Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 53 (3.7.1936)
- Date
- 1936-07-03
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
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JÜDISCHE RUNDSCHAU 1 Nr. 53, 3. JULI 193<* Arabische Kampfmüdigkeit? Die elfte Woche Jerusalem, 28. Juni (Palcor) Brandstiftung Das große Gebäude, das in Jaffa für eine arabische Schule von der Histadruth laut Regierungskontrakt gebaut wird, wobei Juden und Araber zu je 50 ״;» beschäftigt werden, wurde in Brand gesteckt. Der Schaden ist bedeutend. Die'Bauarbeit wurde vor zehn Wochen infolge der Unruhen unterbrochen. Jerusalem, 29. Juni (Palcor) Ruhe in Transjordanien Entgegen den Gerüchten in der auswärtigen Presse herrscht in Tränsjordanien völlige Ruhe. Ausnahmezustand Im Zusammenhang rnit dem Gefecht, welches zwischen Arabern und Truppen am Sam dag abend in der Nähe von Hebron stattfand, hat die Regierung für Hebron und Umgebung, sowie für das Gebiet, welches sich auf beiden Seiten der Jerusalem Beersclieba-Chaussee einen Kiloincter breit erstreckt, der Ausnahmezustand verhängt. Zwischenfälle Während der Nacht fielen in T i h e r i a s und im Kurorte Kallia beim Toten Meer Schüsse, die die Polizei erwiderte. Eine auf ein jüdisches Haus in Tibcrias geschleuderte Bombe richtete unbedeutenden Sachschaden an; verletzt wurde niemand. Auf einen jüdischen Autobus wurden beute aus einer Orangerie bei A b u k c b i r Schüsse abgegeben. Es gelang, den Täter festz.unchmcn; er war geständig und bezcichnete die Stelle, wo er sein Gewehr wegwarf. Der Chauffeur des Autobusses wurde leicht verwundet. 64 Terroristen gefallen Wie ״Palcor“ aus zuverlässiger Quelle erfährt, sind im Laufe der Militäraktionen bis '28. Juni 64 Terroristen von Truppen getötet worden. Der Jude Sliahbatai M i z r a c h i, der unter der Anklage stand, am 8. Mai am Jaffa-Tor in Jerusalem einen Bombenanschlag verübt zu haben, wurde heute mangels Beweismaterials frcigcsproclicn. Jerusalem, 29. Juni (JTA.) Ausnahmezustand für alle Bahnlinien Um weitere Angriffe auf die Eisenbahnen zu verhindern, wurde über alle Eisenbahnlinien der Ausnahmezustand verhängt. Von 7 Uhr abends bis 4.30 Uhr morgens darf sich niemand einer Bahnlinie auf weniger als 500 Meter nähern. LKur die Linie Afuie—Beisan, sowie die Teile der Eisenbahnjjlnien, die auf Städte und Dörfer entfallen, sind von dieser * Regelung ausgenommen. Die Eisenbahnstation Lydda darf nur tnit besonderem Erlaubnisschein betreten werden. Jerusalem, 30. Juni (Palcor) Bilanz eines Tages Das amtliche Coimnunique vom Nachmittag meldet, daß eine Militärstreife in Birjlt bei Ramallah drei Araber dabei überraschte, wie sie eine Benzinpumpe in Brand steckten. Lin Araber wurde verhaftet, die anderen entkamen. In Nablus gelangten mehrere Bomben zur Explosion, auch Schüsse wurden auf die Kaserne, den Sportklub und das Postamt abgegeben; die Polizei und Militär erwiderten das Feuer. In Raselain wurden zwei bewaffnete Araber verhaftet. Um Mitternacht wurden Wächter am Bahnhof von A k k o angeschossen; eine Polizeistreife mit Schnellfeuergewehr erschien sofort und schlug die Angreifer zurück, wobei ein Araber verwundet wurde; von Polizei und Wächtern wurde niemand verletzt. 1111 Dorf T a i b e 11 im Beisan-Bezirk wurden 25 Sack .Getreide zur Strafe für das Durchschneiden von Telephondrahten beschlagnahmt. 