Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 41 (1936)
- Issue
- Heft 44-45 (4.6.1936)
- Date
- 1936-06-04
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2651273-2653922-2653964--28905-2690408- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 44/45. 4. V*. 1936 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 11 Wie gestalte ieli «len Schabbat? BRIEFE AN DIE REDAKTION Für Schabbat, 0. Juni Die Theodor-Heral-Schule ״Grasmüdce“ auf Hebr&isdi Wochenabschnitt: ״B'haalot'cha“ (IV. B. M. Kap. S—13) I. Ausgehend von Kap. 10 Vers 20 unterhalten wir uns über die Rolle, die Jitro auf der Wüstenwanderung spielte. Wir riehen die Kapitel 18 und 10 vom II. B. M. heran, wo die Person Jitros ausführlicher geschildert wird, ln ״Moses“ von Edmond Fleg sind auf Seite 151—151 die schönsten Agadot zu dieser Frage zusammengestellt, die sich gut zum Vorlesen eignen. Anschließend und im Zusammenhang mit den verlesenen Agadot unterhalten wir uns dann vielleicht über die Stellung des Judentums zum Proselytcn. If. Unsere Sidra enthält in vielen Variationen Beiträge rum Problem Volk und Führung insbesondere während der Wüstenwandcrung. Zur Auswertung riehen wir das Kapitel aus ״Moses“ von Edmond Fleg ״Der Weg der Prüfungen“ heran, wo die schönsten Midraschim in deutscher Sprache gesammelt sind. Weitere Agadot finden sich in ״Mose“ von M. J. ben Gorion, Seite 281 ff. Auch Bialik stellt das jüdische Volk während seiner Wüstenwanderung in seinem Epos ״Mete Midbar ha’achavonim“ dar. Als Haftarah wird Secharja 2,14—4,7 gelesen. J. E. Heine und sein Judentum Die dichterische Persönlichkeit Heinrich Heines und seine Beziehung mm Judentum wollen wir diesmal zum Thema wählen. Heine ist nicht nur von seinen Gegnern mißverstanden worden, sondern auch wir Juden hatten, trotz unserer Verehrung und Liehe zu seiner Dichtung, nicht immer die innere jüdische Beziehung zu ihm und das richtige Verständnis für sein Ringen um das Judentum. Es fehlte der Blick für die Bewertung der p 0 s i t i v - j ii d is c 11 e 11 Seite in seinem Leben. Man hat sich im allgemeinen wenig um die jüdische Schaffenslinie, in' die, wie sich Max Brod in seiner Heine-Mono״raphie ausdrückt, Heines Werk organisch hineingehört, bemüht. Sein Abfall und seine Sehnsucht, im Deutschtum auf/.ugehen, hat jene Distanz geschaffen, die uns nicht immer erlaubt hat, das Besondere in der historischen Situation des westeuropäischen Judentums zur Zeit der beginnenden Emanzipation zu sehen und Heine, trotz seiner Schwankungen und Irrwege, als den großen Sohn des jüdischen Volkes zu werten. Heine selbst sagte von sich in einem 1850 geführten Gespräch mit Ludwig Kalisch: ״Ich mache kein Hehl aus meinem Judcntume, zu dem ich nicht zuriickgekchrt bin, da ich es niemals verlassen habe.