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Jüdische Rundschau · 1936-07-17 · Heft 57 (17.7.1936) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 57 (17.7.1936)
Date
1936-07-17
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU SPORT-RUND NR. 57, 17. JULI 1936 Und dennoch: Sport Das Boxniveau in Erez Israel Der Sport im Lande, der durch die Unruhen lange Zeit vollkommen lahmgelegt war, ist nun lokalisiert auf Tel-Awiw, Haifa und Petach Tikwah. Box-SreBkampftag In Tel-Awiw Am 4. Juli fand im neuerrichteten Freiluftring des Makkabi Tel-Awiw ein gut gelungener Boxabend statt, bei dem sich zehn Paare der allerbesten Boxer des Landes dem Ringrichter stellten. Im Papiergewicht siegte Jakobi II (Makkabi) gegen Daniel (Athid) knapp nach Punkten. Als zweites Paar kämpften Levy (Makkabi) und Jakobyl (Athid) im Fliegengewicht. Iiti Federgewicht siegte der Jemenite Ezra (Athid) gegen den Avshalom (Hapoel) überlegen nach Punkten. Bierenbau tn (Hapoel) siegte in den ersten 5 Sekunden durch einen guiplacierten Üpper cut auf das Kinn seines Gegners Albert (Athid) im Bantamgewicht. Bierenbaum verfügt über eine blendende Fußtechnik, ■einen äußerst harten Schlag und eine katzenhafte Behendigkeit, die eigentlich zu seinem untersetzten Körper nicht im Einklang stehen. Knopf (Makkabi) und Bornstein (Hapoel) standen sich im Leichtgewicht gegenüber. F>er Kampf war sehr ausgeglichen, doch gelang es dem agileren Bornstein schließlich nach Punkten zu siegen. Im ersten Hauptkampf des Tages standen der ehemalige brandenburgische Meister Sigi Stadtländ er (Athid) und der ehemalige polnische Makkabimeister Binder (Makkabi) im Leichtgewicht gegenüber. Stadtkinder bekam diesmal einen richtigen Gegner, der ihm zwar hart zusetzte und sich als äußerst zag im ״Nehmen“ erwies, ■der aber den Sieg des Berliners nicht aufhalten konnte. Der Kampf wurde wie alle übrigen scharf, schnell, aber fair geführt. Das Publikum nahm in lebhafter Weise Anteil und akkiamierte Sieger und Besiegten, die in BiZZUR HAAREZ Makkabim I Die Zionistische Vereinigung hat uns aufgerufen, den Ertrag eines Arbeitstages für die Sicherung unserer Arbeit ln Erez Israel zu opfern. Es bedarf keiner Erklärungen — das Wenige, das wir tun können, um unser Werk in Erez Israel zu stützen, muß geschehen. Jeder von uns weiß, daß unser Opfer, das wir bringen können, klein ist im Vergleich zu dem schweren, das unsere Brüder im Lande auf sich genommen haben, um unser Werk zu verteidigen, zu sichern und zu verbreitern. Jeder, der den Namen Makkabi tragen will, wird zeigen, ob er ein Recht dazu hat. ״Blzzur Haarez“ ist die Parole des Tages, der sich keiner entziehen darf, der zu uns gehört. Das Präsidium des Deutschen Makkablkreises e. V. Hans Friedenthal herzlicher Form nach dem heißen Kampf voneinander Abschied nahmen. Stadtkinder siegte nach Punkten. Eine ganz große Uebcrraschung brachte der zweite Leichtgewichtskampt Davidowitsch (Athid) gegen jolck (Makkabi). — Man kannte zwar den ehemaligen Berliner Davidowitsch von seinen letzten Kämpfen als einen energischen, taktisch guten Schläger, hätte ihm aber dennoch nicht so einen Blitzsieg über den um 6 kg schwereren ehemaligen Baltenmeister Jolck zugetraut. Jolck beginnt mit dem Gongreichen einen heftigen Angriff und landet einen rechten Schwinger im Gesicht seines Gegners. Dieser stellt seine Kampfweise sofort um und gebt —- der größeren Reichweite des Balten bedacht — zum Nalikampf über. Mit wuchtigen Haken bearbeitet Davidowitsch seinen Gegner, bis dieser bis 4 zu Boden gebt . . . sich erbebt . . . eine weitere ,,Ladung“ über sich ergehen lassen muß, um