Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 48 (16.6.1936)
- Date
- 1936-06-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48 16. VI. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Wie ^eslaBle toll den Schabbat? Für Schabbat, 20. Juni Wochenabschnitt: ״Korach“ IV. Bach Moses Kap. 16, 1—18, 32. I. Um die Hintergründe des Aufstandes Koracfos zu verstehen, und um die Art, wie Korach die Masse gegen Moses aufwiegelte, kennenzulemen, lesen wir im Edmond Flegs ,.Moses“ den Abschnitt: ,,Der Aufruhr Korachs“. Man lese dann im Text die Rechtfertigung Mosches in Vers 15 des 16. Kapitels und vergleiche sie mit der entsprechenden Stelle der sonstigen Haftarah Schmuei I, Kap. 11. II. In dem Buch ״Die Schrift und ihre Verdeutschung" von Martin Buber und Franz Rosenzweig finden sich in dem Aufsatz ,.Leitwortstil in der Erzählung des Pentateuchs“ sehr tiefe u..d aufschhilireiche Bemerkungen zum Verständnis der Wortwahl innerhalb der Erzählung (Seite 220—223). Wir empfehlen diesen Aufsatz ganz besonders. III. Da au diesem Schabbat der Monat Tammus beginnt, weisen wir zur Vorbereitung der am 17. Tammus beginnenden 3״ Wochen“ auf eine umfassende Bibliographie hin, die von der Schulabteiiung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland zu diesem Thema unter der Nr. 16/36 erschienen ist. Sie enthält fast das gesamte Material, das in deutscher Sprache zu diesem Thema existiert. Als Haftarah wird das letzte Kapitel aus dem Propheten Jesaja gelesen. J. E. Der Beginn des israelitischen Königtums Zu diesem historisch interessanten Thema bietet die Haftarah in I. Sam. 11, 14 — 12, 22 aufschlußreichen Stoff zur Besprechung. Um den inneren Zusammenhang im geschichtlichen Ablauf herzustellen, lesen wir das vorangehende Kap. 11 vom Einfall der Ammoniter auf israelitisches Gebiet ipi Ostjordanland und der ersten Heldentat Sauls. Dabei wollen wir uns die historische Situation der Zeit Samuels und die Ereignisse, die zum Königtum geführt haben, vergegenwärtigen. Die Zeit Samuels war eine Zeit der Knechtung Israels durch die Philister, die die Uneinigkeit der Stämme und den Mangel einer einheitlichen Führung ausgenutzt haben, um ins Land cinzudringen und das Volk zu bekriegen. Durch die Not des Volkes wird Samuel bestimmt, dem bedrückten Israel einen König und. Helfer zu geben. Seine Wahl fällt, wie das Buch Samuel berichtet, auf den Bauernsohn Saul, der auf der Suche nach den verlorengegangenen Eselinnen seines Vaters ahnungslos zu Samuel kommt, der aber in ihm den rechten Mann sieht, um dem Volke in seiner Bedrängnis zu helfen. ln Kap. 11 sehen wir Saul als den tatkräftigen Helden, der das Volk zum Siege führt. Die Stadt Jabes in Gileaa wird vom König der Ammoniter Nachasch bedroht. Die Schwäche Israels nutzten nicht nur seine westlichen, sondern auch seine östlichen Nachbarn aus, um in sein Gebiet einzudringen. Saul wird von der Nachricht erschüttert und entschließt sich, schnell zu handeln. Sein