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Jüdische Rundschau · 1936-05-26 · Heft 42-43 (26.5.1936) · page 24

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 42-43 (26.5.1936)
Date
1936-05-26
Page
– (sequence 24)
Language
German
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SPOP r-P UN DSC HAU JÜDISCHE RUNDSCHAU NR. 42/43, 26. MA11936 Zwischenrunde der Makkablmelsterschaft Berlin: Bar Kochba-Hakoah Berlin gegen Bar Kochba Breslau 7:0 Im Fußball, 10:3 Im Handball — Leipzig: Bar Kochba Leipzig gegen Bar Kochba Frankfurt ß:4 Im Handball Nürnberg; Bar Kochba Frankfurt gegen Itus NOrnberg Im Fußball 4:3 Die Turnmeisterschaften des Deutschen Makkablkrelses Der Deutsche Makkabikreis hat am letzten Sonntag zum erstenmal seit langen Jahren auch wieder seine Turnmcisterschaften durchgeführt. Während alle anderen Sportarten in ständiger Entwicklung waren, war im Turnen ein Rückschritt zu verzeichnen. Om so mehr ist es zu begrüßen, wie der Präsident des Deutschen Makkabikreises, Dr. Friedenthal, in seiner Schlußansprache betonte, daß nun auch das Turnen im Rahmen der großen Veranstaltungen den Platz findet, den es in der sportlichen Ausbildung einzunehmen berufen ist. Die Veranstaltung .wurde schnell und diszipliniert abgewickelt, die •Beteiligung aus Berlin war sehr gut, aus dem übrigen Reiche dagegen noch gering. Die Leistungen entsprachen zwar noch nicht internationalen Anforderungen, wohl aber läßt besonders der gute Durchschnitt alle Hoffnungen für_ die Zukunft zu, wenn im Turnen auf der Linie der Meisterschaften weitergearbeitet wird. Es gab besonders in den Kürübungen spannende Momente. Die von dem Sieger Mannheimer, Berlin, und dem 18jährigen Hecht, Düsseldort, an den Geräten gezeigten Hebungen sowie manche der Kürübungen der Frauen erhielten lauten Beifall der Zuschauer. Das Ergebnis von Mannheimer, der von 360 erreichbaren Punkten 3 40 erhielt, ist auch absolut als gut zu bezeichnen. Auch die Prozent/ah! der erreichten Punkte bei den Frauen (210 mögliche Punkte) und bei den Jugendliehen (12Ö mögliche!5unkte) ist ansprechend. E r g e b n i s se: M8nnef-Ober»tufc! 1. Mannheimer, Bar Knhiu-Hakoah Berlin, 340 Punkte, 2. Hecht, Makkahi Durstklorf, 325 Punkte, 3. Klaber, Hakoih Essen, 263 Punkte. Mlnner-MitteUtute! 1. WuUhausen, Bar Kochba Stadtoldendorf, 219 Punkte. Fraucn-Ohcrslulc; 1■ Ihn I Acxc'hr■ |{.,r Iv 1,1 ׳... i 1 ah cg lä.rim. 219 Punkte, 2. B> ז •: I! ■ ■ . ■: •. 1:0 K׳ Mm!1.11»198 .:..•׳ Punkte, Htlde ■'I׳■׳!׳סיי׳:n. P.u K‘- 8.1 Ii.ike.tti litttci, 198 1’unkte, 3, ihideGrünbäum, Ha! Km.!,),,,. I lak<uh!kühn, 194 Punkte, Jugendliche (mSnnllch): 1, Max Weg, Ii.,f Kn.'liba-iiakoah Berlin, 104 Punkte, 2. Julius Hatow, Bar Ko hb,n 11 ak<•ah Berlin, 88 Punkt!3 ,׳. Ale Stock, Bar Küchb.nliaku.th Berim, 87 Punkte. In der Berliner Zwischenrunde standen sich in beiden Spielen Mannschaften von ungleicher Spielstärke gegenüber. Die Berliner Bar Kochbaner hatten gerade im letzten Winter durch den regelmäßigen Rundenspielbetrieb der Berlin-Mitteldeutschen Makkabirunde ausreichende Wettkampfmögiichkeiten. Die Breslauer dagegen waren mit beiden Mannschaften auf gelegentliche Gesellschaftsspiele angewiesen. So sind die sehr klaren Ergebnisse, mit denen die Vorentscheidungen im Fußbali und Handball