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Jüdische Rundschau · 1936-05-26 · Heft 42-43 (26.5.1936) · page 22

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 42-43 (26.5.1936)
Date
1936-05-26
Page
– (sequence 22)
Language
German
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Seit• 20 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr 42/43, 2 6. V. 1936 dahin tendierenden Aufruf veröffentlicht hatten, vor Gericht stellen. Aber damit — und mit einer Bestrafung dieser Angeklagten mit 25 Pfund — war die Sache auch zu Ende. Denn die arabischen Führer faßten den Beschluß der Steuervcrweigerung — gegen die Verwarnung des High Commissioncrs. Sie stellten sich offen an die Spitze der Bewegung der civil disobedience — gegen die Verwarnung des High Comnissioners. Man wartete auf den entscheidenden Zusammenstoß, aber er kam nicht. Es gab ein paar Demonstrationen, wo auf die Menge geschossen wurde, aber das war nur ein ״Inzident“, die Dinge liefen so weiter wie bisher. Aber zu gleicher Zeit fanden dauernd Verhandlungen zwischen dem High Comraissioner und den arabischen Führern statt, und die niannigfachen Gerüchte, die über diese Verhandlungen umgingen, sind jetzt durch die Erklärung von Thomas im Unterhaus bestätigt worden. Der High Commissioner schlägt den Arahem nach wie vor die Sistierung der Einwanderung ab. Aber er bietet ihnen eine K o m m i s s i o n, die aus England nach Palästina kommen und nochmals die l äge untersuchen soll. Die genauen Bedingungen und Aufgaben dieser Kommission sind nicht klar; nur eines wird festgestellt, daß die Grundbedingimgen des Mandats — d. h. implizite auch des Jüdisehen Nationalheims — nicht berührt werden sollen. Damit fällt zugleich die arabische Delegation nach London. * Eine offizielle Antwort der Araber liegt noch nicht vor. Aber die Stimmung ist eindeutig. Man hat keine große Lust zu dieser Ko m tn i s s i o n. Palästina kennt diese Einrichtung gut, sowohl aus dem Jahre l'Ui, als auch von .1929 her. Die Araber meinen, es sei nach all diesen KomjnissiQiien im Lande beim alten geblieben. Also wozu nochjitals die ganze Zeremonie? Und unter den Juden, die sich ebenfalls bisher nicht offiziell geäußert haben, ist man auch nicht sehr auf Kommis-donen gelaunt. Sieht man sich als dritten Faktor die große e n g I i s e h e Presse an, so scheint sie sich ebenfalls nicht sehr ihr diesen Plan zu begeistern, sie bezweifelt zum Teil sogar das Recht des Kolo nialamts, einen solchen Schritt ohne das Parlament ZU tun. Wenn den Arabern daran gelegen wäre, diu ganze palastinciisisehe 1 rage nochmals in großem l'mtange aufzurolleri und der Welt ihr Recht zu beweisen, so müßten sie den Vorschlag einer solchen Kommission an sich bereitwillig aufgreifen. Alter so sieht es vielleicht der Politiker, nicht aber die streikende Menge. Diese Masse muß etwas Greifbares haben, einen verständlichen Sieg, eine Bewilligung ihrer Fordm!Ilgen. Und daher die Ablehnung der Regierungsvorscliläge und die Wetterführung des Streiks, auch nach der Ausgabe der Zertifikate und nach dem Beginn der Arbeiten! im lei- Awiwer Hafen, die einen Sturm in Jaffa entfesselten. Und vielleicht nicht trotz, sondern wegen dieser Ereignisse ... Und weiter? Die Regierung verhandelt, die Araber streiken, die Juden bauen einen Hafen. Und Palästina zermartert sich das Gehirn und fragt: Was weiter? Ls muß einen Ausweg aus der gegenwärtigen unerträglichen Lage geben, einer Lage, die für alie Teile im Lande nicht mehr lange tragbar ist und es bedarf keiner Prophetie, um vorauszusehen, daß wir vor der