Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 52 (30.6.1936)
- Date
- 1936-06-30
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 52, 30. JUNI 1936 ALÄSTI Wirkungen der Unterhausdebatte A Depression im arabischen Lager IVI11 iTclTI SCM €* Kl100611 Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel-Awiw, 24. Juni Die Luftpost mit den wörtlichen Protokollen der Unterhausdebattc ist in Palästina noch nicht angelangt. Die palästinensische Oeffentlichkeit ist jedoch an diesen Reden in Westminster so brennend interessiert, daß sie nicht abwartet, bis sie sich im einzelnen auf diese und jene Wendung dieses oder jenes Redners stützen kann, sondern hat stark und deutlich auf die Londoner Deklarationen der englischen Staatsmänner reagiert. Ueber die jüdische Stellung ist wenig zu unserem letzten Bericht hinzuzufügen. Die allgemein positive Haltung wird durch — zum Teil recht scharfe Kritik — von Details ergänzt, ln der arabischen Presse und in den arabischen Massen dagegen wird die Haltung der Enttäuschung der Untcrhausdebatte immer ausgesprochener. Man hat dabei zwischen der Auffassung und den Aeußerungen der führenden politischen Kreise und den Diskussionen und Empfindungen unter den Massen zu unterscheiden. Der Oberste Arabische Rat ist nach Empfang der Londoner Berichte zusammengetrcteii und hat verschiedene Erklärungen von Ormsby-Gorc zurückgewiesen. Der Rat leugnet es ab, daß er nicht in ganzem Umfange für die gegenwärtige arabische Aktion verantwortlich sei und nimmt für sich die volle Führerschaft für die palästinensisch-arabische Bewegung in Anspruch. Er leugnet weiter, daß der Oberste Moslemische Rat nicht in den Streik getreten sei und erklärt, daß dieser alle Arbeiten außer den rein religiösen Funktionen, also den Gottesdiensten in den Moscheen usw. eingestellt habe. Und der Rat leugnet schließlich, daß die gegenwärtige arabische Bewegung durch fremdes Geld unterhalten würde. Diese drei offiziellen Beschlüsse, die gegen bestimmte Absätze in der Rede des Kolonienministers gerichtet sind, haben besonderes politisches Interesse. Es ist ja einleuchtend, daß der Koloniemninister diese detaillierten Informationen aus erster Quelle, also vom Oberkommissariat in Palästina, erhält und daß dieses sie wieder entweder vom Obersten Moslemischen Rat oder aus dem Material als vertrauenswürdig bekannter Agenten bezieht. Dieses letzte gilt natürlich vor allem für den wichtigen Punkt der fremden Mittel, die der arabischen Bewegung zur Verfügung stehen. Wenn von so offizieller Stelle wie dem Kolonialamt eine solche Erklärung abgegeben wird, so kann man sicher sein, daß ihr klare Tatsachen zugrunde liegen. Und es braucht keiner näheren Erläuterungen, daß diese fremden Gelder ein sehr interessantes Licht auf die internationale Situation werfen, in die die palästenensischen Ereignisse der letzten Wochen hineingestellt sind. Was die beiden anderen Berichtigungen betrifft, die Erklärung, daß der Oberste Arabische Rat in vollem Umfange für die Führung der palästinensischen Aktion verantwortlich sei und der Moslemische Rat den Streikbeschluß durch- »geführt hätte, so ist es deutlich, daß diese Erklärungen insbesondere für das eigene Lager und die weitere Oeffentlichkeit bestimmt sind. Daß der Moslemische Rat den Streikbeschloß gewissermaßen nur pro forma gefaßt hat und daß heute die im Obersten Rat versammelten Führer längst nicht mehr für die gesamte Aktion verantwortlich sind, sondern daß daneben die radikalen terroristischen Elemente eine gewaltige, vielleicht die ausschlaggebende Rolle spielen, ist in Palästina niemandem ein Geheimnis mehr. Dennoch fühlt sich der Oberste Rat verpflichtet, die genannten Erklärungen im Interesse seiner Stellung abzugeben und ihnen möglichst große Verbreitung zu sichern, was von seinem Standpunkt begreiflich ist. Die genannte Versammlung des Obersten Rates hat auch den Beschluß gefaßt, den Streik auch jetzt noch w׳ eit er zu führen. Damit scheint die Aussicht auf ein Abblasen der arabischen Aktion von der Führung aus ganz in den Hintergrund zu treten, dagegen scheint es in den letzten Tagen immer deutlichere Anzeichen für ein —־ sehr