“ Heute gilt es mehr denn je manches von der falsehen und ungerechten Einstellung zu dein Juden Heine zu korrigieren und ihn zu uns heimzuholen. Obwohl sein Entwicklungsweg seltsam gewunden Und verästelt war, hat er nie restlos seine innere Verbindung mit dem Judentum verloren. Er hat oft geschwankt, häufig geirrt, aber er war ehrlich genug, wie Brod zeigt, sich bei dein Irrtum nicht zu beruhigen. Auch nach seinem Abfall ist er nie mit dem Judentum fertig geworden und geht immer wieder, wie von einer dämonischen Kraft getrieben, an dessen Pro bleme heran. Aus seinen Liedern und Aussprüchen, besonders der späteren Zeit, tönt zu uns die unüberwindliche Sehnglicht nach dem von ihm verlassenen Volke herüber. Er rang nicht nur um sein Menschentum, sonders ebenso stark um sein Judentum, dessen welthistorische Bedeutung für die Ent- Wicklung der Menschheit er erkannt hat. Ergreifend in ihrer Schlichtheit sind seine Worte zur Judenfrage, die er zwei lahre vor seinem Tode in den ״Geständnissen“ (zitiert bei Brod, S. 479 ff.) geschrieben hat. Er spricht da von sich, er könnte ״stolz darauf sein, daß seine Ahnen dem edlen Hause Israel artgehörten, daß er ein Abkömmling jener Märtyrer, die der Welt einen Gott und eine Moral gegeben, und auf allen Schlachtfeldern des Gedankens gekämpft und gelitten haben ... Ebensowenig die Taten der Juden, wie ihr eigentliches Wesen, sind der Welt bekannt, Man glaubt sie zu kennen, weil man ihre Bärte gesehen, aber mehr kam nie von ihnen zum Vorschein, und, wie im Mittelalter, sind sie auch in der modernen Zeit ein wandelndes Geheimnis.“ Wir werden in unserem Gespräch die weitere Linie der Entwicklung Heines verfolgen und besonders auf die Probleme des Judentums, der Assimilation und ihres inneren Verfalls sowie auf die Fragen eines jüdisch-dichterischen Schaffens eingehen. im Anschluß daran werden wir einige Stellen aus dem Buche Brods vorlesen, besonders S. 143 0., Kap. 6 mit S. 187 ff., aus Kap. 8 S. 305 ff., aus Kap. 9 S. 328 ff. und aus Kap. 11 S. 467 ff. Zum weiteren Verständnis der Rolle Heines auch für uns heute dient der soeben erschienene Schockenband (Nr. 57)) ״Heine, Gedicht und Gedanke“, der in seiner charakteristischen Auswahl aus kleines Lyrik, Prosa und Briefen ״ein konzentriertes Bild des Mannes geben will, dessen Geistigkeit seit hundert Jahren unfeststellbar unter uns weilt“. Sehr lesenswert ist auch das dieser Auswahl folgende Nachwort (S. 79 ff.), das wir zum Gegenstand einer gemeinsamen Besprechung machen wollen. Literatur: Neben der bereits erwähnten Monographie von Max Brod, Heinrich Heine (1931) empfehlen wir noch die von H. Biber in seiner ״Confessio Judaica1925) ״)' gcsammelten Acußerungen Heinrich Heines über Juden und Judentum, die uns ebenfalls einen Begriff von der elementaren Wucht des Judentum-Erlebnisses durch Heine vermitteln. Ferner Enc. Jud. Bd. 7 unter Heine. Für die nächsten Besprechungen: ״Das Siebenfache Licht“ von Emanuel bin Gorion. Verlag Schocken, Berlin, 1936. J. M. Juden und Jüdisches im Rundfunk Donnerstag, 4. Juni! HiK*er?um I (1875), 12.10: Moszkowski: Malaguena. — Prag Liblitz (470), 16.10: Saini-Sarns: aus ״Samson und Dalila‘‘. — Wirn (506), 17.25: Mostkowski: Gitarre. •— Kalundhorg (1263), 22.15: u. a. Mendelssohn: aus ״Ein Sommernachfstraum“. Freitag, 8. Junli London (342), 19.45: u. a. Mahler: Drei Lieder. — Hilversum I (1875), 19.55: Goldmark: Ouvertüre zu ״Im Frühling“; Meverheer: Fantasie aus ״Der Prophet“• •— Kowivo (1935), 21.50: Violinkonzert von Mendelssohn. Sonnabend, 6. Juni! Straßburg (349), 12: Offenbarh: aus ״Die sehdne Helena“. — Wien (506). 