schließlich nach einer Minute Kampt k. o. in den Seilen hängen zu bleiben. Große Ovationen für den sympathischen Athid-Boxcr. Im Mittelgewicht stellten sich Fischer (Hapoel) und Max Halber (Athid). Der Kampf endete mit einem sehr knappen Punktesieg Fischers. — Der zweite Hauptkampf war die Begegnung der beiden Lokalrivalcn Blau (Makkabi) und Gustav Laub (Hapoel). Beide Boxer entstammen dem Wiener Makkabi und betätigten sich mit Erfolg auf der Makkabiah. Blau ist jünger und größer — Laub verfügt über die größere Routine. In der ersten Runde wird Laub durch einen Angriffshagel Blaus förmlich überschüttet. Die erste Runde endet mit einem Punkteplus für Blau, ln der zweiten Runde besinnt sich Laub seiner Technik und zeigt, daß er auch in Erez Israel nichts cingehiißt hat. Eine Upper-cut-Seric und einige Linkshaken bringen Blaus Angriffe zum Stehen und zwingen letzteren wiederholt in die Seile. Da auch die dritte Runde von Laub diktiert wird, siegte er nach Punkten. (Halbschwergewicht.) — Den letzten Kampf bildete das Schwergewichtstrcflen der beiden ehemaligen Polen Rogner (Hapoel) und Weißberg (Makkabi). — Weißberg siegte verdient nach Punkten. Auch dieser Kampf wurde in überaus schnellem Tempo geführt, das merkwürdigerweise von beiden Kämpfern •durch alle drei Runden hindurch ausgehaiten wurde. Bogner traf sehr unsicher, während Weißberg seine Schläge fast immer placierte. Dieser Kampf, dem bald weitere folgen werden, hat das Boxniveau in Erez Israel ganz bedeutend gehoben. Fußball: In den letzten Wochen fanden Spiele zwischen Mannschaften des Hapoel Tel-Awiw, Makkabi Tel-Awiw und Makkabi Petach Tikwah statt, die in Petach Tikwah, auf dem einzigen während der Unruhen benützbaren Fußballfelde des ״Makkabi Avshalom“ (benannt nach dem während der Unruhen 1921 ermordeten Makkabiehawer Avshalom Gissin), ausgetragen wurden, wobei alle drei Vereine abwechselnd erfolgreich waren. flie beiden bekannten Auswahlspieler des ״Hapoel" Tel- Awiw, Nudel mann und Ammon, gingen nach Ben-Schemen bzw. nach Recitoboih als Hilfspolizisten, der ehemalige Danziger Handballer David Alter wurde Hilfspolizist tn Kfar Javitz. U. a. wurde der Sieger der 2. Makkabiah 1m Schießen, Georg Herzberg (Athid), als Hilfspolizist nach Tel-Mond berufen. Schwimmen: ltn Schwimmstadion von Bath Galim bei Haifa fanden einige Wasscrballspiele zwischen den Mannschäften der britischen Flotte und dem Makkabi Haifa statt. Ein Spiel gewann die Mannschaft des Kreuzers ״Delhi“, während Makkabi zweimal erfolgreich war. Walter Frankl, Tel-Awiw König österreichischer Meister. Der bekannte 400-m- Läufer der Hakoah Wien krönte die Erfolge dieses Jahres durch seinen Sieg in der österreichischen Meisterschaft über 400 m. Er lief die Strecke trotz ungünstigster Wetterverhältnissc in 49,2 Sek, Die Leichtathleten treffen sich Herzl-Sportfest des Deutschen Makkabikreises — Turnen und Fechten Am nächsten Sonntag tritt der Deutsche Makkabikreis mit der ersten großen Leichtathletik-Veranstaltung dieses Jahres vor die jüdische Oeffentlichkeit. Das Programm des Festes, das mit den Sportlern aus Erez Israel geplant war, mußte im letzten Augenblick geändert werden, da die palästinensisehen Sportler das Land in dieser Zeit nicht verlassen wollten. Es ist gelungen, eine Folge von Wettbewerben zusammenzustellen, die an sportlichem Wert und Interesse durchaus den ausgefallenen Wettkampf ersetzen. Die besten Leichtathleten des Deutschen Makkabikreises sind in zwei Mannschaften zusammengefaßt. Die Vertreter Berlins werden einer Auswahlmannschaft sämtlicher übriger Bezirke des Deutschen Makkabikreises gegenüberstehen. Eine