Aufruf zündet und weckt die erschlafften Gemüter in Israel. Es gelingt ihm, innerhalb weniger Tage ein Heer aufzubieten und das Volk zu einem siegreichen Feldzug gegen Ammon fortzureißen. Die übermütigen Ammoniter werden von dem mutigen Saul aufs Haupt geschlagen und das dankbare Volk krönt ihn in iGilgal, ■der altheiligen Stätte am Jordan bei Jericho, unter Jubel zum König über Israel. Das Volk kann aufatmen, sein Erretter ist gekommen. — Wir haben es hier mit einer historisch glaubwürdigen Erzählung über die Entstehung des Königtums zu tun, die die Zeitereignisse ganz anders beleuchtet, als die zum Teil legendären Geschichten der frühe* ren Kapitel. Anschließend daran erzählt das Kap. 12 vom Abschied Samuels von Israel, der er lange Jahre als Richter und Führer gedient hat. Aehniich wie Moses (vgl. in der Ssidra 16, 15) beteuert auch Samuel seine Unschuld und weist auf seinen einwandfreien Wandel hin, der klar vor aller Augen zutage liegt. Dabei richtet er noch ein Mahnwort au das versammelte Volk, seinem Gotte die Treue zu halten und nicht immer wieder von neuem abzufallen, denn in Gott ist Befreiung und Errettung in Zeiten der Not. Zweifellos haben wir es in diesem Kapitel mit einer Geschichts- und Lebensauffassung zu tun, die den späteren großen Propheten eigen ist. Daher wollen manche der Forscher und Kritiker diese Stelle als später abgefaßt erklären und sie mit der sieh langsam durchsetzenden Ge- Schichtsbetrachtung der Propheten in Zusammenhang bringen. Was uns an diesen Worten Samuels und seinen Mahnungen berührt, ist die 1 lerzeiisreinheit dieses Mannes, sein Streben, das Volk zu läutern und zu vergeistigen, wobei er dem Volke Selbstvertrauen und Vertrauen auf Gott einzuflößen versucht. Es ließen sicli hier noch anschließend einige Betrachtungen über die Wirkungszcit Samuels, sein Kampf um die Erhaltung des Volkes und die Hebung der reinen Gottesvor- Stellung gegenüber vielfacher Vermischung mit heidnischen Elementen, wie sie schon die Richterzeit zeigte, anknüpfen. Auch über die Rolle Sauls im Kampf um die Befreiung Israels sollte noch gesprochen werden. J. M. Kundgebungen des Keren Hajessod BRUCHSAL Mlttwoch,17.Juni.20.15Uhr, In der Synagoge Ansprachen: Bezirksrabbiner Or, Qriymisoh Dr. Leo Scherek-Berlln Rabbiner Dr. Lernle- Frankfurt a, M.' Europäische Judenfrage und Palästina Synagogenrat Bruchsal Zion. Ortsgruppe PLAUEN Montag, 22. Juni! 20.15 Uhr, Qemelndeaaal Begrüßung Gemeindevorsteher J. Qoldmann Landger.*Dlr. e.D. M. Alterthum-Lalpzig Rechtsanwalt A. Moear-Frankfurt a- M. Die Ereignisse in Erez Jlsrael — Unsere jüdische Antwort Israelitische Religlonegemelnde Ortskomitee dar Jawlah Agency Aus dem Reich Von unseren Berichterstattern Cottbus. Am 13. Mai sprach Dr. Edgar Rosen über ״Der Aufbau Ere* Israels und das Problem des Vorderen Orients'1. — Am 4. Juni tand eine Trauerkundgebung für Sokolow statt; danach sprach Dr. Leonhard O bring er über ״Das Gesundheitswesen in