Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 49 (19.6.1936)
- Date
- 1936-06-19
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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SPOBT-ßUNDSCHAU JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 49, 19. JUNI 1936 Sportdisziplin Ist es immer wieder nötig, über diese Begriffe zu schreiben? Ja! Wenn man auf die Sportplätze und in die Turnhallen geht und zuschaut, wie unsere Menschen dort ihr Training und ihre Wettkämpfe abwickeln, dann fühlt man sich gezwungen, immer wieder daran zu erinnern, was eigentlieh der Zweck unseres Sportes ist, wo unsere Ziele liegen. Es scheint, daß bei uns unter einem höchst anzuerkennenden Siegeswillen die sportliche Moral leidet. Es kann nie darauf ankommen, daß ich siege, sondern wie ich siege. Wenn wir es nicht fertigbri igen, unsere Menschen zu veranlassen, sich nur um den ehrlich errungenen Sieg zu bemühen, weil uns nur dieser interessiert, einen unfairen Gegner nur durch um so größere Fairness zu beschämen, dann ist unsere ganze sportliche Erziehung sinn- und zwecklos. Wir müssen wiederholen, daß Disziplin für uns vor allem Selbstdisziplin ist. Der Sportler, der auf dem Sportplatz nicht seinen Mund halten kann, der nicht fähig ist, für seine Mannschaft statt für sich selbst zu kämpfen, kann nie unserem Ideal eines Sportlers nahekommen. Und wenn wir eine Jugend erziehen wollen, die einmal für unsere Ideen eintreten soll, dann ist es nur möglich, wenn wir die genügende Anzahl von Menschen haben, die gewillt und in der Lage sind, dieser Jugend ein Beispiel vorzuleben! Es ist die höchste Zeit zur Umkehr, wenn wir nicht der durch unsere Isolierung geförderten Fehlentwicklung erliegen wollen. Wie soll ein Mensch, der auf dem Sportplatz nicht diszipliniert und fair sein kann, diese Eigenschaften im Lebenskampf aufhringen? K. D. IIIIIIIMIIIIIIIItllllllllllllllllllltlllllllllllllllllimiMllinilUlllllllllHIIIIHIIIIIlIHHMIItltHIIIIIIIIIHIIimHIHIIIHIHIIIHIIIIIIIIIimiNI Ergebnisse Makkabi München-Gladbach In Luxemburg Der Makkabi M.-Gladbach war mit einer Fußball- und Tischtennis-Mannschaft zu Gast beim Makkabi Luxembürg. Die Luxemburger zeigten sich als hervorragende Sportler. Es gelang ihnen, das Fußballspiel, das bei Halbzeit noch unentschieden stand, mit 4 :2 zu gewinnen. Auch im Tischtennis siegte Luxemburg mit 6 :5, nachdem M.-Gladbach bereits mit 5 :2 Punkten geführt hatte. Harte Kampfe beim JBC Maccabi Köln Vor ausverkauftem Hause wickelte der Kölner Makkabi einen Kampfabend ab, der erbitterte Kämpfe brachte. Besonders imponierten die Boxer des Veranstalters, die von Kampf zu Kampf besser werden, ln den Hauptkämpfen gab es z. T. überraschende Ergebnisse. Im besten Kampf des Abends schlug der sich in glänzender Form befindliche Fritz Reif (Köln) Lew in (Düsseldorf) nach einem von beiden Seiten mit letztem Krafteinsatz geführten Kampt nach Punkten. Pflanzer (Köln) gewann gegen Kiinger (Düsseldorf) in einem wenig schönen Kampf n. P. Eine große Leistung vollbrachte Schindler (Köln), indem er gegen Bel f er (Essen), der 34 Pfund mehr Gewicht hatte, ein Unentschieden erzwang. Infolge eines zweifelhaften Urteils in der Begegnung zwischen Barterer (Köln) und Heymann (Essen) wurde als Ergebnis ״ohne Entscheidung“ bekanntgegeben. Im Mittelgewicht schlug überraschenderweise Kiinger (Köln) den starken Waag (Essen) knapp nach Punkten. Durch