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Jüdische Rundschau · 1936-07-07 · Heft 54 (7.7.1936) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 54 (7.7.1936)
Date
1936-07-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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'יו. :!ל.! י£ I*., י>' י1ן 1 I I ן' ,1 .... 14 «)זי-? JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54 7. VII. 1936 Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Bizzur Haarez Wir können heute bereits weitere Fortschritte über den Verlauf der Aktion Bizzur Haarez melden. Auf Grund des Beschlusses des Landesvorstandes der ZVfD, nach dem bekanntlich jeder organisierte Zionist den Ertrag eines Arbeitstages für den Bizzur Haa r e z leisten soll, sind inzwischen in Berlin und im ganzen Reich alle Mitglieder der ZV1D zur Zahlung dieses Beitrages aulgefordert worden, und die laufend eingehenden Zeichnungen lassen erkennen, daß sich der Zionismus in Deutschland des Ernstes der Stunde und der Bedeutung dieses Appells bewußt ist. Um ein Beispiel herauszugreifen, wurden an einem Abend bei einer Veranstaltung für mehrere hundert Reichsmark Zeichnungen abgegeben. Aehnliche Meldungen liegen aus anderen Teilen des Reiches vor. Ueberall wird an den Vorbereitungen für die diesjährige Herzf-Feier gearbeitet, die fast an allen Orten, wo es möglich war, auf den Todestag Hcrzis, den 9. Juli 1936 abends (20. Tammus) gelegt wurde und auf der diejenigen Mitglieder, die bis danin noch keine Zeichnung für den Bizzur Haarez abgegeben haben, noch einmal hierzu herangezogen werden. ZeitschriStenschau Die Araberfrage. Im Juniheft der ״Empire Review“ schreibt Ilarold J. Shepstone in einem Aufsatz ״Arab versus Jcw“ 11.;1 , daß die j 11 d e n einen historischen An- Spruch auf Palästina hätten, weil sie durch die Jahrhuntlerfe hindurch mit dem Land verbunden gewesen seien. Die Araber sollten sieh daran erinnern, daß sie niemals Herren in Pab-Siaa waren. Intolge der Bifrctmig vom türkischen Joch waren sie in der Lage gewesen, das neue Königreich Arabien 7u gründen, und L.ogiand hatte aiaboehe Fürsten über Irak und "1 raiisjordameii gesetzt. Ferner liatten die Araber andere Länder zur Vertilgung; Palästina mar he weniger als ein Hundertstel des gemimten um Arabern bewohnten Territoriums ans. Der Verfasser er inner! an die kolonisatorischen Leistungen der Juden und an dir• Vorteile der Fimvanderung, deren Zentreu auch rite Araber au sich zögen. Zur Prrelchung einer Verständigung halte die Regierung die Linführung einer Art Sclbstregierimg, in der alle Parteien vertreten sind, für notwendig. In Wirtschaft und Stadtveru ahnugen arbeiteten Juden und Araber schon häutig gut /!:eaimm-n. Dieser (jeist der Toleranz solle gefordert und allmählich aut alle anderen Gebiete, vor allem rite Verualtung, ausgedehnt werden. Vor allem sollten die Rmgeinng und auch die Juden alles tun, um den Lebensstandard der Araber, ihre Ir/ic'nmg und Aussichten 7u!!eben, so ball die arabischen Finriehtungen und das arabische Pi c-tigc nicht leihen. Man könne keine Zufriedenheit erwarten in einem!.and mit einer wohlhabenden Minorität und einer unzufriedenen und verarmten Majorität. Christliche Stellungnahme für das Alte Testament. Die ,,Zeitwende“ läßt ihre JtiH-Ausgabt‘ als Sonderheft über das Alte Testament ״J u d e n b u c 11 oder öottesoffenbarun g?