langsames Versanden — der Streikaktion zu geben. Das Leben in Haifa, das in der ganzen Zeit weniger disloziiert war als in anderen Städten, normalisiert sich mehr und mehr. In Jaffa öffnen sich einzelne Geschäfte und Agenturen, werden hier und da schüchterne, manchmal erfolglose, manchmal erfolgreiche Versuche gemacht, zu kaufen und zu verkaufen. Die Not unter den Massen ist im Wachsen begriffen, wenn auch immer wieder ein Minimum von Unterstützung ausgezahlt wird. Neben dem wirtschaftlichen Druck und der viel stärkeren Ueberwachung durch die Regierung tragen politische Ueberiegungen hier und da Verwirrung in die arabischen Massen. Für diese war vielfach der Verlauf der Londoner Debatte eine bittere Ueberrasehung. Es werden Stimmen laut, die darüber klagen, daß man sich getäuscht hätte, bzw. durch die Führer getäuscht worden wäre. Man hat eine andere, für die Araber freundlichere und verständnisvollere Haltung der englischen Politik erhofft und kann sich jetzt der Enttäuschung über die Londoner Reden nicht entziehen. Das, was da gesagt wurde, so wird argumentiert, hat man von englischer Seite schon etliche Male gehört, damit wäre keine Schwenkung der englischen Politik in Palästina durchzusetzen und es wären *somit noch keine Resultate der großen Anstrengungen und Opfer der letzten Monate zu entdecken. Heute sind nun Teile der arabischen Massen in derselben Situation, in der sich die Führung schon vor etlichen Wochen befand. Wenn hier und da auch der Gedanke aufzukommen beginnt, daß durch eine Weiterführung des Streiks und der Gewalttaten i!11 Augenblick nichts zu erreichen sein wird, so weiß man andererseits doch nicht, wie man sich mit Anstand aus dem gegenwärtigen Dilemma ziehen soll. Die niederdrückende Wirkung der Unterhausdebatte auf beträchtliche Teile des arabischen Lagers fällt zusammen mit den ersten größeren militärischen Aktionen der Regierung, die zeigen, daß die Politik des Abwartens, des Verhandelns, der Verwarnungen, der legalen und militärischen Vorbereitungen jetzt an verschiedenen Stellen durch ein energisches Zupacken abgclöst wird. Wir berichteten bereits über bestimmte Abschreckungs- und Reinigungsaktionen im Jaffaer Bezirk. Die letzten Tage brachten dann auch den ersten größeren Zusammenstoß zwischen dem Mili- Jerusalem, 24. Juni. (Palcor) Mehr Hilfspolizisten Das Exekutivmitglied Schcrtok hat die Sitzung der palästinensischen Mitglieder des Aktions-Comites verständigt, daß es der Jewish Agency gelungen sei, eine erhebliche Steigerung in der Anzahl angemessen bewaffneter Hilfspoliz i st e n zu erzielen. Landwirtschaftliche Schäden Seit Anfang der Unruhen sind 90 456 Bäume vernichtet worden, und zwar 30 652 Kiefern, 30 232 Weinreben, 19 000 Zitrusbäume, 5124 Mandelbäumc, sowie 16 andere Arten von Obst- und Waidbäumen. 12095 Bäume, hauptsächlich Zitrus, sind beschädigt worden. Vernichtet wurden ferner 9791 Dunam Getreide, einschließlich von 6187 Dunam Weizen, 3121 Dunam Gerste und acht andere Arten von Getreide und Gemüse. Jerusalem, 25. Juni. (Palcor.) Durchsuchung von Kalkiliah Nach einer Meldung patrouillierten Truppen während der ganzen Nacht in der Umgebung von Kalkiliah, wo gestern ein Ueberfall auf einen Transport stattfand; heute, nach einem Zusammenstoß mit Terroristen, umzingelten Truppen Kalkiliah und hielten eine gründliche Durchsuchung ab, in deren Verlauf Schüsse aus verschiedenen Häusern gefeuert wurden; Militär erwiderte das Feuer, wobei, wie herichtet wird, sechs Araber getötet und mehrere verwundet wurden. Die Truppen bleiben weiterhin im Dorf, wo außerdem zwei Tanks und zwei Flugzeuge stationiert sind. Militärische Aktion bei Nablus Wie Palcor erfährt, haben nach den arabischen Verlusten die Truppen die Aktion gegen die Banden in der Gegend von Nablus .wieder aufgenommen. In Kabalan, östlich von der Nabluser Chaussee, gab es einen Zusammenstoß zwischen Seaforth Highlanders und einer Bande, wobei vier Araber getötet und drei verwundet wurden, ferner sind vier Gewehre, eine Bombe sowie Munition beschlagnahmt worden. Zur selben Zeit hatte eine andere Abteilung der Seaforth Highlanders ein Gefecht mit einer Bande, wobei zwei