Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1936-05-19 · Heft 40 (19.5.1936) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
41 (1936)
Issue
Heft 40 (19.5.1936)
Date
1936-05-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2653922-2653961--28826-2690325
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4 ו ״‘•-r JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 40, 19. V. 193« Devisen für Studierende Konzerte und Vorträge Chor- und Orchester-Konzerte. Sander bevorzugte wie immer (im Kulturbund-Konzert des Opernchors) AI fresco- Wirkungen. In der Oper fällt einem dabei das Attribut: schlagkräftig ein. Aber itn Konzertsaai mißt man sie gern und verlangt doch mehr karnmermusikaiische Durcharbeitung. Fs kann nicht im Wesen eines Chores liegen, die Virtuosität eines jeden ein/einen Sängers zu fördern. Dieses Mal war besonders die Notwendigkeit einer Arbeit klar, die sieh atil einen ausgeglichenen Fnsenihieklang zu konzentrieren hätte. Fs würden dann unisone Chöre wie hier Verdis Hebräer-Chor aus Nalutcco ein wirklich glanzvolles Relief erhallen. Die Liehcsliederwalzer von Brahms erfordern nicht nur ein diffiziles Umgehen auf den Text, sondern ein Erfassen des Ganzen, 11:1 mV:h des Genre. Diese amourösen Verse aut Walzerrhythmcn werden immer zu grob, wenn man sie mit reinem Sentiment singen läßt; auch die aparte Tanzforin svird damit noch nicht motiviert. Brahms hat für die Ausführung mir an ein Soloquartett gedacht, nicht an chorische Besetzung, die die Konturen verdicken muß. Mit dem 42. Psalm von Mendelssohn wurde das Konzert eingeleitet Sander gab Schattierungen — weniger Kontraste — aber er erschöpfte sich gleich zu Anfang und ließ es hei ähnlicher ״Registrierung״ den ganzen Abend lang. I»er iiid i s c 11 e Teil enthielt: den!,sahn 134 und Semiroth ~ sehr gute Sätze von J. Dvinont - ferner jiddische Volkslieder in geschickten Bearbeitungen von J. C. Simon, Gladstein, Widet/kv. Bei ,,Amol is gewen“, das Simon mit vergnügliehen Geräuschnaebühmungeti ausgestattet hat, und der Iforra ״Ense pele“, bearbeitet: von Petruschkn, konnte man nicht troll werden: sie wurden ,.vorpetragen", vom Blatt gesungen... Die beiden besten .Womente des Abends verdanken wir dem klaren Sopran Thea Brandts, der Solistin in einem jiddischen Wiegenlied, und der drastischen Art Hilde Lind s in ״\X o'-clie willste". Susanne 1. ö w e n s t c i 11 sang drei geistliche Fieder von Mendelssohn. Am Klavier begleitete sorgsam I laus M :1 r g!> 1 i 1! s k y, einmal auch zusammen mit V. A! t m a ״ n. - I Xas Orchester der Künstlerhilft' spielte unter Fehling von Ernst Ewald Gebert. Wir kennen (ieheit als Musiker von großer Gewissenhaftigkeit. Auch diesmal bewährte er sieh in dieser Eigenschaft. Er richtete sein Streben auf einen lückenlosen Ensembleklau׳״ und versuchte mit knappen Bewegungen Intensität zu 1111 s 1 ז; :!gen, was ihm noch besser gelänge, wenn er seinen linken Arm aus seiner starren Festigung lösen würde. Die liaite und Klot/igkeit der I orti müssen noch gemildert werden. Alte •Musik wäre einfacher gewesen. Der Klang lies Symphonie-Orchesters, den das 10. Jahrhundert erst entwichet! hat, mul! in diesem Falle alle möglichen Forderuiigen offen lassen. Die l hivollendete von Schubert ist für dieses Orchester noch zu schwer; man hat zu Vorbildliehe Interpretationen!111 < iedaelitnis. (lapriceio und Fuge von Mendt Is.oim hatte Gebert fiir Streichorchester bearbeitet. Susanne