eine bessere 3. Runde erhielt Läufer (Köln) gegen Hauser (Essen) den Punktsieg. Tennisklub Makkabi Düsseldorf gegen Tennisklub Llchtscheid - Wuppertal 6:6 Nach dem schönen Siege vom Vorsonntag gegen Krefeld mußte der TC. Wuppertal ebenfalls die Ueberlegenheit der Düsseldorfer anerkennen. Wie schon gegen Krefeld, waren es wiederum die Herren, die den zum Sieg nötigen Vorsprung herausholten. Leider litt das Turnier unter Regenschauern und daher konnten die letzten vier Mixed nicht zu Ende gespielt werden; sie sind für den Ausgang des Kampfes aber ohne Bedeutung, da der Düsseldorfer Sieg ohnehin bereits feststand. Vor zahlreichen Zuschauern wickelten sich auf der schönen Platzanlage des Makkabi in Honigheim folgende Kämpfe ab: Herreneinzel (Düsseldorf zuerst genannt): Sondheim 1 — Strauß 4:6, 3::6; Sondheim II — Silberstein 6:4, 4:6, 9:7; Wolf —Dr. Cohn 6:0, 6:4; Zann —Sternberg 7:5, 6:2; Wilmersdoerfer — Civi 6:1, 7:5; Kraft gegen Dannenberg 6:2, 6:1; Haas —Kahn 5:7, 6:3, 6:4. — Dameneinzel: Gärtner I — Katz 3:6, 4:6; Leubüscher gegen Rosental 6:2, 6:2; Schweriner — Cohen 6:2, 6:4; Bär — Kadisch 1 :6, 3:6; Mayer — Chambre 6:2, 3 :6, 8 : 10. — Herrendoppel: Gebr. Sondheim — Strauß-Silberstein 2:6, 3:6; Wolf-Wilmersdoerfer — Cohen-Civi 6:2, 8:6; Zann-Kraft — Sternberg-Dar.nenberg 6:2, 6:2; Haas-Culp gegen Sternberg-Kahn 2:6, 6:8. — Mixed: Schweriner- Wolf —Ehepaar Cohen 6:1, 6:0. Was bringt der Sonntag? Jubiläumssportfest in Karlsruhe Am 21. Juni veranstaltet aus Anlaß seines 10jährigen Bestehens die Hakoah Karlsruhe ein großes Turnier. Es spielen: 10—11 Uhr: Fußball: Hakoah Stuttgart I — Hakoah Karlsruhe I; 11.15— 12.45: Fußball: Hakoah Stuttgart II — Hakoh Karlsruhe II; 13—14 Uhr: Fußball: Jugend Har Kochba Frankfurt — Hakoh Karlsruhe Jugend; 14.15— 15.15: Fußball: Bar Kochba Frankfurt I (Deutscher Makkabimeister 1936) — Hakoah Stuttgart I; 15.15— 16.15: Damenhandball: Bar Kochba Fft. — Hakoah Karlsruhe; 16.30—17.30: Fußball: Bar Kochba Fft. I — Hakoah Karlsruhe I. Abends um 20 Uhr findet in der Karl-Eriedrich-Loge, Kriegsstr. 154, ein Festabend statt. Makkabisportfest in München Am 5. Juli veranstaltet der neugegründete Makkabi München sein erstes großes Sportfest. Das Erscheinen der besten Leichtathleten des Makkabi aus Deutschland ist gesichert. Mit benachbarten Makkabikreisen schweben noch Verhandlungen. Makkabi-Tennis in Front Tennis Bar Kochba schlägt RjF-Grunewald 6:3 Wir konnten bereits vor einigen Wochen, nach dem Tennisturnier des ״Rot-Weiß“ in Leipzig, darauf hinweisen, daß sich im jüdischen Tennissport in Deutschland eine Aenderung im Stärkeverhältnis bei den Verbänden anzubahnen begonnen hat. Das Rot-Weiß-Turnier endete mit einem Erfolg der jungen Tennisspieler des Makkabi. Man konnte nach den damaligen Ergebnissen annehmen, daß nur erst vereinzelte Spitzenspieler die ihnen früher überlegenen Spieler des RjF. überholt haben. Jetzt gelang es nun auch der Mannschaft des Tennisklubs Bar Kochba Berlin, den besten Tennisklub des RjF., den Tennisklub Grünewald, ״Schwarz-Rot“, auf der Anlage des Bar Kochba in der Leibnizstraße 6:3 zu schlagen, ־ ein Zeichen dafür, daß nun auch bereits der gute Durchschnitt des Makkabi dem des RjF. überlegen ist. Grunewald spielte in der Aufstellung: Wolf, Lewin- Goldschmidt, Albert Meyer, Behrend, Gumpel und Peter Simon. Dieser stärksten Mannschaft stand die beste BK- Mannschaft mit