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Jüdische Rundschau · 1936-07-10 · Heft 55 (10.7.1936) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 55 (10.7.1936)
Date
1936-07-10
Page
– (sequence 26)
Language
German
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Seite 4 KINDER-RUNDSCHAU Nr. 12 uns zu quälen — und als wir nach langen Wochen, am Ende der Fahrt durch Erez Israel wieder an der Reeling des Schiffes standen, sagte ich zu Zwi. ״Das schönste in Erez Israel ist doch: heute gutes Wetter, morgen gutes Wetter — immer gutes Wetter.״ Wir hatten wirklich nur zwei Tage Pech gehabt. Und als wir in München ankamen, goß es in Strömen.... Menachem Hatafar Aus den Tagen der Unruhen Ich möchte euch gerne einiges über die hiesigen Unruhen erzählen, aber so, wie wir Jungen es erleben. Am Anfang, als wir noch nicht den Ernst der Sache erkannten, waren wir ziemlich sensationslustig. Wir diskutierten lebhaft, und jeder, der über mehr Tote zu berichten wußte, wurde bewundert. Der eine hatte das miterlebt, der andere jenes. — Aber nachdem die Unruhen nun schon drei Wochen andauerten und die Totenzahl schon auf 27 gestiegen war, da erkannten wir erst, wie ernst sich diese Sache auf das zionistische Aufbauwerk auswirkt. Jetzt diskutierten auch wir schon ernster. In unserem Sportheim waren mehrere Jemenitenfamilien einquartiert, und da sahen wir erst das große Elend, das die Unruhen auch auf diesem Gebiet angerichtet hatten. Dieses ״Heim“ bekam täglich £ 5 für Essen. Aber außerdem gab es noch tausend Kleinigkeiten, die die Stadtverwaltung nicht einberechnet hat. Da brauchte ein acht Tage altes Kind Milch. Ein Mann braucht ärztliche Hilfe. Und trotz dem großen Tohuwabohu war überall Hilfe da. Im Jemenitenviertel brannte es täglich. Tausende von Menschen hatten kein Dach über dem Kopf, kein Essen, keine Kleidung. Und doch wurde für alles Abhilfe geschaffen! Viele hatten sich schon eingeordnet und arbeiteten bereits. Zeitungsverkäufer, Schuhputzer, Limonadenverkäufer usw. und jetzt wohnen sie auf ״ßinjamin“ (Neubauten), die noch nicht fertig sind, und in städtischen Gebäuden. Mit Spannung erwartet man die Zeitungen. Größtenteils haben sie alle einen schwarzen Rand mit der traurigen, hier aber leider schon normalen Nachricht: Schon wieder ein Toter. Und auf aller Lippen liest man die bange Frage: Wie lange noch?.... Tel-Awivv, den 26.6.36. Rolf Manfred Feder (14 J.) tdMYUcJkjL s &ne.fxMcksel;••יי. . .•■«י*־ Mit einer Chawerah im Alter von 15 bis 15 Jahren in Deutsch. Erster Brief mit Bild. Hermann Janiak (16 Jahre), Haifa, liadar Hakarmel, Reehow Nordau 25. — Mit 15- bis 16jahrigem religiosen Chawer in Berlin. Erste Zuschrift mit Bild. Sara Levin (14 J.), Berlin O 34, Petersburger Str. 59 (Quergeb. III). — Mit 12- bis 13jährigem Chawer oder Chawerah des Makkabi Hazair. Ursel Blumenfeld, Berlin-Friedenau, Mainauer Str. 1. — Mit einem 14- bis 15jährigen Jungen aus einem Leipziger zionistischen Jugendbund. Erste Anschrift mit Bild. Goldine Berger (14 J), Leipzig-A., Gottschedstr. 28/111 r. — Mit einem 17- bis 19jährigen zionistischen Jungen. In Deutsch oder Hebräisch. Ilse Siargardter, Tel-A־wiw, Hagalilstreet 18 (151/t Jahre). 