l.iiweusi ein fehlte diesmal -־ in zwei Arien von Gluck und Mo/art die notwendige Spannung, die ihre wertvollen Stimmittel belebt hätte. Fine sehr schöne Leistung hot Werner l. v w e 11 mit dem Mcndelssohnschcn Violinkon/ert. Das ( bclu-der ging erstaunlich exakt mit. Hier konnte Lvvven seinen fein entwickelten, dabei kräftigen Ton und eine vornehme Virtuosität entfalten. Dr. Hans N'a f h a n Der zweite Abend von Beatrice Freudenthal-Waghalter fand vor fast ausverkaultem Schumann-Saal statt. Die außergewöhnlichen I ahigkeifen und Darbietungen dieser in ihrer besonderen Art großen Künstlerin rechtfertigen den Erfolg vollauf. Sie hat nicht nur eine große, schöne, gutgebildete Stimme, die an dem Abend leider durch eine merkbare Indisposition an letzter Entfaltung gehemmt war, sondern ihre ungewöhnliche Sprachengewandtheit in acht Sprachen, ihre vornehme, eindringliche' Vortragskunst, ihre Mimik, ihr Charme sind oft hinreißend, immer von größter Eindruckskraft. Die wenigen deutschen Lieder wären zu entbehren gewesen oder sollten durch andere ersetzt werden. Oder die Künstlerin sollte noch mehr hebräische und jiddische Lieder bringen, die ihre besondere Starke zu sein scheinen. Am Flügel (einem nicht guten Instrument) begleitete Leo Schönhach ganz ausgezeichnet. Es ist eine Freude, ein solches schlagendes Zusammenarbeiten zu hören, das Ergebnis ungczählter Proben. I >r. Oskar O!1 ttma 11 n Kultur und Gesetz. In einer Veranstaltung des Misri hi in der Synagoge Münchener Straße sprach Rabbiner l)r. Emil Bernhard Cohn. Kultur ist nach seiner Auffassung die (jestatt eines Volkes in Raum und Zeit. Es gibt nur e i 11 e jadische Kultur; diese beruh! auf vier jüdischen Literatur, der (jeschichte und der hebräi-,dien Sprache. Wie das Gesicht des Menschen sich im kaufe des I ebene verändert und trotzdem dieselben Zuge wieder,׳tierketinen sind, bleibt auch die jü* dische Kultur trotz aullerer Veiamlerimgen dieselbe, jüdische Kultur ist jüdisches!.eben. Hebräisihe Sprache, Beschät'tigling mit der jüdischen Ge■schichte, die Lektüre der Bibel sind mir Wege zur jüdischen Kultur, Eine Verbindung mit der jiidisehen Kultur kann mir durch jüdisches Leben licrgcstelit werden. Aue!) in Erez Israel kann keine neue Kultur geschaffen werden. Für den pesetzestmicn Juden gibt es keine Kulturfrage, das Leben im jüdischen Gesetz ist ihm die jüdische Kultur. Aufgabe des Misradti is! es, in Erez Israel die alte jüdische Kuitur zu neuem Leben zu erwecken. — Im Anschluß an diesen Vortrag legte Rabbiner Broch dar, daß es Sache des Misrnchi ist, den alten und neuen Jischuw 7.11 verhinden und die Arbeit für die Thora und für das Land zu vereinigen. A. L. Persönliches. Vor kurzem hat Rechtsanwalt Kurt Lewinsolm, stellvertretender Vorsitzender der Berliner Z10nistischcn Vereinigung, Berlin verlassen und ist nach Erez Israel übersiedelt. Mit ihm geht der zionistischen Arbeit wiederum ein unermüdlicher, tatkräftiger Helfer verloren, ln den drei Jahren seines Aufenthalts in Berlin hat Kurt Lcwinsohn der zionistischen Arbeit viel genützt, und die letzte Stadtkonferenz der BZV. erkannte seine Tätigkeit an, indem sie ihn zum stellvertretenden Vorsitzenden der BZV. wählte. Die besten Wünsche aller Berliner Zionisten begleiten ihn nach Erez Israel. Der umgebaute Luxusdampfer ״Marco Polo" des Lloyd Tricstino lief vor einigen Tagen von Tru.e zu seiner er-n׳u Fnbrt nach Acgvpton aus. Vor der Abi.birt Ik ׳!