Punktwertung wird ergeben, ob Berlin noch das Zentrum des Makkabisports in Deutschland ist, wie es in den früheren Jahren der Fall war, oder ob die ״Provinz“ die Führung bereits übernommen hat. Auf den Sprintstrecken über 100 und 200 m wird es eine interessante Auseinandersetzung zwischen Dr. Lewin und Schattmann, die für Berlin starten, und Stern lieb (Breslau) und Seligmann (Chemnitz) geben. Nach den Ergebnissen des Vorjahrs haben die Berliner hier ein kleines Plus, jedoch hat sich Sternlieb schon so oft als hervorragender Sprinter bewährt, daß er leicht eine Ueberraschung bringen kann. Ueber 400 in steht mit Orgler (Wuppertal), der seit einigen Jahren unbestritten der beste Mittelstreckler des Deutschen Kreises ist, der Sieger fest. Dagegen sollte es Falkenberg und Sorkin gelingen, Salzberg (Köln), den zweiten Vertreter des Reichs, zu halten. Auch die 800-m-Strecke wird Orgler gewinnen. Um den zweiten Platz wird es einen Kampf zwischen Walter Cohn, Hirsch (Berlin) und Rothschild (Nürnberg) geben. Cohn hat in diesem Jahr sowohl Hirsch als auch Rothschild, den Zweiten der vorjährigen Makkabimeisterschaften, geschlagen, und sollte auch dieses Mal vor ihnen enden. Ueber 1500 und 5000 m wird es *einen schönen Kampf zwischen Rosengarten und Werthen geben. Rosengarten, der nach seinem Erfolge auf der Makkabiah etwas zurückgefallen war, hat durch seine in diesem Jahr erzielten Zeiten bewiesen, daß er seine alte Leistungsfähigkeit zurückgewonnen hat, und auch Werthen, der das ganze vorige Jahr eine Schwächeperiode hatte, hat seine Höchstform wieder erreicht. Die zweiten Vertreter der beiden Mannschaften werden in diesen Kampf nicht eingreifen können. ln den Sprüngen werden die Vertreter des Reichs voraussichtlich das Uebergcwicht haben. Im Hochsprung die Brüder Blanck, im Weitsprung Sieradski (Leipzig) und Bianck werden den Berlinern Kikoler, Wohlauer, Sommerfeld und Schaffer das Nachsehen geben. In den Würfen dürfte im Kugelstoßen und Diskuswerfen Jacob (Berlin) die ersten Plätze belegen. Dagegen wird der zweite Vertreter Berlins hinter Hermann (Hamburg), Sieradski (Leipzig) und Helfeld (München) mit dem letzten Platz vorlieb nehmen müssen. Im Speerwerfen sind die Vertreter des Reichs Seligmann (Chemnitz) und Hermann (Hamburg) den Berlinern eindeutig überlegen. Den Ausschlag für die Ocsamtwertung werden aber voraussichtlich die Frauen geben. Hier ist es schwer, klar zu sehen, da besonders das Reich mit vielen neuen Vertretcrinnen, z. B. Erl. Groß (Breslau) in den 100 m, Frl. Gott ho Id (Hamburg) im Kugelstoßen, Frl. Schlesinger (Hamburg) im Weitsprung antreten werden. An bewährten Kräften stehen in der Auswahlmannschaft Elli Kendziorra, die wieder die 100 m gewinnen dürfte, und die vielseitige Annemarie Hadra (Stuttgart). Die Berlinerinnen werden ihre besten Vertreterinnen in Hilde Meyer in den Sprüngen und Läufen und Selma Schulmann in den Würfen haben. Der sportlich interessanteste Wettbewerb des Tages dürfte die olympische Staff e! über 800, 200, 200, 400 m werden. Orgler, Stcrnlicb, Seligmann und Salzberg werden gegen Walter Cohn, Dr. Lcwin, Schattmann und Falkenberg einen schweren Stand haben. Ls wird entscheidend davon abhängen, ob Orgler genug Vorsprung schaffen kann, daß es gegen die Berliner, die auf den Sprintstrecken und über 800 m ein kleines Plus haben, reicht. Im Rahmen dieses Wettkampfes werden Feclrt- und Turnvorführungen stehen. Im Fechten wird die Meisterin der Wiener Lecbtschule, Frl. Benedict, mit den Damen des Tennisklubs Bar Kocliha Berlin Vorführungen zeien. Die beiden Ersten der Makkabiah, Erb Falk und Frl. a e c h