20 Worte Hebräisch Rätsel — חידה T * ל3ית הפה אחד נכנסו1) In ein Cafe traten ein eine Großmutter, eine Mutter, eine Tochter und eine Enkelin. Sie setzten sich rings um den Tisch und bestellten Kaffee und Kuchen. Der Kellner brachte nur drei Tassen Kaffee und drei Kuchen. Jede trank eine Tasse Kaffee und aß einen Kuchen. Wie ist das möglich? 1) Etnz. anannl.: OJ^}׳ weibl.s סבה׳ אם׳ בת ונכדה• הן2);שבו מסביב לשלחן והזמינו3) הכה חנגות• ק?ןלצר הביא4) רק של?זה5) ספלים קפה ושלש ןג«ות• ןל אחת קותתה6) הכל ה?ה ואכלה מיי• איד אפשר7) ןזן3רז8) 2) tninnls qjj. 3) Einz. männl.: ppp, wmhLz 41 weiht-• «hww. Sl männl. 61 man,•»1.: «i»»j 71 möglich, 8V dis Sache. WäCJOOQG Hebräisches magisches Quadrat In die Felder dieses Quadrats sollen Wörter so gesetzt werden, daß sie waagerecht wie senkrecht gleichlautend sind. Die Wörter bedeuten: 1. Böser Mensch, 2. Schnee, 3. Kalb. Josef Kamiel, Herne (14 Jahre) X Auflösung des hebräischen Zahlenrätsels aus der Kinder-Rundschau Nr. 10 חיפה׳ .זבח׳ קרח׳ נזיר׳ המו׳ תחזקנה• תרח׳ 3ck mßdkk, nHsserti 289. Ob es in London jüdische Schulen gibt und wieviel«. Kaila M. (11 Jahre). 290. Ob sich in Palästina auch aus den Städten Freiwillige für die Wache auf dem Lande zur Verfügung stellen. Wolfgang R. (11 Jahre). 291. 1. Ob es in Sao Paulo jüdische Schulen gibt. 2. Ob in Sao Paulo jüdische Jugendbünde sind, und welchen Bünden in Deutschland sie entsprechen. Irene B. (14 Jahre). die ßSfR asvkkM 288. Die Zahl der Araber auf der Welt beträgt etwa 12 Millionen. Darüber hinaus sprechen aber eine ganze Reihe von Völkern arabisch, das für weite Teile des Orients eine Umgangssprach« darstellt. Meine schönsten Bücher Ich will dir erzählen, welches mein schönstes Buch ist. Ich habe schon zweimal den ״Retter von Chule“ gelesen. Ich finde, daß jedes jüdische Kind dieses Buch kennen müßte, weil es so schön ist. Sehr schön ist auch ״Das Lichterhaus im Walde“ und ״Feiertagsmärchen“. Von dem Buch der Kinder-Rundschau bin ich begeistert. Eine besonders schön« Geschichte daraus ist ״Barak, das Füllen“. Vera Winterfeld, Berlin-Schöneberg (10 Jahre) X Heute möchte ich mal ein wenig über meine schönsten Bücher schreiben. Von jüdischen Büchern habe ich am liebsten: ״Land der Jugend“, ״Helden der Kwuzah“ und ״Die Jungen vom Gusch“. Auch die Schneiderverlag-Bücher, z. B. ״Kai aus der Kiste“, ״Gisel und Ursel“, ״Traudl kommt zum Rundfunk“ und andere lese ich sehr gern. Die spannendsten Bücher, die ich bisher gelesen habe, sind ״Tom Sawyer“ und ״Huckleberry Finns Abenteuer“ von Mark Twain. Auch ״Emil und die Detektive“ mit Fortsetzung ״Pünktchen und Anton“ und ״Der 35. Mai“ gehören zu meinen Lieblingsbüchern. Ruth ßerlowitz, Berlin-Charlottenburg (10% J.) A*ich in dem!,erlern ist das schönste Buch für jeden jüdischen jungen und jedes jüdische Mädchen KAN» »ER JUGEND Das ttu4* 11 der Kinder-Rundscliaii Es enthalt aus allen Gebieten, di« euch Freude machen, die schönsten Beitrige und ist besonders reich illustriert Preis nur Bl 2.85 Zu beziehen hei eurem Buchhändler oder direkt beim Verlag der J&disdien Rundschau, Berlin W15, Meinekestr. 10

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