“ erscheinen. Fine Reihe von Aufsätzen nehmen in positiver Weise /um Alten Testament Stellung. Karl Witte schreibt über ״Die Schau der Geschichte bei den Propheten“; Eduard Putz, sagt in einem Aufsatz ״Zur Deutung des Alten Testaments“: es sei uns nahe, weil es das ״Wort Gottes“ und die ״Erwähnung Gottes“ enthält; ״im Mittelpunkt des Alten Testaments steht nicht die Ehre des Menschen, sondern die Ehre Gottes“. Gottfried Holtz schildert die Bedeutung des Sozialen in der Botschaft der Propheten. Gerhard Schmidt verteidigt die Geschichten der Erzväter gegen mannigfache Angriffe, die in letzter Zeit gegen die ,,Moral“ dieser Geschichten erhoben wurden; sie seien ״zutiefst nicht Menscbengescliichte, weder Heldensage noch Heiligenlegende, sondem Gottesgeschichtc“. Siegfried Beyschlag behandelt ״Das Alte Testament in früher deutscher Dichtung“ und schließt seine Darlegungen: ,,So stellt am ersten miitelalterliehen Gipfel des Weges deutedier <icistesgesehichte, der mit der Aufnahme des Alten Testaments begonnen hat, nicht eine Ueberfremdung deutschen Wc-cn׳., sondern seine Enthüllung in einem seiner rcin-ten und vollendetsten Gleichnisse. Und einer der ersten Schleier fiel von diesem Bild in deutscher Genesis und Exodus, im deutschen Ez/olied." Zionismus in Spanien Von unserem Berichterstatter Barcelona, Ende Juni Die Schaffung eines Heims fur die Zionistische Vereinigung 111 Bmoöona hat der Bewegung den notigen Mittelpunkt gegeben und hat den Boden fur eine Belebung der gesamten Arbeit vorbereitet. Die Jtigendgruppe, die besonders unter dem Mangel e;11cg׳׳ru;11cten Lokals fur Sslchoth und Hebräischkurse und unter d<!11 Behlen der jetzt ge-cliaffenen Bibliothek litt, hat ihre Mitgliedcr/ahl bimicn wenigen Wochen auf das viel( ich0 -teigem k.'innen und innfalit gegenwärtig zirka 60 junge Men-ehcn. Be-oinlets beineikenswcrt ist die Mitarbeit einer ״rohrten Anzahl -efanJi-eher Jugendlicher. Nachdem noch Ins /um Vorjahr der zionistische Gedanke in den Kreiseit der sefanlmhen Juden in Barcelona mir in wenigen Fällen aktive 1 ’nter-tut/!1!!g erfuhr, isl jetzt auch eine dankenswerte i inter-tiit/inig seitens der sefardischen Mitglieder des Gemeinde vors! and es fest/?ist e! Ie!1. Parallel mit dem Wachstum der Jtigendgruppe ging die Mitgliedersteigerung, die der Snif Itechaluz in den letzten Wochen aufweisen konnte. Auch hier ist eine starke Beteiligütig sdardi-cher Elemente fest/ustellen. Der geplante Hachscharah-Kibbuz ist allerdings infolge Schwierigkeiten finanzieiier Natur bisher nicht zustandegekomtnen. Die Mitglieder des Snif befinden sich daher zum größten Teil aut handicerklieher Ein/elhachscharah. Aus den letzten Veranstaltungen der Zionistischen Vercinigung ist eine eindrucksvolle Feier zur Ehrung des Andenkens der bei den Unruhen in Palästina gefallenen Juden sowie ein Vortrag ״Palästina heute“ zu erwähnen. Regelmäßige Vortragsabende und Zusammenkünfte werden auch von der Ortsgiuppe der Wi/o veranstaltet. Die KKL-Arbeit, die bisher in Spanien nur recht schwache Ergebnisse zu verzeichnen hatte, ist unter der Leitung