t c r, werden itn Florett, Fischer (Dresden) lind Dr. Busse (Berlin) im Säbelfechten Sehaukämpfe vorführen. Im Turnen wird eine Musterriege des Rar Kochba- Hakoah Berlin mit dem Turnmeister des Deutschen Makkabikreises, Mannheimer, an der Spitze, Reckübungen zeigen. Das Sportfest steht im Zeichen Hcrzls, dessen Todestag in diese Zeit fällt. Rabbiner Dr. Max Nußbäum wird in einer Ansprache die Bedeutung dieses Tages würdigen. Ergebnisse des Sonntags Leichtathletik: Spannende Sprlnterkämpfe bei den westdeutschen Makkabi-Meisterschaften Trotz der regenschweren Bahn wurden bei den westdeutschen M a k k a b i m e i s t e r s c h a f t e n in Köln ganz annehmbare Ergebnisse erzielt. Bei den Leistungen ist die Tatsache zu berücksichtigen, daß außer der Hakoah Köln kein einziger der teilnehmenden Vereine über eine Aschenbahn verfügt; das mangelnde Training wirkte sich naturcinäß stark aus, so daß die dominierende Stellung der Haoah Köln, die die Mehrzahl der Wettbewerbe gewann, nicht verwunderlich ist. Von Sonntag zu Sonntag wird Münz (Köln) besser: über 100 m lag er bei 80 m noch hinter Katzenberg (Düsseldorf); in 11,4 Sek. fing er ihn noch im Ziel um Brustbreite ab, ln den 200 m gab es den schönsten Kampf des Tages. Münz hatte hier die ungünstige fünfte Bahn gelost; Orgler, der sich auch über diese Strecke versuchte, zog in schärfstem Tempo los; bei 120 m hatte er Münz erreicht; in einem prachtvollen Finish rang Münz überraschenderweise Orgler in 24 Sek. nieder. Erwartungsgemäß war Orgler über 400 m und 800 m in Front; in beiden Strecken war ihm der stark verbesserte Salzberg (Köln) ein ernsthafter Gegner. Joseph (Köln) gewann verdient die 1500 m, während in den 3000 m die Hakoalt Jülich durch Hertz und Schwartz die beiden ersten Plätze besetzte; es ist bedauerlich, daß der talentierte H e r 17 keine Gegner in Westdeutschland besitzt. Auch bei den Frauen gab es über 100 nt einen scharfen Endkampf; die 14jährige Ruth Levi (Köln) wurde nach Kampf in 13,8 Sek. vor Oberländer (Düsseldorf) Meisterin. Im Hochspmng war Köln durch Wetzlar, im Weitsprung durch Juda in Front, ebenso in der 4x100-m- Staffel. In den Wurf- und Sprungübungen gab es nur schwache Leistungen; die mangelhaften Anlagen lassen auch nur Durchschnittsleistungcn zu. Durch Katzenberg holte sich Düsseidort im Weitsprung die einzige Einzelmeisterschaft. Die erstmalig ausgetragenen Jugendmeisterschaften waren stark be• schickt. Ergebnisse: Männer: 100 m: 1. Münz (Köln) 11,4 Sek. 200 tn: 1. Münz (Köln) 24 Sek. 400 m: 1. Orgler (Wuppertal) 52,2 Sek. 800 m: 1. Orgler (Wuppertal) 2:09,9 Min. 1500 m: 1. Joseph (Köln) 4:54 Mia. 3000 m: 1. Hertz (Jülich) 10:26 Min. 110ch׳.p1un(;: 1. Attermann (Duisburg) 1.53 m. Weitsprung: 1. Kctz-nhcrg (Düsseldoif) 6,01 m. Diskuswerfen: 1. Salzburg (Köln) 28,83 m. Kugelstoßen: 1. Oppenheimer (Essen) 10,30 m. Speerwerfen: 1. Oppenheimer (Essen) 39 m. Frauen: 100 m: 1. Levi (Köln) 13.8 Sek. Hocksprung: 1. Wetzlar (Köln) 1.23 m. Weitsprung: 1. Juda (Köln) 4,38 tn. Kugelstoßen: 1. Wetzlar (Köln) 3,18 m. Männliche Jugend: 100 m: 1. Altermann (Duisburg) 12,4 Sek. 800 m: 1. GoRsrhmidt (Köln) 2:22,7 Min. Speerwerfen: 1. Alster (Köln) 35,35 m. Boxen: Am letzten Sonntag veranstaltete der Sportklub Hakoah Essen seinen ersten Boxkampfabend in eigener Regie, und zwar hatte man sieh als Gegner die Mannschaft des JBC. Makkabi Köln verschrieben. Der Erfolg war vielversprechend und zeigte, daß die Ruhrstadt über eine zahlreiche, den Kämpfen interessiert folgende Anhängerschaft des Boxsports verfügt. Der gebotene Sport stand auf großer llöhe, auffallend war die Lonnvcrbc-serung der Essener, die den in bester Form befindlichen Kölner Makkabim harte Kampfe lieferten. Ergebnisse: Kolntzki (Köln) srhkigt Str.