Araber getötet und einer verwundet wurden; drei Gewehre wurden beschlagnahmt. Ein englischer Korpora) wurde tödlich verwundet. Ueberfälle Ein von Jerusalem kommender Transport wurde zwischen Lubban und Nablus überfallen; die Eskorte erwiderte das Feuer, wobei ein Araber getötet und mehrere verwundet wurden. In Jerusalem erfolgte heute mittag ein Bombenanschlag auf eine Gruppe von Juden in der Nähe des Regierungsgebäudes beim Jaffa-Tor; niemand wurde verletzt. Heute mittag kam ein Araber in eine jüdische Orangerie bei Pctach-Tikwah und hat um Wasser. Als der Arbeiter Joseph Reinhardt ihm den Trunk reichen wollte, feuerte der Araber auf ihn vier Revolverschüsse ab, die jedoch fehlgingen, und ergriff die Flucht. Später wurde ein Araber festgenommen. Auf Kfar-Ivri, einer in der Nähe von Aiaroth gclegcnen Siedlung, wurde w'ährcnd der Nacht mehrfach geschossen. Die Wächter und Hilfspolizisten erwiderten das Feuer erst, als die Angreifer nur 25 Meter von der Siedlung entfernt waren, und schlugen sie in die Flucht. Durchsuchungen Das amtliche Communiquc vom Nachmittag berichtet über Haussuchtingen in 10 Dörfern in der Gegend von Hartuv, bei denen Munition, Messer zum Durchschneiden von Drähten, sowie Dynamit gefunden wurde. Im Zusammenhang mit einer Bombe, die gestern in einem Koffer in Haifa gefunden wurde, sind zwei Personen verhaftet worden. In Kabri wurden 11 Araber wegen Steinwürfen auf die Polizei verhaftet. Auf das Zollhaus in Akko wurde eine Bombe geschleudert, wobei die Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Der zweite bei dem Ueberfall auf Beth Alpha verwundete Araber ist seinen Verletzungen erlegen. Im Laufe von Haussuchungen in zwei Dörfern in der Nähe von Nablus wurde Munition gefunden. Bei einer nächtlichen Schießerei in Nablus drang eine verirrte Kugel in das dortige Krankenhaus, w׳obei ein arabischer Patient getötet wurde. Bei einer Durchsuchung im griechischen Kloster bei Bethlehem wurden zwei Gewehre, Sprengstoffe, 500 Patronen und eine primitive Kugelform gefunden. Eine Person w׳urde verhaftet. Abends wurden auf Kirjat-Anavim Schüsse abgefeuert. Die Wächter schlugen den Angriff zurück. tär und einer Terroristenbande zwischen Djenin und Tulkerem, bei der die arabischen Angreifer Dutzende von Toten — die genaue Zahl ist schwer festzustellen — zurückließen. Es begann auch dieses Mal wie bei früheren Angriffen mit der Beschießung einer von Militär begleiteten Autobuskarawane, aber während sich die Soldaten bisher damit begnügten, das Feuer zu erwidern, wurden diesmal Verstärkungen und Flugzeuge herangeholt und der Tcrioristenbande eine regelrechte Schlacht geliefert, die sie viele Tote und Verwundete kostete. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß es sich hier nur um einen Anfang handelt und daß das Militär jetzt daran geht, die Banden systematisch auszuheben, sic auf größeren Gebieten einzukreisen und damit nach und nach unschädlich zu machen. Es ist natürlich, daß die zahlreichen Opfer, die mit diesen Aktionen verbunden sind, auf die arabischen Massen, die bisher nur an Einzelverluste gewöhnt waren, ihren Eindruck nicht verfehlen. Zugleich mit diesem Vorgehen des Militärs hat die Regierung noch zu weiteren scharfen Verordnungen gegriffen. Insbesondere ist die Verfügung von Wichtigkeit, die für die Chaussee Jerusalem—Jaffa, von der Hauptstadt bis zum Eintritt in die Ebene, den Ausnahmezustand verhängt Enthaftete Juden Die zwei scphardischen Juden Abraham und Mordechai Nahum M i z r a c h i, die auf Grund der Aussage eines Arabers, unter dem Verdacht, am 8. Juni beim Jaffator in Jerusalem eine Bombe geschleudert und dadurch den Tod mehrerer Personen verursacht zu haben, seinerzeit verhaftet wurden, sind nunmehr auf freien Fuß gesetzt worden. Allgemeine Briefzensur Die Palästina-Regierung hat eine allgemeine Briefzensur für Auslandsscn düngen cingeführt. Zu diesem Zweck wurde eine Zensurstelle mit 26 Beamten errichtet. Audi über die nach dem Ausland reisenden Personen wird eine strenge Kontrolle ausgeübt. Jerusalem, 26. Juni. (Palcor.) Schüsse in der Nacht Während der Nacht wurden in mehreren Orten Schüsse abgefeuert. U. a. wurde