der Hemm Gerzon und Stern von Grund auf reorganisiert worden. Den Anregungen der Zentrale in Barcelona folgend, wurden k'KL-Komitees itt Madrid und Bilbao gegründet. In einer Reihe spanischer Städte, wie Sevilla, Valencia, Palma de Mallorca konnten zum ersten .Male KKL-Büchsen aufgestellt Altona. Auf einer Sokolow-Gcdcnkfcicr des ״Makkabi“ am 26. Juni sprach Rabb. Dr. Blum, Emden. Für den ״Makkubi“, Altona, begrüßte der 1. Vorsitzende, Herr Möddel, für die Hamburger Zionistische Vereinigung sprach Dr. Max Flesch. Bamberg. Am 30. Juni sprach Dr, C a p c 1 1 über ״Palästina im Aufruhr — Gefahren und Folgerungen“. Burgsteinfurt. Die Zion. Ortsgruppe, die erst vor kurzem gc;;n111׳t 1 wurde, veranstaltete am 29. Juni einen Vortragsabend, bei dein Georg Guthmann über das ״Jüdisch-Arabische Problem'‘ spr.u h. Chcmnitr. Die ZOG. veranstaltete gemeinsam mit der Uraclit. Religioiv-gcmoindc, dem Ortskomitce tlcr Jevvi-h Agency und dem Gen1r.11t’erci׳! eine Gedenkfeier für Herr], Sokolow und Brodmiz. i sprachen die Herren Rabb. Fuchs, Landgcr.-Kui i. R. Golm, Karl Gocriti, und als Gast Prediger Cohn aus Gera. — In einer MitgliedervetSammlung der ZOG. sprachen Gcno—cn David Klebe über eile Vor7äonistisehc Zeit und Hermann Horn iilx'r Tage-fragen. Darmstadt. Am 22. Juni sprach Georg Guthmann über ״Die Mittelstandssiedlong in Erez Israel". Essen. Rabb. Dr. Hahn sprach nach seiner Rückkunft aus Kn 7 Israel über das Thema: ״Palästina — heute“. In der Arbcitsi.igung der Ortskommission der Jewish Agency iti Rheinland und Westfalen, bei der Herr Dr. Halm und Walter Tempel, Berlin, über die gegen- »■artigen Aufgalrcn ries Keren Hajessod sprachen, wurde ein einheillicher Beschluß gefaßt, den Aufruf der Zentrale, einen Somlerlx'it rag zu leisten, in Rheinland und Westfalen mit erhöhter Einsatzbereit - schalt durchzuführen. In der reiigiös-chari!ativen Arbeitsgemeinschaft der jü!lisehe11 Frauen Essens erzählte Trude Hochheimer ülu r ihre Reiseerlebnisse während der lelzien Wochen in Palästina. Aenne Hahn sprach über da- Problem: ״Frau und Kind in Palästina". In der Wizo hielt Dr. Joachim Prinz einen Vortrag ülx-r aktuelle Probleme des Palästina-Aufbamverkcs. Im Ktdturbund sprach i)r. I’r i n z über: ״Grundfragen der jüdischen Gc-ehirhte“. Glciwitz. Hier starb das langjährige Mitglied der Reprä-onlantcnvcr- Sammlung und des Vorstandes der Ohewrah Kadi-eha'i. Heinrich T i r I) a ti c r. — Die ZOG. veranstaltete am 29. Juni in der Svnagogc eine Gedenkfeier für Nnlmrn Sokolow. bei der Rabb. Dr, Ochs und Arnold Wiener, Beuthen, sprachen. Der Svnagogenchor unter 1 hrigent. Wille FleBchcr brachte das ״Ad.mnot mo odorn“ zu Gehör; (iemeindekantor Gtabow-ki sang das ״El!Hole raehamitn“. — l s'lter die Lage in Palä-tina und die sich daranergebenden Konsequenzen -praehen z, ’I'. aus eigener Anschauung Frau Beate Weißenbetg im Fraiicnvrrein, Frl. I.ioscl Guttmann. R.