Palästina“. Dresden. In der Synagoge konzertierte das Leipziger Collegium musicum unter Leitung von Barnet-Licht und mit. der Geigerin Mirjam Zu ns er. Zum Gedenken an Gustav Mahlers 20. Todestag trug Susanne Löwensteira einige seiner ,,Kindertoteniiedcr“ sowie Gesänge H. Goldschlags und Hugo Wolts vor, begleitet von dem Dresdner Pianisten Walter Goldmann. Euen. Am 20. Mai führte die Wäio-Ortsgruppe den Wiio-Filtn ״Die arbeitende Frau in Eret Israel“ vor. Frau Gertrud Cohn sprach begleitende Worte. — Am 28. Mai sprach Dr. Wassermann» Oberhausen, über ״Palästina im Rahmen der englischen Orientpolitik“. Geilenkirchen. Am 25. Mai sprach Dr. Neuberger, Düsseldorf, in einer Gemeindeversammlung über die Ereignisse in Palästina. Gleiwiti. ln der ersten Repräsentantenversarnmiung dieses Jahres wurde nach der Neuwahl des Büros, dem als Vorsitzender Sanitätsrat Schlesinger (C.-V.), als Stellvertreter Erich Kopp (zion.), als Schriftführer Georg Badrian (C.-V.) und als Stellvertr. Frau Gaßmann (C.-V.) angehören, der Haushaltsplan für 1936 beraten und mit 102 755 RM. in Einnahmen und Ausgaben verabschiedet. Görlitz. Dr. Walter Pietrkovrski erstattete in einer Gemeinde- Veranstaltung einen Reisebericht über das Thema: ״Wie sieht es heute in Palästina aus?“ Güttingen. Am 11. Mai sang Hermann S c h e y im Kulturbund Lieder von Schubert, Schumann und Brahms. Werner T u t e u r war ein vorzüglic'ncr Begleiter. Harburg-Wilhelmsburg. Am 19. Mai sprach in einer von der Gemeinde Harburg und der Zionistischen Ortsgruppe Harburg veranstalieten Versammlung Lehrer Gordon über seine Palästina-Reise. Magdeburg. Vom S.—7. Juni fand in Magdeburg ein Treffen der mitteldeutschen Grupjsen des Brit Hanoar statt. Erziehungsprobleme waren das Hauptthema der Arbeitsgemeinschaften. (Erwin Seligmann, Hbg.) Abschluß der Aussprachen bildete ein Oneg Schabbat, bei dem Arjeh Händler sprach. Mülhclm-Ruhr. Die Zion. Ortsgruppe veranstaltete mit dem Jüdischen Jugendbund am 9. Juni einen Vortrag, bei dem Georg Gut hm an n ״Zur gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Lage in Palästina, unter besonderer Berücksichtigung des jüdisch-arabischen Problems“ sprach. Stralsund. Am 23. Mai fand in der Synagoge eine Kundgebung der ZOG statt. Paul Eckdisch sprach über ״Die Ereignisse in Palästina — unsere Antwort“. Ankündigungen Br ca lau. Am 18. Juni, 20 Uhr, Lcsslngsaal: Gemeindeabend für die Jugend-AUJah-Bewegung. Ministerialrat Dr. Otto Hirsch: ״Unsere Jugend het eine Zukunft". Filmvorführung: Einleitende Worte: Marta Goldberg von der Arbeitsgemcins.haft für Kinder- und Jugend- Alijah. Dresden. O!Ukomitec der Jewish Agency: Traucrlcicr iur Sokolow am 17. Juni. 20.30 L'lir, im Neuen Gemeinde ■aal, Zeughausstrahe. Gedenkrede: Landgericht -dir. a. 1). Altcrthum. — Franklurt a. M. 17. Juni, 20.30 Uhr, lloraal, Unterlindau 21, Dr. Hans Pomeranz: ״Was man in Palästina lernt“. -- Hirschberg (Rsgeb.). 