<׳jeiglcn dir Spitzen der Behörden und die geladenen Gäue den mit dien ne! U1 soien Kriungrn.!;hatten der KchiflsbaukunsS nu-gi'stattwcn 17 000-Tor,n<-11■ 1 lantpfcr. Die Innenkabinen wurden auigela ״en und :׳ סsehen den h,!--agieren nur durchweg gut gekinele Auiienkabimni in allen KI.! -־-e -1 r zur Verfügung. Neben dem eleganten, geka׳ bell! n Frei!!]!'!-! Invimmbassm der ersten Klasse wurde auch ein sokdres fiir!die zweite Klasse eingerichtet. Der ״Marco Polo“ wird der; .Windige» Dien-t der Luxus. ljxpreß-1-inie Europa — Aegypten des l.lovd Triestino ver-ehen und d.ilxä regelmäßig auch Haifa ardntifon. Der ״Mussaf luri“ und zahlreiche Berichte mußten in der heutigen Nummer wegen Raummangel Zurückbleiben. Der Leiter der Reichsstelle für Devisenbcwirt- Schaffung hat durch Runderlaß vom 12. Mai für die Be- Handlung von Devisenanträgen zum Studium und Schulbesuch im Ausland unter Zusammenfassung der bisherigen Vorschriften und unter Aufhebung einer Reihe von Erlassen neue Bestimmungen erlassen. Durch sie wird vorgesehen, dal! wegen der ernsten Dev.isenlage Anträge auf Erteilung von Devisenerwerbs- und Verwend.1ng:gcnch:;»;:!1 ■- gen für einen Studienaufenthalt im Ausland, für einen Besuch ausländischer öffentlicher und privater Lehranstalten, Schulen, Fachschulen und Hochschulen und für eine sonstige Ausbildung oder Weiterbildung im Ausland — z. B. Ausländsaufenthalt als Lehrling oder Volontär — grundsätzlich abzulehn e n sind. Nach besonderen Vereinbarungen sind jüdische Stildeuten oder Schüler, die im Ausland studieren oder eine Schule besuchen wollen, soweit eine Zahlung laut Abschnitt V des Runderlasscs iin Verrechnungsverfahren nicht ohne weiteres möglich ist, an den Z e n t r a I a u s s c 11 u H für Hilfe und Aufbau hei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Berlin-Chnrlottcnburg 2, Kantstr. 158, Arierprinzip für Zeitschriftenverleger Der Präsident der Reichspressekammer, Amann, hat eine Anordnung ״zur Wahrung der Unabhängigkeit des Zeits c 11 r i 11 e n v c r I a g s w c s e מ s“ erlassen, Analog der An- Ordnung über die Zeitungsverlage wird der Kreis der zugelassenen Zeitschriftenverleger bestimmt. U. a. wird für den Verleger und seinen Ehegatten der Nachweis der Abstammung von Vorfahren deutschen oder artverwandten Blutes bis zurück zum Jahre 1800 verlangt. Unterhaltszuschüsse für ehemalige Beamte und Notare In der ״Deutschen Justiz“ werden den Justizbehörden die vom Reiclisminister der Finanzen im Einvernehmen mit dem Reiclisminister des Innern am 3. März 1936 erlassenen Richtlinien für die Bewilligung von Unterhaltsz uschiissen an ehemalige jüdische Beainte, diy Frontkämpfer gewesen sind, mitgeteilt. Danach können jüdischen Beamten, die Frontkämpfer gewesen sind, und ein Ruhegehalt nach den allgemeinen Versorgungsgesetzen und Vorschriften nicht erdient haben, hei Würdigkeit und Bedürftigkeit vom I. Januar 1936 monatlich widerrufliche Unterhaltsziischüsse auf Zeit gewährt werden. Fiir die jüdisehen Notare, die keine Besoldung aus der Reichskasse erhalten haben, gilt dies ebenfalls. Nunmehr wird zur Durchführung dieser Vorschriften für den Geschäftsbereich der Reichsjustizverwaltung bestimmt, daß u. a. der Reichsjustizminister sich die erstmalige Bewilligung eines Unterhalts- Zuschusses, den Widerruf wegen Unwürdigkeit des Empfängers, die Wiederbewilligung eines von ihm widerrufenen Unterhalts- Zuschusses sowie bei Schwerkriegsbeschädigten außerdem jede Kürzung oder Entziehung eines Unterhauszuschusses Vorbehalt. Ankündigungen Zionistische Veranstaltungen Lehrstätte Bialik. Anläßlich des 15. Todestages Josef Cbnim Brenners veranstaltet die Lehrstutte Bialik eine Gedenkfeier am 19. Mai im Logenhaus, Kleist st r- 10. — Im hebräischen Bibel-Seminar unter Leitung von Dr. Borodinnski, im Heim. Kantstr. 