endeten, nicht verwunderlich. Dennoch tun die Zahlen den Breslauern unrecht, ihre beiden Mannschaften zeigten versehiedentlicti schöne Spieizüge, beide Mannschaften kämpften aufopfernd, dennoch in jedem Moment bis zum Schluß fair. Man begann mit dem Fußballspiel. Die Breslauer hiclien das Spiel lange offen. Dazu kam, daß die Berliner sich zuerst nicht fanden. Das Spiel war völlig verteilt, und auch das Tor, mit dem die Berliner schließlich durch eine gute Einzelleitung von Zimmet in Führung gingen, war noch nicht der Ausdruck einer klaren Uebcriegenheit. Das Halb- Zeitergebnis von 1:0 gibt das noch offene Spiel klar wieder. Nach der Pause änderte sich dann freilich das Bild. Die Breslauer, kampfreiche Spiele nicht mehr gewöhnt, wurden merklich müde, die Berliner dagegen spielten sich immer mehr ein und zeigten viele schöne Kombinationen, die auch zu zahlreichen Torergebnissen führten. Neben Zimmet zcichnete sich hierbei besonders Max Neumarin aus, der allein 4 Tore erzielte, darunter 2 besonders schöne Kopfballtore, in dem anschließenden Handballspiel wirkte sich die geringe Spielmöglichkeit der Breslauer merkwürdigerweise gerade umgekehrt aus. Die Berliner hatten vier Ersatzleute eingestellt, junge Spieler, die mit besonderem Eifer und gutem Erfolge bei der Sache waren. Die Breslauer waren zunächst weder im Tempo noch in der Spielauffassung den Berlinern gewachsen. Der gesamte Berliner Sturm kam immer wieder durch, und der Torwart wurde mit manchen an sich nicht unhaltbaren Würfen nicht fertig. Das Halbzeitergebnis von 6:1 schien auf ein schlimmes Debacle hinzuweisen. in der zweiten Halbzeit aber hatten die Breslauer sich aut das schnelle Spiel eingestellt. Sie machten nicht annähernd mehr soviel Deckungsfehler wie zuerst, und ihre Stürmer, die schon in der ersten Halbzeit Ansätze zu Kombinationen gezeigt hatten, ohne sich allerdings durchsetzen zu können, trugen nun öfter ihre Angriffe bis in die Nähe des Berliner Tors. Sie machten nun durchaus den Eindruck einer Mann- Schaft, die bei einigen weiteren Wettkämpfen den besten jüdischen Handballmannschaften Deutschlands gewachsen sein kann. Dennoch waren auch in der zweiten Halbzeit die Berliner noch leicht Überlegen und es gelang den Breslauern naturgemäß nicht, Tore aufzuholen. Das Ergebnis der zweiten Halbzeit mit 4:2 Toren drückt den Spielverlauf präzise aus. In den weiteren Zwischenrundenspielen standen sich in Leipzig die Handbalimannschaften des südwestdeutschen Bezirksmeisters Frankfurt a. M. und des mitteldeutschen Bezirksmeisters Leipzig gegenüber. Nach einem harten Spiel siegte Leipzig 6:4, ein Ergebnis, das trotz des deut■ liehen Aufstiegs der Leipziger eine gewisse Ueberraschung bedeutet. In Nürnberg standen sich die Fußballmannschaften des Bar Kochba Frankfurt und des Jtus Nürnberg, die ln der Vorrunde Hakoah Essen bzw. BK. Leipzig ge* schlagen hatten, gegenüber. Das Spiel, eines der schönsten Spiele im jüdischen Fußball der letzten Jahre, nahm einen aufregenden Verlauf, in der ersten Halbzeit spielten die Frankfurter überlegen und kamen zu einer 3: 0״r ührung. In der zweiten Halbzeit stellten die Nürnberger ihr Spiel um, nützten mit großer Geschicklichkeit die Besonderheiten des kleinen Platzes aus, indem sie ihr Spiel auf 3 Stürmer