18. J uni, 20.15 Uhr, Vertrag in der bviia^u^e über ״Tatsachen und Perspektiven der PaläätinawirMrhaft’‘ von A״m׳- .;or fieor^ Joel, Breslau. — Mülheim (Ruhr). Td^iiu^ der Arln-ii •o. m! m-׳׳hah judi.-,: hur Lehrer am Nicderihein am 21. Juni. 16 Uhr. KvU-rak: uU*r Mi -־׳!!nah Schallbat Abschnitt 1, Kleiner Kap. 5. und nein.׳ S hui! );icher in!1.1 .יי ina. —- M.-GladbacH« 17. Juni spricht im (.»enieindehaus Dr. \Va־-״u׳mann (Oberhausen) über י!,(!״ jüdisch-arabische hroblem'‘. Familien - Nachrichten Herr Markus Simon, Freibur^ i. B., ■ht am 17. Juni den 60. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 27. Juni: Alton.־•, Kapp, Sohn von Ludwn.׳ Kapp, Oroh-I «luden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, 16. Juni! Wien (507), 12: Schallplatten, 11. a. Vera Schwarz: 16.05: Schallplatten: Aus Joseph Schmidt-Fiimcn. - Limoges (335), 12.15: U. a. Paul Dukas. — Agcn (360), 13.45: U. a, Offenbach. — Kalundborg (1263), 15.40: Klaviersoli, u. a. Mendelssohn: Rondo capticc.ioso. — Paris PTT. (431), 20.’30: U. a. Schönberg. — Oslo (1154). 20.30: U. a. Offenbach: Potpourri a. ״Pariser Leben“. — Prcßbtxrg (299), 21.35: Hebräische Melodien. — Algier (318), 21.35: Opernari׳■!! v >:! Meyerbeer. — Luxemburg (1304), 21.40: U. a. Mendelssohn-Lieder. Mittwoch, 17. Juni: Budapest I (550), 12,05: U.a. Mendelssohn. — Paris (1648), 14: Tristan Bernard; 17.30: Mendelssohn: Zweite Symphonie. — Straßburg (349), 14.30: U. a. Moszkowski: Spanische Tänze. — Brünn (325), 18: Vortrag Felix Langer: ״Lote dein Ich“. — Prag I (470), 19.45: ״Die schöne Helena“, Operette von Odenbach. — Hilversum I (1875), 19.55: U. a. Offenbach, Rubinstein. — Poste Parisien (312), 18,20: Vortr. ״Rachel“ Eliaquim. — Oslo (1154), 20.30: Mendelssohn: Hebridon-Ouvcrtüre. — London (342), 21.30: U. a. Meyerbeer: Fackeltanz. — Radio-CiH (281), 22.30: Milhaud. Donnerstag, 18. Juni: Straßburg (349), 11: Mendelssohn: Hochzeitsmarsch, Bruch: Kol nidrei. — Rennes-Breb (288), 19.30: Offenbach. — BriL-el, franz. (484), 20: U. a. Mendelssohn. — Hilversum I (1875), 21.10: U. a. Mendelssohn: Oktett für Doppel- Streichquartett. — Hilversum II (302), 21.55: Teresa Gerson• Danziger singt. Freitag, 19. Juni 1 Paris (1648), 11.30: Jüdische Sendung: J. A. Arennes. — Grenoble (514), 13.30: U. a. Meyerbeer. — West- England (373), 18.30: Mendelssohn: Charakterstück Nr. 4. — Brüssel, fläm. (322), 20: Moszkowski: Spanische Tänze. Bordeaux (309), 21,25: ״Vie Parisienne“ v. Offenbach. — Stock- Holm (1389), 22.15: U. a. Meyerbeer. Sonnabend, 20. Juni! Wien (506), 12: Schallplatten, u. a. Weil), Dreigroschenopcr. — Luxemburg (1304), 15.60: IJ. a. Rubinstein: Kaukasisches Lied; 17; U. a. Ottenbach. — Straßburg (349), 17.16: U. a. Rubinstein: Russkaja und Trepak. — Stockholm (1389), 17.30: Moszkowski: Serenade. — London (342), 19 30: Rubinstein: Toreador und Andatusierin. — Budapest II (840), 20: U. a. Rubinstein: Sehnsucht. — Paris PTT. (431), 20.30; Orehester Ro־cnthal, u. a. Meyerbeer. — Budapest I (550), 20.45: Offenbach: ״Die schöne Helena“. — Hilversum II (302), 21.45: U. a. Ochs, Meverbeer. — Kalundborg (1263), 22.10: U, a. Moszkowski: Spanischer Tanz. Kreiitagung für das Gfebiet Westrheinland. Am 7. Juni fand in Jülich eine Kreistagung für das Gebiet Westrheinland statt. Vertreten waren die Ortsgruppen Aachen, Bonn, Düren, Eschweiier, Euskirchen, Jülich und M.