54, Sonnabends 19 Uhr und im heBräLrhcn Misehna-Scminar unter Leitung von Dr. Ma.se. Niebuhrstr. 77. können neue Teilnehmer aufgenommen werden Sekretariat: Kulturabtcilung der BZV., Meinekesir. 10 (J1 9031). Frauen-Arbeltsgemeinschaft für Palästina. Gruppen West und Bayrischer Platz: 19. Mai, Wittenbergplatz 3a: Frau Lotte TrcL: llebräisrhcs Kur/.tvk!at; Frau iLmnah Kies: Franz R0M־nz\veigs Briefe (2. Folge). — Die Gruppe Nord und Ost trifft sieh jeden Dienstag (erstmalig 19. Mai), 20.30 1 'hr. im Heim Rosenthaler Str. 44 zum geselligen Beisammensein. Alle 14 Tage Vortrag. — Zu allen Veranstaltungen G.ipe willkommen. — Pünktlicher Beginn. Das Büro ist Montag bis Freitag von 9-■-3 Fbr geöffnet. Außeihalb dieser Zeit Besuche und Teletonunfuie zwecklos. Neue Hebräische Kurse der BZV. Hebräische Konversation. Für Teilnehmer der' hcbräiv.'heu Kur-e, die mindestens zwei Monate Fntetri! jitszvit hinu/i׳ sich haben, wird ein Kursus für taghches Ifrhrais-di eingerichtet. Leitung: Dr. Bro>cr; Dienstag und Donnerstag, 18.20 Lin־, Kant-Ur. 54. Dcnm.u ho beginnen folgende Anfängerkur-,(•: Kantstr. 54. zweimal wöchentlich (Leitung: Dr. Kaleko); Wittenbergplntz, einmal worhent!ich (Leitung: 1 lorr I .״cwy ). ln den Antangu! kmstis Rosenthaler Str. 44. Montag-. 20.30 1 hr (Leiter: D. J. Hornstein), können noch einige Teilnehmer auigenommen werden. Au-kunft: Knlturabteihmg der BZV.. Meinekotr. 10 fj 1 9031), Hechaliu, Snü Berlin. Am 23. Mai, 20.45 Ihr. Aula, Große Hamburger Str. 27, Oneg S• habbat, K. Herrnstadt-Oettingcn rezitiert. Kindergarten Jannowitzbrflcko, B/ürkenstr. 9 (C 9 4614, 2—3 l hr) nimmt noch einige Kinder für Vor- und Nachmittags auf. Kinder, die in der Nahe des Spittelmarku wohnen, werden ahgeholt. Der Kinderspielkreis der Bczirksgruppe Zentrum nimmt in seine Vor- und Nachrnittagsabu-iiung noch einige Kinder auf. Anmeldungen bei Lehrer Martin Lewin. Münzstr. 10. zwischen 2 — 3 Uhr, und bei Herrn Adlcrstein, Alte Schönhauser Str. 58. Lehrküche auf Palästina-Herden. In Palästina gib? cs keine Gas י Holz- und Kohlefeucrung. Um den Hausfrauen die Umstellung zu crh-i< h'ern, sind praktische Koehübungen auf verschiedenen Systemen ringe richte? worden. Vorträge über moderne ״Krniihrungslehre und Diätküche“ unter besonderer Berücksichtigung der palästinensischen Verhältnisse, mit teilweise praktischen Hebungen, ergänzen den Vmerricht der ,.I ,ehrküehe auf Palästina-Herden5‘. Der Linkosten־ beitrag beträgt für die ..Lehrküche auf Palästina-! [erden“ (sechs Stunden) RM. 3.--״. für die ״Ernährungslehre und Diätküche“ (zehn Stunden) RM. 10.—. Anmeldungen bei der Kursleitcrin Henriette Albach. in der llausfrauen-SprerhsUmdc, Montag, 16 bis 18 Uhr, Trautcnausti. 8, Ghs. links, 1 Tr. (11 7 2528). Voranzeigen Jüdisches Lehrhaus. (Sekretariat: \V 50, Marhurgcr Sir. 5, I! 4 5587.) Munlagsvork'siingcn: Gestalten der Bibel, I. 2. Vorlesung: Fritz Bamlicrgcr: Abraham und Isaak, 25. Mai, 20.30 Uhr, Aula, JoachimstHaler Str. 13. Arbeitsgemcinschafte»: Montags: Kalisiji: Gcgenwarlsfragen des palästinensischen Reihts, 20.30 Uhr, Friiutrcgcntcnstraße. I’ollak: Weltwirtschaftliche Informal ionsstumle. 