-A. Ehrlich und Konrad Schutz in der ZOG. Halle an der Saale. Mit Gntcrstützung der Mittelstelle tiir jüdisch« Erwachsenenbildung veian-takete der Mitteldeutsche Tande-san-sehu ß jüdischer Jugemlvercine am 20. und 21. Juni eine Tagung, die von den Bünden aller Richtungen zahlten■(! lresehickt war. Sir wurde eiligeleitet durch ein Referat von Dr. G. I. u b i n < k i. Berlin, über den ״Einfluß der Jugcndbiinde auf das Ecixui der jüdischen Gesellschaft“. Eine Arbeitsgemeinschaft über ״Probleme der jüdischen Geschichte des 19. Jahrhunderts“ leitete Dr. Arnold llcrnev. Berlin, eine Arbeitsgemeinschaft ülx-r ״Berufsmöglichkeiten der jüdischen Jugend“ I)r. Georg I.ubinski. —• Bei einer Tiauerfeier für Sokolow sprachen Rabb. Dr. Kahlberg und Prediger Fritz (lohn Gera). Kassel. In einer sehr gut besuchten Voran■.taltung der Wizo-Gtuppe sprach Lehrer Walter Bacher. Kassel, über ״Der Geist der hebräisehen Sprache“. Außerdem wurde die Mimats-Bikischau gezeigt. Köln. Am 24. Juni sprach Rabb. Dr. Philipp. W.-Elbcrfchl, iib-er ״Grundsätzliches und Methodisches zur Erlernung der hebräischen Sprache“. — Am 27. Juni veranstaltete die KZV. gemcin-am mit Herbaluz und llabonim einen Onvg Schabbai zum Andenken an Seew Orbaeh. JchuHa Kaufmann sprach ülx-r: ״Kulturelles Strcben im Existenzkampf des Kibbuz“. Rezitationen von Chawerim <ks Halxtmm-Chor sowie instrumentale Mo-ik (Margot Stern, Violine, Julius G o 1 d b c r g. Klavici) verstärkten den Eindruck einehesoitders gut gelungenen Oneg Srlt.d1b.it. — Die von der Köln. Zion. Vereinigung am 1. Juli veranstaltete Kundgebung war ein voller Erfolg. Die Kundgebung wurde cingeleitet durch Amt ,gericht-rai i. R. Otto May, der Dr. K a n o w i t z, Tel-Awiw, begrüßte und gleiclizcii ig werden. Als wichtige Aufgabe, die demnächst in Atigrill genommen werden soll, bleibt die organisatorische Erfassung Spanisch-Marokkos, das mit seinen 30 000 Juden ein dankbares Arbeitsfeld bietet. W• ■A. Pariser Brief Von unserem Berichterstatter K. Paris, im Juli Antisemitische Unrahen in Tunis In dem französischen Protektorat Tunis ist es ־zu schwc* ren antisemitischen Unruhen der Eingeborenen gekommen, die teilweise den Charakter eines Pogroms annehmen. In Gafsa, einer innertunesiseben O a s e mit zirka 5000 Einwohnern, entstand zwischen einem jüdischen Einwohner und einem Tunesier ein heftiger Streit, in dem der Araber den Ruf ״Nieder mit den Juden“ ausstieß. Ein französischer Gendarm führte den Araber zum Polizeiposten, docli wurde der (jefangene auf dem Wege von einer aufgeregten Menge befreit, wobei der französische Gendarm nicht unerheblich verletzt wurde. In der Notwehr erschoß er schließlich einen der Angreifer. Auf die Nachricht von diesem Zwischenfall rottete sich wieder eine große Menge zusammen, die die jüdischen Läden der Oase plünderte und die Besitzer mißhandelte. Zwei jüdische Ladenbesitzer verteidigten sieb mit der Waffe in der Hand und verletzten einen Araber. Die französischen Behörden zogen schließlich Militär heran, das die Ordnung herstellte und die Oase besetzte. Der Zwischenfall hat in Tunis erhebliche Erregung hervorgerufen und zur weiteren Zuspit?ung der Lage beigetragen. Dagegen ist, wie ein Communique mitteilt, die Situation in Algerien etwas gespannt. Der Generalgouverneur von Algerien, Le Beau, ist zur Zeit in Paris, wo er mit Minister- Präsident Blum sowie den zuständigen Ministern konferiert. Wenn es aber auch in den letzten Tagen zu keinen neuen Zwischenfällen in Algier und Marokko gekommen ist, so wird die antisemitische Agitation in den drei nordafrikanisehen Provinzen systematisch fortgesetzt und die Pogrom- Stimmung lebendig gehalten. Immer wieder werden anfisemitische Flugzettel verteilt, die die Bevölkerung zum Boykott der Juden auffordern. In Constantine z. B. ist eine neue ariti- Paula Lot b, die alt« Vorkämpfcrin des Zionismus in Köln, m ihrem 60. Gebtirlst.!!;!: herzlich fK'glüi'kwün.