger Chawerah in Deutsch, Hebräisch oder Englisch. Werner Frank (17 Jahre), Ahlen (Westf.), Am Stockpiper 166. — Mit gleichaltriger Chawerah in Palästina. In Deutsch. Erste Anschrift mit Bild. Gerda Farnes, Berlin, Prenzlauer Allee 240 (12 Jahre). — Mit 9- bis lljährigem zionistischem Jungen. Heinz Preßler, Magdeburg, Johannisbergstr. 15 (9 Jahre). — Mit 10- bis lljährigem Mädchen aus England oder Deutschland in Eng« lisch, evtl. Deutsch. Karla Malligson, Berlin-Nikolassee, Burgunder« Straße 6 (11 Jahre). — Mit 15- bis 17jährigem Mädchen des Brith' Hanoar oder Zeire Misrachi. Erster Brief mit Bild. Monju Schaja und Zwi Schmigred, Lehrgut des Bachad Geringshof, Hattenhof (Fulda« Land). — Mit einem 12 bis 13 Jahre alten Mädel. Werner Hirsch* Allenstein, Warschauer Str. 61 (123/4 Jahre). — Mit einem 15big 16jährigen Jungen in Deutsch. Sara Elkes, Kaunas (Litauen), Kestucio 6. — Mit einem 15jährigen Mädchen. Max Friedmann* Dortmund, Steinplatz 3. — Mit einem gleichaltrigen Mädel aus dem Brith Hanoar. David Traum, Bremen, Sebaldsbrücker Heerstr. 55. —< An mehrere Einsender. Anonyme Zuschriften und solch• mit postlagernder Adresse, auch für die Rubrik ״Ich wünsche einen Briefwechsel“ können wir, wie ihr euch doch eigentlieh selbst denken könnt, nicht veröffentlichen. NxhiiieACK Eli Fischmann, Berlin. — Lothar Heilbrun, Berlin-Halensee, — Wolfgang (Benjamin) Eliassow, Jerusalem. —י Gedalja Goldmann, Branden* bürg (Havel). —« Hans Rothschild, Frankfurt am Main. — Herbert Schwarz, Brandenburg (Havel). — Rudolf Seeberger, Günzenhausen. י— Alex Wieselmann, Dresden-A, Die Fortsetzung dies ״Reisetagebuches“ erscheint am Freitag, dem 31• Juli