-Gladbach, ferner mehrere Stützpunkte des KKL. Nach Begrüßungsansprachen des Vorsitzenden der Ortsgruppe Jülich, Herrn V o ß, und des Vorsitzenden der Synagogcngemcindc, Herrn Horn, referierte Georg Gut 11 mann über das Thema: ,,Zur gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Lage in Erez Israel unter besonderer Berücksichtigung des jüdischarabischen Problems“. Dem Referate folgte eine Aussprache, an der sich die Herren Stiebei, M.-Gladbach, Dr. Stiel. Eschweder, Hans Herbert Hammerstein, Bonn, Bender, Düren. Kohn und Dr. Mendel (Jülich) beteiligten. Im zweiten Teil der Tagung gaben die Vorsitzenden der Ortsgruppen Berichte über die zionistische Arbeit in ihren Gruppen. Der Reichsverband polnischer Juden in Deutschland ruft für den 21. Juni eine Bezirkstagung seiner stidwest- und westdeutschen Ortsgruppen nach Wiesbaden ein. Die Tagung, bei der Dr. Meitlis (Berlin) zugegen sein wird, findet im Sitzungssaal der jüdischen Gemeinde in Wiesbaden statt. Ortsgruppen sowie Einzelpersonen, die an dieser Tagung teilnenmen wollen, werden gebeten, sich umgehend mit dem Sekretariat in Berlin W35, Kurfürstenstr, 42, In Verbindung zu setzen. Im Verlag Kedem, Berlin-Charlottenburg, erscheinen 13 Essays von Dr. Theodor Simon. Der Subskriptionspreis, welcher bis 20. Juli gilt, beträgt 2,50 RM. Bestellungen nimmt außer dem Verlag auch Frau Dr. Simon, Berlin-Wannsee, Bismarckstr. 3, entgegen. Warnung. Unter dem Vorwand, baldigst zur Alijah zu gehen, wenden sich in letzter Zeit öfters Personen an jüdische Familien mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Wir möchten darauf aufmerksam machen, daß das in keinem Fall in Uebereinstimmung mit dem Hechaluz geschieht. Sollten wiederum Leute mit derartigen Bitten irgendwo vorstellig werden, so bitten wir, sich mit der Alijah-Abteilung des Hechaluz fn Verbindung zu setzen. Hechaluz Deutscher Landesverband Palästinawirfschaft Soeben ist im 1 lechaluz-Ycrlag, Berlin, eine Broschüre von H. F r u m k i 11 erschienen, die unter dem Titel: ״Krise in Palästina?“ sich mit den Tatsachen und den Perspektiven der Palästiu.1 Wirtschaft auf Urund der I twicklung in den Jahren 1032 bis 1935 beschäftigt. Die Herausgabe dieser Schrift gerade im gegenwärtigen Augenblick ist hesonders begrüßenswert, da ohne Zweifel nach Uebei w induiig des politisch bedingten Unriilie/.ustandes!11 Palästina die wirtschaftlichen Probleme der jüdisch e 11 Arbeit wieder in den Vordergrund des Interesses treten werden. Die Schrift von Frumkin kommt zu dem Ergebnis, daß die Hauptmängel der jüdischen Wirtschaft, die zu konstatieren