Entscheidung stellen. Es gibt im Grunde nur zwei Möglich keilen: Entweder die arabischen Führer sehen, daß sie bisher nicht weitergekommen sind, Wasen den Streik ab und versuchen es mit Verhandlungen. ■Oder es kommt bei irgendeiner Gelegenheit — Zündstoff für solche Gelegenheiten gibt ■es genug im Lande — zu dem zent r a I e n Zusammenstoß zwischen Arabern und der Regierung, und dann pazifiert sich das Land nach einem blutigen Abschluß. Ein Versacken des Streiks nach kurzer Zeit würde zu ähnlichen Folgen führen wie das Abblasen. Es wäre das einfachste für die Araber, wenn sie jetzt der schwer mitgenommenen Masse irgendeinen Sieg, auch nur einen Scheinsieg vorweisen könnten, der sie berechtigt, ihre Kampfpositionen zu räumen und den Konflikt auf das rein politische Feld zu überfragen. Bisher ist nicht abzusehen, woher ein solcher Sieg oder Sdicinsicg herkommen sollte. Wie sich jedoch die Dinge auch entwickeln mögen, sicher ist, daß schon in der nächsten Zeit die Dinge 711 einer Entscheidung, zum Autflammen oder Abblasen kommen müssen. Für Juden, Araber und Engländer ist der jetzige Zustand des Terrors, der Spannung und des Wachens unerträglich geworden. Presseschau ״Great B r i t a i n and t h e E a s t“ schreibt in der Ausgabe vom 21. Mai über die Spannung in Palästina, daß gegenwärtig noch keine Anzeichen für eine Milderung vorharnten seien. Die Meldungen über Zwischenfälle wiederholten sich mit ״melancholischer Regelmäßigkeit■‘, und selbst die energischen Worte des High Commissioner und die Entsendung neuer Truppen scheint diejenigen, die sich durch die jüdische 1!!!Wanderung beunruhigt fühlen, nicht überzeugt zu halren, daß bewaffneter Widerstand nutzlos ist. I )en Juden, die eine b e w 11 ri d e r 11 n g s w u r d i g e Zur ü c k h a 111! n g in dieser Krise bewahrt hätten, der auch ofti/ielles Lob gespendet worden sei, müsse sich alle Sy inp a t h i e ־zuwenden. Das Unglück, das sie betroffen hat, ist nicht so sehr ihre eigene Schuld, als vielmehr die Schuld der Politik, die die Araber provoziert haben. Die Exzesse der Araber könnten nicht entschuldigt werden; aber wenn man nicht versuche, ihre Provokationen zu verstehen, erfasse man nicht die Grundlagen des Problems. Der Beschluß, eine Untersuchungskommission zu entsenden, würde sicherlich vom ״Mann auf der Straße“ begrüßt werden; denn er sei weit entfernt davon, die Erregung der Araber wegen der jüdischen Einwanderung und der Landkäufe besonders ernst zu nehmen: er sehe vielmehr in diesen Unruhen nur die brutalen, sinnlosen und feigen Akte eines primitiven und fanatischen Volkes, das jedoch — wurde es nicht von skrupellosen Führern aufgepeitsclit — friedlich seiner Arbeit nachgehen würde, mit dem Gewinn wachsender Zufriedenheit, die aus dem Wohlstand entspringt, den die Zionisten dem Lande verschaffen. Wie entfernt diese Auffassung von den Tatsachen sei, wisse jeder Kenuer des Palästinaproblems. Die verschiedenen Untersucluingskommissionen hätten stets Ergebnisse zugunsten der arabische Sache gezeitigt. Eine neue Kommission könne nichts weiteres entdecken, und gerade aus diesem Grunde hätten die Araber wenig Begeisterung für dieses Projekt gezeigt. Bezüglich der Frage des Mandats schreibt die Zeitschrift; ״Auf solche Befürchtungen gibt es nur eine Antwort: das Palästina-Mandat besteht. Aber es gibt verschiedene Wege der Ausführung des Mandats; alles hängt von der Akzentuierung ab.