111 üiwat-Schaul in Jerusalem hielten Wächter einen verdäclitig aussehenden Araber an, der versuchte, ungesehen .in ein jüdisches Stein werk zu gelangen. Der Araber ließ eine Bombe fallen, die jedoch nicht zur Explosion kam. Er wurde durchsucht und verhaftet. Der Jaffaer Häuser-Abbruch Während der Deniolieriingsarbeiten in der Jaffaer AHsfadt wurden zwei britische Soldaten und zwei Araber durch fallende Steine verletzt. Weitere 7!) Häuser sind von den Bewohnern geräumt worden; die Niederlcgung dürfte heute abgeschlossen werde!!. Kollektivstrafe Das Dorf Mejdal bei Nazareth wurde mit einer Kollektivstrafe von C 100 wegen Anziindens des Baifour-Waldcs belegt; jeder männliche Bewohner des Dorfes muß 400 Mils aufbringen. Das Gericht in Haifa verurteilte einen Araber wegen Nägelstreuung auf den Straßen zu 2 Monaten Gefängnis und Beschlagnahme seines Autos. Ueberfälle Araber schossen auf eine Truppenabteilung, als diese ein arabisches Haus in Hebron, aus dem am Tage vorher Schüsse auf eine Militärpatrouille gefeuert worden waren, demolierte. Die Truppen erwiderten das Feuer, Spät abends wurde Kirjath-Anavim einem Kugelregen unterworfen. Die Schüsse kamen aus einem benachbarten arabischen Dorfe. Verletzt wurde niemand. Tel-Awiw, 30. Juni (JTA.) Ein jüdischer Toter Am 30. Juni ist im Hadassah-Krankenhaus in Tel-Awiw der 22jährige Nahum G utman aus dem Kibbuz Messila bei Ncss Ziona seinen bei einem arabischen Angriff in der Nacht von Sonntag zum Montag erlittenen Verletzungen erlegen. Outman hatte sich die Verletzungen durch unvorsichtige Handhabung der Schußwaffe selbst zugefügt. Das Deutsche Nachrichten-Büro verbreitet nachstehende Darstellung seines Korrespondenten aus Jcrusalern vom 1. Juli: Wenn auch die letzthin erlittenen, in die Hundeite gehenden Verluste an Menschen sowie Munitionsmangel dem Wunsch der Araber nach unbegrenzter Fortsetzung des Kleinkrieges gewisse Grenzen setzten, so herrscht docli der Wille vor, den Kampf mindestens bis zum Beginn der neuen Feldbestellung Ende Oktober fort/usetzen. Andererseits beginnt im eigenen Lager wegen der Meiisehenvcrluste, der Hausdurchsuchungen, der Geldstrafen und der Zerstörungen, für die kein Schadenersatz zu erhoffen ist, sich die Opposifion zu regen. Allmählich setzt sich auch die Erkenntnis durch, daß auf Grund der englischen Taktik, in besonderen Fälicn zwar scharf diirchzugrcifen, im übrigen aber sich den Gegner langsam aber sicher erschöpfen zu lassen, ein Zusammenbruch des Kampfes irgendwann sicher ist und daß jede Wiederholung des Aufstandes für die nach■• sten 10 bis 20 Jahre ausgeschlossen ist. Von G e 11 f aus schürt inzwischen E mir A r s i a n durch zahlreiche heimliche Kanäle den Willen zum Widerstand und zur Fortsetzung der Unruhen. Zugleich bemüht er sieh, durch Ueberweisung von Schmuck und allerlei Waren den Aufruhr auch in S y r i e n und in Aegypten neu zu entfachen. 