Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-05-26 · Heft 42-43 (26.5.1936) · page 37

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 42-43 (26.5.1936)
Date
1936-05-26
Page
– (sequence 37)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653963--28887-2690388
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 9 KINDER-RUNDSCHAU Seile 3 €1he Ich weiß nicht, ob die Horrah, von der ich hier schreiben will, ״Hoi, lebedig“ heißt oder anders. Ich glaube, sie hat gar keinen Namen. Den braucht sie eigentlich auch gar nicht zu haben. Man faßt sich bei den Händen, hebt die Füße und — fertig. Was braucht man da erst einen Namen! Man bildet einen Kreis, wie ihr ihn auf der Abbildung seht. Ihr müßt euch fest, sehr fest anfassen. Sonst läuft ihr Gefahr, daß der schöne Kreis gleich zu Beginn auseinanderfliegt. Haltet ihr euch fest bei den Händen, so bildet ihr, die Füße eng beieinander, einen Kreis. Der Oberkörper wird weit zurückgelegt. Und dann geht es los! ״Hoi, lebedig!“ ruft ihr langsam, ״Hoi le—be—dig!“ Und im gleichen Takte bewegt der Kreis sich links herum. Immer schneller bewegen sich die Füße, immer rascher ruft ihr ״hoi, lebedig!“ Bis es so schnell geht, — das Laufen und das Rufen — daß es Mühe macht, die Füße richtig zu setzen, und die Worte deutlich auszusprechen. Wenn ■es soweit ist, dann gibt einer aus dem Kreise ein Kommando, darauf werfen zwei (am besten die Leichtesten), die einander gegenüber im Kreise sind, die Füße nach hinten. Die beiden schweben nun und werden tüchtig herumgeschleudert. Wenn das Tempo abnimmt, stoppen die beiden Schwebenden ab, indem sie mit einem Fuß den Boden berühren. Allmählich kommt so die ganze Horrah zum Stillstand. Dann müssen alle Tänzer ordentlich ״verschnaufen“, und besonders die beiden, die herumgeschleudert worden sind, kommen sich ein bißchen ״seekrank“ vor. ״Das muß ja schrecklich sein“, denkt ihr wohl. Aber nein, übt einmal selbst diese Horrah, ruft tüchtig ״Hoi, lebedig!“, und ihr werdet mir zustimmen: ״Schön ist es doch!“ Sehr schön sogar! Hart Elias, Danzig (15 Jahre) Öck nukAk, t&isser^t 284. Gibt es in Spanien zionistische Jugendbünde und wie heißen sie? Ruth G. (11V2 J•)• 285. Ob jeder Bund, der in Deutschland besteht (z. B. Haschomer Hazair oder Habonim) in Palästina eine Gruppe für sich bildet. Susi W. (11 J.). 286. Warum dreht man sich in den liberalen Synagogen beim Haftarah-Vorlesen zur Gemeinde um? Blanka Gr. (11 J.). .. die cmJtäüdeis 272. In Palästina gibt es folgende Getreidearten: Weizen, Gerste und Durra; die wichtigste Getreideart ist Weizen. 273. Im Jahre 1932 gab es in Palästina ca. 190 000 Juden. 274. Bis April 1936 sind in Amerika etwa 10 000 Juden aus Deutschland eingewandert. 275. Ein Landverkaufsverbot an Juden besteht nicht in Arabien. Du meinst wohl die Tatsache, daß Juden in Transjordanien vorerst kein Land kaufen können. Dies beruht darauf, daß die Baifour-Deklaration für Transjordanien nicht gilt und ein Teil der transjordanischen Araber sich gegen Bodenverkauf an Juden sträubt. 276. Man schätzt die Zahl der Juden in Deutschland, die sich seit 1900 haben taufen lassen, auf ca. 12 000. 277. Achad Haam hieß mit bürgerlichem Namen Ascher Ginsberg. Sein Schriftstellername bedeutet ״Einer aus dem Volke“, und er nannte sich, so, um zu zeigen, daß er kein berufsmäßiger Schriftsteiler sein wollte. 278. Es gibt in USA. folgende zionistische Jugendbünde, die den in Deutschland befindlichen Bünden entsprechen: Jung-Hadassa (Mädchen-Wizo), Mitgliederzahl: 12 000, Haschomer Hazair, Young Israel (ähnlich dem Misrachi), Hechaluz. Die Gesamtmitgliederzahl aller dieser Bünde beträgt etwa 50 000. © 279. Im Jahre 1926 gab es in Palästina etwa 147 000 Juden. 280. In Palästina gibt es in den Häusern in der Regel keine Oefen; nur in ganz modernen Bauten, besonders in Jerusalem, gibt es Zentralheizung. 281. In Erez Israel gibt es auch Sabbatisten. 282. In England gibt es den Hechaluz und den Habonim, die den hiesigen Bünden entsprechen. 283. Es gibt in Palästina auch Schwarzwasser-Fieber, jedoch nur in sehr vereinzelten Fällen. 20 Worte Hebräisch B inj am In: Noah, wie sind die Prüftmgen in der Schule ausgefallen? Noah: Die ersten drei Fragen habe ich gut beantwortet. B i n j a m i n: Was sind das liir Fragen? Noah: Wie ich heiße, wie alt ich bin und wann ich Geburtstag habe. בנימין: נח׳ איר עברו1) עלידי הבחינות2) בבית הס&ר? » " י* י i ח: על שלש השאלות הראשונות3) # i T ״ ’T עניתי יפה4)• V T * T ב בי מ י ו: מה הן השאלות? נח: מה־שמי6)׳ בן־פמה אני mm» trnm mm I * “ <■> » T ומתי6) יום־הלדתי7)• t ־ .ץ ־: ־ 1I זעצר vorübergehen, hier: ausfallen, 2) זזץה|| ** Prüfung, 3) א<*ןן$ Frage. 4) י§ךן schön, hier: gut. 5) Q# Name. 6) ןןי^=wann. 7)י1ם״ןז^ךת*= Geburtstag. 3xJl% tdyHJcke, tine*. ßntfiteckselw Mit einem 8—9jährigen Jungen. Ruth Levisohn, Hamburg 22, Gluck- Straße 24 (8 J.). — Mit einer religiösen Chawerah aus England oder Palästina in Englisch. Erste Zuschr. mit Bild. Susi Wolf, Berlin C 25, Prenzlauer Str. 19a (11 J.). — Mit 17—19jährigem Jungen, in Deutsch oder Hebräisch. Mirjam Krezburg, Tel-Awiw, Rothschild-Boulevard 135 (16 J.). — Mit gleichaltriger Chawerah aus Palästina. Blanka Grunau, Berlin, Lippehner Str. 9,1 (11 J.). Heinz Alexander, Berlin. — Wolfgang Falk, Breslau. — Heinz Grünebäum, Köln. ־— Eduard Goldstein, Essen. ■— Felix Glück, Bensheim (Bergstr.), — Martin Hutzier, München. — Horst Kellermann, Lyck (Ostpreußen). — Kurt Kayser, Berlin. — Wolfgang Krolik, Berlin. — Anna, Lisa und Käthe Loewenthal, Bielefeld. — Gerd Pfifferling, Eisenach. — Alfred Robert, Berlin. — Herbert Striem, Berlin. — Fred Scheyer, Berlin. — Karl-Heinz Strauß, Mannheim. — Günter Zweig, Hamburg.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.