-ehte. Dr. Kanowitx sprach zu dem Thema: ״Krieg und Frieden — SchicksaIstage in Palä-tina“. Er verstand cs. in m.ci-U'rhmtcr Weise, die Ursachen des atiycnhlickli! heu Kampfes in Palästina darzu-tcllcn. Besonders aus- :ülnlich lieh.milche er die Mentalität, der Araber und den Stand der;c ■ilä-rlien Nalionalbcwegung in I'aläö i11.1־. Zum Schluß setzte sich <־r Rcilner mit den Rückwirkungen auseinander, die die Ereignisse in l'.!la,!i!1a auf den Ji-cliuw in Erez Isiacl sowie auf die Judcnhcit in der Galuih gehabt haben. Er sprach von der heroischen Gelassenheit dejircimw und gab der Huünung Au-druek, daß die Juden mißcihalb I’al.iainain die-cr schweren Zeit nicht versagen, werden. Kottbus. Am 2. Juli galt Dr. Leonhard Ohringer einen Bericht aus jüdischen, engii-chen und arabischen Zeitungen über ״Die Lage in Palästina“. München. In einer Mitgliederversammlung tlcr Zion. Ortsgruppe berichtete l-'r. Richard Eisen über .seine Reise durch Palästina. — Ebenfalls über eine in jüng-te: Zeit unternommene Reise durch Erez Israel berichteie vor den Jüdischen Jiigendbünden Münchens Hans Lamm. -~ Die Sitzung von Vor-tand und Gemeindevertretung der fsracliti.eben Kuhu-gciueinde am 24. Juni wurde von Rechtsanwalt Dr. R r g r 11 s u i 11 c r mit Worten des Gedenkens für die Opfer der palä-tincn-ischcn Unruhen croitnel. An Stelle demich Palästina gegangenen Hermann Ro-rnthak’r wurde Felix Feuchtwanger beiuien, der vom Vor-itzendeii des Gemeindevorstandes, <!ber-t landesgei irli's!ai 1)1'. N e u m e v e r. herzlich begrüßt wurde. Zum Voi-iizenden de- Wahlprüitmg.uus-rhU'-e.s wühlten die Gremien i lernt Kat! Barl), zum Vor ätzenden des Ritualau-schu-.scs Justizrat l)r.! ec Dr. N « c m e v 1: r galt einen!11111:--,enden allgemeinen Belicht. Pirmasens. Am 23. Juni fand in der Svnagoge eine Kundgebung aus Anlaß des 15jährigen Wirkens des Keren Hajessod statt. Nach enter Begiüüung-ansprachc des Bezirksrabbiner.■: hielten Pr. Meir R o - c 11 b e r g. Worms, und Leo Sehorek, Berlin. <110 angekündigteil Referate. Dr. N c 11 h :1 u s dankte den Rednern. Ratibor (Oberschiet.). Am 23. Juni veranstaltete die Zion. Ortsgruppe eine Gedenkfeier tiir Sokoiow. Gemeitalerabbiner Dr. K r c n g c 1 sprach einleitende Worte. Da- Hauptreferat hielt Arnold Wiener, Beuthen. Saarbrücken. Bei der am 15. Juni -tat!gefundenen Genera lvcrsammlung des Verbandes polni-elier Staatsbürger, ()rt-gmppc ■Saarbrücken, vurden gewählt: Dr. Max Elak-cr, erster Vorsitzender, Max Messinger, zweiter V01.ätzender, ferner Juda Eis, Srtil RosUcr, Mendel Katz als Beisitzer. Witten. Am 27. Juni wurde die Gründung der ()rlsgrup|1e vollzogen. Benno Sichel, Hagen, spraeli über ״Die politische Lage in Erez I-rael“. Zwickau.!11 einer Kulturveranstaltung lut, die Altistin Paula Lindb e r g - Salomon, Berlin, Lieder und Arien. Dr. Hans Cohn, Berlitt, begleitete einfühleml und mit technischer Vollkommenheit. Ankündigungen Bamberg: ZOG. Am 16. Juli, 20.30 Ohr, Vortrag Dr. Georg j<oq>h?hab .,Die KroignKwe in!