“ Man könne sagen, daß die Erleichterung des Aufbaus des Jüdischen Nationalheims die wesentlichste Aufgabe sei; und fttr Haifaer Hafen während des Streiks Der größte Teil der Haifaer Bevölkerung kann keine besonders starke Beziehung zum Hafen haben, weil das gesamte Hafengebiet abgesperrt ist. Niemand darf den Hafen betreten, der nicht entweder eine Dauererlaubnis hat, wie die Beamten, die Arbeiter, die Spediteure usw. oder einen Erlaubnisschcin für einen bestimmten Tag, z. B. für die Ankunft von Schiffen u. ä. Diese Erlaubnis wurdfc aber in der letzten Zeit mir äußerst selten erteilt. Bis vor ungefähr einem Jahre konnte man den Hafen wenigstens noch durch das ihn absperrende Gitter aus der Nähe betrachten, aber auch dies ist Die Arbeit im Hafen geht ungestört weiter ■KUfi: ■ » '. ־ ״• * ':Xu '1 t-V.lj 10m ל *< *. ליי.. . _ _ pMßm ■< ■ ׳'#a4ss ■, ׳*Tw,«!** ־*־ I *' ״V ' '־ ■ .״ •/* *י!*«- ■ ä■ jetzt durch die Bebauung des vor dem Hafen liegenden Geländes verhindert. Wer also den Hafen ohne Erlaubnisschein sehen will, muß von den Dächern der umliegenden Häuser oder von den höhergelegenen Teilen der Stadt herunterschauen. Im Hafen wird trotz dem arabischen Generalstreik gearbeitet, und sogar mit besonderem Hochdruck, da ein großer Teil der Güter, die für Jaffa bestimmt sind, wegen des dort anhaltenden Streiks der arabischen Bootsleute nach Haifa weiterdirigiert, hier ausgeladen und mit der Eisenbahn nach Tel-Awiw gesandt werden. Für solche umdirigierten Güter sind die Hafengebühren und Eisenbahntarife ermäßigt, so daß die erhöhten Frachtkosten einigermaßen ausgeglichen werden. jeder Besucher des Haifaer Hafens wird sofort feststcllen, daß der Hafen in seiner jetzigen Anlage schon für die Bedürfnisse des normalen Wirtschaftslebens nicht ausreicht, der Kai ist zu kurz, die Lagerhäuser unzureichend, um wieviel weniger für den jetzt gesteigerten Verkehr, wo noch der zweite*Hafen des Landes ersetzt werden miiPt Am Kai lagen am Besuchstage ein großer englischer Vergnügungsdampfer mit Touristen für eine Mittelmeerreise, die ״Galiläa“ des Lloyd Triestino und zwei skandinavische Lastdampfer. Damit war die Längsseite des Landungskais vollkommen besetzt. Alle weiteren Schiffe mußten an der Außenmole festmachen, also ihre Passagiere und Waren mit Hilfe von Leichterschiffen und Motorbooten ans Land bringen, für welche die Landungsstellc zu beiden Seiten des Kais liegt. Ein Teil der diese Kleinschiffe bedienenden Unternehmer und Arbeiter haben sich vorübergehend dem Streik angeschlossen, was allerdings nicht fühlbar ist, da es auch eine jüdische Leichterfirma gibt, die mit jüdischem Personal den Verkehr fortsetzen kann. Die eigentlichen arabischen Hafenarbeiter haben aber bisher die Arbeit nicht niedergelegt. Im Hafen sind durchschnittlich 2000 Arbeiter beschäftigt, unter ihnen etwa 300 jüdische. Die Histadruth in Haifa ist ständig bemüht, diese Zahl zu vergrößern, an geeigneten Arbeitern fehlt es nicht, insbesondere ist die Alijaii aus Saloniki stark im Hafen vertreten. Unter den arabischen Arbeitern sind viele aus dem Hauran, die aber jetzt zum Teil durch palästinensisch-arabische Arbeiter ersetzt und in ihre Heimat abgeschoben sind. Wegen der Möglichkeit, ständig aus dem jüdischen Jischuw neue Arbeiter zu erhalten, haben die arabischen Arbeiter auch bisher die Arbeit aufrechterhalten. Es war ihnen klar, und sie haben dies auch den Streikführern gegenüber betont, daß sie bei Streik sofort die Arbeit verlieren würden, da sic keineswegs unersetzbar seien, wie etwa ihre Kollegen im affaer Hafen, wo die Bootsleute eine Art Monopolstellung aben. Die Situation ist in Jaffa auch insofern anders als in Haifa, weil die Ausgänge des Hafens in Jaffa in die arabische