Buchwalter, Brück, Lieber, Dr. Grünberg, Moser und Kurt Goldstein sowie im Doppel noch Hans Lichtenstein gegenüber. Zirka 200—300 Zuschauer, die zu diesem Spiel der beiden besten jüdischen Tennismannschäften erschienen waren, sahen von Anfang an packende und mitreißende Spiele. Anfangs schien es fast, als sollte das Resultat anders lauten. Brück wurde von Lewin-Gold- Schmidt überrannt, Simon (Schwarz-Rot) hatte gegen Goldstein 5 Matchbälle und Lieber verlor den ersten Satz. Dann elang es Goldstein jedoch, nachdem er alle Matchbälle imons abgewehrt hatte, nach 4 :6 den zweiten Satz mit 8:6, den dritten Satz mit 6:2 Spielen und damit das Match zu gewinnen. Auch Lieber gewann nach verlorenem ersten Satz (4:6) die beiden folgenden Sätze 6:3, 6:1. Hiermit wurde ein zweiter wertvoller Punkt für BK. ge- Wonnen. Alles war nun auf das Abschneiden von Buchwalter gegen den Spitzenspieler des Grunewald-Klubs, Wolff, gespannt. Zählte doch Wolff früher zur Deutschen Extraklasse und war viele Jahre in der Rangliste verzeichnet. Buchwalter konnte, ohne großen Widerstand zu finden, überraschenderweise mit 6:3, 6:4 siegen. Die Schläge von Buchwalter waren wunderbar genau, sein Aufschlag so scharf, daß Wolff Mühe hatte, ihn zurückzubringen. Buchwaltcr hat in diesem Spiel sich selbst übertroffen. Er wird bald Gelegenheit haben, seine hervorragende Spielweise beim internationalen Turnier des Bar Kochba im Juli erneut unter Beweis zu stellen. Moser hatte es nicht leicht, Gumpel in einem Dreisatz-Kampf zu überwinden. Nur der junge Behrend (RjF.) konnte noch den Bar Kochban er Grimberg 6:4, 4:7 schlagen. Nach Beendigung der Einzelspiele war das Punktverhältnis 4 :2 für Bar Kochba. ln den Doppelspielen konnten noch zwei weitere Punkte gewonnen werden. Buclnvaltcr-Brück ergänzten sich sehr gut und auch dieses Spiel wurde gegen Wolff-Lewin/ Goldschmidt gewonnen. Lieber-[)!•. Grimberg schlugen Dr Behrendt-Meyer und nur Moser-Lichtenstcin mußten sich den Schwarz-Roten Behrcnd-Simon beugen. Das Gesamtergebnis lautete für Bar Kochba 6:3 Punkte, 12:9 Sätze und 113:107 Spiele. Einzelne Ergebnisse (Bar-Kochba-Spieler zuerst genannt): Buchwaltcr — Wolfi 6:3, 6:4; B ü k I.cwiii-UoM-t'hmitli 0:6, 2:6; (Jriinborg 151-h 1 <11יt!t 4 :6, 5 :7; l.irltor . Meier 4 :6, 6:3, 6:1; Mo-cr - f’.umprl 4:6. 6:4, 8:6; ('.״I!!-teilt Simon 4:6, 8:6, 6:2. Doppel-pirie: Bu!iw.ilter- Bruck׳ Uoli- Lewin-OoliBchnm!! 6:4, 8:6; Mo.set -Liehlcn-tein - •־ Behrendt- Simon 1:6, 7:9; Lieber-( Iriinltcrg — Dr. Behrendt-M.iier 6:2, 10:8. Die leichtathletischen Rundenkämpfe Bexirk Nordwestdeutschland: Als nächster Bezirk des Deutschen Makkabikreiscs trug der nordwestdeutsche Bezirk am 14. Juni in Hannover die Rundenwettkämpfe aus. Das Sportfest zeigte in Anbetracht der ungenügenden Sportplatzverhältnisse gute Leistungen, die für später zu Hoffnungen berechtigen. Auch die Spiele, die das Fest umrahmten, zeigten gutes Niveau. Unter guter Beteiligung begannen die!eichtathletischen Wettkämpfe. Laboschin (Hamburg) sicherte sich in 12,4 Sek. den ersten Platz vor Blanck III (Hannover) in 12,6 Sek. im 100-m-Lauf. Der 1500-m-Lauf war besonders spannend. Nach recht scharfem Kampf siegte Chambre (Kassel) in der beachtlichen Zeit von 4:51,8 Min. vor Ostrowka (Hannover). Chambre ist Nachwuchssportler und startete zum ersten Male. Unter fachlicher Anleitung wird er noch eine bedeutend bessere Zeit herauslaufen. Herrmann (Hamburg) zeigte sein Können im Diskuswerfen (32,45 m) nud im Speerwerfen (43,85 m). Im Hochsprung war Blanck II (Hannover) allen weit überlegen. Die Höhe von 1,70 m überwand er leicht vor v. d. Walde (Hamburg) 1,55 m. Bei den Damen siegte im 100-m-Lauf unangefochten K e n d z i - o r r a (Hamburg) in 13,6 Sek. Die Kugel wurde von Gott hold (Hamburg) 7,30 m weit gestoßen. Bei eifrigem Training würde er weit mehr erreichen. Die Punkte-Rechnung hatte folgendes Ergebnis: Bar Kochba Hamburg 4524,8 Punkte; Bar Kochba Hannover 3428,8 Punkte; Bar Kochba Bremen 1887,7 Punkte; Bar Kochba Bielefeld 1553,9 Punkte. Die erreichten Punkte geben jedoch kein klares Bild des Stärkeverhältnisses der Vereine, weil infolge der großen räumlichen Entfernung nicht alle Vereine volle Mannschaften entsenden konnten. Nach Abschluß der leichtathletischen Wettkämpfe begannen die Faustballspiele. Bar Kochba Hamburg Damen gegen Bar Kochba Hannover Damen 44:62. Vor Halbzeit wurde um jeden einzelnen Punkt erbittert gekämpft, während Bar Kochba Hannover nach Halbzeit sich die Punkte überlegen sicherte. Bar Kochba Hamburg Herren trat gegen eine aus den anwesenden Vereinen zusammengestelltc Mannschaff an und gewann 47:30. Im Hauptspiel, im Herren- Faustball, standen sich Bar Kochba Hamburg I gegen Bar Kochba Hannover I gegenüber. Man bekam ״richtiges'‘ Faustbalispiel zu sehen. Der Ball wechselte minutenlang die Seiten, bevor ein Punkt erzielt wurde. Hannover nutzte das dreimalige Schlagen des Balles aus, um ihn genau vor die Leine zu bringen und dann wohl berechnet kurz hinter die Leine zu setzen. Aber Hamburg vereitelte manchmal diese Taktik und brachte den Ball wieder zurück. Der Stand bei Halbzeit (18 : 19) zeigt so recht den Verlauf des Spieles. Das Endergebnis lautete 47 :31. —- Ein Handbailsniel zwischen Bar Kochba Hamburg und Bar Kochba Hannover bildete den Schluß der in Ruhe und Disziplin durchgeführten Wettkämpfe. Hannover gewann mit 8 : 1 Toren. Als hervorragender Schiedsrichter erwies sich Erich Blanck vom Bar Kochba Hannover. Es ist bekannt, daß die Bahnverhältnisse der von jiidisehen Sportlern benutzten Sportplätze schlecht sind. Wenn man dies berücksichtigt, so darf man wohl behaupten, daß dei Vereinswettkämpic des Nordwestdeutschen Makkabibezirks gute Ergebnisse gezeitigt haben und als ein voller Erfolg gebucht werden kann. Die am 5. Juli in Hamburg stattfindenden Nordwestdeutschen Makkabimeisterschaften werden besonders gut vorbereitet. Es liegen jetzt schon von fast allen Vereinen zahlreiche Nennungen vor. Auch hier wird man erbitterte Kämpfe zu sehen bekommen, weil nur der Sieger und der Zweitbeste in jeder Sportart zu den Deutschen Makkabimeisterschaften zugelassen werden. Bezirk Westdeutschland: Die am letzten Sonntag infolge Unwetters ausgefallenen Runden Wettkämpfe in der Leichtathletik werden am 21. Juni nachgeholt. 111 der A-Klasse starten Makkabi Düsseldorf und Hakoah Köln, in der P-Klassc Hakoah Essen, Makkabi M.-Gladbach, Hakoah Jülich, Hakoah Wuppertal und Makkabi Koblenz, Besonderes Interesse dürfte der 400-m-Lauf finden, in dem A. Ehrlich (Düsseldorf), Salzberg und Münz (Köln), 1 alkenstcin (M.