aufbauten, und holten 2 Tore auf. Wegen einer kurzen Spiel- Unterbrechung verlängerte der Schiedsrichter das Spiel um 2 Minuten, und gerade in der 02. Minute gelang es Niimborg, noch den Ausgleich zu erzielen. Auch in der Verlängerung (2x13 Minuten) behielt der Kampf sein hohes Niveau, in der 119. Minute, also 1 Minute vor dem endgültigen Abbruch des Spieles, gelang Frankfurt dann noch der Siegestreffer. Es war ein besonders schönes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Eröffnungssportfestderttakoah-Köln Aut schwerer Bahn gab es beim Internen Sportfest der Hakoah Köln nur mittelmäßige Leistungen. Die 100 m tiir Männer holte sich Simons in 11,7 Sek. vor dem zum Schluß stark aufkommenden Münz; über 200 m siegte überraschenderweise Dr. Klaus D r e y e r vor Salzbcrg und dein lettischen Makkabisprintcr Eilbcrg. In den 400 m war Salzbcrg überlegen in Front, die 1500 in gewann Brandt leicht vor Pollak. ln den Sprüngen und Würfen waren die Leistungen noch recht schwach. Bei den Jugendlichen gab es zwei erwähnenswerte Ergebnisse. Der lMährige Günther Locb sprang 5,40 m weit und 1,50 m hoch, Ooldschmidt holte sich die 100 m und 200 m für Jugend in 12,5 bzw. 27,2 Sek. Bei den Mädchen war Ruth Levi über 100 m in 14,6 Sek. erfolgreich. Fußball. Hakoah Köln I mußte sich auf eigenem Platz in einem Freundschaftsspiel Jtus Duisburg! mit 2:3 beugen. Die Kölner Jugend zeigte sich den Duisburger Makkabijungen mit 6:2 (2:2) überlegen. Im Entscheidungs spiel 11m die Damen- Handball-Meisterschaft des Makkahi in Westdeutschland holte sich Jtus Duisburg verdient mit 3:1 (1:1) gegen Hakoah Köln den Titel. Boxen in Chemnitz Der M a k k a b i C h e m n i t z hatte im ausverkauften Heim der Z( >( i. einen Boxkampfabend, zu dem der Bar Kochba Leipzig mit seiner Mannschaft antrat. Dieser trete Abend des MakKabi zeigte ein sehr gutes sportliches Können beider Vereine, die Kämpfe waren so anregend, daß das Publtkimi reichlich Beifall spendete. Der Klubk0;11 pt zwischen beiden Vereinen endete mit einem Sieg des MakkaW (lln innit/ von 7 :3 Punkten. Um die Ausbildung der Makkabiknmpler hat sich besonders der Trainer Simon Gabler verdient gemacht, der durch diesen Sieg die Früchte seiner Arbeit sehen konnte. Die Ergebnisse im einzelnen wareti: l’.i;וי!!׳gew 1 in: (Hu im gegen Ritbinslcin, beide f.ciraig, unent- S'׳hk!len. -.-!.ei!!'y.״"irt.l: B. Lieser, Leipzig, gegen Kingelblum, (‘hemmt/, yr.ceo i,irden. — Papiergewicht: Sieg M. Lieser über Singe)־, beide l.ei;>7ig. — Lriehtgcwich:: Sieg Koch, Chemni»*, über Hbinar, Leipzig. — Leichtgewicht: Sieg O. Lieser, Leipzig, über Knmlhar, Chemnitz. — Federgewicht: Sieg Elstern. Chemnitz, über Wo 114er, Leipzig, durch tech. Ko. — Weltergewicht: Steg Huscher, Chemnitz, über J. Lieser, Leipzig» Abbruch durch Uebcriegenheit. Als Schaukampf traten an Wilkowirki, Leipzig, gegen NT-uniann, Mareabi Berlin. —־ Im Schluß- und Hatiptspicl des Abends kämpfte im Federgewicht Gabler, Chemnitz, gegen den Maeeabimeistcr Franke. Berlin, unentschieden. Start einer palästinensischen Mannschaft in Berlin? Wie wir hören, schweben aussichtsreiche Verhandlungen über den Start einer Leichtathletik-Mannschaft des Makkabi Erez Israel in Berlin. Als Termin Ist die zweite Juli-Hälfte In Aussicht genommen. Gegebenenfalls