12: Moszkouki: ,,Aus aller Herren Ländern“. — Kah!n<lU״g (1263). 14-50: u. a. Goldmark: ״Die Königin von Saba“; 15.55: u. a. RuhiiGein: Ballettmusik aus ״Der Dämon“. — Luxemburg (1304), 22.30: tt a. Moszkowski: ״Liebcswalzer“. Sonntag, 7* Junlt Riga (515), 10: u. 9u Mendelssohn: Lieder ohne Worte. Montag, 8. Juni! Luxemburg (1304). 14.05: u. a. Moszkowski. —׳ Riga (515); 21.15: Mo^kow^ki: Spanische Tänze. — Luxemburg (1304), 22.20: 11alt'• vv: aus ״Die Königin von Cypem“. Berlin W 8, den 1. 6. 36 An di« Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Ztl Ihrem Artikel in Nr. 42/43 vom 26. 5. 36 ül>cr die Theodor- Hetzl-Schule, in dem Sie einen kurzen Ueberblirk über die Geschichte der Schule geben, bitte ich noch folgendes zu veröfientliehen: Nach dem Tode des verdienstvollen Herrn Arthur Nathan übernahm den Vorsitz des jüd. S -hulvereins Herr Dr. Georg Gerson. z. Zt. Jerusalem. Was Dr. Gerson für die Schule g*. lebtet hat, das wissen wir El- Tallinn, 29. 5. 36 Geehrte Redaktion! Ich möchte die Aufmerksamkeit Ihrer Leser auf ein eigenartiges Gebetstük lenken, dns in Deutschland, überhaupt in Wes?- europa wohl ganz unbekannt ist, jedoch überall im Osten, bei ..(‘hassidim“ als auch ״Misnagdim“ an jedem Feiertag na׳ h der Thoravorlesung vom Vorbetcr rozifirrt wird. Es beginnt folgendermaßen: האלי וגיאלי׳ את יצבה לייןאחך: und enthält im ganzen nur einige Zeilen mystischen, rciigionsphilosophisehen Inhalts. Trotz seiner Kürze wimmelt es geradezu von mystischen Ausdrücken und Ideen Hamburg, den 22. Mai 1639 Sehr geehrte Redaktion! ln Nr. 40 Ihres gesrh. Blattes wurde behauptet, die Sidra במדבר werde stets an dem Schabhat gelegen, der dem שבוערת -Fest voraufgeht. Das triLr nicht immer zu. Manchmal wird auch noch die Sidra נשא vor dem Offenha rungsfest gelesen, und zwar tern und ehemaligen Vorstandsrniigiirde׳. deren Kinder vor 1933 die Sehule besuchten; ihm ist es zu danken, daß die Schule nicht nur botfhen blieb, sondern daß ie >i h weiter entwickeln konnte zu ihrer jetzigen Große. Bei dieser Gelegenheit möchte mH noch einen Namen erwähnen: Hugo Woltermann, unseren alten Ge-innungygenossen. der stets Zeit und Arbeit opferte für unsere S׳ hule und noch heute uncrmüdlich für sie arbeitet. Hochachtungsvoll mit Zion-gruß Willy Preis und scheint ganz rätselhaft und unverständlich zu sein. Ich habe auch nirgends eine Erklärung dazu geiunden. In den in Westeuropa gedruckten Machsorim ist das Gehet nicht enthalten, man wird es aber in jedem W i 1 - naer usw. Machsor vorfinden. Leider ieUWn mir hier alle ILH&- mittel, um weiter zu i’m .*eben, ich hofte aber, daß e< Ihren auf liturgischem Gebiet erfahreneu Lesern möglich se׳n wird, darüber Auskunft zu geben: Woher das Gehet stammt, aus weleher Zeit, und vor allem, was es bedeutet. H oc h ac htungsvoll Dr. M. Grünberg jedesmal dann, wenn dns jüdisehe Kalenderjahr mit. einem Donnerstag beginnt und ein Schaltjahr ist. In eben diesem Jahre werden die Sidras מטות und מסעי getrennt gelesen, während sie sonst immer zusammen zur Verlesung kommen. Mit vorzüglicher Hochachtung Rabbiner Dr. Norden Berlin, Ben 25. Mai 1936 Sehr geehrte Redaktion! In neuen h־׳>br.