-Gladbach) und Orglcr (Wuppertal) aufeinnandertreffen. Die Wettkämpfe beginnen um 10.15 Uhr auf dem Hakoah-Platz, Köln-Lindenthal, Militärringstr., Ecke Glcueler Str. Bezirk SUdwestdeutschland: Die leichtathletischen Runden Wettkämpfe des Bezirks Südwestdeutschland werden am 28. Juni in Frankfurt a. M. zur Durchführung gebracht. Jüdischer Sport aus aller Welt Europameister Kabos in Hochform. Bei dem Tersztyansky- Erinnerungsmeeting, das in Szarvas (Ungarn) unter Teilnähme der besten ungarischen Fechter zum Austrag kam, erwies sich Europameister Kabos, der aus dem Jüdischen Turn- und Fechtclub Budapest hervorgegangen ist, als bester Mann. Er endete mit 7 Siegen an 1. Stelle. Zweimal Diskus über 44 m. Zwei gute Leistungen im Diskus werden gemeldet. Aus Ungarn kommt die Meldung, daß der jüdische Diskuswerfer Madarasz die Scheibe 44,10 m ' weit warf. In USA. erzielte der jüdische Student Phil L e v y einen Wurf von 49,42 m und blieb damit 29 cm über seiner im vergangenen Jahre erzielten Bestleistung. Jüdischer Fechtmeister in Polen. Die Fechtmeistcrschaften in Polen, die unter starker Besetzung ausgetragen wurden, sahen in dem jüdischen Fechter Roman Kantor aus Lodz den Sieger und Meister im Degenfechten. Polnischer Makkabirekord im Stabhochsprung. Bei dem Eröffnungssportfest des Makkabi in Lemberg gewann der bisher wenig hervorgetretene Sportler Nacht den Stabhochsprung mit 3,15 m, eine Leistung, die gleichzeitig einen neuen polnischen Makkabirekord darstellt. Schwarz (Prag) lief 3000 m in 9:18 Min. Bei dem anläßlich der Anwesenheit des Marathonläufers Zabala in Prag durchgeführten Meeting gingen auch eine Reihe jüdischer Sportler über 3000 m an den Start. Schwarz endete an 4. Stelle in 9:18 Min. und Goldschmied (Hagibor) belegte mit 9:35 Min. den 6. Platz. Engel (Hagibor) in guter Form. Ing. Engel, Makkabiweltrekordmann über 100 m, befindet sich in dieser Saison in recht guter Form. Im Klubkampf Technik—Universität lief er die 100 m in 11 Sek. und verhalf durch seinen bravourösen Lauf seiner Mannschaft zum Siege in der 4 mal 100-m-Staffel. Kiel gewinnt Studentenmeisterschaft von Südafrika. Der bekannte jüdische Hürdenläufer Sidney Kiel gewann bei den südafrikanischen Studentenmeisterschaften die 120 Yards- Hürden in der fabelhaften Zeit von 14,6 Sekunden. Hakoahner placiert sich bei französischen Ringkampfmeisterschaften. Fritz Oberländer, ein ehemaliges Mitglied der Wiener Hakoah, das vor einiger Zeit nach Paris übergesiedelt ist, beteiligte sich mit recht gutem Erfolg an den französischen Ringkampfmeisterschaften. In der Schwergewichtsklasse belegte Oberländer den 2. Platz. Makkabi-Fechter wird ägyptischer Meister. Bei den ägyptischen Meisterschaften im Florettfechten gelang es dem Makkabisportler J a b e z durch seinen Sieg über den bisherigen Meister den Aegyptcr Abdin den Titel für 1936 zu erkämpfen. An 3. Stelle endete Makkabiahsieger M o y a 1. LUZERN Schiller Hotel Garni Alle Zimmer mit Telefon und fließ. Wasser oder Bad Zimmer von Fr. 4,— an. Pension ab Fr. 10,50. Autoboxen Makkabi-Fechter wird Meister von Kanada. E. Gittermann, ein Mitglied des Makkabi Montreal, gewann kürzlieh die Meisterschaft von Kanada im Sä beifechten. Die diesjährige Besetzung der Meisterschaftskämpfe war in Anbetracht der bevorstehenden Olympiade eine sehr starke. Der Sieg des jüdischen Fechters ist gleichzeitig als ein großer Erfolg für den Makkabisport in Kanada zu werten. Jüdische Schwimmerin gewinnt Meisterschaft von Chile. Bei den Schwimmeisterschaften von Chile gewann die jüdische Studentin Diana B u r s t e i n den Meistertitel im 100-m-Freistii-Schwimmen in 1:27,8 Min. I!