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Jüdische Rundschau · 1936-06-26 · Heft 51 (26.6.1936) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 51 (26.6.1936)
Date
1936-06-26
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seite 2 KINDER-RUNDSCHAU Nr. 11 so geschickt und zärtlich an, gab ihm süße Kosenamen, so daß schließlich das Rabenherz geduldig die Prozedur •ertrug. Miku bekam einen grünen Fleck auf den Schopf und je drei grüne Streifen auf die Flügel. Er war herrlich anzusehen. Jossele besaß nun statt eines schwarzen Raben einen schwarzgrünen Papagei. Der Junge hatte seine helle Freude an seinem Werke und verzieh nun sogar seinem Vogel, daß er nicht sprechen lernen wollte. Die Farbe hielt zwar nicht lange an, aber bei einem bißchen guten Willen und noch mehr Einbildungskraft konnte man auch weiterhin noch etwas wie Grün an den Flügeln des schwarzen Burschen erkennen. Jossele war zufrieden. Das Wunderbare, das nun geschah, war folgendes: Der Rabe, der bisher ein bescheidenes Tier gewesen war, wurde ein stolzer Vogel. Er schien sich nun wirklich einzubilden, ein Papagei zu sein. Und wenn auch die grüne Farbe bald von seinen Federn verschwunden war und dies Jossele merkte und es in seinen schwachen Mornenten sogar zugab, er, Miku, schien davon nichts wissen zu wollen. Es war nun Winter, und die Raben kamen von nah und fern in die Stadt, um einen Bissen Brot oder ein Körnchen zu erhaschen. Sie kamen manchmal auch in den Hof, wo des Flickschusters Häuschen stand. Miku am Fenster schien sie nicht zu beachten. Sie riefen ihm freundlich zu, luden ihn vielleicht ein, sie zu besuchen. Er aber antwortete ihnen nicht. Er war zu stolz dazu. Als sie Der Vogel schmiegte sich an die Wange des Knaben aber zu zudringlich wurden, schüttelte er Kopf und Gefieder und rief ihnen in krächzender Rabensprache zu: ״Elendes Rabenpack, seht ihr denn nicht, daß ich ein Papagei bin, ein vornehmer Mann, ein Aristokrat aus fernen Landen!“ Da wurden die Raben draußen im Hofe ganz demütig und dachten in ihrem Sinne, daß das wohl ein bedeutender Herr sein müsse, da er eine so stolze Sprache führt. Sie bückten sich vor ihm und baten ihn vielmals um Verzeihung. Er aber flog vom Fenster fort, ohne sie nur eines Blickes zu würdigen, auf die Schulter des kleinen Herrn, der eben dabei war, seine Schulaufgaben zu machen. Der Vogel schmiegte sich an die Wange des Knaben. Jossele aber, die zarte Körperwärme des Vogels spürend, sprach leise wie im Traume: ״Miku! Miku!“ und setzte dann ruhig seine Arbeit fort. Zeichnungen von Inge und Toni David Rubin die BSfU cu^b$t0f4th 286. Die Ilaftarah-Vorlesung ist nicht ein so religiöser Akt wie das Thora-Vorlesen, bei dem man sich nach Osten wenden muß. Die Haftarah-Vorlesung entspricht mehr einem Vortrag, den man zum Volk hält. 287. In Italien gibt es etwa 50 000 Ju len. Die Zahl der Xin nisten ist beträchtlich. H /* Dra-fuUe^eK Günther Cohn. Marienwerder (Wcsipr.). — Hans David, Reinickendorf-W. Heinz Gerichter, Charlottenburg. — Alex Ilaubenstock, Berlin. Wolfgang Jacob, Berlin. — Hermann Kristeller, Worms am Rhein. — Benni Oppenheimer, Tel-Awiw. -- A. Rapp, Groß- Umstadt. — Kurt Silbernik, Beuth.cn. — David Turbahn, 'Haifa. — Siegbert Veit׳, Berlin. IAND DER JUGEND Das Buch der Ki nder-Ru ndichau ist das schönste Geschenk, das ihr euch wünschen könnt. Wenn