׳.ochen Wörter• bürhern hc[indet sich die Vokabel ־--- ז3שב1{ית GruMnuuke. Die Orthographie des Wortes zeigt, daß es von Gras abgrleitet i׳d. Olfenbar hat der Bildm־r dieses Wortes im Sinne gehabt, daß Grasmücke mit ״Gras“ Zusammenhang?. Das duritc ein eiymologi'( her Irrtum sein. Es gibt eine Reihe von zoo* logischen Namen. insbesondere Vogelnamen, die mi' ״Gra>“ zusamntm׳ M''f1? :1 sind, zum Hoi*;piel Gra-s!!11 upic, , < ira.s liiei.m, (d ■rasen'c usw. Bet all diC'Cn Zu^amrarn- *rttflnge n tri dt, um eine an derc Familie der oeiben Gattung zu bcieirhnpn. an <1k ■: Stolle von ..Gras“ i ׳׳ ',V ■ 1L rin anderes ur!- tcr« Lei* >!.,-״! s Wort. cm. z. R. WaMw 1 inqu, ד BL mriGise, Rot.. cn'e u- IV, Hei <־ len 1 l raf-mip ־km tritt dir UltU J m h ci. 1־׳: alt‘! >07,׳ rm :hnurm! 5ii hl an du־ ,Stell .0 v<m ,d d.i'", sindorn v< .1 <1 ie Zu. Oll'Uity! zung ,.Gr.r.min kr־\ z. IL י ,artengras־ rmh ke, Zaungra^nuirke, Dorn- Jemwilrm, 25. 5. 36 An die Rednkrion der ״jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Meineke-t;, 10 Sehr geehrte Herren! In der von Dr. Krmt Simon verfaßten und in dm Nr. 39 der ..Jüd. Rund « hau־־ ahgedrurkten Kritik meine•• BuHic.s ist cm Irrtum unterlaufen. grasmücke usw. Das kommt daher, daß in dem Worte ״Grasmürke“ die erste Silbe nicht ״G ras“ bedeutet. Im MiU rlhcn־■ hdeut-rhen ist ״g:ä“ ,,gT,!u'־ und ..smiitken“ : ״schlüpfen“. Der Vogel heißt also Grauschlüpfer, w׳ie man sowohl in mittelmvl neuhoch־ deutschen W* ׳rtorburhorn als auch in großen zoHog!;eben Werken finden kann. Df 1 Vogel ist von gr;3u׳'r Farbe in verschieilener Tonung. Der Irrtum darf allerdings verzeihlich erscheinen. Es gibt in der Zoologie eine < «1 a.-mui ken- Drmlie, die ״STilupfgramuLke“ genannt wurde, da ׳ i-t d־ r sonst als ״ProverKCSingei‘״ IxUamde. Vogel. \Tr־.rh*-m!H1 wurde er also ״Schlu pigra-v hlupfri “ genannt. I.'nd außerdem ist es einem ZoolngGn passiert, daß er eine Gra ״mucke, di♦' Gelb in ihrem Fr<!erk!*־:de hrd, ״Gelbe ( -!;1!־r:u׳ kc“ nan!יוe. Es w׳!rd hir 1 ׳■>״.:nu.־Lf■'1 im Hf'hräis׳!!en tun \V׳׳.ru g׳׳b!hlet werden mum-u. d־s dm!־,!•dynum entspri׳ hi. Ho־h3ch!UT1g^voU Rech a Freier Die Stadt, m* der d1־־׳ Pe<־hhandle!1? ־;imrnni, h׳ mbt Srrajrwo, ־׳-mindern < ׳ r ,1 i ־׳ wo, das an <k׳r o-'p1־ •11; ׳ h■ :׳' י י'■eure narb Polen, 1!׳■-,:ני IG; ■ ח > ' י■ i. 1: ־׳ gl Da das Biub oa.k. b־. ^׳: Om Matrrial dr.׳'-trlh. betrl h S;e, diesen lrr׳u־n in d< r nach- :-חסי Nun!!-.«ח!־ heuudü hst. bcr:< h igf'ii zu wellen. Mit crgclcenrn (Bußen A. Ibn-Sahaw LUZERN Schiller Hotel Garni Ailf Zimmer mit TeMon und Wnss<*r oder Rad Zimmer von Fr. 4,-— *n. Pension nh Fr. 10,50. Autoboxen Ein eigenartiges Gebet Die Sidra ״BamidbarM Eine Richtigstellung Paläftina Amt Berlin »Kit 3IWI8H AfrINCV FOR PALESTINE Berlin W15, Meinekestraße 10. Telefon: Sammei-Nummer J 1 (Bismarck) 9031. Alijah - Nachtrag Die achte Auflage der ״Alijah“, die im Frühjahr erschienen ist, konnte das wichtige Gebiet des Devisen- und Transferrechts nicht behandeln, da im Zeitpunkt der Drucklegung