-mrhlrr (Essrri) n. P.; Kling!*!־ (Köln) gegen Wang I (Essen) unontseh.; Schindler (Köln) gegen Ileymann ft (Essen) unenOs.-h. Im Kampfe Lauffer (Köln) gegen Hauser (Essen) erhielt Lauffer zwei Verwarnungen und damit Hauser den Punktsieg zugesprochen, während Reiff 1! (Köln) über Reifer (Essen) durch techn. k. o. siegte. Den Hauptkampf bildete die Revanche Barterer (Köln) gegen Heymann 1 (Essen), die Rarterer durch Punktsieg für sich entscheiden konnte. Was bringt der Sonntag? Tennis Aut den Hakoah-Plätzen in Köln-Deutz, Eitorfer Straße, empfängt Hakoah Köln seinen Bruderverein, den Bar Kochba Frankfurt, am kommenden Sonntag. Das Turnier der beiden Vereine verspricht, das größte Ereignis dieser Saison im jüdischen Tennissport Westdeutschlands zu werden. Die Frankfurter werden in stärkster Besetzung, u. a. mit Frau Ilse Friedleben, der früheren Deutschen Meisterin, sowie Frau Anna Hemp antreten. Das Turnier beginnt um 10 Uhr vormittags. Die Spitzenspieler stehen sich um 16 Uhr gegenüber. Anfänger-Sportfest Hagibor Das Anfänger-Sportfest des Hagibor sah eine große Anzahl von Teilnehmern auf dem Sportplatz im Grunewald. Besonders der Bar Kochba-Hakoah hatte viele Wettkämpfer entsandt, aber auch der Veranstalter zeigte, daß er eine ernste Arbeit an seinen Mitgliedern leistet. Der Aufmarsch, bei dem Siddy Goldschmtdt eine An- Sprache hielt, brachte ein schönes Bild. Außer zwei Einladungslaufen über 100 m, in denen bei den Männern Schattmann vor Dr. Lewin und bei den Frauen Ruth Reich vor Magda Smeddresmann gewann, gab es nur Wettkämpfe für Anfänger und Jugendliche. Bei den Anfängern zeigte besonders Meyer- Keith im Weitsprung und Posner im Hochsprung Begabung, bei den Jugendlichen bewiesen erneut Tombowsky, der den Dreikampf gewann, und Weift sowie Mann in den 800 m- Läufen der älteren und jüngeren Jugend gute Begabung. Das internationale Tennis-Turnier des Tennis-Clubs Bar Kochba Berlin Das diesjährige internationale Tennis-Turnier des Tennis- Clubs Bar Kochba findet vom 22. bis 26. Juli auf den Plätzen in der Leibnizstraße unter reger Beteiligung in- und attsländischer spielstarker Makkabim statt. Neben den Meldungen der besten Vertreter der Tennisclubs des deutschen ,Makkabikreises aus Berlin, Dresden, Breslau, Düsseidorf, Elberfeld, Köln, München usw. liegen interessante Meldungen aus dem Ausland vor. U. a. hat Wittmann, der Sieger des vorjährigen Turniers und bekannte polnische Davis-Cup-Spicler. zugesagt.— Aus Riga kommt die lettische Meisterin Frl. Münz mit den Herren Bukland, Friedmann, Rosenzweig und Orkoff, die in der Rangliste des Landes die ersten Stellen einnehmen. Aus Rumänien trifft eine Mannschaft unter Führung des bekannten Davis-Cup-Spiclcrs Hamburger ein, die neben dem Genannten aus den Spielern Reti, Segall, Simon, Frau Popper besteht. Die österreichische Mannschaft wird sich voraussichtiich aus den ebenfalls zu den besten der dortigen Rangliste gehörigen Spielern Eiffermann, Spira, Goldmann, Ehrenreich und Reschewsky zusammensetz.cn. Das Turnier verspricht 'interessante Kämpfe. Insbesondere wird mit Spannung erwartet, wie sich die Spitzenspieler des deutschen Makkabikreises, Strauß und Buchwalter, im Kampfe Schreibmann wird Warschauer Schwlmm-Meister. Der Makkabischwimmer L. Schreibmann gewann bei den Warschauer _ Schwimm-Meisterschaften ganz überlegen die 200 Crawl in 2:30,8 Min. und sicherte sich dadurch den Titel des Warschauer Stadtmeisters.

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