im jüdischen Viertel Jemin-Mosche in Jerusalem geschossen. Neuer Kampf bei Nablus Auf der Nablus-(lliaimsee bei Lubban, unweit des Schauplatzes der gestrigen Kampfe, wurde heule früh ein Lastauto angegriffen, in dem sich außer dem jüdischen Ghatiffcur Izchak Lichtenstein vier englische Soldaten und eine Anzahl arabischer Telephonarbeiter befanden; letztere waren auf dem Wege, um beschädigte Tclephondrahte zu reparieren. Die Randiten gaben den Arbeitern vom Berge herunter Zeichen, worauf diese aus dem Wagen sprangen; erst dann cröffneten sie das Feuer. Militärverstarkungcii trafen am Ort ein und griffen die Araber an. Die Truppen, di(' den Bezirk von Nablus nach den Terroristenbanden durchsuchen, haben den Befehl erhalten, ihre Aktion so lange fod'/uset/cn, bis die Bauden liquidiert sind. Militärzug entgleist Ein Militärzug wurde in den frühen Morgenstunden nördlieh von Ludd zum Entgleisen gebracht. Die Lokomotive stürzte um; unterdessen schossen die Araber ununterbrochen. Der Lokomotivführer wurde getötet; ein Soldat kam unter die Lokomotive und wurde ebenfalls ge tut et; zwei Soldaten erhielten Verletzungen. Ein Araber wurde schwer verwundet. Jerusalem, 26. Juni. (JTA.) Wiederherstellung der Sicherheit Erklärung Wauchopes Bei einem Empfang für High Cominissioner Sir Arthur W auchope in Haifa gab dieser neuerlich der Entschlossenheit der Regierung Ausdruck, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um dein Terror ein Ende zu bereiten. Der High Cornmissioner erklärte, er sei überz.eugt, daß die Bevöikerung um so weniger zu leiden haben wird, je mehr die Arbeit wieder aufgenommen wird. Er sei entschlossen, alle militärischen und sonstigen Maßnahmen zu ergreifen; bis die Sicherheit von Leben und Eigentum im Lande völlig wiederhergestellt sein wird. Auszeichnungen für jüdische Polizisten Der Leiter der Palästinapolizei, R. (r. B S p i c e r, hat zwei jüdischen Polizist rn, die die Mörder des am 19. April getöteten (dieser R i s 11 t z k y ergriffen und die Jaffaer Polizcistation vor den Folgen eines Bombenanschlags dadurch gerettet haben, daß sic eine brennende Bombe unter Lebensgefahr unschädlich machten, 1' a p f c 1׳ k e 11 s a u s - z e i c h 1111 11 g e n verliehen. Außerdem wurden ein jüdischer Polizist und ein jüdischer Polizeikorporal zu einer Aus/eichiiung vorgcschlagen. Jerusalem, 28. Juni (Palcor.) Die Lage vom Sonntag Infolge der bei den Uebcrtälloii auf Tel Josef und Beth Alpha erlittenen Verluste haben in den letzten Tagen Attacken kaum noch stattgefimden; jedoch wurden in der vergangenen Nacht mehrere Schüsse in Klar Yecheskel abgefeuert; die dort einquartierten transjordanischen Grenzwachen verjagten die Angreifer durch Schüsse; Verletzte werden nicht gemeldet. Ferner wurde um Mitternacht von einer Orangerie in Tcl-Awiw aus auf ein Auto auf der Raniatgau-Ghaussee geschossen, in welchem sich der bekannte Chirurg Dr. Markus (aus Berlin) befand, der jedoch keinen Schaden hat. Von Eintritt der Dunkelheit bis Sonnenaufgang ist es verboten, sich der Straße auf mehr als 5rtl m zu nähern, und cs wird offiziell mitgcfeilt, daß starke Patrouillen die Aufrechterhaltung dieser Bestimmung durchsetzen werden. Damit sollen die vielfachen Schießereien 111 dieser Gegend der judäischcn Berge unterbunden werden. Die letzten Tage brachten also eine neue Gärung unter den arabischen Massen und verstärkte Aktionen des Militärs und der Behörde 11. Man soll sich jedoch nicht darüber tauschen, daß dennoch viele Schwierigkeiten zu überwinden bleiben und bis zur Pazifizierung des Landes noch viel zu tun bleibt. Einerseits ist gerade die Enttäuschung über die Londoner Debatte für die radikalen unversöhnlichen Elemente ein neuer Ansporn zu verzweifeltem Widerstand. Denn sie zielten aus der Situation nicht die Konsequenz, daß mit den bisherigen Methoden nichts zu machen ist, sondern daß eben der Druck auf England noch nicht stark genug ist, um wirklich Resultate zu zeitigen. Andererseits ist auch ein Versacken des Streiks und Terrors ein langsamer, ungeregelter und schmerzvoller Prozeß, der sowohl an die Regierung wie an die Juden noch große Anforderungen stellen wird. *