sollen auch Starts ln Frankfurt a. M., Köln und Leipzig stattfinden. Was bringt der Sonntag? Hockey In Frankfurt a. M. Am kommenden Wochenende veranstaltet der Bar Kochba Frankfurt ein Hockeyturnicr, das mit den besten jüdischen Mannschaften Deutschlands besetzt ist. Außer den Frankfurtern werden die Bar Kochba-Mannschaf• ten aus Hamburg, Berlin und Köln am Turnier beteiligt sein. Spiele In Breslau Der Bar Kochba Breslau hat zu einem Fußball- und Handballturnier am nächsten Sonntag die Berliner Vereine Hagibor und JSK. eingeladen. Die Spiele, an denen sich auch der RjF. Breslau beteiligt, werden in folgender Reihenfolge abgewickelt: 10 Uhr: Vorspiel: Jugend, Fußball; 11.30 Uhr: Handball: JSK. gegen RjF. Breslau; 16 Uhr: Fußball: Bar Kochba gegen Hagibor: 17.30 Uhr: Fußball: JSK. gegen RjF. Breslau. Bezirksseminar In Hannover 31. Mai, 11 Uhr: Dr. Hans Friedenthal, Berlin: ״Der Makkabi als gestaltender Faktor jüdischen Lebens“; 15 Uhr: Dr. Kurt Lewin, Berlin: ״Sport in der zionistischen Bewegung“; 20.30 Uhr: Julius Qoldberg, Köln: ״Das palästinensische Volkslied“. 1. Juni, 8—9 Uhr: Trainingsgemeinsehaft, Leitung: Dr. Kurt Lewin; 9.30—11 Uhr: F. Arbeitsgemeinschaft: Dr. Kurt Lewin: ״Turnen und Turnspiele“: 12 Uhr: R.-A. Goldstein, Hannover: ״Zionismus im Leben der jüdischen Gemeinde"; 15 Ehr: IL Arbeitsgemeinschaft: Dr. Hans Friedenthal: ״Das Land Palästina, Fauna, Flora, Bevölkerung“; 20.30 Uhr: Abendveranstaltung. 2. Juni, 8—9 Uhr: Aufbau eines leichtathletischen TrainIngsbctricbes: Dr. Kurt Lewin; 9.30 Uhr: Rabbiner Dr. Schorch, Hannover: ״Judentum, Volk und Religion“; 11.30 Ohr: HL Arbeitsgemeinschaft: Siddy Ooldschmidt, Berlin: ״Der Zionismus und sein Werk in vier Jahrzehnten“; 17 Uhr: Dr. Rosenbaum, Hannover: ״Das Land Palästina mit den Augen eines Arztes gesehen“; 20.30 Uhr: Filmabend: Vorführung der Filme der I. und II. Makkabiah. 3. Juni, 8—9 Uhr: Training: 9.30 Uhr: IV. Arbeitsgemcinschaft: Siddy Goldschmidt: ״Aufbau eines Heimabends“; 15 Uhr: V. Arbeitsgemeinschaft: Siddy Goldschmidt: ״Makkabi-Oeschichte, Ziel und Organisation“; 20.30 Uhr: Schhißveranstaltung. LelchtathletlkrundenkBmpfe. Die noch ausstehenden Leichtathlctikrundenkämpfe der Bezirke West und Nord- Westdeutschland werden in den ersten Juniwochen ausgetragen. Am 7. Juni stehen sich Köln und Düsseldorf in Köln, Essen, M,-Gladbach und Wuppertal in Bochum gegenüber. Die nordwestdeutschen Vereine treffen sich am 14. Juni in Hannover. Makkablahslegcr-Melster Südafrikas. Mit besonderer Spannunc wurden im Olympiajahre die Ergebnisse der Meisterschatten Südafrikas äbgewartet, das über eine ganze Anzahl von ausgezeichneten Leichtathleten verfügt. Unter den guten Ergebnissen ist der Sieg von Dr. H u r w it z über 4 Meilen zu erwähnen, der so die Hoffnungen, die der jüdische Sport nach seinen überlegenen Makkabiahsiegen über 5000 und 10000 m aut ihn gesetzt hat, zu erfüllen beginnt. Sportler In den Unruhe-Tagen Ein Bericht aus Palästina Unser Sportklub hatte sich vollkommen in 24 Stunden umgestellt: Unsere Turnerinnen arbeiteten, soweit sie geprüft waren, im Magen David Adom (erste Hilfe), unsere Radfahrabteilung wurde in den ״Nachrichtendienst“ rangiert, unsere Kleinen und Kleinsten sammelten Lebensmittel und Kleider, für die Flüchtlinge, unsere Motorradfahrer arbeiteten hfi Ordnerdienst, unsere Autobesitzer fuhren Flüchtlinge, unsere Aerzte errichteten eine Ambulanz, die Tag und Nacht arbeitete und in erster Linie den Flüchtlingen galt. — Unsere Frauen kochten Mahlzeiten und bewirteten Flüchtlinge und Ordner, und wir Aelteren lösten uns im Wachen an den Grenzen ab. Unser Sfjortklubheim wurde ein Flüchtlingslager für obdachlose Jemenitenfamilien. Mit rührender Hingabe arbeitete ganz Tel-Awlw für die Flüchtlinge. 