20.30 Uhr, Auguststraße 17. •— Dienstags: Altmann: Morallchre des Talmud, 20.30 Uhr, Fasanen*(raße. Sternherg: Jüdische Spruchweislicit, 20.30 Uhr, Fasanenstraßc. Babs Werke, die uns angchen, 17.30 Uhr, FasancnstraCc. Jospe: Singkreis, 20.30 Uhr, Fasanenstraße. — Mittwochs: Pulverzu verweisen. Der Abschnitt V gibt die Länder an, bei denen im Sinne von Abschnitt I des Erlasses Genehmigungen auf Grund von Verrechnungs- oder Reiseabkommen erteilt werden können. Es handelt sich — bei in jedem Falle gesonderten Bedingungen — tun Bulgarien, Dänemark, Iran, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Palästina, Rumänien, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei und Ungarn. Die nach den bisherigen Be- Stimmungen erteilten Genehmigungen bleiben in Kraft Bei der Beantragung erneuter Genehmigungen ist jedoch nach den neuen Anweisungen zu verfahren. Abschnitt 111 des Erlasses enthält Bestimmungen über die Genehmigung zur Veräußerung von Wertpapieren im Ausland und der Verwendung ihres Erlöses zur Bestreitung der Kosten eines Studienaufenthaltes im Ausland. Abschnitt IV befallt sich mit den Genehmigungen für einen Ausländsaufenthalt zur Ausbildung oder sprachlichen Fortbildung von Angestellten inländischer Ausfuhr- und Transitfirmen. Für Palästina ist eine Sonderregelung des Transfers von Studien- und Ausbildungsgekler!! über das Sonderkonto I getroffen. Im übrigen sind für Unterhaltsziischüsse an ehemalige Beamte die Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte, jeder fiir seinen Geschäftsbereich, für Unterhaltsziischüsse an ehemalige Notare die Oberlandesgerichtspräsidenten zur anderweitigen Festsetzung und Regelung der Unterhaltsziischüsse zuständig. Der Erlaß enthält schließlich Bestimmungen über die technische Durchführung der Uiiterhaltszuscliußrcgeking. Aus dem Einzelhandel Die Wirtschaftsgruppe ״E i 11 z. e I h a 11 d e I“ legte einen Bericht über ihre Tätigkeit vor. Geklagt wird nach dem Bericht darüber, daß bei dem LJ e b e r g a 11 g 11 i c 111 a r i - scher Betriebe in arischen Besitz außerordentliehe und nicht immer einwandfreie Mittel der Reklame angewandt würden und daß die Weiterfülirung dieser Betriebe ״auf einer besonders verschärften, kanitalistisch betonten Konkurrenziage" angekündigt werde. Die Frage einer zweckmäßigen Kennzeichnung der deutschen o!•. schäfte werde geprüft; die Arbeiten seien noch nicht abgeschlossen. Konferenz für jüdische soziale Arbeit London, 14. Mai. (JTA.) Vom 8. bis 11. Juli wird in London die dritte Konferenz für j ii d i s c!11• s o - ziale Arbeit, im Zusammenhang mit der Dritten Internationalen Konferenz für Soziale Arbeit, die vom 12. bis 18. Juli ebenfalls in London veranstaltet wird, abgehoben werden. Schon bei den ersten zwei Konferenzen — die erste fand in Paris 1928, die zweite in Frankfurt a. JM. 1932 statt — trafen sich die jüdischen Delegierten zu einer Ausspräche über die Probleme der jüdischen Sozialarbcit. rnaeher: Biblische Darstellungen in der bildenden Kunst, 20.30 tUtf, Marburger Str. 5. Weltmann: Jüdische Dichter der Gegenwart, 20.30 Uhr, Fasane,istraße, Kulm: Biologische und psychologische Grundlagen der Erziehung. 20.30 Uhr, Marburger Sir. 5. Schildberger/Wcrtheirn: Iristnimcntalgenieinsehafi, 20.30 Uhr. I'asancmraßc. Eisenberg: Uebungcn in freier Rede. 20.30 Uhr, Eülzowstr. 