Stadt führen, während das in Haifa dem Flafen benachbarte Gelände stark unter jüdischem Einfluß steht, ja zum größten Teil wie der alte und neue Merkas Mischari in jüdischem Besitz sind. Unmöglich war es aber im Haifaer Hafen, für die Fülle der Waren Lagerräume zu beschaffen. So liegen große Warenmengen überall neben den Lagerhäusern und auf dem ganzen Hafengcbiet im Freien ungeschützt, Wittcrungseinfliissen ausgesetzt —in den letzten Nächten fiel der ״Malkosch“, der Spätregen — und auch sonst gefährdet, wie sich jetzt gezeigt fiat; denn eine Anzahl von Lifts aus Deutschland sind einer Brand- Stiftung zum Opfer gefallen. Alle Haifaer Kaufleute bemühen sich, die Waren so schnell wie möglich abzutransportieren, nachdem es ihnen gelungen ist, die Lagerstelle ausfindig zu machen. Sicher ist also, daß nach verschiedenen Richtungen auch für den Haifaer Hafen der Streik in Jaffa von großer Bedeutung ist, wenn auch die Arbeit im Haifaer Hafen fortgeführt wird. Dr. Albert B a e r, Haifa Zahlreiche Güter liegen infolge Platzmangels vor den Güterhallen Foto«: Dr. A«chn«r, Bail« ־'ö * ' . ' >״;׳ * i fl außenstehende Beobachter sei dies in der Tat das Ausschlaggebende. Man könne auch die Sicherung der Rechte der eingeborenen Bevölkerung als das Entscheidende ansehen; und man könne schließlich sagen, daß die Grundidee des Mandats, nämlich die Erziehung des Landes zur Selbstregie 1־ung, die Hauptsache sei. Die britische Regierung müsse, wenn sie nicht ständig durch Waffengewalt regieren wolle, nun endlich sich entschließen, was sie in Palästina zu tun beabsichtige. ״Wenn in der Praxis — abgesehen von aller Theorie — die Ziele des Mandats undurchführbar sind, wollen wir dies offen erklären. Wenn cs eine praktische Methode gibt, beide Wege 711 ebenen, wollen wir sie unzweideutig beschreiten. Auf alle Fälle müssen wir einen Plan entwickeln, der funktioniert.“ Vor allem müsse den Arabern aber und allen, die das Gesetz auf eigene Faust verwirklichen wollen, beigebracht werden, daß es unabänderlicher britischer Brauch sei, die Ordnung herzustcllen, bevor man über die Zukunft diskutieren könne. ln einer Zuschrift an den ״Manchester Guardian“ wendet sich der Earl o f Lytton gegen die von proarabischer Seite vertretene Ansicht, daß England während des Krieges Syrien und Palästina dm Arabern versprochen habe und daß alles, was diese erhielten, ein französisches Mandat und ein Jüdisches Nationalhcim sei. Zwei Versprechungen, schreibt Lord Lytton, sind im Kriege gegeben worden — die eine dem arabischen, die andere .dem jüdischen Volk, Den Arabern wurde Befreiung von der türkischen Herrschaft in Teilen des Ottomanischen Reiches versprochen; den Juden ein Nationalheim in Palästina. Beide Versprechungen sind öffentlich gemacht worden; beide wurden erfüllt. Die Araber haben unabhängige arabische Staaten in Arabien und dem Irak und ein Völkerbundsmandat in Syrien und Palästina. Die Juden haben ein Nationalhcim in Palästina. Aber das Palästina, wie es zur Zeit des Versprechens war, ist seither in zwei Hälften geteilt worden, und der, östlich vom Jordan liegende Teil wurde aus dem Nationalheim ausgeschlossen. Die Araber haben alles, die juden nur die Hälfte dessen bekommen, was ihnen versprochen wurde. Man kann darum nicht in Wahrheit sagen, naß das arabische Volk nicht fair behandelt wurde. Dies bedeutet nicht, daß die Araber in Palästina keine Beschwerden haben. Sie haben solche. Sie hassen die jüdische Einwanderung und wollen, daß sie eingestellt werde. Aber die Einwanderung einzustellen, hieße eine im Kriege 'gemachte Zusage