ihr es noch nicht habt, bittet eure Eltern darum. Ks kostet nur Reichimark 13.85 und ist bet eurem Buchhändler oder direkt beim Verlag der Jüdischen Rundschau Berlin W 15, Meinekestraße 10, zu beziehen Eine Reliefkarte von Erez Israel Jeder muß wissen, wie Erez Israel aussieht. Um unser Wissen zu bereichern, bauen wir uns heute eine Landkarte, und zwar eine ganz besondere, mit Bergen und Tälern. Solch eine Reliefkarte entsteht durch Uebereinanderkleben von Höhenschichten aus Karton, wie die Abbildung zeigt. Bevor wir anfangen, beschaffen wir uns unser Material: 2 glatte weiße Kartonbogen 50/$?, 0,8 mm stark; 1 Blatt Kohlepapier; 2 Heftklammern; schwarzer Zwirn; 1 Faden farbiges Stickgarn; für 10 Pf. Dextrin. Außerdem brauchen wir noch eine Schere, einen harten Bleistift, unseren Tuschkasten und einen Napf und Pinsel für den Leim. Bevor wir anfangen, machen wir uns unseren Leim fertig. Wir lösen den Dextrin in einer gleichen Menge Wasser auf. Wenn alles aufgelöst ist, kann er sofort verwendet werden Trocknet der Leim bei der Aufbewahrung ein, so brauchen wir nur neues Wasser aufzugießen, um ihn wieder ver• wendbar zu machen. Herstellung der Schichten Jede Höhenschicht muß, von der untersten angefangen, für sich gepaust werden. Wir legen dazu die Karte so auf den Kartonbogen, daß der untere schwarze Kartenrand mit dem unteren Rand des Kartonbogens abschneidet, legen den überstehenden Randstreifen der Karte um und klemmen ihn mit den Heftklammern fest. Nun legen wir das Kohlepapier zwischen Karte und Karton (glänzende Seite nach s ein ei fernes unten!) und zeichnen mit dem harten Bleistift durch. Wir pausen bei der unteren Schicht (-400 ־־ Meter): Die Randlinien, die Höhenlinie-\-j—200 —) ־4־ m). und alles, was in der Jordanebene innerhalb aieser Höhenlinic liegt; bei der zweiten Schicht (— 200 m): die Randlinien, die Höhenlinien —|-\-•—(־ (— MO m) und-(Meereshöhe) und alles, was zwischen diesen beiden Höhenlinien liegt; bei der dritten Schicht (Meereshöhe): die Randlinien, die Küstenlinie, die Höhenlinien-— (Meereshöhe) und (4200 ־ m) und alles, was zwischen diesen beiden Höhenlinien una zwischen der 200-m־Linie und der Küstenlinie Hegt; bei den höheren Schichten: die Randlinien, die entsprechende und die nächsthöhere Höhenlinie und alles, was zwischen diesen beiden Höhenlinien liegt. Die Abbildung zeigt, wie sich die gepausten Bruchstücke beim Zusammenbau ergänzen. Wenn alles gepaust ist, geht's ans Ausschneiden. Es darf jedoch nur immer ausgeschnitten werden, was sofort auP geklebt werden soll, da sonst die kleinen Teile leicht durcheinander kommen. Das Ausschneiden beginnt ebenso wie das Pausen bei der untersten Schicht (— 400 m). Bei dieser wird nur der Rand geschnitten. Bei der nächsten Schicht (— 200 m) wird außerdem noch das Jordantal, begrenzt von der 200-m־Höhenlinie, ausgeschnitten. Diese Schicht wird sofort auf die unterste aufgeklebt Als Markierung dienen die Ränder und die auf der unteren Schicht stehende Höhenlinie. Auch bei der dritten Schicht wird außer den Rändern nur das Jordantal ausgeschnitten, doch diesmal auf der MeereshÖhen-Linie, Wenn wir auch diese Schicht aufgeklebt haben, können wir schon erkennen, wie das Relief entsteht, und schneiden entsprechend nacheinander die übrigen Schiebten aus und kleben sie auf.

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