der maßgebliche Erlaß noch nicht vorlag. Nach Erscheinen und Inkrafttreten des neuen Runderlasses, der die gesamten Devisen- und Transfcr-Bestimmutigen für die Palästinawanderung neu zusammenfafit, ist nunmehr eine Gesamtdarstellung dieses Gebiets als Nachtrag zur ״Alijah“ im Umfang von 20 Seiten erschienen. Die Besitzer der ״Alijah“ werden aufgefordert, den in ihrem Heft befindlichen Gutschein für die kostenlose Belieferung mit dem Nachtrag spätestens bis zum 30. Juni an die Verlagsabteilung der ZVfD., Berlin W15, Meinekestr. 10, einzusenden. Im übrigen ist der Nachtrag einzeln nicht verkäuflich, sondern nur zusammen mit der letzten Auflage der ״Alijah“ (Bezugspreis 1,35 RM., Porto In!. 0,40 RM., Ausl. 0,55 RM.), der er von jetzt an beigelegt wird, erhältlich. G ruppenverbandstag Mitteldeutschland Am 24. Mai fand in Leipzig der aus allen Gruppet! des Bezirkes stark besuchte Gruppenverbandstag statt. Es nahmen etwa 120 Gesinnungsgenossen an der Tagung teil. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden, Landgerichtsdirekter a. D. Alterthum, und Gedenkworten für Nahum Sokolow' hielt Dr. Franz M e y e r, Berlin, ein Referat über die zionistische Situation in der Welt und Boris Eisenstädt über die Situation in Palästina. Fs wanden 3 Kommissionen gebildet: Fine für den KKL unter der Leitung von R.-A. Ncmann. eine für den K. H. unter Leitung von Rudi Abraham, Berlin, und R.-A. Moser, und eine für Wizo-Arbeit unter Leitung von Frau Safran-Lehrfreund. Nach den Kommission*- beratungen sprach Frau Dr. Wera Mahler, Berlin, über die Frauenarbeit. Es wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Wizo-Gruppcn des Bezirkes schließen sich zu einem einheitlichen Bezirksverba 11 d Mitteldeutsch- Und der Wizo unter Leitung van Frau Safran-Lehrfreund zusammen. 2. Für die KKL-Arbeit wurden neue Richtlinien aufgcstcllt. 3. Der Gruppenverbandstag sowie die zugleich versammelten Mitglieder des mitteldeutschen Ortskomitecs der jewish Agency schließen sich dem Aufruf des Keren 1 iajessod an. 4. Das Ehrengericht des Gruppenverbandes setzt sich zusammen aus: Landgerichtsdirektor a. D. Alterthum, Leipzig, als Vorsitzender; R.-A. Dr. Ludwig Lehrfreund, Leipzig, und Wilhelm Dubiner, Leipzig, als Beisitzer. Ferner wurden fünt Ersatzrichter, nämlich: Hermann Schocken, Dresden; Dr. Kochmann, Chlmnitz; Dr. Löwe, Magdeburg; Dr. Kaufmann, Erfurt; Karl Stern, Zwickau, gewählt. Als Ehrengerichtsanwalt des Verbandes fungiert Willi Ncmann, Leipzig, als Ersatz-Ehrengerichtsanwalt R.-A. Dr. Hirschfeld, Aschersleben. KH.-Bezirkstagung in Essen. Für Sonntag, den 7. Juni, haben der Keren llajessod und die Jcwisli *••nev alle Freunde und Mitarbeiter des Keren Hajessod im Bezirk Rheinjand Westfalen zu einer Be/irkstagung cingeiaden, niie im Jüdischen Jugendheim in Essen stattfinden und um 10 Uhr vormittags eröffnet werden wird. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Berichte der Herren Rabbiner L>r. Hugo H a h n, Essen, und Walter Tempel vom Palästina-Amt Berlin, die soeben aus Palästina zuriickgekchrt sind. Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in der Provinz Oberschlesien. Die diesmalige Bcratungssttimle von Rechtsanwalt Spitz für Auswanderungsfrageii außerhalb Palästinas findet am 9. Juni von 10—f und 3-6 Uhr in Beuthcn (O.-S.) und am 10. Juni von 101 ־ und 3—6 Uhr in G 1 e i w i t z (1 >.-S.) statt. Die blauen Reichsverbandsausweiskarten des Reichsverbandes Jüdischer Kulturbünde haben eine Gültigkeitsdauer vom 1. Oktober 1935 bis zum 30. September 10 io. 1 .'er Preis für diese Karte betrug 1 RM. Da für neu hinziitretemle Erwerber die Gültigkeitsdauer nur vier .Monate betm0, werden die blauen R.-Karten ab 1. Juni 103n für 0.50 RM. ausgegeben. Am 30. September läuft die Giilugkeif sämtlicher blauer Rcichsvcrhandsauswciskatten ab. Ab f. Oktober 1930 werden neue Karten für ein Jahr zum Preis vnn 1 RM. ausgegeben. Im September können Neurrwcrbrr wählen, ob sie noch die alte blaue Karte für 0,0י RM. oder sehmi die neue Karte für 1 RM. erwerben wollen, deren GultigueiNdauer in diesem Lalle um einen Monat voi verlegt wird. Die Presseabteilung der Reichsvertretung teilt mit: Im jüdischen Auswatnlererlrhrgut (iroß-Bree-en besteht die M:>gliehkeit, noch einige Schüler im Alter von 1b 10 Jahren, auch Mädchen über 1-1 Jahre aufzunehmen. 1׳rngetv'e, n Gumen unter Beifügung von Freiporto bei der Venvrtinin;1 ׳ ire׳H-Breesen, Post Obernigk in Schieden, angeforderr werdui. Die englische Zeitschrift ״Great Britnin and the East“ (die bis zum September 103b unter dem Titel ״The Near East and itidia“ erschien) begeht ihr 25 j .1 h r i g e s Bcstehen. Aus diesem Anlaß hat die Zeitschrift ihre Ausgäbe vom 28. Mai als bestnummer herausgegeben, in der zahlreiche Persönlichkeiten des englischen Koloiiijkli.-nsfes ihre Glückwünsche aussprecketi, u. a. auch High Gommissioner Sir W a 11 c h 0 p e. Unter den Beiträgen ist von bcsonderer Bedeutung eine Uebersicht des Herausgebers, Kenneth Williams, über die politische Entwicklung des Mittleren Ostens von 1911-1016, worin auch kurz dss Palästinaproblem gestreift wird; von allen Problemen des Mittleren Osten!, schreibt Kenneth, sei bei keinem das Ende schwieriger vorauszuschcn als bei einem arabisch-jüdischen Palästina. Andererseits sieht er in der Entwicklung Pal.i- «tinas durch die Juden Unschätzbare Kräfte ftir den Mittleren Osten enthalten. Druckfehler-Berichtigung. In unserer Ausgabe vom 29. 5, haben sich zwei sinnentstellende Druckfehler eingeschlichen. Eis muß im Leitartikel in der mittleren Spalte oben richtig heißen: ״Man darf gewiß die praktische Bedeuhin g dieser Erörterung nicht überschätzen.“ — Ferner muß es auf Seite 2, 1. Spalte, vorletzter Absatz richtig heißen: ״Wie aus Kairo gemeldet wird, sind 250 Maschinengewehre mit Bedienungsmannschaften nach Palästina abgegangen.“ — Die Uebereetzung des Aufsatzes von Sokolow über Leo Pinsker in Nr. 42/3 der ״J. R.“ vom 26. Mai stammte von Joseph ben Jaakow. Am 2. Schawuothtage brachte die T empelgemeinde in Hamburg, Deutschlands älteste liberale Gemeinde, im Rahmen der Seclcnfeicr einen Jiskor für die (iefailcnen in Erez Israel und Nahum Sokolow. TEPPICHHAUS ZENTRUH AeuBarst« Preis« für Teppiche - (Sardinen - LBufer Berlin CB, Spandauer StraBe 88 an der KönlgelraO