111 den Araberunnthen scheint sich jetzt, nach einer Dauer von über 70 Tagen, ein Umsch w u n g zu vollziehen. Zwar wollen die kampflustigen Freischaren den politischen Führern einschließlich des Großmufti keinen Einfluß mehr einräunien. Dies verhinderte jedoch nicht, daß der Mufti erneut für einen politischen Ausgleich bemüht ist, für den bereit, 11 i n t e r den Kulissen mit dem Ziel einer U!11 c r b r e c h 11 n g der Einwanderung um die Da u e r v o n drei Monaten eifrig gearbeitet wird, um dem englischen Ausschuß eine unbeeinflußte Prüfung der Lage zu ermöglieben. Für eine solche vorläufige Lösung scheint die Stirnmimg im Augenblick gi'mstig zu sein. Die Juden allerdings stehen, wenigstens äußerlich, dieser Frage a b 1 e h n e 11 d Jerusalem, 1. Juli (Paicor) Wieder ein Jude getötet Izchak Glaser, Wächter in Chedera, wurde im Laufe der Nacht während eines Feuerüberfalls getötet. Als die ersten Schüsse fielen, ging Glaser mit der Militärpatrouille hinaus und wurde von einer Kugel ins Herz getroffen. Glaser, ein geborener Palästinenser, war 32 Jahre alt; bevor er sich zum Wachtdienst meldete, übte er den Chauffeur-Beruf aus. Es wird vermutet, daß die Angreifer nach einem benachbarten arabischen Dorf flüchteten. Außerdem wurden folgende Siedlungen beschossen: Oiwat Chairn, Kibbuz Hamettphad Herzlia, Rechovotli, Giwat Brcn- 11er, Deganiah; in jedem Falle konnten jüdische Wächter die Angreifer zurüefcSchlagen. Itn Brenner-Viertel in Tel-Awiw wurde eine Baracke in Brand gesteckt; das Feuer konnte sofort gelöscht werden. Eine Polizcipatrouille würde gestern nacht in der Nähe von Rahels Grab beschossen; das Feuer wurde erwidert. Auch auf eine Militärstreife bei Nazareth wurde geschossen; diese erwiderte mit Maschinengewchrfeuer, wobei mehrere Araber verletzt wurden, ln der Nähe der Polizeikaserne in Haifa wurde eine Bombe geschleudert, die jedoch nicht zur Explosion kam; die Polizei umzingelte ein gegenüber der Kaserne liegendes Restaurant und verhaftete 8 Araber, von denen einer schon einmal wegen angeblichen Bombenansehlags vor Gericht gestellt, aber mangels Beweismaterials freigesprochen wurde. Ein arabisches Haus wurde durchsucht, wobei eine Bombe gefunden wurde. Zwei Araber gestanden, den Wächter Schmulewitz in Sichron-Jaakow erschossen zu haben. Angriff auf die Kadoorie-Schule Ein Angriff auf die jüdische Kadooric-Ackcrha lisch ule auf dem Berg Tabor begann in den frühen Morgenstunden und wurde insbesondere von Osten 11er mit großer Heftigkeit durchgeführt. Das Schulgebäude wurde von zahlreichen Kugeln getroffen, die zum Teil auch in das Innere des Gebäudes eindrangen. Mit Hilfe von Militär- und Polizeiabteilungen, die zur Verstärkung herangezogen wurden, wurde der Angriff abgeschlagen. Jerusalem, 2. Juli. (JTA.) Die Lage am Dienstag Die Siedlung Mesch ek Hapoalot bei Afuie ist heftig beschossen worden. Polizei und Militär haben sich auf den Schauplatz der Kämpfe begeben. Zur Sicherung des normalen Riindftinkbctricbes und Verhütung von Anschlägen, hat die Palästinaregierung über ein Gebiet von 500 Metern im Umkreis des Senders in Ramallah den Ausnahmezustand verhängt. In seinem Hause in Emck Jeschafat wurde Farid Ihn Scheich bei der Herstellung einer Bombe schwer verletzt. Er dürfte nicht mit dem Leben davonkommen. Die Explosion war in weitem Umkreis zu hören. Die Polizei nimmt eine gründliche Durchsuchung vor. — Zwei Araber, die auf Anruf nicht stehen blieben, wurden von einer Polizcipatrouille beschossen. Beide wurde# verwundet und festgenommen. Sie hatten Gewehre bei sich, die sie unter den Mänteln verborgen hatten. Wegen Durchschneidens von Telefondrähten ist der Ort- Schaft Kaukab bei Beisan eine Kollektivstrafe auferlegt worden. Juden zur Rückkehr nach Jaffa aufgefordert Zahlreiche