16. — Donnerstags: Glücksoli״: l’hotographieren für Anfänger, 20.30 Uhr, IJfarburger Sir. 5. In allen Arbeitsgemeinschafteil können noch Teilnelimcr aufgenonimen werden, Anmeldung im Sekretariat oder am Abend selbst. Sprach- und Ilandclskurse: Auskünfte, Anmeldungen usw. im Sekretariat (Spicchstunden von 10—1 Uhr und 4—6 Uhr). ״Unsere Jugend hat eine Zukunft". Am 25. Mai, 20.30 Uhr, Veranstaliung der ״Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend-Alijah“ im I.ogenliau ״ Kleist str. 10. Es sprechen: Rabbiner Dr. Leo Hacek, Dr. Edgar Freund, Eva Stern. —• Erstaufführung des Jugend׳ Alijah- Films aus Palästina: ״Aufbruch der Jugend‘־. Rezitationen von Edith ilerrnsiadt-Dettingen. Als nächstes Werk kommt im Kulturbund ״Wiener Blut“, von Johann Strauß, in der Beatbeilung und Inszenierung von Kurt Singer unter der musikalischen Eeinmg von Berthold Sander heraus. Dela Lipinskaja. Es wird <13rauf!»»gewiesen, daß entgegen früheren Milteäümgeu das GasGpicl mir am 25. Mai im Bachsaal um 20.15 Uhr .slatilindei. Die für den 23. Mai gelosten Karten müssen gegen .solche fiir den 25. Mai in den Vorvcrkaufsstcllen umgetauscht Wej'detv Vereine Jitd. Frauenbund, Bc/ärksßruppe Berlin-Mitte. Ausflug am 20. Mait 16 Uhr, nach Küretten ״ALun^ruml“, Zehlendorf, Herrn,innstr. 7״9־ Tretlpunkt dort. -- Gruppe Neue Synagoge. Wahrend der Scphirazeit Leh!vorträ<׳e: Rahh. Dr. Sänger, Dr. van der Zyl, X)r. Nuß- Baum: ״Sprüche der Väter‘. Musikalische Umrahmung: Oberkantor Goihinin. Nächster Vortrag am 23. Mai. 20 Ulir* — Verband Polnischer Juden״ Neue Geschäftsräume: W 35, Kurfürstenstr. 42, v., I. Telephon: B 2 5524. Jurist Lehe Sprechstunde täglich von 14—16 Uhr. Außerhalb dieser Zeit können juristische Auskünfte nickt erteilt werden. Kleine Nachrichten Stedenmarkt. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Beilin, Abt. für kaufm. Personal, Ilauspersonal und Angehörige der freien Berufe, Bulin SW 19, Lindcnstr. 4850־. Sprechstunden: für kauf!!)■ mannl. Abt. u. niämd. Abt. für freie Berufe: für kaufin. wcibl. Abt. u. wcibl. Abt. für freie Berufe: außer Sonnalrends und Sonntags lüg], von 10—1 Uhr; Verband jüdischer Ingenieure u. Chemiker: Montag von 6—7 Ulir; Ilauspetsonal: für feste Stellen: Montag. Diens'ag, Mittwoch von 2—4 Uhr; für Aufwartefrauen, Reinemachetrauen, Waschfrauen, Tagesstellen usw. von Montag bis _ Freitag einschl., 12 Uhr. — Abt. für gewerbliches Personal, Berlin C 2, Rosenstr. 2-4 (Dl, 6711). Sprechstunden: miinnl. Abt. fiir Fachkräfte und ungelernte Arbeiter: außer Sonnabends und Sonntags liigl. von 10—1 Uhr; wcibl. Abt. für Fachkräfte und ungelernte Arbeiterinnen: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freilag von 9.30—1 Uhr; Berufsberatung und Lchrstellcnvcrmittlung: Montag. Dienstag, Donnerstag, Freilag von 9.30 -12.30 Uhr; für Schüler: Dienstag von 3—5 Uhr; für Mädchen: Donnerstag von 4—7 Uhr, Blciblrcustr. 2; für Knaben: Donnerstag von 4—7 Uhr, Holsteinische Str. 57. — Weibliches Hauspersonal und Diener sind ausschließlich artzulordern Jüdischer Arbeitsnachweis. SW 19, Lindcnstr. 48-50. — L.argnort (Gold), seharte Gläser, vor längerer Zeit im jüdischen Arbeitsnachweis, Berlin SW 19, I.inclendr. 48-50, gefunden Die Frauen- Arbeitsgemeinschaft für Palästina bittet, ihrer Nälistubc einige gute Nähmaschinen ]cilnvcise zu überla-sen. Damen, die sich zatn Nähen zur Verfügung stellen wollen, bitten wir, sicli im Büro (J l 9031) von 9—15 Uhr zu melden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.