27 Lagerplätze wurden errichtet — in allen Synagogen, 111 Schulen, Im Makkabihaus, im Hapoelgebäude, in der Mugrabi-Oper. 111 Fabriken, im Handwerkerheim wurden über 9000 Flüchtlinge untergebracht. In dieser Arbeit bildeten auch wir eine Zelle. Speere, Disken und Fußbälle ruhten im Schrank, um den Ping-Pong- Tisch saßen Jemenitenkinder herum und die Landesmeisterin Gira Schapira reichte ihnen Tee und Kuchen. Im Boxerzimmer lagerten auf den Ringermatten die Kranken, die unser Handbau-Sektionsleiter Dr. Karo (früher Berlin) behandelte. In diese ״Klinik“ sandte man auch die Kranken von anderen Lagern. — Unsere Boxer Sigi Stadtländer und Davidovitsch (früher Berlin) wachten mit dem Breslauer Hürdenläufer Löwingcr. dem Schwimmer Hirschler, dem Hockeyspieler Tschastnik und noch dreißig bis vierzig anderen unserer ״Prominenten“ jede Nacht bei der Reitschule unseres Präsidenten Capt. Goldman, die im nördlichsten Tel-Awiw an der Yarkongrenze in der Nähe der Arabersiedlungen Sumeii und Scheich- Alonis liegt. Patrouillierende englische Polizisten — alte Kameraden unseres Tel-Awiwer Sportbetriebes — begrüßten ihre neuen ״Wachtkollegen“ und verstanden unsere Situation, die sie nicht unterschätzten. Wie sehr sich die Wacht bewährte, beweist die Tatsache, daß unsere Chawerim die Polizei auf Geräusche aufmerksam machten, die sie im nahen Pardeß wahrnahmen und die später zur Verhaftung von vier Arabern (hiervon zwei bewaffnet), führten. Walter Frankl, Tel-Awiw In Amerika erreichte James J. Sandler im Hochsprung 1,93 m und wurde damit Dritter «hinter Treadgill und Spitz. Da es sich um eine ln der Halle erzielte Leistung handelt, kommt sie als Makkabi-Rekord nicht in Frage. Ed Siegel, ein ״ Strecken entpuppt, mit einem Start, der dem des Japaners Yoshioka (der schnellste Starter der Welt) verglichen wird. Siegel schlug die schnellsten amerikanischen (Neger-) Sprinter Peacock, Johnson und Metcalfe. Auch Marty Olicksmann ist eine jüdische Hoffnung im Kurzstreckenlauf, er wurde über 60 Yards (ca. 55 m) in 6,4 Sek. Dritter hinter Siegel und Peacock. Beim gleichen Sportfest gewann der Makkabi- Sieger Abe Roscnkrantz die halbe Meile (804,6 m) in 1:56.5 Minuten glatt. Viktor Cohen sprang, gleichfalls 1,93 m hocfi, über seinen Sieg In der Juniorenmeisterschaft im Kugelstoßen haben wir bereits berichtet. Plotkin (13,94 m) und Luskin (13,25 m) kamen ihm da zunächst, auch diese beiden sind Juden. Im Madison-Square Garden in New York stellte Henry Ciemann im Gehen über eine Meile (1609,3 m) mit 6:23,7 Min. einen neuen Rekord auf. 'Hannover' Ankauf MERKUR Verkauf HANNOVER' Tgy Brl6fmarken-Hand6l>ge9«ll«ehaft nn. b. H. JiGroschsn; Sammlungen BERLIN W IS KurfUrstendamm 26a / Tel. J1 Bismarck 6966 Weltraritäten XGroschan

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