*alR-Ona ־- Was wird aus der jüdischen — Chemnitz: ZOG.-Mh^Iiederahend am 17. J in der Pension Nathan. — Frankfurt am Main: Vortrag Dr. Sieg* fried Kanowitz, Tcl-Awiw, am 9. Juli, 20.30 Uhr, Unteriindau 21t ״Gesellschaftliche Probleme Palästina“. Kreuznach! Vortrag Dr. Halis Pomcranz, Fiankturt am Main, am 8. Juli. 20.30 Uhr, W0U1- M'her Saal: ״Die Kreigni>>e in Pal;Gtma — Unsere zionüsfiM-he Antwort“. Bar Mizwati-Termine Am 18. Juli (28. Tamimi-j: David Höchst ein, Sohn von Samuel Höchstem, Köln, Saar-tr. 16. semitische Zeitung ״Le Dissous“ erschienen, Man kann nur hoffen, daß die französische Regierung, der die Billigung der antisemitischen Kampagne in Nordafrika sicherlich fernliegt, endlich energisch eingreift und eine — großenteils künstlich geschaffene — Spannung in den nordafrikanischen Gebieten beseitigt, die andernfalls zu blutigen Zwischenfällen führen muß. Die Lage der Refugies aas Deutschland Zur Vorbereitung der Konteren/, für das Asylrecht sowie der Konferenz über Emigrantenschutz in Genf, (and in Paris kürzlich eine Besprechung von Vertretern der Emigranten aus Deutschland statt, auf der Mitteilungen über die atbninistrative und wirtschaftliche Lage der I lüchtlinge in den Asylländern gemacht wurden. Die Lage der Refugies ist im allgemeinen als recht ungünstig ztt bezeichnen. Es wurde angenommen, daß mindestens lOlMKXi Emig.ante״ Deutschland verlassen haben, von denen der weitaus größte Teil nach Palästina und Uebersee gegangen ist. In den europäischen Ländern befinden sich noch: in Frankreich zirka 10 000, in Belgien 600, in Holland ׳HXX), in der Schweiz 160, in der Tschechoslowakei 2000, in den skandinavischen Staaten 2150, in Luxemburg 300, in Spanien 2000 usw. Ihre wirtschaftliche Lage ist meist sehr schwierig, da sie zum größten Teil keine Arbeitserlaubnis erhalten haben und in letzter Zeit auch ihre Möglichkeit, ein Gewerbe auszuüben, beschränkt worden ist. In den meisten Ländern sind auch zahlreiche Ausweisungen von Emigranten durchgefuhrt worden. In einem besonderen Referat wurde die Lage der jüdischen Emigranten, die das Hauptkontingent stellen, besprochen. In diesem Referat wurde festgestellt, daß insbesondere die ungünstige Berufsschichtung die Einordnung in die Wirtschaft des Gastlandes erschwert. Die Lage der Emigranten wird insbesondere durch das völlige Versagen des Minderheitenschutzes sowie durch die immer weitergehende Einschränkung der Eirnvanderungsmöglichkeiten erschwert. Nach wie vor erscheint Palästina als das einzige mögliche Land für eine Einwanderung im großen Maßstabe. Es wurden schließlich eingehende Vorschlage über die Regelung des Asylrechtes gemacht und eine Resolution angenommen, die die Niederschlagung■ der eingeleiteten Attswcisungsvcrfahren in den verschiedenen Ländern fordert. i ביצור הארץ EIN VIERTEL DEINER JAHRESZEICHNUNG FUR DEN KEREN HAJESSOD ALS SONDERBEITRAG FUR EINWANDERUNG UND AUFBAU KEREN HAJESSOD (Jüdisches Palüstlnawerk) E. V. / Berlin W15, Melnekestr. 10 / Postscheckkonto Berlin IMS 4t '8! m

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