sind, nicht in einer Uebcrschrcitung natürlicher Wachstumsmöglichkeiten liegen, sondern daraus entspringen, daß die Möglichkeiten nicht genügend ausgenut/t wurden, die die Einwanderung und die jüdische Bevölkerung mit ihren Mitteln boten, daß man Wirtschaftszweige vernachlässigte, und daß eine Organisation der Wirtschaft durch die Oeffentlichkeit und eine nationale Wirtschaftsplanung fehlten. Diese These wird an Hand eines reichen statistischen Materials unterbaut. Zahlen und Ausführungen über die Ent- Wicklung der jüdischen Bevölkerung in diesen Jahren, über ihre Berufsstruktur, über die Zusammensetzung der Arbeiterschaff, die Kapitalinvestitionen der Juden, den Konsum, den Import ausländischer Produkte, das Verhältnis der 3rabischen Wirtschaft zur jüdischen Alijah, die internationale Kapitalverflechtung Palästinas, die Auswirkungen des jüdisehen Aufbauwerkes auf die Nachbarländer und die Regierungswirtschaft dienen der Beweisführung. Line Reihe von Forderungen für die künftige jüdische wirtschaftliche Arbeit schließen die Darstellung ab. Die bisherige Firma Internationales Speditionsbüro Otor g Silberstein & Co. (\V.tu׳n1r.1n»p»rtc) ist an!In• Firma Zu״! & Ihn hineier A.-G., Zweigmi'derla-sUii!׳ Berlin (V.inmi.-iU t 'i1!.1-״n) verhaut!, voide». Die Herren Engen Siiberstein und Dr. I'rnr Miber- Mein be!reiben ihr bisherige.- Mol1■!׳'r.m-p׳>rtgv-l1״ It imier der nein!1 Firma Siiberstein eV Lu., Muhet.:.!n-peirt, w! i:er und bh iben auch fernerhin Vertrag-gH-ditcure des i'.ilä•.'ina A:m ״. Der Lloyd Triestina teil! niii, daß die Los .hung und du.״ \ t! laden aut it alkalischen S < נ 1 ־ i 1 u ׳ n riibungslus vor sich geilt. Pu׳ l>nn!!n. 1׳ ״Gerucsdemme“, ״Lalilea". ..Egco" und ״Vt-stn" des l.lnvd '[fienino konnten alle Fa״.>agiere uns Land .setzen und du: U arml.!düngen loschen. Der P,1s״ag1r! wik״ hr n.e.u IBLMaia au; baie :.! ׳״ lieh Schiffen wird mit gmß'er Regelmäßigkeit unvcrätidtrr ahgeiv!׳ heit. Die ordentILlie Mitgliederversammlung des Versicherungs-Vereins ״Die Hille", Berlin C 2, Oranienburger S!r. 1, lut um 3■!. Apnl sl.vtgi t'tm• den. Am Ende de.״ Herichi-jahtewann 10 264 Mitglieder mit. 6 045 000 RM. Versicherungssumme vorhanden. Für Sterbefälle allem wurde der Betrag von rund 35 000 RM. im Jahre 1935 aUngezählt. ״Die Hilfe“ ist der einzige selbständige jüdische Versicherung - Verein, ln seinem Beirat und seiner Icituw; ״nid 11. a. vertreten: Adolf Schoyer, Direktor Heinrich Stahl, Wilhelm Marcus, Hamburg: Mittwoch, den 17, Juni, 20.30 Uhr Im Gabriel Rlesser Saal, Oberstr.120 Dr. MICHAEL TRAUB IM KAMPF UM EREZ!ISRAEL - EINWANDERUNG UND AUFBAU 1929—1836 / Juden und Araber / Biianz des Friedens / Kolonisten und Eroberer! Kampf aus dem Hinterhalt / Politisch• Primien? / Englische Mandatspolitik / Wir verteidigen unsere Rechte / Die Haltung des Jleohuw / Unsere gemeinsame Front Jewish Agency for Palastine, OrtaauecohuS Hamburg Mas M. Werburg HamburgerZlonietieeheVerelnigung Dr. Per•« Zidlk