nicht er* füllen, sondern brechen. Berichtigung. Die in Nr. 35 mitgeteilte Nachricht über eine medizinisch-landwirtschaftliche Expedition der Hebräischep Universität nach Transjordanien bezog sich, wie uns mitgeteilt wird, auf eine Expedition von Botanikern und Zoologen. __ Manfred O e i 8 wurde aufgefordert, für den Jerusalemer Sender einen Vortragszyklus über Theater im allgemeinen und palästinensisches Theaterwesen atu halten; er hat mit den Vorträgen bereits begonnen. Aus der Tätigkeit des KKL Bodenerwerbungen. Im ersten Halbjahr 5696 sind vom KKL 8200 Dunam Boden erworben worden. Diese Zahl umfaßt ausschließlich die offiziell im Grundbuch auf den Namen des KKL übertragenen Ländereien, Außerdem erwarb der KKL Böden, die noch nicht im Grundbuch auf seinen Namen registriert wurden, ferner die rund 40 000 Dunam in verschiedenen Teilen des Landes, für die der KKL Kaufvertrage abgeschlossen hat und deren endgültige Uebertragung erst nach Abschluß der großen Sammelkampagne erfolgt. Als wichtigste Bodenkäufe des KKL seien folgende erwähnt: 5485 Dunam in Taibie im Emek Jesreel zwischen Ejn Charod und Beth Alpha. Diese Fläche ist zur Erweiterung der bestehenden Siedlungspunkte und für neue Kolonisation bestimmt. Dieser Bodenerwerb gewinnt durch die soeben erfolgte Zuteilung von 1200 Zertifikaten für Einwanderer aus Deutschland eine besondere Bedeutung, weil diese Zertifikate der zusätzlichen Ansicdlung von Juden aus Deutsch-!and in den bestehenden landwirtschaftlichen Siedlungen dienen sollen. — 1440 Dunam im jordantal in der Gegend von Beth Schaan und Scmakh, in Fortführung früherer Käufe. — 958 Dunam in Judäa, von denen 421 Dunam für Mittelstandsansicdlung in Kiriath Anawim B durch die Gesellschaft ״Jachin“ bestimmt sind. — 265 Dunam im Scharon und Schomron. — 50 Dunam städtischer Boden (Grundstücke in Jerusalem). Davon: 28 Dunam bei der Universität. 20 Dunam aut dem Skopus für Erweiterung der Universität. Ein Grundstück in Talpioth für das Misrachi-Lehrerinnen-Seminar. Ein Grundstück für die Jeschurun-Svnagoge. insgesamt umfaßt der im Grundbuch registrierte Bodenbesitz aes KKL heute 370 000 Dunam, auf dem sich 5183 bäuerliche Wirtschaften, 1020 Hilfswirtschaften und 44 Arbeiterlager befinden. Die Kwuzah Rodges auf KKL-Boden in Beth Schaan. Die Kwuzah Rodges, die sich bisher auf privatem Boden in der Nähe von Petach-Tikwah befand, und deren Mitglieder in der Mehrzahl aus dem religiösen Hachscharah- Kibbuz Rodges in Deutschland hervorgegangen sind, erhielten bei der Bodenverteilung von Beth Schaan Land vom KKL. Vor einigen Wochen ging die erste Gruppe der Kwuzah Rodges nach Beth Schaan, um an den voroereitenden Kolonisationsarbeiten in diesem Gebiet teilzunehmen. Anläßlich des Ablebens Sokolows wurde das Musfk- Programm im Palästina-Rundfunk geändert und durch Trauermusik ersetzt. Die Histadruth veranstaltete eine Trauerkundgebung im Brenner-Haus zu Tel-Awiw. Die Redner waren Bert Locker, Sprinzak und Alexander Süßkind Rabinowitz, Der Negus ging am Sonnabend in Haifa an Bond des kleinen Kreuzers ״Capetown“, der ihn nach Gibraltar bringen wird. Von dort aus wird der Negus voraussichtlich die Reise nach London mit einem britischen Handelsschiff fortsetzen. AmtHch wird bekanntgegeben, daß die landwirtschaftliehe Grundsteuer für die Zitruspflanzungen in diesem Jahre auf 15000 Pfund herabgesetzt wurde. Die Steuersenkung ist darauf zurückzuführert, daß infolge des Chamsins der Zitrusexport von acht auf sechs Millionen Kisten zurückgegangen ist. 1

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