arabische Kaufleute in Jaffa haben die früher in Jaffa ansässigen Juden aufgefordert, in die Stadt zurückzukehren. Die Araber erklären sich bereit, ihnen Wohnungen und Läden zu vermieten, sie zu bewachen und im Notfall zu verteidigen. Gleichzeitig haben sich bedeutende arabische Kaufleute an jüdische Firmen in Tel-Awiw um Darlehen und Kredite gegen Hypotheken auf ihre Häuser und Pflanzungen gewandt. Allgemein wird dies dahin gedeutet, daß die arabische Kaufmannschaft des Streiks milde und entschlossen ist, sich von den politischen Extremisten loszusagen, ' gegenüber; jedoch scheint es sich hier nur um eine Taktil zu handeln, um das Mißtrauen der Araber nicht zu erregen. Offen bleibt allerdings die frage, ob die arabischen Freischärler im Falle einer Einigung!nitmachen werden. Sic sind jetzt zu regelrechten Aushebungen übergogangon, wobei sie die arabischen Familien vor die Wahl stellen, ihnen entweder Kämpfer oder Geld zur Beschaffung von Munition zur Verfügung zu stellen. (Zu diesem Belicht wäre liinzuzufügen, daß die Anregung einer zeitweiligen Unterbrechung der Einwanderung von de« Juden abgelehnt wird, und zwar aus prinzipiellen Gründen. — Red.) Wie die Freischärler rekrutieren 111 der Londoner ״Times“ vom 1. Juli berichtet der SpeziaIkorrespondent des Blattes in Jerusalem, er habe bei seiner Rückkehr nach zweiwöchentlicher Abwesenheit die Lage unverändert oder eigentlich verschlimmert vorgefunden. Jeder, einschließlich der militärischen Kreise, sei überzeugt, dal) die gegenwärtige relative Ruhe nur ein Vorspiel weiterer Ausbrüche ist. Der Korrespondent schildert dann, mit welchen Methoden die arabischen Freischärler — die arabische Be- Zeichnung ist ,,(i Ins ahnt“ —- ihre Rckrutierungsarbeiteii in Dörfern betreiben. Sie fordern von jeder Familie mindestens ein Mitglied für den Baudeinlieiist. Als die Bevölkerung des christlichen Dorfes Ramallah nördlich von Jerusalem die Stellung von Mannschaften ableimte, fordert!.■ man Geld. Ramallall bot 30 Pfund an. die Besucher forderten 1000 Pfund. Nach langen Konferenzen wurden dann unter dem Druck von I trolumgen 1000 p f u n d h c z a 11 1 t. I )er Korrespondent der ,,Times“ meint, tlalf die einzelnen ״l ibisabat“ keiner zentralcn Leitung unterstellen, lls scheine jedoch,!!all sie sieh für eine größere Aktion vorbereitet! und zu diesem Zwecke mehrere Abteilungen vereinigen. Die Haltung der Araber nabe sich überhaupt seit der Rede des Kolmiienministcrs im Par-!ament versteift, und mau nenne die gegenwärtigen Unruhen eine ״Revolte gegen den Bruch von Versprechungen‘‘ (womit gemeint ist, daß die den Arabern gegebenen englischen Versprechungen nicht erfüllt worden sind). Unterhausfragen über die Lage in Palästina In der Sitzung des englischen Unterhauses vom 1. Juli wurden mehrere Anfragen über Palästina beantwortet. Der Abgeordnete Maxton fragte den Kolonienminister, ob er in der Lage sei, die Namen der Mitglieder der Kgl. Kommission für Palästina bekannt zu geben. Minister Orinsby-Oore: Ich bin noch nicht in der Lage, eine Ankündigung zu machen. Abg. Boot 11 by: Wird der Minister im Hinblick auf die gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina einen Aufschub der Kommissionsentsendung in Erwägung ziehen? Der Kolonicnminister: Ich möchte, daß diese An-?rage schriftlich angemeldct wird. Abg. Maxton: Wird vier Minister im Hinblick auf die gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina eine Beschleunigung der Kommissionsentsendung in Erwägung ziehen? (Gelächter.) Minister Orinsliy-Iiorc: Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina ist cs vollkommen klar, daß die Kommission nicht hingehen kann. Abg Gallacher: Waren die Verhältnisse fiir die Kommission nicht völlig frei, wenn die Truppen zurückgezogen würden? (Gelächter auf der Ministerbank.) Die Frage blieb unbeantwortet. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Tlios. Williams wieviele von den anläßlich der Unruhen in Palästina verurteilten 121)6 Arabern und 328 Juden wegen geringfügiger Ucbertrctungcn um Bestimmungen des Ausnahmezustandes bestraft wurden, gab Kolonicnminister ( )rmsbv-( inre bekannt, daß wegen Verletzung der Bestimmungen des Aiisiialnnezu- Standes 331 Araber mul 263 Juden verurteilt wurden. Fine zweite Anfrage des Abgeordneten Willi a m s lautete, ob der Kolonieuininister eine Mitteilung über die um Truppen bei der Durchsuchung von Gebäuden nach Waben 111111 Munition in Palästina angewandten Methoden machen könne; ob die Funktion der Zollbehörden auneehteriial'.en blich und ob alle Maßnahmen getroffen worden .seien, um Zerstörung von Ingenium zu vermeiden. Der Kolonicnminister antwortete, er habe schon früher dem I lause mitgeteilt, vier High (iommissiouer habe ihm versprochen, in Kurze Informationen zu den Behauptung׳■!! über das Vorgehen des englischen Militärs m Palästina bei den Unruhe!! zur Verfügung zu stellen. Das 1 and stehe weiter unter vier Verwaltung des High (lommissioners und der Zi\ ilbvhbrvle!1; die Vorschriften darüber, was mit konfiszierteilt Eigentum zu geschehen habe, und über auilere (!egenstände seien in den Anordnungen festgelegt, die _ vier lligh Conunissiouer auf Grund der ()efence Order in Council erlassen habe. Fr — der Minister -- habe keinen Grund zur Annahme, daß Vernichtung von Eigentum vorgekommen sei, die vermieden hätte werden können, oder daß die Besiimmuiigen nicht genau und richtig angewandt werden. Schließlich fragte der Abgeordnete Titos. W i 11 i a m s den Kolonicnminister noch, welche Maßnahmen von der Palästinaregierung getroffen wurden, um angemessene Lebensbedingungen in dem Konzentrationslager von barafend zu sichern. Minister Ormsby-Gore antwortete, er habe keine Ursache anzutiehmen, daß es irgendeinen Grund zur Klage über die Lebensbeclingimgeu in dem Konzentrationslager von Sarafend gebe. Sarafcnd sei eine gesunde Gegend, wo Truppen gewöhnlich stationiert sind und jahrelang stationiert waren. Die Internierten erhalten drei Mahlzeiten nach einem von den Sanitätsbehörden genehmigten Schema. Auch wurde die Frrichtung einer Kantine im Lager gestattet. Elektrisches Eicht wurde eingeführt und eine angemessene Wasserversorgung eingerichtet. Unter vier Voraussetzung ordentlichen Vcrliaiten's genießen vlie> Internierten volle Freiheit der Begegnung untereinander. Für gottesdienstliche Verrichtungen wurden alle Erleichterungen gewährt. Gegenwärtig werden besondere Vorkehnmgen für gemeinsames Beten aller Mohammedaner getroffen. Der Abgeordnete Crcech Jones fragte, ob der Be- Schluß der Palästinaregierung, einen bedeutenden Teil der Altstadt von Jaffa sofort zu zerstören, notwendig sei, um mit den gegenwärtigen Unruhen fertig zu werden; ob t